Dümmer gehts nimmer...

Antworten: 49
hubhel 27-11-2019 23:59 - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Bauern demonstrieren, mit dem neuesten Traktoren tztz
Wer soll dann noch glauben, dass es ihnen schlecht geht...

https://www.krone.at/2051314

Die Antworten fallen natürlich so aus...vom einfachen Bürger

Zitat "Mich stört daran, dass die Bauern jammern und dann mit Traktoren demonstrieren, wo einer allein schon mehrere 100.000 € kostet!
So demonstrieren sie eigentlich nur, dass sie so viiiel Geld für einen Traktor ausgeben können!"

Und das wichtigste, dass noch kein Bauer gemerkt hat...
Zitat
"Die Fördergelder stecken sich die Konzerne in die Taschen!"

Vollkommen richtig, sobald etwas eine Förderung bekommt, oder Unterstützung, wird das auf den ursprünglichen Preis noch aufgeschlagen


little antwortet um 28-11-2019 06:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Also wenn die Arbeiter demonstrieren möchte ich mal auf den Autoabstellplätzen nachsehen welche "Schlitten" da rumstehen. Auch wenn der Traktor über 100.000,-€ kostet ist er ein Arbeitsgerät. Aber das ist wieder die bewußte Neiddeppate wie gut es den Bauern ja geht, alles nur Suventionsoptimierer. Wir stehen in der Transparenzdatenbank als einzige. Kein Häuslerbauer der auch Steuergeld bekommen hat steht drin, kein Gewerbeunternehmen das Steuergeld bekommen hat steht drin (KTM,...). Habt ihr schon mal die private Hütte vom KTM Chef gesehen, da Frag ich mich wieso bekommt der Steuergelder wenn das Unternehmen so viel abwirft.
little


Mogwai antwortet um 28-11-2019 07:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ein Bauer darf keinen Luxus haben! Ein Bauer muss so arm sein wie eine Kirchenmaus um akzeptiert zu werden! Glaubt echt jemand das die ganzen Traktoren nicht fremd finanziert worden sind und man dafür auch hart arbeiten muss? Ob das jetzt gut oder schlecht ist ist eine andere Frage. Solche Verallgemeinerungen regen mich doch sehr auf, bist du auch Bauer @hubhel? Dümmer gehts wirklich nimmer...



Vollmilch antwortet um 28-11-2019 07:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ob fremd- oder eigenfinanziert ist irrelevant. In jedem Fall sind sie Betriebsvermögen und haben mit der persönlichen Einkommenssituation nicht unbedingt was zu tun.

LG Vollmilch


179781 antwortet um 28-11-2019 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Obwohl das richtig ist, was bis jetzt angeführt wurde: Der Durchschnittsbürger versteht nicht, wie das geht, dass Bauern, die schlecht verdienen trotzdem Geld für einen teuren Traktor zu haben. Was ja gar nicht so falsch ist. Bei den meisten von denen, die mit glänzendem Gerät vorfahren wäre der "Alte" sicher noch mehrere Jahre ohne Probleme einzusetzen gewesen.
Auf jeden Fall ist es falsch, als Selbständiger u. a. wegen Unzufriedenheit mit dem Einkommen mit neuestem teuren Betriebsvermögen zur Demo zu fahren.

Gottfried


Peter1545 antwortet um 28-11-2019 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Wenn 10.000 Bauern mit der dreckigen Mistgabel rumlaufen interessiert es keinen!
der kleine Pflegetraktor hätte wohl auch gereicht, aber wie schon erwähnt es ist nur eine Neiddebatte, wenn die Speditionen mit ihren 500PS Zugmaschinen streiken sagt auch keiner euch gehts eh gut!


textad4091 antwortet um 28-11-2019 09:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Naja, den Geräten auf diversen Demos sieht man schon an, dass damit auch gearbeitet wird- Fotos von Demos mit Traktoren, die wie "geleckt" aussehen, hab ich zumindest bisher wenig gefunden.
Was Gottfried schreibt stimmt sicher auch, dass es in vielen Fällen auch andere/ältere Modelle täten, aber mei ...
Da kann ich Mogwai nur zustimmen- Der Bauer als Bewirtschafter von Grund und Boden darf sich, wenn es nach so manchen Zeitgenossen ginge, gerade einmal das nackte Überleben leisten können und einen Lada dazu, mehr darf ja wohl nicht drin sein.

