Thema Humus(gehalte)

Antworten: 161
2472660 02-12-2017 10:40 - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
möchte das spezielle thema "humus" in einen eigenen thread verlagern, steht ja doch nicht in einem grundsätzlichen verhältnis zum glyphosat.....

mich beschäftigt das thema humusgehalte schon sehr lange und hab dazu ein paar inputs:
* humusgehalte haben angeblich bei den bodenuntersuchungen eine sehr hohe schwankungsbreite und sind schlecht vergleichbar (jahreszeit, abstand zu organischer düngung, probenentnahmetiefe....) - aber was sonst soll man hernehmen, um einen trend abzuleiten?

* humusbildung "benötigt" stickstoff (wie auch vollmilch) im glypho-thread schon geschrieben hat, weil in humus immer ein gewisser anteil stickstoff gebunden ist. die frage ist, wo kommt der N her dazu, besonders in biofruchtfolgen? kann es schon reichen, durch "immergrün" die auswaschungsverluste zu minimieren? weiters sollte mm. die benachteiligung der organischen düngung in der düngeberechnung aufgehoben werden (mit mineraldüngerergänzung sind höhere gesamt N-mengen erlaubt als bei reiner wirtschaftsdüngeranwendung :-(( , da bei organischer düngung immer humusaufbau geschieht und damit automatisch weniger N der Kultur zur verfügung steht

ein beispiel: 1 ha Boden hat bei 20 cm Bearbeitungsschicht ca. 3000to
davon sind zb 5% humus 150to
N-gehalt im humus ca. 5% 7,5to N/ha
folglich sind pro % humus ca. 1500kg N gespeichert bzw. gebunden

dh. im umkehrschluss, um den humusgehaltn in 10 jahren um 1% zu steigern, muss jedes jahr 150kg N/ha aus dem kreislauf abgezweigt werden...... fast unmöglich??

* manche experten sagen, dass es einen "optimalen" humusgehalt gibt, nicht je mehr desto besser? mm. steigen aber wasser- und nährstoffspeicherfähigkeit und auch die gespeicherte kohlenstoffmenge sehr wohl proportional mit den humusgehalt!?

wie seht ihr die thematik? denke, wir sollten uns als landwirte eingehend damit beschäftigen, weil dieses thema sicher bald stärker in den focus der öffentlichkeit kommen wird.....


Juglans antwortet um 02-12-2017 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ich habe den Thread erst jetzt geöffnet aber im Glypho Thread bin ich unabhängig von Dir auch zum Schluss gekommen dass 2% Humussteigerung in 9 Jahren praktisch unmöglich sind. Ich habe halt 30 cm Bearbeitungstiefe angenommen.
mfg

mittermuehl antwortet um 02-12-2017 12:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ich hatte meine letzte Humusschulung vor einem Jahr. War etwas ernüchternd. Laut der Schulung sind die Messungen im Boden sehr ungenau. Bis zu 100% Abweichung. Man könnte sie ganz weg lassen und sollte lieber die Humusbulanz der eingen genauen Aufzeichnungen (Fruchtfolge, Dünunge) beachten und schaun das man da immer eine (über einen Fruchtfolgezyklus) positive Humusbusbilanz hat. Es wurde auch festegestellt das die größe der Zuwächse nicht so wichtig ist. Aber es müssen Zuwächse sein. Weil abgebaut ist das Zeug ganz schnell. Humusaufbau ist ein Lebenswerk. Deshalb halte ich die 2% in neun Jahren auch für sehr Optimistisch. Aber soo viel Fachwissen habe ich auch nicht.

Es wurde auch erklärt das die Bodenlebewesen viel Stickstoff produzieren.

Klimaschutz. Da wurde mir anderswo wieder erklärt das man in der Landwirtschaft zwar viel CO2 binden kann. Man aber aufpassen muß das man dabei nicht mehr Metan (das 10 mal "giftiger" fürs Klima ist) produziert.

Selber bin ich sehr grünlandlastig. Kaum Gülle. Viel Mist/Grünschnittkompost. Ich habe bei dem oben genannten Seminar ein paar Jahre von mir durchgerechnet und hatte immer eine positive Humusbilanz. Ich mache mir jezt keinen Stress mehr und rechne auch nicht mehr groß herum solange ich bei meinem Wirtschaftsmuster bleibe. Auch weil man viele Faktoren nicht mitberechnen klann. (Ich streue z.B. Sägespäne ein die als "reiner" Kohlenstoff viel Stickstoff binden und nur sehr langsam kompostieren)

2472660 antwortet um 02-12-2017 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
das "problem" bei der humusbilanz-berechnung sind halt die geschätzten zahlen und die zugrundeliegenden formeln, die wahrscheinlich genau so viele abweichungen haben, wie die humusuntersuchung selbst......

2472660 antwortet um 02-12-2017 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
.....an rationsberechnungen für zb. milchkühe wurde sicher ein x-faches an forschungsaufwand betrieben als bei der humusbilanzberechnung und nicht selten funktionieren die abläufe in der kuh viel anders als am papier....
aber für eine grobe richtung passts trotzdem und ist besser als es nicht zu machen

mittermuehl antwortet um 02-12-2017 13:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Es geht auch Einfach.
Viele Maulwürfe, Würmer usw. = positive Humisbilanz.
Keine Maulwürfe, Würmer usw. = man sollte man nachschaun was los ist ...

Solange ich lästige Mauwürfe auch am Acker haben, wird es passen ;)

biolix antwortet um 02-12-2017 13:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Lösung ??!!!

5 - 6 gve Bodenleben pro Hektar...

3-4 Regenwürmer pro Spaten..

Dann ist fast alles möglich... :-)

LG aus Haus und Schladming..


Biolix genießt gerade den Traum Naturschnee und das Wetter..

Apropos vorsicht !
Bei der "offiziellen" Humus Untersuchung wurde die Messmethode bzw. das Verfahren geändert vor.ca. 10 Jahren... Bringt seit dem einen ca.0,5 % höheren Humuswert heraus.. ein Schelm wer böses dabei denkt... Gibt aber sehr gute private prüfinstitute .. andersgesehehat seine zum Beispiel !!

An den threat Beginner :.macht euch doch noch so viel Sorgen Bio, sehe so viele.konv. viehlose Betriebe, mit Handelsdünger bringst den Boden um..

Ei Bio ist wenigsten ein Luzerne Klee Anteil daran immer anbei... Und mit pfluglos und 100% unter Saaten funkt das sehr guuuut..:-)

baerbauer antwortet um 02-12-2017 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
wenn wir den Humus bebroben lassen, dann wird immer nur der Kohlenstoffgehalt gemessen. dh auch der von der Biomasse.
Biomasse ist nicht gleich Humus.
Humus ist der LEBEND verbaute Ton-Humus-Komplex

weiters habe kommt jedes Labor zu anderen Ergebnissen > immer das gleiche Labor verwenden.


biolix antwortet um 02-12-2017 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Genau beaerbauer ! So ist es.. so auf geht's wieder..:-)

baerbauer antwortet um 02-12-2017 14:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
und der neue Trend Kohle aufzubringen, ist gut für die Humusbilanzierung (Weil ja der Kohlenstoff gemessen wird) wird aber für die Fruchtbarkeit nix bringen.

baerbauer antwortet um 02-12-2017 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
um Humus aufzubauen braucht man Pflanzen, die Kohlenstoff in den Boden pumpen, sprich immergrün. Man schafft es damit, indem man mit Untersaaten und permanenten Bewuchs arbeitet. die Gräser (zb Weidelgras) bauen extrem gut auf, und können als Untersaat verwendet werden.
Fehler wie tief Pflügen (= tiefer aus dicht durchwurzelter Raum) sind humusabbauend bzw. gareabbauend.
Verdichtungen stören extrem das Bodenleben und stoppen die Lebendverbauung.
Gerade das Pflügen in den vergangenen 3 Wochen war mehr oder weniger eine Humusverschwendung, denn die Luft wurde aus den Poren gedrängt, die Biologie steht sowieso schon und ihr wird auch noch der Lebensraum durch die Verdichtung genommen. Daher wird es im Frühjahr nur mehr abbauende Prozesse geben...



baerbauer antwortet um 02-12-2017 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@Mittermühl,

wenn du es immer grün hast, dann nutzen die Pflanzen die Photosynthese und fixieren Kohlenstoff und geben es über die Wurzeln ab.
Sie füttern damit Bakterien zb. Azotobacter. Diese brauchen Kohlenstoff um sich zu vermehren. Sie binden im Gegenzug Stickstoff und füttern die Pfanze. und so läuft der Kreislauf.

Wenn ich natürlich viel Mineraldünger hingebe, dann ist es der Pflanze egal was die Azotobacter machen, weil sie kriegt ja viel einfacher den N.
Daher, schaffe ein optimales Milieu für die Mikroorganismen und dann lass die Natur arbeiten.

Mogwai antwortet um 02-12-2017 14:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@biolix

Da muss ich mal genauer nachfragen.

Wie und womit schaffst/machst du 100% Untersaaten? Ich habe jetzt schon teilweise mit Kleeseide/müdigkeit zu kämpfen, aber was für sinnvolle Untersaaten gäbe es denn sonst noch?

2472660 antwortet um 02-12-2017 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
bio und pfluglos ist eine traumkombination, nur leider halt (ausser vielleicht im trockengebiet) sehr wenig praktiziert und auch sehr schwierig.
bin trotzdem sicher, dass humusaufbau alleinig mit kohlenstoff und gutem bodenleben nicht optimal funktioniert. die höchsten humusgehalte findet man, ganz generell gesagt, bei intensiven grünlandbetrieben (grünland=no till), also keine bodenbearbeitung und viel kohlenstoff und stickstoff aus der tierhaltung.
bei der entstehung von terra preta dürfte auch die kombination von konzentrierter organischer düngung und kohle bzw kohlenstoff eine zentrale rolle gespielt haben.
bin auch im biolandbau ein verfechter von auch oberirdischer tierhaltung......
eigene erfahrungen und auch die ertragsauswertung von div. versuchen sprechen da eine klare sprache!

mittermuehl antwortet um 02-12-2017 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@Mogwai .... Ich hab fast nur Immergrün. Ich habe im Mais und den Sonnenblumen manchgmal sogar schon Gras als Untersaat weil ich einfach hauptsächlich Gras brauche.

Dafür brauche ich den Plug auf jeden Fall weil ich viele Wechselwiese habe. Und Gras wird man ohne Pflug und ohne Gyphosaat schlecht los...

Mein Speisekürbisanbau braucht auch nur sehr schmale Streifen. Zwischen den Zeilen (alle 4 Meter) geht noch der 1. Schnitt. Bevor die Kürbise alles Überwuchern wird noch mal das Gras gemulcht. Nach der Speisekürbisernte werden die Flächen beweidet.

Immergrün hat hier eine andere Bedeutung.

Wecheslwiesen die zu Ackerfläche umgebrochen werden, werden im Winter auch als Auslauf für Tiere verwendet weil mir da die Grasnarbe und die Verdichtung nicht so wichtig ist. Dar halt nicht verschlammen.

Aber Ackerbau ist bei mir sehr untergeodnet und kann mit einem richtigen Ackerbaubetrieb nicht verglichen werden. Ich hole ein maximum an Grünfutter und Bewegungsflächen aus den Flächen.


thomas.t3 antwortet um 02-12-2017 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Wie sieht so eine Glyphosaat aus, geht da überhaupt was auf? :)

carver antwortet um 02-12-2017 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hab ich irgendetwas verpasst? Wo ist denn der ursprüngliche Fred hin?

Also:
Meine Bodenuntersuchungen wurden von der gleichen Stelle beprobt, die Probennahme erfolgte nach besten Wissen und Gewissen gleich.

Vorherige Fruchtfolge: 80 % Körnermais, 20 % Getreide
Jetzt 30 % Körnermais, 20 - 30 % KöLegu, 10 % Klee, Rest Getreide
Zwischenfrucht, wann immer es möglich ist (zusätzlich auch noch mit WD gedüngt)
keine Schwarzbrache
Grundbodenbearbeitung unmittelbar vor der Saat (konsequent mit allen Nachteilen)
Pflug wenn notwendig, Bearbeitungstiefe 17 -20 cm ("reiner Tisch" ist Unsinn)
Grubber max 10 - 12 cm
Untersaaten wenn möglich

lg carver


schellniesel antwortet um 02-12-2017 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Bravo Carver!

Wenns bei mir auch ohne wirtschaftsdünger in dem Tempo geht dann zieh ich bei 5% Humus aber schon langsam die Handbremse ;-)

Ich bin eigentlich froh wenn ich mich um Zehntel % Punkte verbessern kann wenn nur mineralisch gedüngt wird!

Wo hast du Proben lassen?

Ich bin grad dabei den Boden mit ANDERSgesehns Hilfe einzustellen und deshalb wurden heuer erstmals Proben zu Cewe geschickt.

Nächstes Jahr will ich eine untersaat mit alexklee weisklee englvraygras/Weidegras und eventuell ackerbohnen bei Mais versuchen...

Mfg



ANDERSgesehn antwortet um 02-12-2017 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Allgemeininfo, humus wird in 10 verschiedenen verfahren
ermittelt, die in grob 3 gruppen eingeteilt werden ( farb-
vergleichskarten, nasse verbrennung und trockene verbren-
nung). Jedes labor hat also eigenes verfahren und wie schon
Erwähnt soll man dadurch bei einen labor bleiben, oder beim wechsel letzte und neues labor eine geteilte probe schicken.

Humus (laborwert) ist nur eine multiplikation von "gemessenen" kohlenstoff. - humus für unsere gedankenwelt ist etwas anderes ...

Biolix,
Ich hab in letzten 18 monate von über ein dutzend felder in über 10 labore weltweit
geschickt. Da ergibt sich ein wenig überblick in
Der Sache. ,-)

@mulchsaat und humusaufbau ala regenwurmfutter ...
Da müsste horsch michael mit seinen 3000ha
In tschechei mit über 25 jahren mulchsaattechnik x-fachen humusaufbau haben. ... hat er aber nicht! (Nur mal der anstoss zum nachdenken)

Der sich mit Humusaufbau beschäfftigt kommt nicht über liquid carbon pathway hinweg....



fgh antwortet um 02-12-2017 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ja pflügen ist für den Humus das schlimmste - noch schlimmer sind Geländekorrekturen oder Rigolen.
Habe vor Jahren eine Geländekorrektur gemacht, eh sauber Humus abgeschaufelt und zum Schluss wieder aufgetragen - Verlust 1,5%

Nun ist es aber so, dass ich gerade im Holunder, wenn ich danach wieder Holunder setzen möchte, die Stöcke rausfetzen muss und anständig durchlüften. Ruhen lassen wäre ein Option, aber das dauert fast zu lange und man holt sich wieder die Wühlmäuse rein.

Die nächsten Hektar die erneuert werden, werden aber als Nachfolge mal gesichert Grünland - da kann ich ein wenig Fläche tauschen, aber halt nicht überall.
Derzeit versuchen es einige mit Tiefenlockerern und nur Stöcke entfernen, also ohne Umbruch... bin neugierig ob das funktioniert. Einige habens auch mit nur pflügen versucht, die Anlagen sind nie richtig gewachsen...

Joe_D antwortet um 02-12-2017 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
liquid carbon pathway ....was bedeutet das auf die schnelle bitte.....;-)

schellniesel antwortet um 02-12-2017 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Joe

Auf die schnelle,und man darf mich korrigieren bzw. ergänzen, geht’s um eben das was bearbauer eigentlich angerissen hat das pflanzen,jede für sich, auch wurzelausscheidungen haben welche Bakterien oder Pilze (myhorizza) „aktivieren“ die eben Nährstoffe aus dem Boden lösen bzw auch helfen aus dem Kohlenstoff den Ton Humus komplex zu bilden...

Sprich die Pflanzen gehen Symbiosen mit Pilzen die durch die Pflanze via wurzelausscheidungen versorgt werden und im Gegenzug baut der Pilz organische Substanzen in Pflanzenverfügbare Nährstoffe um.

Wie gesagt so hab ich es mir im groben zusammengereimt ;-)

Zum nachlesen im netzt findet man relativ wenig auf deutsch...

Mfg





FeSt antwortet um 03-12-2017 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Um Organic C im Boden durch
LCP "flüssiger Kohlenstoffweg"
zum Steigen zu bringen, sollte man vorher nachschauen, ob die Kohlenstoffpumpe auch wirklich volle Leistung bringen kann ??

Mit geschwächter Pumpe und kümmerlichen Leitungen an den Start zu gehen, geht da nie was voran.

Da helfen auch keine glaubensorientierten Absichten und die beste lackierte Technik nicht wirklich.

FeSt antwortet um 03-12-2017 09:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Doch @schellniesel, bei uns im
Kationenaustauscthkapazität-Forum.... ;-)

Zitat aus https://kakforum.iphpbb3.com/forum/portal.php?nxu=89181985nx62358 Liquid Carbon Pathway:

"humusaufbau ist nur über wurzelexudate möglich
der zuckerTransport von oben in die wurzeln um
das ernähren von mykorrizha ist der schlüssel.
auch dr. Ingrid hörner´s weg ist davon geprägt."

Man braucht eh nur logisch nachdenken, was für ein Element die Pflanze essentiell braucht für maximal nutzbaren Energietransport....

schellniesel antwortet um 03-12-2017 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@fest

Ja natürlich allerdings wurde das Thema noch nicht so sehr diskutiert das ich da viel mehr dazu erfahren hätte können.
Und mein Englisch is Not so good:-)

Aber das ganze ist ein weiteres Universum des Wissens das eigentlich für Praktiker so erst umgesetzt werden muss um nutzen daraus zu erreichen.

