Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr

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lstefan 17-02-2013 09:57 - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
Würde gerne wissen ob jemand erfahrung hat mit Maissaat ohne Boderbearbeitung im Frühjahr hat bzw.welche Ausrüstung ich bei der Sähmaschine benötige damit es problemlos funktioniert.
Ich besitzt zur Zeit eine Gaspardo MTE 300 mit Düngerstreuer und Farmflex Andruckrollen


chris_kon antwortet um 17-02-2013 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
Ich pflüge im Sommer nach Getreide und baue dann kombieniert ein Mischung aus Mungo-Alexandrinerklee und Phacalia an. Im Frühjahr ca 14 tage vorm Maisanbau spritze ich dann das Aufgelaufene Unkraut nieder und säe dann ohne Bodenbearbeitung den Mais.
Ich habe eine Kuhn Maxima mit Doppelscheibenschar und zwischenandruckrolle, Zustreicherscheiben und V-Andruckrollen und dem vorgesetzt habe ich einen Stern-Scheiben-Klutenräumer der die Säfurche räumt.
Bei mir funktioniert es sehr gut, nur musst du länger warten bis der boden gut abgetrocknet ist, als bei einem gepflügten Feld.

MFG chris_kon


MF7600 antwortet um 17-02-2013 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
wie chris kon schon sagt sind möglichst schmale V-andruckrollen wichtig um den saatschlitz wieder zu schliessen, die zwischenandruckrolle sorgt für sehr guten bodenschluss. vor den scheibenscharen sind sternräumer oder kolterscheiben von vorteil.

eine pflugfurche kannst du dir vor einer ordentlichen zwischenfrucht ebenfalls sparen, gute mischungen sind ackerbohne, sommerwicke, platterbse, senf, alexandrinerklee, ölrettich, meliorationsrettich, phacelia, schwarzhafer, lupinen, erbsen, sonnenblumen, peluschken,...
finde auch eine mischung von abfrostenden und winterharten begrünungen interessant, winterwicke entwickelt sich auch im winter- frühjahr weiter, sammelt stickstoff und weissklee,...
oder winterharte begrünungen mit grünschnittroggen, winterwicke, raygras, inkarnatklee,...

anstatt zu pflügen diese kosten in eine ordentliche begrünung zu investieren finde ich sinnvoller.
nach der getreideernte sofort begrünung in direktsaat anbauen und im frühjahr mais ebenfalls in direktsaat anbauen.






ANDERSgesehn antwortet um 17-02-2013 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
ohne bodenbearbeitung ist es möglich,
wenn die maschine einziehen kann,
dass setzt eigengewicht bzw vorwerkzeuge
wie oben schon erwähnt (sternräumer und
kolterscheiben) sowie verstärkte federn
im parallelogramm voraus.

die schweiz macht schon seid jahrzehenten
versuche mit (ehrlicher) "direktsaat", dabei
sind immer noch 8% minderertrag zu verzeichnen.

lg
ANDERSgesehn.




Paul10 antwortet um 17-02-2013 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
Auf leichten Böden mag das gehen........... Die Schweren sind zu fest. Da ist dann ohne Lockerung kein Wasserspeichern möglich.(Kein Schwammefekt)Wurzeln können sich nicht ausbreiten.
Gruß Paul


khardi antwortet um 17-02-2013 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
servus istefan:
Ich mache die maissaat ohne bodenbearbeitung nach begrünung von senf.
habe erfahren das man erst nach dem anbau von mais erst spritzen soll,
wegen der fahrspuren. (bodenverdichtung)bzw ungenaue maisablage.
nachher spritzen hat man sicher vorteile.
gruß khardi


179781 antwortet um 17-02-2013 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
Es gibt Maschinen, die unter wildesten Bedingungen eine passable Aussaat hinbekommen.
Bei uns ist es trotzdem so, das eine seichte Bodenbearbeitung, etwa mit Kreiselegge oder Federzinkenkultivator, vor der Saat Vorteile bringt. Der Boden erwärmt sich dadurch etwas schneller, vorhandene und keimende Unkräuter werden geschädigt, was einen nachfolgende Bekämpfung erleichtert, der Feldaufgang wird insgesamt schneller und besser.

Gottfried


moose antwortet um 17-02-2013 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
Hallo
und was hält ihr von streifenfrässaat?


MF7600 antwortet um 17-02-2013 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
@paul10
schwere böden sind besser geeignet als sandige.
nach mehrjährigem verzicht auf tiefe bodenbearbeitung und intensivem zwischenfruchtanbau ändert sich die bodenoberfläche grundlegend.

für einen guten feldaufgang ist entsprechende sätechnik notwendig.
auf trockenen standorten sind mit direktsaat durchaus mehrertäge möglich.
auf hochertragsstandorten sind mit entsprechendem management und ein paar jahren übergangszeit gleichwertige erträge möglich.
die kosten und arbeitszeit lassen sich deutlich, bis über 50%senken. erosionen sinken auf nahezu null.


DJ111 antwortet um 18-02-2013 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Maisdirektsaat auf Senf ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr
@ mf7600:

Voll deiner Meinung!

Ich hab mir ein "stripcat" Streifenlockerungsgerät angeschafft und werd ab heuer damit arbeiten.
Ich erhoffe mir da einige Nachteile von notill gheben zu können, (höhere Bodenerwärmung in den Streifen, Unterflurdüngung gegen eine "Kopflastigkeit" von Notill- oder Mulchsaatflächen)

Meine Hauptkulturen sind Mais, Kürbis und Bohnen und da habe ich in meiner 13-jährigen pfluglosen Mulchsaat und auch notill Erfahrung zwar teilweise gute Erfahrungen machen können, leider auch desöfteren mal Ertragseinbußen hinnehmen müssen.

Vor allem bei weiten Reihenkulturen sehe ich - zumindest auf meinen Betriebsverhältnissen div. Vorteile, die ich in den nächsten Jahren damit optimieren will.

Ich will das aber keinesfalls kombiniert mit Saat machen - zumindest nicht mit den oben angeführten Kulturen!
Mein Plan: Streifenlockerung mit Unterflurdüngung im Herbst oder einige Wochen vor der Saat und danach Saat mit Unterfußdüngung.

Mal sehen ...

@ moose:

Streifenfrässaat ist ja auch nicht neu. Funktioniert zwar auch nicht schlecht, ist aber sehr Kraft- und Verschleißintensiv und vor allem wenn größere Begrünungs oder Ernterückstände vorhanden sind, ist es meiner Meinung nach nicht optimal, wenn das alles ins Saatbett eingearbeitet - eingemischt wird.
Wenn es danach trocken ist, kann es Probleme mit Aufgang geben (zuwenig abgesetzter Boden) andererseits wenn der Boden feucht ist, kann es es auch zu schädlicher Verschmierungen durch die Fräsmesser kommen!


Gruß, DJ


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