Da müsste man sich in Österreich schon Sozialdemokrat nennen, wenn man auf die Industrie schimpfen und gleichzeitig Porsche fahren möchte ;-)


179781 antwortet um 28-11-2019 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Der Hinweis mit den Mistgabeln ist gut. Die müssen ja nicht dreckig sein und Heumilchbauern dürfen auch die Heugabel mitnehmen und Ackerbauern den Spaten, den sie ja ständig im Einsatz haben für Spatenproben und so.
Auf jeden Fall würde das wirklich zum Nachdenken anregen, wenn die Bauern mit dem Werkzeug und passenden Transparenten ausgestattet in 1000er Gruppen die Eingänge zum Nationalrat, zum Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium blockieren. Und auch vor den Bauernschinderorganisationen wie AMA, Bauernbund, Bio Austria und den diversen Lebensmitteldiskontern Stellung beziehen.

Gottfried


eklips antwortet um 28-11-2019 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Abgesehen davon, dass wir ja nicht einmal mehr ein Landwirtschaftsministerium haben, das man zudemonstrieren könnte, bin ich skeptisch, ob in Ö jemals noch mal mehr als eine Tausendergruppe von Bauern für eine Demo zu haben sein wird. Das wären ja dann wahrscheinlich, wie das die eigene Vertretung gerne nennt "bezahlte Berufsdemonstranten"


mittermuehl antwortet um 28-11-2019 10:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Es gab auch andere Antworten der einfachen Bürger......

Eine Demo wäre nicht schlecht. Aber es müssen Inhalte verkauft werden die die Restbevölkerung versteht. Jeder Bauer würde gerne, ohne Lohnverlust, höhere Tierwohl und Pflanzenschutzstandarts einhalten. Da die politischen Vertreter der Bauern aber auch die Vertreter der gewichtigeren Lebensmittelindustire sind, wird sich von dieser Seite nichts tun. Entweder suchen sich Bauern ein anderes politischen zu Hause oder sie werden für sich aktiver.


FeSt antwortet um 28-11-2019 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Viele dieser Traktoren haben trotz optischen und technischen wirkenden Neuzustand und jungen Baujahr oft mehr Betriebsstunden drauf auf dem Zähler als wie hierzulande von 3-5Schleppern gesamt.
Das ist auch mal z.B. der 7- oder 800ter Fendt zugleich der bzw. einer der Pflegeschlepper am Betrieb, wo man sich mit auf den letzten kalkulierten Cent mit Kosten pro ha eigentlich eine Scheibe abschneiden könnte, anstatt Neid zuhaben, Verständnis, das ihnen die Buchhaltung diese Investitionen auch vorgibt.

Von den über hundert deutschen Kollegen, mit denen man im Kontakt steht, waren auch welche dabei, die auch fast bis zu 800km mit dem eigenen Schlepper in Kauf genommen haben, um an diesen Tag für ihre Rechte gemeinsam Kante zu zeigen.
Klar, dass man bei diesen Strecken auf einsatzsicherere vorhandene Technik mit auch mehr Komfort als anstatt Luftzug zurückgreift, oder?
Manche davon sind trotzdem nach der langen Anreise von bis zu auch mehr als 2 Tagen dann doch schon um 2Uhr Früh dort gestanden direkt beim Brandenburger Tor.
Von 2 Uhr Früh bis 10 Uhr sind halt dann nochmal 8 Stunden im eigenen Wohnzimmer, dass man sich halt mitgenommen hat...