Das gewisse Begrünungspflanzen Phosphor ganz gut aufschließen können und dabei auch noch hübsch blühen ist einerseits sicherlich bekannt

Ein paar hübsche Bildchen dazu sieht man auch auf der FB Seite Passion for Farming ;-)

Mfg

mittermuehl antwortet um 03-12-2017 10:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@Joe_D Mir wurde das bei einem Grünlandseminar so erklärt. Ein Grassamen hat sowas wie einen Dottertsack (eine Energiereserve) bei sich. Man glaubt früher das er sich damit solange ernährt bis er genug Wurzeln hat. Jetzt meint man das er das aber als Einstandsgeschenk für die neue Nachbarschaft hat um so die Pilze usw. anzulocken die er für die Nährstoffumwandlung später benötigt. Uns wurde bei der Schulung auch erklärt das eine gleichzeitige Düngung/Aussaat die Pilze und Bodenlebewesen von der die Grassamen fördernden Symbiose abhält weil sie über die Düngung ihr Futter leichter bekommen. War ein Vortrag der BBK-Neunkirchen in LFS-Warth. Also nicht unbeding ein Esotherischer Verein.

2472660 antwortet um 03-12-2017 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
da sprechen (schreiben) manche in rätseln.....
wäre super, wenn ihr euer wissen ein bisschen aufbereiten könntet für eine breitere masse!

ich hab da so eine grundsatz, dass die natur von sich aus perfekt ist, perfekt funktioniert.
der mensch aber durch seinen verstand und seinen egoismus permanent in diese natürlichen abläufe einzugreifen versucht. jede form der ertragsorientierten landwirtschaft versucht irgendwie der natur ein schnippchen zu schlagen um "ertrag" abzuzweigen und für die, vielleicht viel zu hohe dichte, menschen nutzbar und auch verschwendbar zu machen.

die natur hat die abläufe zu humusauf- und abbau perfektioniert und darum würds mich wundern, ohne mich jetzt zb. mit dem LCP-weg näher auseinandergesetzt zu haben, dass diese abläufe noch zu verbessern wären, ohne dass es wieder in die richtung "schnippchenschlagen" geht, wie auch alle anderen dinge dieser art ((mineral)dünger, pflanzenschutzmittel, biokohleeinsatz, und alle möglichen maßnahmen der "modernen" landwirtschaft......)

mittermuehl antwortet um 03-12-2017 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Biokohle ..... Terra Preta .. Da war auch en Vertreter beim Grünlandtag. Eine Firma aus Österreich. http://www.sonnenerde.at/

Der hat sehr offen die dokumentierten Experimente hergezeigt. Mit vielen lachern weil da eineige Totalausfälle am Acker waren. Am Ende hatten sie ein Mischung und ein Verfahren das funktioniert hat. Die Kohle bringt nach meiner Erinnerung nur etwas wenn sie mit dem Mist kompostiert wird und so den Stickstoff aufnimmt. Das ist dann aber ein Langzeitprojekt über Generationen. Sie verkaufen auch eine Kohle die fix-fertig ist. Die wurde gleich nach der Herstellung (noch heiß) mit Gülle abgelöscht. Das Zeig ist dann aber so teuer in der Herstellung das es nur im Glashaus sinn macht. Ziegelsplitt wäre auch noch eine Zutat, die ist aber im Moment im Biolandbau nicht angeführt und deshalb nicht zugelassen. Es ist auch fraglich ob der Energieaufwand der Kohleherstelltung (CO2) den Aufwand rechtfertigt. Selber heize ich mit Holz. Verkohlte Reste bzw. Reste des Osterfeuers werden mit dem Mist Kompostiert. Aber das ist mehr eine Geisteshaltung als eine echte Anwendung weil die Mengen so gering sind. Aber ich kompostiere alles was nur irgendwie verotten kann (Mist, Mulchmaterial, Stroh, Sägespäne, Schafwolle, Asche, Holzkohlenreste,, Küchenabfälle) und verstehe meine Nachbar nicht die ihren Heckenschnitt im Wald entsorgen weil sie es um den Hof schön haben wollen.

2472660 antwortet um 03-12-2017 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
aber bei der biokohle-variante musst du auch wo (zb. wald) was wegnehmen, damit du es wo anders konzentrieren (acker) kannst, also ein nullsummenspiel fürs system....

MUKUbauer antwortet um 03-12-2017 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Den Pflug wegzulassen kann helfen muß es aber nicht
es gibt auch Pflugbetriebe die gute Humuswerte haben und das bei Arbeitstiefen von 25cm

Ich muß Dinge für mich Probieren und verstehen


Das Thema ist komplex, braucht Zeit und ich behaupte auch ein Gefühl für den Eigenen Grund und Boden


baerbauer antwortet um 03-12-2017 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@ Biokohle:
meinst ist Pflanzenkohle gemeint.
wenn ich mit Kohle Humus aufbauen muss, dann kann ich ja gleich bei der Standardmineraldüngung bleiben. Es ist halt ein neues "ökologisches, nachhaltiges?" Geschäftsmodell.

Humusaufbau zu betreiben, indem man den Acker mit Kompost zuschüttet hat meiner Meinung nach nix mit Humusaufbau zu tun, sondern ist ein gutes Modell "Kohle" zu machen.

Einfacher und billiger geht es mit damit, den Boden immer begrünt zu haben und vielfältigen Kulturen (US, ZWF, Mischkultur) bedeckt zu haben und die Netto-Photosyntheserate zu erhöhen bzw. voll auszunutzen.

baerbauer antwortet um 03-12-2017 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
das Gerät ist sekundär, es muss richtig eingesetzt werden.
flach Pflügen mit Schälpflug bringt mehr (10cm) als etwas tiefer grubbern (15cm)

Wenn die Biologie (aerob und anaerob) vermischt wird, muss der Boden jedes mal von vorne beginnen.

2472660 antwortet um 03-12-2017 12:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
hab auch schon viel probiert mit pfluglos und dauernde bodenbedeckung (bio), aber die natur scheint halt auch so programmiert zu sein, dass sie von selbst ein mischkulturensystem anstrebt...(leider halt manchmal mit anderen pflanzen, als man das selbst möchte ;-))

für mich ist grünland mit rinderhaltung die einzig wirkliche möglichkeit, humus aufzubauen und nebenbei ertrag zu generieren, aber halt auch teilweise mit zufuhr von aussen, da gehts dann schneller..... (einstreu, kraftfutter), was aber natürlich anderswo entzogen wird.

schellniesel antwortet um 03-12-2017 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@mukubauer

Natürlich darf man den Pflug nicht gernerell verteufeln...

Ich bin da irgendwie nicht mehr weitergekommen und hab halt gesucht wie man was anders machen kann...

Anreiz war für mich auch weil jeder sagte das geht nicht.

Nichts desto trotz hätte ich mich davor schon mehr für die bodenchemie interessiert wäre ich auch nicht so schnell auf pfluglos gekommen.

Alleine mit der richtigen basensättigung kann man schon einiges fürs Wasser luft bodenverhältnisse machen und damit auch das Mikroorganismen arbeiten können.

Natürlich hat bearbauer recht das beim pflügen jedesmal alles umgeschmissen wird.

Weiterer Faktor ist das ernerückstände eben vergraben werden und somit in eine Sauerstoffarme Zone vergraben werden wo microorganismen nicht leben können da sie auch Luft zum Leben brauchen.
Kak hilft aber eben nur bis zu einem gewissen Grad und mann darf auch nicht vergessen das mit Kalk auch Humus verbrennt werden kann.

Glaub den Pflug richtig eingesetzt und ohne organische Düngung kann man humuswerte Max halten aber sicher nicht aufbauen.

Mfg

mittermuehl antwortet um 03-12-2017 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Holzkohle (Pflanzenkohle) - Kompost ...... Natürlich wird die Kohle anderswo entnommen, vernichtet bei der Erzeugung viel Energie und macht CO2. Die Idee ist hat der Terra Preta nachzubauen. Die Kohle hält sich ja dann für Jahrhunderte im Boden. Nur hat sich die echte Terra Preta auch über Jahrhunderte gebildet. So etwas auf schnell herzustellen ist einfach zu teuer und auch sehr Umweltbelastend. Nur hat man sie einmal ist sie ideal für intensieve Landwirtschaft weil sie sich viel leichter vons selbst regneriert als normale Erde. Somit schadet es nicht Kohle in den Mistkompost einzustreuen.

Alles mit Kompost zuschütten..... so viel Kompost werden wir nie haben um unsere Äcker zuzuschütten. Kompost ist ideales Futter für das Bodenleben. Und da wir ja dazu neigen viel von unseren Flächen und Höfen weg zu bringen (Getreide, Feldfutter, Milch, Fleisch,...) schadet es nicht viel Kompost zurück zu bringen. Nur schnell verwertbarer Stickstoff (Gülle) wird wohl nicht reichen. Bzw. ist es mit Gülle halt etwas schwerer weil man halt fast nur Stickstoff liefert. Nicht umsonst verkaufen Biobetriebe kaum Stroh sondern ackern es wieder ein.

Kalk... halt langsam lösliche Kalke verwenden (Dolomit)



2472660 antwortet um 03-12-2017 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
mittermühl, da bin ich nicht ganz deiner meinung-im kompost ist fast der ganze kohlenstoff abgebaut (wo käme die energie für die hohen temperaturen in der miete her??) und fehlt den bodenlebewesen als treibstoff (wie es der regenwurmpapst bauchhenns formuliert), ist bei biogasgülle ähnlich, da ist auch viel kohlenstoff weg.


mm. ist der beste weg, den wirtschaftsdünger möglichst frisch auszubringen (weniger lagerverluste, absolut aerobe umsetzung ohne aufwand wie belüften oder wenden, noch fast der ganze kohlenstoff vorhanden, hohe aktivität im boden)

FeSt antwortet um 03-12-2017 14:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@mittermuehl
Zu starke Kalkung macht eben genau das hierfür essentielle Bor unverfügbar, also keine Voraussetzung für hohe "Netto-Photosyntheserate" gesunder leistungsstarker Pflanzen wie es @baerbauer schon richtig beschrieben hat.

@2472660
MC Kompost
Microbielle Carbonisierung
Ganz umsonst werden wir dafür nicht noch eine eigene WA Gruppe haben. ;-)
Obwohl dein Gedanke über die Flächenrotte ist auch nicht verkehrt....

mittermuehl antwortet um 03-12-2017 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@2472660 .. .Heißrotte ... hat alles vor und Nachteile. Durch die Hitze werde auch die Eier der Darmparasiten verringert die man mit Frischmist gleich wieder ausbringt. Am Acker egal. Aber am Grünland für mich halt ein Thema. Ich kompostiere auch Muchgut von einem Absammelmulcher. Der holt alles von den Weiden was die Tiere nicht gefressen haben. Ampfer und dergleichen. Und und die Samen werden in der Heißrotte auch reduziert. Ich bin sehr Heu-Gras-Weidelastig. Richtige Ackerkulturen sind bei mir etwas untergeordnet. Letzes Jahr hatte ich etwas Schwarzhafer, Sonnenblumen, Mais, Speisekürbise... Gerade soviel das ich den Ackerstatus erhalten. Mit meiner Grünlandlastigkeit (wird alles am Hof verbraucht) fällt es leicht eine positive Humusbilanz zu haben. Wirklich Ackerbauern haben es da schwerer.

@FeSt ... zu viel Kalk macht "reiche Väter und arme Söhne" und ist immer falsch. Mit langsamen Kalken wie (Dolomit) usw. ist der Eingriff für die Bodenlebewesen aber eine schonender an den sie sich langsamer anpassen können.. Ich hab einen kalkarmen Auboden

Hier ein schönes und noch kostenloses Werkzeug. Ich rate die persönliche Bodenkarte auszudrucken. Es ist nicht klar ab der Server wo die Karte liegt erneuert wird. Auch praktisch wenn man Grund pachten oder kaufen will.

http://gis.bmlfuw.gv.at/eBOD/frames/index.php?&146=true&gui_id=eBOD



schellniesel antwortet um 03-12-2017 16:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mittermuehl

Die Karten kann man hierzu kaum gebrauchen...

Bodenproben mit kak und man weiß welcher Kalk hingehört und welcher ausgetrieben werden muss!

Es kann unter Umständen sogar seinndas trotz passenden (hohen) ph wert gekalkt werden muss....

Ich z.b muss einiges an Gips auf die Flächen bringen um mg zu senken.

Bringt Mehr Luft in zwischen den tonkolieden-mehr Mikroorganismen usw

Mfg


mittermuehl antwortet um 03-12-2017 17:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Der Boku-Vortragende hat die Karte empfohlen. Weil nach seiner Meinug die Bodenuntersuchungen genauso ungenau sind. Mit irgendwas muß man arbeiten. Die einen mit Heuuntersuchungen. Der nächste mit Bodenproben. Ich halt mit der Karte. War nur eine Anregung.


schellniesel antwortet um 03-12-2017 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@mittermuehl

Ich habe einen 1.4ha Acker auf drei stellen beprobt weil ein Teil ein wiesenumbruch war und der Acker aus 4 Feldstücken zusammengewürfelt ist und aufcdem Feld ziemliche Variationen was Bode schaffenheit gibt.

Anders als bei der offiziellen Beratung probt man nach Kinsey (andersgesehen) nicht mit mischproben sondern man nimmt representative stellen des Feldstückes her!

Auf dem feldstück ist es anhand der Proben deutlich sichtbar die Unterschiede der Bewirtschaftung obwohl geologisch gesehen der ein und selbe boden ist.

Wir haben auch gerade die Diskussion im Passion for Farming Forum warum bei zwei nebeneinander liegenden feldstücken derartige Unterschiede beim CA-Ak entstehen konnten...

Also so ungenau sind Bodenproben sicher nicht!
Wichtig immer das selbe Labor verwenden!

Mfg

mittermuehl antwortet um 03-12-2017 19:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@ schellniesel ..... Bist du besuchbar? Ich lasse mir gerne was sagen und zeigen.

Natürlich wird es unterschiede durch die Bewirtschaftung auch geben. Ich wandere ja auch mit kleinere Ackerflächen über ein 5 ha Stück und wandle es am Ende wieder in eine Wechselwiese um..

schellniesel antwortet um 03-12-2017 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Nein ich bin nicht buchbar:-)

Uuuppps da hab ich mich verlesen:-))

Du willst mich besuchen! Nun ja wie unten geschrieben steh ich da auch noch ganz am Anfang und so ganz viel zu sehen gibt’s noch nicht;-)
Aber auf a tratscherl gern;-)

Der Kopf des ganzen ist der User @andersgesehen der sich ein eigenes Forum über bodenfruchtbarkeit gegründet hat.
Er arbeitet mit den Erkenntnissen von dr albrecht und Neal Kinsey.
Und natürlich auch mit anderen Erkenntnissen zur Steigerung der bodenfruchtbarkeit.
Liquide Carbon pathway, Gewürze zur Begrünung,usw


Ich bin grad dabei all das zu lernen.
Seit Frühling des Jahres bin ich beim anders in Lehre;-)

Fürs erste wäre das Buch „hands on Agronomie“ von Neal Kinsey zu empfehlen.

Mfg

FXST antwortet um 04-12-2017 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Gut versorgte Pflanzen geben circa 70% ihrer Photosynthese-Produkte über die Wurzeln an den Boden ab, um die Mikroorganismen zu ernähren, die sie wiederum mit Nährstoffen versorgen. Über diesen ‚Liquid Carbon Pathway‘ baut die Natur circa 95% ihres Humus auf. Nur circa 5% erfolgt über den Umbau von abgestorbenem Pflanzenmaterial. Es ist der effektivste Weg, CO² im Boden dauerhaft und nutzbringend zu speichern. (Dr. Ingrid Hörner)

https://www.youtube.com/watch?v=kEyNKjhaNyg

https://www.youtube.com/watch?v=PtuwsauVvl8

2472660 antwortet um 04-12-2017 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
interessanter vortrag vom näser!
nur auch da wieder der umkehrschluss: wenn der waldboden und das grünland mit grasfressern das optimum an humusrelevanten faktoren darstellt, steigen auch hier die humusgehalten nicht unbegrenzt-wenn da von steigerungsraten von bis zu 1%/jahr die rede ist, müssten viele waldböden schon fast ausschließlich aus humus bestehen....
....und die ausscheidungen der wiederkäuer auf der weide sind doch der allerfrischeste, unkompostierteste organische dünger überhaupt (im sinne der frage nach der wirtschaftsdüngerbehandlung)-
bestätigt meine theorie: "je frischer, desto besser!"

biolix antwortet um 04-12-2017 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mahlzeit !

Endlich mal eine Diskussion hier, die wirklich die LW weiter bringt.. ;-)

@mogwai
Kleeseide kommt leider auch schon in unserer Gegend vor, daher höchste Sorgfalt beim Rotklee Saatgut, wir versuchen das seit Jahren und haben noch keine Kleeseide Pflanze in unseren Beständen gefunden.
Zu den Untersaaten, haben wir im Jahr 2000 mit 5 kg Weißklee begonnen zu 100 % unter zu säen, er ist selbst verträglich und kommt bei uns auf allen Wiesen vor. Je nach Verfügbarkeit von Bio Saatgut, haben wir dann weiteren Mischungspartnern begonnen, mit Gelb und Inkarnatklee... vor 4-5 Jahren kamen dann noch Gräser dazu... da kann ich die DSV Öko Mischungen empfehlen

https://www.dsv-saaten.de/oeko/untersaaten/

im besonderen die M2 da hier kein Rotklee dabei ist, weil ich sonst auch bedenken wegen Kleemüdigkeit hätte...

