Situation am Schlachtviehmarkt

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JHE 21-03-2020 07:57 - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Hallo Leute!
Durch den momentan eingeschränkten Verarbeitungsbetrieb an den Schlachthöfen, überlege ich, meine Tiere (15 Stk. Mastkalbinnen) über die Krise hinwegzuretten, und erst im Mai zum Verkauf zu bringen. Momentan wären nur einzelne (2-3) Stk. möglich, wahrscheinlich auch mit Preiseinbußen...
Was denkt ihr darüber?
Jetzt schauen, dass das Vieh wegkommt, (Futter hab ich ohnehin nimmer zviel:), warten bis sich die Lage entspannt oder einfach abwarten...

Unsere Bundesregierung sowie die Bauernvertreter hüllen sich ja momentan in betretenes Schweigen über die Lage der Landwirtschaft, die breite Masse glaubt ja eher, dass es zur Zeit das große Geschäft für die Landwirte ist-man muss aber bedenken, dass Gastronomie ( auch Fast Food Ketten) geschlossen ist und daher die Nachfrage eher sinkt...

Klärt mich auf;)



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2472660 antwortet um 21-03-2020 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
die nachfrage wird nicht sinken, weil im geschäft sicher weniger kunden zu ausländischer herkunft greifen, als in der gastro.... (sofern die herkunftsangaben stimmen...)


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Aequitas antwortet um 21-03-2020 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Laut meinen Viehhändler sind Quallitätsfleisch wie vom Stier gefragt, jedoch bei Kühen schauts schlecht aus da hier viel faschiert wird und z.B. bei Mc Donalds
landet welcher ja geschlossen ist.

Ich denke die Schlachthöfe wollen die Preise drücken, aber gegessen wird ja genauso viel ob man in der Kantine ist oder zu Hause, ich denke sogar das
mehr gegessen wird von Österreichischer Produktion wenn man zu Hause ist als in Großküchen oder Wirtshäuser.

Am besten du fragst deinen Vermarkter/Viehhändler wie die Lage aussieht, gibt es jetzt schon Preiskürzungen oder kommt die nächsten Wochen noch eine Abwärtsspirale durch viele verunsicherte Landwirte die ihre Ställe (vorzeitig) leeren.



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svoboda12 antwortet um 21-03-2020 08:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
also ich glaube auch, das jetzt verhältnismäßig mehr inländisches Fleisch gegessen wird als sonst. Kommt ja vom Ausland schwierig herein. Ob jetzt generell mehr gegessen wird, bezweifle ich. Jetzt müssen alle zuhause kochen, wo es sicher einige Familien gibt, wo es jetzt nicht viel warm gekochtes geben wird zuhause. Natürlich aus Zeitmangel ;) ;) ;) ;) D) D) D)

zu deiner Frage, ich würde noch ein bisschen zuwarten, da jetzt doch noch Fleisch auf Lager ist, aber in 1 oder 2 Wochen wird es schon wieder werden ;) vor allem wenn dann vl die Stiere knapp werden.


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richard.w(7n417) antwortet um 21-03-2020 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Ich bin auch noch eher auf abwarten, wobei ich erst meinen Metzger anrufen muss. Regional ist die Nachfrage derzeit sehr hoch, kleine Bauernläden und Metzgereien gehen gut. Sonst wird sicher daheim etwas mehr verbraucht, andererseits fehlen tausende Touristen die jeden Tag mehrmals essen gehen. Wenn du Futter hast, würde ich noch zu warten, evtl 1-2 Stück fürs Ostergeschäft anmelden wenn du einen guten Preis bekommst. Dafür ist es regional halt schon eher spät.

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biozukunft antwortet um 21-03-2020 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Hätte die Lieferung von 2 Bio-Milch-Mastkälbern für vergangenen Donnerstag vereinbart gehabt. Wurde am Vortag nachmittags abgesagt, weil der Fleischverarbeiter viel in die gehobene Gastro liefert. Suche auch nach Alternativen, weil man kann sich nicht verlassen. Direktvermarktung ist auch aufwändig. Weiterfüttern ist wg. knappem Futter auch eng.

