Salz auf gefrorenen Laufgängen

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Fendtfan 04-01-2010 09:36 - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Was macht Ihr bei gefrorenen Laufgängen, streut Ihr etwas Salz, ist Salz für die Klauen geeignet oder gibt es gesundheitliche schäden ?
Oder eine andere Möglichkeit.
Für eine Anregung wäre ich dankbar,



josefderzweite antwortet um 04-01-2010 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
salz ist für die klauen sogar gut. enzieht ihnen wasser und härtet sie dadurch. nur bei übermässiger anwendung wird es dir die gülle nicht danken


mfj antwortet um 04-01-2010 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen

1. deinen Planer, Berater o.Ä. bewaffnet mit Thermostiefeln und Arktisoverall antanzen lassen, und mit Schubkarre und Schaufel in den Stall schicken.

2. wenn du Salz streust - gleich neue Entmistungsfirma anrufen und Angebot einholen.
Alte Anlage wird wie ein beleidigter Elefant reagieren - und Dir es bitter heimzahlen.

3. Radlader oder Traktor mit Schneeschild bereit machen.

4. über Baufehler nachdenken: Beschreib mal deinen Laufgangaufbau, Temperaturverhältnisse im Stall, Wind-und Luftverhältnisse und Häufigkeit des Problems im Laufe eines Jahres.





tch antwortet um 04-01-2010 13:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo mfj

Was kann der Berater dafür das es in einem (vermutlich) Kaltstall reinfriert?
Nach dem auftauen und abschieben kann ein Schrapper gereinigt werden, auf den meisten LW Betrieben gibt es sogar Wasser!
Radlader und Traktor sind nicht geeignet um ein Dünne Eisschicht abzuhobeln.
Baufehler? Laufgang eben oder mit leichten Gefälle friert eben an, genauso wie es auf den Strassen auch passiert.
Temperatur vermutlich unter Null Grad
Wind spielt natürlich eine Rolle
Luftverhältnisse? was könnte damit gemeint sein...

lg
tch


stoariedlbauer antwortet um 04-01-2010 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
wenn die laufgänge einmal gefroren sind hilft dir ein wenig salz nicht!

scheisse friert ab ca -10 grad fest - ich halte mich an den wetterbericht und streue wenn solche temperaturen angesagt sind schon vorher salz auf die laufgänge, die gänge sind dann locker mit dem schieber zu reinigen. das funktioniert bis ca -18 - 20 grad, ab dann heißts warten bis es wärmer wird.

oben genannte vorschläge sind wohl von keinen praktikern?!


tch antwortet um 04-01-2010 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Komisch bei uns in der Gegend friert die Scheisse schon bei weniger Minusgraden...

Der Schmäh von Dir- der klappt genau einmal...:-)wenn überhaupt- Du streust bevor es friert- die Kühe scheissen drauf und schon gefriert es nicht...?
Villacher Fasching ist bald

tch Viehloser Nichtlandwirt



mfj antwortet um 04-01-2010 17:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen

Nun tch, ein Kaltstall funktioniert bei Minusgraden nur - wenn einige Dinge beim Bau beachtet wurden. Und hier sind solche "Kasperle" wie der Stoariedbauer wenig hilfreich. Weil dann werden Fehler wieder und wieder und immer wieder gemacht. Und jeden Bauern den man fragt - sagt: Es geht schon....

Leider haben Entmistungsfirmen nicht das "Know How" für Kaltställe, Ihre Berater und Werksreisende gehören bei minus 20 Grad mal in so einen Stall 3 Tage eingesperrt.
Nur dann würden sie dazulernen - und ihre Kunden hoffentlich richtig beraten.

Salz ist höchstens für Querkanäle geeignet die als Treibkanal oder Schwemmkanal abfliessen. Da sind aber schon hohe Gaben erforderlich, um überhaupt was zu bewirken...

Mit Wasser lieber tch, kann man Schlittschuhbahnen machen, von meinen Kühen kann noch keine Skaten - vielleicht können das Biokühe....


tch antwortet um 04-01-2010 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo mfj

Danke für die Info, Du hast dabei eine Kleinigkeit überlesen...ich habe geschrieben das man Schrapper reinigen kann- von der Lauffäche war nicht die Rede.
Klar kann man Laufstelle auch so bauen das es nicht reinfriert- ds ist allerdings nicht Sache der Vertreter- in den nordischen Länder gehts auch habe ich mir sagen lassen.

