Antworten: 12
NiN 14-01-2013 18:22 - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Da heute ja alles zur Ware gemacht wird, ist es umso Verständlicher, dass es auch an unser Wasser geht!!

Richtig oder Falsch?

Auf der Seite www.right2water.eu kann man gegebenenfalls eine Petition unterschreiben!


 


traktorensteff antwortet um 14-01-2013 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Die Griechen haben Geld ohne Ende am Finanzmarkt aufgenommen, Schulden gemacht und haben noch dazu ein Steuersystem, das von vielen Bürgern schamlos ausgenutzt wurde, zum Teil verständlich, wenn man die Durchschnittseinkommen ansieht. Ist eben immer schon ein "armes" Land gewesen. Im Grunde hat Griechenland nichts anderes gemacht, wie andere europäische Staaten ebenfalls, auch Österreich. Nur ist die allgemeine Basis von Griechenland enorm schwach, so dass sie kein Geld mehr aufnehmen konnten und so wurde dieses Vorgehen des Schuldenmachens gestoppt und Griechenland war pleite.

Leider muss jetzt die Rechnung gezahlt werden, und durch die Misswirtschaft ist es zwangsläufig nötig, dass Griechenland ALL seinen Staatsbesitz, so weit möglich, verkaufen = verlieren muss, was natürlich auch die Bevölkerung enorm treffen wird. Auch noch alle zukünftigen Generationen. Selbst verschuldet, so zu sagen. Was alle anderen Länder nun machen sollten: Daraus lernen, damit es nicht auch bei uns so weit kommt.


helmar antwortet um 14-01-2013 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Sollen die nun Wasser verkaufen?
Fragt Helga



Roz98 antwortet um 15-01-2013 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Kleine Frage zum Traktorensteff...

In Österreich haben fast alle großen Produktionsbetriebe zugemacht bzw massiv Verkleinert (Vöst, Steyr-Puch, Mannlicher, )
Die große Chance des 20 Jahrunderts der Mobilfunk ist wie sich an den Entlassungszahlen der letzen 10 Jahre ersehen lässt auch am absterbenden Ast.
die Griechen haben wenigstens die Möglichkeit viele Menschen auch mit niedrigerem Bildungsniveau im Tourismuss zu beschäftigen.
In Österreich sind das in den Skigebieten meißt Ostdeutsche soweit ich das erlebe

Wo genau ist in Österreich die Basis denn so viel besser ?
Wir haben weit weniger Möglichkeiten der Steuerflucht für den kleinen Bürger soweit korrekt. Bei uns erledigen das die hohen Einkommensschichten.. (z.B Mananger von Magna sein und Subventionierter Bergbauer)
Wir haben eine Jugendarbeitslosigkeit von bald 10% und scheuen uns nicht im Fernsehen zu berichten das wir Facharbeiter aus den Kriesenlohnländern (stichwort Billig) holen.

Aber im Gegensatz zu Griechenland haben wir keine historisch wertvollen Städte, oder Strände die wir verkaufen könnten. Die Dinge die wir im Staatsbesitz hatten sind bereits verscherbelt bzw sind wir dran (Stichwort Kasernen, Schlösser, Buwog usw)

Und das Wasser aus der Donau werden wir auch nicht verkaufen können weil würde das gehen würde da wohl nichtsmehr entlang rinnen.

das Recht auf Wasser spiegelt für mich das Recht auf Leben wieder. Setzt man einen Preis für Wasser an ergibt sich daraus ein Preis für ein Menschenleben.
Oder Teilen wir die Menschen dann auf in jene die sich gutes Wasser leisten können und jene wo nur schelchtes möglich ist ?




NiN antwortet um 15-01-2013 17:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Die Erdoberfläche besteht zu 70% aus Wasser, jedoch sind nur 3% davon Süßwasser! Von diesen 3% ist ein Teil gefroren und ein anderer Teil massiv verseucht.
Jeder 5. Mensch auf der Welt hat keinen Zugang zu sauberem Süßwasser!!

Wenn es dann darum geht, daß Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, wie würde denn der dann aussehen?
Wie würden LW Betriebe überleben, wenn sie für Wasser bezahlen müssten? Wie sollte es dann geregelt sein, wenn ich eine Quelle am Grund hab? Was muss ich dann wem bezahlen??

@ROZ, du hast Recht, mit dem Neoliberalismus wurden alle "Schätze" biliigst verscherbelt und unter den "Großkopferten" aufgeteilt...

@Steff, auch uns wird es noch bitter treffen. In Österreich gibt es halt noch eine breitere Schicht mit Geld und Einkommen, jedoch wenn ich mir die Statistiken anseh, in denen von 3400€ durchschnittlichem Einkommen geschrieben wird, dann frag ich mich wen sie da befragt haben. Laut Statistik sind ja 1mio Österreicher an bzw. unter der Armutsgrenze.


hardl1266 antwortet um 15-01-2013 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
@ nin
A wann ist man arm


traktorensteff antwortet um 15-01-2013 17:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
@ Roz98

Die Wirtschaft in Österreich ist trotzdem sehr gut aufgestellt und eine (noch) geringe Arbeitslosenquote hält den Konsum konstant (= Handelsbetriebe). Natürlich wurden große Unternehmen zerschlagen, aber die österreichische Wirtschaft besteht eher aus Klein- und Mittelbetrieben. Im Link unten BIP pro Kopf im Vergleich, da haben wir praktisch das Doppelte.

