Futterzusätze bei Heumilch

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dacapo 23-08-2011 09:23 - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Ein herzliches Grüß Gott von meiner Seite in diesem Forum. aufgrund meiner Arbeit im Zuge von Recherchetätigkeiten zum thema jodarme Ernährung bin ich nun auf meiner Suche nach jodarmen Produkten (eben auch Milch und Milchprodukte) auf folgende Frage gestoßen: sehr oft höre ich, dass Milch und Milchprodukte einen sehr hohen Jodgehalt haben weil mit Jod angereichertes Kraftfutter verwendet wird. Da viele auf die gute Milch und die Milchprodukte nur schwer verzichten wollen hoffe ich in diesem Forum Antworten und Meinungen dazu zu bekommen: wie sieht es mit Heumilchprodukten und Jodgehalt aus? Ich habe in diversen Foren häufig gelesen, dass Heumilchprodukte jodärmer sein sollen, weil eben kein jodiertes Tierfutter verwendet wird und auch zum Reinigen keine jodhältigen Mittel mehr verwendet werden.

Inwieweit ist diese Behauptung richtig? Vielen lieben Dank schon jetzt für Ihre Antworten.


walterst antwortet um 23-08-2011 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Viehsalz ist in der Regel jodiert.

Eine zusätzliche Verabreichung von Jod über Kraftfutter ist mir nicht bekannt.

Diesbezüglich unterscheiden sich Heumilchprodukte auch nicht von anderen.


servusdiewadln antwortet um 23-08-2011 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
die behauptung ist falsch!

ich hab selber bei meinem zukauffutter nachgesehen, da ist kein jod eingemischt, mit ausnahme des viehsalzes.

sollte es zusätzlich jodiertes viehfutter für milchkühe überhaupt geben, dann dürfte man das bei der erzugung von heumilch genau so einsetzten.







Rocker45 antwortet um 23-08-2011 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Schließe mich walterst an. Ich wüsste nicht welches Kraftfutter zusätzlich jodiert ist. Ich würde auch keinen Nutzen darin erkennen.


dacapo antwortet um 23-08-2011 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Vielen Dank fürs Erste für Eure schnellen Antworten!

Die Jodierung von Futtermittel wird angeblich deshalb verstärkt gemacht, weil Österreich ein Jodmangelgebiet ist und vor allem in den vergangenen Jahrzehnten dadurch zahlreiche Schilddrüsenerkrankungen (Kropf) entstanden sein sollen - um dem entgegenzuwirken wurden Ende der 80er Jahre Gesetze verabschiedet, die die zusätzliche Jodierung von Salz, Lebensmittel und eben auch Futter und Düngemittel vorsieht - so sollen die Österreicher angeblich mit mehr Jod versorgt werden um Schilddrüsenerkrankungen zu reduzieren.

Ich frage deshalb auch nach dem Jodgehalt bei Heumilch und Heumilchprodukten weil auf den Verpackungen von Heumilchprodukten und auch auf der Heumilch-Homepage betont wird, dass die Kühe im Sommer ausschließlich und garantiert mit Gräsern und Kräutern und im Winter mit sonnengetrocknetem Heu sowie mit Getreideschrott gefüttert werden. Das würde aber bedeuten dass bis auf das Gras, das Heu und das Getreideschrott keine zusätzlichen Futtermittel eingesetzt werden dürften?


servusdiewadln antwortet um 23-08-2011 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
das, was auf den diversen packerln draufsteht, hat mit der realität im normalfall nichts zu tun.
im konkretten fall wird dem konsumenten hier bewusst die unwahrheit erzählt

du musst es so sehen, wenn ma a red-bull trinkt - wachsen einem auch keine flügerl


walterst antwortet um 23-08-2011 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Es erfolgt eine Jodierung von Vieh- und Speisesalz, und gerade deswegen wurden die Kropferten in den letzten Jahrzehnten weniger.

Dass darüber hinaus mit Jod herumgefuhrwerkt wird, halte ich für ein Märchen. Andernfalls bitte ich um konkrete Anhaltspunkte für einen anderslautenden Verdacht.

Dass bei Heumilch außer Gras und Getreide rein GAR NICHTS gefüttert wird, ist natürlich absoluter Blödsinn. Viehsalz, MIneralstoffmischungen, Futtermittel, die im engeren Sinn nicht dem Getreide zuzuordnen (Erbsen Ackerbohnen...) sind usw...


realist antwortet um 23-08-2011 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
weiß nicht genau, ob es damit auch zu tun hat, aber bei Bio sind "jodhaltige" Zitzentauchmittel verboten - glaube dass diese bei Konvi noch erlaubt sind.


dacapo antwortet um 23-08-2011 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Also der Vergleich mit den Red Bull Flügerln wird's vermutlich auf den Punkt bringen hinkt aber. Bei Red Bull weiß ich als Konsument von vornherein dass es nicht gerade zu den gesündesten Getränken zählt. Auf die viel gepriesenen und angeblich gesunden Bio und Heumilchprodukte greife ich ja zurück weil ich davon ausgehe dass sie wirklich nur das beinhalten was angegeben wird. Scheint leider nicht ganz so der Fall zu sein!


walterst antwortet um 23-08-2011 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
@dacapo
Dass Kühe neben Heu und Getreide auch Salz erhalten, sollte als Selbstverständlichkeit gelten und positiv gesehen werden. Der Verzicht darauf würde wohl an Tierquälerei grenzen.


naturbauer antwortet um 24-08-2011 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Im Großen und Ganzen stimmt das schon was Walter schreibt. Nur in einem Punkt passt es nicht immer. Es gibt mehr von meiner Sorte die tatsächlich nullkommanix von Getreide, noch Erbsen, Ackerbohnen etc füttern. Das einzige was zugekauft wird ist Salz und Mineralfutter.

