Spitzenzunahmen in der Schweinemast

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haasi 27-08-2010 12:04 - E-Mail an User
Spitzenzunahmen in der Schweinemast
Den meisten Einfluß hat der erste und der letzte Punkt des Bildberichtes.
Frohwüchsiges Ferkelmaterial und ein sauberer Stall.
Wichtig ist auch Wasser am Futtertrog, - Breiautomaten erlauben auch eine hohe Leistung.
Der Punkt mit den flüssigen Nebenprodukten wurde sicher durch einen Lieferanten derartiger Produkte als Sponsor eines solchen Bildberichtes entsrechend hoch gewichtet.
Ordentlich vergorene MKS mit entsprechend Milchsäure genügt vollkommen.
Daß ein ordentlicher Anteil an gesunder Rohfaser (Gerste) nicht erwähnt wurde, verwundert.



apfel11 antwortet um 27-08-2010 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spitzenzunahmen in der Schweinemast
Hallo Haasi!

Ich würd sagen, dass trotzdem alle Punkte eine Wichtigkeit haben und neben den 10 Punkten gibt es sicherlich nochmal sehr viele Bereiche die wichtig sind für gute Leistungen im Stall.

Die Nebenprodukte haben sicherlich auch ihre Berechtigung - ich habe selber früher mit Molke und frischer Bierhelfe gemästet und da habe ich schon gut rund 5-10 Euro an Futterkosten eingespart, obwohl ich die gleiche Leistung bei meinen Tieren hatte. Die Frage im Bezug auf die Nebenprodukte ist halt, ob wir uns es auf Dauer leisten können, unsere Schweine mit Lebensmittel zu füttern. Nachdem heuer sehr viele Sonnenblumen auf den Feldern stehen, bin ich gerade am recherchieren, wie ich geschälten Sonnenblumenpresskuchen in die Endmast einsetzen kann. Also die Nebenprodukte würde ich nicht ganz abschreiben - Mais hin oder her!!

Wenn du nämlich die neue VÖS-Zeitschrift gelesen hast, dann beträgt der Futterkostenanteil bei Maiskornsilagefütterung in der Praxis folgende Verteilung:

29 % Maiskornsilage
10,5 % Getreide
47 % Sojaextraktionsschrot
13,5 % Mineralfutter

Mais ist schon ein tolles Futtermittel aber ein reines Energiefuttermittel und daher versuche ich beim Eiweiß anzusetzen und deshalb die Überlegung mit Sonnenblumenpresskuchen. Erbsen habe ich sowieso in der Ration und da kaufe ich noch jede Menge zu, weil Erbsen im Vergleich zu Soja sehr billig sind und sicherlich weit unter dem Futterwert gehandelt werden.

Mich würde interessieren, welches Geheimrezept ihr habt bzw. an welcher Schraube ihr dreht um gute Leistungen im Stall zu erzielen?

Schlechte Nachricht zum Schluss: Schweinepreis ab nächster Woche -7 Cent

LG Werner




haasi antwortet um 28-08-2010 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Spitzenzunahmen in der Schweinemast
ein Schräubchen an dem Drehrad der Leistung ist, noch mehr Druck auf den Ferkellieferanten zu machen.
Horcht sich einfach und billig an, einfach ist es allerdings nicht.
Die kochen auch nur mit Wasser !!
Habe zur Zeit einen Wirkstoff (Wirkstoff statt Konzentrat; eventuell HP- Soja) der zusätzliche 2.000mg Vit. C zum gleichen Preis liefert.
Gerste einfüttern bereits erwähnt
Masteinstellfutter mit Fischmehlkomponenten und Ligno- Cellulose.
Entwurmen und Enträuden (Ivomec)
Bei Betriebsreinraus: bei ersten Anzeichen von Husten (max. bis zum 70. Masttag wegen Wartezeit), gleich eine Bestands- Impulstherapie (2-3 Tage)
Sortierung beim Verkauf !!
Optimalens Verkaufsgewicht berechnen, und durch konsequente Sortierung (Verwiegung, Schweineanmeldung) dieses Gewicht erreichen (je nach Ama, normal, Spezialprogramme)
Normalfleischproduktion bei Zunahmen größer 800g-- 102 kg Schlachtgewicht im Schnitt ansteuern. Außer das Futter wird wirklich noch so teuer.



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