Wir bauen ja als Viehhaltender Betrieb Rotklee jedes Jahr an, ebenfalls als Unterssaat, daher wäre Kleemüdigkeit nicht so gut.. aber ich merke noch keine...

2 neue Dinge gibt es noch, ( sonst postet Siegfried Fotos, das es nicht 100% Untersaaten sind, sondern nur 90% ;-) ) seit 3 Jahren bauen wir wieder Bioerbse oder genauer Peluschke an, davor bau ich extra eine Begrünungsmischung an, die eher zehrend und abfrostend ist. Meistens mit Leindotter, Kresse, Senf, Phacelia etc. ... alles was wir so selsbt zu hause habe.
Und auf 2 Hektrar mach ma gerade einen Stoppelhobel Versuch, da haben wir Ende Oktober gehobelt, da kommt nächstes Jahr auch Peluschke.

Der ganz große Vorteil den ich sehe bei den Untersaaten, ist die völlige Gründecke bei der Ernte im Herbst. Kein Anbau von Begrünungen mehr notwendig. Sogar im heurigen extrem trockenen Jahr, bei je 15 mm Niederschlag im April und Mai, waren sie Flächendeckend vorhanden.
Ich fahre dann bis ins Frühjahr wo Sommerungen angebaut werden, nicht mehr drüber. Außer klar, Strohabfuhr oder eine Mistgabe. Die Befahrbarkeit ist natürlich ein Traum, und auch in nassen Jahren, wo andere neben uns 2-3 mal stecken geblieben sind mit dem Mähdrescher bei der Ernte, hatten wir vielleicht auf 5-10 Meter wo eine 20-30 cm tiefe Spurrinne..
Im Frühjahr natürlich die nächste Freude, keine Abschwemmung, wo her auch, frühere Befahrbarkeit würde ich nciht sagen, das ganze wirkt wie ein Schwamm und speichert auch länger. Daher gehe ich da lieber noch Golf spielen und lass mir seit ein paar Jahren lieber noch eine Woche mehr Zeit, bevor ich das erste mal rein fahre.
Wenn ich wieder mal checke, wie hier Bilder zu posten gehen, stell ich mal Bilder rein, wie diese Ausgewinterten Kleegrasmischungen bei uns aussehen, und eben auch die Nachbarfelder, die teilweise arg abgeschwemmt sind, und wo das Wasser noch steht, wo es bei uns schon lange weg gesaugt wurde,

@carver
Das war kein Seitenhieb an dich !! Ich gratuliere dir zu deinen Humuswerten, du machst das sicher gut, nur sollte man das wissen, das die offizielle Messmethodik umgestellt wurde, udn da jetzt höhere Werte raus kommen, und vielleicht irgendwo vortäuschen es ist eh nicht so schlecht, bzw. es wird sogar besser...




biolix antwortet um 04-12-2017 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@2472660 ( puh a schwere Nummer zu merken.. ;-) )

mal danke das du diesen threat begonnen hast. eine echte Wohltat.. ;-)

Mit den "pfluglos und leichter in Trockengebieten" hast du vielleicht sogar ein wenig recht.
Doch und mit Waldvioertler/Allentsteiger Klima als Trockengebiet zu vergleichen, wäre mal zu weit her geholt. Aber ja , wir tun uns jetzt leichter seit dem es ein wenig trockener geworden ist die letzten Jahre. 2000 schätze ich mal hatten wir noch 550 -650 mm Niederschlag im Schnitt, die letzten Jahre so zwischen 350 und 450 schätze ich mal.. muss mal bei der Hagelversicherung nach sehen.
Zu Beginn gab es auf staunassen Äckern schon ein Quecken "Problem". Klar war ich auch sehr auf Minimalbodenbearbeitung aus, max. 3 Überfahren. Heute und bei dieser Krümelstruktur, und ohne Walze als Nachläufer ( auch sehr sehr wichtig um die Krume nicht zu zerstören ) stören mich 3-4 Liter Diesel mehr pro Hektar und eine Überfahrt mehr mit dem Kulti nicht mehr.

Wo ich dir voll Recht geben, ist die Mistkompostierung, ( andere Kompostierungen sehe ich da nicht so kritisch ) aber wir könne ja irren, aber ich bin da voll bei dir. Wollte unseren Mist auch mal beginnen zu kompsotierren statt nur einmal umzusetzen und 3-4 Monate mit einem Kompost Fließ abzudecken, Was hat mich daran gehindert ?!
Der Arbeitsaufwand, der Energieaufwand und wie du richtig schreibst die VErluste !
Somit bleibe ich bei der "Flächenkompostierung" des Mistes entweder direkt ausgebracht vom Misthaufen und aus den TRieflaufställen , mindesten 3-4 Monate abgelagert, oder eben aus den abgedeckten Feldmieten, der Mist ist natürlich eine Stufe höherwertig kommt mir vor, bzw. ist er feiner und geht schon Richtung Kompost... hat aber auch schon etwas verloren, ist aber vielleicht Bodenleben verträglicher.

Sonst haben hier schon so viele wertvolle TIPPS gegeben, mich würden noch so viele Dinge interssieren, schön das anders mit gelesen hat, ich glaub ihm alle 18 Humusmessmethoden ;-) und auch sonstiges wissen..Hab viel chemisches von dir gelesen, hoffe aber auch das es was anderes auch zu beachten für dich gibt, aber super.. will vom Horsch Betrieb mehr wissen, der leider noch nicht bio ist, oder ? Und super auch was schnellniesel macht, drum bin ich ja so enttäuscht wenn er echt Angst hat das es nicht ohne Glypho geht..
amn hört sich vielleicht abends.. da gibts noch so viel zu schreiben und zu diskturieren, das sich auch lohnt zu besprechen !

lg Biolix

p.s. eines liegt mir noch sehr am Herzen, Humssteigerung geht meiner Meinung nur, mit den Dingen die ihr schon angesprochen habt, aber eines hat mir gefehlt, die Befahrbarkeit der Böden ( man kann sooo viel mehr zerstören ) udn die Achtsamkeit was geht darin vor, bzw. wie schaut mein Boden aus. Seit dem ich auf dem Traktor immer einen Spaten mit habe, steige ich viel öfter ab, bzw. fahr ich gar nicht mehr rein, bevor ich nicht eine Spatenprobe gemacht habe. Und da sieht man doch fast alles.. und ja ich schaff es in nassen Jahren auch nicht immer, das der Bearbeitungshorizont nicht mehr klabt.. aber immer öfter..;-) Und ja es gibt einfache Test eure Krümelstruktur zu testen, und den einfachen Schlemmtest mal zu machen... das bringt uns dann wirklich weiter...

mittermuehl antwortet um 04-12-2017 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mir ist schon klar das Flächenkompostierung einfacher ist und weniger Verluste hat. Aber ist die Reduktion von Parasiten und Unkautsamen im Mist durch eine Heissrotte für euch kein Thema? Reduziert ja den Wurmdruck im Stall und den Unkrautdruck am Acker auch.

2472660 antwortet um 04-12-2017 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
uv-licht macht auch vieles tot und unkräuter gibts eh nicht.....

wir haben 1000mm niederschlag, da schaut vieles ganz anders aus, mit vor- und nachteilen....
wir betreiben schon über ein jahrzehnt abgestuften wiesenbau und da sind die humusgehalte, so man den untersuchungen glauben kann (CEWE), bei den intensiven wiesen bei 6-8% (nahezu ausschließllich verdünnte gülle, pH um 6) und bei den extensiven (keine düngung, nur 2 schnitte, ph um 5) bei 2,5 bis3%. magnesium stark erhöht, weil granitverwitterungsboden (lehmiger sand), kalium und phosphor auch sehr hoch (D, E) weil viel wirtschaftsdünger auf den intensiven flächen, A und B auf den extensiven.
und interessanterweise auf beiden nutzungsrichtungen sehr zufriedenstellende pflanzenbestände.

baerbauer antwortet um 04-12-2017 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@mittermuehl
ein garer (lebendverbauter) und nicht rückverfestigter Boden gibt den Unkräutern keinen Keimreiz und daher keimen diese dann auch schlechte. Wir haben so viele Samen in unseren Böden, damit es für unser Enkelkinder reicht.

biolix antwortet um 04-12-2017 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mittermühl als Bio Bauer hat man keine Angst vor Beikraut...:-) Spaß bei Seite, vielleicht kannst du dir die Antwort selber geben wenn ich dir eine Frage stelle: wie viele Beikraut Samen hast du im Boden der schon überwintert hat, bzw. der aisgesamt und überwintert hat, und der sowieso wieder kommt wenn du etwas falsch machst bei der Bodenbearbeitung ?

Danke baerbauer !

Apropos Unkräuter, es wird immer nur von den Abschwemmungen gesprochen, ich will schon keine Verschwemmungen mehr in unserem Bodengefüge erkennen..warum wohl ?

2472660 antwortet um 04-12-2017 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
bin bei der begrünungsvariante mittlerweile auch eher bei der selbsbegrünung angelangt, als irgendwelche fertigen mischungen zu kaufen-und wenn man dem näser seinen aussagen glauben schenkt, gar nicht so verkehrt, da kommt sicher immer das, was der boden grad braucht ;-))
...uns billiger ist auch, da kann man sich sogar 2x ansäen leisten....

biolix antwortet um 04-12-2017 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hallo 247636

Tschuldigung bin schon am Handy..

Du, jetzt fällt mir aber ein , bei deinen 1000 mm ist es ja noch wichtiger pfluglos zu wirtschaften, du brauchst die Speicherfähigkeit ja umso mehr zum aufnehmen.. bzw. Dann so eine gute Krümel Struktur zu erreichen das nix Verschwemmt...

Für dich wären Untersaaten bei den Niederschlägen eine tolle Geschichte meine ich..als konvi kannst du.dir das schwer vorstellen, oder ?

2472660 antwortet um 04-12-2017 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
sinnerfassendes lesen schadet auch einem biolix nicht-gell.......
du kannst mir viel unterstellen, aber nicht, dass ich konvi bin ;-((

mittermuehl antwortet um 04-12-2017 15:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@bilox .... Die Frage war ja ob die Vorzüge der Heißrotte für euch unbedeutend sind. Für mich sind sie wichtig.

Durch meine Prioritätenliste kommt es automatisch zu gewissen "Bewirtschaftungsfehlern". Die versuche ich halt best möglich auszugleiche. Mein Schwergewicht liegt auf Einstellpferden in einem Biobetrieb. Das ganze in einer 365 Tage Weidehaltung. Das ist ein primäres Produkt das ich anbiete. Und um das herum muß ich wirtschaften. Bedeutet oberflächliche Bodenverdichtung. Starker Unkrautdruck weil die Pferde sehr selektiv fressen. Wenn man da nicht dagegen hält hat man nur Ampfer und Melde.

Dazu gibt es etwas Ackerbau (Hafer, Mais, Sonnenblumen auf meist sehr zerstörten Winterweiden, und Kürbisanbau auf den Heißmistrotten (2-3 t pro Jahr)

Parasitendruck ist bei Pferden auch ein Faktor.

Dafür verläßt kaum Biomasse (4 Tonnen Getreide, 2 Tonnen Kürbis, 500 Liter Apfelsaft, etwas Gemüse) den Hof. Sonst bleibt alles hier und wird über die Pferde vermarktet. Ein paar Schafe gibt es auch noch.

Und ich bin so Flach (eine Schüsselboden) das nichts abgeschwemmt werden kann. Bei Starkregen bekomme ich was dazu. Und das in einer Bergregion.

Somit nicht die klassischen Problem einer normalen Landwirtschaft.





2472660 antwortet um 04-12-2017 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
beim ampfer schwören manche kurzrasenbetriebe (und auch teilweise die beratung) darauf, den ampfer einfach reif werden zu lassen, dann ist die altpflanze geschwächt und hat ihre aufgabe erfüllt und stirbt früher ab,, als wenn man sie immer wieder vor der samenreife mäht. die samenvermehrung muss halt durch intensives beweiden und eine dichte grasnarbe hintangehalten werden.
andere möglichkeit wär, die weiden öfter und früher zu mulchen, damit der samen nicht keimfähig ist und dann hast du auch eine aerobe rotte an der oberfläche ohne kompostieren und hast so mehr kohlenstoff fürs bodenleben.

schellniesel antwortet um 04-12-2017 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Biolix

Ich will die tollen Beiträge hier nicht wieder mit glyphosat anfangen!

Nur soviel dazu du hast mich nicht richtig verstanden oder ich mich scheinbar dir gegenüber nicht deutlich genug ausgedrückt!

Ich behaupte nicht das es ohne glyphosat nicht geht!

Mich stört die Situation derzeit mit diesem „Bad campaining“ über diesen Wirkstoff!

Wenn er verboten würde wärs mir Jz schon lieber als dieses schlechtreden und profilieren!

Ich glaube mit Max 2-3l ha alle drei Jahre ist das eine überschaubare Menge.

Wenn es wegfällt ist es nicht anders als Jz.
Bereits Jz Feile ich daran darauf zu verzichten.

Es fehlt halt ein einfaches Instrument für diese Wirtschaftsweise!

Ich finde es mühsam sich ständig rechtfertigen zu müssen ein völlig legitimes und zugelassenes Herbizid zu verwenden.

Ich verwende ja andere auch die wesentlich bedenklicher sind.

Genug über glyphosat;-)

Wie gesagt untersaaten und ständige Begrünung sind mein parallel Projekte zum einstellen der Kak und zum aufdüngen der fehlenden Nährstoffe.

An 24....60 ampfer lässt sich mit richtiger Kak auch eliminieren!!

Mfg


2472660 antwortet um 04-12-2017 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
vielleicht stellt mal wer was rein, wo und zu welchen kosten man die kak-analyse machen kann und wie die bodenproben dazu richtig gezogen werden

und das thema untersaaten sehe ich ähnlich der selbstbegrünung bei der zwischenfrucht-wenn was kommen will, kommt eh das richtige von selbst und wenn die kultur sich super entwickelt, kannst dich mit einer untersaat auch vergeblich abmühen, die wird sowieso nichts gscheites. lieber von haus aus eher in mischkulturen gehen, wenns futter wird (wintererbsen ins wintergetreidegemenge, erbsen ins sommergetreidegemenge,....), dann hast du die viel von den wichtigen dingen abgedeckt...

biolix antwortet um 04-12-2017 17:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hmmm 2472..mit Sinnerfassung hat das nicht viel zu tun, hast du's echt wo geschrieben ?!
Ja dann ist es eh super und Untersaaten doch eine Option .. :-)

mittermuehl antwortet um 04-12-2017 17:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@2472660 ... Ampfer reif werden lassen ging bei mir nach hinten los... Wie haben im Moment einen Absammelmulcher der kurz vor der Samenreife alls weg holt was ich nicht mehr ausstechen konnte. Das Mulchgut geht dann in eine Heißrotte. Da gehen dann auch Mistreste vom Kurzrasen mit.

Mein Dauergrünland ist o.k. Aber die Wechselwiesen sind überbeweidet. Habe dieses Jahr eine besondere Ampferfläche nach 5 Jahren umgebrochen, die rausgearbeitete Wurzen abgesammelt, Hafer angebaut, nach dem Dreschen im August gleich wieder eine Wiese angelegt. Im Frühgling wird die Wiese noch mal nachgesäht. Dann geheut. Im Jahr drauf wieder eine Weide. Bei einer anderen Fläche hab ich umgebrochen, Mais angebaut mit einer Gras Untersaat. Nächstes Jahr gehe ich noch mal mit eine Nachsaat drüber. Nicht gerade eine normale Fruchtfolge. Aber zum einem möchte ich den Ackerstatus erhalten. Zum anderen brauche ich jede Fläche als Bewegungss und Weidefläche. Deshalb Wechselwiese alle 5 Jahre für eine Kultur (Hafer, Mais, sonnenblumen) umwandeln und dann wieder Gras.

Alles noch unter Bioauflagen... als Landwirtschaft ...

Vollmilch antwortet um 04-12-2017 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Was spricht denn gegen Untersaaten im Konvi - Bereich? Das wäre nämlich mein nächster Versuch...

LG Vollmilch

biolix antwortet um 04-12-2017 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mach's... Hab immer nur von konvies gehört wegen den PSM Einsatz danach bzw. davor.wird die Untersaat oft nichts

Andreas..passt...nur du brauchst.solche Ausdrücke wie mfj doch nicht
..

Aber danke für deine Zusammenfassung für die oben..
Ihr wisst was das Wurzelwachstum macht wenn leicht löslicher Handelsdünger.dazu kommt ?
Nach Bodenexperten, stellt dieses Wachstum fast ein inkl..veingert dir Wurzelausscheidungen.. nur zum Nachdenken...

Vollmilch antwortet um 04-12-2017 18:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
... Als Konvi MUSS man aber nicht in jedem Fall chemisch synthetische PSM verwenden. ;-)

LG Vollmilch

biolix antwortet um 04-12-2017 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Gut so.. bei uns hört man im allgemeinen, das geht nur bei Roggen..

Dann hoffe ich du kannst ein.paar Tipps hier gut verwenden... :-)

Ja und Mittermühl ich mag eigentlich keine Prozesse die in der Natur nicht vorkommen... Umso näher und mit Dr Natur arbeiten, umso Zukunftsfähiger werden wir wohl werden, ist meine bescheidene Meinung...