Die restlichen 2/3 der gesamten Teilnehmer sind ohne angereist.

@mittermuehl
Die FDP, die hat am Zug der Zeit, grad den richtigen Waggon "Existenzen" angehängt, um mehr als nur die Berufsgruppe der Bauern abzuholen...


xaver75 antwortet um 28-11-2019 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Die alten Traktoren erfüllen die in den Städten geforderten Abgasnormen nicht. ,-)

mfg


hubhel antwortet um 28-11-2019 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Na, es hat sich doch etwas getan, freut mich, VIELEN DANK :-)
Viele sind auf meiner Linie, dass solche Demos mit dem "was ich habe zeig ich her / hab den größeren als mein Nachbar" Aufmarsch, gerade das Gegenteil bewirken

Wenn jemand am Strassenrand bettelt, mit einem rostigen VW Käfer und zerlumpten Kleidern, wird er sicher schneller etwas bekommen, als einer der im Audi A8 mit Nadelstreif bettelt

Ob der Trecker jetzt gemietet, geleast oder mit Kredit finanziert ist, weiss der Passant / Zuschauer / Politiker nicht, zumindest hab ich auf den Traktoren keine Aufkleber gesehen, die darauf hindeuten

Ich denke jeder Betrieb, wirklich jeder, hat auch alte Traktoren zu Hause, dreckig, rostig egal, DASS drückt auf die Mitleidsdrüse oder Tränendrüse.

Sieht man 1 NGO im Nadelstreif...?? NEIN
Die sacken aber Geld containerweise ein, für eine Idee..sonst nichts und lachen sich ins Fäustchen

Die weite Anreise ist nicht wirklich das Thema, wenn jemand unbedingt klimatisiert und wetterneutral ankommen möchte
Wenn sich heute 3 - 5 finden, kostet ein Satteltransporter auch nicht die Welt. Und 40 km/ laufen die Traktoren schon seit den 80igern. Mit 50 oder 60 ( in D ) km/h bist auch nicht schneller dort, oder mit 300 PS


JD 6120 antwortet um 28-11-2019 12:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ich glaube es sollten nicht die Straßen blockiert werden sondern Billa, Hofer, Spar u wie sie sonst noch alle heißen. Dabei wäre es gar nicht nötig die Geschäfte zu blockieren sondern die lieferantenzufahrt würde ausreichen.
Da wär ich mal gespannt was nach 3 tagen Blockade passieren würde.


mittermuehl antwortet um 28-11-2019 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Hat sich schon mal wer hier gefragt wie andere Gruppen so ihre Demos machen die keine 5t Klimazelle um sich herum haben? Ein paar Traktoren als Symbol sind schon ganz gut weil sie Aufmerksamkeit erregen. Auch weil sie den Verkehr bremsen .Aber es geht doch um die Menschen die in der Landwirtschaft arbeiten. Und die sollten nicht von Traktoren verdeckt sein. Man muß zeigen das für jeden Traktor eine Familie mit 2-3 Generationen steht und nicht nur eine eine "Fahrer in der Klimazelle". Eine Demo wo die Maschine im Vordergrund steht wird keine Sympathie

Und sonst finde ich die Anregung von JD 6120 recht klug.


Peter1545 antwortet um 28-11-2019 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@Hubbel: was denkst du den wieviele Speditionen für den Traktortransport spezialisiert sind und Zeit haben? Ja, das kostet einen Stange Geld und man kann wieder extra anreisen.
Es macht einen Unterschied ob man 40 oder 60 fährt man ist bei 240km 2h schneller.
Ich denke nicht das Bauern Mitleid erregen wollen sondern von der Regierung ernst genommen und nicht für blöd verkauft werden!
Ausserdem hab ich was falsch verstanden? Bei der Demo gehts ja nicht um mehr Geld sondern um Auflagen, Bürokratie, Handelsabkommen


