Wie funktioniert Grünlanderneuerung im Berggebiet am besten ?

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toni63 27-08-2011 09:06 - E-Mail an User
Wie funktioniert Grünlanderneuerung im Berggebiet am besten ?
Bin im Berggebiet und müsste auch dringend einige Hektar erneuern, da ich nur Wiesen und Weiden habe. Besitze einen Traktor mit Fronthydraulik und Frontzapfwelle. Vor ein paar Jahren wurde bei mir in Dauergrünland mit einem Schlitz-Gerät der Samen nur in die Wiese „eingelegt“. Ich habe überhaupt keinen Erfolg gesehen. Ich meine wenn die Wiese nicht etwas aufgerissen wird, dann hat eine Einsaat keinen Sinn. Pflügen ist bei mir nicht auf allen Flächen möglich. Außerdem habe ich nur einen ganz alten kleinen Pflug der nur mit minimaler Breite schneidet.
Ich meine, wenn ganz leicht aufgefräst und dann eingesät wird, das müsste funktionieren. Auch sollte es wenn möglich in einem Arbeitsgang erfolgen.
Bei einem Bekannten wurde vom Maschinenring eine „alte Wiese“ mit einer Kreiselegge aufgebrochen. Da kam großteils das alte Gras wieder durch, hat mich auch nicht begeistert. Ich würde die Erneuerung gerne selber durchführen, da ich dann vielleicht jährlich auch kleinere Flächen von unter einem Hektar machen könnte. Maschinenring stellte nur für An- u. Abfahrt eine Rechnung von 150 €, das ist mir etwas zu hoch.
Was meint ihr?



tambo antwortet um 27-08-2011 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie funktioniert Grünlanderneuerung im Berggebiet am besten ?
das grundprinzip lautet: rasierschnitt-striegeln-nachsaat-walzen-schröpfschnitt
am besten funktioniert es sicher mit speziellen nachsaatkombinationen. wenn du es selber machen möchtest könntest du einen kleinsamenstreuer im frontanbau nutzen während du gülle fährst.
wichtig ist intenives striegeln um den alten filz aufzureisen damit die samen bodenkontakt bekommen. danach auf jeden fall walzen und wenn der bestand 15 cm hat einen schröpfschnitt durchführen. wenn du keine verdichtungen hast würde ich die bodenbearbeitung unterlassen. wichtig damit sich der bestand dann auch gut entwickelt und du auch langfristig etwas davon hast ist eine vernünftige düngung- bodenuntersuchung!


DJ111 antwortet um 27-08-2011 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie funktioniert Grünlanderneuerung im Berggebiet am besten ?
Eine erfolgreiche Nachsaat hängt nach meiner Erfahrung zu 90 % von einer feuchten Witterung nach der Saat ab!
Es reicht einfache Technik, wie ein Saatstriegel und eine Walze.

Gruß DJ



toni63 antwortet um 30-08-2011 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie funktioniert Grünlanderneuerung im Berggebiet am besten ?
tambo, Verdichtungen habe ich sicher, jeder cm² wird vom Traktor beim Mähen bis zum Abtransport befahren. Betreffend Düngung, ich habe nur Gülle und was bringt bzw. kostet eine Bodenuntersuchung, wer macht das?

Ich vermute, dass beim Fräsen möglicherweise das alte Wurzelgeflecht zerstört wird und dadurch die neue Ansaat auch eher eine Chance hat sich zu entwickeln und sozusagen nicht sofort "unterdrückt" wird.
Hast du die Erfahrung selbst gemacht, wovon du schreibst?



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