Das man ein Bauer vom anderen belogen wird ist bekannt, immerhim möchte keiner Fehler zugeben- Ausnahmen gibts!!
Es haben auch Tränkebeckenvertreter nicht das Know How für Kaltställe.
Die Kammerberater auch nicht...
Wer dann? Du?

Dann leg mal los..
Wie baust Du eine Planbefestigte Lauffläche so dass diese beim nahe an der Aussenwand liegenden Abwurfschacht nicht anfriert?
Habe jetzt mal einen offenen Stall gesehen- überdacht dreiseiten Mauern- südost Seite offen.
Planbefestigt wird mit Hoftrac abgeschoben- derzeit nicht weil alles angefroren ist. Da hat der Berater diese Flasche 100% versagt, ich weis zwar nicht was er besser machen hätte können
Seehöhe ca. 800 Meter, immer Wind.
Wie kann so etwas passieren?
Was würde sich in dem Fall anbieten? Bodenheizung mit Furzgas.
Mit einer guten Lösung könntest Du sicher gutes Geld verdienen- der Betriebsleiter ist schon am verzweifeln!

Tränkebecken- Thermotränker aus PVC mit beheizbarer Zuleitung, Bodenverlegung war aus diversen Gründen nicht zulässig.
Habe leider vom Stall und Einrichtung keine Ahnung- also hilf bitte einem Ahnungslosen etwas weiter

lg
tch


josefderzweite antwortet um 04-01-2010 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
@mfj

Dann erzähl uns doch einmal das glorreiche (Bau-)Geheimnis eines Kaltstalles.


0815 antwortet um 04-01-2010 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Wie ist das mit den fixen Rührwerken, wo auch gepumpt werden kann damit, wegen dem Salz? Gülle ist ohnehin schon sehr aggressiv, wie ist das, wenn auch Salz noch dazu kommt? Wird die Lebensdauer der Rührwerke, und auch anderen Teilen, die mit dem Salz in Berührung kommen, auch nicht erhöhen, oder ist die Gülle eh ohnehin schlechter als Salz? Wie wirkt sich das oftmalige streuen von Salz auf die planbefestigten Böden aus? In meiner Autogarage ist der Betonboden schon sehr in Mitleidenschaft gezogen, weil der Salzmatsch dauernd auf den Boden rinnt!


mfj antwortet um 04-01-2010 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo tch,

ich kenne dich ja nun schon eine Weile aus dem Forum. Ich weiß dass du ganz schön wild werden kannst, wenn man dir was unterstellt. Nun, das ist nicht meine Absicht.

So wie ich es mitbekommen habe, bist du auch in einer nahen Berufs-Branche der Landwirtschaft tätig.

Kaltstall ist neben der Ökoszene mein absolutes Lieblingsgebiet, erstens mal - weil zu diesem Thema genauso viel gelogen und gebogen wird, alles wird hochgelobt und die Minusgrade können nur so purzeln.... und zweitens weil ich seit 25 Jahren selbst einen Kaltstall habe, in einer absoluten alpinen Region.

Ich war auch Beratungsgeschädigter und habe mit viel Aufwand und Kosten jetzt endlich einen funktionsfähigen Kaltstall der in fast jeder Temperatur funktioniert.

Es gibt ein paar Eckpunkte dafür, ohne die es meiner Meinung nach nicht geht.
Dabei ist natürlich zu unterscheiden, welche klimatischen Verhältnisse das ganze ausgesetzt ist. Ich habe mir seinerzeit in Überlingen (eines der wärmsten Gegenden in D) Kaltställe angesehen, die würden bei uns nie und nimmer passen.
Dann ist die Art der Entmistung von Bedeutung, ich gehe davon aus – das mechanische Seilzug-Anlagen der Standart ist.

Wenn Anlagen direkt in die Gruben schieben, ist man ein großes Problem von Fliessfähigkeit, bzw. Einstreuvermischungen los, und kann auch gefrorenen Mist von den Bahnen abschieben.
Die großen Nachteile dieses System´s sind: Sie sind auf der Stallseite fast nicht erweiterbar, und haben keine Tor durch Tor befahrbare Durchfahrt für Notfälle und sonstige Wartungsarbeiten.

