"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......

Antworten: 22
helmar 14-10-2013 08:07 - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
In etlichen Fällen des österreichischen Förderwesens gab und gibt es immer wieder die sogenannten "Herbstanträge", und besonders in den Verlängerungsjahren der Programme war dieser Herbstantrag notwendig um einen Verbleib im Folgejahr anzumelden............man hat auf die "Politik" mehr oder weniger vertraut, und es hat sich ja nicht allzuviel in den Programmen geändert.

Inzwischen ist es aber so dass in meinem Umfeld immer öfter nach den in den letzten Jahren oft vorgekommenen Änderungen laufender Programme ziemliches Misstrauen herrscht. Und dass nicht zu Unrecht, man sich noch mehr Vorschriften und weniger Geld erwartet.......In Österreich hieß es seitens der Politik dass mit dem Beitritt zur EU in dieser kein Euro liegen bleiben dürfe.....und Repräsentanten von BB und Kammer betonten stolz, dass Österreich die höchste "Förderquote" hat. In vielen Ländern nehmen gar nicht so wenige Landwirte keine "Förderungen" mehr in Anspruch, wohl deshalb weil sie der Politik misstrauen..........und mein Pächter meinte gestern dass er sich sehr überlegt, einen Blankoscheck noch zu unterschreiben. Denn aus seiner Sicht scheint es ihm durchaus möglich dass man sich bereits über den Herbstantrag zumindest teilweise in neue, noch nicht bekannte Programme verpflichten könnte.
Mfg, Helga


soamist2 antwortet um 14-10-2013 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
mir ist kein fall bekannt wo jemand gezwungen zu unterschreiben


helmar antwortet um 14-10-2013 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Stimmt......lieber Soamist2.....aber immer mehr und immer öfter gibt es welche welche sich überlegen ob sie überhaupt noch unterschreiben. Und glaub mir, die Taschenrechner werden da schon befragt. Und das ganze Almflächendesaster, wo doch manche es eh nur gut gemeint haben, welches auch darauf beruht dass die österreichische Politik EU-Vorgaben ausser Acht gelassen hat, trägt auch zur Verunsicherung bei. Manche "Kleine" werden auch nicht mehr einen Antrag auf irgendwas stellen.
Mfg, Helga



Shalalachi antwortet um 14-10-2013 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Stimmt net, die Antragstellung erfolgt vorbehaltlich, also kann man sie auch noch zurückziehen.

Und was willst bei einer Begrünung groß falsch machen?
Für den Boden ists immer gut.


Christoph38 antwortet um 14-10-2013 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Die Unsitte jemand vor die Wahl zu stellen sich vorab zu verpflichten, obwohl keiner weiss was tatsächlich umgesetzt wird, ist offensichtlich. Es gibt kein Argument mit dem eine solche Vorgangsweise schöngeredet werden kann.

Dass man bei Leistung der Unterschrift weiss, was kommt bzw. wozu man sich verpflichtet, wäre eigentlich Mindeststandard.


Fallkerbe antwortet um 14-10-2013 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Hallo,
es sollte für einen (bauerlichen) Unternehmer selbstverständlich sein, das er sich was überlegt, bevor er einen Vertrag unterschreibt.

Ich gebe euch aber vollkommen recht, das es recht unverfrohren ist, einen "blankovertrag" zur unterschrift anzubieten.
mfg


Christoph38 antwortet um 14-10-2013 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Seltsam auch die Optik, wenn Ministerium & Co die Bauern auffordern längerfristig betrieblich zu planen ("2020"), aber die Politik selber nicht in der Lage ist langfristig vorhersehbare Programme aufzulegen.


joholt antwortet um 14-10-2013 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Ist zwar ein weinig Provokativ aber sollte man seinen Betrieb nicht so aufstellen dass man vollkommen auf die Förderungen angewiesen ist?
Mfg Hans


walterst antwortet um 14-10-2013 14:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
MIr wäre lieber, nicht vollkommen auf die Förderungen angewiesen zu sein.


Christoph38 antwortet um 14-10-2013 14:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@ joholt: Wie soll man einen einzelnen Betrieb so aufstellen, dass man nicht auf Förderungen angewiesen ist, in einem wirtschaftlichen Umfeld wo Förderungen üblich sind und teilweise als Ausgleich für naturbedingte und andere Nachteile bezahlt werden ?
Mit der Antwort machst du vielleicht den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Soll zB ein Milchbauer jetzt von seiner Molkerei für den Liter Milch € 1,- verlangen, weil er durch diesen Preis ohne Förderung auskommt ?

