Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....

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helmar 15-05-2012 07:07 - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Fast auf jedem Plakat der FPÖ steht das Wort "Heimat" , "Daham statt Islam" usw.......und oft wird von d Funktionären dieser Partei gefordert dass auch wieder, wenn schon Österreich nicht aus der EU raus soll, zumindest die Grenzen unseres Landes wieder dicht gemacht werden sollten. Ja, der Patriotismus ist groß.....aber auch da nicht immmer.

In der NÖN/Regionalausgabe Wiener Neustadt/Bucklige Welt Nord/Woche 12/2012, Seite 43....

Anfrage in Deutschland/ Für Aufsehen sorgt ein Mail von FPÖ- Bezirksobmann P.S. an Molkereien.

Von Josef Kleinrath und Daniela Filz.
Bucklige Welt/Rund 40 Milchbauern aus der Buckligen Welt und der Steiermark haben sich zur IG Milch zusammengeschlossen - jetzt scheint diese Gemeinschaft in der Krise zu stecken. Denn FPÖ- Bezeirksobmann P.S., selbst Mitglied der IG Milch, kontaktierte in der Vorwoche mehrere Molkereien in Deutschland und hat rund acht Millionen Kilo Milch zum Verkauf angeboten. Mit dem Argument, eine deutsche Molkerei könnte mit österreichischer Milch ihre Position im Lebensmittelhandel in Österreich anderen Mitbewerbern gegenüber stärken.
Was Bundesrat M. P.(ÖVP), selbst Landwirt, auf die Palme bringt:" Die IG MIlch ist gescheitert. Die freiheitliche Partie gibt vor, auf Regionalität zu setzen, und tut das nun nicht." Bezirksbauernkammerobmann J. F. warnt vor diesem Schritt:"Wenn sie ihr Glück über den Grenzen versuchen wollen, bitte. Aber das könnte wirklich gefährlich werden. Ich hoffe, das haben sie bedacht."
Auch intern dürfte es in der IG Milch brodeln, es soll schon Anfragen bei der NÖM über eine Rückkehr einzelner Milchbauern gegeben haben. Darüber soll in den nächsten Tagen verhandelt werden.

Im Artikel sind alle Namen in voller Länge genannt.

Abgesehen davon dass nun eingetreten ist wovor manche gewarnt haben, nämlich dass es schwierig geworden ist, Milch auf dem Spotmarkt unterzubringen zeigt auch dieses Beispiel wie sehr in jenen Zeiten als die IG den Weg vom Protest vor Discountern zum blindwütigem Aktionismus viel zerstört und vor allem Scherben hinterlassen hat. Dass immer wieder die Stoßrichtung in dieser Gruppierung gegen Molkereien, Genossenschaften, deren Geschäftsführungen und natürlich auch gegen den Bauernbund bereits in den ersten Jahren dieser Gruppierung manchen ursprünglichen Unterstützer dieser Gruppe dazu veranlasst hat, sich wieder davon zu verabschieden(auch ich war bei diesen), hat bei den geradezu sektenartig agierenden "Führern" dieser Gruppe kein Alarmzeichen ausgelöst.......und auch hier im Forum sind warnende Worte mit Gehässigkeit und Häme beantwortet worden. Und was dann rund um den Milchstreik gelaufen ist, da kann mancher auch so einiges erzählen.

Nun ist die Situation so dass sich die Hardliner gewaltig ins Eck manövriert haben und es halt so ist dass sie es wohl gern hätten dass wieder alles vergeben und vergessen wird. Und dass man, auch wenn es viele davon nicht zugeben werden, am liebsten wieder durch die Hintertür der auch so schrecklichen Genossenschaft wieder reinschleichen würde, wenn man es nur könnte irgendwie...und da wird es wohl sehr schwierig werden. Durch das Folgen der Parolen von oft gar nicht mit der Landwirtschaft/Milchwirtschaft kommenden "weiser Meister" welche inzwischen längst wieder weitergezogen sind haben sich etliche Betriebsführer in eine Sackgasse manövriert welche nicht nur von der fianziellen Seite immer enger wird. Zu allem Unglück war da auch immer die Parteipolitik, gerade jener Parteien welche eigentlich in ihrer Ideologie gegen "Besitzer" stehen, ein willfähriger Helfer....wo sind die alle jetzt?
Es geht in vielen Fällen inzwischen um die nackte Existenz von Bauernhöfen deren Betriebsführer schlicht und einfach auf das falsche Pferd gesetzt haben. Und jetzt wird es schwierig.........soll, kann man diese in den Abgrund sausen lassen. Und wenn nicht, also wenn sie keinen Abnehmer finden, kann/soll/ darf? eine Genossenschaft/Molkerei wieder die Milch von eben dort nehmen? Ich würde sagen ja, ABER mit deutlichen Zeichen: keine Mitgliedschaft mehr, Schüttgebühr, und ein Liefervertrag welcher bei Aktionen gegen den Abnehmer der Vertrag gekündigt werden kann.
Mfg, Helga


