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JD 6120 02-06-2018 15:23 - E-Mail an User
Rundballenpresse
Bin auf der suche nach einer gebrauchten rundballenpresse. Sie sollte nicht zu schwer sein damit ich auch im steilen Gelände fahren kann. Bis jetzt sind mir 3 Fabrikate untergekommen die meiner Meinung nach geeignet wären. Krone 125 MC, case RB 344 und John deere 440 m. Da ich auf diesem Gebiet allerdings keine Erfahrung habe bitte ich die Profis im forum um Rat. Wer hat Erfahrung mit einer dieser pressen? Mich würden vor allem reparaturanfällingkeit, Wartungsfreundlichkeit u natürlich für mich wichtig die ballenablage am Hang ,interessieren.



MC122 antwortet um 02-06-2018 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Hallo,

Wir haben seit letztem Jahr eine Case RB 344. Angetrieben mit einem 87 PS Traktor mit 3,5 Tonnen. Das Gewicht ist für Steilflächen trotz Bremse an der Presse, etwas grenzwertig. Die Leistung ist ausreichend. Die Presse ist einfach aufgebaut, macht super Ballen und das Schneidwerk mit den 15 Messer funktioniert auch sehr gut und mit der Netzbindung gab es nie Probleme. Auch als Neumaschine noch leistbar. Und standsicher durch 2,9 Meter Außenbreite. Die Ballenablage im Steilen funktioniert nur ohne Ballenrampe.


lmt antwortet um 02-06-2018 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
bei mir läuft eine krone roundpack,gebraucht mit 15 jahren gekauft und läuft wie ein uhrwerk.die johnny kenn ich nicht aber die 344er ist beinahe identisch mit der krone,aber die grüne hat das bessere schneidwerk.preislich wird die case vorne liegen.für die hangablage hab ich den normalen auswerfer durch die hangversion ersetzt aber ganz weglassen geht auch.


die bergversion
 


jakob.r1 antwortet um 03-06-2018 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Grüß Dich JD 6120, ich hatte die letzten 10 Jahre eine John Deere 578er Presse und bin nun auf Mc Hale umgestiegen. Ob die neuen John Deere besser sind als die alten weiss ich nicht, -- wollte ich auch nicht ausprobieren. Bei der John Deere sind die Mitnehmerzungen am Rotor nur einseitig geschweisst und sind zuletzt leicht abgebrochen wenn Fremdkörper in der Schwad waren. Weiter hat die keinen Schwenkboden sondern man musste den Förderrotor rückwärts laufen lassen und den Stopfer dann händisch ausräumen. Der größte Scheiss war aber bei nassen Silageballen die bei strenger Pressung sich in der Ballenkammer verkeilten und dann händisch mit Montiereisen aus der Presse gepuhlt werden mussten. Bei meiner war der Stellmotor für die Einleitung des Bindevorganges so müde, das er nach 5 Ballen manuell nachgestellt werden musste.... Ich habe 150 PS vor der Presse, da hatte die JD schon lange einen Stopfer wo die MC Hale keine Zicken macht. Bei der MC Hale 5400 C habe ich Druckluftbremse, eine Gebirgspickup die sich verwinden kann und einige andere Konstruktionsmerkmale die eine John Deere nicht hat.
Du hast zwar die MC Hale nicht auf dem Schirm, -- aber die 440er John Deere würde ich mir in den Schwachpunkten näher ansehen die ich Dir genannt habe und ggf. nicht mehr in der engeren Auswahl lassen.
Beste Grüße
Jakob


yamahafzr antwortet um 03-06-2018 12:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Jakob.r1, ich kenne die neue John Deere auch nicht , aber du vergleichst da eine 20 Jahre alte Presse mit einer neuen MC Hale! Die alte John Deere hat sichert seine Tücken . Wie viele Ballen hast du mit deiner alten Presse gepresst?


