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harrykaernten 22-09-2010 20:52 - E-Mail an User
Herbstzeitlose
Hallo!

Ich habe heute eine Wiese für Silage gemäht. Da ist mir aufgefallen es sind immer wieder Herbstzeitlose auf der Wiese. Normal sind die ja giftig, bleiben die auch in der Silage giftig und versauen sie mir dadurch die ganzen Ballen. Was meint ihr?


Vrenerl antwortet um 23-09-2010 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Herbstzeitlose
Giftwirkung auf Tiere

Die Herbstzeitlose ist das giftigste und damit gefährlichste Unkraut im extensiv genutzten oder gepflegten Grünland! Auf frischen bis feuchten, zu stark extensivierten Wiesen mit oft nur noch einer Mahd oder einem Mulchgang im Sommer tritt es oft in großen Mengen auf. Vergiftungen bei Nutztieren erfolgen vorwiegend in spät geworbenem Heu durch Samen oder Blätter, weniger durch Blütenaufnahme im Herbst. Unfälle kommen aber auch vor durch Häckselfütterung, bei unerfahrenen Jungtieren, beim ersten Frühjahrsauftrieb oder durch Einfuhr von Futterkonserven eu Hin Gegenden, in denen die Zeitlose nicht vorkommt.

Pferd und Schwein gelten als empfindlicher denn das Rind. Die Vergiftungssymptome beim Vieh sind: Geifern, Durst, Erbrechen, Durchfall und Blutharnen. Nach etwa drei Krankheitstagen verstirbt die Hälfte der betroffenen Tiere infolge Atemlähmung (Liebenow 1981). Tiere ohne eigene Vergiftungserscheinungen können das Colchicin jedoch mit der Milch ausscheiden, die dann auch dem Menschen gefährlich wird. Erwachsene Rinder und Pferde meiden die Pflanze nicht nur auf der Weide, sondern auch im Futtertrog. Deshalb gehen meist nur junge und unerfahrene Tiere daran zugrunde. Schafe und Ziegen sind nach Hegi (1912/1982) und Buff & Dunk (1988) gegenüber der Zeitlose weniger empfindlich; sie können sogar ohne Schaden größere Mengen vertragen. Dafür enthält dann die Milch dieser Tiere das Gift. lg


Indianerlandwirt antwortet um 23-09-2010 19:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Herbstzeitlose
Die sind auch in der Silage giftig. Viele verwechseln die Herbstzeitlose mit Bärlauch und essen ihn dann als Salat. Am giftigesten ist die Blüte, auch Blätter haben das Gift in sich. Das berühren der Blüte soll für Kinder schon reichen. Giftig ist sie auch für Rinder, Schafe und Ziegen. Auch in der getrockneten Pflanze verbleibt das Gift. Ich vermute, das die Dosis entscheidend ist.. Geringe Dosis = Erbrechen und blutige Durchfälle. Hohe Dosis = Atembeschwerden und Kreislaufzusammenbruch. Kühe, denke ich haben durch ihr hohes Körpergewicht eher die geringe Dosis.
Wie lange mähst du die Wiese schon? Sind da nur 10 Stück den Hektar drin. Oder tausende? Wie haben deine Kühe reagiert? Blutiger Kot?



harrykaernten antwortet um 24-09-2010 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Herbstzeitlose
Ergenis von der Futteraufnahme kann icjh euch erst in ein paar Tagen geben. Sind gerade beim Verputzen der Ballen. Es sind nur vereinzelte, nicht alles voll. Hoffe die Hochlandrinder vertragens. Wers ein bisserl beobachten und dazwischen immer andere Ballen geben


harrykaernten antwortet um 27-09-2010 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Herbstzeitlose
Hallo!

Sie fressen es sehr zaghaft, lassen teilweise sehr viel übrig vom Ballen, scheinbar merken sie die Blümchen. Wäre besser gewesen die Wiese zu mulchen, beim Heumachen gibst da kein Problem, aber jetzt war es halt schon recht spät und somit in Vollblüte.

Ich tu sie jtzt nicht mehr in die Raufe sondern leg sie extra ab um nicht das übriggebliebene ausputzen zu müssen.

Kann also in Zukunft empfehlen die Ballen einfach so wo abzulegen, da recht viel übrig bleibt. Vergiften tut sich keine wenn Alttiere dabei sein, es sind auch alle Kälber putzmunter


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