Neubau Hackschnitzelhalle

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schnapserei 14-05-2017 21:40 - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Hallo Forum,

plane gerade an einer Maschinenhalle, in dieser auch meine Hackschnitzel lagern sollen.

Auf der rechten Seite der Halle wird ein Stück abgemauert und eine Schüttbox für Hackschnitzel soll entstehen. Als Tor möcht ich ein Agrotel Rolltor nehmen (wie bei den Laufställen). Da die Hackschnitzel dann auf allen 3 Seitenwände sozusagen am Beton anliegen, überlege ich, dass Lager zu unterkellern: sprich Lochblech am Boden und ca. 0,5m tiefe Kanäle darunter (Auflagen ev. geschalt oder mittels Stahlträger). Das Gefälle im Gelände würde es zulassen, dass auf der Hallenhinterseite die "Unterkellerung" nach außen frei ist (Ostseite).

Denkt ihr, die Unterkellerung bringt Vorteile in der Hackschnitzelqualität? Gebläse möcht ich keins einsetzen, lediglich die natürliche Windkraft soll unter dem Haufen ggf. "durch" zirkulieren. Hackschnitzel aus der Winterschlägerung werden bei mir im Spätsommer gehackt.

Besten Dank,
Martin (OÖ)



179781 antwortet um 14-05-2017 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Warum ein Tor? Es wird doch niemand Hackschnitzel aus dem Lager stehlen wollen. Und wozu eine Mauer Drumherum? Für ein Hackgutlager ist etwas luftdurchlässiges besser. Etwa eine Begrenzung aus Holzpfosten mit 10 cm Abstand und ein Gitter dran, damit nichts durchfällt. Dann kann die Luft immer durch den Haufen, was sicher ein Vorteil ist.
Ein durchlässiger Boden noch dazu ist die DeLux Variante. Das würde ich aber auch gleich so ausführen, dass du bei Bedarf ein Gebläse dranstellen kannst.
Wir haben das so gemacht und damit kann man einen 80 m3 Haufen grüner Hackschnitzel mit einem 2 Kw Gebläse recht gut trocknen.

Gottfried


rotfeder antwortet um 14-05-2017 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Hallo!
Würde ich nicht unterkellern um zu belüften. Betonboden um auch mit schwereren Ladern drauffahren zu können halte ich für zukunftsträchtiger. Einfach trockene Hackschnitzel einbringen, und mit dem Lader zusammenschieben.


modi antwortet um 14-05-2017 23:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Hallo
Bin gerade beim Errichten einer Flachbodentrocknerei. Ich verwende vollflächig Schlitzbrückenbleche(=geringere Ventilatorleistung gegenüber Kanäle, weniger Schalarbeit). Unterbau wird eine Holzkonstruktion (ca. 1/5 gegenüber Stahl) und LKW befahrbar. Kannst damit auch Getreide, Mais usw. trocknen. Gerne weitere Infos.
mfg


jakob.r1 antwortet um 15-05-2017 08:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Grüß Dich Martin, wie schon andere vor mir ausgeführt brauchst Du für Hackschnitzel keine Trocknung per Luftkanal oder Gebläse wenn Du diese nicht in der Maschinenhalle von drei Seiten einbaust und vielleicht von der vierten Seite noch mit einem Tor sicherst damit ja kein Wind rankommt. Um das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen sollte der erste Gedankengang sein, das Du trockene Hackschnitzel eher bekommst wenn Du Dein Holz aus der Winterschlägerung sofort in die Halle häckselst und nicht die Stämme irgendwo im Wald bis zum Herbst liegen lässt. Hackschnitzelhaufen in der Halle vielleicht sogar G 50 gehäckselt (wenn das Deine Anlage verträgt) trocknet turboschnell ab im Vergleich zu Trocknungsversuchen von Stämmen im Wald -- auch wenn diese noch so kunstvoll aufgeschlichtet und abgedeckt werden.
Hartholzstämme werden Dir eher zermucken als zu trocknen wenn Sie nicht aufgespalten werden. Also nur unnötige Zeit- und Geldverschwendung. Wichtig ist eigentlich nur, die Maschinenhalle so hinzustellen das Du erstens eine Einfahrthöhe bekommst, welche Deinem angehobenen Kipper entspricht, bei mir waren das 5,7m und die heutigen LKW- Lohnhäcksler freuen sich auch, wenn Sie mit Förderband oder Gebläserohr keine Verrenkungen machen müssen. Zwischen Maschinenhalle und Material zu Häckseln sollten ca.5m Abstand sein, damit der Häcksel-Lkw schön dazwischen stehen kann und an der Stelle des Einzugstisches sollte der Haufen nicht höher als 3m sein, damit beim Häckselanfang das Material nicht schräg von oben auf den Häckseltisch gezogen werden muss. Davor und dahinter kannst den Haufen so hoch bauen wie dies Dein Rückekran zulässt. Das Ganze möglichst nicht auf der Nordseite planen. Von einer Abplankung aus Holz würde ich eher abraten weil dort wo der Hackschnitzelhaufen am Holz anliegt fault die Holzkonstruktion Deiner Halle sehr schnell. Da die Lkw-s den Einzug alle von rechts in Fahrtrichtung haben und nach links häckseln- mögen es die Fahrer gerne, wenn bei langen Haufen nach vorne umgesetzt werden kann. Beim Häckseln direkt in die Halle hast Du den Vorteil das Du nichts mit Frontlader... nachschieben musst, ein guter Häckslerfahrer zaubert Dir den Haufen genau dorthin wo Du diesen haben möchtest. Wichtig ist noch für die spätere Entnahme mit dem Frontlader das Du die Anschlagswand ca. 2m hoch aus Beton baust, weil ein Holzverschlag den Gegendruck nicht aushält. Auch ansonsten ist der Pressdruck eines hohen Hackschnitzelhaufens nicht zu unterschätzen, ein Bretterverschlag hält diesem nicht lange stand.