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xaver75 antwortet um 21-03-2020 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Konventionell Vermarkten geht immer.
Da wird sich bei der Milch auch wieder was tun müssen, ich hoffe nur, der Bio-Zuschlag wird nicht wieder wie vor 15 Jahren von den Konvis abgezogen.,-)

mfg

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Alois_ antwortet um 21-03-2020 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Jährliche haben wir in Österreich laut meiner Recherche 153.000.000 (153 Millionen) Nächtigungen.
Aufgeteilt auf 365 Tage ergibt das 420.000 Nächtigungs-Gäste pro Tag!!
Hinzu kommen noch die grenznahen Tagesausflügler.
Da kann sich jeder selbst ein Bild machen.
M.M. ein gewaltiger Überschuss an Lebensmittel
Lebensmittel Export ist doch in nicht Krisenzeiten auch höher als der Lebensmittel Import.
Natürlich nicht alle Sparten
So zb: Gemüse Eigenversorgung liegt bei gerade etwas über 50%
Erdäpfel bei 80%

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xaver75 antwortet um 21-03-2020 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Positiv wird sich auch auswirken, das wir alle Österreicher im Land haben, und diese nicht irgendwo wochenlang auf einem Kreuzfahrtschiff herumirren.
Italien wird den Bedarf für Importe wegen der Grenzwartezeiten auch eher aus den Nachbarländern decken.

mfg

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ek antwortet um 21-03-2020 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
@xaver75,
die paar Österreicher die auf einen Kreuzfahrtschiff herumfahren spielen keine Rolle.


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xaver75 antwortet um 21-03-2020 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Wintersaison wäre im Normalfall auch schon fast zu Ende.
Sommertourismus ist in Ö eher untergeordnet.

mfg

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richard.w(7n417) antwortet um 21-03-2020 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Xaver da gehst aber von 30 Jahre altem Schulwissen aus ;) Überleg mal wieviele Menschen normalerweise Wien oder Salzburg besuchen, egal ob als Touristen oder zur Arbeit. Der Winter war auf den Pisten noch lange nicht vorbei, selbst bei den warmen Temperaturen der letzten Woche wäre fast überall noch bis Ostern Skigefahren worden. Ich rate mal Orte wie Hallstatt sind von 1000 Schnitzel am Tag auf unter 50 gefallen was im Ort verspeist wird.

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Tiroleradler antwortet um 21-03-2020 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Der Spruch welcher mir den Tag erheitert:
Zitat:

" Sommertourismus ist in Ö eher untergeordnet "

ohne Worte :-)

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Der R. antwortet um 21-03-2020 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Wegen der ursprünglichen Frage: Auch deine Berufskollegen lesen in diesem Forum mit, weil sie auch die gleichen Vermarktungsproblene haben.
Im Mai wird die selbe Preissituation sein, eher schlechter, weil die anderen Landwirte auch zu diesem Zeitpunkt vermarkten wollten.
Abgesehen vom knappen Futter und den fehlenden Stallplätzen wird die Qualität auch nicht besser (Verfettung).
Hinterher wirst du dich ärgern, deine Kalbinnen nicht mit einer leichtkalbigen Fleischrasse belegt zu haben.
Dann hast du die Wahl, ob du auf Mutterkuh umsteigst, tragende Kalbinnen verkaufst oder die Jungkuh verkaufst und das Kalb aufziehst.
Jedenfalls gewinnst du Zeit und du hast keine Qualitätsverluste, zumal keiner weiß, ob es im Mai wieder läuft.

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xaver75 antwortet um 21-03-2020 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
@Tiroleradler
Ich meine eher die Nächtigungen Import -Export, und da flüchten im Sommer gefühlt mehr Österreicher ins Ausland als ausländische Touristen zu uns.
Im Winter haben wir fast nur Import an Touristen, und da wäre die Saison schon fast zu Ende.
Die Frage ist sowieso obsolet, weil die Gastronomie großteils südamerikanisches Fleisch verwendet.

mfg

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sts antwortet um 21-03-2020 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Ich würde den auch den Abnehmer kontaktieren und wenn es keine größeren Preisabschläge gibt, verkaufen. Ich erwarte eher keine steigenden Preise, zumal privat viele überfordert sind mit Rindfleisch zubereiten.

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Alois_ antwortet um 21-03-2020 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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JHE antwortet um 22-03-2020 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
@der R. Tu mir ehrlich gesagt scho a bissel schwer, gut ausgemästete Kalbinnen zu belegen:)


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Der R. antwortet um 23-03-2020 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Situation am Schlachtviehmarkt
Ich hab ja nur 3 Kühe. Aber ob die Kalbinnen mit 22 Monaten ( Bulle war schneller) oder mit 30 Monaten abkalben: Sie fressen nur Gras, Grassilage und wenn die alle ist gibt's Heu.
Kein Kraftfutter, kein Mais, keine Mast.
Aber für jüngere Tiere könnte es doch eine Option sein?


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