Antworten: 17
Muuh 09-04-2010 22:25 - E-Mail an User
Nikis Masterplan
Heute war der Startschuss zum „Unternehmen Landwirtschaft 2020“. „Der Masterplan Landwirtschaft für die kommenden 10 Jahre.“

Österreichs Landwirtschaft sei bestens aufgestellt, die weltweit steigende Bevölkerung verlangt gerade der Landwirtschaft viel ab, etwa mehr Bedarf an Agrarrohstoffen und Lebensmitteln, aber auch Maßnahmen zum Klimaschutz.
Das Bild des klassischen bäuerlichen Familienbetriebs hat sich überholt, diesen gibt es in dieser Form nicht mehr.

Dabei sind drei Pfeiler entscheidend:
Wettbewerbsfähigkeit, gesunde und sichere Lebensmittelversorgung, sowie Umwelt- und Klimaschutz.
Denkbar seien etwa die Umschichtung von Fördermitteln oder Absatzfördermaßnahmen, um die Exportquote zu verdoppeln, heißt es aus dem Ministerium.
Die Maßnahmen sollen den Anteil an Jungbauern auf ein Viertel steigern",
Die Ausgangslage für Österreichs Landwirtschaft ist gut. Die Bäuerinnen und Bauern sind jung, Österreich zählt EU-weit zu den "jüngsten" Agrarnationen Europas. Beim Anteil an unter 35-jährigen Bauern hält Österreich den 2. Platz, beim Anteil an unter 45-jährigen Bauern sogar den ersten.

...zudem würden 40 Prozent der bäuerlichen Betriebe von Frauen geführt.




schellniesel antwortet um 09-04-2010 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Papier ist geduldig!

Auf dem Papier kann das ja stimmen aber wieviele Frauen und Jungbauern "führen" den betrieb Wirklich???

Das die Landwirte so Jung sind muss ja nicht unbedingt positiv sein! Geht hier wohl eher um die Pensionsansprüche bzw die Versicherungsjahre!
Das Bauernalter liegt großteils wohl daran wie das Versicherungssystem aufgebaut ist.
Mfg schellniesel


walterst antwortet um 09-04-2010 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Niki soll jetzt mal rasch vorpreschen und seine eigenen Masterpläne präsentieren. Z.B. für die Vermeidung saftiger CO2-Strafen.


josefderzweite antwortet um 10-04-2010 10:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
zu Frauen

Wir san halt bei Gendermonitoring weit vorn :-) (wenn des wer versteht) und dass so viel Junge san hat glaub i mit der Elektronik vo die Traktoren wos zu tun wie ma die letzten paar TAge so sieht

Aber eins no. I hob die letzten paar Tag beobachtet wie so viel Bauern mit ihrer Güll durch die GEgend kurven. DAbei is mir aber aufgfolln dass der eine von Nord noch Süd transportiert, der andere umgekehrt. Is aber absolut ka einzelfall. Wieso kann ma sie ned zusammreden??


Christoph38 antwortet um 10-04-2010 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
gesunde und sichers Lebensmittel bzw. Umweltschutz = teuer produzieren
Wettbewerbsfähig = billig verkaufen






Haa-Pee antwortet um 10-04-2010 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
ma liab nikis masterpläne für die sandhaufen spielchen auf österreichs äckern...

das ist für ungefähr gleichzustellen wie wenn dieter bohlen eine kleine verkiffte blonde schlampe zurecht weisst weil sie nicht singen kann aber gerne möchte....

das österreichs landwirtschaft gut aufgestellt ist das sehe ich eher nicht wenn ich durch die gegend fahre die meisten gebäude und höfe in sehr bedenklichem zustand und von den urgrossvätern in der blütezeit erbaut....

die mit den neuen hofstellen haben einen abbucher bei der raika.....
mittlerweile schaffen es aber besonders gewiffte bäuerliche unternehmer mittels konkursverfahren die neuen hofstellen günstig zu finanzieren!
war selbst gläubiger in so einem fall und musste einen teil meiner getreide rechnung abtreten und mich wundern dass sowas durchgeht....
da werden auch die banken bei den bauern bissl vorsichter werden hierzulande in anderen ländern haben die ohnehin schon die daumenschrauben gewaltig angezogen.

da kommt also der niki und seine ministerialen artisten und will mehr jungbauern.

die jungbauern österreichs stehen bevorzugt auf dem papier und residieren oft auch selten am "eigenen" betrieb sondern leben gemütlich in miet oder eigentumswohnungen in der stadt und gehen einer geregelten arbeit nacht.
bewirtschaftet wird das ganze von den eltern die ja offiziel in der pension sind!

beim hohen frauenanteil genauso der ist bevorzugt am papier anzutreffen!

das sollten bitte nikis statistiker genauer beobachten ansonsten dürfen sie sich gerne an mich wenden ich mache die nötigen führungen dazu.....


