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hupf 06-01-2013 12:01 - E-Mail an User
Energiewald
Hallo
Ich habe eine Fläche von ca 1,7 ha die ich nicht Bewirtschafte bze jedes Jahr nur Mulche weil sie zu Nass ist und es keine Schöne Fläche ist weil es früher eine Weide war.
Da ich in nächster Zeit auf Hackschnitzlheizung umstelle, hab ich mir gedacht es zu Bepflanzen.
Es ist Nasser Boden und so Halbwegs Befahrbar, aber nicht mit einem Engerieholzhäcksler dafür ist es zu Nass aber mit Traktor und dem kleinen Rückeanhänger bzw Zange würd es gehn (Geräte vorhanden).

Nun zu meiner Frage: Was würdet ihr Pflanzen was schnell wächst und sehr guten Ertrag hat.
Ich selber habe da an die Esche gedacht. Dieser Baum ist ja fast wie
Unkraut wächst überall und ich denk so halbwegs schnell.

Danke für ein paar Infos
Schönen Sonntag






BB antwortet um 06-01-2013 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Schwarzerle wär hier geeignet.


fgh antwortet um 06-01-2013 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Würde auch zur Erle raten, die mag solche Böden.
Ich hätte zu dem Thema eine andere Frage, ich habe ein ähnliches Grundstück (nass) bereits voller Erlen, da ich mit dem vielen Brennholz aber nichts anfangen kann, für Erle nicht wirklich ein Blochmarkt vorhanden ist und man vom Verkauf als Energieholz nicht wirklich großen Profit macht, würde ich den Erlenwald gerne abholzen und etwas anständiges pflanzen - nur was?
Wo es nicht ganz so nass ist, habe ich an Fichtenhorste gedacht und ansonsten Esche (zwar auch nicht gar so begehrt am Markt aber wenigstens absetzbar) und Tanne. Ist das eine sinnvolle Variante, gebe es noch andere geeignete Baumarten für solche Böden? Wie empfindlich ist die Fichte bezgl. der Feuchte?



BB antwortet um 06-01-2013 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
In welcher Seehöhe? Die Fichte verträgt zwar frische Böden aber auf gar keinen fall Staunässe.
Von Eschen würde ich im Moment abraten (Eschentriebsterben).


fgh antwortet um 06-01-2013 13:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
470m Seehöhe. Mit Eschentriebsterben habe wir eigentlich keine Probleme und wenn ich verschiedene Baumarten in Horsten setze, glaube ich sollte das nicht das große Problem. Die Böden sind teilweise schon staunass.


hupf antwortet um 06-01-2013 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Naja warum keine Esche nur weil in teilen Österreichs das Eschensterben ist muss es bei mir ja nicht sein.
Oder wie ist es mit Haselnuss?

mfg


Haa-Pee antwortet um 06-01-2013 14:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
kommt auf deine seehöhe und dein klima an welche bäume du pflanzen kannst.

so wie du das beschreibst und du halbwegs unter 700m seehöhe bist würde ich pappel und birken pflanzen oder auflaufen lassen.
dass das mehr sinn hat wie fichte kann ich auf einer eigenen fläche genauso wie du sie beschrieben hast berichten.
aufforstung in den 60iger jahren nach damaligen stand der forstwirtschaft mit fichte reinkultur.
fichte entwickelt sich passabel aber äussert windwurf gefährdet wenn der boden aufgeweicht is und bei so wetter wie jetzt die wurzelteller aushebelt.

es sind aber auch ein paar pappeln und erlen als natürlicher aufwuchs aufgekommen.
die zuwachsraten der pappel ist gut das doppelte der fichte!, die erle setzt sich auch nicht durch sondern steht und wird "faul".

esche würde ich aufgrund des eschensterbens etwas differenzierter sehen wenn sie von selbst aufkommt natürlich fördern ansonsten mach pappel und birke und die kannst in 15 jahren stämme mit rückewagen ernten.



179781 antwortet um 06-01-2013 14:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Wir haben auf so einem ähnichen Grundstück vor zwei Jahren Roteiche und Ahorn gemischt angepflanzt. Die sind gut angewachsen mehr kann ich bis jetzt nicht dazu sagen.

Gottfried


NiN antwortet um 06-01-2013 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Erlen!

Hab einen Bachlauf am Grund, Erlen als "Augewächs" in erster Reihe, Robinie in zweiter, also im trockeneren "Nassbereich"...