JD 6120 antwortet um 03-06-2018 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Hallo Jakob!
Ein bekannter hat eine mchale 5400 u er lobt sie in den höchsten tönen sagt aber gleichzeit auch dass sie viel kraft braucht u meine 100 PS an der Grenze sind. Danke für deine Tipps ich werde darauf achten. Eine Frage hätt ich noch, ist die pickup mit 2 m breit genug oder ist eine mit 2,2 m besser?


jakob.r1 antwortet um 03-06-2018 22:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Grüß Euch, -- ich habe im Jahr nur 250 Ballen zu pressen. Die 578er John Deere habe ich mit 14Tausend Ballen gekauft und mit 16200 Ballen für die MC Hale mit 6 Tausend Ballen in Zahlung gegeben. Sicher kann man die Pressen von vor 10 Jahren nicht mit den Heutigen vergleichen, aber ein Hersteller der früher schon keine besonders guten Pressen gebaut hat,
bei dem wäre ich auch aktuell vorsichtig. Ursprünglich war ja noch die Frage nach der Ablage am Hang. Nachdem mir vor 10 Jahren schon mal zwei Ballen im Hang abgedüst sind, -- einer ist im Wald zerschellt und einer über einen Wanderweg geflogen, bin ich da seeehr vorsichtig.
Ich fahre jeden Ballen entweder zum Auswerfen zum Waldrand runter, oder auf eine einigermaßen ebene Stelle oder stell den Schwader oder Kreiselheuer irgenwo zentral als Bock hin und öffne die Heckklappe erst knapp vor diesen Hindernissen....
Wer einen zweiten Fahrer mit Frontlader o.ä. zur sofortigen Ballenaufnahme hat, kann natürlich wie auf der Ebene den Ballen sofort auswerfen, -- habe ich aber nicht.
Als Pickupbreite ist besonders im Hang die 2,20m der schmäleren sehr überlegen. Man kann in Kurven oft noch das Überfahren der Schwad vermeiden oder das drauffahren, was mit der schmäleren Pickup nicht so einfach möglich ist. Ein kleiner Nachteil ist natürlich bei der breiten Pickup, das man in eigenem Interesse bei Umsetzen der Presse die Tasträder von der Pickup abstecken sollte weil sonst schnell in Hohlwegen... ein Rad weggerissen oder verbogen werden kann.
Eine super Sache ist auch der Rollenniederhalter über der Pickup, der bei Pressen noch nicht selbstverständlich drauf ist.
Wie der Bekannte schon angemerkt hat, sind 100 PS für die Presse nicht sehr üppig, -- man muss halt immer genügend runterschalten. Ich sehe das aber nicht als das große Problem an, wenn man nicht als Lohnpresser unterwegs sein muss. Nach meinen ersten 50 Silageballen ist mir aufgefallen, das mit 150 PS auf der Ebene das Wickelsignal oft etwas zu früh kommt wenn man auf Automatik fährt und der Schwad dick ist. Beim langsameren Fahren, zu dem man mit 100 PS gezwungen ist, stellt sich dieser Effekt sicher nicht ein, weil der Traktor eine plötzliche Belastungsspitze nicht darstellen kann. Besonders bei Halbheu und wenn die 15 Messer nicht mehr ganz frisch sind, ratscht zwischendurch die Noppenschaltkupplung hörbar, so das man gerne etwas mit der Geschwindigkeit zurückgeht.
Wird sich aber einstellen lassen. Die Seitendeckel bei der MC Hale kann man nur mit zwei Händen öffnen, in der einen muss man eine Sperrklinke mit Gabelschlüssel drehen und mit der anderen Hand ein zusätzliches Hebelchen betätigen. Die Zentralschmieranlage für die Ketten ist gut nachzufüllen und fast alle Schmiernippel sind zentral in Reihen angeordnet. Nur bei der Pickup muss rechts und links erst ein Deckel abgeschraubt werden, damit man an den Schmiernippel kommt. Bei der MC Hale nervt, das kein Piepton kommt wenn die Ballenkammer voll ist und man auf manuelles Auslösen des Bindevorgangs geschaltet hat.
Man muss also den Manometer an der Presse beobachten weil sonst viel Material auf dem Boden landet wenn sich der Deckel durch den Überdruck zu weit geöffnet hat. Auf Automatik braucht man so gut wie nicht zurückschauen, weil erst ein Warnton kommt bei der ersten Druckspitze, der aber wieder erlöscht wenn man dann langsamer fährt bis die Druckspitze kontinuierlich überschritten ist. Anschließend kommt ein anderer Ton, der anzeigt das der Wickelvorgang eingeleitet ist. Das Messerwechseln zum Schleifen gefällt mir gut, weil man bei abgesenktem Aufnahmeboden schön an die Messer kommt.