Haa-Pee antwortet um 10-04-2010 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
ich muss auch dem schellniesel gratulieren er scheint im vergleich zu früher sich hier doch einiges an bildung geholt zu haben;-)

die erkenntnis warum österreichische bauern im eu schnitt "so jung" sind hat er richtig erkannt!
es liegt unter anderem am pensionssystem und am steuersystem.

in anderen ländern geht das mit dem "papier" betriebsführer eben nicht so leicht!


cowkeeper antwortet um 10-04-2010 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Und der Frauenanteil,...

Ohne hier jemanden beleidigen zu wollen, oder sexistisch zu wirken,
wieviele Betriebe werden von Frauen geführt, wo diese wirklich das Ruder in der Hand haben. Bei den allermeisten wissen die Frauen nicht einmal annähernd was sich am Betrieb wirtschaftlich tut. Nur ganz wenige werden wirklich von "Ihr" geführt, wobei dies allerdings meistens ganz gute Betriebe sind.
Der Rest ist Beschäftigungstherapie.

lg cowkeeper


Gulla antwortet um 10-04-2010 15:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
@ cowkeeper

stopp!!! mein betrieb ist in echter weiblicher hand, sowie auf den feldern als auch im stall, und die maschinen werden auch von mir gewartet, und ich weiß daß ich auch damit nicht die einzige bin, also bitte nicht beschäftigungstherapie sagen, denn ich arbeite ;-)))))

lg gulla


Hirschfarm antwortet um 10-04-2010 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Österreich hat ja jetzt schon viel zu viele Bauern. Wenn man dann noch die Neuanfänger mittels Förderungen dazu motiviert Landwirte zu werden wird die Agrarstruktur noch verheerender als sie ohnehin schon ist. Wir brauchen nicht mehr Bauern sondern weniger.


Gulla antwortet um 10-04-2010 17:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
sag einmal hirschfarm, wer hat dir diesen schwachsinn eingeredet, österreich hat zu viele bauern?

gulla?


Hirschfarm antwortet um 10-04-2010 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Ich kenn mich zwar nicht so gut aus ,aber wenn Österreich 1,4 mio ha Ackerland hat und ein Mann ohne großen Stress 200 ha bewerkstelligen kann brauchen wir 7000 Ackerbauern. Und wieviele gibts? In den anderen Bereichen ( Tierhaltung, Grünland) wird es sich ähnlich verhalten. Die Schrebergartenlandwirtschaft wie sie in Ö betrieben wird ist nicht nur sauteuer sondern auch extrem ineffizient.


Haa-Pee antwortet um 10-04-2010 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
der hirschi hat schon recht!

in österreich gibt es viel zu viele bauern die da meist sehr ineffizient herumkrebsen.

ein betrieb unter die obligatorischen 100ha halte ich persönlich für sehr bedenklich!

ich persönlich schaffe diese marke leider auch nicht ganz und werde sie auch nicht erreichen wollen bei pachtpreisen jenseits 300 euro/ha.

nikis masterplan sollte einfach die wahrheit sagen!

und die wahrheit ist nicht mehr bauern sondern mal um schlappe 120000 weniger!
ich forste für mich unrentable flächen schon längst auf pflanze zwar weihnachtsbäume drauf aber wald ist wald.....

ich denke im jahr 2020 haben wir um ein viertel weniger jungbauern als jetzt!

warum sollte jemand eine landwirtschaft betreiben?
wg der wenigen arbeit und der üppigen std löhne???

obwohl wenn der staat weiterhin auf seine bauern setzt ist es in gewisser weise eine freiberufliche beschäftigung mit beamtenstatus und das ist eher förderlich und positiv für den einzelnen!
da hierbei das armuts risiko massiv eingedämmt ist!