sturmi antwortet um 15-05-2012 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
VLV-Rinder- u. Schweinebörse, Maschinenring, Lagerhaus, Raiffeisen sind konserv.-bäuerl. Erfolgsgeschichten! Oft kopiert (IG´s, LIG, usw.) nie erreicht! ;-)
MfG Sturmi




helmar antwortet um 15-05-2012 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Aber da sind auch (meistens) die Bauern drinnen, und wenn diese Ratgeber brauchen holen sie sich diese vom Fach, und keine wie immer auch gearteten Ideologen....
Mfg, Helga



heumax antwortet um 15-05-2012 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Was ist aber nun mit jenen, die den Milchbauern das Blaue vom Himmel versprochen haben ?
MILCH WIRD NIE MEHR VERRAMSCHT WERDEN und zig andere Sprüche.
Ein Bekannter der auch von der Genossenschaft ausgetreten ist erzählte mir vor einigen Tagen, er hat ein Kontigent von fast 300.000 kg, das es ihm sehr schlecht gehe und die Enwicklung genau in die entgegegestetze Richtung geht. Nun kann man sagen selber schuld, aber es ist doch einiges zu hinterfragen.
Die Vermarktung der Milch ist alles andere als professionel zu bezeichnen. Milch in einem weit verstreuten Gebiet zu sammeln und den grössten Teil nur umzuladen ohne Pasteurisierung, Homogenisierung, Fetteinstellung den Wünschen der Kunden entsprechend, Verwertung des anfallenden Fettanteils, zu verschicken ist
finanziell das schlechteste was man machen kann. Wurde die Erfassung, Gewichtsfeststellung, Ihnhaltsstoffe, Hemmstoffe, Verwässerung immer streng kontolliert und dokumentiert ? Wie schaut die Verrechnung- Zahlungseingänge und Ausgänge aus.
Bei einer Genossenschaft, haftet der Vorstand - wurde in den letzten Jahren bei einigen schlagend- kontrolliert der Aufsichtsrat, prüft jährlich der Revisionsverband und beschliesst die Generalversammlung. Steuer und AMA Prüfungen sowieso.
Wie geht das nun bei diesem Verein weiter, das wars und Schwamm drüber-oder gibt es auch hier Verantwortliche die haften und zur Schadensminimierung beitragen ?
Eine bewährte Volksweisheit lautet:
MAN TRIFFT SICH IM LEBEN MEIST ZWEIMAL
Die Nichtbeachtung dieses und anderer Grundsätze und Umgangsformen fällt nun den betroffenen Milcherzeugern auf den Kopf.


heumax antwortet um 15-05-2012 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Was ist los bei den IGlern ?
Seit 12 Stunden keinerlei Reaktion auf den Artikel von Helmar. Früher in der guten alten IG-Hochzeit wären wir mit Argumenten oder anderen Meinungsäusserungen schon lange zugedeckt worden.