Die meisten Anlagen – zu gerne auch von österr. Firmen angepriesen – haben einen Querkanal mit Treibmist oder Schieber-Schwemmkanal Richtung Grube.
Die Querkanäle sind allermeist von Ihren Dimensionen viel zu klein.
Mein Querkanal hat 3 m Tiefe und 4 m Breite.
Ich kann drei Wochen lang von drei Bahnen abschieben, ohne dass ein Mäuschen mit dem Schwanz wackelt, selbst wenn nichts abläuft.

Das nächste ist die Lage des Querkanals. Alles baut den Querkanal am Ende des Stalles – liebend gerne noch außerhalb des Stalles. Wer einen festgefrorenen Kanal mal mit Bickel und Schaufel aufgemacht hat, wünscht seinen Berater nicht nur alle Heiligen vom Himmel...

Der Querkanal gehört in Stallanfang. Erstens ist hier meist der größte Wassereinlass von Melkstand und MK sondern auch die temperiertesten Grade eines Stalles. Außerdem lässt sich der Stall einfach und kostengünstig erweitern.

Das nächste Problem sind die Laufflächen. Bei Kaltställen darf die Bodenfläche nur aus Beton bestehen – kein Gussasphalt oder Gummi usw.
Das sind Isolierschichten die die Bodenwärme abschirmen und den Mist um ca. 5 Grad früher gefrieren lassen.
Ich habe jahrelang im gleichen Stall unterschiedliche Laufflächenbeläge getestet, und diese Feststellung gemacht. Die Stallberater von Firmen und ABB sowie LWK streiten das nach wie vor heftig ab, und jagen den Bauern Ihr Glaubensbekenntnis über rutschfeste Böden ein.
In alpinen Lagen herrscht bei Kälte eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit (derzeit bei uns bei –11 Grad bei 69 % relative Feuchte. Der kalte Mist ist sehr schnell ausgetrocknet und fest – ich muss auf absolute Zugfreiheit und Winddichtheit achten, da sonst dieser Prozess noch beschleunigt wird.
Die allseitig offen Wetterhütten - nach dem Klassiker "vom Winde verweht" sind nur in absoluten Gunstlagen machbar, oder haben ein Entmistung mittels Hoftrac und Radlader.

Über Tränkebecken, Melkstand usw. will ich mich hier gar nicht auslassen, wenn ein Eintrag zu lang wird – liest in sowieso niemand mehr.


P.S. ...von Pumpgülle, Spülanlagen und mechanischen Querförderanlagen halte ich persönlich garnichts. Hier spiegelt sich die technische Machbarkeit über die finanzielle Vertretbarkeit....


tch antwortet um 04-01-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo mfj

Du bist bisher der einzige der Antworte wenn es mal etwas mehr in die Materie geht...bei solchen Themen steigen die LW Profis immer aus....warum wohl?

lg
tch

morgen kommt der Rest..:-)


Igel antwortet um 04-01-2010 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
frage zum kanal 40 kühe 2bannen wie breit und tief soll ich machen schieber oder staunasse kaltstall ohne pumpe in grube nur grassillage 7000l bio mfg igel


mfj antwortet um 04-01-2010 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen

Ja Igel, ganz versteh ich deine Ausführung nicht, aber ich versuch mal zu antworten.

Den Querkanal so tief wie möglich, Breiten über 4 m bringen nichts - weil die Dickstoffe sich an die Wand drängen.

..zuklären ist ob du streulose Hochboxen oder Sand bzw. Einstreu-Tiefboxen machst - danach muss der Kanalabfluss gewählt sein.




