milchbauern als sklaven der bank

Antworten: 18
mosti 31-07-2011 13:35 - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
macht es sinn, nur um möglichst viel förderung auszuschöpfen sich mit 4-500.000€ an die banken zu versklaven. erfolg ist doch nur, bei doppelter arbeit - halben lohn den banken für zinsen und ratentilgung in den rachen zu werfen und jeden vernünftigen bauern zu unterbieten. von SVB wird noch prämie zu erwarten sein falls pensionsalter nicht erreicht wird


Fallkerbe antwortet um 31-07-2011 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank

Ich denke nicht, das es sinnvoll ist, Geld aufzunehmen nur um irgendwelche Förderungen zu Kassieren.
Investitionen sollten Betriebswirtschaftlich Sinnvoll sein. Die Investition sollte sich in einer vernüftigen Zeit Amortisiren.

Investitionen in unrentable Geschäftszweige nur um der (einmaligen) Förderung willen führen tatsächlich in eine wirtschaftliche Sackgasse.


gerhardchef antwortet um 31-07-2011 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@ Mosti
Hab mich auch mit 400000 Euronen versklavt
Aber ich zahl genug zurück und bin dann jetzt in einem Jahr fertig.
Dauerte 5 Jahre was ist daran auszusetzen?
Freue mich schon darauf weil dann kommt die schöne Zeit zurück und wir können dann
das Leben wieder schön genissen und ich sehe was habe ich in den paar Jahren alles aufgebaut.
Es war sicher eine sinnvolle Inwestition weil es steht in den nächsten Jahren nichts an und so kann
ich dem ganzen ganz gelassen entgegensehen.
Aber mit der förderung das ist auch nicht mehr geworden.
Oh Gott ich glaub ich mache was falsch. )::::



gerhardchef antwortet um 31-07-2011 18:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@ Mosti
Du hast ja auch genug Investiert in denn letzten Jahren oder?
Aber anscheinend nicht richtig oder zu wenig?
Warum nicht mit Kredit und dafür zahlen wenn du fertig bist damit kannst doch gut leben damit.


Fendt312V antwortet um 31-07-2011 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
mosti@
Bin genau deiner Meinung. Habe das Gefühl bei uns werden die Raten auf einem anderen Betriebszweig eventuell verdient.


tch antwortet um 31-07-2011 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Die Unterschrift unter dem Vertrag habt ihr freiwillig gegeben?

freiwilliger sklave der bank, sollte als Titel dieses Threads stehen

Die dümmsten Schafe suchen ihren Schlächter selbst...:-)
Mosti- Dein Heurigenlokal hast Du doch mit Eigenmitteln finanziert oder?

tch



helmar antwortet um 31-07-2011 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Seit einigen Tagen mache ich Urlaubsvertretung in einem seit einem Jahr in Betrieb befindlichen neuen Stall...........im alten Stall, mit Mittellangstand und 3 Rohrmelkzeugen bei so 25 Kühen hätt ich mir das wohl sehr überlegt, zuzusagen. Im Neubau mit Doppelvierer Fischgräte ists zwar auch noch Arbeit, aber eine zumimdest für Leute wie mich, welche Kühe mögen, eine sehr angenehme. Was ich damit sagen will ist folgendes..........wer so wie die Bauernsleute dort, so grob gerechnet noch ein paar Jahrzehnte an Arbeitsleben vor sich hat und in der Milchwirtschaft bleiben will, der ist gut beraten, sich die Arbeit zu erleichtern. Und mir ist eigentlich noch niemand untergekommen, der als Person einer Bank gehört.
Mfg, Helga


mosti antwortet um 01-08-2011 00:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@helmar: gegen arbeitserleichterung spricht nichts, nur im zuge der arbeitserleichterung platz für dreimal soviele kühe zu schaffen geht am ziehl vorbei. ?ists erleichterung doppelt soviel leichte arbeit zu verrichten???