Der (kleine) Einzelbetrieb, der seinen gesamten Markt aufmischt und aushebelt ?


joholt antwortet um 14-10-2013 17:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@Christoph38 Es wird dir aber wahrscheinlich nichts anderes übrig bleiben als alle jahre mit weniger Förderung auszukommen. dafür braucht man keinen nobelpreis das sind tatsachen mit dem wir leben müßen. der was es schafft seinen betrieb so zu führen wird überleben und die andern wirds halt erwischen.
Mfg Hans


walterst antwortet um 14-10-2013 17:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@joholt
aus welchem Grund willst Du volkommen auf Förderungen angewiesen sein und weshab glaubst Du, damit besser überleben zu können?


muk antwortet um 14-10-2013 18:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
www.almfutterflaechen.at

hätte ich beinahe übersehen .

selbsthilfefonds gegen förderirreführung . warum wird diese gemeinschaft nicht besser beworben ? ?

rechtssicherheit bei förderprogrammen ist doch eine frage die alle landwirte interessiert .
 


MUKUbauer antwortet um 14-10-2013 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@ Shalalachi
Ja da magst nicht unrecht haben, solange keine Kontrolle in Aussicht ist, wenn die dich also im System schon haben das sie dich Kontrollieren wollen, gibt´s keinen Ausstieg wurde mir gesagt
und das nächste ist, das ich nicht glaube das man wie manche meinen - wenn was daneben geht nur das eine Jahr betroffen ist ...

Begrünung haben wir so oder so - trozdem geb ich keinen Herbstantrag ab ...
das eine Jahr Pause zwischendurch hat nie geschadet ....



joholt antwortet um 14-10-2013 18:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@Walterst Wer sagt das ich vollkommen auf die Förderungen angewiesen bin. Ich sag nur das man sich darauf einstellen muß daß die öffentlichen gelder weniger werden und wer das nicht schaft ohne diese auszukommen wir nicht überleben.
Ich bin ja sowieso dafür dass die Bauern Buchhaltungspflichtig werden damit sie entlich wissen wie es um ihren Betrieb so steht.
Für mich sind die förderungen ein nettes Körberlgeld die ich solange sie es sie gibt gerne entgegennehme und dass ohne schlechtem gewissen.
Mfg Hans


walterst antwortet um 14-10-2013 20:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@joholt
Du sagst, dass man den Betrieb so ausrichten soll, dass man vollkommen auf Förderungen angewiesen ist. Und das verstehe ich nicht, weil Du dann gleich auch wieder das Gegenteil willst.


helmar antwortet um 14-10-2013 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Armer Joholt....jetzt hat der der Walter aber am Wickel.......Tatsache ist zumindest in meiner Gegend dass es immer mehr Bauern gibt welche der Herbstantragssache nicht mehr wirklich über den Weg trauen. Beim letzten UBAG war es ja noch möglich innerhalb des ersten Verpflichtungsjahres auszusteigen.
Mfg, Helga


Fendt312V antwortet um 14-10-2013 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Joholt@ hast zuviel Rum in den Tee gegeben dass du so eine miserable Rechtschreibung hast. So wird auch deine Buchhaltung nutzlos sein weil sie nicht stimmen wird. hi hi hi.
nimm´s locker


joholt antwortet um 14-10-2013 20:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@ walterst Endschuldigung ich habe das wort NICHT vergessen. Ist es so besser?
Ist zwar ein weinig Provokativ aber sollte man seinen Betrieb nicht so aufstellen dass man NICHT vollkommen auf die Förderungen angewiesen ist?
Mfg Hans


joholt antwortet um 14-10-2013 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
@helmar du weis ja das ich bei gewissen dingen ein sehr dickes fell habe und es machen leute die meinen sie sind die besten ja auch fehler oder nicht.
Mfg hans


walterst antwortet um 14-10-2013 21:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
ja, eh. Drum habe ich ja nachgefragt, warum Du das Gegenteil willst, bzw. zuerst wolltest.


Trulli antwortet um 14-10-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Ich wüßte nicht, warum ich auf ein Verlängerungsjahr von ÖPUL, somit auf einige tausend Euro verzichten sollte!
Wenn alles korrekt angegeben und die Auflagen erfüllt werden, gibt es keine Probleme!
Wer mit gewissen Maßnahmen nicht zurecht kommt, oder nicht mehr zurecht kommen will, der steigt eben aus!
Begrünung gehört sowieso zu den einfacheren Dingen, die Verlängerung kann mit dem MFA nächstes Jahr noch abgemeldet werden! Umgekehrt aber nicht! Kein Herbstantrag, keine Verlängerung.....

mfg



joholt antwortet um 14-10-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Gut das es Leute gibt die einem auf fehler hinweisen und nicht sofort ohne einem zu kennen vorverurteiln.
Mfg


Bewerten Sie jetzt: "Blankounterschriften" auf Herbstanträgen......
Bewertung:
3 Punkte von 2 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;417363




Landwirt.com Händler Landwirt.com User