Jannach und die beleidigten Leberwürste

Antworten: 17
walterst 14-02-2013 08:57 - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Das Thema ist nicht das wichtigste in der Landwirtschaft, aber die Diskussion und die Parlamentsarbeit dazu zeigen, wie unsere Vertreter arbeiten. Ein Jahr braucht Auer, um bei den Blauen abzuschreiben und den eigenen Fehler zu korrigieren und sich dafür selber zu loben.
Aus meiner Sicht eine selten unterhaltsame Parlamentsrede:


 


AnimalFarmHipples antwortet um 14-02-2013 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Der eigentliche Knaller dabei ist ja mE der Gebärdendolmetscher ...

Die Genese dieses Murkses und die anschließend zu seiner Behebung vollbrachten Heldentaten habe ich ja schon in einem früheren Thread ausführlich aufgearbeitet, siehe Link.

(Wobei besonders der dort ebenfalls verlinkte Initiativantrag der Orangen hervorzuheben ist, die -vermutlich aus sprachlichem Unvermögen- die Führerscheinpflicht für die Landwirtschaft überhaupt gleich ganz abschaffen wollten ...)
 


freidenker antwortet um 14-02-2013 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
lustiges video, da vom parlament :-) , danke internet.
Immer können sich die gscheiden övpla halt ned auf die spö ausreden :-)
da aua kummt a bissal präpotent umma im vid. , zum glück identifizier ich mich ned mit seiner art politik
danke fürs verlinken walterst

mit besten grüßen





Christoph38 antwortet um 14-02-2013 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Ja Hut aber vor Jakob Auer und dem BB wie sie diese unverschämte & hinterfotzige Attacke der SPÖ auf den Bauernstand durch heroisches Gesetzestextplagiat bereinigen konnten.

Wer könnte denn damals ahnen, dass im Gesetzesentwurf der überall zur Begutachtung ausgesendet wurde eine Führerscheinmitnahmepflicht großgedruckt versteckt ist. Ein Affront gegenüber dem BB von deren Abgeordneten zu erwarten Gesetze zu lesen, bevor man drüber abstimmt.

Wäre auch interessiert wie hoch die Belastung der Bauern aus dem politischen Gegengeschäft ist, daß man den BB diesen Triumph zugestanden hat und wo der Triumphbogen für Feldherr Jakob Auer errichtet wird.
Nur notorische Suderer würden dem BB vorwerfen, dass die Brötchen die man bäckt nicht nur klein, sondern wie in Kriegszeiten statt Mehl mit erheblichem Anteil Sägemehl gebacken werden.

Darum vivat, vivat Jakob Auer.


Haa-Pee antwortet um 14-02-2013 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
dieser fauxpas beim führerschein zeigt wirklich die qualität der bauern vertretung!

die grösste frechheit besteht aber darin die
"wiederherstellung" der altbewährten gesetzeslage zur führerscheinmitnahme ,als grossen erfolg unter den bauern zu verkaufen!

beim führerschein gehts mehr oder weniger um nichts!
mir wäre die mitnahmepflicht des führerscheines um einiges lieber und die paar euro strafe bei der kontrolle für die nicht mitnahme zahle ich aus der portokasse!

als sehr grossen schaden für die bauern sehe ich da eher schon den verlust der AGRARDIESELRÜCKERSTATTUNG!

das geht für jeden jedes jahr ins geld mit den mineralölsteuern am acker die buget und schlaglöcher auf österreichs autobahnen zu stopfen!






G007 antwortet um 14-02-2013 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Unsere Politik ist wie ein Kasperltheater, aber um ein vielfaches teurer!!!


Christoph38 antwortet um 14-02-2013 12:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
sehe die Sache auch ähnlich wie du haapee

Auf der einen Seiten bürdet man der Landwirtschaft Millionenlasten auf, nach dem Motto hätte schlimmer kommen können und Dinge wie den Führerschein wo es um nichts geht, als eine gewisse Bequemlichkeit u. evtl geringe Strafe will man als sagenhaften Erfolg präsentieren.