helmar antwortet um 15-05-2012 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo Kreszens......jene welche den Bauern das Blaue vom Himmel versprochen haben....werden, vermute ich sehr unruhige Zeiten haben. Aber entscheiden ob und wohin geliefert wird, muß schon der jeweilige Betriebsführer. Auch ob er seinen Abnehmer wechselt. Was aber so richtig interessant ist dass von vielen welche da die ganze Geschichte hochlobgejubelt haben jetzt weder was zu hören noch zu lesen ist. Und schuld an dem ganzen Desaster ist doch nie und nimmer die Selbstüberschätzung, das Marktgeschehen oder was immer, sondern die Feinde der IG Milch/Freie Milch Austria........so gepostet in einem anderen Forum. Nun, wers glaubt.....
Mfg, Helga


helmar antwortet um 15-05-2012 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo Kreszens.....denen hat es die Sprach verschlagen. Aber freuen kann man sich auch nicht darüber. Es ist eine grausliche,traurige Geschichte für die Betroffenen. Interessant ist aber dass jene welche sonst reflexartig losschreiben wenn es um IG und Co geht, in diesem Fall auch die Finger im Zaum halten. Wohl deshalb weil es jetzt gekommen ist vor welchem etliche hier im Forum gewarnt haben. Und als diese warnten als Trottel oder ähnliches hingestellt wurden.
Da schrieb doch mal einer....".es muß alles zerstört werden damit etwas Neues kommen kann".....ist für den jetzt genug zerschlagen worden oder reichts noch immer nicht?
Mfg, Helga


walterst antwortet um 15-05-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
wenn sich helmar endlich entschieden hat, ob man nun gegen die Handelsketten bissig sein soll, wenn sie Milchproduktpreise senken, oder doch nicht, dann fällt mir vielleicht wieder eine Antwort auf die ewig gleichen Beiträge ein.

Ich bin insgesamt sehr froh, dass einige zwar den Druck, der auf den FMA-Bauern lastet, als Problem sehen, aber nicht das allgemeine Problem, das dahinter steckt, und alle betrifft.
Die Milchpreissenkungen im Regal in den letzten Wochen scheinen niemanden zu jucken.


tch antwortet um 15-05-2012 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Das es für Rebellen nie ganz einfach ist liegt auf der Hand, das Rebellen wenn sie losgelassen werden sehr schnell das Augenmaß verlieren und Grenzen überschreiten zeigt die Geschichte.
Früher wurden Rebellen nicht sehr sanft behandelt....

Wir sollten nicht zu zimperlich sein..... schrieb mal ein sehr bekannter wortgewaltiger Forumschreiber.

Wenn die "Molkerei" sich das zu Herzen nimmt verlieren diese 40 ihre Existenzgrundlage....
Das die Deutsche die 40 aufnehmen werden ist eher unwahrscheinlich, die 40 sind als Rebellen bekannt und warum soll sich jemand Rebellen ins Nest holen?

Die 40 liegen fast am Boden.....jetzt draufsteigen wäre ein Zeichen das man selbst nicht besser ist....
Es sind Fehler passiert- auf beiden Seiten. Denke das es an der Zeit ist die Dinge aufzuarbeiten, die Rädelsführer nicht zu "köpfen" die Mitläufer zum nachdenken zu bringen....

Größe zu zeigen, aber wenn nochmal ein Aufstand produziert wird mit der Eisenfaust reinzuhauen...
Lieferverträge, für einen sehr kurzen Zeitraum könnten ein Mittel sein um Emotionen etwas zu dämpfen...

P.S ist unterwegs um etwas auf die Beine zu stellen, das spricht für ihn, wenn er seinen Sturkopf etwas anders programmiert könnte er ev. auch in NÖ etwas erreichen...
Grudö, nicht weniger stur....:-) sollte das auch machen.... er sitzt am langen Ast und kann die Türe einen Spalt offenlassen...

Gescheitert sind die Rebellen nicht an den Molkereien.... sie selbst waren zu euphorisch.

Wünsche den Rebellen viel Glück, und dass wieder Frieden einkehrt.