MUKUbauer antwortet um 06-01-2013 16:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
jetzt müßt ma wissen wie nass oder feucht der Standort dort wirklich ist, hab auch in einem Aubereich Erle und Eiche stehen - nur in wirklich feuchten lagen hast nur Rotfaule Fichten wenn man sowas dort hin gibt ...
Nur weil da steht Hackgutheizung - ist sonst noch Wald verhanden oder nicht?
wenn oft Wasser steht kannst ja ernten wenn es gefrohren ist ....

Am meisten zuwachs für Energieholz wenn die Lage past hat halt Pappel ..


carver antwortet um 06-01-2013 16:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@fgh
Deine Erle hat es eh schon vorgezeigt:
Erle verträgt als einzige Baumart stau- bz,, wechselnasse Böden.
Esche mag frische, aber keine staunasse Böden.
Fichte verträgt keine nassen Böden, vielleicht hast schon mal beobachten, dass auf diesen Standorten der Wurzelanlauf sehr weit draußen ist. Das kommt daher, da die Fichte ein Flachwurzler ist, dringt sie nicht mit den Senkerwurzeln ins Nasse ein. Bei Windwurf kann man es schön beobachten, im Extremfall ist nur die obere Humusschicht aufgerissen.
Tanne mag auch frische Böden, Pfahlwurzler

Bzgl. deiner Bedenken wegen Blochholzmarkt:
Vor 15 bis 20 Jahren gab es einen regen Erlenboom, wenn du sie heute pflanzt, wer sagt dir dass sie in 50 Jahren nicht gesucht sein soll?!?
Auf solchen Standorten würde ich sagen: standortverträgliche vor wertvolle Baumart


lg carver


fgh antwortet um 06-01-2013 17:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@carver:
Aber es muss ja noch was anderes außer Erle geben, was dort wächst...geht ein Bach durch wie wäre es mit Eschen am Bachrand, dann Erle und zum Rand hin wo es beginnend trocken bzw. normal wird Fichte/Tanne. Ich möchte nicht nur Erlen haben, dafür ist mir der Fleck von 2 ha zu groß...


carver antwortet um 06-01-2013 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Welche Bodenvegetation ist auf dieser Fläche?


hupf antwortet um 06-01-2013 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Hallo ja es ist noch genug anderer wald vorhanden nur mich nervt es diese flächen immer zu mulchen erstens kommt man nicht überall hin, zweitens wenns wetter nicht passt bleibst mit dem traktor bergab stecken an gewissen stellen aber nur mit mulcher dran (ca 4700kg ges gew. und breitreifen) .




fgh antwortet um 06-01-2013 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
siehe Foto


Erlen...
 


NiN antwortet um 06-01-2013 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
In Harholzauen, werde meine Au jetzt auch wieder aufforsten, wachsen auch die Rotbuchen ganz in Ordnung.
Vor allem als Z Bäume zwischen Erlen und ggf. Pappeln oder Weiden...


carver antwortet um 06-01-2013 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Schaut nicht nach Staunässe aus. Rechts am Bild ist glaube ich auch eine Tanne.
Würde es mit Esche - Bergahorn in Zellen mit Hainbuche/ Erlen als Füllbaumart, nach Geschmack Tanne(oder Rotbuche) in Gruppen oder als Streifen am beginnenden Bergrücken versuchen. Fichte an erhabenen Stellen.
Aber anhand eines Fotos ist es schwer und auch nicht 100%ig zu beurteilen.

lg carver


schellniesel antwortet um 06-01-2013 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@hupf
Für die eignen Verwendung ist die Vollmechanische ernte ohnedies nicht wirklich gedacht da du von 50% Wassergehalt bei den Schnitzeln erstmal auf Brennbare 15-20% runter Trocknen müsstest.

Für nassen Standort kann ich auch nur erle Empfehlen zu Kurzumtriebsfläche ca 5-10 Jahre ist da optimal. Hab vorige woche eien Aufforstfläche vor 7 jahren gezäunt davor 3 jahre nicht mejr gemäht. Naturverjüngung hab da eine Erle Ausgemustert mit 25cm Stockdurchmesser und 10m höhe! ernte kannste eh auf die Kalte (gefrorene) Jahreszeit verlegen.

@fgh

Also ich war bis vor 5 Jahren auch voll auf Eschen eingestellt! Jetzt bin ich gscheiter werde keine einzige mehr Fördern den die ereilt alle das selbe Schicksal! Leider ist das eine der häufigsten Baumarten bei mir. Wie gesagt Eschentriebsterben ist schon ziemlich verbreitet!

