Antworten: 18
Peter06 30-01-2013 09:21 - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Ein vorbildlicher Kirchenmann und Mensch und Tiroler ist nicht mehr.
Sein legendäres Zitat "viele Wege führen zu Gott, einer über die Berge" haben viele Alpinfreunde in der eigenen Seele gespürt und verinnerlicht.



helmar antwortet um 30-01-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Stecher hatte jene menschliche Größe welche seine Kirche niemals hatte und auch nicht haben wird. Ich kann mich erinnern wie der der "Anderl von Rinn" Legende die Grundlage entzogen hat und damit nicht nur Begeisterung im "Heiligen Land" Tirol ausgelöst hat. Leider hat auch er zu den bereits in seiner Amtszeit vorgekommenen Missbrauchs- und Gewaltfällen in kirchlichen Institutionen in seinem Bereich geschwiegen oder schweigen müssen.........
Ich habe einen Kommentar zu seinem Ableben gelesen....." keiner seiner Vorschläge für seine Nachfolge als Bischof wurde von Rom erfüllt........einen besseren Beweis dass er auf einem guten Weg gewesen ist gibt es nicht".
Wie dem auch sei..........er war ein guter Maler. Und ließ hin und wieder Humor aufblitzen.
Mfg, Helga


golfrabbit antwortet um 30-01-2013 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Viele der heutigen Probleme unserer Kirche wären uns mit Männern seiner Art erspart geblieben. Als einer der wenigen erkannte er schon früh die Zeichen der Zeit und scheute sich auch nicht davor Probleme anzusprechen(Verheirateten -Priester, Geschiedene, Pfarrer-Initiative...)
Ich hatte die Ehre diesen begnadeten Erzähler und hochinteressanten Menschen kennlernen zu dürfen, ein wirklich Großer ist nicht mehr.
Das ewige Licht leuchte ihm!



Christoph38 antwortet um 30-01-2013 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
wer menschliche Größe hat, kann es sich auch erlauben Probleme anzusprechen, die einem Machtapparat weniger gefallen, da jeder Machtapparat zu einem gewissen Grad auch von der freiwilligen Machtunterwerfung abhängt

diese Größe hatte Reinhold Stecher
solche Größe können nur Einzelpersonen haben, niemals Institutionen, die zwangsläufig zum Durchschnitt tendieren


Interessierter antwortet um 30-01-2013 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Der Verstorbene war der Welt mehr hörig als Gott und wird sich auch entsprechend vor dem ewigen Richterstuhl verantworten müssen. Wehe wenn die Welt dich lobt !
Der Herr sei ihm gnädig.


ALADIN antwortet um 30-01-2013 11:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Auf den Beitrag von "Interessierter" möchte ich lieber keine Antwort geben. Die "ewig Gestrigen" sterben nicht aus.
Übrigens: "Hörig" sollte man niemandem sein, und das war der Verstorbene auch nicht.


helmar antwortet um 30-01-2013 11:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Hallo Aladin....ich habe kurz überlegt ob man auf den Beitrag von "Interessierter" antworten soll.....ich tu es. Zwischen Menschen mit solchen Ansichten und radikalen Individien aller Art gibt es so gut wie keinen Unterschied..........weder in Worten noch in Taten. Wobei ich hoffe dass es "Interessierter" bei Worten beläßt.
Mfg, Helga


tiroler antwortet um 30-01-2013 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Der Herr sei Ihm gnädig,das ewige Licht leuchte Ihm


Peter06 antwortet um 30-01-2013 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
@Interessierter:
Du hast natürlich wie immer recht, nur an Deinen Ausformulierungen müssen wir noch etwas feilen..
Etwa so:
Der Verstorbene war den Menschen mehr verpflichtet als dem konservativen Katholizismus. Seine gelebte Mitmenschlichkeit wird ihm beim Allmächtigen einen Platz unter den Gerechten bescheren.
Mögest auch Du Deinen Gott dort finden, wo er ist: Nämlich nicht in verstaubten Katechismusbüchern, sondern wie es ein weiterer, von Dir sicherlich abzulehnender, zum Glück noch lebender, grosser Kirchenmann formuliert hat: Bei den Leuten!