tch



helmar antwortet um 16-05-2012 06:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Lieber Walter...die Geschichte der IG beginnt bei den Protesten vor den Handelsketten, und das war jene Zeit als sie einen respektablen Zulauf hatte....aber vielleicht haben manche dann aus eben diesem Zulauf an (zahlenden) Mitgliedern gemeint, gleich mal das ganze, und wie ich meine nicht immer optimale System kippen zu können. Wie aber die Zeit zeigt war und ist es nicht immer optimal, aber das einzig einigemassen funktionierende.......
Wenn ein Genossenschaftsgeschäftsführer bei den Versammlungen darüber berichtete dass die Milchmenge steigt und dass bereits der Trockenmilchpreis am Sinken ist und man deshalb damit rechnen muß dass der Produzentenmilchpreis nicht steigen kann, war Gemurre zu hören und der Vorwurf, dass der den Preis schlechtredet. Auch hier im Forum zu lesen......
Und sinkende Regalpreise waren/sind immer ein Zeichen dafür gewesen, dass der Milchpreis sinkt. Und bis dato ist es auch in Österreich so dass einige wenige Abnehmern vielen Anbietern gegenüberstehen. Da fällt mir auf.......gibt es die faire Milch überhaupt noch? In unserem Graben schon länger nicht mehr gesehen. Denn die Erfindung dieser Marke war ja auch ein Lehrbeispiel dafür dass man, um ins Regal zu kommen, den Eigentümer desselben lieber nicht durch Parkplatzblockaden etc. vergrämen soll.
Und solange die Nachfrage/Bedarf besteht wird man auch Milch recht gut verkaufen können. Zu den Anfangszeiten der freien Milch war das ja auch so. Und irgendwie hat, wahrscheinlich ohne es zu wollen, die freie Milch den Exportmarkt in Österreich entlastet und damit manchen Übernehmer von dem Problem befreit wohin er mit der über den Bedarf des Verarbeiters übernommenen Milch soll. Es ist schade dass es so gekommen ist, aber wenn Ideologen welche mit der Materie nicht immer etwas zu tun haben, den Weg bestimmen oder besser gesagt, ohne Verantwortung dazu raten, dann kann passieren was jetzt ja nicht nur in NÖ passiert.......und die Zeche zahlen jene welche sich eine Art Freiheit erhofften.
Und wäre da nicht soviel an Gehässigkeit passiert, besonders gegen gewisse Personen welche halt nun mal dem "schwarzen" Lager angehören, und wäre so manche Beschimpfung ungesagt geblieben, dann wäre es für die Betroffenen leichter doch wieder, wenn auch mit Schrammen, zurückkehren zu können.....

Da lob ich mir jenen der mich zwar, als ich mich gegen einen Milchstreik in der Versammlung ausgesprochen habe und vor den Folgen gewanrt habe, A... genannt hat für seine wirtschaftliche Vernunft. Der hat zwar feste mitgeschrien, vielleicht ein paar Tage die Milch nicht geliefert, aber dann wieder geliefert als wär nichts passiert.....
Dass es aber für jene welche hochtrabend abgezogen sind sehr schwer wird wieder wo reinzukommen braucht nach all den Vorfällen in dieser Zeit niemanden verwundern. Aber dafür dass jene an die Wand geknallt werden, bin ich auch nicht. Egal ob sie die Führer oder Mitläufer waren. Aber ohne den "Canossagang" wird es nicht gehen, denn das würden sich jene Lieferanten welche beschimpft und verhöhnt wurden, auch nicht gefallen lassen.
Mfg, Helga


helmar antwortet um 16-05-2012 06:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo Tch.....Gratulation zu deinem Beitrag, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Mfg, Helga


heumax antwortet um 16-05-2012 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Stimme Tch auch zu. Trotzdem bleibt meine Frage nach Haftung der Verantwortlichen nach wie vor unbeantwortet. Sollte es bei diesem Verein es so sein, dass die Capos still und leise in der Versenkung verschwinden, so braucht in diesem Forum und anderswo sich niemand mehr über die Zustände in der österr. Politik und Gesellschaft beschweren.











fabian antwortet um 16-05-2012 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Ja lieber Walter, bei den "bissigen" Aktionen 2004 vor den Supermärkten war ich auch dabei.

Nur, was später von euch und von den sogenannten "deutschen" Fachzeitschriften ( top a, bayr. W, Dl.. etc.) unternommen wurde, war nicht FAIR!
Helmar hat es mehrfach auf den Punkt gebracht!

Der vielzitierte Milchlierferstreik, welcher viele Bauernfamilien gespaltet hat, ist vielen von uns noch schmerzlich in Erinnerung.