Vollmilch antwortet um 04-12-2017 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Bei uns gibt es Biobauern, die bauen Mais, Weizen, Gerste,... an und kommen auch ohne chemisch synthetischen Pflanzenschutz aus. Wieso sollte das nur bei Roggen gehen?

LG Vollmilch

biolix antwortet um 04-12-2017 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Oje.. OK.. ich spreche das nach was unsere konventionellen sagen..was bei Bio geht weiß ich glaube ich sehr sehr gut... :-)

ANDERSgesehn antwortet um 04-12-2017 23:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@biolix,
lasse deine persönlichen Anfeindungen (wie damals hier) einfach.

Wie @fxst schon von hörner reinkopiert hat,
90% des humusaufbau geht nur über wurzel-
Ausscheidungen. die pflanze braucht die
Voraussetzung (die richtigen Nährstoffe im
idealen Verhältnis) um überhaupt das c-Atom
in den boden zu pumpen zu können.

ich habe Bodenproben liegen da ist der humus-
gehalt von 3,0 auf 4,2% innerhalb weniger Monate
gestiegen, weil, wie der Landwirt selbst sagt,
den horsch-grubber verkauft hat und die
Bodenbiologie eingestellt hat.

@Ampfer
ich hab ihn mit eingestellter bodenchemie verdrängt.
kippt mal eine 1kg Branntkalk zur ampferpflanze ...

@mittermühl + Bodenprobe
such mal im Forum nach Bodenprobe



biolix antwortet um 05-12-2017 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Lieber Andersgesehn !

Hast du echt etwas wie eine persönliche Anfeindung hier gelesen ? Wenn ja entschuldige ich mich, wollte ich nicht ( wars der Satz mit dem chemischen denken ?! ).. und wie damals kanns
nicht sein, denn siehe deine letzten 18 Monate, du hast ja eine tolle Entwicklung genommen und das finde ich super !

Auch bedanke ich mich bei anderen, siehe an den threat beginner, kommt zwar wenig zurück oder sogar das Gegenteil, aber macht nichts.. also ich will hier mit niemanden eine Feindschaft, nur erwarte ich mir ein paar Funken Ehrlichkeit von manchen, z.b. wenn ich merke, der möchte so Fragen nicht beantworten, wie " Werden bei Euch die Böden besser oder schlechter in der Umgebung mit 60-70% Mais in der Fruchtfolge"... Also auf einen fachlichen Austausch , danke !

Was meinte ich mit dem "Chemischen denken oder gibts noch andere Dinge"...
Ok ich nenne es ab jetzt Nährstoff denken, und meine Erfahrung jetzt über 20 Jahre und intensiver Beschäftigung des Bodens seit dem Jahr 2000 wo ich Friedrich Wenz kennen lernen durfte, einen "Weite Reihe Betrieb" in Deutschland und einen mit Häufelplug.
Komme ich zum Schluss, bzw. hab es bis jetzt so umgesetzt bei uns, dass alle Böden verschieden sind, und die Natur sehr wohl weiß wie es am besten geht.
Ok du willst noch best möglich dabei unterstützen, verstehe ich auch, aber ich will eigentlich nicht wieder mit Spurenelementen oder anderen Nährstoffen die von weiß Gott wo her kommen, auf unsere Biofelder bringen. Denn ich bin überzeugt, und sehe es ja, wenn ich es so mache wie gehabt und im kleinen weiter verbessere ( eben nicht mehr zu feucht rein fahren, Verdichtungen auch auf 8 cm tiefe vermeiden etc,. ) macht Mutter Erde unser Boden der eben kein 100 er Boden ist, das Beste daraus. Inkl. will ich Pflanzen in die Begrünungsmischungen die Phospor erschließen, wir haben genug in den Böden die nächsten 1000 Jahre... das ist mein Ansatz, ohne Zuführung von Stoffen.
Denn ich bin überzeugt das in Regenwurmscheisse, denn so haben wirs von Prof. Bauchhens gelehrt bekommen, alles drinnen ist was die Pflanze und ihre Wurzeln braucht.

Zu deinem Satz oben mit Humussteigerungen von 1% in einem Monat und Horsch Grubber verkaufen, komm ich grad nicht mit.. wie war das gemeint, und meinst du dann nicht, das die zugeführten Stoffe die das Institut auch vorgeschlagen hat auch die Messmethode dann beeinflusst und mehr heraus bringt ?
Bodenbiologie einstellen finde ich gut, hast du dich auch beschäftigt was sie aus dem Gleichgewicht bringt oder sogar schädigt, siehe Pflügen oder den Einsatz von Gülle und leicht löslichen Handelsdünger? ich finde da muss man zuerst ansetzen, da wird heute noch in 90% der Fälle das meiste zerstört...

Liebe Grüße, schönen verschneiten Tag..
biolix

2472660 antwortet um 05-12-2017 09:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
der fred zum thema bodenproben ist echt lesenswert (der war im sommer thema, da hab ich nicht viel reingeschaut...)

ganz klar ist für mich auch, dass jede kulturpflanze andere ansprüche an nährstoffe hat und da sehe ich keine "biosünde", wenn man die versucht, im rahmen des möglichen, auszugleichen. wenn ich zb weiss, diese kultur braucht mehr natrium, ists doch absolut sinnvoll, dieses natrium zu ergänzen und dann funktionieren plötzlich viele andere, für bio sehr entscheidenden, abläufe auch (konkurrenzkraft gegen beikräuter, verpilzung...).

kenne mich bei den rationen für milchkühe besser aus als bei der düngung (aufs feld kommt, was bei den kühen hinten rauskommt und ein bisschen kieserit im frühling und dann und wann mal kohlensaurer kalk), aber für eine funktionierende milchviehration ist es oft entscheidend, ob du zb mais oder getreide als stärketräger einsetzt, obwohl beide nach der herkömmlichen futteranalyse den gleichen stärkegehalt haben-nur die stärkeverbindung und damit die abbauraten in der kuh sind ganz verschieden und so ähnlich kann ich mir das bei der methode vom "anders" auch vorstellen

FeSt antwortet um 05-12-2017 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
https://www.landwirt.com/Forum/537702/Bodenproben.html#537903
der Link zu Bodenprobenthread

Zum Beispiel auch gestern auf der Lambacher Ackerbautagung:
Kastenhuber sagt auch, dass man konventionell Spitzenerträge ohne Fungi ernten kann.

FeSt antwortet um 05-12-2017 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@ANDERS, zwecks Humus, meinst wohl die BP aus WA Gruppe.



 

ANDERSgesehn antwortet um 05-12-2017 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
lieber biolix

da war ich nicht gemeint. du kratzt immer in "alten"
wunden, und irgendwie hast du auch Freude daran.
zb. glypho. - besinne dich auf DEINE stärken, und
dann ist es in Ordnung.
- nicht in 18 Monate ist mein wissen gewachsen ... ;)
- keine sorge ich kann es ohne glypho auch "echte"
direktsaat
- auch ohne p-Düngung bring ich bei körnermais
spitzenerträge an die Öffentlichkeit.
- 10,5t Wintergerste ohne fungizideinsatz geht auch
- ....
- mit dem wissen das old wenz verbreitet hat, erleidet
man Schiffbruch, weil er "technikgeil" war und ein paar
essentielle Zerealien nicht vermittelt hat. ich nimm´s
ihn nicht übel, aber Sohnemann wenz braucht ja auch
aktuell einen Mentor und ist selbst (noch) keine wissensleuchte.

eins ist klar biolandwirte haben scheu davor, beim
wort "bodenchemie", aber es ist die natürlichste Sache
der welt und grenzt nicht Biobauern aus. sondern es
gibt schon genügend biolandwirte die die Wichtigkeit
erkannt haben und (derzeit noch) wie ein Rezept
abarbeiten. es sind am weg es zu verstehen lernen.

@mittermühl
ja so ähnlich. - zb Natrium ist bei Zuckerrübe, roggen, gerste
als düngeempfehlung (wenn nicht ausreichend im boden vorhanden)
ausgewiesen und wird bei selbiger probe bei Weizen, dinkel usw
nicht angeführt. Natrium ist sicher nicht an erster stelle der
prioritätenliste, wie die bodendüngung ergänzt werden soll.
- die Landwirte die wenz gefolgt sind, steinmehl verwendet haben,
haben ein Ungleichgewicht geschaffen und sind derzeit fleissig
am korregieren, eine blinde Empfehlung bringt so etwas ans
Tageslicht. dein Kieserit kann richtig sein oder auch nicht,
(hoffentli) ist Magnesium für deine böden gut, wenn´s der
schwefelanteil von Kieserit ist, dann solltest du auf elementaren
schwefel oder vllt mit anderen Nährstoff in Kombi mit S wechseln.



biolix antwortet um 05-12-2017 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ja, passt anders...

aber du gehst nicht ein, auf das was ich gschrieben habe, ob du es verstehst warum ich so denke, oder was falsch daran oder sogar gut sein könnte,... ja und ich weiß das bios jetzt schon diesen Weg mit den Spurenelemente gehen und mit EM etc....

Was Wenz betrifft, jetzt klingst du abgehoben, also ich war froh das vor 17 Jahren "wenigstens" so einer da war, und das jeder kein optimales System hat, oder auch Nachteile, siehe meine Schmierschicht auf 8 cm, das weißt du wie ich, aber deswegen etwas abwertendes z.b. zu schreiben, das würde ich nicht so..

Und zu Glypho etc. , ich finde es einfach auch in jedem seiner Verantwortung sich über diese Gifte Gedanken zu machen, ich kann nicht so sein wie ein Biobauer Riiitsch der meint man darf nicht "besser" sein als andere, schon gar nicht wenn er dann nicht sagen kann, warum KonsumentenInnen sein Bio kaufen sollen um einen höheren Preis .

Das mit dem Wenz und Steinmehl, kannst du das näher erklären, liegt es an dem zu feinen Material ? Wir haben es 2 Jahre im Stall verwendet im Tiefstreu, jednen Tag 1-2 kg drüber gestreut, die Fliegen wurden seit dem deutlich weniger... haben jetzt kein Fliegenproblem mehr die letzten 4-5 Jahre, daher auch kein Steinmehl mehr.. man sieht es ist gar nicht so schlecht wenn man nicht alles zukauft und mit macht... ;-)

schellniesel antwortet um 05-12-2017 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Biolix

Irgendwie hast du dieses Verständnis für konvi Betriebe verloren?!

Ich weiß nicht was dich stört daran wenn anders zeigt und auch beweisen kann das mit dem richtigen Nährstoffeverhältnis im Boden einiges an psm gespart werden kann oder sogar ganz verzichtet werden kann.

Das muss auch für dich auch der richtige Weg sein für Die konvi Landwirtschaft.

Das nix von heut auf morgen geht brauch ich dir nicht erklären.
Der Unterschied ist das konvi Betriebe eben synthetische Absicherung verwenden dürfen.

Und nur annähernd auf das Level zu kommen das uns anders Zeigt braucht es eben ein paar Jährchen.

Was die Frage mit den 60-70% Mais angeht....

Ich denke sie war an mich gerichtet..

Ich kann’s dir nicht sagen ich betreibe keine Spionage und werde auch keine Probe auf fremden Grund ziehen.

Die schlechteren humusgehalte habe ich auf den Flächen die 10 Jahre verpachtet waren und alljährlich KMais stand...
Und „ordentlich“ gepflügt wurden...
Zufall oder nicht?? Keine Ahnung?

Aber wenn alles so eitel Wonne wäre in meiner Umgebung bzw im besonderen bei mir hätte ich nicht vor gerauber Zeit alles auf den Kopf gestellt!

Ich hab wahrlich nicht die Betriebesgröße wo es wirklich relevant ist wie ich Wirtschafte allerdings erfüllt es einem schon mit etwas stolz wenn man als einziger weit und breit eine DS Kultur stehen hat,die sich nicht vor normalen Feldern verstecken muss und wo jeder nach der Saat noch jeder gesagt hat das es nix wird.

Unter dem Spruch wenn des geht, san mir olle trotteln...

In unserer Gegend wird aufcden Boden sehr wenig geschaut. Wann dann hört man das wirklich eher von Bios weil es hier nicht anders geht.


Mfg



2472660 antwortet um 05-12-2017 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
...der mitbewerber wurde auch inspiriert.....
humusartikel heute im "top agrar österreich"
was sagts zu dem artikel?

biolix antwortet um 05-12-2017 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Schnellniesel schön wennst dich angesprochen fühlst.. überlesen tust gerne das ich dich schon oft gelobt habe...

genau wie andersgesehen, egal ob bio oder konvi...und es . gibt genug positive Beispiele in der konv. LW mit den Betriebsführer ich bis jetzt auch gut diskutieren konnte, auch persönlich...

Und man braucht keine Spionage zu betreiben, man sieht es leider sehr oft von der Weite was abgeht... ich hätte mir nur eine ehrliche Antwort erwartet von so einem aufgeschlossenen wie dir !

Die letzten beiden Sätze, sind die so schwer raus zu bringen.. jetzt hast sie raus gebracht.. danke ! bestätigt mich wieder, aber es hätte auch sein können wenn du geschrieben hättest 7 von 10 Konvis bei euch denken schon um wie du.. das hätte mich noch mehr gefreut, weil von den Biobetrieben weiß ich es und sehe es auch sehr viel..

LG in die St. eiermark.. ;-)

biolix

p.s das mit anders hab ich überlesen... wo liest du heraus das mich irgend etwas stört bei anders ?? ich finde es super, besonders wenn er konvis, aber genauso bios Wege zeigt,.. ich wollte nur wissen was er und du kannst auch deine Meinung abgeben, zu meinem mal nicht immer von außen was zu führen wollen, wenns so auch geht...
War graad ausmisten im Stall und hab nachgedacht, hätte ich keine Tierhaltung, würde ich auch vielleicht anders denken. Aber bei unserem guten Mist, glaube ich das dieser sehr viele Prozesse auch schon besser in Gang bringt obwohl es nur knapp über 0,6 GVE pro Hektar sind..



xaver75 antwortet um 05-12-2017 13:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Meint ihr´nicht, das "vorher" beim Pflügen die organische Masse auf die doppelte Menge Boden verteilt wurde, und jetzt durch seichtere Bearbeitung der Humus eher im Oberboden angereichert ist, und die Humuswerte in der Tiefe von 15 bis 25 cm sogar abgenommen haben?

mfg

schellniesel antwortet um 05-12-2017 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@biolix

Ich hab nix gegen bio das weißt du ihr habt meine Respekt der ders halt "richtig" macht!

Da drüber will ich nicht diskutieren und schon gar nicht beim Thema Humus!

Ich häng ein Bildchen an das jeden hier gut gefallen sollte!

Um dir auch vl eine Antwort drauf zu geben warum ich nicht mehr viel auf andere Felder schau. Ich schau lieber auf meine. Die anderen sind nach wie vor so wie ich es von Früher gut genug von mir kenne!

So ein Bild hätte ich vor 4 Jahren sicher nicht so ganz leicht schießen können auf einer Ackerfläche. Heuer im Maisfeld war das graben ein Vergnügen.

MFG Andreas



 

schellniesel antwortet um 05-12-2017 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Alleine das scharren mit der Hand nach einem Saatkorn nach guten 60L Regen brachte ein weiteres AHA Erlebnis...



 

schellniesel antwortet um 05-12-2017 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@xaver

Jein ich denke das du sicher nicht ganz unrecht hast aber die meisten Pflanzen holen sich mit den Tiefergehenden Wurzel Überwiegend Wasser. Nährstoffe gewinnen sie aus dem Oberboden.

Zieh ich eine Probe so wird auch auf die Bearbeitung eingeggenagen und je nach dem wird die Tiefe der Proben gewählt.

Ich habs etwas gegen die pauschale Empfehlung gemacht (Da wäre ich bei 15cm) und hab mir zuerst ein Profil gegraben um zu ermitteln wo der "Oberboden" im Grunde aufhört. Das waren dann im schnitt 20-25cm.

So wurde entnommen.

Mfg Andreas



 

Piaui antwortet um 05-12-2017 22:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Auch sehr interessante Seite von Rainer Maché
www.ich-mache-boden-gut.de

 

Piaui antwortet um 05-12-2017 22:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@ Schellniesel
Schaut ja super aus, da macht es Spaß den Boden zu kontrollieren, zu fühlen und reichen sowie den Regenwürmern bei ihrer Arbeit zu beobachten. Oder?

biolix antwortet um 06-12-2017 14:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mahlzeit !

ja Andreas, das schaut ja sehr gut aus, gratuliere !
Besonders im Mais gefällt mir das.. ich sehe oft im Mais sehr viel tote Erde, inkl. so viele Abschwemmungen in den ersten 2 Monaten...

hier auch noch mals der link.. was Bodenleben und Wurzelmasse so schön zeichnet und was möglich ist...

https://shop.fibl.org/chde/mwdownloads/download/link/id/894/

Hoffentlich komme ich am Abend zum link ansehen vom Piaui.. ;-)

lg biolix

p.s. wie postet man Bilder, das einfügen kommt bei mir nur wenn ich einen neuen threat beginne.. udn wie bettet man links ein ?! danke !



Mogwai antwortet um 06-12-2017 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Musst auf die Desktopansicht wechseln, dann hast bei den Beiträgen einen Antworten Button wo du draufklickst, dann gehts.

biolix antwortet um 06-12-2017 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
ah den ANtwort button.. danke Mogwai, den hab ich jetzt angeklickt... leider geht nur ein Bild posten, oder ?