Ich hoffe dass ich geistig nie so weit absinke, dass ich in Parteiblindheit einen Pfusch wie bei der Führerscheinmitnahme nicht mehr erkenne.


Fallkerbe antwortet um 14-02-2013 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste

Ich hab grad lachen müssen, als die Schlagzeile lautete:

Zitat:
Bauernbund will 48 Extra-Millionen
Der Bauernbund hat damit gedroht, dass Gelder, die an nicht bäuerliche Gruppen fließen, gekürzt werden müssten.
Zitat ende

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/3245243/bauernbund-fordert-48-extra-millionen.story

Man muß es sich auf der zunge zergehen lassen:
der BB droht anderen mit Subvensionskürzungen.
Scheinbar war Auer am Aschermittwoch noch nicht ganz nüchtern.

 


AnimalFarmHipples antwortet um 14-02-2013 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Mit Verlaub, Christoph, aber ich glaub Du würdest beim Versuch, alle Ministerialentwürfe, Regierungsvorlagen, Abänderungs- und Initiativanträge bis auf Punkt und Beistrich sinnerfassend zu überprüfen, geistig noch erheblich weiter absinken als bloß in Parteiblindheit.

Gegenständlich enthielt die Regierungsvorlage genau einen Satz mehr als der davor dem Begutachtungsverfahren unterworfene Ministerialentwurf, nämlich "§ 14 Abs.2 entfällt" und dazu noch die dürre Erläuterung, die "Regelung sei nicht mehr zeitgemäß".
Daß das niemandem aufgefallen ist, halte ich für sehr verständlich, immerhin ging es bei dem Gesetzesvorhaben um ganz etwas anderes, das außerdem auch überhaupt nichts mit der Landwirtschaft zu tun hatte.
Das ist so als wenn Du gegen ein Vertragsanbot keine Einwände hegst und es bei Unterschriftsreife nur mehr noch im Groben überfliegst.

Daß es bis zur Reparatur dieser Geschichte sagenhaft lang gedauert hat, steht auf einem andern Blatt.


MF7600 antwortet um 14-02-2013 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@fallkerbe
was ist dir da nicht klar? was soll ich dir erklären?
die landwirschaftssubventionen sind gelder für leistungen(umwelt, bürokratie, sozialzahlungen...) die europäische landwirte erbringen müssen, die anderen teilnehmern am gemeinsamen freien weltmarkt gänzlich unbekannt sind. wie sonst sollten diese mehrleistungen erwirtschaftet werden können, noch dazu mit benachteiligten strukturen?
wieso bekommen ursprüngliche bauerngelder gemeinden oder sonstwer?
welche gemeinde befindet sich in direktem konkurrenzkampf auf dem weltmarkt?

ist ja höchste zeit dass so ein bauernvertreter mal anfängt zu fordern- nachgeben muss man immer noch genug.
wenn mal von anderen gefordert wird ist es schon zu spät, da muss man schon nachgeben, wie sooo oft die letzten 20 jahre...
agieren statt reagieren lautet das erfolgsmotto- sollten sich unsere vertreter mal erklären lassen.
ich denke trotzdem dass es sich nur um heisse luft von unseren vertretern handelt...



walterst antwortet um 14-02-2013 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@afh
Du hast schon recht. Dass die Bauernbündler hier was im Gesetzesvorschlag übersehen haben, da wäre ich auch nicht so streng mit dem Vorwurf.
Aber:
1. Das Theater, die Schuldzuweisuungen und die Herumlügerei hinterher
2. Das Selbstlob für die Korrektur
3. Die Arroganz gegenüber jenen, die den Fehler aufgezeigt haben und gegenüber denen, die eine Schnellreparatur vorgeschlagen haben
4. Grundsätzlich bin ich bisher immer davon ausgegangen, dass mit BB- und Kammerbeitrag der eine oder andere Schriftgelehrte beschäftigt wird, der einen Gesetzestext durchschauen kann
5. Ich bin auch davon ausgegangen, dass einfache Textprogramme, wie sie wir unbedarften Bauern am PC haben auch den Abgeordneten zur Verfügung stehen, wo man Änderungen leicht erkennt und vielleicht mal beim Fachmann nachfrägt, was denn diese Änderungen bedeuten.