eklips antwortet um 28-11-2019 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ich kapier bis heute nicht, was die Botschaft der Demos ist. Zugegeben, ich bin zu faul, da länger nachzulesen, weil ich warte, dass mich die Botschaft anspringt. Tut sie bisher nicht.
Wenn ich eine einfache Botschaft habe, dann kann es auch kein Probem sein, der Öffentlichkeit klar zu machen, dass der Traktor ein Arbeitsgerät ist und halt als Symbol für die Landwirtschaft auch zur Demo mitgenommen wird. Da soll man ehrlich sein und nicht mit dem Oldtimer was vorgaukeln.
Der Traktor kann nur Mittel zum Zweck sein, seine Botschaft zu verkünden und nicht als Verkehrshindernis und Drohinstrument..

Wir haben ja mal eine Traktordemo gemacht und das hat glaube ich ganz gut funktioniert, ohne, Ärgernis zu erregen.(Kritik kam vorwiegend von Berufskollegen) Es wurde 2 Tage lang berichtet und stündlich auf die Demos hingewiesen wegen möglicher Verkehrsbehinderungen, die es dann aber (beabsichtigt) nie gegeben hat, aber die Aufmerksamkeit war da.


eklips antwortet um 28-11-2019 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@jd 6120
Das "was wäre wenn" kann man sich sparen. 3 Tage lang gibts keine Blockade. Angekündigte Revolutionen finden ncht statt, heisst es so schön.
Beim Blockieren ist nach ein paar Stunden der Ofen aus. Angemeldete Blockade wird nicht oder nicht lang erlaubt. Auf Privatgrund bist sowieso illegal und der Rechtsanwalt vom Markt wird deine Mitstreiter über Schadenersatzforderungen aufklären und dann ist die Hose voll.


JD 6120 antwortet um 28-11-2019 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@ eklips die Straßen vor den Großmärkten sind wohl kaum Privateigentum.
Ihr könnt ja eure pensionierten Väter zur Blockade schicken. Was will man einem mindespensionisten schon abnehmen. Da kannst klagen so viel du willst.


eklips antwortet um 28-11-2019 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@jd
Auf dem öffentlichen Grund kriegst halt die Erlaubnis zur Demo nicht und dann Räumung.
Und ich klage eh niemanden. Aber die Wirtschaftler klagen und zwar ganz genau: So viel sie wollen.

Aber ich schau mir das gerne an.


JD 6120 antwortet um 28-11-2019 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Wenn das so wäre dann würde jeder Streik u öffentlicher Protest unmöglich sein. Weil irgendjemand immer Grund zum klagen hätte.


eklips antwortet um 28-11-2019 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ich weiss nicht wo wir jetzt aneinander vorbeireden.
Du kannst in Ö jederzeit eine Demo oder Protest anmelden und wenn du nicht irgendwas gesetzwidriges vor hast, dann wird dir das durch "Nichtuntersagung" erlaubt werden. Niemand kann dich klagen, wenn du die nichtuntersagte Demo auf dem in der Bewilligung beschriebenen Grund abhältst.
Auf Privatgrund hast du dabei nichts verloren.
Auf öffentlichem Grund wirst du keine "Nichtuntersagung" bekommen, 3 Tage eine Zufahrt zu blockieren.
Sag mir ein Beispiel der letzten paar Jahre, wo so etwas stattgefunden hätte.


JD 6120 antwortet um 28-11-2019 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Mit blockieren hab ich auch nicht gemeint dass ich jetzt einen Traktor in die Einfahrt stelle u 3 Tage stehen lass.


eklips antwortet um 28-11-2019 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Was hast denn dann gemeint?