Es gibt auch andere Beispiele der Wasser-Privatisierung, wie in Bratislava (glaub, das war dort, oder Budapest), wo an eine französische Firma verkauft wurde und die Wasserpreise enorm gestiegen sind. Natürlich ist das nicht schön, aber die Griechen müssen ihre Schulden abzahlen und dürfen ihren Politikern dafür danken. Österreich sollte daraus lernen und jetzt unangenehme Reformen angehen, um Geld zu sparen. Das Bundesheer wäre da so ein Beispiel...
 


NiN antwortet um 15-01-2013 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
die statistik sagt, so glaube ich zu wissen, daß wenn man insgesamt in einer Familie unter 1300 netto zur Verfügung hat (pro monat) man unter der Armutsgrenze lebt....

Generell gehts ja darum, daß das Wasser auf gesamteuropäischer Ebene auf Sicjt privatisiert werden soll...




Roz98 antwortet um 16-01-2013 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Steff mit dem BIP hast du schon recht aber was ist das BIP eigentlich
..."
Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt..."

Du bist (davon gehe ich aus) Landwirt. Wieviele Produkte stellst du her?
Getreide, Mais, Fleisch, Milch evt Energie so im Groben ?
Von wievielen dieser Produkte kannst du Leben ?
Nur weil ... 100.000l Milch produzierst und verkaufst bedeutet das noch lange nicht das du davon leben kannst oder irre ich mich da ?

unser Wirtschaftssystem ist auf einer ganz einfachen Geschichte aufgebaut: WACHSTUM.
Wachstum geht durch mehr Absatz oder (wenn wir von finanziellem Wachsum ausgehen) durch Einsparung der Ausgaben.
Wenn ich jetzt also 15 Mitarbeiter auf die Strasse setze damit mein Unternehmen Wachstum hat.
Dann hab ich aber gleichzeitig 15 potentielle Kunden verloren.
Zwar Produziere ich ware aber mir fehlen 15 Abnehmer.

Arbeitslose (und diese Zahl steigt eigentlich ziemlich stark im Moment) sind das eine, aber Menschen die dem Konsum nichtmehr folgen können OBWOHL sie arbeiten wo werden die berücksichtigt ?

Wir stehen sicher nicht so schlecht wie die Griechen da (noch nicht die Vorzeichen sind gleich). Aber du darfst auch nicht vergessen das in Österreich der Lebensstandard an sich etwas höher ist. Und die Unzufriedenheit kommt ja mit dem Verlust des gewohnten.

Derzeit sehe ICH in der politischen Struktur in Österreich KEINE FARBE die wirklich ein Konzept oder eine Idee hat wie "wir" in die Zukunft gehen sollen.
AM Land (ich bin hier zum Glück ambivalent d.h am Land aufgewachsen mit guter Ausbidlung in der Stadt) wird das Teilwese durch den Tauschhandel jetzt schon ausgeglichen.
Milch ab Hof statt vom Billa (weil ich dazu kein Auto brauche, keinen Sprit und nicht weit fahren muss)
Auch das zusammenhelfen wird vielfach dichter.

Das sind alles Vorzeichen die nicht unbedingt für eine gute Wirtschaft sprechen



wsae antwortet um 19-01-2013 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Die ARD-Sendung Monitor berichtete in „Geheimoperation Wasser – Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will“ über die neuesten Pläne der Brüsseler Bürokraten und der Lobbyisten der großen Konzerne:

Die EU verpflichtet die Krisenländern Portugal und Griechenland, Teile ihrer Wasserversorgung zu privatisieren. So soll möglichst schnell möglichst viel Geld in die maroden Staatshaushalte gespült werden. Weder Griechen noch Portugiesen wollen das. Denn die Erfahrung zeigt: Wo Wasser privatisiert wird, steigen die Preise und sinkt die Qualität. Doch die EU-Kommission geht noch einen riesigen Schritt weiter: Mit einer neuen Richtlinie sollen europäische Kommunen – mithin auch deutsche – gezwungen werden, private Unternehmen ins Wassergeschäft einsteigen zu lassen. So soll die Wasserversorgung europaweit privatisiert werden. Ein Milliardengeschäft für multinationale Konzerne, für das deren Lobbyisten in Brüssel jahrelang gekämpft haben.

ARD Monitor : Geheimoperation Wasser - EU fördert Wasserprivatisierung - YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=Xq4ncp-iNNA


zehentacker antwortet um 19-01-2013 20:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Hallo!
In NÖ und soviel ich weiss, auch im Burgenland sind die Energiekonzerne schon lang auf diesen Sektor unterwegs.Die Gemeinden machen ganz ohne EU Zwang mit.


NiN antwortet um 19-01-2013 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
Volksverräter!




wsae antwortet um 16-05-2013 05:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Handelsware Wasser
EU-Kommission - Wasserprivatisierung - Die "Tricks" des Binnenmarktkommissars Barnier - quer - YouTube
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xI2dvQuX9pc


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