Was sagst du zur Diskussion mogwai, wäre so interessant wenn man sie ganz sachlich führen könnte,.. manchmal glaube ich, es will eh keiner wissen,wie es eh gehen könnte.. daher bin ich dann auch mal weg, oder will noch wer Bilder sehen, oder noch wissen wie es uns beim pflügen vor 17 Jahren ergangen ist...finde den Eintrag von dem Kollegen leider nicht mehr..

Ach ja schönen Nikolaustag wünsche ich allen hier !! bei mir war er schon..
Aber gestern die Kramperl natürlich auch.. ;-)

glg und danke nochmals... biolix

Mogwai antwortet um 07-12-2017 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Fürs fachliche diskutieren über solche Sachen bin ich zu wenig gstudiert ich diskutiere lieber über das was ich mit eigenen Augen sehe und daraus versuche ich das beste für meinen Betrieb umzusetzen.
Wenn jmd nicht wissen will wie es gehen kann dann ist das sein gutes Recht, aufzwingen ist auch der falsche Weg und führt nur zu Streitigkeiten.

Eines will ich aber noch loswerden.

Ist es denn wirklich notwendig den Boden ins Gleichgewicht zu bringen ala KAK usw? Haben wir nicht schon viel zu viel Erträge und Vorräte auf der Welt? Preise jenseits Gut und Böse sind die Folgen.
Wenn mein Boden im Gleichgewicht ist dann mache ich ja im Prinzip noch mehr Abbau, da mehr Erträge = mehr Abfuhr = mehr Zufuhr notwendig und frisst evtl den Mehrertrag auf, Biodünger wird es nicht gratis geben.

War auch schon in Kontakt mit Andersgesehen aber bin halt wieder am überlegen ob es das wirklich alles braucht, ich rede hier von Bio, im Konv würd ich da wohl keine Sekunde überlegen.
Ich tu meinem Boden halt mit Untersaaten, ZFs, angepasster Bodenbearbeitung usw Gutes. Ob es auf Dauer ( mehrere 100e oder gar 1000e Jahre)gut geht kann ich nicht beantworten aber solange es für mich keine stichfesten Beweise gibt falsch zu arbeiten/denken werde ich nichts ändern und schon gar nix aufzwingen lassen, heisst aber nicht das ich mich nicht weiterbilde und nicht übern Tellerrand blicke.

Schöne und vorallem besinnliche Adventzeit!

Ps.: Bilder schau ich besonders gerne @biolix

2472660 antwortet um 07-12-2017 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ein paar Impressionen von unserem betreib (weil fotoschaun immer schön ist)


Wintermeggetreide aus 2017 (150kg N aus Wirtschaftsdünger + 40kg Kieserit im März)
 

2472660 antwortet um 07-12-2017 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
next...


Selbstbegrünungsvariante nach Wintermenggetreide (stoppelbearbeitung mit fräse auf 5cm tiefe)
 

ANDERSgesehn antwortet um 07-12-2017 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
mogwai,

wenn der boden im Albrecht ideal ist, heißt
es nicht das aus dem boden mehr entnommen
wird, sondern die bodenfruchtbarkeit steigt (oder
das Pferd andersrum aufgezäumt: Blockaden
beseitigt, Vitalität gesteigert, un-/beikrautdruck
reguliert/beseitigt, pflanzengesundheit gehoben
und dadurch am ende ertrag gesteigert oder
gesündere pflanzen produziert)

es hat ein jeder ein "bestes" Feld und weniger
gute Felder. anhand von diesen beiden Möglichkeiten
sieht jeder das das beste Feld die oben angeführten
Merkmale hat und die weniger guten halt weniger
davon. die letzteren können durch die Albrecht-
Methode in Richtung des besseren Feld gehoben
werden. das beste Feld kann oder ist sogar
(nahe) im Albrecht-ideal.

ob jemand seine weniger guten Felder unterstützend
fördert, dass sie besser in der bodenfruchtbarkeit
werden oder sie lassen wo sie sind ist, bleibt jeden
selbst überlassen.

* * * * * * *
Edit, später eingefügt. (hellsehen kann ich nicht)


biolix antwortet um 07-12-2017 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User





Thema Humus(gehalte)
Mahlzeit !

Mogwai da bin ich voll bei dir... niemand hat wahrscheinlich den "perfekten" Boden, und wer so wie ich die Einstellung hat, die Natur kann es am Besten, und wir können von ihr noch sooo viel lernen, dann fördere ich sie, so viel ich kann. Aber ja ich verstehe auch das konv. denken, inkl. das man immer glaubt man muss was zuführen.

**soviel zum Thema später beitrag ändern**




biolix antwortet um 07-12-2017 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mahlzeit !

Mogwai da bin ich voll bei dir... niemand hat wahrscheinlich den "perfekten" Boden, und wer so wie ich die Einstellung hat, die Natur kann es am Besten, und wir können von ihr noch sooo viel lernen, dann fördere ich sie, so viel ich kann. Aber ja ich verstehe auch das konv. denken, inkl. das man immer glaubt man muss was zuführen.

Nur in diesem Fall wie schon geschrieben, wer traut sich zu Spurenelemente genau richtig zu zu führen. Und siehe den anderen threat und Herrn Rainer Mache homepage und seine Theorien bezüglich wenn zuviel Phosphor vorhanden ist, was dann passiert.

Schade das mir anders nicht erklären möchte, was ich da falsch verstehe...

Mit Bilder schauts grad net so gut aus... hier eines von einer Mischkultur.. die Kinder haben mir meine externe Festplatte mit allen LW Bildern, schau ma mal wo sie auftaucht.. morgen mehr. .;-)

lg biolix

p.s. warum Mischkulturen auch soo toll sind, die Durchwurzelung des Bodens wird nochmals starkt erhöht, klar, jede Pflanze hat ein anderes Wurzelbild und nimmt andere Räume ein.. wieder ganz wichtig, wenn man an das wichtigste zum Humusaufbau denkt.. ;-)


Erbse mit Leindotter
 

ANDERSgesehn antwortet um 07-12-2017 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)

´biolix

guck dir die letzten 2 beiträge an,
fällt dir etwas auf?

ok, du kannst es (und es ist möglich)
du foischa fuchziga, genauso wia domois


biolix antwortet um 07-12-2017 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ach ja anders... Tut mir leid, was hab ich falsch gemacht ?! :-)

Anstatt mir ehrliche Antworten zu geben kommt das wieder.. na komm sag's,.was ist dir beim Erbsen kkauben aufgefallen ? :-)

GLG Biolix

P.s. äh sehe gerade...ja meii.. erkläre.mir wie geht das, alte Beiträge ändern ? Wer kann das nioch ? Ich kann's nicht, hauptsache der anders unterstellt es mir jetzt... Anders was bringt dir das, oder wo hab ich das gegen dich verwendet ? Du kannst alles klar stellen..ich bin immer bei dir und höre dir gerne zu !! :-) :-)

schellniesel antwortet um 08-12-2017 22:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
So ein Bildl hab ich noch März 2017...

Bis Jz kam diese Struckturverbesserung nur aufgrund des Pflugverzichts.
Andersgesehnes Feinschliff folg erst.

Wer den Unterschied Vorher Jetzt sehen will schaue sich den Link an.

MFG Andreas


Wurm
 

baerbauer antwortet um 09-12-2017 00:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@schellniesel
schaut gut aus.
Es ist auch ganz klar und logisch, denn Humus (=lebendverbaute Bodenkrümel) kann nur durch das Bodenleben erzeugt werden.
Mitn Pflug eliminierst du jedes mal die komplette Mykorrhiza (die den Kleber für den Humus machen) und
die Bakterien stellst du aufn Kopf (ähnlich als würdest den Fisch an die Luft holen und den Hasen unter Wasser tauchen) ,
das Futter für den Tauwurm vergräbst du in der Erde (und er verhungert) und
die Aktinomyceten hab nix mehr zu zersetzen.

Nur weiter so. Du bist aufn richtigen Weg.

biolix antwortet um 09-12-2017 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hallo !

so wie baerbauer gut schreibt, das alles kann eben der Pflug nicht, auch wenn ich ebenfalls schon öfter gehört habe, man bringt wenigstens Humus in die tieferen Schichten. Ja das stimmt aber nur zum kleinen Teil. Allein ich würde schon nicht mehr pflügen, zu all dem was baerbauer schon angesprochen hat, die Pflugsohle lässt sich fast auf keinen Fall vermeiden. So trocken kann es in diesen Bodenschichten nie werden.

Ja und was macht besonders der Regenwurm nach dem pflügen, das will ich jedem Pflüger noch als Aufgabe stellen zu googeln, wenn er 1. nicht durch so einen 20-40 cm lockeren Oberboden kann/ will und 2. auch keine Nahrung an der Oberfläche finden würde ?

Und was ist uns damals vor über 20 Jahren passiert auf unseren schweren lehmigen Böden ?! Den Mist den der Schwiegervater 2 Jahren vorher eingegrubbert und eingeackert hat, wurde eben 2 Jahre später wieder ausgeackert, aber schimmelig und stinkend. Da dachte ich damals, das kanns doch nicht sein. Nur ein Beispiel mehr...

Ja schade das mich anders nicht aufklärt warum ich ihn so verletzt habe, vielleicht schreibt ers mir doch mal.. doch ich möchte seine Zusmmenfassung die er hier mal gemacht habe selbst machen, was mir zur Zeit am wichtigsten ist beim "Umgang " mit unserem Boden ,,unserer Mutter Erde , bevor ich noch beginnen würde, irgend etwas wieder zuzuführen :

- befahren nur einen trockenen Boden, Spaten immer am Traktor und mindestens vor der
Bearbeitung einmal vom Traktor absteigen und den Boden kontrollieren..

- möglichst ständigen Bewuchs und dadurch volle Durchwurzelung des Boden zu
gewährleisten, mit Mischkulturen und Untersaaten, wenn geht bis zu 100%. Denn wie
es auch andersgesehen bestätigt hat, die Feinwurzeln und der Austausch der durch sie
gewährleistet wird, ist mit dem TEgenwurmkot das wichtigste das Boden und
Humusaufbau gewährleisten kann.
Besonders im Herbst bzw. bei der Ernte ist die Untersaat ein Traum, die Befahrbarkeit mit
dem schweren Mähdrescher, bzw. die Bodenlast kann toll abgefedert werden, Und dann
keine Bearbeitung mehr,bis die Frühjahrsaat kommt. Da ist es dann auch wieder so, das
1,5 Jahre keine Bodenbearbeitung statt findet. Und das liebt das Bodenleben wirklich
sooo ;-)

- Zusätzlich noch Eine Fruchtfolge die wirklich gewährleistet, das mindestens alle 3-4 Jahre
eine bodenaufbauende Frucht auf das Feld kommt. Bei uns Rotklee, Luzerne und
Pelsuchke..
seit 2 Jahren nun auch Wintererbse mit Triticale in Mischkultur.. Die Luzerne bleibt oft 3-4
Jahre stehen, da die Luzerne oft von jahr zu Jahr immer schöner wird. Der Klee wintert
leider oft aus, und wir schon im 2. jahr gerissen bzw. nach 1,5 Jahren, da er ja schon in der
Untersaat gestanden ist. Aber 1,5 Jahre ohne Bodenbearbeitung ist ja auch schon etwas.. ;-)

Ja und im Gesamten, sag ich jetzt seit 17 Jahren, mindesten 10-20% der Fläche können für Versuche genutzt werden, ja und oft geht was schief, aber ich glaube ich hab mehr nutzen daraus gezogen und gelernt. Und die EU Förderungen und die Zeiten des Überschusses, verwende ich dazu zu sagen, es kommt zur Zeit nicht so auf den Ertrag an, denn vom Geld gehts uns gut, und die Menschen werden immer dicker statt gesünder, also baue ich jetzt in solchen Zeiten lieber den Boden auf, um zu gewährleisten, das für die nächste Generation die Möglichkeit besteht, wenn es wirklich einmal gebraucht wir, es wieder voll raus zu holen..

Schnellniesel noch Gratulation, du hast anscheinend gezweifelt, und das muss man auch, und das meine ich ja wenn man durch die Lande fährt und solche gepflügten Äcker sieht, kommt einen fast das Grauen. Aber du hast es erkannt und machst jetzt schon vieles besser, toll ! und vielleicht landest du ja auch mal beim Biolandbau, muss nicht sein, aber siehe da, was ich gestern erfahren habe, einer der größten Biokritiker und ehm. LW Kammer Präsi von NÖ stellt auf bio um... das hätte ich nie gedacht.. ;-)

In diesem Sinne ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 2. Adventsonntag !

lg biolix





-




DIe Peluschke bei der Ernte.. der Leindotter wurde zwar dann unterdrückt, aber den Effekt der besseren Durchwurzelung des Bodens, hatten wir sicher ein paar Monate
 

ANDERSgesehn antwortet um 09-12-2017 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@bärb.
du weißt auch was/wie LCP ist und den
beitrag von fxst (dr.hörner) das man damit
90% von c in den boden bringt (in vergleich
zur regenwurmfutter-theorie) ebenso.
- die glaubensprediger von gestern brauchen
ja für ihre Berechtigung ein (auswärtiges)
Feindbild, und dabei ist pflug, die nummer1.
das in den oberen "wenigen" cm die höchste
bodenbiologie ist ist bekannt, also macht
hier mulchsaat auf aufsaattiefe auch wieder alles
"kaputt" (dein fisch und hase). das ist auch
der grund wieso bei biopionier franz brunner
20 jahre nix richtig weiter ging mit old-wenz-lehre
in Sachen humuswert um 1% jährlich zu heben.

der bildanhang Bodenprobe mit humuswertSTEIGERUNG
von 3,0 auf 4,2% innerhalb von 15 Monate und
dessen verfahren (dazu gehört eindeutig auch
die albrechtmethode) ist ja hiermit bewiesen
das LCP so ihre Richtigkeit hat.

für alle, wenn hier etwas fehlt, funktioniert
einfach nicht humusaufbau. und das ist nunmal
auch der teil bodenchemie.




biolix antwortet um 09-12-2017 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
hmmm anders, ich kenne wohl den Franz Brunner schon a bissl länger als du...
Er hat erst später mit dem nicht pflügen begonnen, und glaub 2004 den 1. Eco Dyn in Österreich gekauft.. wir dann den 3. von Ö im Jahr 2005 lt. Buchhaltung....

Also wo er schon 20 Jahre richtig nix weiter gebracht hat, ist wohl so wie bei Friedrich WEnz den du auch runter machen musstest, deine Ansichtssache, ich meine er hat genug weiter gebracht...

Was braucht baer oder ich was gegen Pflüger haben ?

Selber schuld kein Mitleid, schade ist es nur, siehe am Beispiel Schnellniesel...
Ich kann dich auch beruhigen, neueste Studien von FIBL Schweiz, ich glaub der Versuch ging über 15 Jahre, meint verkürzt : Die besten Erträge sind mit alle 3 Jahre pflügen und 2 Jahre pfluglos zu erzielen. bei bio.... ja warum wohl ?

Ich hab kurz auch daran gedacht, ja würde gehen, aber warum soll ich mir mein super Bodenleben zsam hauen, meine Regenwürmer verkümmern lassen und meine Krümelstruktur schädigen und mir wieder eine Pflugsohle zu legen, die ich jetzt endlich weg habe. Und mit den ERträgen bin ich zu frieden, Beikrautdruck ist ok, bei manchen Feldern findet man hin und wieder fast keinen Bionachweis mehr ( Kamille oder Distel.. ;-) ) sollte man aber doch finden im Biolandbau... ;-)

Und ich meine, mit soviel Bodenkundlern ich schon zu tun gehabt habe, bin ich froh über 1% Humusaufbau in 10 Jahren und hab das immer so gehört das fast nicht mehr möglich ist..
Aber du scheinst da ein Wunderwuzzi zu sein, und ich bin der erste der dich vor schlägt für ein Humusmonitoring Programm mit dir als Impulsgeber, für die dies gar nichts schaffen...

Nur wie schon oben einmal geschrieben, zweifle ich da ein wenig deine Messmethoden an, bzw. wird genau dort angesetzt, was nach Verabreichung deiner "Mineralien" von denen du nicht mal verrätst woher sie kommen, genau dahin die Messung abzielt...

Aber ich vergönne einem jeden 1,3 % mehr Humus in 15 Monaten, und dir besonders, und hoffe du bist bald ein schwer reicher Mann, denn du weißt wie viel CO2 Bindung das pro ha mehr bedeutet ? Nobelpreis verdächtig sowieso, und das meine ich jetzt ernst !!


glg biolix


biolix antwortet um 09-12-2017 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Das Bild war voher nicht besonders.. schlechte bzw. kleine Auflösung und der Titel kommt erst wenn man es anklickt.. also hier nochmals: Peluschke mit Leindotter Untersaat, der Leindotter wird zwar nieder gedrückt, ist auch nicht wert heraus zu putzen, hat aber auf Grund seines Wurzelwachstums die ersten 2-3 Monate sicher toll Wurzelmasse zusätzlich zu den Erbsen gemacht... ;-)

wieder klein.. wird zeit das die Festplatte auftaucht.. mit vielen Untersaat Bildern und der Vergleich zu Nachbar Feldern...



 

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hallo!

Biolix du übertreibst! Bei andersgesehn ist der Humusgehalt nur um 1,2% gestiegen! Meiner bescheidenen Meinung nach, ist dies nur durch Zufuhr organischer Substanz von außen möglich, ein weiterer Einfluss der "Albrechtmethode" mag vorhanden sein.