Übrigens habe ich mir die MC Hale nicht ausgesucht, -- mir war wichtig eine Presse mit Druckluftbremse --- die sind gebraucht nicht so sehr verbreitet und relativ nahe sollte die Nachfolgepresse auch sein. Zudem hat mir die Baywa einen guten Preis für die verschlissene 578er gemacht und die MC Hale war nicht unverschämt teuer weil die Baywabetriebe scheinbar angewiesen sind, möglichst nur noch Fendt (Welger) -pressen zu verkaufen.

Beste Grüße
Jakob



theberni856 antwortet um 04-06-2018 17:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
Haben eine 592. vorher hatten wir einen 580er John Deere. Über 30.000Ballen gepresst. Danach wurde es die 592 mit mittlerweile 24.000 Ballen.
-Hatten nie Probleme welche andere Pressen auch hatten, wenn man damit umzugehen weiß!
Hab mit einen Vertreter geredet, der meint bei Mchale werden immer die Presskammerwände dünner und dünner mit der Zeit. Haben noch keine Lösung gefunden. Ein Bekannter hat auch eine v660. Ein Vor oder Nachteil können da die Pressgurte sein, welche endlosgurte oder gestückelte sind. Da hätt ich mir auch besseres vorgestellt. Schon allein wenn ich mir den Monitor ansehe, weiß ich was ich hab und ich nicht wechseln will. Bei manchen Monitoren frage ich mich wie man da einen Ballen formen kann.
Schon allein bei der Ersatzteilversorgung her. Es bringt dir nix eine John Deere oder Case zu fahren wennn du mit deinen Ersatzteilhändler nicht zurecht kommst.

Am besten wäre, du suchst dir einige Hersteller raus und machst mal mit denn Auto eine Runde.


yamahafzr antwortet um 04-06-2018 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
theberni , den Ballen einmal zum laufen bringen z B. bei Stroh oft auch bei Silage ist mit einer 580, 590 schon ein eigenes Kapitel . Habe oft genug schon aufgemacht und das Material heraus gerießen . Wenn man da anderen zusieht das funktioniert schon besser, die denken gar nicht das der Ballen nicht anfangen kann!! Bei der 592 ist das ja auch schon bei weitem Besser!


JD 6120 antwortet um 05-06-2018 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Für mich kommt auch nur eine kleine festkammerpresse infrage. Zumindest soll sie nicht zuviel Eigengewicht haben.


e3 antwortet um 07-06-2018 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Rundballenpresse
hallo JD 6120

Schau dich um nach einer Krone.
So wie du es oben beschreibst wirst nichts besseres finden.
Die 1250 RoundPack ist einfach aufgebaut, sehr wartungsarm, und sollts echt mal was haben ist sie einfach zum reparieren.
Du hast immer gleich schöne Ballen, egal ob nasses oder trockenes Futter dank dem zig tausendfach bewährtem Stabkettensystem. Ballenstillstand - kennt ein Krone Pressen Fahrer nicht.
Sollte der Rollboden erledigt sein ist er nicht teuer im vergleich zu anderen Systemen und sollte er wirklich einmal abrechen kannst ihn einfach mit einem Steckglied wieder zusammenmachen - Fertig

mfg



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