Igel antwortet um 05-01-2010 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
an mfj tiefboxen mit stroh neubau kanal t 1,5x1,20 b oder wie bei hartmann 0,5x200 mit halbschale oder schieber oder staunase? bitte um rat


kraftwerk81 antwortet um 05-01-2010 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
wo liegt das problem wenn mal 1-2 wochen nicht abgeschoben wird? meinen kalbinnen im kaltstall ist das wurscht. wenns wärmer wird kommt halt mal a bisserl mehr gatsch zomm



biolix antwortet um 05-01-2010 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Danke Kraftwerk ! ;-))))

haben die komplette Entmistung vor 6 Jahren raus gerissen, wenn es jetzt das es mal alle verstehen ;-))) 5-6 tage über -10 Grad hat, gefriert auch der Laufgang im Kaltstall, und dann wird halt wo normal alle 4 Tage mit dem Bobcat durchgefahren wird, mal 2 Wochen nicht gefahren, dann kommt auch in einer der kältesten Gegenden von Ö das tauwetter wieder.. ;-)))

lg biolix


mfj antwortet um 05-01-2010 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen

Ja Igel, bei Tiefboxen mit Stroh hast Du immer Einstreu-Eintrag mit dabei.

Wie ein Stroh-Gülle-Gemisch im halbstarren Zustand (im Winter/Kaltstall) abzieht, muss auch nicht weiter erklärt werden.

Halbschalen leiten halb gefrorenes leichter weiter, als Treibmistkanäle und Schieber müssen immer im richtigen Füllstand geöffnet werden - sonst ist das Dünne weg und das Dicke bleibt. Außerdem klemmen die Schieber oft nach mehreren Jahren, da muss man schon "Klärwerk Qualität" einbauen - um da Ruhe zu haben.

Nochmal´s Igel: Wenn schon kein direkter Güllegruben-Eintrag möglich ist, achte darauf dass der Querkanal nicht im Aussenbereich ist, besser noch in Melkstand und Mk Nähe.
Die Bahnen von Jungvieh und Liegeboxen immer an Abflussnähe, weil hier der dickste Mist anfällt. Die Bahn mit dem dünnsten und reinsten Mist immer an den Anfang - damit er schiebt.

In Kaltstaulagen wo wochenlang Dauerfrost herrschen kann, braucht man einen Vorratsquerkanal für ein Kaltstall, der zum zwischenlagern geeignet ist.

@Kraftwerk ... wenn in einem Querkanal mal gefrorenes liegt, reicht ein warmer Wettersturz nicht aus - um es wieder fließfähig zu machen. Wir hatten 1992 mal 4 Wochen Dauerfrost mit -20 Grad, da brauchst du Gemsen nicht Hochleistungs-Milchkühe die über Mist-Klippen balancieren.
Ich sage ja darum: Einen Kaltstall so bauen, das eine Tor durch Tor Durchfahrt möglich ist, wo man mit einem Radlader durchschieben kann.
Und Jungvieh ist nicht Kühe, lieber Biolix - Regionalliga u. Profiliga sind zwei paar Schuhe.




biolix antwortet um 05-01-2010 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
oje mfj, von "Profiliga" bist du, nach deinem 1. Eintrag weit oben, weit weg, jetzt willst alles wieder "gut" machen, wer kauft grad dir das ab.. ;-)))))

Apropos, 1995, da hatten wir auch noch Winter, aber es gitb ja keinen Klimawandel.. ;-)))

lg biolix

p.s. komisch, wir fahren falls es "Regionalliga" ist, sehr gut damit, aber ich kenne auch Ställe die glauben in der "Profiliga" zu spielen, und "hundsen" sich ganz "toll" ab, komisch.. ;-)))
A


walterst antwortet um 05-01-2010 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Jungvieh ist nicht Kühe....

Das ist sicher ein Grundsatz, den man beim Kaltstallbau sich eintätowieren lassen muss.

WAs bei mir seit 15 Jahren im Tretmist-Außenklimastall für Jungvieh, Ochsen, Trockensteher gut funktioniert, würde ich SO für die Milchkühe nie machen.

Im übrigen kann ich die Empfehlung abgeben, sich mfjs Ratschläge zu notieren.
Zufällig habe ich vorgestern mit einem Kumpel über die Schwierigkeiten eines Neubaues in der Nachbarschaft diskutiert, wo fast für jedes von mfj angesprochene Problem die Bestätigung erbracht wurde.


