Wer beherrscht die Produktion?

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Fetzerl 04-06-2010 20:14 - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Liebe Kollegen, speziell aus dem Biobereich,

interessante Dinge, die sich bei unseren "Geschäftspartnern" tun... siehe http://derstandard.at/1271378210787/Rewe-zwingt-die-Baecker-zu-Raiffeisen

Falls das tatsächlich so zutrifft, was sagen dann die schlauen Leute von BioAustria und deren Vermarkter dazu?

Soviel zum Thema, wer die Kontrolle über die Nahrungsmittel haben will bzw. wer eigentlich Druck ausübt...

LG, Franz



biolix antwortet um 04-06-2010 20:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Nabend !

ja so ist es fetzerl.. ,-(

Als wer vor Jahren sagte, was passiert wenn der "Oberste" oder besser der LEH-Konzern das Urprodukt in der Hand hat, dann kann er dem Müllner und dem Bäcker dem Preis diktieren..
Oder falls der "Müllner" auch ein ganz Großer ist, kann er sich ja arangieren, und den Druck auf die BäuerInnen weiter geben...

Ja und auf Biobauern seite ahts geheissen, Konkurenz mit dem Direktverträgen belebt die Konkurenz, ja in Zeiten wo 5% zu wenig da ist, sind jetzt um 10% zu viel da, sieht man was passiert, und eine Bündelung des Biogetreides wäre eigentlich ein muss...

lg biolix

p.s. auch die Biomehlpreise sidn dei letzten Monate um ca. 15% gefallen, habt ihr schon was an der Ladentheke gemerkt ?


Hirschfarm antwortet um 04-06-2010 20:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Wenn ein Lebensmittelkonzern nach einer Monopolstellung trachtet (Was Ihm übrigens nicht gelingen wird) ist es pfui. Wenn wir Bauern danach trachten ein Monopol zu bilden wäre es hui?
p.s.:Die Biogetreidemonopolorganisation hats selbst vergeigt. (Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an.)


biolix antwortet um 04-06-2010 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Nur nur eine Bündelung auf Bauernebene ist weit was anderes, als wenn wer eine ganze Produktionskette Kette in der Hand hat...

lg biolix


helmar antwortet um 04-06-2010 21:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Und was ist anders, auf Bauernebene, lieber Biolix?
Mfg, Helga


biolix antwortet um 04-06-2010 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Oje, die Bauern haben keine Bäcker und Mühlen die 60-70% den Ö Biomarkt beherschen..;-((


Fetzerl antwortet um 04-06-2010 21:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Hallo Biolix,

ich halte die Konkurrenz für sehr sinnvoll, da sie munter hält und Monopole auf Trab hält.
Das Problem entsteht mE dann, wenn sich Erzeuger (insbesondere Landwirte) an einen Abnehmer binden, der die gesamte Kette bis zum Endkonsumenten kontrollieren kann, so wie es eben Rewe jetzt macht. Damit sind alle Dienstleister (Müller, Bäcker, etc.) dem einen ausgeliefert. Und was das Ganze verstärkt, ist die Tatsache, dass Druck nicht nur auf die Bioschiene, sondern auf alles ausgeübt wird.
Für Rewe ist das natürlich die beste Variante: vom Rohstoff weg bis hin zum Endprodukt und Vertrieb alles unter Kontrolle mit der Möglichkeit, alle möglichen Vorschriften zu machen (ansonsten fliegst du raus), den Preis zu drücken (soviele andere Absatzmöglichkeiten gibt es nicht) und dem Konsumenten ein standardisiertes, möglichst billiges Produkt vor die Nase zu setzen (was anderes gibts halt nicht). Mit dem Ziel: Kontrolle und Profitmaximierung!

Als Lehre daraus: ich würde mich als Landwirt hüten, mit einem großen Einzelhandelsunternehmen (egal welchem) direkt einen Liefervertrag abzuschließen.

LG, Franz


helmar antwortet um 04-06-2010 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Genaugenommen hat es mit "janatürlich" begonnen und geht u.a. mit "Zurück zum Ursprung" weiter. Seit etwas mehr als einem Jahr kauf ich beim Hofen nicht mehr ein.
Mfg, Helga


krampus antwortet um 04-06-2010 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Du? Biolix?.....möchtest jetzt raunzen?

Du bist doch der Erste für den Bio nur dann Bio ist wenn es ein Zertifikat dazu gibt!

Ob zu recht oder erschlichen ist bei Dir nicht soooo wichtig.....Hauptsache Zertifikat!

Für wie blöd hältst Du Rewe, Hofer usw. und deren Konsumenten?

Lies doch Deine eigenen Treads und Du wirst draufkommen was ich meine!


frischauf antwortet um 05-06-2010 07:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Eine Bündelung des Biogetreides wäre eine tolle Sache. Dies wurde ja schon versucht und wie es geendet hat sieht man leider. Es wurde ein Verbrechersyndikat "Agentur für Biogetreide" gebildet welches, das ist für mich der Oberhammer, auch noch als Bioaustriapartner unterstützt wird. * kopfschüttel³ *


Ich verkaufe mein Getreide an unseren Regionalpartner EZG. Wenn es 2-3 solche Partner , welche auch untereinander komunizieren, in ganz Österreich gäbe wäre das bestimmt ein gangbarer weg.


@krampus: Damit eine Qualitätsicherung vom Bauern bis zum Konsumenten gewährleistet ist muss es eine Zertifizierung geben. Dies ist ein wesentlicher Baustein in der Vertrauensbrücke. Aber natürlich nur ein Baustein.







krampus antwortet um 05-06-2010 08:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Keine Frage @Frischauf , es muß unbedingt Zertifikate geben!