jvc antwortet um 01-08-2011 19:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
mosti du hast recht und die Übergeber müssen auch fleisig mitarbeiten und und vieleicht sogar mitfinanzieren.Wenn sich dann noch nicht ausgeht packen sie das nächste "Standbein "an und arbeiten überbetrieblich.Ja so ist das mit den meisten "Zukunftsbetrieben"


helmar antwortet um 01-08-2011 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Lieber Mosti......was spricht dagegen in einer Stunde rund 30 Kühe zu melken, wenn die Ausrüstung passt? Wennst nimmer mit der Scheibtruhe das Futter reinwurstelst und wenn du in diesem Fall etwas mehr als die halbe Arbeitszeit, von der Plagerei mit Scheibtruhe und Gabel ganz zu schweigen, dafür brauchst? Und wennst in der Nähe die notwendige Futterfläche hast, dann wärst, ja was denn, wennst es nicht tust.....
Mfg, Helga


cowkeeper antwortet um 01-08-2011 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
30Kühe in der Stunde melkt man aber auch mit "uralt-Technik". Mit neuer Technik sinds dann schon mal auch 100 pro Person und Stunde.

Niemand ist Sklave der Bank, es hat ihn keiner gezwungen zu investieren.
Allerdings gibt es heutzutage einen Unterschied bei den Landwirtschaftlichen Investitionen zu früher, dessen sich nicht jeder ganz bewusst ist. Es geht jetzt um Investitionssummen, die wirklich verdient werden müssen. Nicht in den nächsten 20 oder 10 Jahren sondern höchstens in den nächsten 5, sonst fressen dich die Zinsen. Und es geht auch um Summen, bei denen es keine Rolle mehr spielt, ob der Opa auch ein paar Tausender beisteuert.
Wir kommen einfach langsam in der Wirtschaft an, und Investitionen MÜSSEN sich rechnen. Und wer auf seinem Gebiet gut ist, bei dem wird sich der Stall für die 150 Kühe rechnen und er verdient gutes Geld damit. Wers nicht kann, und bei dem schon bei den 20 Kühen das Geld irgendwo anders herkommt, der hätte diese auch schleunigst verkaufen sollen, solange er noch 1€ fürs Kontingent bekommen hätte.

lg cowkeeper


mosti antwortet um 01-08-2011 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@cowkeeper: rechnen lernen sollte der bauer vor 150 kühe den dann hat er die zeit dazu nicht mehr. außerdem bleibt bei 30 kühen mit uralttechnik sicher auch genau so viel!


mosti antwortet um 01-08-2011 23:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@helmar; wennst mit 10,20 oder 30 kühen leben magst, bist selber blöd wennst 50 oder mehr einstellst


mosti antwortet um 01-08-2011 23:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
@tch; heurigenlokal hab ich keins, dies ist ein nahmenskolege aus neuhofen. an der ybbs. bin milchbauer und mach etwa 1000l most und apfelsaft zum verkaufen.


cowkeeper antwortet um 02-08-2011 08:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Natürlich kann man vielleicht zur Zeit noch mit 20 Kühen leben, wenn man mit den abgeschriebenen Gebäuden und Geräten wirtschaftet und nichts investiert.
Nur wird halt mit der Zeit die Spanne zu einem auf Dauer lebensfähigen Betrieb immer Größer. So etwas geht eine Generation lang wirklich ganz gut, nur beim Generationswechsel wird dann festgestellt, das die Investitionen, die zu tätigen wären, damit der Betrieb weiterläuft, einfach nicht mehr machbar sind.
Viele dieser Betriebe (kenn ich selbst einige) belächelten immer die investierenden, weils doch eh so auch so toll läuft. Dann (bei Rentenantritt) wurden sie von eben jenen gepachtet.

lg cowkeeper


fgh antwortet um 02-08-2011 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Bin auch der Meinung, dass sich jeder freiwillig versklavt und es sind nicht nur Milchbauern Sklaven der Bank. Es sind auch immer mehr andere Landwirte und auch alle anderen Sparten betroffen. Momentan wird teilweise nach dem Motto bis zum Tod werde ich meine Schulden schon bezahlt haben gearbeitet


mfj antwortet um 02-08-2011 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank

Ich halte „Einzel-Betriebslösungen“ in der Milchwirtschaft für nicht zukunftsfähig.
Warum das viele Landwirte mit „feurigen Eifer“ trotzdem tun – ist mir ein Rätsel.