Bezüglich "Albrechtmethode" bringe ich hiermit auch meine Skepsis zum Ausdruck, wenngleich ich eine ausgewogene Boden- und Pflanzenernährung für wichtig erachte.
Meine Skepsis steht auf zwei Beinen:
1. Mögliche "Allheilwirkung", z.B.: Alzheimer, Parkinson
2. Um an die Ergebnisse zu gelangen, muss man erst "Freund von..." werden. Die Berechnungsmethode bleibt kryptisch bis geheim.

Klingt für mich nach Pyramidenspiel, darum meine Skepsis. Wenn die versprochenen Spitzenerträge und -qualitäten erreicht werden, ist das natürlich unerheblich!

LG Vollmilch



ANDERSgesehn antwortet um 10-12-2017 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@Vollmilch
die lehre zu verstehen ist ja nicht mit einen
vers aus der Bibel zu vergleichen und für Neulinge
ist es, wie du sagst geheimnisvoll oder kryptisch.
wenn man sich damit beschäfftigt und sich mit weiteren
leuten austauscht werden dann die zusammenhänge
klarer oder auch ganz klar, deswegen auch die
Gründung dazu zu meinen Forum (das frei von
Religion, Politik und Emotion bleibt).

vor ziemlich genau einen jahr habe ich dazu einen
vortrag im zentralraum von oö gehalten, die Besucher
waren international, der tag war lang und für alle
(so wie sie selber sagen) gewinnbringend. ich bin
beim überlegen ob ich nicht im jänner ein 2. treffen
zu diesen Thema organisiere, weil die vom letzten
mal es gerne hätten.

@"Allheilmittel"
das ist vielleicht falsch rüber gekommen. der an
krebserkrankte agrarjournalist, der immer seeehr
gute wissensfundierte ackerbauthemen schrieb
begann sich auf die suche durch seine Krankheit
wie es zu krankheitsausbruch überhaupt kommt
und bei der suche kam er ( wie viele andere auch)
zur albrechtmethode. Albrecht begann seine wissenschaftl.
arbeit/suche damit weil er zuvor "humanmedizinsches"
hatte und auf dieses aufbaute. ( es ist egal ob
pflanze, Tier oder mensch, denn die grundzüge sind
bei den dreien gleich. chlorophyl und Blutplasma
unterscheidet sich nur im zentralatom. bei der
pflanze ist es Magnesium, bei Tier/mensch ist
es eisen). durch seine immer guten recheren fand
er auch raus das Mangan hier eine sehr zentrale
rolle spiel für das fehlverhalten/erkranken. wie
das weiß ich leider nicht mehr.

@freund von ...
ich mache das derzeit kostenlos, weil es spaß macht
anderen zu helfen. ein paar leute brauche ich definitiv
nicht (zb in diesen Forum hat sich schon eine weitere
glasklar herauskristallisiert), es ist meine "freie" zeit.
die sich um mich scharen haben selbiges ziel. das System
nicht auswendig gelernt nach Rezept abarbeiten sondern
zu das ganze (einmal zu) verstehen, genau jene sind willkommen!

@Berechnungsmethode
ich gehe mal einen schritt zurück. Landwirte die das
lufa/önorm System verwenden beproben hier ph, p, k, mg.
das ist "totale" werte. das albrechtmodell stellt die werte
ins "Verhältnis" zu einander. weiters sind die Verhältnisse
nicht gewichtbezogen wie bei lufa sondern wie es agrarchemiker
(justus von Liebig ist einer der bekanntesten argrarchemiker)
in ihrer sprache sprechen in mol äquivalent (für laien kann
man dazu sagen: das ist fache vom Atomgewicht) und da
gehört es auch dazu die "Wertigkeit" der Atome (die
bindungsarme jedes Atoms/nährelement. zb. wasser sind
2 h-Atome und 1 o-Atom. ein h-Atom hat einen bindungsarm
das o-Atom hat 2 und so funktioniert das System vom kern
auf aaufgebaut) die mol-gewichte sind kein Geheimnis, aber
die Verhältnis zu einander sind halt Erfahrungswerte von
Albrecht. die KATIONenaustauschakapazität ist die positiv
geladenen Ionen (+) (zb. ca, mg, k, na usw. die 4 geannten
machen dann die basensättigung aus, bzw sind die Ionen,
die am ton-humus-komplex (kak) mit ihren bindungsarmen sich
magnetisch am austauscher anglagern können. der % der summe
soll ca. 80-85% sein und die restl. % auf hundert sind von den
negativen Ionen (-) (zb. h+, fe, mn, al usw. die den der gegenpool
zur positiven Ladung/Kationen sein soll/muß um das ideale
Verhältnis zu haben. kurz um es ist nur einfache trivialte
Mathematik, die laborzahlen sind einfach in den selbergebauten
Excel-rechner getipselt. hier wird dann bodenvorrat (laborwerte)
gegen das gewüschte ideal (Erfahrungswerte) entgegengerechnet
und die Differenz ist entweder überschuß oder mangel.
anhand von diesen zahlen wird dann die Düngung (wobei hier
die (anionischen dünger, wie n, p, s usw hier wieder eine
kalkzerrende Wirkung haben, auch berücksichtigt werden)
das ganze klingt jetzt nicht für bios tauglich ist es jedoch!
auch jeder bio-dünger unterliegt hier den gleichen gesetzen.
es ist kein pyramidenspiel, es ist nur der weg den boden in
Richtung optimale "bodenfruchtbarkeit" zu trimmen, dh.
mangel auffüllen, überschüße mit gezeilten Maßnahmen
soweit auszumerzen das man mit den massnahmen ans
ziel kommt, es gibt äcker die sind im ideal (ich davon habe
ein paar davon und dort sind rekordverdächtige ernten
möglich oder auch mit bessere pflanzengesundheit oder
(fas) keinen unkrautdruck (auch kein etablieren von Ampfer)
sind hier definitiv der fall und es war dadurch für mich
somit der weg beschlossen die weniger guten Feld auch
dorthin zu führen. (gekaufte und von nährstoffe leer
gesaugte böden, die durch diese lehre gedüngt wurden,
haben mit dieser Methode sehr sehr gute erträge erziel,
das hätte ich mir anfangs auch nicht gedacht).

@1,2%
ned ärgern! der Elektriker bleibt bei seinen grubber,
also lassen wir ihn bei seiner mechan. Bodenbearbeitung-
Strategie.
- dieser mir bekannte betrieb arbeit "ohne" organ. dünger.
jedoch macht er seine arbeit mit zwf sehr gründlich und
sehr bedacht pro humusaufbau (zb. bioraps mit 2,2t ertrag).
dieses Feld hat seeehr hohe kak (auf engl. cec) und liegt bei
40 cec. diese Feld gehört zu den (sozusagen) vorderen top 100
Österreichs (viele Felder liegen hier bei 10-15cec, niedrige cec/kak
ist zwar nicht das das Feld schlechter ist wie mit hoher kak.
die korrektur werte das man´s ins ideal kommt sind halt
andere, aber das alles jetzt zu erklären wäre Zuviel)

wenn es zu dem treffen im jänner kommt und du (Vollmilch)
Interesse hast schick mir dazu eine pn, dort werden dann viele
Details auch fallen und diskutiert werden.




schellniesel antwortet um 10-12-2017 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ja biolix du kannst mich gerne als positives Beispiel für den Pflugverzicht nennen,nur ich hab nicht nur das Gerät umgestellt sondern so wie du auch das ganze System.

Und da sind wir wieder an dem Punkt den Anders erklärt hat.

Wenn ich Pflüge und damit immer wieder rasch auch begrüne dann wird man ähnliches erreichen wie mit dem Grubber.

Einzig,das was bearbauer auch gesagt hat, mehr durcheinander mache ich mit dem Pflug,als mit einem grubber. Am besten wäre konsequentes no Till.

Und was pflugsohle betrifft gebe ich dir auch recht!

Was meine Ambitionen auf bio umstieg angeht...

Nun ja wenn dann soll man auch dahinter stehen und es nicht nur aufgrund wirtschaftlicher Interessen machen.

Aber sag niemals nie!
Geht niemals! Hab ich ja zum Thema no Till bzw mulchsaat ja noch gesagt ;-)

@vollmilch

Keine Sorge!
Das muss man Anders mehr als hoch anrechnen.

Er gibt sein umfassendes Wissen weiter bzw er ist nicht nur Berater und sagt das und das musst du machen,nein er will das man es selbst erlernt.

Mfg Andreas



biolix antwortet um 10-12-2017 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Servus Andreas !

eine Wohltat dein Eintrag am 2. Adventsonntag ! ;-)

Wie schon geschrieben, laut Bioforschung "darfst" auch alle 3 Jahre pflügen, aber schön das wir schon dieser Überzeugung sind.. .und trotzdem brauch ich nicht genannt werden, als hätte ich ein Feindbild, den Pflug... was er anrichtet, kann sich eh jeder im Frühjahr selbst nach einer Herbstfurche selbst ansehen..

Sonst sehe ich das so, hier kann sich jeder sein Bild machen, wer möchte etwas "verkaufen" oder open source gerne anbieten, und sein know how weiter geben.

Man bräuchte niemanden schlecht machen dabei, und auch nicht übertreiben.

in diesem Sinne, einen schönen 2. Adventsonntag..

lg biolix

Der_Franz antwortet um 10-12-2017 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Bei all dem HickHack den man hier oft liest, muss ich sagen: Das ist mal wieder eine halbwegs interessante und fachliche Diskussion in diesem Forum.
Leider aber auch hier: es geht viel zu viel um Religionen - Bio oder nicht Bio, Pflug oder nicht Pflug.
Aus meiner Sicht gilt es den Ackerbau ganzheitlich zu sehen und dabei geht es mehr um Bearbeitungszeitpunkt und Tiefe als um die Farbe oder Form des Gerätes, das angehängt ist. In sehr vielen Situationen wäre es besser, man spart sich die Bearbeitung egal mit welchem Gerät.
Ein Schwanzvergleich des Humusgehaltes ist aufgrund der unterschiedlichen Böden zum einen nicht zielführend, zum anderen auch wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden.
Weil hier namentlich erwähnt: Der Franz Brunner hat als erster auf die Lehre des Eco-Dyn gesetzt, das viele Jahre konsequent betrieben und auch als Allheilmittel in Vorträgen und Feldtagen beworben, nur um dann auf ein völlig anderes Konzept umzustellen. Wieviele Jahre wird er das jetzt als alleiniges Konzept anpreisen? Für mich hat er damit deutlich an Glaubwürdigkeit verloren.
Kinsley/Albrecht ist eine schlüssige Methode, seine Böden besser zu verstehen. Die Arbeit die andersgesehen da unentgeltlich betreibt, hat aus meiner Sicht einen großen Wert für die Landwirtschaft, und sei es nur, weil viele dadurch Ihre Böden mal wieder etwas genauer anschauen und vor allem in sie hinein schauen.



biolix antwortet um 10-12-2017 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Dere Franz !

stimme dir zu, nur wo siehst du hat der Brunner Franz jetzt ein komplett anderes System ?
Ja und zum Humusaufbau und dem Franz, was er angeblich nicht geschafft hat, ich kenne seine Böden und ich finde es ein wenig gemein hier so über wem hier zu schreiben, denn 95% der Ö Landwirte, und das sind 99% konv., sollten froh sein solche Böden zu haben wie er...
Ja das wollt eich zu seinen Humusgehältern noch sagen, kenne seine Fruchtfolge nicht im Detail, aber vielelicht war diese zu intensiv inkl. der Kartoffeln...

lg biolix

p.s..werde mal Eure Ansichten dem Franz mailen, vielleicht will er ja persönlich dazu Stellung nehmen...


Vollmilch antwortet um 10-12-2017 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hallo andersgesehn!

Vielen Dank für deine Antwort und das Verständnis für meine Skepsis. Ich würde mich über eine Einladung sehr freuen!

Ein bisserl mit Bodenkunde kenne mich noch aus und mit [mol] und [val] geht es auch noch ganz gut. ;-)

LG Vollmilch

FeSt antwortet um 10-12-2017 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Klar, dass @lix das ganz schwer im Magen liegt, und selbst nicht weiß, wie man das erreicht.
Hat ihn auch nicht interessiert weiter oben, was die Kohlenstoffpumpe dazu braucht.

Noch immer Traktorist in fixen Bodenbearbeitungssystem denkend und kein Pflanzenbauer, nicht situationselastisch was der Boden will.

Zitat aus https://kakforum.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=89181985nx62358
Weiterentwicklung "Einarbeitung" Gründüngung

"......schälung kann bei optimalen bedingungen durchaus funktionieren, längerfristig sind bis jetzt aber die meisten gescheitert und mussten tiefere arbeitsgänge einlegen.

nach eco dyn, treffler grubber,... wird es jetzt mit dem fräsen probiert. schlussendlich werden schmierschichten erzeugt, vor allen im den umstellungsjahren.
das habitat der bodenlebewesen wird total zerstört und nackter boden geschaffen. ich halte dieses aufwändige system nicht erstrebenswert, bzw wäre ein rückschritt von der direktsaat."

Der_Franz antwortet um 10-12-2017 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ich kenne seine Böden, und die sind in einer guten Verfassung. Das wollte ich auch nicht thematisieren sondern viel mehr den plötzlichen Wechsel von Eco-Dyn auf Bodenfräse und Tiefenlockerer. Als Betreiber einer Kompostanlage sehe ich auch den von ihm als solche bezeichnete "Feldkompostierung" als schwierig.
Der Ansatz mit der Fräse ist aber im Biolandbau gerade recht modern geworden und war ja auch schon vor fast 40 Jahren mal das Maß der Dinge, ich will das gar nicht näher bewerten weil ich es nicht kann.
Ich hab Ihn, Pionier der er nunmal ist, ja einige Male bei Vorträgen voller Enthusiasmus erlebt und konnte sehr vieles was er sagte nachvollziehen. Und jetzt ist das gesamte Eco-Dyn-Konzept von Ihm auf den Haufen geworfen worden und er bewirbt ein völlig anderes Konzept genauso offensiv wie zuvor seinen Eco-Dyn. Genau hier sehe ich das Glaubwürdigkeitsproblem.



biolix antwortet um 10-12-2017 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ok Franz, verstehe, doch soviel ich weiß kommt die Bodenfräse jetzt zusätzlich ins System, so wie die meisten Eco Dyn Anwender auch andere Geräte von Beginn an dabei gehabt haben.
Bei mir ist das auf Grund der vielen winterharten Begrünungen ich die Scheibenegge dabei habe und den Kulti. Und ja, die leichte Schmierschicht auf 7-9 cm haben mir nach Jahren, trotz hohem Bodenleben und Regenwurmbesatz, auch zu denken gegeben, So hat es mir gezeigt, noch länger zu warten und so lange es auf 10 cm klebt nicht in den Acker zu fahren.
Und heuer als es sehr trocken war, diese Schmierschicht mit schmalen Zinken auf 12-15 cm mal aufzureissen...

Aber das sind Verbesserungsprozesse die ich gut finde, und Franz macht das halt mit Fräse und Tiefenlockerer.

lg biolix

biolix antwortet um 10-12-2017 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hallo Fext !


Was liegt mir schwer im Magen ? Nur weil ich nicht Spurenelemente, wo ich nicht mal weiß wo dir her kommen, Energie verbraucht haben, ausbringen möchte. Es mit all dem recht gut schaffe, wer schafft schon in 3 Jahren 1,5 Jahre Bodenruhe auf einem Feld mit toller Bedeckung und Durchwurzelung. Also gut finden muss das niemand, aber schlecht reden lass ich mir das auch nicht.. Und ja, treffen im Jänner ist nett,. treff ma uns im Sommer und machen gescheite Spatenproben und schau ma uns Eure Schmierschichten an.. Anbei noch 2 Bilder, Festplatte ist aufgetaucht.. später dann mal die extremen Frühjahrsbilder...



 

biolix antwortet um 10-12-2017 13:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Schöner Bioroggen mit Weißklee Untersaat... das ganze bleibt nach der Strohabfuhr bis zum Hafer Anbau im nächsten Jahr stehen..



 

mittermuehl antwortet um 10-12-2017 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ich lasse mich zu Belehrungszwecken auch immer gerne einladen. Mit oder ohne Spantenprobe... Und ich stelle meinen Hof im auch gerne für Treffen zur Verfügung. Südliches NÖ A2/S6 ...... nur gibt es bei mir bis auf Wolle und Pferde nicht viel zu sehen...

Mogwai antwortet um 10-12-2017 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@schellniesel

Das mit dem pflügen und schnell begrünen erachte ich ein wenig schwierig, erstens die immer mehr werdende Trockenperioden (hatten heuer sicher nen Monat kein Regen zur ZF obwohl an die 800mm im Jahr aber das Problem sollte eh schon jedem klar sein) und zweitens die Strohmatte.

@Fest

Im AW hab ichs ja gepostet was ich mit der zum Teil bis zu 1,5m hohen ZF gemacht habe, dazu wird im Frühjahr auch keine tiefere Bb stattfinden denn das haut mir das ganze System ZF (Wurzeln) übern Haufen. Habe diese Erkenntnis auch heuer zu Soja gehabt, da wo die ZF gut war und dadurch dementsprechende Wurzeln hatte waren die Soja am schönsten, also dem etablieren von der ZF sollte höchstes Augenmerk entgegengebracht werden und nicht mit Grubber + Saatbox usw säen, ZF ist mMn eine Hauptfrucht.


@biolix

Das mit der 100% Untersaat werde ich vielleicht nächstes Jahr probieren aber ohne Gras oder gibt es vielleicht ein Gras welches abfriert, das wär doch super? Denn der ZF Anbau ist ja auch nicht gerade billig und könnte so etwas abgefangen werden. Nur habe ich ein wenig bedenken wie sich eine Untersaat in Weizen etabliert zwecks Licht aber das wird sich dann zeigen.