Aber das Zertifikat darf nicht augenzwinkernd auch für Solche vergeben werden, welche zwar zertifizierte Biobauern (oft sogar Biofunktionäre) sind aber im realen Leben und wirtschaften mit Bio absolut nichts am Hut haben.

Was hat das Zertifikat für einen Wert wenn das Getreide z.B. einer Spritzmittelrückstandskontrolle nicht standhält weil es auf Flächen erzeugt wurde wo es von allen Seiten einer ordentlichen Abtrifft pestizidausbringender Nachbarn ausgesetzt war?

Die Chefen vom Hausverstand und Co. schauen sich sehr oft Biobauernhöfe und auch andere Betriebe an, die auf ihren Lieferlisten sind - einzel, still, leise, manchmal mit ihrer Familie und unerkannt - und plötzlich gibt es neue Lieferanten!...........Warum wohl........?

Hing etwa am Hoftor kein Zertifikat?




biolix antwortet um 05-06-2010 08:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Guten M;orgen !

ja frischauf, bäuerliche EZGs wie in OÖ sind eine tolle Sache, und wennsich die zusammenreden auch, nur nru wennder gesamtbiogetreidemarkt in ö ca. 40 mal so groß ist, wie die EZG dann kannst dir vorstellen was das wieder heisst die unter eine Hut zu bringen siehe die Molkereilandschaft in Ö.. ;-(

Ja und weiters zertifikate und Rückverfolgbarkeit: wisst ihr was komisch ist, als 2000 der angeblich so große Skandal war, wurde genau vond er selben Firma das erste Rückverfolgbarkeitssystem eingeführt, inkl. 100% Biolagerstellen aufgebaut, komisch, das das der macht der Dreck am stecken hat ?? Oder macht das wer, das ihm nie wieder was unter gejubelt wird ?

Internatrional gibt es leider bis heute kein Rückverfolgungssystem, da sollten sich mal die größen Kontrollstellen Europas zusammen schließen und was unternehmen, aber das sage ich nun schon seit 2004, genauso wie das 2001 eigentlich die Biokontrollstellen aufbauen hätten können...

lg biolix

p.s. lieber krampus, dich verstehe ich nicht, wie soll bio ohne Zertifikate und Kontrolle denn funktionieren ? ;-)))))


BSE1 antwortet um 05-06-2010 12:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
die "mafia-ähnlich" agierende Bio (Getreide)Austria beherrscht den Markt.
Bin auch der Meinung von Biolix immer sagt, dass ein "ungerechtes" System kippen muss, und je eher desto besser. (beim Geldsystem genauso wie hier bei der "Getreide-BioAustria)

Es gibt bei uns Biobauern, die bekommen um 30% mehr für Ihre ZZU Milch als für konventionelle Milch - und diese Deppen zahlen um die 100% mehr fürs Biogetreide als für konventionelles Getreide.
Und da soll noch einer sagen, dass die Bauern rechnen könnten!?!?

Das Biogetreide muss genauso gekoppelt werden: Wenn jemand für die Bio-Milch 10% (30%)mehr bekommt, dann soll er fürs Biogetreide auch 10% (30%) mehr zahlen, usw. Erst dann wird das System gerecht.
Die GetreideBioAustria ist ein Getreidebauernverband, und lässt die Milchbauern im Regen stehen, bzw. nimmt die BioMilchbauern aus wie eine "Weihnachtsgans". Aber gut, es stünde ja jedem frei, die Finger von diesem Bio-Austria Verein zu lassen.


Tyrolens antwortet um 05-06-2010 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Die Bio-Preise waren dann vielleicht doch etwas zu hoch. Not macht erfinderisch....

Etwas gutes hat die Sache aber: Bei uns im Westen wird jetzt mehr Getreide angebaut.


biolix antwortet um 05-06-2010 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Mahlzeit BSE !

ja bse, du kennst sicher die Vollkostenrechnung was ein Bioackerbauer für einen "fairen" Biofuttergetreidepreis braucht ?
Aber hauptsach weiter Bauern gegen Bauern, dann tun sich so Konzerne ewig viel leichter, und wetten das das Bio-Futtergetreide nicht viel billiger wird.. inkl. natürlich das beste Argument ist, brauchts eh keinen höheren Milch und Fleischpreis, weil das Getreide is eh soo billlig... ;-(
Inkl. das die Biokuh ja sooo viel Biogetreide braucht.. ein tolles Verkaufsargument bei den überzeugten BiokonsumentenInnen.. so wirds der Biobereich noch weit bringen.. ;-(((

lg biolix




Tyrolens antwortet um 05-06-2010 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Hm. Also du hast doch jahrelang geschrieben, dass die Biogetreideproduktion so kostengünstig ist. Säen, Dreschen, dazwischen sei nichts zu tun.
Gut, kommt nicht von ungefähr, dass es Biobauern mit 200 ha Ackerbau im Nebenerwerb gibt uns ich find's auch nicht schlecht sondern gut, dass es mit sparsamen Kapitaleinsatz geht, aber irgendwie ist das System dann eben doch nicht so rund, wie es manch einer glaubt.

Thema Kontrolle und Zertifikate: Schön wäre es halt, wenn das Produkt alleine zählt. Ich stelle mir das so vor dass der Käufer die Qualitätsstandards festlegt und das Produkt dann drauf getestet wird. Dabei spielen dann nicht nur Fallzahlen, RP-Gehalt usw. eine Rolle, sondern auch Nährstoffgehalte, Freiheit von Pflanzenschutzmitten u.dgl. Italienische Käufer machen das zum Teil schon so. Die kaufen nur allerfeinste Backware mit besonders guten Backeigenschaften.


biolix antwortet um 05-06-2010 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
;-))) na das mit den Qualitäten stellt sich aber nur der kleine Tiroler Maxi so vor.. ;-)))
Und natürlich ohne PSM Anwendung bzw. nachweis und dergleichen. kennst du einen Aufkäufer das das im Tausend Tonnen Bereich so kauft Trioler, ohne Biozertifikat , blöd wären sie...? ;-)))

Ja und du kennst die DBs der konv,. LW anscheinend sooooo gut tiroler, das du sagen kannst das sie letztes jahr echt was verdient haben, ich kann dir sagen das in der Biofuttergetreideproduktion unter 200 Euro die Tonne ncihts mehr verdient wird...

