eine Frage an die Hydraulik-Spezialisten unter euch!

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ToniP 23-01-2013 08:30 - E-Mail an User
eine Frage an die Hydraulik-Spezialisten unter euch!
Hallo!

Ich habe folgendes Problem bei meinem Heckbagger:
Bei meinem Heckbagger bzw. Forstkran der Fa. Moser wird das Öl heiß und der Kran verliert an Leistung. Es wird sich wohl oder übel die Pumpe "verabschiedet" haben...
Der Kran hat eine Eigenölversorgung und wird mit einer Zahnradpumpe mit 80cm³/U betrieben. Eine neue Pumpe kostet leider um die 700 Euro.
Die derzeit verbaute Pumpe ist aus dem Hause Casappa, also ein italienisches Produkt und bringt laut Hersteller einen Konstantdruck von nur 160 bar...

Meine Frage nun an euch:
Hätte es einen Nachteil, wenn ich eine Pumpe mit einem Zapfwellengetriebe (BG2 oder BG3) mit einem Übersetzungverhältnis von 1:3,8 verwenden würde... - die Pumpe bräuchte dann ja nur eine Leistung von 21 cm³/U damit ich bei gleicher Zapfwellendrehzahl die gleiche Literleistung /Minute erhalten würde? - solche Pumpen bekommt man von namhaften Herstellern mit dem Getriebe nämlich schon um die 400 Euro...
ein weiterer Vorteil dieser kleineren Pumpen ist, dass sie einen höheren Konstandruck aufbauen können (um die 210 bar) und ich gerne die Leistung des Krans ETWAS steigern möchte... - ich weiß Garantie hin oder her wenn man am Druckbegrenzungsventil dreht, aber ich denke etwas erhöhen könnte ich ja den Betriebsdruck schon, da andere Rückekräne ja auch mit 200 bar arbeiten... falls mein Kran irgendwo einen Riss oder so bekommen sollte ist es für mich kein Problem - dann wird die betroffene Stelle halt verstärkt und ich möchte es ja nicht undendlich ausreizen, sondern eben nur den den Druck um 30 bar oder so erhöhen...
was haltet ihr von dieser Überlegung? - ich sehe einfach keinen Vorteil einer so verhältnismäßig großen Pumpe, die dann halt ohne Übersetzungsgetriebe betrieben wird sondern eben nur die schon genannten Nachteile:
- sie ist teurer
- und bringt weniger Konstantdruck

- und von der Lebensdauer dieser teuren Pumpe bin ich schwehr enttäuscht... - maximal 200 Betriebstunden ist sie gelaufen bis sie aus unerklärlichen Gründen "verabschiedet" hat...

was haltet ihr von meiner Überlegung???


seilerbua antwortet um 23-01-2013 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich würde mal dem Problem mit dem heißen Öl nachgehen (evtl. irgend ein Durchflussproblem) ansonst wirst mit einer neuen Pumpe auch keine gaudi haben. Hat das Gerät schon einen Ölkühler? Pumpen mit Getriebevorsatz sind zudem meistens sehr laut. Mfg seilerbua


ToniP antwortet um 23-01-2013 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mein Saugschlauch bei der Pumpe war mal etwas abgeknickt - ich denke dass das der Grund war, dass die Pumpe zu wenig Öl bekommen hat und deshalb kaputt ist... ich bin mir halt ziemlich sicher, weil wenn die Pumpe mal kaputt ist wird das Öl heiß und wenn das Öl wärmer wird verliert sie an Leistung...!
Nein, Ölkühler hab ich keinen, aber ich hatte die ersten Jahre nie ein Problem mit der Erwärmung- auch im Sommer nicht bei stundenlangem Baggerbetrieb...! Das stimbt, dass solche Pumpen lauter sind, aber das würde mich nicht sehr stören...



dirma antwortet um 23-01-2013 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo,
Es ist richtig, dass das Öl heiß wird, wenn die Pumpe verschlissen ist, bezüglich Hydraulikpumpen habe ich vor kurzem die Testberichte von den Holzspaltern gelesen, die langsam laufenden Graugusspumpen sind halt leiser, ich habe damals gelernt, eine Zahnradhydraulikpumpe sollte unter 1000U/min nicht belastet werden, von daher ist Deine Überlegung sicher gut, wobei ich, um eine gute Lebensdauer zu erreichen, eine Pumpendrehzahl zwischen 1500 und 1800 U/min ( = / 3,8 = 400 bis 470 Zapfwellendrehzahl ) anstreben würde und einen max Betriebsdruck von 180 bis 190 bar, über 200 bar verkürzt Du schon ordentlich die Lebensdauer, obwohl viele 210 bar angeben, - mein Rat.
mfg.



