frisolde 14-12-2010 10:59 - E-Mail an User
Wild am Silostock
Hallo,

aus Platzmangel lagern wir unseren Silomais in Flachsilos, Grassilagerundballen und Strohballen außerhalb des Dorfes. Zum Schutz vor evtl.ausgebrochenen, auf den Weiden überwinternden Mutterkühen ist Elektrozaun um die Anlage gezogen.

Beim letzten Schnee vor einigen Tagen haben Damtiere in größerer Zahl den Zaun trotz hoher Spannung zerfetzt und die gesamte Abdeckung des Maissilos zerstört. Wir haben die Folien- und Reifenabdeckung erneuert, die Spannung des E-Zauns erhöht, heute war wieder alles kaputt.
An einigen Stroh- und Grassilageballen sind erhebliche Löcher. Bei - 7° hält das Klebeband zur Reparatur nicht.
Die Fläche sieht wie eine riesige Wildfütterung aus. Dam-, Reh und Schwarzwildspuren lassen auf eine große Wildmenge schließen.

Der Jagdpächter kümmert sich nicht, solche Schäden sind ja auch nicht ersatzpflichtig.

Kann jemand raten wie wir das Wild vergrämen können? Allerdings darf das gelagerte Futter keine Gerüche annehmen, weil sonst evtl die Futteraufnahme beim Milchvieh sinkt.
LG frisolde



Nuss antwortet um 14-12-2010 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock


Jetz hast du ein ernsthaftes Problem, denn hat das Wildvieh dein Futter erstmals gerochen bekommst du es fast nicht mehr weg!

War bei mir vor zwei Jahren genau der gleiche Fall, hier haben täglich um die 70 Stück Wild mein Siloballenlager zer- und weggefressen!

Hab elber auch einige Mittel ausprobiert, aber es hat wirklich nur eins geholfen und das war ein 2m hoher Wildzaun und oberhalb noch eine reihe Stacheldraht, kannst ihn zusätzlich noch unter Strom setzen.

Allerdings wirst du dir jetz noch schwer tun mit den einschlagen der Stecken zur Befestigung des Zauns!

Du musst bedenken das der Zaun Belastungen infolge eines Sprung bzw drücken des Wildes aushalten sollte!


Weiß ja nicht wies bei dir aussieht aber vielleicht hilft es wenn du deinen Silo entlang mit Schneezuschiebst und in diesen Haufen deine Stecken befestigst und angfrieren lässt!


Probiers mal aus und für nächstes Jahr schon gleich im Herbst daran denken, den eins ist sicher sie kommen nächsten Winter wieder bestimmt!

Ansonsten einfach ein paar mittels Kugel "vertreiben"!(wenns nicht hilft, wirds auch nicht schaden!)



Meine Meinung!





regchr antwortet um 14-12-2010 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
ich glaub am besten wäre die flinte holen und los gehts, ich habs auch des problem hab dann mit lauter musik und gesang die sauvieher zur strecke gebracht ,die haben überhaupt keine angst mehr vor den mensch,oder hol die jäger die sollen mal kräftig abdrücken und den kadaver der tiere um den silohaufen hängen vielleicht hilft das oder einen bewegungsmelder der laut schreit wenns was in die nähe kommt,hilft auch ein bisle


Noro antwortet um 14-12-2010 18:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
a) Bauzaun
b) wenn´s geht ne Selbstschussanlage
c) Stinkende Schlachtabfälle um dein Lagerstellen

vll hilft´s...


Shalalachi antwortet um 14-12-2010 19:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Wieso ist der Jäger nicht zuständig?
Der hat dann das letzte mal in der Gemeinde gejagt.
Dafür gibts doch den Jagtausschuss der Gemeinde.
Ansonsten: Wildzaun + Kugeln

Weidmanns Heil!


MUKUbauer antwortet um 14-12-2010 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Also das sowas nicht Ersatzpflichtig ist würde ich über die Rechtschutzversicherung klären lassen ...