Wo sind die 200 ha im Nebenerwerb die du verbreitest ?




Tyrolens antwortet um 05-06-2010 15:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Dass du immer so schnell stinkig werden musst...

Ich hab das ja nur mal als These in den Raum gestellt. Aber sei's drum.

200 ha Bio im Nebenerwerb findest du in D und F und H.

200 Euro die Tonne, dann hattest du (ohne Prämien udgl) im Jahr 2009 als Bio gleich viel Umsatz wie ein Konvi, wenn du pro ha um die 3,5 bis 4 to gedroschen hast. Kommen beim Konvi aber die ungleich höheren Input-Kosten hinzu, beim Bio die sehr weite Fruchtfolge mit u.U. fraglicher Kostendeckung seitens der Leguminosen in der Fruchtfolge. Kenne da welche, die Mulchen die einfach ab. Kostet nur und bringt erst für die folgenden Früchte etwas.

Aber jetzt kommst du sicher damit, dass ja der 20 ha Haupterwerbsbioackerbauer auch von was leben muss und der den ganzen Jahrsumsatz an sich schon als Einkommen bräuchte...





biolix antwortet um 05-06-2010 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
wer wird stinkig ?? ;-))) ich lach doch ständig über dein "in Raum stellen.."

komisch, sind wir hier im Ö Agrarforum, das du von D, F und H schreibst ? ;-))

Na ja schön der konvie und bio Vergleich, darum haben auch die neuen Umsteller nicht geirrt die letztes jahr in Ö umgestellt haben.. ;-))

Aber komisch, an was mangelt es dann im konv. System ? ,-))

lg biolix


Fallkerbe antwortet um 05-06-2010 17:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?

Manche halten Österreich doch glatt für eine Insel ;-)

mfg








biolix antwortet um 05-06-2010 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Nein eher nicht, nur wenn ein 200 ha Betrieb in Ö mal im Nebenerwerb geführt wird, könn ma wirklich zusperren.. ;-)))

lg biolix


179781 antwortet um 05-06-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Als die Geschichte mit Billa und Ja-Natürlich angefangen hat, habe ich einmal auf einer Versammlung von Bio-Austria Leuten gesagt, dass mir eine zu enge Bindung an einen solchen Partner vorkommt, wie wenn man dem Teufel seine Seele verschreibt. Am Anfang zieht man Vorteile draus, und wenn er einen einmal in der Hand hat, dann holt er einen eben Und ungefähr dort sind wir jetzt. Die Handelsketten haben die Vermarktung der Bioprodukte zum übewiegenden Teil fest im Griff und machen mit den Produzenten, was sie wollen.

Gottfried

Noch etwas: Der Komiker, der da gemeint hat, dass Kraftfutterkosten im gleichen Ausmaß steigen oder fallen sollten, wie der Milchpreis soll einmal rechnen lernen. Je kg eingesetztem Kraftfutter kann eine bestimmte Menge Milch erzeugt werden, da weiß man ja recht schnell ob die Rechnung aufgeht oder nicht. Der Kraftfutteranteil in der Ration ist in der Biomilcherzeugung deutlich niedriger als in der konventionellen Haltung. Also ist auch die Rechnung anders. Allerdings war es so, dass als die Milchpreise vor etwa zwei Jahren so gestiegen sind, auch die Biomilcherzeuger geglaubt haben, mit höherem Kraftfuttereinsatz die Liefermenge steigern zu müssen. Die Tiroler (die richtigen, nicht der Freund von Biolix) haben damals innerhalb eines Jahres ihre Bio-Getreidzukäufe verdoppelt und damit entsprechend zur Preisexplosion beigetragen.


Tyrolens antwortet um 05-06-2010 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Gut, aber wo ist damals die ganze Tiroler Biomilch hin gegangen? Ist ja nicht so, dass man die Nachfrage einfach so herzaubern kann.


179781 antwortet um 05-06-2010 23:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Die Nachfrage war schon da. Ein Bekannter fährt mit einem Milchtankwagen. Der war immer einen Tag auf Sammeltour durch halb Oberösterreich und am nächsten Tag mit einem vollen Tankzug Biomilch unterwegs nach Mannheim. In ganz Österreich ist auch die Nachfrage nach Bioprodukten schneller gestiegen als die Produktion. Das hat die Preise in die Höhe gezogen, was die Prouktion gesteigert hat, was zu mehr Angebot und schlechteren Preisen geführt hat. Markt eben.

Gottfried


biolix antwortet um 06-06-2010 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Guten Morgen !

ja Gottfried so ist es leider, nur was Ja natürlich betrifft, wenn man es oft nicht gemeinsam probiert, in einer Zeit wo der Wiederstand gegen bio noch sehr groß war ( es kommt einen heute zwar öfter auch wieder so vor.. ;-)) ) wer wenn nicht die, sollten gemeinsame Wege gehen.. und das hat sich ja bewährt, nur sollte man dankbar sein das auch die Bioverbandsseite sehr sehr viel zum erfolgreichen Markenaufbau beigetragen hat..
Na ja und mit allen anderen hast du recht, es zählt am Ende dann doch wieder nur die "nackten" Zahlne, aber schau ma mal, vielleicht verrechnet sich da wer gerade in Wr. Neudorf... ;-))

lg biolix


Tyrolens antwortet um 06-06-2010 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Jetzt aber soll die Angebotsseite durchaus nachgezogen haben. Angeblich wird in AUT heuer mit einer Biogetreideernte von 250.000 to gerechnet. 2009 waren es 200.000 to. Dazu soll einiges überlagert sein, insofern also durchaus ein massiver Ausbau angebotsseitig.


