Auf gefrorenem Boden Kalken

Antworten: 11
schellniesel 30-12-2011 22:47 - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Will wieder mal was ausdiskutieren mit euch.
Und zwar meine überlegung war bereits im Jänner Anfang feb zu kalken wenn der Boden stark gefroren ist.

auf ackerland sowie Grünland das später mal als Pappel kurzumtrieb hergenommen wird.

So einige fragen die sich da auftun! Sinnvoll so frühzeitig (Misch)kalk auszubringen in Verbidnung mit Wirksamkeit zur ph wert Verbesserung?

Ist die Aufzeichnung im UBAG auch ein muss und wenn ja zu welchen Düngejahr soll das dann gezählt werden ich nehme mal 2012 an?

Und darf ich überhaupt Kalken auf Öpul Flächen mit Düngeverzicht?

Danke für eure ratschläge antworten anregungen......

Mfg Andreas

(Wer viel fragt geht weit Irr!)


Schnufi123 antwortet um 30-12-2011 23:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Kalken ist keine richtige Düngung, sondern eine Bodenverbesserung.
Kalk sollte sowieso frühgenug vor Stickstoffdünger eingesetzt werden wegen der Wechselwirkung und wenn du es schon aufzeichnen willst , dann trage es für 2012 ein. Denn für die Kulturen von 2011 hat es ja keine Wirkung mehr.
Ich wünsch dir einen guten Rutsch ins 2012!!!


JD6230 antwortet um 31-12-2011 14:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Ich weiß ja nicht um welchen Kalk es sich handelt, aber der Brandkalk soll sofort in den Boden eingearbeitet werden, damit er richtig reagieren und seine Wirkung erbringen kann. bringst du den Kalk oberflächig aus und lässt in liegen, reagiert er mit Wasser (regen, schnee, tau) und du hast löschkalk! dieser ist für die Bodenverbesserung (welche du ja erreichen willst) nicht mehr geeignet.
Wenn wir kalken, fahren wir immer nach der Getreideernte auf die Stoppeln nach den Fahrgassen, grubbern das gleich ein und vor der nächsten Bearbeitung erfolgt die Güllegabe. Somit ist zwischen Kalk und organischem Dünger (welche auch nicht zusammenkommen sollen) genügend Zeit. Das nächst ist, beim Grubbern nach der Güllegabe verstopft der Grubber oft. Gibt man die Gülle zur zweiten Bearbeitung, ist das nicht mehr der Fall.




woody87 antwortet um 31-12-2011 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Grundsätzlich würd ich schon sagen es geht, gibt ja bekanntlich nix was nicht geht... ;-)
nur denke ich wenns regnet bevor der boden aufgetaut is, is der kalk dahinn ohne dass du einen nutzen davon hast...


fgh antwortet um 31-12-2011 16:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Grundsätzlich möglich, aber wie woody87 schon geschrieben hat, ist er wenns regnet und stark gefroren ist weg und folglich auch keine Wirkung. Sinnvoller wäre mit Einarbeitung im Frühjar vor der Pflanzung.

Oder im Herbst.... aber der ist schon vorbei...


Andi7 antwortet um 31-12-2011 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Hallo Andreas,

ich hab ehrlich gesagt auch meine Bedenken ob die Kalkung im Winter was bringt. Ich bin zwar nicht der Profi aber folgende Aspekte fallen mir zu dieser Problematik ein:

1.) Ist es überhaupt nötig vor Anlage einer Kurzumtriebsfläche zu kalken? Klar, Kalken ist immer gut aber braucht die Pappel die pH-Wertanhebung auch wirklich? Die Pappel braucht pH > 5,5, die Weide käme auch mit einem niedrigeren pH-Wert zurecht.
2.) Wenn der Acker nicht begrünt ist, bekommst du beim Kalken auf die Pflugfurche wahrscheinlich ein Problem (zu uneben)
3.) Wenn schon kalken im Winter dann würde ich aber keinen Mischkalk sondern kohlensauren Kalk nehmen. Wie schon erwähnt wurde der Branntkalkanteil im Mischkalk sofort "gelöscht" und dann ist er den Mehrpreis gegenüber dem kohlensauren Kalk nicht mehr wert.
4.) Die Gefahr des Abwaschens des Kalkes auf gefrorenen Boden bei regen sehe ich auch.
5.) Ob die Aufzeichung der Kalkung verpflichtend ist, kann ich dir auch nicht sagen, aber erlaubt ist es auf jeden Fall. Ich persönlich mach das aber immer, das ist mit dem LK-Düngerechner auch kein Problem. Wenn man nach Jahren wieder mal nachschaut ist mann immer froh wenn man seinerzeit alles ordentlich dokumentiert hat dann ist der Düngerechner eine echte Hilfe.
6.) Du weißt aber schon, dass es für Kurzumtriebsflächen keine ÖPUL-Prämie mehr gibt. Zitat aus der Fachliteratur: "Wird ein Kurzumtrieb angelegt, handelt es sich dabei um eine Herausnahme aus der landwirtschaftlichen Nutzung. Die Toleranzfläche bei der Herausnahme aus der Öpul-Verpflichtung liegt zwischen 0,5 ha in jedem Fall und zehn Prozent, bezogen auf die Maßnahmenbasisfläche des Vorjahrs im Mehrfachantrag. Mehr als fünf Hektar dürfen jährlich jedoch nicht überschritten werden. Werden diese Grenzen überschritten, tritt eine Rückzahlungsverpflichtung ein. Die Flächen bleiben trotz allem aber im Mehrfachantrag bestehen und werden mit dem Code E gekennzeichnet."