Aber ich hatte wahrscheinlich früher eine viel zu hohe Meinung vom BB.


Fallkerbe antwortet um 14-02-2013 13:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@MF

wann genau werden aus den Steuergeldern denn "Bauerngelder"?
Und ab welchen Zeitpunkt bestimmen BB oder andere Bauernvertreter über die Verteilung dieser Steuergelder an Gemeinden usw.?
Hat der BB überhaupt über diese Steuergelder für Gemeinden zu bestimmen?





MF7600 antwortet um 14-02-2013 13:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@afh
wenn unsere vertreter nicht kapieren(man kann nicht alles wissen) worüber sier abstimmen, dann sollten sie es vorher von juristen begutachten und es sich erklären lassen.

ich finde es nicht in ordnung über, § 14 abs.2 entfällt- regelung ist nicht mehr zeitgemäß, abzustimmen wenn man keine ahnung davon hat.
sollte es "untergejubelt" worden sein würde ich mich entschuldigen und massnahmen ergreifen dass so etwas in zukunft nicht mehr passieren kann.
ausserdem wär das ein schwerster vertrauensbruch gegenüber einem geschäfts/regierungspartner, der harte konsequenzen folgen müssten.
doch das wird die landwirtschaft nicht wert sein...


MF7600 antwortet um 14-02-2013 14:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@fallkerbe
nochmal:
die landwirschaftssubventionen sind gelder für leistungen(umwelt, bürokratie, sozialzahlungen...) die europäische landwirte erbringen müssen, die anderen teilnehmern am gemeinsamen freien weltmarkt gänzlich unbekannt sind. wie sonst sollten diese mehrleistungen erwirtschaftet werden können, noch dazu mit benachteiligten strukturen?

wie wichtig erscheint es dir umweltleistungen, bürokratieleistungen, sozialleistungen zu erbringen die über weltmarktniveau liegen?
wie wichtig erscheint es dir LEBENSmittel regional- krisensicher bereitzustellen?

solange diese mehrleistungen für die gesellschaft erbracht werden müssen und nicht weltweiter standard sind und so lange die gesellschaft krisensichere LEBENSmittelversorgung durch regionale erzeugung haben will, so lange sind diese beträge aus steuergeldern der gesellschaft BAUERNGELDER.



MF7600 antwortet um 14-02-2013 14:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
jegliche kürzungen sind abzulehnen- es sollte eine inflationsanpassung gefordert werden!!!
wenn agrargelder gekürzt werden, müssen auch die von der landwirschaft geforderten leistungen gesenkt werden.

welche vertretung lässt sich auf einen handel ein mit weniger geld für mehr leistung (greening).
so etwas hat die welt noch nicht gesehen- kopfschüttel!!



50plus antwortet um 14-02-2013 14:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
@happee
Bravo - die Streichung der Agrardieselrückvergütung empfand auch ich sofort als enorme Ungerechtigkeit an den Bauern!

@MF
Genau so ist es, Kürzungen sind abzulehnen, Inflationsanpassung sollte dringend gefordert werden!


dorni antwortet um 14-02-2013 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Aber, Aber meine Herrn
man kann doch nicht so frech sein und einfach irgendwelche Dinge forden!!!



50plus antwortet um 14-02-2013 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jannach und die beleidigten Leberwürste
Unsere Politiker müssen uns endlich sagen, ob wir eine Krise haben und daher sparen müssen, dann soll überall klug gespart werden, nicht ausschließlich bei den Bauern. In diesem Fall wäre es wohl selbstverständlich, dass die Politiker mit gutem Beispiel vorangehen.
Wenn wir aber genügend Geld zur Verfügung haben, um allen Staatsbediensteten und Pensionisten die Inflation abzugelten, dann werden wir wohl auch für die 4 % Bauern dieses Geld haben.



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