Fetzerl antwortet um 06-06-2010 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Guten Morgen,

die Biovermarktung wird in den nächsten Jahren sicher noch mehr Thema werden, da das Angebot von Seiten der LW steigen wird, die Nachfrage hoffentlich auch und alle möglichen Zwischenhändler mitnaschen wollen, weil höhere Margen drin sind.
Für uns Landwirte ist das besonders wichtig, da wir von einer erfolgreichen Vermarktung besonders abhängig sind; der Preis wiederum hängt vom Wohlwollen und Einkaufsverhalten der
Konsumenten ab.

Ad Agentur für Biogetreide: die Idee war sehr gut, die Ausführung mies. Deshalb, weil die Agentur eine GmbH ist, von der ich keine Ahnung habe, wer dahinter steht; wenn die BioAustria dahinter steht, so ist das nur dann akzeptabel, wenn eine komplette Trennung vorhanden ist (sowohl von den Personen als auch von den Eigentumsverhältnissen). Die BioAustria ist für mich in erster Linie Interessenvertretung, wenn's um Vermarktung geht, so ist es für mich nur dann akzeptabel, wenn es nicht um finanzielle Vorteile für den Verein geht (= keine wie auch immer geartete Gewinnbeteiligung).
Interessanter wäre gewesen, die Agentur als bäuerliche Genossenschaft zu gründen; warum hat das niemand angedacht? Da wär ich sofort dabei.
Momentan sind mir die privaten Aufkäufer ehrlich gesagt noch lieber, hier weiss ich wenigstens, woran ich bin.

Sehr lästig empfinde ich die Knebelverträge mit dem Thema Ablieferung der gesamten Ware: warum lässt sich nicht eine Tonnage vereinbaren? Wenn ich Übermengen habe, kann ich sie dann ja auch vermarkten, an wen ich will. Oder warum kann ich nicht an zwei Abnehmer vermarkten?

Die eigenen Standards und Gütezeichenprogramme (welche auch immer) sind mir ebenfalls
ein Dorn im Auge. Erstens schaffen sie Unterschiede zwischen den Landwirten (und damit bleiben die einzelnen Gruppen ziemlich klein und sind leichter niederzuhalten) und zweitens erzeugen sie massive Verwirrung beim Konsumenten.
Warum bei "Ja, Natürlich" eigene Vorschriften? Die EU-Bioverordnung sagt doch ziemlich genau, was bio ist und das sollte reichen - damit ist klar, was biologische erzeugtes Lebensmittel ist und was nicht. Die Rückverfolgbarkeit sollte aufgrund der Aufzeichnungspflicht für alle Stufen im Produktionsprozess gegeben sein.

Diese eigenen Programme dienen letztendlich doch nur dazu, dass wir Landwirte mit unserer Produktion der Kontrolle der Absatzschiene unterworfen sind und die machen können, was sie wollen. Denn ich glaube nicht, dass das Rewe oder Hofer das aus selbstlosen Gründen machen... Die sehen einfach einen sehr lukrativen Teilmarkt, der in Zukunft wächst und wenn man da noch die Kontrolle über den ganzen Produktionsprozeß vom Landwirt bis zur Anlieferung zum Supermarkt hat - umso besser! Da läßt sich dann richtig Geld verdienen und nicht mit dem Gröscherlgeschäft der konventionellen Produkte mit den Aktionen...

Da gefällt mir um einiges besser, was die Rinderbörse mit ihren Programmen gemacht hat oder auch das AMA-Gütesiegel (das wird wenigstens von einer rel. unabhängigen Stelle überprüft).
Spar mit "Natur Pur" ist in diesem Sinne auch um einiges ehrlicher!

Eins noch zu "Zurück zum Ursprung": hier hab ich ein Problem damit, dass plötzlich eine private Firma (vom Werner Lampert) alle möglichen Vorgaben macht, die weit über die EU-Verordnung hinausgehen, ich auch noch dafür zahlen muss und erst wieder an einen Abnehmer gebunden bin. Doch ist diese Firma so transparent? Wer kontrolliert diese Firma? Habe ich Einsicht, wohin meine Produkte gehen?

Zusammenfassend gesagt: wenn ich meine Produkte nicht komplett selbst vermarkte, so sollte es idealerweise eine Vermarktungsorganisation in bäuerlicher Hand sein - die mit den Einzelhandelsunternehmen auf einer Ebene reden kann und nicht nur als Bittsteller auftritt. Die ursprüngliche Idee hinter Lagerhäusern und Molkereien hat schon gepasst, ist nur durch die Entwicklung leider überholt worden...

Schönen Sonntag und gutes Heuwetter,

Franz



179781 antwortet um 06-06-2010 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Gut geschrieben Fetzerl! Da gibt es nichts hinzuzufügen.

Gottfried


Tyrolens antwortet um 06-06-2010 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Wer hinter der "Österreichische Agentur für Bio Getreide GmbH" steckt?