JD 6120 antwortet um 28-11-2019 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
I hab schon gesagt was willst einem mindespensionisten wegnehmen. Absichtlich herbeigeführte Verkehrsbehinderungen usw. Vieles ist mit etwas Fantasie möglich.


ek antwortet um 28-11-2019 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Die Zufahrtswege der Molkereien, Schlachtbetriebe und Zentrallager blockieren wäre wohl das effekstivste,
Sich mit den Konsumenten im Wohnort "anzulegen" halte ich für keine gute Idee.
mfg
Ernst Krampert


FeSt antwortet um 28-11-2019 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Aufsehen erregt das keines, zumindest als medial weltweit wirksam.
Erzeugt nur ein noch tieferes Schneiden ins eigene Fleisch.

Guckt zu bei den niederländern Kollegen beim nächsten F1 Grand Prix und lernt, falls es einen gibt. ;-)


norbert.s(suk5) antwortet um 29-11-2019 00:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Erst wenn der Landwirt die Nahrungsmittel gratis der Allgemeinheit zu Verfügung stellt ist die Suderei von Außen beendet.
Es hies ja mal in einer Aussendung von der EU die Landwirte müssen zum kostengünstigsten Preis produzieren.
Ich bin kein Feind der EU, aber wir Trottel möchten auch leben!


jakob.r1 antwortet um 29-11-2019 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Wir Bauern werden von der Politik immer nur soweit an Einkommen durch Nahrungsmittelproduktion herangelassen, damit die diversen Verdächtigen immer genügend Grundstücke verkaufen müssen zur Schuldentilgung. Stellen wir uns nur vor, die Bauern könnten alle von der Landwirtschaft leben und würden Ihre Grundstücke deshalb viel spärlicher verkaufen, dann wäre ja Sand im Getriebe einer Volkswirtschaft. Deshalb nützt auch kein Streiken oder andere schärfere Aktionen wie teilweise in Frankreich, oder den Niederlanden, --- Grund und Boden muss immer billig zur Verfügung stehen und die Billigpreise für Nahrungsmittel sind nur der Motor dafür.
Wer also was bewirken möchte muss auf ausserlandwirtschaftliche Einkommensmöglichkeiten zurückgreifen, auch wenn das Anstrengung verursacht einen bisherigen Vollerwerbsbetrieb auf Nebenerwerb umzustellen oder zu hohe Privatausgaben die der Betrieb nicht bringt, -- zurückzufahren.
Wenn wir zurückdenken was mit der Landwirtschaft passiert, dann nehmen wir die Zeit um 1900. Wer da einen neuen Bauernhof bauen wollte, der hatte das komplette Geld schon parat bevor mit dem Bau begonnen wurde. So bis zur Gründung der EWG waren die Erlöse der landwirtschaftlichen Produktion sehr gut, und die Arbeitskräfte noch relativ billig für einen Hausbau.... Seither wurde es rapide schlechter. Durch Einführung der kostenlosen Milchquote 1984 wurde die Produktion weiter verteuert, für Betriebe die wachsen wollten und vieeeele haben die handelbare Milchquote die zeitweise bei 2 Euro/kg Milchkontigent lag zum 1.April 2015 wertlos auslaufen lassen.
Anschließend kommt nun die Ära der "Naturschützer", also Verbände die vom bequemen Wohnzimmer aus und allenfalls mit Kenntnissen zur Hamsterhaltung ausgestattet, --- den Bauern Vorschriften machen wie künftig zu wirtschaften sei. Also, --- die Spirale der steigenden Betriebsmittelkosten bei gleichzeitigem Rückgang der Einnahmemöglichkeiten (z.B. Verbot von über 2 GV/Hektar möglich) wird weiter gehen, --nur etwas schneller als bisher.
Beste Grüße
Jakob


richard.w(7n417) antwortet um 29-11-2019 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Danke Jakob, weil diese Sicht fehlt hier all zu oft.
Sogar Landwirte hier glauben wir fahren gut wenn wir Geld fürs umweltfreundlich sein extra bekommen. Irgend wann wirds der Bevölkerung dämmern: was ist wenn wir nicht Steuergeld locker machen, wirtschaften die Landwirte dann umweltschädlich?!??!
Wie locker dann diese Steuergeld noch sitzt werden wir sehen, und wieder wird was verkauft zur Hobby Tierhaltung bzw als Investorenmodell.


