Raiffeisen und der goldene Osten

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sturmi 18-04-2015 07:25 - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Vor genau 4 Jahren sagte der damalige Raiffeisen OÖ Generaldirektor Ludwig Scharinger, volkstümlich König Luigi genannt, bei einem Osteuropaforum:
"Osteuropa und Russland sind eine "Jahrhundertchance, die wir nützen müssen". Prognosen zufolge werde Osteuropa in den nächsten Jahren viel stärker wachsen als Westeuropa. "An dieser Entwicklung wollen wir teilhaben", so der Generaldirektor. Die RLB-OÖ begleitet aktuell 20.000 deutsche und österreichische Unternehmen bei ihren Geschäften in Osteuropa."
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Nun, die Euphorie des König Luigi ist inzwischen einer gewissen Ernüchterung gewichen! Die RLB OÖ ist noch mit einem blauen Auge davongekommen, - 47 Mio! Raiffeisen International - 493 Mio, Raiffeisen Zentralbank - 323 Mio, RLB NÖ-Wien - 273 Mio!
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"Die Gier ist ein Hund, der viele Unschuldige beißt"
MfG Sturmi

 

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fgh antwortet um 18-04-2015 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Blauäugig - einfach nur blauäugig.

Der Osten hat definitiv potential - aber nicht zur "Entwicklung". Diese Prognosen und Rechnungen wurden ohne der dortig herrschenden Mentalität gemacht und die Mentalität eines Menschen ändert sich nicht so leicht und die Korruption schafft sich auch nicht so von heute auf morgen ab.
Alles was arbeiten und sich entwickeln will, haut dort ab und versucht bei uns Fuß zu fassen.
Mit den Fördergeldern schießt die EU noch zusätzlich Unmengen an Geld in diese Länder und bremst die Entwicklung zusätzlich - die Kluft zwischen Arm und Reich wird dort dadurch größer statt kleiner und reiche Korrupte profitieren.

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rossz antwortet um 18-04-2015 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Und auf jene welche gewarnt haben hat niemand gehört. Schon gar nicht die von der Uni kommen.

L.Gr. v.
Rossz

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baerbauer antwortet um 18-04-2015 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
grundsätzlich:
im nachhinein ist man immer gescheiter
wer nix riskiert gewinnt nix (ohne einen lotto-tipp gewinnst nie was, aber verlierst auch nix)
hoche gewinnchancen > viel risiko
wenig risiko > wenig gewinnchancen

und dies gilt immer, egal was alle gurus immer sagen.
wenn was aufgeht ist man ein prophet, wenns in die hose geht, haben es die gegener schon immer gewußt (diese aussagen werden ja meist von jenen getätig, die unbeteiligt an den sachen sind)


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fgh antwortet um 18-04-2015 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Gerade eine Bank sollte aber nicht die gesamte Existenz zugungsten von Gewinnchancen auf's Spiel setzen.
Mein Arbeitgeber ist schon einige Jahre im Osten tätig und mittlerweile auch in allen Ländern erfolgreich tätig, hat natürlich auch teure Erfahrungen gemacht, aber rechtzeitig die rosa Brille abgenommen und dadurch alles in die richtigen Bahnen gelenkt.

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Fallkerbe antwortet um 18-04-2015 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
@bearbauer,
volle zustimmung

Und die grösste Genugtuung, wenn eine Investition eines anderen in die Hose geht, haben meistens jene, die sich nie was zu Investieren trauen- und natürlich auch nicht weiter kommen.

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179781 antwortet um 18-04-2015 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Da stimme ich auch der Aussage von baerbauer zu. Natürlich geht da einiges Kapital den Bach hinunter momentan. Da ist aber nicht grundsätzlich das Engagement im Osten schuld dran, sondern in den jeweiligen Einzelfällen die dafür Verantwortlichen.
Langfristig gesehen ist gerade in den Ländern der ehemaligen SU viel Wachstumspotential vorhanden, während Europa ganz eindeutig am absteigenden Ast ist. Also ist es auf jeden Fall richtig dort wirtschaftlich mitmischen zu wollen.

Gottfried

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Hirschfarm antwortet um 18-04-2015 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Wenn unsere Banken nicht in den Osten gegangen waeren , haetten Sie mit dem Geld das so im Osten investiert wurde,ganz Österreich zubetonieren müssen. Ob das sinnvoller gewesen waere wage ich zu bezweifeln. In Summe glaube ich das die Investitionen trotzdem ein Geschaeft waren.
mfg

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JD6230 antwortet um 19-04-2015 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
ausserdem muss man sehen, dass in den letzten Jahren ordentliche Gewinne im Osten erzielt wurden, welche anschließend auf die österreichischen Landesbanken (oö, nö-w,...) aufgeteilt wurden. .....komisch nur, dass sich da niemand beschwert hat?

Man mag kritisch zu Raiffeisen stehen, aber trotzdem sollte man sehen, dass die gesamte Raiffeisenbankengruppe eine ÖSTERREICHISCHE Bank ist! Welche der großen Banken ist das noch?

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freidenker antwortet um 19-04-2015 23:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
glaubst sturmi, dass dort jemand ohne gehalt hackelt auch wenn der konzern unter seinen erwartungen abschneidet?
13,14, und bilanzabhängiges 15tes?

mir san so oam , bitte glaubts uns des doch!



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Ziegenbua antwortet um 20-04-2015 07:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Raiffeisen und der goldene Osten
Bei angepassten Prämien wenns halbwegs gut gelaufen ist hätte man es auch verkraftet wenns zum Schluss hin schlechter gelaufen wäre (bzw. ist). Wenn man die überdimensionierten Gehälter und Bonuszahlungen zurück in den Topf werfen würde wäre die RLB-OÖ wohl zum jetzigen Zeitpunkt positiv, denke nicht dass die Bosse dort zusammen weniger als 50mio abgesammelt haben.

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