Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....

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biolix 25-02-2010 21:50 - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Nabend !

also speziell für den Christoph, der sich ja so über Attacis lustig macht schreibe ich heute diesen Beitrag, weil ich echt stolz bin, das viele das schon vor über 10 Jahren gesehen haben was da auf uns zu kommt...

Lieber Christoph, schau dir mal das an ...

http://tvthek.orf.at/programs/1328-Weltjournal/episodes/1261093-Boersenzocker---das-Geschaeft-mit-dem-Hunger

und dann diskutieren wir mal wieder darüber, das die Banker dieser Welt inkl. die unsrigen das selbe tagtäglich machen, inkl. ich vor 20 jahren schon eine gekannt habe die täglich 20 tsd Schilling allein damals vorm Reutters Schirm gemacht hat, inkl. natürlich Insiderwissen...

Wie viel % der Weltbevölkerung davon provitieren, oder allein bleiben wir in Ö , kannst du dir selbst ausrechnen, inkl. was es heisst das zig leute mit Krediten und aber Krediten wieder spekulieren, weil "billiges" Geld, sogar nun ohne Kreditgebühr ist schon herrlich...
Denn keine neuen Schulden mehr, das zählt ja doch auch nur , für wen eigentlich ?

Aber ich war heute auf einer netten Tagung, und es ist schön immer mehr Menschen kommen drauf was läuft, und dieses System kann eh nur für sich selbst zum Scheitern verurteilt sein, aber mit so vielen Verlierern das ist echt traurig...

lg biolix


Christoph38 antwortet um 26-02-2010 08:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Danke Biolix, dass du mir einen Beitrag widmest.

Du bist aber im Irrtum, dass ich mich generell über die Attacis lustig mache. Gerade kürzlich war ein Beitrag in den SN von einer Attac-Frau (weiss den Namen nicht mehr), die zwar (legitimerweise) in Richtung der Attac-Philiosopie argumentiert hat, wo ich aber feststellen musste, dass sie jedenfalls sinnvoll argumentiert und nicht nur polemisch, wie der Christian Felber.

Ich teile zwar die Meinungen von Attac meist nicht und deren Schlussfolgerungen, das bedeutet aber nicht, dass sie nicht zT Problempunkte richtig erkennen.

Christoph




helmar antwortet um 26-02-2010 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Hallo Christoph........Problempunkte richtig erkennen, und wie gehts weiter? Die einen versuchen gute Argumente zu liefern, die anderen predigen, womöglich wie sonstige Sektierer, und wirklich raus kommt dabei eher wenig.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer



Tyrolens antwortet um 26-02-2010 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Seit der ORF von der SPÖ mit EUR 170 Mio bestochen wurde, führt er sich wie der "Rundfunk der DDR" auf.

Also kurz: Dieser Beitrag im Weltjournal wurde von Wiltrud Kremer gestaltet. Die hat auch mal behauptet, dass in den der EU nur kleine feine Weinbauern gibt und in den USA nur riesige Weinindustriebetriebe.
Der Hunger in Indien ist hausgemacht. Indien ist ein Schwellenland mit einer stark wachsenden Mittelschicht. Wenn diese Mittelschicht bloß 10% der Gesamtbevölkerung ausmacht, dann sind das 110 Mio Menschen, die möglichst täglich ihr Huhn am Mittagstisch stehen haben wollen. Jetzt wissen wir, dass die Produktion von Hühnerfleisch sieben mal mehr Rohstoffe braucht also die Ernährung jener Inder, die noch nicht so wohlhabend sind. Daher müssen für diese 110 Mio Mittelschichtler 770 Mio arme Inder den Gürtel enger schnallen, da Indien es nicht geschafft hat, in den letzten Jahren die Agrarstrukturen sinnvoll anzupassen. Indien ist halt nicht Europa, wo in Zeiten des Wirtschaftswachstums die landwirtschaftliche Produktion kontinuierlich mitgewachsen ist.
Wenn man weiß, dass die Weltgetreideernte bei circa 2,5 Mrd Tonnen liegt, kann sich ja mal ausrechnen, wieviel Geld ein Spekulant in die Hand nehmen müsste, um den Markt in seinem Sinne beeinflussen zu können. Um es kurz zu machen: Irgendein kleiner Wicht der sich dann auch noch vom Fernsehen interviewen lässt, kann das sicher nicht.


biolix antwortet um 26-02-2010 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Hallo !