Tyrolens antwortet um 05-01-2010 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Biolix, über dein Bild vom Klimawandel sprechen wir am Montag wieder. Ich hoffe, du hast Schneeketten. ;)

Was bei Frost auf jeden Fall hilft, ist, den Schieber deutlich öfter fahren zu lassen. Das geht bis so ca. -5°C bis -10°C recht gut, so lange man zugfrei ist. Danach ist zumindest bei uns Ausnahmezustand. Das zeug friert einfach sehr schnell an den Spalten an. Die Kanäle selbst waren bei uns nie ein Problem.


MUKUbauer antwortet um 05-01-2010 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
hi

bei Problemen hilft auch Harnstoff streuen - besser als Salz mit 2 Säcken sind wir bis dato immer ausgekommen

@ mfj wir schieben mit dem Schrapper direkt in die Grube - haben aber wegen dem Traktorbefahren gute 6m zwischen Stall und Grube - dort brauch ich Harnstoff weil die Schiene zuwächst - aber heut würd ich eher die Grube ein Stück unter den Stall stellen und fertig





stoariedlbauer antwortet um 05-01-2010 15:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
lieber mfj!

der "kasperle", wie ich von dir genannt wurde hat seit 15 jahren einen außenklimastall. und ich hab bis jetzt noch alle kälterperioden ohne wesentliche mehrarbeit überstanden. probiers einfach einmal und du hättest dir deine umbauten erspart!
ist klar einen zugefrorenen querkanal wirst mit ein paar kilo salz nicht aufbringen! aber die ursprüngliche frage war zum thema laufgang und da bring salz streuen sehr viel!

sonst kann ich deinen ausführungen zum thema querkanal nur voll zustimmen!


joih antwortet um 05-01-2010 20:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
hi
Salz?? hält das denn der Beton aus?? er ist zwar Säurebeständig aber um Salz anwenden zu können müsste man die Güte eines Autobahnbetons brauchen. oder Asphalt
lg joih


Igel antwortet um 05-01-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo mfj wie soll ich in die Grube unten o oben mit der Gülle wegen einfrieren ist ein Kanal mit 1,5mx1,2m breite richtig? für 40Kühe mfg igel


mfj antwortet um 05-01-2010 21:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo Igel,

Ich habe bei mir daheim beide Varianten. Einen Querkanal – ausgelegt als Treibmist, mit Staustufe mit obiger Güllegruben-Einbringung, und einen Querkanal mit Halbschale mit „Geruchsverschließender Bodeneinbringung“ in die Güllegrube.

Das zweite funktioniert ideal, auch mit zähem Mist – wenn Du folgende Dinge berücksichtigst.
Mindestabwurftiefe - Minimum 2 m
50 er PVC Rohr einbetonieren, bei den Abwurfschächten aufschneiden und Abwurfkasten „konisch“ (unbedingt) auf 2m Breite, auf Niveau +/- 0,00 aufbetonieren.
Ab dem letzten Abwurfschacht UNBEDINGT ein Gegengefälle einbauen, das dir das „Dünne Material“ nicht abhaut...






steyrm9000 antwortet um 30-01-2010 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo!

@mfj!

Finde deine Ansätze zum Kaltstall ganz gut!

Bin selber schon etwas am verzweifeln bei diesen Temparaturen der letzten Tage!
Wir haben auch einen Kaltstall gebaut, selber versteht man noch nicht alles, und anscheinend ist es so, wenn man zu den Kollegen ins ansehen fährt dann ist keiner wirklich ehrlich (zumindest jetzt im nachhinein gesehen!)
Bin auf fast 900m Seehöhe und habe heuer die größten Probleme mit dem Wasser, Ausmisten funktioniert komischerweise heuer noch ohne größere Probleme (bis jetzt)!

Ich bin jetzt schon soweit, das ich sicher keinen Kaltstall mehr bauen werde, passt einfach nicht in unsere Region!
Mich würden noch ein paar Planungsansätze von euch interessieren, bzw. wie geht es euch in den Kaltstallungen wirklich!

Danke!

MfG. ston150


mfj antwortet um 30-01-2010 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen

Hallo ston150,

Du müßtest Dein Problem mit dem Wasser genauer beschreiben.
Meinst Du das Tränkwasser, das Reinigungswasser in Melkanlagen und Stall, oder den Harn der Kühe...
...und was ist damit ?

Ich denke es gibt für jeden Stall Lösungsmöglichkeiten, die Frage ist - hat man noch die Kraft Veränderungen vorzumehmen, oder hat man bereits resigniert.