ToniP antwortet um 23-01-2013 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke Dirma für deine Antwort!
Bei machen Pumpen liegt die angegebene Dauerleistung auch bei 250 bar und darüber, vor allem eben bei den kleineren Pumpen mit vorgeschaltetem Getriebe... Es gibt ja auch Kranhersteller die ihre Kräne werkseitig schon auf 220 bar einstellen - so weit ich weiß werden aber bei vielen Forst/Rückekränen und Rückewägen solche kleinen Zahnradpumpen verbaut...


dirma antwortet um 23-01-2013 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo,
Ich kann Dir nur meine Erfahrung wiedergeben, ich habe eine gebrauchren Traktor gekauft, in erster Linie zum Rundballenpressen, und fallweise mit Kranwagen mit Ölversorgung vom Traktor aus, und ich brauchte 3 Hydraulikpumpen, ca. alle 400, 500 h, originale Bosch, dann Nachbau, ..., beim 3. mal habe ich die alten mitgenommen zum Racher, Attnang-Puchheim, der hat die zerlegt und eindeutig gesagt, der Druck wäre zu hoch, ( seine Empfehlung, nicht über 200 bar gehen ) habe eine neue mitgenommen und Druck gemessen, war bei 240 bar, habe eingestell auf 180, jetzt habe 3000, 3500 h ohne was. Mein 1-ter Traktor hat 11000 h mit der 1-sten Pumpe. Bei höheren Drücken werden halt Kolbenpumpen verbaut.
mfg.


ToniP antwortet um 23-01-2013 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke für deine Erfahrung!!!
Leuchtet mir auch ein, dass bei höheren Drücken die Pumpe schneller versagt!
Was mir aber bei meinem Bagger etwas "spanisch" vorkommt, dass der Hersteller der Pumpe einen Konstantdruck von 160 bar und kurzzeitige Druckspitzen von 190 bar angibt und das Überdruckventil vom Baggerhersteller auf 185 bar eingestellt wird... - nach Rücksprache beim Baggerhersteller bekam ich die Antwort, dass die Pumpe einen viel höheren Druck bringt als die 160 bar... Vielleicht liegt ja da der Hund begraben, aber mich wundert es nur, weil die gleiche Pumpe seit fast 10 Jahren verbaut wird...!


madmexs antwortet um 23-01-2013 16:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus Toni,
Heckbagger und Forstanhänger benötigen meistens eine Pumpenleistung von 30 - 50L/min. Wenn man von Deiner 80cm³ Pumpe ausgeht und diese mit der 1000-er Zapfwelle bei ein bißchen über Standgas betreibt, hast du an der Zapfwelle eine Drehzahl von ca. 500U/min. 80cm³/Umdr. x 0,5 =
ca. 40L/min Pumpenleistung.
Welchen Inhalt hat der Tank bei dieser Eigenölversorgung ? Sollten schon ab 30L sein. 40L und noch größer wäre natürlich um vieles besser für die Erwärmung des gesamten Hydrauliksystems.
Eine Kombination aus Getriebe mit einer Pumpe der Baugruppe 3 ist sicher sinnvoll, da du den Druck von 200bar angesprochen hast. Z.B. eine 41,5cm³ der Baugruppe 3 hat einen Arbeitsdruck von 210bar und einen max. Betriebsdruck von 250bar. Wenn du diese Pumpe mit einem Getriebe der Übersetzung
1:3,8 kombinierst, dann bringt die Pumpe bei dem Betrieb mit der 540-er (an der Zapfwelle ca. 350U/min) eine rechnerische Leistung von 55L/min - es werden ca. 50L zur Verfügung stehen. Mit dieser Leistung kannst Du den Bagger und den Forstkran sicher betreiben. Die Zahnradpumpe läuft dann mit ca. 1300- 1400U/min. in einem perfektem Drehzahlband. Unter 600U/min sollte diese nicht abfallen, da man ansonsten den technischen gegebenen Impulsstrom beim Arbeiten merkt.
Getriebe/Pumpen Kombinationen ab € 400,- würde ich meiden ! An der Pumpe scheitert es meistens nicht sondern am Getriebe, da man genau merkt welche Lager eingebaut sind und an der Lautstärke des Getriebes erkennt man auch die Qualität.
Sieh dir mal die Kombination bei Faie an unter der Nr. 63172 - Preis paßt und die Qualität zu diesem Preis ist perfekt.