Anteilseigner:

Gesellschafter
Firma Andreas Kocourek GmbH
Gesellschaft m.b.H.
Anteil: 30,0000%

Gesellschafter
Firma Ignaz Göweil Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.
Gesellschaft m.b.H & Co. KG
Anteil: 8,5000%

Gesellschafter
Firma Vitakorn Ges.m.b.H.
Gesellschaft m.b.H.
Anteil: 8,5000%

Gesellschafter
Firma BIO ERNTE AUSTRIA-BURGENLAND
eingetragener Verein
Anteil: 12,0000%

Gesellschafter
Firma Verein der bilogisch wirtschaftenden Ackerbau- betriebe
Freie Berufe
Anteil: 12,0000%

Gesellschafter
Firma Wiesbauer - Mühle Gesellschaft m.b.H.
Gesellschaft m.b.H.
Anteil: 1,0000%

Gesellschafter
Firma Agrarproduktenhandel Gesellschaft m.b.H.
Gesellschaft m.b.H.
Anteil: 3,0000%

Gesellschafter
Firma Raiffeisenverband Salzburg registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung
reg.Gen.m.b.H.
Anteil: 3,0000%

Gesellschafter
Herrn Habison Andreas
Einzelperson
Anteil: 10,0000%

Gesellschafter
Firma BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien
eingetragener Verein
Anteil: 12,0000%


Hirschfarm antwortet um 06-06-2010 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Rewe hat sich in den letzten Jahren als fairer Partner seiner Vertragsbauern gezeigt. Zwischen Unternehmen (egal welcher Branche) ist es üblich Verträge zu schließen und diese auch einzuhalten, was Rewe auch macht. Sollten sich zukünftige Vertragsbestandteile aus Sicht der Bauern nachteilig darstellen steht es jedem frei seine Produkte anderweitig zu vermarkten. So funktioniert Markt. Und nicht durch (Kartellrechtlich höchstbedenkliche) Monopolbildung.


alfalfa antwortet um 06-06-2010 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
naja, glaub schon, dass ma die aktuelle Entwicklung v.a. im Bio-Berreich sehr kritisch betrachten sollte! Davon ausgegangen, dass sich die 3 großen LEH in Ö seit Jahren einen erbitterten Kampf liefern. In gesättigten Märkten kann man nur über Verdrängung wachsen bzw. die Werbung entsprechend zu steigern.
Der Anteil an Handelsmarken ist nach wie vor im steigen begriffen, was vor allem Produktionsmarken unter Druck bringt, auch unter dem Aspekt der erhöhten Werbung der Handelsmarken.
Die Verhandlungspositionen zwischen Verarbeiter und dem Handel sind schon jetzt stark unausgeglichen. Das Eingreifen der LEH in die Verarbeitung (wie etwa die eigene Fleischverarbeitung (Tann)) verstärken die Vormachtstellung.
Im Bio- Berreich kommt im Moment auch dazu, dass sich alle Einzelhändler fetzen wer die höheren Auflagen und das "bessere" Bio- Produkt hat, was vor allem auf Kosten der Bio- Verbände geht, die damit im Grunde untergraben werden.

Als einen der Hauptgründe warum es so einfach scheint mit die Auflagen in der gesamte supply chain zu erhöhen (vor allem auf Kosten der Erzeuger) ist sicher, wie so oft, der Überschuss zu nennen. Die Bauern, aber auch deren nachgelagerte Verarbeiter, die alle Produktion verwerten müssen, werden und können am Markt keinen Einfluss gewinnen, wenn man mehr Absetzen muss als Gebraucht wird. Gilt für ganz Europa. Bin sogar überzeugt, dass der Druck weiter zunehemen wird, vor allem was den Bereich der Nachvollziehbarkeit betrifft, was mit einem erheblichen Mehraufwand in der bäuerlichen Betriebsführung einhergehen wird.

lg


biolix antwortet um 06-06-2010 20:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Guten Abend !

also besonders zum Fetzerl Beitrag gibts einiges hinzuzufügen..;-))

Alos Fetzerl schrieb am threat Beginn:

"Falls das tatsächlich so zutrifft, was sagen dann die schlauen Leute von BioAustria und deren Vermarkter dazu?"

Das du ganz sicher Biobauer bist fetzerl, das glaube ich, nur hoffe ich auch das du BIO AUSTRIA Mitglied bist, und dich sogar engagierst in einer Arbeitsgruppe oder sogar als Funktionär, dann gehörst du wirklcih auch zu den "schlauen" Leuten.. ;-))
WEnn nicht schade, denn ich erlebe es in letzter ZEit immer wieder, das gerade"Leute" die nciht bei BIO AUSTRIA, bzw. über BA herziehen, genau die es sind, die dann nach den "schlauen" BA Leuten rufen..;-))

fetzerl schreibt weiter:
"die Biovermarktung wird in den nächsten Jahren sicher noch mehr Thema werden, da das Angebot von Seiten der LW steigen wird, die Nachfrage hoffentlich auch und alle möglichen Zwischenhändler mitnaschen wollen, weil höhere Margen drin sind.
Für uns Landwirte ist das besonders wichtig, da wir von einer erfolgreichen Vermarktung besonders abhängig sind; der Preis wiederum hängt vom Wohlwollen und Einkaufsverhalten der
Konsumenten ab."

Ja und wer "macht den Biomarkt" draussen ? Die am lautesten schreien Bio darf nur wachsen wenn es einen MArkt gibt ? Nein Gott sei dank viele die Interesse an Bio haben inkl. die daran verdienen etc. und natürlich BA der zu 100% hinter dem besten Bio aus Ö steht.. ;-))
Fetzerl, hilfst auch ein wenig mit ? ;-))

und weiter schreibst:
"Ad Agentur für Biogetreide: die Idee war sehr gut, die Ausführung mies. Deshalb, weil die Agentur eine GmbH ist, von der ich keine Ahnung habe, wer dahinter steht; wenn die BioAustria dahinter steht, so ist das nur dann akzeptabel, wenn eine komplette Trennung vorhanden ist (sowohl von den Personen als auch von den Eigentumsverhältnissen). Die BioAustria ist für mich in erster Linie Interessenvertretung, wenn's um Vermarktung geht, so ist es für mich nur dann akzeptabel, wenn es nicht um finanzielle Vorteile für den Verein geht (= keine wie auch immer geartete Gewinnbeteiligung).
Interessanter wäre gewesen, die Agentur als bäuerliche Genossenschaft zu gründen; warum hat das niemand angedacht? Da wär ich sofort dabei."