Mogwai antwortet um 10-12-2017 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hab auch einige Bilder, mal ein paar Bodenprofile


Bei 17cm ist schluss mit der Humusschicht und es beginnt Schiefer
 

Mogwai antwortet um 10-12-2017 17:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Auboden



 

Mogwai antwortet um 10-12-2017 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Da war ich zu spät mit der Beschauung :)



 

Mogwai antwortet um 10-12-2017 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hier schön der Horizontübergang



 

Mogwai antwortet um 10-12-2017 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Spatenprobe, jetzt lass ich euch in Ruhe :)



 

biolix antwortet um 10-12-2017 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Schön Mogwai, und das du auch eine Anregung für Untersaaten gefunden hast.
Leider kenne ich kein abfrostendes Gras... aber probiers mal mit den 3 Kleearten, bwz. Kosten darf ich hier nicht zu direkt werden, aber mail mir, über 80 Euro pro ha hat bei mir noch keine Untersaat gekostet..
Ja und bei zu dichten Beständen hätte ich ebenfalls nicht zu viel Angst, dann ist halt die Enwtwicklung beim Drusch nicht so ausgeprägt wie auf meinen Bildern, aber sobald das Getreide gedroschen ist, zieht die Untersaat nach dem nächsten Niederschlag voll weg..
aber wie du richtig schreibst, probiers.. hilfts net, schadet es nicht.. ;-)

ja leider kann man hier niemanden schreiben wie früher, daher hier meine e-mail

biolix@utanet.at

Hier mal ein Weißklee, Gelb und Inkarnatklee Untersaat wie sie aus dem Winter kommt, und nach einem Schnee und Niederschlags reichen Winter aussieht... Null Abschwemmung, und dann ein und 2 Felder weiter,...



 

biolix antwortet um 10-12-2017 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Kann man da jemals noch prlügen im Herbst, wenn man einmal so etwas gesehen hat ?
ich schaffs nicht...



 

biolix antwortet um 10-12-2017 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
deto, der eine hat wenigstens aufgehört im Herbst... Hier könnte man die Frage stellen, wie viel Humus und Boden kann eigentlich abgebaut werden in einem Jahr..;-(
Habe letztens mit Straßenmeisterei Leuten gesprochen, sie meinten, es wird immer mehr leider, im Straßengraben..
darum ist alles was ein wenig zum nachdenken in diesem Bereich, soo wichtig !



 

biolix antwortet um 10-12-2017 18:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
eines noch für Mogwai... hier steht auch noch das Wasser, war aber nach 2-.3 Tagen aufgesaugt.. und siehe die Klee Untersaat, sie kommt sehr geschwächt bei uns aus dem Winter. Ausnahme war vor 2 Jahren, bei dem warmen Winter, hats nicht so ausgesehen. Da war dann schon eine ordentlich Grünmatte da... aber mit der Scheibenegge sehr seicht 5-6 cm umgerissen, war die Frühjahrssaat kein Problem.



 

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Na gut, dass bei dir ein paar Strommasten stehen, sonst gäbs ja gar keine Landschaftselemente! ;-)

Was anderes: Wieso keine abfrostende Zwischenfrucht?

LG Vollmilch

biolix antwortet um 10-12-2017 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Du hast Sorgen Vollmilch.. ;-) den Wald siehst du nicht auf dem Bild, den haben wir tausend Hektar weise...

Aber Spaß beiseite, leider komm ich wieder auf manchen Kollegen zu sprechen, kaum ist bei manchen der Feldrain breiter als 25-30 cm breit oder irgendwo eine kleine "Leiten", wird schon der Pflug daran angesetzt.. wo sollen dann Landschaftselemte stehen können ?!

Was mir die letzten Jahre leider auch mehr auffällt: Früher stand das Wasser eher länger am Vorgewende, jetzt steht es schon am ganzen Acker...;-( Warum wohl ?



 

Vollmilch antwortet um 10-12-2017 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
... Mehrere 1000 ha Wald hast auch noch!? :-o

LG Vollmilch

ijl antwortet um 10-12-2017 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Es könnte aber auch ein Schmierschicht im Oberboden sein weil ja der Pflug bzw. tiefe bearbeitung giftig ist!

schellniesel antwortet um 10-12-2017 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@mogwai

Tja ich habe nur gesagt das man damit sicher ähnliches erreichen kann.

Gerade bei mir in der Umgebung haben Böden eine gute wasserhalte Fähigkeit.

Beim grubber heißt es aufgepasst das man im Unterboden nicht zu nass arbeitet!

Das beherzigen schon mal viele nicht!

Beim Pflug schon gar nicht und weils der Frost richtet wird zu 99% in Herbst gepflügt.
Egal wie nass der Unterboden ist.
Pflugsohle wird schön geknetet und fertig ist die Verdichtung. Was mach ma alle wir versuchen tief zu pflügen um den wurzelrraum zu erweitern.

Würde man mit größter Sorgfalt den idealen Zeitpunkt zum pflügen hernehmen und brav begrünen Kultur ohne große weitere Bearbeitung ansäen,in einer guten fruchtfolge, sind die Unterschiede sicher nicht mehr so gravierend.

Aber ja der am Feld verbliebene C würde sicher schlechter Verwertung finden...

@biolix

Das Thema Erosion war für mich das wichtigste warum ich einen Weg gesucht habe um auch weiterhin hackfrüchte auf Hanglagen zu kultivieren.

Auf der Ebene geht’s eher um Infiltration bzw der Speicherung von Wasser.

Letzteres ist bei uns nicht so sehr das Thema.
Allerdings wird die Niederschlagsvetteilung immer extremer und Perioden ohne Niederschlag werden gefühlt länger.

Was in letzter Konsequenz auch bedeutet das ein weiter Punkt für top Erträge sein wird wieviel Wasser man bis zur Saat verbraucht hat.

Bzw wieviel durch bedecken vor verdunsten Geschütz wurde.

Mfg

biolix antwortet um 10-12-2017 20:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Nabend !

Vollmilch dieser threat ist eigentlich zu Schade für Blödheiten.. Tüpl war gemeint, gehört Gott sei Dank nicht uns... Zum thema hast nichts ?

Ja Andreas du sagst es.. genau das immer extremer werdende Wetter, zwingt uns ja schon lange etwas zu tun... Im trocken Gebieten scheidet ja Bio auf Grund seiner meist besseren Böden bereits mit fast gleichen Erträgen ab in manchen Jahren, ob's wieder wer glaubt oder nicht.. heuer waren bei uns viele Bios überrascht, wo konventionell -30% hätte, hätten viele Biobauern auch wir, sehr Gute bis Höchsterträge, warum wohl ?

LG gn8

Biolix

2472660 antwortet um 10-12-2017 21:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
hätte an anders ein paar konkrete fragen:
* warum bist du nicht definitiv für das no-till system? wenn die bodenfruchtbarkeit im optimum ist, müsste das doch funktionieren, auch bei bio. für den boden müsste es das absolut beste sein (ähnlich dauergrünland)
* wo liegt ein optimaler humusgehalt bzw. lässt er sich "unbegrenzt" steigern (sagen wir mal auf 25% bei äckern?)
* ist ein hoher ertrag immer ein guter indikator für einen guten bodenzustand?

vielleicht bringt und das ein wenig weiter in der sache-scheint ja ein wenig festgefahren zu sein in den dogmen...



MF7600 antwortet um 10-12-2017 21:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
ist ja interessant diese diskussion zu verfolgen.

das zitat aus dem kak-forum von FeSt ist übrigens von mir ;-)

MF7600 antwortet um 10-12-2017 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@je höher der humusgehalt desto besser für die kulturpflanze, humus hat die perfekte nährstoffzusammensetzung, 5fache kak wie ton, extreme wasserspeicherfähigkeit.
direktsaatbetriebe in nordamerika schaffen schon bis 11% humus. düngung wird da weitgehend überflüssig, pflanzenschutz ebenso, bei höchsten erträgen. die erntereste auf dem boden dienen als habitat für nützlinge und wirkungsvoller erosionsschutz. perfekte zwischenfrucht, vielleicht sogar zwei stufen begrünungen, untersaaten, begleitfrüchte,... sind zwingend erforderlich. das hier gefallene stichwort liquid carbon pathway, im weitesten sinne die speicherung der photosyntheseenergie über pflanze, wurzel, wurzelexsudate, mikroorganismen und mykorrhiza gelingt mit möglichst ständig lebenden wurzeln im boden und keine bodenbewegung.

2472660 antwortet um 10-12-2017 22:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
bin da grundsätzlich ganz bei dir mf7600, nur grünland ist defacto das gleiche, wie die langjähringen direktsaatböden, nur dass da keine düngung notwendig wäre (für hohe erträge), stimmt mit sicherheit nicht-die nährstoffe und das wasser werden besser gespeichert, man hört aber auch immer wieder, dass zb bei warmlufteinbrüchen im winter viel humus mineralisiert wird und die nährstoffe dann ausgewaschen werden, weil keine vegetation?
wenn sich humus linear steigern liese, müssten viele grünlandflächen schon auf den 25% sein??

MF7600 antwortet um 11-12-2017 01:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
nein grünland ist nicht ganz das gleiche, bei intensivem grünland verlieren die pflanzen durch das kurzmähen bis zu 90% der wurzelmasse, gegenüber blühenden beständen. lcp ist da natürlich gestört.
wenn der bestand so über den winter geht, sind nährstoffauswaschungen möglich.
ich sag auch nicht keine düngung , sondern stark reduzierte düngung.
die alten hasen im amiland schaffen mit genannten massnahmen wie vielfältige zwischenfrucht, mehrstufenbegrünung, vorerntesaat, bei- und untersaaten bis zu 0,5-1% und jahr, bei keinerlei bodenbewegung, wenn wir mal bei 7-10% sind können wir ja über weitere steigerungen philosophieren.


2472660 antwortet um 11-12-2017 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
intensiv organisch gedüngtes grünland liegt halt schon oft in diesen humusgehalten von 8-10% und ich kann mir schwer vorstellen, dass das system grünland von der bodenfruchtbarkeit her mit irgendeinem ackerbausystem getopt werden könnte.
was mich aber trotzdem beschäftigt, ist, dass am acker (zb silomais) zt deutlich höhere tm-erträge realisiert werden, als am grünland, obwohl am grünland jeder vetetationstag voll ausgenützt ist und die bodenfruchtbarkeit ungleich höher ist als am acker??

biolix antwortet um 11-12-2017 08:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mooorgen !

schön das der MF jetzt auch hier ist.. er bemüht sich ja auch schon seit Jahren in diese Richtung.. ;-)

Froh wären wir mal alle wenn wir wieder auf 5-6% kämen die früher anscheinend normal in unseren Ackerböden im Schnitt waren.
Denn ich glaubs nicht das es in so kurzer Zeit geht, natürlich wäre es schön und wünschenswert, dann wäre es doch soo leicht, und ich könnte das schon irgendwo sehen, doch ich sehe wenn ich durch die Lande fahre, seit Jahren eher das Gegenteil.
Bei viehlosen Konventionellen, hier bei uns im Umkreis, wirklich extrem ins Gegegenteil , siehe Bilder.

Oder ist es so wie MF schreibt, wer will das dann schon, wenn mit so viel Humus, dann wenig bis kein Handelsdünger und auch kein PSM gebraucht würde. Das wäre dann schon fast bio alles.. ;-) Also ich würde mich darauf freuen, und eigentlich müsste sich jeder Bauer darauf freuen, außer halt die chemische Industrie..

lg biolix

FeSt antwortet um 11-12-2017 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@2472660

Z.B. Mais als C4 Pflanze hat eben eine bessere Photosyntheseleistung, spricht CO² Bindung. ist also besser als die allgemeine Meinung, und auch von der Wurzelleistung zu Unrecht schlechtgeredet, siehe Wurzelatlas.
Entsprechend passende Untersaat dazu, was will man mehr, hat ja auch dementsprechende Kollektorfläche dafür. ;-)

Zitat cleverpedia.de C4 Pflanzen:
"Die C4 Pflanzen haben eine effektivere Möglichkeit CO2 zu fixieren (das Gas “festzuhalten”, so dass es durch die Pflanze transportiert werden kann).

Das geschieht nämlich nicht sofort mit dem Enzym Ribulose-1,5-bisphosphat-Carboxylase oder kurz RuBisCo, sondern vorher noch mit PEP-Carboxylase. Diese kann das CO2 besser aufnehmen und arbeitet effektiver. So kann bereits bei geringer CO2-Zufuhr die Fotosynthese stattfinden!

Es gibt keine C1- oder C5-Pflanzen. Der Name kommt von der ersten Fixierung. Bei den C3-Pflanzen nennt sich dies 3-PGA und ist aus drei Kohlenstoffatomen aufgebaut."

Bei den C4-Pflanzen hat die Verbindung 4 Kohlenstoffatome.

Für weitere Detailfragen wird man hier fündig:
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=10853

2472660 antwortet um 11-12-2017 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
das mit der speziellen eigenschaft der c4 pflanzen ist mir bewusst, aber auch getreide schafft 15to Tm/ha und das wird auch alles vom frühjahr bis anfang/mitte juli produziert, da sind beim grünland (und auch beim mais) noch 3 vegetationsmonate mehr zur verfügung

ANDERSgesehn antwortet um 11-12-2017 16:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@2472660
*) ich mache direktsaat (bei Gelegenheit hänge ich Fotos an).
*) optimale humusgehalt. guter humusgehalt auf cewe-labor
bezogen (System trockenen Verbrennung: muffelofen)
beginnt bei 2,2% - humuswerte wachsen nicht linear an
unter 2% relativ schnell. bis 6...7% linear, und danach flacht
die kurve wieder ab, bei ca 10-15% ist eigentlich schluß.
*) weltrekordverdächtiger ertrag ist sicher der Indikator für
besten bodenzustand. darunter werden fehler gemacht (ob
wir oder der Traktor, oder das bearbeitungsgerät, oder
nährstoffüberschüsse, Blockaden oder mängel oder oder oder
ist dann zum herausfinden)




 

ANDERSgesehn antwortet um 11-12-2017 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
hier noch ein bild



 

ANDERSgesehn antwortet um 11-12-2017 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
und noch ein bild



 

reinhard.s(fpc28) antwortet um 11-12-2017 16:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@ biolix

zumindest in Feuchtgebiet dürften die Aussagen, dass der Acker früher mal 5 - 6 % Humus hatte nicht stimmen. Habe des öfteren Acker mit vermutlich ewigen Dauergrünland nebenan (extrem starke Hanglagen) verglichen. Wenn man die gleichen Einstichtiefen nimmt, um die gleiche Bodenmenge als Basis zu haben, waren bei mir die Humusgehalte fast immer gleich, nähmlich 3,5 bis 4 % (CeWe).
Grünland hat (auch) mehr, weil man seichter sticht, und natürlich Flächen mit Rindergülle haben gleich die richtigen Bakterien und daher auch mehr potential als meine seit 50 Jahren ohne Rinder bewirtschfteten Flächen.
Bei 1000 mm Jahresniederschlag dürfte das ohne externen Input nahe am Gleichgewicht sein.

Um das zu steigern braucht man entweder externen Input ("Systen Dunst" als Beispiel), wobei die Werte ohne externen Input schnell fallen dürften, oder man muss Wege gehen wie sie Andersgesehen beschreibt; leichte Steigerungen könnten auch noch Flächenkompostierungen a la Näser bringen (irgendwo der Faktor, den die Wiederkäuer zweifelsohne bringen).

Interessant wäre für mich die Frage, wo sich das System Turiel ansiedeln wird - mir gefällt es ganz gut, und ich vermute, dass der gesteigerte LCP einen Teil der Belüftungsverluste ausgleicht, wenn es nicht sogar in einem gewissen Rahmen aufbauend ist. Weiß dazu schon wer mehr?

biolix antwortet um 11-12-2017 20:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Servus Reinhard !

du kannst Recht haben was den Humus auf den Äckern betrifft.. haben auf den besten Wiesen auch nur 5,3 % ( alte Messungen noch vor 20 jahren ) Haben sonst aber auch nur 15-30 er Böden.

Da wäre ich jetzt mal froh hin zu kommen... aber wie gesagt schaut eh gut aus...

Warum glaubst du auch immer das es sehr viel Input braucht ? Angeblich reicht ja schon ein wenig no till , oder muss ja gar nicht sein, reichen ja einige "Spurenelemente" ..
Ich meine es ist am wichtigsten die Durchwurzelung ständig hoch zu erhalten, möglichst viele Feinwurzeln die möglichst viele Ausscheidungen haben. Diese in Verbindung mit dem Bodenleben das zig GVE sein können, schaffen das dann am Besten, Das glaube ich nicht nur, das sehe ich jährlich auf den Feldern inkl. die Verbesserung der Krümelstruktur und der Bodenfarbe und Wasserspeicherfähigkeit.
Wie gesagt, die Bodenruhe bei der Luzerne von oft bis 3 Jahren und bei Klee 2 Jahren und bei vielen Untersaaten die bis zu 20 Monate Bodenruhe oft schaffen. Da wird die Wiese schon sehr stark nachgestellt.

Hatten den Häufelpflug schon im Ort, hab einige Versuche gemacht, wie jetzt auch mit dem Stopelhobel, komm aber immer wieder auf das Wenzsystem mit einigen erweiterten Schritte wieder zurück..

Vielleicht schreibt Joe mal mehr darüber, der hat einen.. ;-)

lg biolix

p.s. was machst du so Reinhard bez. Humusaufbau ?