ja christoph das ist die Karin Küblböck, ehem Obfrau von attac und auch von mir sehr geschätzt... ,-))

nur wo der Christian Felber zu "polemisch" ist , weiß ich nicht, und er geht halt schon einen Schritt weiter, und das ist auch gut so... und mit sektiererei hat das gar nichts zu tun, und Problemlösungen und das ist ja das gute an Attac gibt es zu zig Themen und in einem basisdemokratieschem Vorgang von tollen Leuten erarbeitet.. guckst du

http://www.attac.at/themen.html

ja und zu Christian speziell hats einen netten chat mit ihm in der Presse gegeben vor ein paar tagen, ohne jegleich "polemisierung" finde ich... :

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/541566/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

2 der netttesten Fragen und antworten unten.. ;-))

ja tiroler, komisch, monsanto mit gift udn genen trauns sie sich gar nciht zeigen, gute Dokus spielen sie erst um 23.00 etc. etc.... also den Rotfunkk sehe ich nciht, wenn dann erher den ROt-SChwarz Funk... ;-))
Ja und das die Afrikaner und Inder etx. sowieso immer selbst schuld sind, das stimmt eben ur zum Teil, da spielen viele viele Faktoren mit , es liegt aber an uns das zu verbessern, inkl. eben das Systemhinterfragen, wie es scih gerade eben ncith auch auf diese Länder so umsetzen lässt....

lg biolix

p.s. ach ja der ist auch so lieb: http://www.youtube.com/watch?v=x9yh9Sfw47A


14:09 Jack Bauer
Warren Buffett hat Credit Default Swaps (CDS) als "finanzielle Massenvernichtungswaffen" bezeichnet. Wie soll man das Problem dieser schon wieder boomenden Kreditderivate lösen?

ANTWORT VON Christian Felber:
Attac schlägt als Sofortmaßnahme eine Marktzulassungsprüfung für neue Finanzprodukte vor, sowie die Schließung des OTC-Handels (außerbörslich). Es fragt sich aber, ob es die Welt der Derivate überhaupt braucht. Wenn Wechselkurse und Rohstoffpreise festgelegt sind, dann brauchen realwirtschaftliche Akteure wie LandwirtInnen oder ExporteurInnen keine Absicherung über Finanzderivate mehr. Persönlich stelle ich die Sinnhaftigkeit von Finanzderivaten generell infrage.


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14:13 superklass
Wo sehen sie den Punkt, an dem bei uns in Europa die Liberalisierung - wirtschaflich und politisch - nicht mehr in dem Ausmaß weitergehen kann, wie bisher? Wann muss der Staat wieder eingreifen lernen?

ANTWORT VON Christian Felber:
Der Zeitpunkt liegt in der Vergangenheit. Mit der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht. Aus unserer Sicht sollten vor der Durchsetzung des Freihandels und des freien Kapitalverkehrs die Arbeits-, Sozial-, Steuer- und Umweltstandards harmonisiert werden. Das ist in der EU bis heute nicht der Fall und ein zentraler Teil des Problems. Zweitens braucht es das Konzept der öffentlichen Güter auch auf EU-Ebene (EU-Bahn, EU-Post, EU-Internet, ...) anstatt den ausschließlichen Freihandels- und Liberalisierungs-Ansatz, der die öffentlichen Güter auf Mitgliedsstaaten-Ebene gefährdet. Die Schaffung eines Finanz-Binnenmarktes im Sinne der Heranzüchtung von Global Players bei den Banken war ein katastrophaler Fehler. Global wettbewerbsfähige Banken sind per definitionem systemrelevant. Das Ziel waren also systemrelevante Banken, und dieses Ziel ist absurd. Es wäre besser gewesen, eine Vielzahl nicht gewinnorientierter privater wie öffentlicher, lokal orientierter Banken zu belassen






Tyrolens antwortet um 26-02-2010 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Afrika mit Indien in einen Top zu werfen ist schon dreist. Ich denke, das ist einer der Kritikpunkte, die Christoph äußerte. Man kann einfach nicht dermaßen über einen Kamm scheren. Selbst in Afrika muss man extrem differenzieren. Immerhin ist das ein ganzer Kontinent. Gehungert wird dort auch nicht überall. Ganz im Gegenteil. In den meisten Staaten läuft es gar nicht mal so schlecht.
Aber Indien, das ist eine ganze andere Dimension. Wenn die wollen, blasen die uns morgen das Lichtlein aus. Die haben mit $ 3,3 Mrd. das vierthöchste BIP der Welt, mit einem Wirtschaftswachstum von an die 8%. Man muss sich einfach eingestehen - Indien ist eine ganz andere Dimension. So wie auch China.
Deren Problem ist das starke Wachstum ohne Kontrolle. Die Wirtschaft wächst zwar stark, aber die Einkommen nicht. Indien hat ein Heer von Armen. So wie China auch.