Uii jetzt wirds schwierig, weist du gar nichts aus der Geschichte der Agentur, und wie alles 1995 begann mit Ökoland ? will jetzt nicht ausholen aber danke dem Tiroler, du siehst die Gesellschafter es sind 66% in Biobauernhand, was daran mies gelaufen ist, musst mir erklären, wenn mit an die 50, 100% Bio-Getreidelagerstellen das gesamte Biogetreide Ö übernommen werden könnte, bzw. jeder anliefern kann, auch in Überschuss Zeiten,...
Inkl. hat BA keinen finanziellen Vorteil, aber war mit beim Aufbau dabei inkl. der Vermarktung im Droßen von Anfang an so eigentlich erst begonnen inkl. die Bündelung, wer als der damalige Ernte Verbadn hätte das gemacht ?
Apropos, wo bist du jetzt dabei ?


"Momentan sind mir die privaten Aufkäufer ehrlich gesagt noch lieber, hier weiss ich wenigstens, woran ich bin. "

Ach sorry, woran bist du bei einem "Privaten Aufkäufer" ? also ich kenne an die 2000 Agenturlieferanten und telefoniere wöchentlich mit ihnen, und die wissen auch was sie an einem Biogetreide-Bündler haben.. denn in guten Bio- Zeiten gibts viele "private Händler" die Geschäft mit bio machen wollen, und gehts dann ncith so, ist bio halt wieder nicht mehr so interessant oder sogar weg, hatten wir leider schon alles...

fortsetzung folgt ...;-)





biolix antwortet um 06-06-2010 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?

2.Teil :
Fetzerl schreibt weiter:

Sehr lästig empfinde ich die Knebelverträge mit dem Thema Ablieferung der gesamten Ware: warum lässt sich nicht eine Tonnage vereinbaren? Wenn ich Übermengen habe, kann ich sie dann ja auch vermarkten, an wen ich will. Oder warum kann ich nicht an zwei Abnehmer vermarkten?

Ja Fetzerl, der Gedanke war und ist, gemeinsam seine gesamte Ernte zu Bündeln und einem Gegenüber wie es die Mühlen und Bäcker waren, und jetzt der LEH ist, gesamt aufzutreten, ein Beispiel, es gibt 15 000 to Bioroggen in Ö aber nur 9000 to sind in Ö vermarktbar, also gibts auch hier intern einen Ausgleich ein sogenanntes pooling, weil der Exportpreis oft um 100 Euro die tonne niedriger war, und wäre die gesamte Adienung nicht, würde die jeder die Zuckerl raus suchen, was kann ich selbst und höher und besserm, und das was über bleibt das gebe ich dann halt der Agentur, wäre das fair ?
Inkl. gibs 5 verschiedenen, inkl. gleich noch ein Beispiel, ich erlebe gerade am Markt, das partien z.b. 500 to Hafer, von 3 Zeischenhändlern weiter engebopten werden, am Mat heisst gleich es sind 1500 to zuviel da, was passiert mit dem Preis ?
Aber du kannst eh zu jedem liefern dem du willst, nur muss dir bewusst sein was dannpassieren kann, siehe in Überschuszeiten... inkl. du schreibst oben du kennst die Agentur gar nciht, warst nie auf infoveranstaltungen oder hast wem angerufen der sie besser kennt ?

"Die eigenen Standards und Gütezeichenprogramme (welche auch immer) sind mir ebenfalls
ein Dorn im Auge. Erstens schaffen sie Unterschiede zwischen den Landwirten (und damit bleiben die einzelnen Gruppen ziemlich klein und sind leichter niederzuhalten) und zweitens erzeugen sie massive Verwirrung beim Konsumenten.
Warum bei "Ja, Natürlich" eigene Vorschriften? Die EU-Bioverordnung sagt doch ziemlich genau, was bio ist und das sollte reichen - damit ist klar, was biologische erzeugtes Lebensmittel ist und was nicht. Die Rückverfolgbarkeit sollte aufgrund der Aufzeichnungspflicht für alle Stufen im Produktionsprozess gegeben sein."

ja fetzerl, wennst nur EU Bio willst musst dich bald mit EU Bio aus Rumänien messen, willst das wirklich, darum ist ein BIO AUSTRIA Standard so wichtig, und das ihn die Händler und der LEH anerkennen, um das beste Bio aus Ö abzusichern, oder eben uns ist jetzt lieber das die Handelsketten eigene Biostandards definieren ??
Den Konsumenten, na ja , nur die mündigsten kennen sich sowieso aus, aber auf Bauernebene verstehe ich nicht was meinst, wer hätte die Vermarktung aufgebaut wenn ncith BA udn nun ists klar das es einen Standard gibt, udn probier mals was in die SChweiz zu exportieren an Biogetreide, die wollen hohe Verbandstandards udn Sicherheit, darumist schon alleine das fast ein muss......ich glaube du kommst sogar aus dem Waldviertel udn aus einem Roggengebiet, oder ?

du schreibst weiter:

"Diese eigenen Programme dienen letztendlich doch nur dazu, dass wir Landwirte mit unserer Produktion der Kontrolle der Absatzschiene unterworfen sind und die machen können, was sie wollen. Denn ich glaube nicht, dass das Rewe oder Hofer das aus selbstlosen Gründen machen... Die sehen einfach einen sehr lukrativen Teilmarkt, der in Zukunft wächst und wenn man da noch die Kontrolle über den ganzen Produktionsprozeß vom Landwirt bis zur Anlieferung zum Supermarkt hat - umso besser! Da läßt sich dann richtig Geld verdienen und nicht mit dem Gröscherlgeschäft der konventionellen Produkte mit den Aktionen..."