Den Banken sind wiederum Landwirte die liebsten Kundschaften, einerseits zeichnen sie sich durch eine hohe Rückzahlsicherheit und Ausdauer aus, anderseits sind Landwirtschaftliche Betriebe/Böden wohl die sicherste und beste Absicherung.

Aus meiner Sicht ist auch eine GbR nicht eine wirklich gute Variante. Hier wird oft auf Gedeih und Verderb die „eigene Substanz“ ins Boot geworfen.
Mit der Variante: Vogel friss oder stirb...ist man dann Generationsweise ausgeliefert.

Agrar GmbH´s sind mir da deutlich lieber. Ich investiere in meiner gewünschten Höhe und Möglichkeit, in mein Interessen- und Aufgabenbetrieb. Die Verwaltung übernimmt eine GF.
Ich kann Aufgabenfelder übernehmen oder auch nicht, ebenso Flächen pachtweise einbringen und wieder herausnehmen.

...das wird in Österreich allerdings noch einige Zeit dauern,
und der Tropf der innerstaatlichen Förderungen wird dementsprechend geöffnet oder geschlossen – je nach Lage !

Dieser Sehfehler wird uns Landwirte - noch lange begleiten...








__joe007 antwortet um 02-08-2011 09:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Wie es gemacht wird ist ja subjektiv, also macht eh jeder seine eigene Sache !! Aber Riskant ist es, weil ja die Preise in der LW andere bestimmten, nicht der Landwirt. Diese sind ja ab und zu ja sogar unter dem Herstellpreis bzw. Selbstkostensatz,.....

Es wird immer enger, da es ja noch zuviele Landwirte gibt, und das dauert noch ein Zeiterl, dann ist aufgeräumt.

Angefangen mit den Umlaufställen bei Schweinen oder Kühen, ... die Zukunftsbetriebe habens schon und die Anderen habens übersehen bzw. habens schwierig sich das noch zu leisten wenn längere Zeit nix investiert wurde, .........




helmar antwortet um 02-08-2011 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
milchbauern als sklaven der bank
Ein so gern von vielen Politikern verwendeter Sager "wer Bauer bleiben will, der soll es bleiben können" oder so ähnlich sollte dem Sager wenn schon nicht Ohrfeigen dann zumindest eine scharfe Antwort einbringen. Es zwingt ja niemand jemanden der gerne z.B. Kühe hält, diese abzuschaffen. Aber irgendwann wird jeder zu rechnen anfangen, und zwar spätestens dann, wenn eine Investition ansteht. Ich wär ein fester Trottel, hätte ich mit dem Wissen dass keine Hofnachfolge gewollt ist, noch dick investiert. Aber mit wie der Cowkeeper richtig schreibt, abgeschriebenen Gebäuden und Maschinen kann man beruhigt auslaufen.

Was mich auch immer wieder nachdenklich macht ist das gebetsmühlenartig heruntergebetete Aufzählen der Leistungen der Bauern für Landschaft, Luft und Wasser, Tourismus oder sonstwas. Wenn man diese als Begründung für die Abgeltungen der Auflagen und erbrachten Leistungen verwendet, ok.....................aber ich habe ein ungutes Gefühl dabei. Vielleicht verpflichtet das nächste UBAG oder wie immer das dann heisst, zum Tragen von Dirndl und Lederhose und der erfolgreichen Absolvierung von einem Schuhplattler und Jodelkurs.......Was bin ich froh dass ich da nicht mehr dabei bin...;-).
Mfg, Helga




Bewerten Sie jetzt: milchbauern als sklaven der bank
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;298897




Landwirt.com Händler Landwirt.com User