Vergleich Feldfutter

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179781 12-06-2018 23:54 - E-Mail an User
Vergleich Feldfutter
Heute hab ich zwei Bilder von verschiedenen Feldfutterbeständen gemacht. Die sind vom selben Standort. Ein Foto ist 10m links vom Weg das andere 10 m rechts davon also praktisch gleiche Voraussetzungen. Das eine ist ein Bestand aus engl. Raygras mit Weißklee, das andere ist eine Mischung aus mehreren Arten Luzerne mit ein wenig Rotklee und etwas Raygras das dort als Unkraut wächst. Gemäht wurden beide Flächen am 22. Mai. Geregnet hat es vorher schon länger nicht mehr richtig und seitdem sowieso nur mehr ein paar Tropfen.

Gottfried


Luzerne
 
179781 antwortet um 12-06-2018 23:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Feldgras



 

peter.z(cgu8) antwortet um 13-06-2018 06:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Eine klare sache. Für Trockene Standorte ist Luzerne einfach besser geeignet. Was ich nicht verstehe, wen die Luzerne so gut kommt wiso wurde auf englisch Raigras gesetzt und nicht Ital. Raigras?
Feldgras nur engl. Raigras/Weisklee oder auch andere gräser vorhanden?
Wiso nur Luzerne/Rotklee und keine andere gräser?
Gruss aus der Schweiz

thomas.t3 antwortet um 13-06-2018 06:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo, echt ein beträchtlicher Unterschied, wann hast die Flächen angelegt?
Lg



Vollmilch antwortet um 13-06-2018 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wir bauen schon seit vielen Jahren Luzerne-Rotklee-Grasgemenge an. Bei den ersten Schnitten hat das Gras da keine Chance mit der Luzerne mitzukommen. Im Herbst wird der Grasanteil höher.

Weißklee macht nicht viel Masse und Engl. Raygras muss man (verboten) viel düngen um hohe (und gute) Erträge zu bekommen.

LG Vollmilch

179781 antwortet um 13-06-2018 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wir sind kein typischer Trockenstandort. Durchschnittlicher Niederschlag in der Vergangenheit 860 mm/Jahr. Deshalb steht auf dem einen Feld, das direkt an eine Weide angrenzt der Grasbestand. In der Meinung, dort vom ersten Schnitt Silo zu machen und dann Weide. In den letzten zwei Jahren hat das auch recht gut funktioniert. Trotzdem werden wir das nicht mehr machen, weil es für die Felder eher problematisch ist. Das man Raygras nicht düngen darf ist mir nicht bekannt. Aber es stimmt, wenn das nicht satt mit Stickstoff versorgt wird, kommt nichts gescheites heraus. Und den Weißklee sollte man nicht unterschätzen. Auf einer Weide trägt der sehr wohl zum Ertrag bei, weil er sofort wieder nachtreibt.
Und die Luzerne ist für uns ein ganz wichtiger Teil der Fruchtfolge. Die bringt mit ihrem tiefgreifenden Wurzelsystem eine Bodenverbesserung im mehrfacher Sicht. Und eine hochwertige und ertragreiche Futterpflanze ist sie auch. Angelegt wurde der Bestand im Spätsommer 2016 mit Grünroggen als Deckfrucht.

Gottfried

peter.z(cgu8) antwortet um 13-06-2018 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Weidetechnisch ist das engl. Raigras und Weisklee natürlich im Vorteil. Sind das rein saaten?

Vollmilch antwortet um 13-06-2018 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei der Weidenutzung ist Weißklee ertragreicher, soweit reicht mein Horizont meist nicht, dass mir Weide ins Auge springt!
Das "verboten" bezog sich auf die Menge, nicht auf die Düngung an sich. ;-)

LG Vollmilch

einfacherbauer antwortet um 13-06-2018 09:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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.

Heimdall antwortet um 13-06-2018 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kann man Luzerne auf 3 schnittiges Dauergrünland mit Heugewinnung dazusähen?
Standort eher nass ca 1200mm niederschlag, heuer aber sehr trocken, da bleibt dann der Ertrag leider aus :/.

peter.z(cgu8) antwortet um 13-06-2018 09:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Luzerne und Heugewinnung passt eigentlich nicht zusammen, ausser entfeuchter ist vorhanden.
@Heimdall wie sieht es aus mit der länge der permanenten Schnnedecke? Sonst könntest du auch auf ital. Raigras setzen.