50plus antwortet um 30-01-2013 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Er wäre vielleicht der Einzige gewesen, dass sogar die Helmar der röm.-kath. Kirche ein bisserl was Positives abgewinnen hätte können!;-)) Doppelt und dreifach schade um ihn!
Jetzt aber im Ernst: MIr gefallen manche Entwicklungen in unserer Kirche auch nicht! Auch ich sehe mit bangem Herzen, dass eine begonnene Liberalisierung wieder in die Starre des Konservatismus verfällt. Diese Entwicklungen unterstütze ich möglichst nicht und gebe auch meinen "Senf" dazu ab. Hoffen wir, dass sich auch hier das berühmte Pendel wieder einmal in die andere Richtung bewegt!


walterst antwortet um 30-01-2013 14:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
das Pendel bewegt SICH nicht. Es kann höchstens von engagierten Kirchenangehörigen entgegen der Kraft der Betonbischöfe bewegt werden.
Über solche Bemühungen in seinem Sinne würde sich Stecher wohl freuen.


50plus antwortet um 30-01-2013 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
@walterst
Hinter der rauhen Schale so mancher Kirchenobrigkeiten steckt ja doch ein weicher Kern. Nach außen hin müssen sie laut obersten Befehl Härte zeigen. In der Praxis wird dann liberaler gehandelt.
Worte, die ich nicht hören will, lass ich einfach nicht an mich heran, darum belastet mich auch nichts.
Mein Leben steht nicht im Widerspruch der röm.kath. Kirche, ich selber habe daher keine unmittelbaren Probleme mit ihr.
Wenn man zusieht, wie die Lebensweise der Bevölkerung zusehends "verkommt" und im Vorfeld schon die darauf folgenden Probleme erkennen kann, dann wundert es mich nicht, wenn die Kirche wieder die "Bremse" anziehen will. Ich beobachte sowohl den Verfall der Sitten, als auch die
kirchliche Entwicklung mit Unbehagen.

Die klugen Sprüche der Psychologen, dass auch Ratschläge Schläge sind, hängen mir bereits zum Hals raus!

Ein Satz, den ich vor kurzem in der Kirche gehört habe: "Ermahnt euch gegenseitig in Liebe und Weisheit!"- gefällt mir da schon besser, und vor allem:

Vorbilder braucht das Land und brauchen unsere Kinder!


Interessierter antwortet um 30-01-2013 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
50plus, du schreibst Vorbilder braucht das Land. Ist es vorbildhaft wenn man seine Vorgesetzten hintergeht ? Versprechen und Gelübte nicht hält, welche man in voller Freiheit gelobt hat ?
Ansonsten entsprechen die anderen Postings eben diesem Forum ;-) und wie wir schon anderorts festgestellt haben, ist Dieses bei weitem nicht repräsentativ, Gott sei es gedankt.

Im Übrigen deckt sich die veröffentlichte Meinung ja generell nicht mit der Meinung des Großteils der Einwohner in unserem schönen Lande, wenn man da an den OhneRücksichtFälschen Sender denkt und andere UnMedien ;-)


walterst antwortet um 30-01-2013 16:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
@50plus
"..hinter der rauhen Schale....ein weicher Kern...."
ich sehe in der Kirche aber nicht nur Walnüsse nach Deinem Bild, sondern auch zahlreiche "Pfirsiche", wenn man einen sehr milden Vergleich nehmen will.
"Mein Leben steht nicht im Widerspruch der röm.kath. Kirche, ich selber habe daher keine unmittelbaren Probleme mit ihr."
Für mich kommt es nicht nur darauf an, ob ich selber im Widerspruch mit der Kirche lebe und ein Problem mit ihr habe oder nicht.
Ich habe auch dann ein Problem mit der Kirche, wenn Vertreter dieser Kirche schutzbedürftigen Menschen Probleme bereiten, die sie ohne Kirche wohl nicht hätten.