ToniP antwortet um 24-01-2013 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Madmex!
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!!!
Der Tankinhalt liegt bei ca 30 Liter...!
Deine Überlegung gibt genau das wieder, was so durch meinen Kopf geistert...!
Wenn ich aber so eine Kombination um 600 Euro kaufe + die zwei Anschlüsse bei der Pumpe + bei der Saug-und Druckleitung neue Anschlüsse aufpressen lassen muss lieg ich auch bei den 700 Euro, was eine Graugusspumpe kostet...!
Ich bin wirklich am überlegen ob es dann sinnvoll ist auf eine Getriebepumpe zu wechseln...
Theoretisch müsste ja eine Gusspumpe eine höhere Lebenserwartung als eine Alu-Pumpe haben, oder??

Außerdem möchte ich mir einen Manometer fix ins Hydrauliksystem einbauen, damit ich den Druck immer unter Kontrolle hab... - am Druckbegrenzungsventil vorm Steuerblock ist ja ein Messanschluss - kann ich dort meinen Manometer einbauen??


madmexs antwortet um 24-01-2013 18:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus,
bei der von mir genannten Kombination sind die Winkelanschlußstutzen schon dabei. Saugseitig mit 1" IG und Druckseitig mit 3/4" IG. Da kann man dann mit jedem Einschrauber den Anschluß auf die vorhandene Leitung herstellen und man benötigt keine neuen Schläuche. Habe ich schon einigemale für meine Umbauten verwendet.
Die 30L Tankinhalt sind knapp an der Grenze, wenn nicht schon zu wenig. Vielleicht kannst Du es einmal mit einem Zusatztank ausprobieren ob die Erwärmung geringer ausfällt. Ich weis das ist oft schwierig zu realisieren aber wo ein Wille da ein Weg.
Wurden zusätzliche hydraulische Verbraucher aufgebaut, da jetzt das Problem mit der Erwärmung so gravierend ist? Oder war das eher ein schleichender Prozeß ? Das würde wieder auf den zunehmenden Verschleiß der Pumpe verweisen.
Querschnittsverengungen in den Druckleitungen sind auch nicht möglich ? Gibt es im Tank einen Ansaugfilter der vielleicht verlegt ist. Wurden Zylinder ausgetauscht oder größere Zylinder angebracht.
Eines ist auch klar umso länger man mit so einem Ding fährt umso besser und schneller wird man in der Bedienung des Forstkranes und des Baggers und das wirkt sich auf das Hydrauliksystem aus. Wenn man viele Bewegungen gleichzeitig über die kreuzweise Steuerung mit einem Joystick ausführt wird die Hydraulikanlage entsprechend gefordert. Bei LKW-Forstkränen sind zum Teil Tanks mit 150L Inhalt und mehr aufgebaut um dem Öl die Möglichkeit der Abkühlung zu geben.
Man sollte annehmen, daß die Graugußpumpen eine längere Lebensdauer haben. Meiner Meinung werden diese nur aufgebaut, damit man sich das Getriebe erspart und höhere Drücke fahren kann. Nachteil ist dann immer die Größe der Pumpen. Ich beobachte auch bereits wieder am Markt, daß das Angebot mit den Graugußpumpen wieder abnimmt. War einige Zeit anscheinend eine Modeerscheinung. Nur beim Nachkauf doch etwas teuer. Ich habe einen gebrauchten 30t Holzspalter vor 5 Jahren von einer Gußpumpe auf eine Alupumpe mit Getriebe umgebaut und bis heute kein Problem damit. Wird aber auch immer gut gewartet. Hatte aber auch schon Alupumpen die nach 2-3 Jahren den Geist aufgegeben haben. Diese mußten allerdings während deren Lebensdauer gute hydraulische Leistung erbringen.
Den Manometer kannst du sicher am Messanschluß anbringen.


speedy2 antwortet um 24-01-2013 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@madmexs
du hast geschrieben, das du die Alu pumpe immer gut wartest, was wartest du an hydraulik Pumpen?