Beste Grüße
Jakob



AO1 antwortet um 15-05-2017 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Lieber Martin,

du scheinst einer zu sein, der verstanden hat, warum Hackschnitzeltrocknung Sinn macht. Von selbst, nur weil du darunter ein Lochblech montierst trocknet aber leider gar nichts schneller. Falls du also keine trockenen, Hackschnitzel mit weniger als 20% Restfeuchte zur Verfügung hast, dann spar dir das Geld einer Eigenbaulösung, sondern frag bei Leuten nach, die sich mit Trocknung auskennen und das schon Jahrzehnte lang machen.

Egal wen ich gefragt habe, gleichmäßige Trocknung (ohne Nester) hatte niemand, außer er investierte viel (wertvolle!) Zeit in seine Hackschnitzel. Ich habe mir nach einem missglückten Selbstbauversuch vor einiger Zeit eine Cona-Trocknung zugelegt und kann nur sagen, dass sich jeder Cent gelohnt hat. Ursprünglich wollte ich nur mein eigenes Material trocknen - aber mittlerweile fragen mich sogar schon die Nachbarn, ob ich ihnen gegen Bezahlung ihre Hackschnitzel trocknen kann. Seither überlege ich eine Erweiterung, weil ich damit sogar Geld verdiene.

Ich bin aus der Nähe von Berchtesgaden, du scheinst aus Oberösterreich zu sein - die Jungs von Cona sind daher bei dir vermutlich sogar um die Ecke.


jakob.r1 antwortet um 15-05-2017 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@AO1... darüber das Hackschnitzel trocknen Sinn macht ist uns wohl allen klar. Die Frage ist eher, ab welcher Menge jährlich sich das Ganze auch betriebswirtschaftlich rechnet. Die Firma Cona, welche Dich beliefert hat schreibt nichts darüber das Du ja die Solaranlage auch dazukaufen musst, neben der eigentlichen Trocknungsanlage. Du schreibst, das Du sogar an Erweiterung denkst, weil die Nachbarn bei Dir trocknen lassen möchten oder getrocknete Hackschnitzel kaufen. Es würde sicher nicht nur mich interessieren, wie Du das mit dem "verdienen" ausrechnen kannst. Schätzungsweise solltest Du mindestens 5Tausend Kubikmeter jährlich umsetzten oder irre ich da?
Beste Grüße
Jakob


hap antwortet um 20-05-2017 11:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
RIMIG schlitzbrückenbleche sind das Produkt das deinen Anforderungen entspricht.
Vorteil ist vollflächig auch mit Radlader befahrbar und keine Kanäle.
luftauslassöffnung im vergleich zur fläche ist natürlich ein Thema dafür kannste aber auf eine I-täger Konstruktion schweissen und die Konstruktion ist relativ einfach gebaut.

nur frage ich mich ob sich das für hackschnitzel lohnt?
mischen musst du auch und eine dreiseitige betonbox sollte es auch sein weil Holzbohlen verfaulen!
die Rentabilität einer hackschnitzeltrocknung zweifel ich bei den derzeitigen hackgutpreisen ohnehin an!
wichtig ist eher kein nadelmaterial und feinzeug hacken! und wenn möglich G50 die Energie die du zum trocknen brauchst beinhalten die hackschnitzel!

und bei den preisen für hackgut mit einer Sekundärenergie zu trocknen halte ich für geldverschwendung!
rechne mal die Arbeitszeit ,Investitionskosten,abschreibung,verzinsung?

wenn dir deine Trocknung 10000.-€ kostet und ist gleich mal verbraten und die die 10000.- mit 4 Prozent verzinst p.a kannst um die 400 euro schon wieder jede menge hackgut kaufen!
die hackguttrocknerei ist so ein nebengewerbe für die biogasbranche dass ihnen nicht gleich das gas ausgeht!


AO1 antwortet um 21-06-2017 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Neubau Hackschnitzelhalle
Bei Trocknungskosten (elektrisch) von ca. €0,70/srm + Manipulationskosten (Traktor) von €1,30/srm liegt die Cona-Trocknung bei ca. €2,- pro Schüttraummeter Hackschnitzel.

Wem getrocknete Hackschnitzel weniger als €2,- mehr wert sind, als feuchte Hackschnitzel hat entweder den Beruf verfehlt, oder kauft feuchtes Material zu teuer ein. Bei meiner Trocknung in Bayern habe ich eine Spanne von knapp €10,- ... dh. knapp €8,- pro m³ laufen direkt in die Amortisation der Anlage. Für mich rechnet sich daher meine Trocknung bereits nach 3 Jahren. Also keine Angst, das Ding funktioniert!


koenig49 antwortet um 24-10-2017 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@modi
Hast du deine Trocknung schon errichtet?
Ich bräuchte ein paar Infos zu den Schlitzbrückenblechen bzw. wie du den Unterbau gestaltest hast.
Von welcher Firma hast du die Bleche gekauft?


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