Ja schau hier durchblickst du es ja wieder, und den threat hast ja auch ein wenig aus sorge begonnen.. ;-)) Ja so sit es , darum ist ein BA Standard denn sich die Ö Verbandsbioabuern slebst auferlegen sooo wichtig und die BIobäuerInnen mit ihm vermarkten und niemanden dazwischen lassen..

weiter schriebst :

"Da gefällt mir um einiges besser, was die Rinderbörse mit ihren Programmen gemacht hat oder auch das AMA-Gütesiegel (das wird wenigstens von einer rel. unabhängigen Stelle überprüft).
Spar mit "Natur Pur" ist in diesem Sinne auch um einiges ehrlicher!"

Na ja jetzt glaube ich du kennst dich in der " Siegelszene" nicht so ganz aus, was macht das AMA Gütesiegel "ehrlicher", kennst das AMA Biosiegel ? oder bist auch einer ders mit dem AMA Gütesiegel verwechselt .. ;-))
Und unabhängig, wir haben unabhängige Biokontrollstellen, was brauchen wir noch, ja eine staatliche, eben die AMA die auch noch überkontrollen macht, ist das was zu wenig ?
Und Natur purt, kennst du die Umsätze ? sie sind leider erst vor 2- 3 jahren richtig aufgewacht, aber zuerst wollten sie von bio wenig wissen, aber jettz wirds... ;-))

fortsetzung folgt..;-))




helmar antwortet um 06-06-2010 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Jetzt wird wohl eine unendliche Geschichte draus...;)
Mfg, Helga


biolix antwortet um 06-06-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
3. und letzter Teil für heute:

Fetzerl schreibt:

"Eins noch zu "Zurück zum Ursprung": hier hab ich ein Problem damit, dass plötzlich eine private Firma (vom Werner Lampert) alle möglichen Vorgaben macht, die weit über die EU-Verordnung hinausgehen, ich auch noch dafür zahlen muss und erst wieder an einen Abnehmer gebunden bin. Doch ist diese Firma so transparent? Wer kontrolliert diese Firma? Habe ich Einsicht, wohin meine Produkte gehen? "

Oho, was du für Probleme hast..;-)) Wer zahlt denn grad den höchsten Biopreis ?
genau die du angesprochen hat, zumindest im Gemüse udn Getreidebereich, bei der Milch meines wissen auch was an den LEH geht..
Transparenz: warum vertraust da natur pur mehr als ZZU ? ;-))
Und schau, was der Lampert wieder geschafft hat, zuerst ZZU konventionell und jetzt voll bio, gibts was besseres, und viel Markt wurde wieder gemacht, wenn du wüsstest was sich da hinter den Kulissen abgespielt hat udn wer wirklich Bio-Markt macht.. ;-))


"Zusammenfassend gesagt: wenn ich meine Produkte nicht komplett selbst vermarkte, so sollte es idealerweise eine Vermarktungsorganisation in bäuerlicher Hand sein - die mit den Einzelhandelsunternehmen auf einer Ebene reden kann und nicht nur als Bittsteller auftritt. Die ursprüngliche Idee hinter Lagerhäusern und Molkereien hat schon gepasst, ist nur durch die Entwicklung leider überholt worden..."

Ja sicher, darum wurden viele viele Vermarktungsorgansiationen von BI AUSTRIA oder seinem vorgängerverband dem Ernte für das Leben, gegründet, kennst du wenigstens eine davon ? ;-))

"Schönen Sonntag und gutes Heuwetter,"

dirauch , aber wir sind mal froh wenn wir den Klee von den Äckern in die SIlos bekommen und dann denk ma erst ans heuen in den nassen Wiesen.. ;-))

lg biolix

p.s. ja HF, jetzt weiß ich wenigstens das du der bist.. ,-)) REWE war fair, mit dem Untertitel "wir zaheln immer um 10 Euro mehr als die Agentur.." na super, klar wenn man einen poolingpreis hat ind er Agentur, kann REWE seinen Preis bei "seinen" Biobauern leicht erhöht auszahlen, aber der Preis ist immer noch weit niedriger als sie früher über die Agentur gezahlt haben..und wenn die Agentur weiter fällt , was macht REWE udn seine AUfkäufer, na wieder nur 10 Euro mehr, und wer bringt die Preise wieder nach oben ? bzw. wer hat jetzt Neuverträge ausgeschickt die zeigen wie fair rewe zu "seinen" Biobauern ist, die Preise sind unter jeder Kritik, man hätte aber sagen können, ich zahle den Ö Durschnittspreis der letzten 10 jahre weiter auf 5 Jahre, ich stehe zu den Ö BiobäuerInnen, das ist für mcih ein fairer Partner... nein leider grad umgekehrt, auch bei guten großen anderen Partner sind diese Preise bereits angekommen inkl. er geht mit übermengen zu niedrigen Preisen hausieren, das ist natürlich noch besser für die Preise... ;-((
Aber ess teht jedem an dann wieder Kritik zu üben, wenn es heisst, die Biobaüerinnen hätten es ind er Hand gehabt, kein Monopol, aber selbst ihre Ware zu bündeln, und zu wissen was das für einen WErt hätte, die "freien Markt" Anhänger kennen wir doch, die konv. Szene fährt doch seit Jahrzenten gut damit.... ;-)(








biolix antwortet um 06-06-2010 21:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
ja helga, endlich kann man sich fachlich wieder mal länger austauschen, udn bei weitem hätte ich mind. 5 Seiten mehr dazu zu sagen..... ;-))


mfj antwortet um 06-06-2010 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?

Biolix, das ganze hättest auch in zwei Sätzen schreiben können...