powerjosl antwortet um 30-11-2019 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Weniger ist mehr! ----Es hat doch keinen Sinn immer mehr zu erzeugen,wo wir doch wissen das 50% der Lebensmittel weggeschmissen werden!
Dem Klima und dem Grundwasser würde es gut tun, wenn wir die Produktion zurück fahren.
Außerdem wird durch das verscherbeln der Agrarprodukte in andere Kontinente den dort ansässigen Bauern die Existenz runiert.
Und dann wundern wir uns das soviele Menschen zu uns nach Europa kommen wollen.


greani antwortet um 30-11-2019 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
diese Woche ein sehr interessanter Gedanke bei einer Diskussionsrunde auf einem deutschen Sender aufgefangen, Grund war die Bauerndemo in Berlin.

Eine Dame aus der Runde warf den Gedanken ein, warum die Deutschen Umweltbelastung auf sich nehmen sollen, die durch Güter verursacht werden, die dann Exportiert werden,...
hat mich nachdenklich gemacht,


dietmar.s(2cz6) antwortet um 30-11-2019 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
>Eine Dame aus der Runde warf den Gedanken ein, warum die Deutschen Umweltbelastung auf sich nehmen sollen, die durch Güter verursacht werden, die dann Exportiert werden,...
hat mich nachdenklich gemacht

Deutschland könnte auch anders Handeln stimmt schon. Weniger Maschinenbauprodukte weltweit exportieren, weniger fossile Energie importieren. DDR2.0 sozusagen . Wenn man sich so den Markt anschaut, also so die Handlungen auf Tagesbasis, würd ich sagen , die Wahrscheinlichkeit das sowas Eintritt für die nächsten ca 100 Jahre wird gegen 0 gehen und der in die Runde eingebrachte Gedanke ein einsamer Wunsch bleiben.


schellniesel antwortet um 30-11-2019 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ihr stößt da grad auf den Hintergedanken der D Regierung.

Um Klimaziele noch halbwegs zu erreichen wird der Wirtschaftszweig der am wenigsten direkte Arbeitsplätze gefährdet unter Auflagen so erdrückt das sie weniger Klimaziel relevante Produktion im eigenen Land stattfindet.

Mfg


richard.w(7n417) antwortet um 30-11-2019 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Natürlich könnte man sich allem entsagen, und die Chinesen für die Erderwärmung anmachen, obwohl jeder von uns unbedingt ein Handy, TV, Gwand, noch mehr Handys usw aus chinesischer Produktion sein eigen nennt. Die Agrarexporte von D gehören sicher auf den Prüfstand. Wer brauch extrem intensive Landwirtschaft, wenns andernorts mit großzügiger Flächenausstattung auch anders geht? Nur ist mir ein überdüngtes Schweinsschopferl aus D aber 10 mal lieber als ein Rind Edelstück aus einem Feedlot sonst wo Übersee.
Nur ist der Tenor und die Lösung aller Problem besonders bei Klima und Landwirtschaft: aus den Augen aus den Sinn.


mittermuehl antwortet um 30-11-2019 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@ greani "Eine Dame aus der Runde warf den Gedanken ein, warum die Deutschen Umweltbelastung auf sich nehmen sollen, die durch Güter verursacht werden, die dann Exportiert werden,..."