helmar antwortet um 26-02-2010 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
Was mir aufgefallen ist.......beim Rohstoffboom in Afrika könnte das Problem zu einem gewissen Teil auch hausgemacht sein, mit der Maisversorgung. Denn der anfangs gute Verdient ist sicher um vieles höher gewesen als der für die herkömmliche, traditionell betriebene Landwirtschaft. Und damit hat es wohl auch eine gewisse Landflucht gegeben.....welche sich vielleicht nur in ein paar Prozenten, aber doch, nun mit auswirkt.
Und eines noch.........wenn einem gezeigt wird, dass da 4 oder mehr Kleinkinder hungern, soll das wohl das Gewissen des Zuschauers rühren. Wenn dort, wo es mit der Versorgung hapert, die Bevölkerung wächst, dann braucht man sich nicht darüber wundern, wenn es dann Konflikte gibt. Und es ist egal, ob Tradition oder Religion sich gegen Geburtenkontrolle stellen, im Bevölkerumswachstum liegt der wahre Grund für manche Probleme..........ich trau mich wetten dass so mancher lieber Gift säuft, als sich sterilisieren zu lasen.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


mfj antwortet um 26-02-2010 13:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....

Nun, Biolix – wieder mal zeigst Du „Fettnäpfchen-Qualität“...

Deine Freunde von Attac haben dem bösen spekulativen Kapital, das rechtschaffene zwangsverwaltete Kapital gegenübergestellt.
Es lohnt sich nicht mehr, viel zu arbeiten – dafür lohnt es sich vom einfachen Arbeiter zum Betriebsratvorsitzenden gewählt zu werden.

Das böse Geld, das nicht nur die Vielfalt der Kulturen bedroht, sondern auch die natürlichen Kreisläufe ausschließt, muss zurück in nationale Verwaltungen und Vergabestellen.

Mir war nie klar, wie ein Rot-Rot-Roter Beamter den Spagat zum eigenständiger, selbstverantwortlicher Unternehmer schafft, jetzt weiß ich es: Die ideologische Aufpflanzlehre von solchen „Linken Gruppen“ wie Attac macht sowas möglich.

Da mag die „Unterlage“ noch soviel Wildwuchs und zweifelhafte Qualität haben, mit dem „Edelreis Attac“ schafft man Anschlussfähigkeit auf breiter Basis, und das noch erfolgreich.

Mit „Tobin Steuern“ rettet man das Abendland und lieber gastiert man mit Halbmond und Knoblauch, als mit dieser amerikanischen Schund und Coca-Cola-Kultur, an irgendeinem Mac-Happ Ecke.

„Politisches und wirtschaftliches Handeln muss wieder Ökonomie gebunden sein“. Diese göttliche Formel hat nicht etwa der „Oberlehrer von Attac“ erfunden, nein sie ist die „Mutterfigur“ des Kapitalismus selbst. Und...
....Schon mal fertig gedacht Biolix...Diese Forderung nach der "anderen Welt", die Attac für möglich hält, führt schnurstracks in die immergleiche nur umso schlimmere zurück!

Den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben – nennt man so was !





biolix antwortet um 26-02-2010 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Keine neuen Schulden mehr, und immer mehr Spekulationen....
;-)))

Mfj, du komsmt mir vor wie der Briker im WEltjournal, alles andere als der freie Markt in der Demokratie wäre Sozialismus, gemeint hat er natürlich den kapitalismus, aber eine Ökonomie der halbwegs Chancengleichheit, der Fairness etc. das könnte man wohl anstreben... eher dein "Phrasendreschen" ist ein Fettnäpfchen, als klar der Arbeiter bald rund um die Uhr arbeitet, und seine Familie nciht ernähren kann, weil er für das "kapital" das ja auch arbeitet, ständig einen größeren Teil mit verdienen muss.... daher besser darüber nachzudenken, und es ändern, als bösen Ausländern,Linken etc. die Schuld zu zu schieben.. ;-)))

lg biolix

p.s. ich meine mit 400 Billionen Dollar Tobin Tax, könnte man schon was anfangen... ;-))))
( Für die die es noch nciht wissen, vor der Krise wurde in 2 tagen weltweit, so viel Geld "verschoben" in Finanzpekulationen, wie in einem ganzen Jahr, mit festen Waren inkl. Öl und kaffe gehandelt wurden...;-(( )


mfj antwortet um 26-02-2010 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Biolix,

".......Käse umsonst, gibt es nur in der Mausefalle" !

http://community.attac.at/waldviertel.html





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