Die Vermarktung von Bio-Lebensmitteln gleicht immer mehr denen des konventionellen Handels. Ein erbarmungsloser Preiskrieg – entfacht von den Bioverbänden - zwingt die einstige Pionierarbeit auf den gleichen Boden, der früher so „geächteten Marktwirtschaft.
Dabei hatte man den Verbrauchern so großspurig eine Agrarwende versprochen, bei der die Landwirte faire Preise erhalten wenn sie dafür „homöopathische Lebensmittel“ produzieren.

Nichts ist draus geworden. Die Bäuche der Funktionäre werden „viereckiger“ und das ‚System“ zeigt sich als widerlegt .... Ave Bio;




biolix antwortet um 06-06-2010 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
oje lieber mfj, kennst du noch die Biopreise, ich glaube nicht.. aberjeder sieht was so leute wie du dem Biobereich "vergönnen".... ;-))

Und dem sollte man noch weiter was entgegen setzen, von Funktionären die dem System der konv. LW noch einiges entgegen zu setzen haben, aebr wo du recht hast, ist das ein faires System nur schwer auf Dauer zu etablieren, wenn wirs ncith gemeinsam ändern, aber du bist ja ein teil des "alten" Systems... ;-))

lg biolix


alfalfa antwortet um 06-06-2010 22:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Kann es sein, dass im Forum leicht dazu geneigt wird, den Stammtischkampf zwischen Bio und Konv. weiterzuführen? Trotz teilw. unterschiedlicher Produktionssysteme sind Probleme in der Vermarktung und Verarbeitung doch die gleichen nur auf anderer Ebene oder?


Biohias antwortet um 07-06-2010 22:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Es ist ganz klar das die Bio-Produktion in ihren Abhängigkeiten die gleichen Probleme bekommt wie die Konvi's.Und die sind mit Sicherheit hausgemacht. Bei uns in D gibt's dann doch noch keine Monopolstellung eines einzelnen Verbands, jeder hat so seine Spezialgebiete und doch arbeiten alle zusammen. Ich fürchte das sich auch bei uns irgendwann ein Monopol bilden wird, aber die verbände bei uns arbeiten bis jetzt recht gut dagegen.
Ich finds schade das hier im Forum immer so eine hetze betrieben wird, bei jedem anderen Themenbereich können auch alle diskutiern.
das was manche hier geschrieben haben, von wegen 35-40 dt und 20€??
vielleicht sollte man sich überlegen, wenn man viecher hat, mal Qualitätsgetreide zu erzeugen.
wenn ich im schnitt 50 dt E-Weizen gereinigte Ware wegbring rechnet sich des, für den kriegt ma auch a eck mehr wie für Futtergetreide, und ja es gibt auch bei mir in der nähe ''große''
Bio's. Ein Bekannter hat jetz über 500 ha und Biogas, 2000 MS.
Und ich sag euch eins, er hat drei Leute angstellt, und verdient mit sicherheit besser als 80 % der konvi's mit 500ha.
aber 200 ha nebenerwerb??
mit welcher Fruchtfolge geht sowas??? und vor allem geht auch im Bio nicht alles von allein....
ich bin so ca. bei 6 stunden pro ha mit allem ohne Dreschen und des funktioniert recht gut.

ich wünsch euch in Ö auf jedenfall das sich euer Markt wieder etwas öffnet und ihr auch wieder die möglichkeit kriegt euer zeug so zu vermarkten wie ihr wollt.
Mfg und bis Donnerstag
Biohias


biolix antwortet um 08-06-2010 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
mahlzeit Biohias !

ja 50 Euronen die dt ist toll, bei uns warens die Jahre im Schnitt 30 bis 35, aber das sit auch recht gut...

Aber in der BRD so viel ich mti bekomme "machen" die großen Verbände doch auch die PReise, Bioland mit seiner Vermarktungs Gesmbh gibt jedes Jahr Richtpreise bei Biogetreide heraus.. bist du bei einem Verband ?

lg biolix


Tyrolens antwortet um 08-06-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
Wo steht da was von 50 Euro?

50 dt E-Weizen sind in Bio schon die härtere Gangart. Wo kommt der ganze Stickstoff her? ;)
So weit ich es weiß sind die Biopreise in D derzeit nicht so gut. Es soll recht viel Ware aus CZ kommen...

200 ha sind schon möglich. Im betreffenden Fall mit einer recht einfachen Fruchtfolge, ich glaube Rotklee/Gerste/Weizen oder Rotklee/Dinkel/Weizen. So genau habe ich das nicht mehr im Kopf. Aber 40 ha große Schläge sind dabei recht hilfreich.


ALADIN antwortet um 09-06-2010 20:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
"Eine Bündelung des Biogetreides wäre eine tolle Sache. Dies wurde ja schon versucht und wie es geendet hat sieht man leider. Es wurde ein Verbrechersyndikat "Agentur für Biogetreide" gebildet welches, das ist für mich der Oberhammer, auch noch als Bioaustriapartner unterstützt wird. * kopfschüttel*"

Ich kann Frischauf nur zu 100% recht geben.


Biolix!
Wann hörst du endlich auf die Agentur für Biogetreide als bäuerliche Organisation zu bezeichenen. Das ist Verleumdung.

Für einen Eurzeugergemeinschaft in bäuerlicher Hand wäre ich sofort zu begeistern.


biolix antwortet um 09-06-2010 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer beherrscht die Produktion?
50 dt pro ha ist ja noch toller als 50 Euro die dt.... ;-))

ja Aladin, was ist Verleumdung ?

Sag mir einen Biogetreidebündler ausser die EZG OÖ die mehr biobäuerliche Eigentümer hat.. ;-))

lg biolix

p.s. weist schon das neueste, es gibt bald neue "Freunde"... ein Burgenländer mit na ja egal.. ;-))


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