Die Erklärung wäre,: "Weil es Menschen in Brot und Lohn hält und sie so ihren Lebensunterhalt verdienen. "

In der Landwirtschaft werden aber sehr wenige Menschen beschäftig. Noch dazu kommt sie nur mit Förderungen durch. Somit macht es wenig Sinn in der Landwirtschaft subventionierte Exportüberschüsse zu produzieren. Ziel müßte es sein die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu erhalten und die Produktion auf den Eigenverbrauch eines Staates abzustimmen. Und wenn Lebensmittel teurer wären, würde man die Hälfte auch nicht wegwerfen.



dietmar.s(2cz6) antwortet um 30-11-2019 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
>In der Landwirtschaft werden aber sehr wenige Menschen beschäftig. Noch dazu kommt sie nur mit Förderungen durch. Somit macht es wenig Sinn in der Landwirtschaft subventionierte Exportüberschüsse zu produzieren. Ziel müßte es sein die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu erhalten und die Produktion auf den Eigenverbrauch eines Staates abzustimmen. Und wenn Lebensmittel teurer wären, würde man die Hälfte auch nicht wegwerfen.

Stimmt halt so nicht. Die meisten sind Selbständige in der Landwirtschaft. Durch ihren Fleiß und Einsatz haben die anderen erst was zu Essen. Würde die Landwirtschaft geschlossen ihre Arbeit in Europa einstellen, hätten viele nix zum Essen. Ergibt soziale Unruhen.
Also ist die Einleitung in der "Bacherlorarbeit" von mittermühl schon nicht ganz durchdacht....typischer Anfängerfehler.

mfg






ek antwortet um 30-11-2019 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
vor kurzen wurde "nur" ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen, wann kam es zur Steigerung auf die Hälfte?

mfg
Ernst Krampert


dietmar.s(2cz6) antwortet um 30-11-2019 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Was mir noch einfällt, mittermühl hat hier im Forum mal geschrieben , dass er keine Milch produziert, weil für ihn da nix zu verdienen wär. Kauft sich aber Rohmilch aus der Nähe angeblich. Weil er selber ja keinen Verlust riskieren will. Ned deppad. Drischt aber trotzdem bei jeder Gelegenheit auf die Lw :-( echt Gaga von ihm.


richard.w(7n417) antwortet um 30-11-2019 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Vielleicht war gemeint von dem Drittel was weg geworfen wird, könnte man sich die Hälfte sparen und die andere Hälfte des Drittels weiterhin weg schmeißen ;-)

Da haben wir wieder mal die einfachen Lösungen. Grenzen zu, Planwirtschaft, toller Plan, das darauf noch niemand gekommen ist.... wart mal, da war doch was? D und Ö exportieren und importieren Essen. Das macht ein Stück weit Sinn, nicht alles macht Sinn. Am einfachsten wäre natürlich wenn jeder selber sein Essen anpflanzt, und dann reiten wir alle gemeinsam in den Sonnenuntergang.


ek antwortet um 30-11-2019 17:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
"Es hat doch keinen Sinn immer mehr zu erzeugen,wo wir doch wissen das 50% der Lebensmittel weggeschmissen werden!"

An der Formulierung von "Powerjosl" gibts eigentlich nix Missverständliches.

mfg
Ernst Krampert


richard.w(7n417) antwortet um 30-11-2019 17:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
ach das, stimmt, gar nicht gesehen.


powerjosl antwortet um 30-11-2019 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Es ist echt traurig die Agrarpolitik in Europa!
Dümmer geht's nimmer!


christian.k10 antwortet um 01-12-2019 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Soviel mir bekannt ist sind die flächen auf denen die meisten Märkte stehn gepachtet!
Wer sind die Bezitzer?
Da sind sicher auch Bauern dabei!


mittermuehl antwortet um 01-12-2019 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
dietmar.s(2cz6) "Was mir noch einfällt, mittermühl hat hier im Forum mal geschrieben , dass er keine Milch produziert, weil für ihn da nix zu verdienen wär. Kauft sich aber Rohmilch aus der Nähe angeblich. Weil er selber ja keinen Verlust riskieren will. Ned deppad. Drischt aber trotzdem bei jeder Gelegenheit auf die Lw :-( echt Gaga von ihm."