ToniP antwortet um 24-01-2013 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Madmex!
Wieder mal ein großes Danke an deine ausführliche und fachliche Antwort!!!
Der Anschluss vom Druckschlauch ist bei meiner jetzigen Pumpe 1" - so ein Übergangsstück wär ja kein Problem, aber der Saugschlauch wird einfach am Tank und bei der Pumpe auf einen 1" Stutzen geschoben und mit Schlauchbindern fixiert... - da hat wohl die Fa. Moser etwas gespart, weil am Schlauch steht auch nur ein zulässiger Druck von 30 bar... - soweit ich weiß ist das ja nur ein "Wasserschlauch" aber anscheinend tuts der auch, wenn er vom Werk so ausgeliefert wird...! - am Tank müsste ich dann auch irgendwas tricksen, weil ein 3/4 " Hydraulikschlauch würde dann nicht mehr auf diesen Stutzen passen..!
All die Möglichkeiten die du mir oben beschrieben hast hab ich mir schon angeschaut... - bei den Leitungen find ich keine Engstellen, den Filter hab ich auch schon gewechselt - zumindest den Rücklauffilter, Saugfilter gibts eh keinen... , es wurden auch keine Verbraucher zusätzlich aufgebaut oder irgendwelche Komponenten am System verändert...!
Die Erwärmung und der Leistungsverlust ist meiner Meinung nach schleichend gekommen... - ist schwehr zu sagen weil ich ihn manchmal nur 20 Minuten im Einsatz hab und da hat er noch einigermaßen eine gute Leistung...!
Ich hab auch schon bei größeren 20-30 Tonnen Holzspaltern von Binderberger und Bosch die gleiche Pumpe verbaut gesehen - andere Hersteller bauen wieder mit dem Getriebe+Pumpe Prinzip!
Ich werd mir auf alle Fälle ein Manometer aufbauen bevor ich mir eine neue Pumpe anschaffe... - über den Druck lässt sich leicht feststellen ob es sicher die Pumpe ist...!
Meiner Meinung nach hätte ich ja schon fast lieber eine Pumpe mit Getriebe, auch wenn ich preislich ziemlich gleich liegen werde, aber wenn ich wieder mal eine neue Pumpe brauche, bekomm ich sie dann um ca. 300 Euro...
Ich hatte vorher einen italienischen Heckbagger - der hatte auch eine 27ccm Pumpe mit Getriebe in BG3 und es gab nie ein Problem damit!
Was mich einfach stutzig macht ist das im Typenblatt der verbauten Pumpe ein Konstantdruck von 160 bar steht und ein kurzzeitiger Spitzendruck von 190 bar... - lt. Moser wird beim Bagger das Überdruckventil aber auf 185 bar eingestellt... - ist da die Pumpe dann auf Dauer nicht überfordert??? - Wie siehst du das??? - lt. Fa. Moser ist das kein Problem weil die Pumpe ja eh 190 bar bringt...?!?
Wenn ich eine kleinere Pumpe mit 25 oder 30ccm hätte die einen Konstandruck von 250 bar auf Grund von der kleineren Bauweise bringen kann wärs ja irgendwie besser, oder?

@speedy2: hattest du eigentlich nie ein Problem mit deiner Pumpe? - du hast soweit ich weiß nämlich auch die Casappa APL 82 und deinen Kran so wie ich es aus deinem Weblog beurteilen kann recht viel im Einsatz???


tch antwortet um 24-01-2013 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Du fährst die Pumpe nicht ständig auf Hochdruck, wenn doch kocht das Öl nach sehr kurzer Zeit.
Die Fördermenge ist abhängig von der Drehzahl....der Druck von der Einstellung des Druckbegrenzers.
Lässt Du den Druckbegrenzer so wie er ist, hat die Pumpe die Chance auf ein längeres Leben- Du auch...!