helmar antwortet um 11-04-2010 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Ich bin Bäuerin, und zwar alles andere als auf dem Papier.........lieber Ejankel und alle anderen....eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äussern, aber wenn ich so einen Beitrag lese wie jenen vom Ejankel, dann wundert mich eigentlich nur noch wenig. Ich habe gehofft, dass langsam, aber sicher, die Blut und Bodeneinstellung, und das damit verbundene ideologische "Bauernstolz und zugleich Bauernjammerdenken, das Bauersterbensgezeter" nur noch seltenes Brauchtum ist. Wenn man nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Entwicklung in den selbsständigen Gewerben ansieht, dann muss man feststellen dass viele Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden. Aber es wird auch sehr viele geben, wo sich kein innerfamiliärer Nachfolger gefunden hat, obwohl von wirtschaftlicher Seite ein Auskommen möglich wäre..........wo stünden wir wenn es keine Veränderungen seit Ende des 2 Weltkrieges gegeben hätte? Beim 3,4 Kuh Betrieb. Natürlich gäbe es dann auch noch in den Ackerbaugebieten desSeewinkels Milchwirtschaft zB. Zumindest viele Bauerntöchter, aber auch Bauernsöhne müssten noch als Knechte von Eltern oder auch Brüdern für viel Arbeit und wenig Geld auf den Höfen, meist mehrere in einem Raum, leben. Berufsausbildung? Wozu denn, heiraten eh.....und man könnte den Faden weiterspinnen......
Sehen wir es doch auch mal so, dass, wenn Flächen zur Verfügung stehen, auch für jene welche in der Landwirtschaft bleiben wollenden, Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Wäre da nur nicht der Neid.....wenn es wo mit einer fairen Verpachtung klappt. Wäre da nicht die Gier, Flächen um jeden Preis zu dergattern, nur dass diese kein anderer bekommt. Und wenn es wo solche Wettrennen um die Hektare um jeden Preis gibt, wär doch jeder Verpächter ein Depp, wenn er nicht.......
Dort wo es um Leben und Leben lassen geht und damit funktioniert, gehts auch der Ortschaft und damit dem ländlichen Raum nicht schlecht.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


schellniesel antwortet um 11-04-2010 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
@haapee
Naja gescheit war ich schon immer nur dir gegenüber wollte ich es nicht zeigen könntest dich ja diskriminiert fühlen! :-)))

Zum Thema zuviel Lw in Österreich! Die Obligatorischen 100ha sagen rein gar nichts aus! Und meiner Meinug nach ist das genau der falsche weg für die Österreichische Lw!
Den um diese Strukturen in unser Lw zu brechen bedarf es zuviel!
Wir haben eine durchschnittliche Schlaggröße im Ackerland von 0,8 ha! Wie viele rechtstreiterein es dafür geben müsste um durch Flächenzusammenlegungen und Bestizt tauschereien auf Wirtschaftliche Schlaggrößen zu kommen
Wo auch Maschinen mit wirtschaftlichen AB eingesetzt werden können?

Denke wohl eher das wir endlich mal Kapieren sollten das wir hier nur über regionalität eine zunkunftsreichere Lw erreichen Können!

Mfg schellniesel


Hirschfarm antwortet um 11-04-2010 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Die Strukturbereinigung wäre eigentlich ureigenste Aufgabe der Agrarpolitik. z.B. für Flächen unter 2 ha gibt es keine Förderungen mehr, dann würde innerhalb eines Jahres alles ohne größere Probleme zusammengetauscht. Da unsere Politiker jedoch nichts tun regelt sich die Angelegenheit von alleine, da in absehbarer Zeit solche Kleinflächen nicht mehr rentabel zu bewirtschaften sein werden und dann entweder brach fallen oder verpachtet werden.


schellniesel antwortet um 11-04-2010 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
@hirschfarm
Ich rede hier nicht von 2 oder 3 ha das ist international gesehen Kinderkram hier gehts um Schlaggrößen jenseits der 50ha!

Außerdem ist das auch trotz zusammenlegung nicht immer realisierbar und sicher durch Fördeungen keineswegs beeinflussbar! Den alleine wievel Fläche bei uns nur gepachtet ist und im Besitz anderer ist wäre schon das größte Hindernis!
Das Kleinflächen rentabel Bewirtschaftbar sind ist eben eine Frage der Bewirtschaftung!
Diese einfach brach zu lassen wird sich unser keines Land nicht leisten können!! Denn dann wären ca. die Hälfte LW genutzter Fläche deiner Meinung nach unbrauchbar!
Deshalb ist der weg den Österreichs Landwirtschaft einschlagen sollte nicht in Richtung intustrielle LW den diese ist nur unter günstigen Vorausetzungen realisierbar sondern eben in die regionale Lw was aber bedeuten würde das es Einschränkungen im freien Handel geben müsste!
Mfg schellniesel


helmar antwortet um 11-04-2010 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Niki`s Masterplan
Hallo Ejankl......ich habe, wenn ich in Pension gehen werde, Nachfolger! Leute mit Handschlagqualität. Sie werden nicht auf unserem Hof leben, aber die Flächen bewirtschaften. Es sind junge Nachbarn...... Und, auch wenn du es mir vielleicht nicht zutraust, es wird sehr faire Pachtbedingungen geben............denn mir ist eine ordentliche Bewirtschaftung wichtiger als ein paar hundert Euro pro ha. Natürlich wird unsere Tochter irgendwann alles erben. Ich hoffe aber dass sie meine Einstellung auch zumindest zu einem Teil weiterträgt. Und nochwas, lieber Ejankl........du schreibst dass du 2 Gewerberechtigungen hast. Wie ist das denn nun, erbringst du eine Leistung für deine Kunden oder müssen diese froh sein, dass sie die Ehre deiner Leistungen erfahren dürfen?
Mfg, helmar


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