Ist dier wirklich so langwielig im Leben? Sowas hab ich nie gesagt. Ich hätte mit meinem Betrieb mit Milchwirtschaft nichts verdienen können da ich nichts geerbt habe und alles mit Fremdkapital finazieren hätte müssen. Der Betrieb ist auch zu klein. Ich will auch nicht auf Förderungen angewiesen sein. Ich kaufe Milch und Käse bei einem Nachbarn ein. Eine feste Menge von der er weiß das ich sie Jahr für Jahr zu dem von im festgelegten Preis abnehme. Zustätzlich bewerbe ich seine Produkte bei meinen Hofveranstaltungn. Dieser Nachbar kauft wieder meine Gewürze für seinen Käse. Selber habe ich jetzt einen Pferdehof, Gemüseprodutkion, Apfelsaftproduktion und Wollverarbeitung. Ich bin im Vollerwerb, Ich dresche auf niemanden hin. Aber du verhälts dich nicht sehr anständig.

Stil ist nicht das Ende von Besen und Niveau ist keine Handcreme.

Zu meinem Anfängerfehler.

Das die gesammte Landwirtschaft in Europa die produktione einstellt ist wohl etwas unwarscheinlich.

Bip Österreich 2017
Landwirtschaft .... 1,3%
Industrie..............28,4%
Dienstleister.......70,3%

Die Zahlen belegen auch wo die Arbeitsplätze sind. Ich bin der meinung das der Erhalt der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft das Ziel sein müssen. Nicht geförderte Exporte von Agrarüberschüssen die uns alle in den Ruin treiben. Und da hätten wir noch immer genug zu essen.

Ich persönlich bereite mich auf eine derartige Agrarpolitk vor, Ökolastiger und weniger Produktionslastiger. Auch die Entwicklung der letzten Jahre war für mich keine Überraschung. Jeder Betriebsführer muß sich selber entscheiden wie er für die Zukunft plant.


Tiroleradler antwortet um 01-12-2019 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Ich habe Hr. Mittermuehl hier so erfahren:
Im Gegensatz zu so Manchen hier ist Mittermuehl immer bestrebt eine sachliche und faire Diskussion zu führen.
Auch wenn man Inhaltlich nicht in Allem mit ihm übereinstimmen mag, was ja bei der Verschiedenheit der landw. Betriebe nur zu verständlich ist, zeugt sein Geschriebenes zumeist davon, dass er sich gedanklich intensiver mit der Materie befasst hat als Andere.
Seine Aussagen zeigen auch, dass er nicht nur Mißstände anprangert, sondern auch oft Lösungsansätze zeigt, wobei er auch versucht die Verkettungen an Ereignissen zu bedenken und betrachten, welche jede Änderung oder Maßnahme mit sich bringt.
Die Kritik von dietmar.s(2cz6) hat da ganz anderes Niveau, und erscheint mir absolut nicht gerechtfertigt.


Efal antwortet um 01-12-2019 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
@Tiroladler - auf den Punkt gebracht, volle Zustimmung.


rbrb13 antwortet um 01-12-2019 22:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Betreff.: @ mittermühl

Mir ist er politisch zu weit links,

sonst voll in Ordnung !!


( Erster Absatz natürlich Ironie ..........)


rbrb13


dietmar.s(2cz6) antwortet um 01-12-2019 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
Hallo, hab mich sehr sachlich ausgedrückt.
Wenn jemand Geschichtln druckt und nicht neutral schreibt , dann gibt's einfach Gegenwind, also bitte nicht zum weinen anfangen. mfg


schellniesel antwortet um 02-12-2019 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Dümmer gehts nimmer...
„Ein Schwein bleibt ein Schwein, sollt's auch mit Gold gezieret sein“

;-)

Manch einer versteckt es hinter gewählter Ausdrucksweise, ein anderer sagt’s grad heraus.

Mfg


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