Dein erstes Posting finde ich etwas witzig.
wenn Du einen Riss rechtzeitig endeckst gehts ev. gut aus, für den Baggerarm und für Dich.
Mit etwas Pech bricht die Säule, oder das Auge vom "ersten" Arm des Krans ohne Vorzeichen...... das macht dann so richtig Spass- solanger der Fahrer nicht getroffen wird.

tch



speedy2 antwortet um 26-01-2013 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe keine Ahnung welche pumpe ich habe, das typenschild ist bereits unleserlich. Habe gerade die Bedienungsanleitung durch geschaut, kein Hinweis welche Pumpe verbaut ist.
Ich betreibe sie mit Mist und Holzange mit der 1000er zapfwelle mit Standgas. Das passt genau, schneller braucht der kran mit zange nicht gehen. Beim baggern gebe ich schon gas, keine Ahnung so mit 1300-1500 Motorumdrehungen. Da wird der Bagger schon schön warm im hochsommer beim stundenlang graben.
Der Kran bzw. Pumpe funktionieren noch so wie am ersten Tag ... ich hoffe das bleibt so (gekauft Feb. 2010).

>recht viel im Einsatz???
Ich brauche den 9094 250h im Jahr, davon würde ich mindestens die hälfte fürn Kran nehmen, schwer einzuschätzen, 150h wahrscheinlich, er ist halt ein "Multitalent" :)

Ich glaube, ich habe dir eh geschrieben, das mein laienhafter vorschlag wäre, den kran mal direkt mit dem traktor zu betreiben, dann würdest sofort sehen, obs die pumpe ist und du hast ein notfalls szenario, sollte die pumpe mal komplett hinüber sein.


madmexs antwortet um 28-01-2013 15:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus Speedy,
an der Pumpe kannst Du nichts warten ! Aber das Hydrauliksystem als Ganzes. Zeitgerecht Ansaugfilter und Rücklauffilter wechseln und ab und zu den Hydraulikölstand im Tank kontrollieren. Und bei den Kupplungen, falls im System vorhanden, unbedingt auf absolute Sauberkeit achten !
Und das wars ! Und da ich meistens die Maschinen selbst bediene - einfach aufpassen. Wenn man von vornherein weis, daß die Ölmenge zu gering ist, dann einfach nicht auf Teufel komm raus fahren, sondern bei Bedarf eine Pause einlegen damit sich das System abkühlen kann. Pausen sind ja manchmal auch nicht schlecht und wenn im Wald dann Wanderer oder Jäger vorbeikommen erfährt man viel Neues. Man hat ja nebenbei immer auch noch andere Arbeiten zu erledigen, welche eine willkommene Abwechslung zum ständigen Holzspalten oder Kranfahren oder sonstigem sind. Wenn diese Pausen nicht reichen, dann schafft nur ein größerer Öltank oder ein Ölkühler die notwendige Abhilfe.
Gruß, Madmex


ToniP antwortet um 28-01-2013 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich werde auf alle Fälle möglichst bald einen Druck-Manometer aufbauen, dann weiß ich mehr wegen meiner Pumpe... werd euch dann auf alle Fälle berichten was ich herausgefunden habe und wie ich mein Problem gelöst habe!
Auf alle Fälle vielen Dank für die ausführlichen und fachlichen Tipps und Anregungen!!!


madmexs antwortet um 28-01-2013 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eine Frage an die Hydraulik-Spezialisten unter euch!
Hallo Toni,