Soweit meine Gedanken zu deinem Thread. Guten Rutsch!


m.josef@gmx.at antwortet um 31-12-2011 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Ich kalke schon einige Jahre mit Mg-Mischkalk auf gefrohrenem Boden und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Der Kalk ist an der Oberfläche und verhindert das Verschlämmen. Ein weiterer Vorteil dieser Kalkung ist keine Bodenverdichtung zu verursachen. Auf Hangflächen würde ich es mir nicht erlauben, da der Kalk natürlich abgeschwemmt wird. Habe nur ebene Felder. Wenn du auf schneebedeckten, gefrohrenen Boden Kalk ausbringst hast du auch den Vorteil das der Schnee dort schnell verschwindet. Wird zb auf Fußballplätzen angewendet um ihn bespielbar zu machen.
Ich werde es heuer jedenfalls wieder so machen, wenn es doch noch gefrieren sollte, was ja momentan
nicht so aussieht!


PEJO antwortet um 31-12-2011 18:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Hallo
Brandkalk ist eine echte Katastrophe für das Bodenleben und ist bei vernünftiger bodenbewirtschftung absolut tabu!!!
es giebt sinnvollerweise nur Korallalgenkalk oder vergleichbares!
ist zwar entschieden teurer aber auf lange sicht das günstigste was es zur kalkversorgung des Bodens giebt



schellniesel antwortet um 31-12-2011 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Hallo ja danke mal für die Anregeungen!
Und ja bei mir in der nähe bekomme ich auch nur den Mg Mischkalk!

Nun Hanglage ist schon da aber sooo Feinkrümmelig ist es nach dem pflügen nicht das ich mir sorgen mache zweks Abschwemmen!

Und noch was kommt dazu ich will ja wieder ein Sommergetreide bauen und da ist die zeit immer sehr knapp beim anbau und Kalk sollte ja nicht unmittelbar davor ausgebracht werden??
Auserdem wie schon richtig gesagt uwecks BNodenverdichtungen ist es mir auch ein anliegen!

Von daher kommen meine Überlegungen auf gefrorenenem boden zu Kalken!

und so wie es derzeit ist wäre es ziemlich ideal weil Vormittags sind die Flachen alles schön gefroren und Nachmittag tauen sie auf und so würde der Brantkalk anteil sich bereits zum Löschen beginnen!?

Und weil der Brantkalkanteil ja nicht so gut für Lebewesen ist denke ich mir ist in der Ruhephase bzw sind sie derzeit ja eher nicht an der Oberfläche zu finden und daher jetzt zu Kalken ja auch besser?

Mfg Andreas


schellniesel antwortet um 31-12-2011 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Ach ja und das Grünland muss ich unbedingt Kalken denn da kommen die Pappeln hin uns so wird es mit den kurzumtriebs pappeln darauf nix! Den einige Kräuter zeigen mir eindeutig das dies stellenweise saure Wiesen sind.....



ReinhardI antwortet um 12-01-2012 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
Servus Schnellniesel, taeuschst mich, oder hast Du bei mir schon mal Pappelstecklinge oder Miscanthus gekauft? (energiepflanzen.at) Wuerd mich interessieren, wie Deine Erfahrungen waren bzw. was Du noch vor hast.


schellniesel antwortet um 12-01-2012 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Auf gefrorenen Boden Kalken
@Reihardl

Ja Miscanthus ist gut möglich! Sogar ziemlich sicher! Ja hat alles gepasst kannst Fotos in meinem Webblog auch besichtigen.
Und die Probleme die es so gibt mit Scheebruch ect hab ich auch dazu getextet...

Und aufgrund der Feldversuche und mit meiner Hackschnitzelheizung wird das Elefantengras eher nicht mein Wärmeliefernat der Zukunft sein werde eher auf Kurzumtrieb mit Pappeln setzten! Weil ich da auch Hanglagen damit bepflanzen kann! was mit dem Gras eher nicht gehen würde bzw auch auf den flächen wo es möglich ist lässt die lage keien hohen erträge erwarten.

Von Daher wird nach dem Auslaufen von den Öpul verpflichtungen ein Teil der Wiesenflächen Kurzumtriebsfläche!
Und wenn es wieder passt werden die Stecklinge bzw Pappelsetzlinge wieder bei dir Bezogen!

Mfg Andreas




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