Antworten: 11
Mascher88 19-02-2013 13:32 - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor

http://www.pm-magazin.de/a/zeitbombe-phosphor

Habe das heute im Netz gefunden.
hat jemand von euch schon einmal etwas zu diesem Thema gehört?

glaubt ihr auch, dass wir uns in nicht einmal 20 Jahren wegen Phosphor bekriegen werden?
Ich bin ja sonst nicht so der Weltuntergangs Typ und gehe positiv gestimmt in die Zukunft aber mir ist auch bewusst, dass unsere Resourcen nicht unendlich sind. Weiss desshalb nicht so recht was ich davon halten soll.

Was haltet ihr davon?


Kirchi antwortet um 19-02-2013 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
ja dann heißt es wohl noch schnell Böden aufdüngen, sofern es die geniale Düngeverordnung überhaupt zulässt....



Woodster antwortet um 19-02-2013 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
@Mascher88,
die Botschaft lautet wohl: Back to the roots... Kreislaufwirtschaft
Je eher das auch politisch erkannt wird, desto eher wird man das beherrschen.
Aber da die Politik von den Konzernen beherrscht wird, sehe ich das nicht sehr rosig...
Das Steuer dann herumzureissen, wenns nicht mehr anders geht, ist meist qualvoll..

Die Russen setzen z.B. voll auf kleinstrukturierte Selbstversorgung. 70% sind es momentan. Und lt. Putin soll das mehr werden.
Wird wohl einen Grund haben...




unicorn antwortet um 19-02-2013 17:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Das ist ja alles nur Panikmache. Phosphor wird meines Wissens nicht verbraucht sondern nur verlagert. Wenn es keinen billigen Phosphor mehr gibt, wird es ein Verfahren geben um Phosphor aus Flüssen, Seen und Ozeanen zu gewinnen - aber dafür ist es noch zu früh. Wird ähnlich sein, wie jetzt mit Ölsand und Schiefergas und was weis ich sonst noch.
lg unicorn


biolix antwortet um 19-02-2013 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Hallo !

Klar unicorn, und die Umweltverwüstungen nach dem Ölsandabbau und den Risiken der Schiefergasbohrungen sind dir sicher auch bekannt... ;-((

tg biolix

p.s. wie kann man eigentlich so kurzffristig denken ?


voecklamalus antwortet um 19-02-2013 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Vor einiger Zeit kam die Meldung, dass die Deutschen mit dem Phosphatdünger den Boden gleichzeitig mit URAN angereichert haben!! Warum wurde eigentlich das Thomasmehl abgeschafft? Hatte es auch zu viel an Schwermetall?


unicorn antwortet um 19-02-2013 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Hallo biolix,
ich wollte hier keine Wertung vornehmen. Aber leider liegt nun mal in der der Natur des Menschen - einige Exemplare ausgenommen. Ich hätte genauso den Pferdefleisch Skandal, oder das Nestle Wasser anführen können. Im Prinzip geht es nur darum, wenn sich etwas rechnet, so wird es gemacht und je größer die Einheiten, desto eher rechnet es sich. 1ct macht für den einzelnen keinen Sinn. Wenn das jedoch Millionenfach gemacht wird, so bleibt genug.
lg unicorn
PS: Ich bin ein sehr ökologisch denkender Mensch, nur leider wird das Spiel von den Großen gespielt.




Berschl antwortet um 19-02-2013 18:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
-voecklamalus-
Thomasmehl wurde nie abgeschaft, es gibt schlicht keines mehr. Das war ein Nebenprodukt der Stahlerzeugung in der "Thomasbirne"- das Verfahren wurde durch bessere abgelöst.
In manchen- speziell russischen- Lagestätten hat sich mit dem Phosphor auch radioaktives Material abgelagert. Diese Rohphosphate dürfen in der EU nicht(mehr) ausgebracht werden.


voecklamalus antwortet um 19-02-2013 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
@Berschi
Danke für die Info


Paul10 antwortet um 19-02-2013 19:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Es fällt noch immer Thomasmehl an. Das wird dann zu ,,Hochofenschlacke``. Etwas zerschlagen und dann als Wegebaumaterial verkauft.Mach mal ne Bodenprobe neben einen mit Hochofenschlacke aufgefahrenen Weg.........


Schaf_1608 antwortet um 19-02-2013 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
Phosphat aus den zurzeit erschlossenen Abbaustätten hält bei gleichbleibendem Verbrauch noch zirka 80 Jahre. Danach wird das Phosphat aber logischerweise teurer, dadurch werden auch zurzeit unrentable Lagerstätten interessant.. Sodass das Phosphat noch zirka 120-150 Jahre reichen dürfte....

Viel sinnvoller als Phosphat zu künstlich düngen wäre aber Kreislaufwirtschaft!!! Außerdem sind geringe Verluste kein Problem: Erstens wird Phosphat aus Gestein neugebildet und zweitens machen geringe Phosphat Mengen viel weniger aus als angenommen. Die Düngeempfehlungen für Phosphat sind viel zu hoch angesetzt.... Das belegen mehrere Studien.... (Im besonderen aufs Grünland bezogen)

Also kurze Antwort auf die Eingangsfrage: Nein ich bin mir sogar sicher, dass wir uns in zwanzig Jahren nicht wegen Phosphat bekriegen werden und in 200 Jahren auch nicht....

glg


baerbauer antwortet um 19-02-2013 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zeitbombe Phosphor
ca. 70% des in der LW genutzten/benötigten/gekauften Phosphors werden im Klärschlamm bzw deren Folgeprodukte irgendwo auf einer Deponie deponiert. Die EU gibt dzt. viel Geld aus für Forschung um den Phosphor wieder rein aus dem Klärschlamm zu bekommen.
hab jetzt gegoogelt und was gefunden: im Klärschlamm bekämen wir je nach Literatur 100-50% den Phosphorbedarfes
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=105
http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2298


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