Heimdall antwortet um 13-06-2018 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Heuer war von mitte Dezember bis Anfang März zu.
750m Seehöhe.
Wie schauen da die Erträge aus, wenn man nur mit Mist und Gülle düngt?

karl22 antwortet um 13-06-2018 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@179781
Wo wohnst du?

karl22 antwortet um 13-06-2018 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@179781
Wo wohnst du?

179781 antwortet um 13-06-2018 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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OÖ Innviertel, und zwar genau dort, wo in den letzten zwei Monaten die Regenwolken einen Bogen drumherum machen.

Gottfried

FraFra antwortet um 18-06-2018 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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servus gottfried

kannst du die luzerne auch über mehere jahre im bestand halten??

wenn es bei mir feucht wird und teilweise auch staunass dann geht sie mir drauf..
seit 15 jahren probiere ich schon ..
schwerer lehmboden



179781 antwortet um 18-06-2018 23:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wir haben schon auch mal eine über vier Jahre stehenlassen. Da müssen aber mehrere Faktoren zusammenspielen. Staunass geht schon einmal nicht, Jahre mit Dauerregen sind auch schlecht. Der Boden muss für die Luzerne passen. Schwerer Lehm ist nicht ideal aber auch nicht unmöglich. Wichtig ist Luft im Boden, der Kalkgehalt, die Verfügbarkeit von P dürfte auch eine Rolle spielen, Schwefel wird von Fachleuten auch erwähnt.
Und Luzerne will keine Konkurrenz haben. Deshalb sind alle Mischungen mit Klee und Gräsern nur für kurze Nutzungsdauer geeignet. Am ehesten taugt noch Thimothe, das macht sich nicht breit und passt auch vom Schnittzeitpunkt gut zu Luzerne.
Wir planen aber eigentlich immer mit zwei Jahren Hauptnutzung, weil es damit in der Fruchtfolge auf den Feldern gut passt.

Gottfried

Vollmilch antwortet um 19-06-2018 06:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Weiß nicht woran es liegt, aber bei mir wird die Luzerne beim Luzerne-Rotklee-Grasgemenge immer sehr dominant. Hält locker 4 Jahre.
Neutrale Böden, 600 mm Jahresniederschlag, 4Nutzungen, manchmal 5

LG Vollmilch

golfrabbit antwortet um 19-06-2018 19:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Vergleich Feldfutter
Praktiziere schon lange nach Kartoffel eine Einsaat mit Grünschnittroggen als Deckfrucht und "Schrittmachergemenge" - früher "Kolsass/Weerer-Mischung" (Luzerne-/Rotklee- Gräsermischung für 2-3 Hauptnutzungsjahre) als Beisaat ca. Ende September.
Felder sind bester sandiger Talboden, knapp 600m, mittleres Unterinntal.
Habe so durch den guten Narbenschluss im Herbst weit weniger Probleme mit Ampfer als im zumeist trockenen Frühjahr. Die Luzerne und die Gräser halten bei 5 Schnitten meist tadellos 4 Jahre, der Rotklee kann aber je nach Witterung schon früher auswintern.
Hannes

gerhard.k(ix721) antwortet um 19-06-2018 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die beiden Fotos könnten von mir sein, absolut das selbe ergebnis , hab heute den 2. Schnitt gemäht , extreme trockenschäden an fast dem gesamten Grünlandflächen, mit einer ausnahmen ich hab eine 5 ha Fläche mit Luzerne die im 3 Jahr steht hab wie immer mit gut 1/3 luzerne zum Kleegras gesäht, die sich dann in normalen Jahren im späten 2 Jahr etabliert auf großteil der Fläche.
Luzerne wie oben erwähnt ist sehr sensibel auf bestimmte negative einflüsse, wenn sie sich aber gut entwickelt unschlagbar in solchen jahren wie diesen.
Vor anbau mach ich immer Kalkdüngung.
Bei Luzerne ists halt immer schwierig die gesamt Fläche gleichmäßig hin zu kriegen.
Eine Fläche hab ich bereits mehr als 10 Jahre stehen, ist nicht mehr ganz so dicht wie vor 5 jahren aber in den Jahren wie heuer mit trockenheit eben immer noch doppelt so gut wie andere wiesen.

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