Was den Trocknungsvorgang beim Heu mit und/oder/ohne Belüftung und das daraus resultierende Ergebnis per mehr Nährstoffe etc etc. mehr Milch etc etc
Darüber streite ich hier nicht.



dacapo antwortet um 24-08-2011 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Völlig klar, dass Salz lebenswichtig ist! Mir geht es um die Jodierung, die auch nach Ansicht von einigen Medizinern in den vergangenen Jahren in der Lebensmittelindustrie überhand genommen hat. Es gibt Menschen die auf Milch, Käse und andere gute Milchprodukte leider verzichten müssen weil sie aus gesundheitlichen Gründen wenig Jod aufnehmen dürfen, Jod nicht vertragen oder sich einfach jodarm ernähren möchten. Da eben Milch aufgrund des jodierten Viehsalzes einen hohen oder zumindest höheren Jodgehalt hat, ist sie für die Betroffenen tabu auch wenn es ihnen schmecken würde. Sie sehen sich halt benachteiligt in ihren Konsummöglichkeiten. Sieht man sich die Zutatenlisten vieler Lebensmittel (Brot, Wurst, etc) an wird man feststellen dass sehr wohl häufig mit jodiertem Salz "gefuhrwerkt" wird. Eine Beobachtung die mittlerweile so mancher Mediziner bestätigt.


walterst antwortet um 24-08-2011 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Wie hoch ist der Jodgehalt in der Milch und wie hoch sollte er Deiner Meinung nach sein?


jacky65 antwortet um 24-08-2011 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
es gibt genug betriebe, die natursaltsteine oder nicht jodiertes viehsalz einsetzen.


Rob1 antwortet um 24-08-2011 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Es gibt ja Viehsalz wo kein Jod dazugemischt ist.Es wäre auch leicht Milch zu erzeugen ohne Jodbeigabe bei der fütterung.Hätt da eine Marktnische gefunden neben Heumilch,Heumilchkäse, Heumilcheis.... Milch ohne Jodzusatz, muß morgen gleich einmal mit der NÖM reden


dacapo antwortet um 27-08-2011 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Also der durchschnittliche empfohlene tägliche Jodbedarf eines Menschen liegt bei 200 Mikrogramm, es gibt alleine bei der Milch Sorten die pro Liter einen Jodgehalt von 167 Mikrogramm aufweisen, das heißt damit wäre schon fast der gesamte Tagesbedarf gedeckt - da wurden aber noch keine anderen Lebensmittel zu sich genommen.

Dann gibt es - zumindest in Deutschland - wieder Milch (Biomilch) die einen Jodgehalt von 56 Mikrogramm oder sogar nur 29 Mikrogramm pro Liter haben. Jodfrei kann und solch Milch ja auch gar nicht sein, es geht aber um die Teils sehr hohen Mengen. Wenn man dann auch noch Brot, Wurst, Käse, Joghurts oder ein gesalzenes Essen zu sich nimmt, kann der Jodanteil im menschlichen Körper schon mal explodieren - und egal wovon: zuviel ist nie gut oder?


dacapo antwortet um 27-08-2011 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Also Milch ohne Jodszusatz wäre für Menschen die jod meiden müssen oder wollen sicher eine große Erleichterung - vielleicht kannst Du mich auf dem laufenden halten falls du tatsächlich Gespräche mit NÖM führst

mich würde ausserdem interessieren wo es solche milchbauern gibt, die mit wenig Jod arbeiten, bzw. keine jodierten Salzlecksteine verwenden




naturbauer antwortet um 27-08-2011 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Ich bin so einer


dacapo antwortet um 28-08-2011 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
es gibt sie also doch die löblichen ausnahmen, ich suche diese ausnahmen in der steiermark, sollte es solche ausnahmen auch hier geben bitte melden!


lofergut antwortet um 28-08-2011 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Was wärest du bereit dafür zu zahlen?Wieviel Liter wüdest du benötigen und kannst du diese auch abholen (Ab Hof)?


naturbauer antwortet um 28-08-2011 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
Die löblichen Ausnahmen können vom Lob alleine nicht leben. Wir fallen sogar unter die Miß- bis hin zur Verachtung der Landwirtschaftsverwaltungen.


dacapo antwortet um 31-08-2011 06:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Futterzusätze bei Heumilch
ab hof wird schwierig sein, bin aus der südsteiermark :-)


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