Zur Zeit so zu tun, als wäre es nicht so gemeint gewesen, ist doch zu viel verlangt.
Unsere Gmundner Milch, soll jene wieder aufnehmen, die vor der Molkerei demonstriert haben und später die Sammeltouren "zerissen" haben!
Das ist UNFAIR gegenüber jenen, die "ihre" Molkerei aufgebaut haben!



helmar antwortet um 16-05-2012 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo Fabian....vielleicht findet sich noch was im Archiv, aber gerade TopAgrar hat ja als es in der BRD, besonders in Norddeutschland losgegangen ist denen medial nicht nur jede menge Platz geboten, sondern der Österreichverantwortliche T.A. ist ja auch den Verkündern der neuen Botschaften geradezu hörig an den Lippen gehangen.
Seltsam nur dass es , als vor einigen Jahren in Norddeutschland die Sache in die Hose gegangen ist, gerade mal ein Einspalter zu lesen gewesen ist..........und in Österreich gehypt wurde. Ob jetzt auch noch kann ich nicht sagen, ich habe das Abo gekündigt.
Mfg, Helga


Peter06 antwortet um 16-05-2012 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Es muss eine sehr erfüllende Art der Selbstbefriedigung sein, sich im eigenen Saft der Selbstgerechtigkeit und des "I-hobs-eh-scho-immer-gwusst"-Gefühles zu suhlen, und sich nebenbei die Hände über die Schwierigkeiten des Anderen zu reiben. Wie sonst ist es erklärbar, dass dieses Thema mit der immer wieder gleichen Intention hier behandelt wird.
Anstatt ganz klar festzuhalten, dass der Verkaufserlös für ein hochwertiges Produkt, bedingt durch die schwache Position der Anbieter gegenüber den Abnehmern (sprich: Handel) unter jeder Kritik ist, freuen wir uns lieber über die Kalamitäten derjenigen, die versucht haben etwas dagegen zu unternehmen!
So nach dem Motto: Mir steht das Wasser zwar bis zum Kinn, gegenüber meinem Nachbarn geht es mir aber super, weil dem steht es schon bis zu den Nasenlöchern....
Und die Vorstandsetagen der Molkereien sitzen erste Reihe fussfrei und freuen sich, dass sich alle Forderungen nach etwas höheren Auszahlungspreisen so von selbst erledigen, und ihre eigene schwache Position gegenüber dem Handel in den Hintergrund tritt.



helmar antwortet um 16-05-2012 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Lieber Peter.........hätten sich alle diejenigen welche jetzt diese Probleme haben, mittels einer höflichen Vertragskündigung und unter Unterlassung von Schimpftiraden, Gehässigkeiten und dergleichen von ihren früheren Abnehmern getrennt dann sähe vieles anders aus.
Du bist ja auch schon lange im Forum.....wenn jemand hier vor, sagen wir, 5 Jahren davor wagte zu warnen dass da was gewaltig schief gehen könnte, dann gab es sagen wir mal höflich, unfreundliche Reaktionen. Von Molkereiblockaden, Aufrufen zum Streik und dergleichen will ich jetzt gar nicht schreiben........ich stehe dazu dass ich nicht vergesslich bin, besonders wenn Antworten aus dem Ruder liefen. Hier blieb es beim Verbalen.....
aber was würdest du sagen wenn dir jemand den Tod gewünscht hätte? Auch solche Aussagen gab es, dafür gibt es Zeugen. Du bist ja auch eher auf der "christlichen Seite".........sollen nun alle jene welche jede Menge an unschönen Erfahrungen mit manchen, nicht allen aus dieser Seite machten, "vergessen und vergeben"? Vergeben wird vielleicht gehen, wie es mit dem Vergessen ausschaut? Da wird sich dann Grösse oder nicht zeigen......und wer garantiert denn dass, wenn man vielleicht doch wieder jene, bevor sie in der Milch ersaufen wieder ins Boot nimmt, nicht ein paar jahre später wieder gegen ihren Abnehmer mobil machen? Und wenn dann der Abnehmer dies zu verhindern sucht, ist das zu verstehen.
Mfg, Helga