Woodster antwortet um 30-01-2013 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
@Interessierter,

du bist anscheinend einer von denjenigen, die ohne nachzudenken Kadavergehorsam zum Programm haben.
Was dabei herauskommen kann, hat ja ein selbsternannter Führer seinerzeit sattsam gezeigt...



helmar antwortet um 30-01-2013 18:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Hallo Walter und 50 Plus......eher umgekehrt...hinter der weichen Schale und dem salbungsvollen Lächeln steckt ein sehr harter Kern.
Mfg, Helga


50plus antwortet um 30-01-2013 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Kadavergehorsam lehne ich entschieden ab.
Manche haben eine rauhe Schale und einen weichen Kern, bei einigen ist es umgekehrt. In unserer Gegend stelle ich allerdings fest, dass auch jene, die nicht ganz nach kirchlichem Plan leben, nicht "so heiß essen müssen, als gekocht wird!"
Und sogar unser allerbeste aller Pfarrer hat trotz seiner unendlichen Sanftmut, Güte und Geduld einige seiner Schäfchen derart vergrämt, dass sie sogleich das Kirchenvolk verlassen haben. Seine Predigten waren fast immer Balsam für die Seele, trotzdem gab es unter den Schäfchen immer wieder welche, die sich etwas Negatives herausgehört haben und sich unangenehm angesprochen fühlten. Er hat sich immer bemüht, es allen möglichst recht zu machen, immer nachgefragt, ob alle einverstanden wären......Erst heute wissen die meisten, was wir an ihm gehabt haben.
Natürlich habe auch ich ein großes Problem, wenn Vertreter der Kirche schutzbedürftigen Menschen Probleme bereiten.....Zum Glück leben wir jetzt in einer Zeit, wo man sich dagegen wehren darf, ich hoffe auch, dass dieses an die Öffentlichkeit gehen, in Zukunft alle Arten von Übergriffen verhindern kann. Aber in den Medien tut man ja gerade so, als ob es ausschließlich Pfarrer waren, die ihre Schutzbefohlenen mißhandelt und mißbraucht hätten. Das stimmt so mit 100%iger Sicherheit nicht! Wer klagt die vielen Väter, Onkel, Nachbarn, Chef's, usw. an, die damals ihren Schutzbefohlenen Gewalt angetan haben? Äußerst selten liest oder hört man davon in den Medien.
Allein in meiner Schulzeit gab es Ereignisse, die würde heute niemand mehr von einem Vorgesetzten hinnehmen (die Palette reicht von Schlägen, Schlüsselbund werfen, an den Haaren und Ohren reißen, lächerlich machen vor der Klasse bis zu sexistischen Bemerkungen, peinlichen Gesprächen und Berührungen unter 4 Augen).

Ich bin dafür, alle wirklichen Opfer zu entschädigen, ich bin aber auch dafür, alles zu unternehmen, dass in Zukunft die Zahl der Opfer gleich 0 wird.

Die Kirche würde ich aber im Dorf lassen.





helmar antwortet um 31-01-2013 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Hallo 50 Plus..dort gehört sie, wenn sie sich so wichtig nimmt, auch hin. Nur sehr interessant dass dann alles so zu geschehen hat wie die Herren zu Rom oder eventuell der Herr im Petersdom zu befehlen belieben.......
Mfg, Helga


traun4tler antwortet um 31-01-2013 14:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reinhold Stecher
Hallo Helga!
Da bleibt noch festzuhalten, dass letztlich das Gewissen des Einzelnen letzte Entscheidungsinstanz ist und die Basis der röm. kath. Kirche ja oft super arbeitet und sich abmüht. Mit den Oberen möchte ich nicht tauschen wegen ihrer letzten Verantwortung. Sie sind auch mehrfach verstanden oft weit weg von der Basis. Da gibt es Verständigungsprobleme zwischen Herde und Hirten.
Bischof Stecher war ein Hirte bei und mit seiner Herde. Dies hat er auch dem Papst deutlich geschrieben. Hoffen wir auf Nachfolger, die den Spuren von Bischof Stecher folgen und mit und bei den Menschen sind! Dann braucht es keine Befehle sondern ein gleichwertiges Miteinander beim gemeinsamen Unterwegs sein!
Mit Zuversicht grüßt sepp


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