Siloschutzgitter auf den Silo drauf und mit Sandsäcken niederschweren - das hält das Wild ab bei uns - sind sogar schon Kälber mal drüber und passiert ist nix

www.agrarfolien.at
oder sonst bei deinem Folienhändler fragen ...




carver antwortet um 14-12-2010 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
"kräftig abdrücken und den kadaver der tiere um den silohaufen hängen"

Ich stell mir das mal bei Reh- und Damwild vor!

Ein gefundenes Fressen für alle, die der LW nicht so gut gesinnt sind.



lg carver


frisolde antwortet um 14-12-2010 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Laut niedersächsischem Jagdgesetz sind geerntete und eingelagerte Güter nicht ersatzpflichtig, allerdings sollte der Jagdpächter sicherlich um eine Schadensbegrenzung bemüht sein.
In unserem Fall ist das Verhältnis sehr gestört, wir hatten im letzten Jahr Schwarzwildschaden auf 5,5 ha Grünland. Laut Schätzer alles Totalschaden, hat den Jäger richtig Geld gekostet.

Das Silo war mit Unterziehfolie, neuer Folie, einer Lage Folie vom letzten Jahr, Siloschutzgitter und Reifen abgedeckt. So wie es aussieht sind die Sauen unter die Folie getaucht und haben alles hochgerissen. Sieht aus wie...........

Erstmal haben wir Haare gestreut, Blinklampen dazugestellt. Ob`s was bringt?


Hirschfarm antwortet um 14-12-2010 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Einzäunen und einen scharfen Schäfer oder Rottweiler rein!


Indianerlandwirt antwortet um 15-12-2010 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Hi,
in deiner Gegend scheien ja Wildtiere gut zu leben und sich zu vermehren, aber im Winter kein Futter zu finden. Da würde es sich doch für dich lohnen selbst Jäger zu werden. Damit brächten dann die Wildtiere mehr "Erwerb" ein als sie dir jetzt Schaden bereiten.
Wenn aber alle Grassilageballen beschädigt sind, trotz deines hohen Aufwandes an Schutz, such einen anderen Standort. Du hast einen ungeeigneten Lagerplatz, als welchen Gründen auch immer. In unserer Gegend lagern alle Bauern ihr Silageballen im Freien. Kaum einer hat Probleme. Machen Mäuse von unten Löcher, benötigst du einen schottrigen Lagerplatz.. Machen Vögel von oben Löcher, dann wandere aufs freie Feld, damit Habicht und Co. sie bejagen können. Rehe meiden freies Feld in der Nähe von Straßen. Kannst nicht auswandern, pachte einige m² wo anders. Steig auf Heu um und produzier Heumilch. Tu was du für stimmig hälst.




soamist2 antwortet um 15-12-2010 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
das problem ist lösbar: leg dir ein gewehr zu. mit dem fleischverkauf ist sicher der eine oder andere euro zu verdienen.

nebeneffekt - dein wald wird es dir danken.

einen win win situation sozusagen


regchr antwortet um 15-12-2010 17:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
ich hätte ein paar büxn,muss eh wieder mal einschiessen den sonst rosten sie bald


frisolde antwortet um 28-12-2010 00:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
Jetzt liegen an diesem Lagerplatz noch mindestens 100 qm Silomais, total verwühlt, verkotet und unbrauchbar. Kühe und Rinder fressen ihn nicht mehr.
Stinkemittel zur Wildvergrämung, Haare, benutzte Kinderwindeln, Blinklampen, Knallkörper - nichts hat die hungrigen Damtiere und die Sauen bei 40 cm verharschtem Schnee beeindruckt.

Es waren beim Futterholen fröhliche Weihnachten

VG frisolde


Noro antwortet um 28-12-2010 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wild am Silostock
wenn du der einzige in deiner gegend bist, der die probleme mim wild hat, könntest du ja versuchen, ein jahr lang keinen mais anzubauen, denn die tiere haben jetzt gelernt, da unter der folie ist futter. wenn näcshtes jahr dann nirgends ein maishaufen ist, vergessen die tiere das und das jahr drauf, kannst du dich dann schon besser auf den "angriff" vorbereiten.


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