Was ich mir da echt gut Vorstellen kann sind wie Carver schon sagte (Berg)Ahorn im verband mit Erlen und Tannen.
Hainbuche ist aber ein zu wilder Wucherer,die musst dann aber echt zeitig entfernen wenn die Licht haben hat sonnst nix wirklich mehr a Licht! Hab wie schon gesagt vorige Woche den 7 Jahre alten Natur bestand ausgelichtet waren auch ne Menge Hainbuchen dabei.
Foto vom vorigen Jahr!

Mfg Andreas



 


rbrb131235 antwortet um 06-01-2013 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo carver, scheinst wirklich ein Fachmann zu sein, schade dass du nicht in meiner Nähe bist, sonst hätte ich dich zu rate gezogen.
Kann dir nur zustimmen, standortverträglich ist das Wichtigste, denn ob eine heute wertvolle Baumart dies auch noch bei der Ernte ist, steht auf einen anderen Blatt.
Ich persönlich habe mit Energieholz ( vorgesehen für händische Ernte u. danach spalten ) mit Birke, wegen ihren raschen Jugendwachstum, gute Erfahrungen gemacht.

Grüße rbrb13


Woodster antwortet um 06-01-2013 22:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Würde einmal schauen, was so an Naturanflug kommt.
Wenn ausreichend, Fläche einzäunen.

Die Natur bringt dir die widerstandsfähigste Vegetation und du hast keine Pflanzkosten.
Schützen mußt du ansonsten die Einzelpflanzen auch. Zaun ist da viel effektiver.

Beim Setzen hast dann noch Wurzeldeformationen, die ca. bis insgesamt 25% weniger Wuchsleistung nach sich ziehen. Siehe:

http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-wissen/37-pflanzung/lwf-wissen_37-04.pdf
 


NiN antwortet um 07-01-2013 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@woodster

sagte auch ein Freund, Förster, zu mir, daß ich besser den Wald einzäunen soll, statt kostspielieg aufforsten...


hp1 antwortet um 07-01-2013 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@hupf

ich würde dir auch Birke u. Pappel raten


carver antwortet um 07-01-2013 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Würde einmal schauen, was so an Naturanflug kommt. Wenn ausreichend, Fläche einzäunen."
Wenn einzäunen, dann vor dem Anflug. Der Keimlingsverbiss wird von den meisten unterschätzt. Interessant wäre es, eine kleine Fläche (4x4?) einzuzäunen, dann hat man einen Vergleich. Weiters kommen bei Naturverjüngung meistens nur die Arten, die schon da sind (Unterschied Anflug - Aufschlag?). Andere Baumarten muss man auch per Hand einmischen. Auch verdämmte Fläche können nur schwer bis gar nicht naturverjüngt werden.
Wurzeldeformationen kommen nur bei unsachgemäßer Pflanzung oder bei Pfahlwurzlern vor, die im Forstgarten unterschnitten wurden.
Das sollte jetzt kein Plädoyer für künstliche Verjüngung sein, da ich die Naturverjüngung ökologisch wie auch ökonomisch vorziehe, aber man sollte sich auch der Grenzen bewusst sein.

lg carver


NiN antwortet um 07-01-2013 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@carver

dein Rat demnach ist sozusagen ein Mix aus Naturverjüngung und Zupflanzung?
ich persönlich, als Laie sozusagen, glaube auch, daß ein "Mix" zielführend ist...


carver antwortet um 07-01-2013 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Nein, den jeder Standort ist verschieden!
Es muss an den Standort angepasst sein.

lg carver


NiN antwortet um 07-01-2013 11:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
Gut, Standortanpassung ist ja klar!

Doch wie beurteilst du das genau? Klima, Böden, Niederschläge...?

Hab Mammutbäume, die ich im Frühjahr raussetze. Bin in der Oststeiermark, also warmes Klima, geringere Niederschläge, lehmige und sandige Böden.

Hab aber Nordhang, Südhang, Auenwald!
welche Kriterien sind da die Wichtigsten???


carver antwortet um 07-01-2013 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@nin
zum Lesen für raue Wintertage ........

http://81.10.184.26:9001/pdf/NKJB_4_0143-0157.pdf

Ansonsten frag Dr. Google mal nach "Waldtypen nach Hufnagl"

lg carver
 


NiN antwortet um 07-01-2013 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Energiewald
@carver

Danke sehr!

Werd mich weiterbilden!!

lg Nicolas


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