Rituale in der Beziehung

Antworten: 5
milchmaennchen 02-11-2010 14:16 - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung
Über ein Jahrzehnt sind mein Mann und ich nun schon verheiratet, und nach einer heftigen Beziehungskrise haben wir für uns kleine aber wichtige Rituale gefunden die für andere vielleicht alltäglich sind oder nicht von Bedeutung.

Ich bin ein neugieriger Mensch und so frage ich mich, wie sieht es damit in Euren Beziehungen aus?

Was ist Euch wichtig?

Und vor allem, ist es nötig Rituale zu haben?



tristan antwortet um 02-11-2010 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung
??
Ein Ritual (von lateinisch ritualis: „den Ritus betreffend“) ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes Zeremoniell (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als Ritus.
!!

Es sind Kleinigkeiten, welche wichtig sind, aber Rituale glaube ich nicht. Wichtig ist es, an der Beziehung zu arbeiten und nicht zuviel Zeit im Forum zu verplempern.
;-)
hde Tristan


joppy24 antwortet um 02-11-2010 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung
Hallo!
Ich bin auch neugierig und möchte gerne Wissen wie diese Rituale bei euch aussehen.
Mitlerweile glaube ich auch das es wichtig ist sowas zu haben.
Weil der Arbeitsalltag und die Zeit bei längerem zusammenleben sonst eintönig werden
lg joppy24


Peter06 antwortet um 03-11-2010 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung
"Rituale" im Sinn von festgesetzten, immer gleich ablaufenden Handlungen, auf die man sich verlassen und freuen kann, sind als Basis, Rückzugsgebiet etc. in einer Beziehung sehr notwendig.
Meiner Frau und mir ist es z.B. wichtig, an einem Tag in der Woche abends (meist Sonntags) uns nur über unsere eigenen Befindlichkeiten auszutauschen, und die Problemfelder Kinder und Berufsalltag komplett auszuklammern, was zwar meist schwierig ist, aber mit einiger Ernsthaftigkeit möglich ist.
Dann haben wir noch unseren Hochzeitstag, an dem wir immer irgendetwas Aussergewöhnliches (ohne Kinder) machen. Dergestalt, dass wir, Jahr für Jahr in der Organisation abwechselnd, uns mit lustigen, verrückten, eben ungewöhnlichen Aktion-Touren gegenseitig zu übertreffen versuchen (mit Überraschungseffekt).
Peter


mfj antwortet um 03-11-2010 10:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung


Nun, liebes Milch-männchen bzw. - weibchen ;-))

...jetzt kann ich mich auch nicht mehr zurückhalten.

In der Liebe bleibt der „alte Spruch“: Die meisten bleiben unter ihren Möglichkeiten.
Das wäre halb so schlimm, wenn sie auch unter ihren Unmöglichkeiten blieben...

Ich möchte nicht sagen, dass ich besonders erfinderisch bin, oder findige rührende romantische Adern habe, aber ich habe mir angewöhnt – dass fortzuführen und zu wiederholen – was damals zu unserer Liebe geführt hat....

Darunter fällt zum Beispiel , wenn der andere gerade nicht da ist , halbe Nächte mit Ihr zu telefonieren ... bis der Akku des Telefons sich meldet .... um dann einfach verträumt und still liegen zu bleiben... und sich nach der Stimme des anderen zu sehnen ....das ergibt ein Gefühl von Liebe !!

Das klappt natürlich nicht überall, durch unsere betriebliche Situation sind wir öfters mal tagelang getrennt.
Oder ich habe mir angewöhnt - wenn ihre Freundin kommt, dann schnappe ich mir unsere Kinder und lasse die beiden stundenlang „quatschen und ihren Kaffee in Ruhe trinken....“
Ich denke auch das sind Rituale welche die Liebe stärken.

...und dann erlebe ich, dass meine Frau mir eine SMS schickt, während ich im Melkstand stehe, und Sie fragt:
„Schatz, ich stehe vor der Kühltruhe – soll ich Schnitzel oder Braten machen...dann merke ich, meine Frau denkt an mich, trotz der Kinder, trotz der Gäste und trotz der vielen Arbeit.


Liebe ist nicht nur der große Blumenstrauß, oder dass der andere ständig vor einem rumtanzen muß , sondern wer es versteht, über den Tag dem anderen immer wieder etwas zu vermitteln, wie wichtig er ist ....Frauen haben da besonders viel Bedarf, diese Transmitter-Gefühle zu erleben ;-))


Aber die Liebe hat auch eine andere Seite. Ustinov sagte einmal: Die größte Liebe ist immer die, die unerfüllt bleibt.
Na ja das ist dann wohl eher die traurige Seite der Liebe...







milchmaennchen antwortet um 03-11-2010 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rituale in der Beziehung
Ich finde es äußerst interessant, daß Ihr Männer Eure Beziehungs"motoren" hier leichter mitteilt, als weibliche Userinnen.

Ich habe ja am Anfang nicht so viel von mir verraten, darum meine Sicht für neugierige Mitleser ;-)

Natürlich liegt es in unserer Gefühlswelt als Frau, daß es nicht reicht, wenn das Gegenüber glaubt durch "nichts sagen" oder "nichts zeigen" müssen, würden wir uns der Liebe des Partners sicher sein. Mein Mann war in dem Irrglauben ich wüßte doch, wie sehr er mich schätzt und mag, doch über die Jahre wurde das gemeinsame Leben immer mehr zu einfach Mama und Papa und Betriebspartnern wo sich halt der eine auf den anderen blind verläßt.

Krankheitsbedingt kam es zu einer Auszeit meinerseits, und da begann für mich durch die viele Zeit zum Nachdenken ein Rad zum Laufen und somit fast das Scheitern der Beziehung.

Und vieles von dem was wir uns nun zu geben versuchen gab es vorher nicht, oder nicht mehr.
Unser Morgen beginnt mit einem Guten Morgen und einem Kuss und der Tag startet irgendwie besser. Mein Mann hatte es nie gelernt Gefühle und Berührungen zuzulassen oder gar zu zeigen umso mehr schätzen wir dies über den Tag verteilt uns manchmal damit aufzurichten oder zu stützen.
Mittags richtet mein Mann oder ich automatisch 2 Kaffee. Wenn die ältere Gen. weg ist, dann gehören ein paar Minuten uns zum Planen oder absprechen ohne Einmischungen - das war und ist immer ein sehr schwieriger Punkt.
Zeit für Gespräche ist Abends, wenn alle anderen schlafen, früher war da Fernsehen oder lesen. Ein gemeinsames Abendessen mit den Kindern vorher ist uns mittlerweile sehr wichtig, anstelle Werkstattarbeiten oder sonstigem.

1 Mal im Jahr fortfahren, ohne Kids und wenn es nur 1 Nacht weg ist, das ist eine schöne Zeit die wir uns vorher nie geleistet haben.

Und alles Andere, das uns gegenseitige Wertschätzung zeigt wird bewußt wahrgenommen, weil wir feststellen mussten wie schnell es vorbei sein kann, wenn man unachtsam miteinander umgeht - ohne es zu bemerken!

Danke für Eure Antworten, ich glaub da gäb´s viel voneinander zu lernen...

Lg milchweibchen ;-)))




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