dann wirds wahrscheinlich doch die Pumpe sein, wenn alle vermeintliche Ursachen schon überprüft wurden ! Speedy hat ja schon einen vernünftigen Vorschlag mit dem Betrieb über die Traktorpumpe gemacht. Aber Vorsicht wegen der eventuellen Verschmutzung des Öles durch die verschliessene Pumpe ! Nicht das du Dir die Hydraulik am Traktor runinierst. Ich bin da ein bißchen übervorsichtig ;-)
Der Sauganschluß ist bei vielen Geräten so ausgeführt wie du diesen beschreibst. Ist also nichts Ungewöhnliches und Fa. Moser ist nicht sparsamer als andere Hersteller ! Ich kenne einige Forstkräne von Moser in meiner Nachbarschaft und höre eigentlich nur Positives.
Wenn ein Konstantdruck von 160bar angegeben ist, dann muß das Überdruckventil auf einen Wert 15 - 20% höher vom Arbeitsdruck gerechnet, eingestellt werden. 185bar sind 15% Zuschlag auf die 160bar Arbeitsdruck. Die Überdruckventile sind alles direktgesteuerte Ventile. Das heißt, der Überdruck steht direkt am Steuerkolben an. Durch die Trägheit des Systems und aller Komponenten würdest du nie einen Arbeitsdruck von 160bar erreichen, wenn am Überdruckventil 160bar eingestellt wären. Das DBV würde zu früh ansprechen bei kurzzeitigen Druckspitzen und z.B. beim wegheben einer Last. In einem offenen System baut die Pumpe sowieso nur immer den Druck auf, welcher zur Verrichtung der Arbeit notwendig ist.
Zu der Größe der Pumpe. Sieh Dir das einmal im Faie Katalog an. Die haben die Baugruppe 1 bis 3 schön in einer Tabelle angeführt. Daraus kannst Du entnehmen, daß eine Pumpe mit 26cm³ Fördervolumen der Baugruppe 2 max. 180/190bar verträgt und eine Pumpe der Baugruppe 3 210/250bar. Aus diesem Grunde habe ich schon einmal auf die BG3 gewechselt und habe jetzt mehr Hydraulikleistung, da ich den Druck im System erhöhen konnte. Die Antriebsleistung steigt dadurch natürlich auch an. Aber das sollte beim Antrieb über die Zapfwelle keine Rolle spielen. Wenn das Fördervolumen der Pumpe nicht größer wird, benötigt man keinen größeren Tank und keinen Ölkühler.
Gruß,
Madmex


madmexs antwortet um 27-02-2013 14:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gibt es schon eine Lösung ?! Hätte mich interessiert.
Gruß,
Madmex


spiesser antwortet um 27-02-2013 16:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wie alt ist das Hydrauliköl denn altes verbrauchtes Öl neigt zum schäumen und dadurch zum Leistungsverlust


ToniP antwortet um 20-03-2013 10:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
eine Frage an die Hydraulik-Spezialisten unter euch!
So, ich möchte euch meinen neuesten Stand mitteilen:
also ich hab jetzt einen Öldruck-Manometer fix aufgebaut und zu meiner Verwunderung festgestellt, dass der Betriebsdruck bei 165 bar liegt, also lag meine Vermutung mit der deffekten Pumpe wohl falsch...!!!
Der Druck bleibt auch aufrecht wenn sich das Öl erwärmt und dünnflüssiger wird - also bin ich der Sache genauer auf den Grund gegangen, warum sich dann das Öl so stark erwärmt...
Hab dabei festgestellt, dass ein Ventil nicht ganz aufmacht, und ich nur beim schwenken des Kranes den Druck auf einer Seite (!!!) nicht erreiche...! hab darauf hin die Kreuzsteuerung abmontiert und das Ventil händisch immer auf den Anschlag gedrückt... - dabei hab ich festgestellt, auch wenn ich das Ventil ganz niederdrücke, dass der Manometer nur auf etwa 100 bar ausschlägt... - hab daraufhin den Ventilstößel ausgebaut und die Dichtung kontrolliert- ist alles perfekt...
Ich denke, das ist nun auch das Problem warum der Bagger so schnell heiß wird- scheint für mich logisch, wenn das Ventil nicht ganz aufmacht...!

Hat von euch Spezialisten vl. jemand eine Ahnung woran das liegen könnte, dass das Ventil "nicht ganz aufmacht" ??? - Ich hab wirklich keine Idee, weil es ist alles sauber, die Dichtung sitzt perfekt und ist einwandfrei... Wie gesagt, beim anheben des Stößels erreiche ich die 165 bar, beim niederdrücken nur ca. 100 bar...

Wäre für jeden Vorschlag dankbar!!!


madmexs antwortet um 25-03-2013 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus,

kannst Du da einmal ein Foto reinstellen ? Sind da am Zylinder oder am Ventil noch zusätzliche Ventile montiert ? Am Zylinder vielleicht eine Schlauchbruchsicherung? Am Ventil an den Anschlüssen Nachsaugventile oder Druckbegrenzungsventile für die Anschlüsse A und B .

Gruß,
Madmex


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