heumax antwortet um 16-05-2012 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Also Peter bist du schon einmal in den sogenannten Vorstandsetagen einer Molkerei gesessen, wahrscheinlich schon, denn sonst könntest du nicht solche Aussagen über die Funktionäre machen- wenn nicht, dann ist es eine ganz miese Aussage die du hier über deine Berufskollegen öffentlich machst. Diese haben nämlich neben ihrer betrieblichen Tätigkeit Verantwortung übernommen im Gegensatz zu so manchen grenzdebilen Schreiertypen die Ihre Kollegen nur ins Chaos stürzen.
Kein Wunder wenn solche Stimmung gemacht wird, dass immer weniger junge aktive Bauern bereit sind Funktionen zu übernehmen.


biolix antwortet um 16-05-2012 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Komisch Kreszens, gerade diese "Schreier" haben aber auch Verantwortung übernommen mit der Gründung der "Fairen Milch" und der "Freien Milch"...

Weiter kann ich Peter nur zustimmen, und bei uns war auch niemand vom BB dabei wie es die Demos vor den Pennymärkten gab, und dann hat sich das alles aufgeschaukelt, weil man ja in Ö weiß, das es keine andere Agrarvertretung "geben darf" als die eine... und darum wurde die IG von anfang an bekämpft und klar das dann auch der Ton von dieser Seite rauer wurde,...

Und was die freie Milch betrifft, das tut mir leid, nur jetzt sehen alle wie leicht es ist am angeblich "freien Markt " Fuß zu fassen bzw. über Jahre in diesen "Süditalienischen Strukturen" mit zu "spielen"...

Im Biobereich war ich mitten drinnen, da könnte man stundenlang Geschichten erzählen, und dann sich eben noch anhören, das alle Anderen recht gehabt haben..

Aber wie hier und da im Milchbereich, reden wir in 5 jahren weiter wie es weiter gegangen ist.. ;-))

lg biolix

p.s apropos die "steuern" das schon gut, keine Sorge... udn die "Zukunftsbetriebe" freuen sich noch drüber, weil sie werden ja dann übrig bleiben udn ordentlich abcashen.. ;-(

http://www.agrarheute.com/fonterra-milchmarkt-international


helmar antwortet um 16-05-2012 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Lieber Biolix..........gerade wenn jemand in einen neuen Stall investiert wird er daran interessiert sein dass auch das Abbezahlen dieser Investition planbar ist. Wenn manche nun der Versuchung/Hoffnung anheimgefallen sind mit anderen Strukturen mehr für die Milch zu erlösen ist das verständlich. Gerade in der IG waren/sind gar nicht so wenige Betriebe welche zumindest den Viehstand/Quote verdoppelt oder vermehrfacht haben. Was ja nicht zu verurteilen ist. Aber wenn dieselben dann vom Bauernsterben reden klingt es halt schon ein bisserl seltsam, denn woher haben die denn die Fläche und Quote?
Ich wiederhole mich, aber ohne so manche Chefideologen wäre die ganze Sache nicht durch die Decke gegangen.Und zwar auf allen Seiten.
Mfg, Helga
Regnets bei euch mehr als bei uns? Bei uns nieselts gerade mal.....


biolix antwortet um 16-05-2012 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo !

diese findest da und dort... die sich in Invest gestürzt haben... veilelicht zu groß udn zu schnell... das lässt aber nicht über die Tatsachen hinweg sehen die ich angesprochen habe, udn die du nicht abstreiten wirst, oder ?

Regen, 2 mal 4 mm die letzten Tage.. ja und hoffentlihc kommt noch was... 30 mm die letzten 4 WOchen gesamt ist nicht viel, aber reicht schon mal, das würde ich manchen im Weinviertel und Marchfeld vergönnen..

lg biolix


walterst antwortet um 16-05-2012 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
@helmar
würdest Du mir bitte die Namen jener auf meiner Liefertour nennen, die eine unhöfliche Vertragskündigung bei ihrer Molkerei unternommen haben, sowie Schimpftiraden, Gehässigkeiten und ähnliches von sich gegeben haben?
Mit herzlichem Dank im Voraus!