Kaltstall braucht vorallem auch eines - und das ist Eingewöhnung. So wie Kühe die Umstellung von Anbinde- in Laufställe aushalten oder auch nicht, so ist für den Betriebsführer die Einstellung zum Kaltstall ganz wichtig.
Man muss in gewisser Weise ein Technik-Freak sein, um Sachen die nicht funktionieren zu adaptieren, wer nur der Tier-Freak ist - tut sich sehr schwer.

Die MuKuhalter, Exentsivzüchter, Ofenschläfer und Wurschtegal-Bauern sind eben kein Maßstab. Die verbringen eben mal 2 Stunden am Morgen und 2 Stunden am Abend im Stall, sehen Mistberge, gefrorene Tränkebecken und arschglatte Laufgänge nicht, das geht bei einer Milchleistungsherde mit ordentlichen Ergebnissen natürlich nicht.

Das ganze braucht auch ordentlich mehr Futter, wenn man kühle Kühe füttert. Ich würde nicht sagen, das es Leistung kostet - aber die Futtervorlage muss stimmen.

Ich habe z.b. die kühle Wasservorgabe geändert, und siehe da, 95 % der Kühe saufen ausschließlich aus dem temperierten Becken. Die Anlage ist denkbar einfach. Ich habe in ein schwimmerbefülltes Becken einfach einen Kälberwärmer reingestellt. Es erhöht die Wassertemperatur umgut 5 Grad.
Stromkosten sind mir da egal, ich sehe keine Kuh sich mehr schütteln...und das ist es mir wert.







walterst antwortet um 30-01-2010 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
was sind denn die Probleme in deinem Stall ston?
welche tränken und wie sind die Leitungen verlegt?
Welche Frostschutzmaßnahmen hast Du getroffen und warum funktionieren sie nicht?


Gator001 antwortet um 30-01-2010 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Aussage zum thema des threads,

Streue selbst, wenns wirklich mal reinfriert (wie schon von Kol. MUKUBauer) gesagt Harnstoff, funktioniert sehr gut, bei Angst vor einem Schaden am Beton Schlage ich dir CalciumClorid vor, Nachteil es sind flocken und tauen nicht flächendeckend ab, jedoch funtioniert beides sehr Gut, jedoch bevorzugen kannst du mit sicherheit den Harnstoff!

Ansonsten baulich gesehen muss es ja nicht immer gleich verändert werden!

:) Archimedes 207 v.Chr.

Mach aus dem, was du hast, das Beste, wenn du kannst!



steyrm9000 antwortet um 30-01-2010 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Salz auf gefrorenen Laufgängen
Hallo!

Ich selber bin aber Muku Halter...mir ist das schon auch wichtig das alles passt!
Finde auch das Muku immer zu extensiv angesehen wird, jedes Tier braucht seine Zeit und seine Pflege!-aber das ist hoffentlich nicht das Thema und es sollte ja jeder Stall funktionieren nicht nur der Milchviehstall...oder?!

Mit Wasser habe ich gemeint...Trinkwasser.

Tränkebeken von Suevia (geheizt und auch der 1m Leitung ist geheizt)
Leitungen sind Isoliert aber Frei im Stall verlegt (Oberputz) da es großteils ein Umbau war!

Das Problem ist wenn es wirklich Kalt wird (unter -15) dann bildet sich bei den Wannen eine Eisschicht und die Tiere trinken wahrscheinlich seltener oder gar nicht mehr (immer bei Nacht) und dann frieren natürlich schön langsam auch die Leitungen (diese Woche bei -25 Aussentemp) zu...
Auftauen ist dann schwierig!-braucht meist 1-2 Tage + Temperaturen bis wieder alles ohne Probleme läuft.

Schön langsam frage ich mich was so ein Kaltstall überhaupt für einen sinn haben soll?
Tiere brauchen mehr Futter da ja Erhaltungsbedarf größer wird und die Gefahr steigt von verletzungen weils dann meist irgendwo Glatt wird...

Meine Meinung derzeit ist das der Optimale Stall im Winter nicht unter +5 und im Sommer auf max. +20 temperiert sein sollte...
Belehrt mich eines besseren...bin für alles offen!

mfg.


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