Asthma - Tierhaltung mit Atemschutzmaske

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Arni 25-02-2012 07:36 - E-Mail an User
Tierhaltng mit Atemschutzmaske
Mein Lungenarzt hat bei mir Asthma festgestellt. Er hat mir geraten, unbedingt eine Atemschutzmaske im Stall zu tragen. Die Berufsgenossenschaft ist informiert worden und berät mich in Kürze.
Ich bin 48 Jahre und habe einen Betrieb mit Sauen und Mastschweinen.
Kann man mit so einer Maske arbeiten? Oder muß man wegen Asthma sogar die Tierhaltung aufgeben?
Wer hat eigene Erfahrungen gemacht und kann mir davon berichten?
Liebe Grüße
Arni


sturmi antwortet um 25-02-2012 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tierhaltng mit Atemschutzmaske
Hallo Arni!
Ich bin jetzt auch 48 Jahre alt. Bei mir hat der Lungenfacharzt ca. 1995 verschiedene Allergien festgestellt. Am heftigsten reagierte ich auf Stallstaub und Hausstaubmilben. Ich sollte meinen Beruf aufgeben und eine kostenlose Umschulung in Anspruch nehmen. Das kam zum damaligen Zeitpunkt für mich nicht nicht in Frage. Dann müsse ich unbedingt eine M3-Atemschutzmaske verwenden, so der Lungenfacharzt.
Um so eine Atemschutzmaske gratis zu bekommen wurde ich von der SVA nach Bad Gleichenberg (Stmk.) zu einer 3-tägigen Untersuchung geschickt. Dort wurde dann meine Allergie erneut festgestellt und seither bekomme ich von der Sozialversicherungsanstalt der Bauern die Atemschutzmasken gratis.
Ich nehme die M3 bei jeder Arbeit die mit Staub zu tun hat. Das tragen ist reine Gewohnheitssache und nach einiger Zeit selbstverständlich.
MfG Sturmi

 


Indianerlandwirt antwortet um 25-02-2012 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tierhaltng mit Atemschutzmaske
Hallo Arni,

Asthma als Landwirt zu bekommen, ist eine schwierige Situation. Ich kenne zwei Fälle (aus meinen engsten Kreis) und ihren Werdegang.

A) Diagnose Asthma (Farmerlunge) mit ca. 40. Der Betrieb wurde ohne Umstellung bis zur Pension weitergeführt. Oft blau im Gesicht, wegen schlechter Sauerstoffversorgung. Drei Jahre nach der Pension kam dann die Sauerstoffflasche. Ab diesem Zeitpunkt Viehlos. Zuerst nur Stundenweise. Dann immer länger. Heute beinahe den ganzen Tag.

B)Diagnose Asthma (Famerlunge) kurz nach 30. Probleme... Atemschutzmaske bei Vieh und Medikamente. Umstellung auf viehlos. Keine Atemschutzmaske mehr, viel weniger Medikamente. Erwerbsarbeit ohne negative Belastung der Lunge - aber sehr viel gehen (privat). Nach beinahe 10 Jahren keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes.

C)Situation und Werdegang kannst dir bei allen Menschen ansehen, die eine Krankheit bekommen, welche mit der momentanen Arbeitswelt nicht funktioniert.

Mein Vorschlag: Deine Diagnose annehmen und umwandeln in eine "gesund erhaltende" Lebens- und Arbeitswelt. Und ein gutes Leben bis ins hohe Alter führen. Du schaffst das.





179781 antwortet um 25-02-2012 18:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Tierhaltng mit Atemschutzmaske
Wir habe in jungen Jahren auch ohne Furcht und ohne Hirn im tagelang im Staub von 'Stroh und Heu usw. gearbeitet. Ziegel oder Eternit mit der Flex geschnitten, Grauguss geschliffen. An einen Atemschutz hat da keiner gedacht.
Heute hab ich auch eine eingeschränkte Lungenfunktion, aber noch keine ernsthaften Probleme.
Auf jeden Fall nehme ich bei staubigen Arbeiten immer eine Maske. Es ist wie schon geschrieben eine Gewohnheitssache.Und man muss unbedingt lernen, die richtige Atemtechnik dabei anzuwenden. Wer beim Bundesheer war, weiß schon wie (vom "Gummizuzz").

Gottfried


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