helmar antwortet um 16-05-2012 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Lieber Walter, über Höflichkeit in deiner Liefertour kann ich natürlich nichts sagen weil ich nicht von dort bin, aber dort wo ich daheim bin, gabs gar starke Töne, auch im Vorfeld der erfolgten Kündigungen( auch in den Regionalzeitungen zu lesen gewesen)......und dass angekündigt wurde dass im nächsten Jahr man in einem gewissen Büro den roten Teppich ausrollen solle.
Mfg, Helga


mosti antwortet um 17-05-2012 23:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
danke für die üppige solidaritätsbekundung: doch ich möchte nicht mehr in die ,,liebe´´ genossenschaft.


wecker antwortet um 18-05-2012 00:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Peter06 hat es auf den Punkt gebracht, danke! Es ist beschämend wie hier über Leute geredet wird die versucht haben an der triesten Situation am Milchsektor etwas zu ändern. Ob sie es gut oder schlecht gemacht haben weiß ich nicht, aber sie haben wenigsten etwas versucht.
Vielleicht sollte uns endlich klar werden daß unser Problem nicht die Genossenschaft oder die IG sondern der Handel ist. Von denen wird der Preis gedrückt und unser Produkt verramscht!


helmar antwortet um 18-05-2012 06:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wenn "Heimat" nicht mehr wichtig ist.....
Hallo Wecker...siehe da, nicht die Genossenschaft oder die IG sind das Problem, sondern der Handel! Wie tönten da oft welche das halt die Molkereien so schwach sind, wenn sie gegenüber dem Handel keine besseren Preise durchsetzen können. Es "ehrt" zwar die IG dass sie versucht hat etwas anderes zu tun, aber niemand kann Regeln des Marktes umkehren. Und die allererste ist jene von Angebot und Nachfrage........und da wurden all jene welche davor gewarnt haben, dass in dem Moment in welchem das Angebot steigt und dazu womöglich die Nachfrage sinkt jene ohne fixe Verträge am meisten betroffen sind, eh schon wissen......
In Konzert der Milchwirtschaft spielen jene welche lagerbare Milchprodukte erzeugen die erste Geige und beeinflussen das Geschehen weltweit, ich sage Milchpulver und Neuseeland. Man kann zur sogenannten "Massentierhaltung " stehen wie man will, aber dort wird nun mal auch von der Kostenseite her und von den Gegebenheiten effizienter gearbeitet als dort wo man Ställe, Futterkonserven etc. braucht. Und wo von der Gesellschaft mitbestimmte Vorschriften das Landwirtschaften mitbestimmen und öffentliche Gelder auch.

Und das ist ja nie ein Geheimnis gewesen......und wurde auch in Genossenschaftsversammlungen, bei manchen zumindest, informativ besprochen...aber nicht jeder will die Wahrheit hören, noch dazu wenn das so weit weg ist.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass all diese Zusammenhänge welche alle Milchbauern betreffen nicht auch den Verantwortlichen der IG Milch bekannt sind. Es kann der Einzelne nur in sehr geringem Masse reagieren.......indem er entweder eigene Produkte mit viel Aufwand zu erzeugen versucht und aus dem Rad sich rausklinkt mit dem Risiko, sich selber seine Kunden suchen zu müssen, und wenn er an den Handel verkauft wieder mit allen anderen konkurieren muss, oder er geht in langfristige vertragliche Bindungen mit einem Markenerzeuger ein, wo er zwar auch keine Preissicherheit hat, aber eine gewisse Abnahmegarantie, obwohl das nicht mal ganz sicher ist, oder er versucht sich in einer Organisation welche halt zwischen drin herum schwimmt, aber frei wird er nie wirklich sein, sei denn er hört auf und tut was anderes, und dann kommen wieder neue unbeeinflussbare Abhängigkeiten.
Um es auf den Punkt zu bringen, gerade bei der Milch, einem extrem verderblichen Produkt, ist die Sache noch heikler als anderswo, und daher hat wer die Milch hatte noch nie wirklich Macht. Sondern jener der Milchprodukte zum Verkauf an die breite Masse anbietet, und zwar zu jenen Preisen welche er(der Handel) festlegt......oder jemand der sie unbegrenzt lagern kann.....und erst wieder mehr zahlt wenn die Lager leer zu werden drohen.
Mfg, Helga


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