Joe_D antwortet um 12-12-2017 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Kultur ist nicht Natur.....aller dings gilt es die natürlichen Prozesse zu verstehen und daraus was besseres zu machen.....

https://www.youtube.com/watch?v=pmtU_9IzEvM

auf diesem Boden wurde mehrere Jahrhunderte Dammkultur betrieben, in einem Gebiet in Spanien wo der Wald eher einer Strauchlandschaft ähnelt, weil die Böden von Grund auf nur eine sehr dünne Humusauflage haben...der Tierbesatz eher bescheiden ist und die meiste Zeit auf mageren Wiesen und im Wald auch ihren Dünger "ausbrachten".
Der Hackenpflug/Dammpflug ist kein Wundergerät, allerdings kann man mit diesem solche bewirken...
Julian Turiel macht dazu wieder Vorträge und Feldbegehungen ...siehe www.dammkultur.info
und wahrscheinlich im März wird es in "Blick ins Land" einen Beitrag von Julian Turiel geben wo er beschreibt worum es geht beim Humus.....eines vorweg: es ist nicht unbedingt die Menge!

wem 21sec. beim Vorgewendemanagement zu lange sind, bleibt am besten dort wo er ist;-)

Joe_D antwortet um 12-12-2017 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
PS: Der Mensch neigt dazu in seiner Perfektion wesentliches zu übersehen.......https://www.youtube.com/watch?v=9hV8-tEka4E

mittermuehl antwortet um 12-12-2017 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@Joe_D ... und wenn ich 13 Pässe und einen Trottel im Flauschpyjama gesehen habe ;)


Nicht vergessen das die Böden in Spanien, Italien und Griechenland nicht von Natur aus so schlecht sind. Die wurden einfach seit der Antike zerstört. Da wird seit 2200 Jahren der Humus vernichtet. Dort wurden vor 2000 Jahren alle Zedernwälder ersatzlos abgeholzt. Und es wurde seither nicht besser ......

Joe_D antwortet um 12-12-2017 15:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
... wenn du es gleich beim ersten mal erkanntest, hast du eine sehr sehr gute Wahrnehmung, was siehst du dann bei dem Film?:

https://www.youtube.com/watch?v=pmtU_9IzEvM

die Wahrnehmung über den intellektuellen Niveau des Pyjamaträgers kann ich jetzt nicht nachvollziehen;-)

mittermuehl antwortet um 12-12-2017 15:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Hab ich oben überschneidend dazu geschrieben... ;)

Ich sehe das mit Kühen gepflügt wird was schon im Mittelalter eingentlich unwirtschafltich war. Ein Pferd hat durch die höhere Geschwindikeit eine bessere Leistung. Auch wenn ein Pferd keine Milch gibt. Sonst wiegen die zwei Tier halt so wenigt wie mein Oltimer mit dem ich striegle und egge... Aber Umbruch mache ich mit einen 2500 kg Traktor. So einen Pflug hätte ich auch nocht. Und im Notfall könnte ich sogar einen Gaul einspannen. Aber das will ich mir nicht antun...

;)

Joe_D antwortet um 12-12-2017 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
...aber wie siehst du den Bodenzustand?

Pferd oder Kuh....kommt das nicht auch auf die Betriebsgröße an?




mittermuehl antwortet um 12-12-2017 16:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Ich kann da nicht viel sehen. Geht sehr leicht. Wird sicher immer wieder am selben Feldstück umgebrochen. Der "Hausgarten". Sicher sehr trocken. Bei mir würden die Kühe das Holzteilen zerbröseln weil ich viel mehr Wurzelmasse haben. Und die Striegel könnte bei mir den Umbruch auch nicht so leicht glätten. Aber ein Stück "Hausgarten" hab ich auch. Der schaut auch so aus... Nur der ist nicht gerade ein Prunkstück für Bodenleben.

Die Kuh war einfach unwirtschaftlich. Deshalb sind alle die nur mit Kühen gearbeitet haben nie auf einen grünen Zweig gekommen und blieben arm. Bei mir in der Gegend wurde bis 1963-1965 noch so gearbeitet. Der letzte der so werkte hat das bis in die 90er so gemacht.

reinhard.s(fpc28) antwortet um 12-12-2017 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Servus Biolix!
Beschäftige mich nun auch schon über ein Vierteljahrhundert mit Humus und dessen Aufbau. Wissenschaftliche Meinungen gibt es dazu viele sehr sehr unterschiedliche (auch wenn es in Österreich sowas wie eine "herrschende" Lehre gibt- möchte ich als Wissenschaftler anmerken).

Meine Privatmeinung/Erfahrung ist, dass Humus im Boden als eine Art Fließgleichgewicht vorzustellen ist. Wichtige Faktoren in diesem Gleichgewicht ist das Wasser (jährliche Niederschläge, wie lange dauern Staunässephasen an, etc), die Bodenart (ich habe zum Besispiel großteils Pseudogleye, und der Rest ist großteils sehr schluffig, dh. endogene Staunässe eigentlich vorprogramiert, endogen hochanfällig für Dichtlagerung und Verschlämmung), und die Bewirtschaftungsweise (Bodenbearbeitung von der Technik bis zur Temperatur/Nässe des Bodens, dauerender Bewuchs, etc)

Wenn feststellen ich muss, dass extensives (3 maliger hoher Schnitt, wenig Düngung) vermutlich ewiges Grünland auf mehreren Standorten mit 20 bis 27 cm Beprobungstiefe (je nach Gründigkeit gleich beprobt wie der nebenliegende Acker) in etwa 4 % Humus aufweist (CEWE), dann glaube ich, dass dort mein standorttypisches Fließgleichgewicht liegt (aufgrund der mit fast 1000 mm relativ hohen Niederschlagsmenge logischerweise recht niedrig).

Das alte Grünland weist übrigens eine hervorragende Durch- und Bewurzelung auf.

Humusaufbau: in erster Linie klassisch --> Stroh gehört dem Boden, möglichst viel und gute Zwischenfrucht und natürlich ordentliche Hauptfrucht. Bei der Bodenbearbeitung habe ich Felderweise viel probiert, habe ua. ein Feld mit über 20 Jahre MinimalTill.
Mit der verbesserten Wasserspeicherfähigkeit der Minimalvarianten habe ich meine Schwierigkeiten (gibt Jahre da kann man zB. einfach keinen Raps säen, weil es in der relativ engen Aussaatzeitspange nie ausreichend abtrocknet), auf einem Standort der eigentlich in den trockensten Jahren den besten Ertrag abwirft.
Daher bleibe ich (bis auf Versuchsflächen) bei meinem System, einmal im Jahr tief zu lockern - wenn es das Jahr/ die Spatenprobe zulässt.
Übrigens hat das 20 jährige MinimalTill (max 1 mal 5 cm tief) bei ordentlicher Beprobung bisher keine Unterschiede im Humusgehalt gebracht; die obersten 10 cm sind sehr wohl von ca. 3 auf fast 7 % geprungen, aber die untern 17 cm sind verarmt. -da spielt auch die standorttypische Staunässe eine Rolle.
Die größte Humusvernichtung entsteht mM. auf meinem Standort übrigens nicht durch zu starke Belüftung wie dem Pflug, sondern durch den falschen Bearbeitungszeitpunkt - zu nass, zu kalt, etc.


Zum Input: Darum bin ich zur Überzeugung gekommen, dass mehr Humus (über dem standorttypischen Gleichgewicht) nur über eine Erhöhung des Inputs möglich ist (von mehr Bewurzelung, bis mehr Kohlenstoff, bis mehr Bakterien etc.); auch unter einer Begleitbegrünung der Hauptfrucht würde ich mehr Input verstehen, oder die oben besprochen Dinge. Nur so kann eine neues Fließgleichgewicht entstehen, und es kann nur aufrecht erhalten werden, solange der Input ins System besteht.

So jetzt reicht mal.
Eine schöne Zeit!

biolix antwortet um 12-12-2017 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Nabend REinhard !

wo seit ihr alle zu hause mit 1000mm Niederschlag im jahr.. ;-)

Ja, bin da voll bei dir, vernichtet ist schnell mehr als aufgebaut... ;-(

Und wenn du da als mehr verstehst, die Begleitfrüchte, dann passt das gut...
Bei 1000 mm kannst ja sooo tolle Untersaaten und Begleifrüchte anbauen.. ;-)

Joe von dir hätte ich mir Erfahungsberichte erwartet, und nicht so "tolle" Videos.. ;-)
Wobei das mit der Kuh das hatte schon etwas..;-)

gn8

2472660 antwortet um 13-12-2017 07:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
versteh nicht, warum man als biobetreib mit untersaaten und begleitfrüchten sich abmüht, die kommen eh wenn der bestand zu schwach ist von selbst (kostenlos und genau das, was der boden haben will) und wenn ein dichter, guter bestand vorhanden ist (was man ja anstrebt) kommt weder beikraut noch begleitfrucht noch untersaat hoch.
vielhlos ists vielleicht ein wenig anders, weil da die bestände in der regel nicht so dicht sind und man mehr leguminosen braucht/will

Joe_D antwortet um 13-12-2017 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Reinhard.s.
Die größte Humusvernichtung entsteht mM. auf meinem Standort übrigens nicht durch zu starke Belüftung wie dem Pflug, sondern durch den falschen Bearbeitungszeitpunkt - zu nass, zu kalt, etc.

Ich habe auch kein Labor, und kann daher auch nur mir aus Untersuchungen die andere gemacht haben, und dann deren Ergebnisse um so öfter abgeschrieben/ausgelegt wurden, meinen Reim machen.
Durch Zufall bin ich auf die Dammkultur gestoßen....und so wie andere in den Süden fahren, fahre ich lieber auf "Entdeckungsreise" in ein anderes Land.
So bin ich gleich 2x hintereinander 900km in eine Richtung gefahren weil mich der durch die Dammkultur entstandene Boden und deren Pflanzen fasziniert haben...... sorry ja ein Video kann natürlich nicht das zeigen was man mit der Hand angreifen kann, aber der eine sieht eben die Kuh und er andere den Boden.

Es kommt also nicht wirklich nur auf die Humusmenge an, sondern wie viel als Tonhumuskomplex angelegt ist.
Dies ist eine sehr labile galertartige Schleimschicht die eben aus Ton, Humus (zum Großteil abgestorbene Zellwände von org. Masse inkl. Mikroorg.), Mikroorganismen und Wasser besteht. Manche bezeichenen es als Edaphon, oder das Lebendige (R.Steiner) u.s.w. wie auch immer....
Tatsache ist, das eben wenn der Boden feucht ist dieser Tonhumuskomplex (THK) sehr leicht aufplatzt wenn er zu feucht bearbeitet wird oder abstirbt wenn der Gasaustausch unterbrochen wird, oder durch Fäulnis einfach die Mikroor. absterben und somit die Schleimschicht wieder auf geht.
Effekt ist nat. immer freier N (Leichensäfte) der zu einem momentanen Wachstumsschub führt mit allen Begleiterscheinungen (untkontrollierter N-schub Zuckerstress der Pflanze, Blattläuse Pilze....).
Es gibt defakto kein Gerät welches den Boden so wenig berührt (schneidet, schmiert, quetscht, zerrschlägt... ) als der Dammpflug von Turiel. Auch ist eine Rückverfestigung gar nicht erst erforderlich, weil erstens viel mehr Wasser gespeichert werden kann, die Kapillarität auch während der Kulturführung unterbrochen werden kann, der Wasserdampf immer in die Dammmitte/Spitze zur Kulturpflanze von selbst geht, wenn der Boden wirklich in Gare ist.
Entsteht nat. nicht von einem Tag auf den anderen ....aber sieh dir bitte noch mal das Video an, der Boden besteht nur aus THK und je mehr in dieser Form erhalten werden kann desto mehr reichert er sich dann auch an....
mehr vielleicht im Seminar .... wenn du Zeit hast würde mich freuen biolix;-)



biolix antwortet um 13-12-2017 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Mahlzeit Joe !

Die Erklärungen gefallen mir jetzt sehr..
Da bekomm ich wieder einen Guster.. klar fahr ich Mal wieder mit, und klar hab ich nicht nur auf die Kuh gesehen, das die Frau die Arbeit macht, hat mir ebenfalls sehr gefallen... :-)

Nun Spaß beiseite, klar hab ich auch aufs Gerät und auf den Boden gesehen.Als erstes sind mir gleich die Abschleifketten vom häufelpflug eingefallen, und ja die Gare war nicht schlecht,doch ich hab's gerne grüner.,

Ja 2472660.. Ja man könnte auch auf Heilkräuter warten, und bei 1000 mm ( wo kommst du eigentlich her ?! ) Wächst bestimmt etwas, doch es gibt eine Vielzahl von Gründe warum ich Untersaaten mache, einige sind ja schon genannt, aber ich wiederhole sie gerne:

Aktive Anlage mit Mischungspartner eben verschiedene selbstverträgliche Kleesorten und Gräser sind mir lieber und ich finde auch effektiver siehe die Bilder, als beikrÄuter die irgendwann irgendwie aufgehen.
Es passiert sowieso in einem Arbeitsgang.entweder gleich bei der Herbst Saat oder dem 2. mal Frühjahrsstriegeln Ende April- Mitte Mai...
Ab dann gibt's eben die Bodenruhe ein Jahr lang, falls eine sommerung abgebaut wird.
Weiters Brauch ich im Herbst keine Begrünung mehr anbauen denn die Untersaat zählt als Begrünung...
Und das wichtigste, das Boden Leben und die Bodengare dankt es mir schon seit Jahren, drum mach ich es am liebsten..:-)

LG biolix



Joe_D antwortet um 13-12-2017 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
danke lixl wird mir eine ehre sein....;-)

mittermuehl antwortet um 13-12-2017 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
@biolix "ja die Gare war nicht schlecht,doch ich hab's gerne grüner" .... das kann man nicht netter sagen. Mit dem Werkzeug wird es mit Begrünung nichts. Echter Grünlandumbruch wohl auch nur sehr selten. Aber im Hausgarten eine Lösung..

Joe_D antwortet um 13-12-2017 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
...ja bis zu 800ha sind die Hausgärten die damit gemacht werden;-)

mittermuehl antwortet um 13-12-2017 16:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Respekt. Die Dame hole ich mir. 800ha mit zwei Rindern umbrechen. Super. Ist sie verheiratet?

Ich will aber trozdem etwas mehr Grünzeug und Wurzelmasse. Aber wenn man mag das es staubt ist so ein Boden sicher nett.. Wie gesagt. Die Dame könnte mich reizen. Die spanischen Staubstürme weniger.


Joe_D antwortet um 14-12-2017 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
ja so ist es mit dem Alter: werden will es jeder, sein aber um so weniger ....darüber zu lästern, macht einem es wohl nicht leichte wenn man es dann auch selbst ist;-)
zur Info:
die Erosion (Wind und Wasser ) kennen sie erst seit sie Pflug und Chemie verwenden, sonst hätten sie wohl kaum Jahrhunderte so wirtschaften können. Duzende Hänge sind seither unrentabel geworden durch Erdabtrag u. Co.
2016 hat es zb in der Gegend wo dieses Video gedreht wurde bereits ende Mai rund 1000mm Jahresniederschlag gehabt..... dieses Jahr war es dann so heiß, dass die Getreidepollen abgestorben sind....Klimaveränderung ist nicht nur Niederschlagsveränderung

ANDERSgesehn antwortet um 14-12-2017 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
zur Absicherung fürs befruchten, also
@Joe-d dein pollenabsterben ist die
Versorgung von zink und noch mehr
bor der entscheidende Faktor!

anbei ein Foto aus dem jahr 2015
dürrejahr in ö. ... hoffentli erkennt
man dadurch den sinn von bor.




Bormangel mit Folge schlechter Befruchtung Dürrejahr 2015
 

Joe_D antwortet um 14-12-2017 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
sorry da bin ich jetzt auch überfordert, wie viel Grad C. nun Pollen aushalten und ob dies und um wie viel Grad erhöht werden kann .... gibt es da Untersuchungen?
Es handelte sich jedenfalls um Getreide.....

ANDERSgesehn antwortet um 14-12-2017 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
Die assimilations fährt in ruhemodus
bei ~45°c bei Getreide und bei mais
~55°c (nicht im schatten gemessen).
... und das haben wir in unseren breiten auch.

für die befruchtung ist die (luft)Feuchtigkeit
bei Getreide nicht entscheiden. hier spielt
bor für den kleber auf der narbe und pollen-
sowie Pollenschlauchentwicklung die
entscheidende rolle.

salopp formuliert, wenn durch bor keine
pollen produziert werden könnnen gibt es
keine befruchtung und wenn kein kleber
auf der narbe vorhanden ist (bei mais
und dürre, der punkt) kann kein pollen
hängenbleiben und hineinwachsen zum
befruchten.

sieht man das bild des kleinen kolben
genauer an sieht man auch eine
Linie kleiner/unbefruchteter körner
inzwischen der großen(befruchteten
körner. geschuldet ist das weil die
äüßeren narbenfäden schnell austrockenen.

aber der vergleich zum schönen und vollen
kolben, sollte das zum nachdenken anregen.



Joe_D antwortet um 14-12-2017 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Thema Humus(gehalte)
so viel ich weiß hatten die mehrere Tage hintereinander mehr als 40 Grad ....allerdings im Schatten, Spitzen von 42 und dabei sind dann die Pollen abgestorben ....hab es aber nicht nachkontrolliert;-)

Bewerten Sie jetzt: Thema Humus(gehalte)
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;547816
Login