es gibt genug Lebensmittel für alle

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  09-12-2009 14:39  dblondeau
es gibt genug Lebensmittel für alle
siehe Interview in der Zeit:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/welternaehrungsgipfel-wiggerthale

"Es gibt genug Lebensmittel für alle"

Vor dem Welternährungsgipfel: Spekulanten machen das Essen zu teuer für viele Menschen in armen Ländern. Selbst Bauern hungern, beklagt Oxfam-Expertin Marita Wiggerthale.

Ja, es ist genug für alle da. Aber viele Menschen können sich Lebensmittel nicht leisten, weil ihre Löhne zu niedrig sind oder weil sie keine fairen Preise für ihre Ernten bekommen. Wir müssen die Abhängigkeit der armen Länder vom Weltmarkt verringern und dafür sorgen, dass die heimische Produktion gestärkt wird. Das ist doppelt gut: Denn das bedeutet höhere Einkommen für Kleinbauern und mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum.


  09-12-2009 14:53  fgh
es gibt genug Lebensmittel für alle
Wer's glaubt wird.... viel Spaß...

Höheres Einkommen für Kleinbauern... :-)

  10-12-2009 07:23  josefderzweite
es gibt genug Lebensmittel für alle
"genug lebensmittel für alle" --> nur die verteilung funktioniert net.

  10-12-2009 09:08  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@dblondeau

höheres einkommen für kleinbauern bedeutet umgerechnet immer: wesentlich höheres einkommen für größere bauern, das ist einfache mathematik.

wenn wir unsere kleinbauern erhalten wollen gibt es als lösung: die förderungen dahingehend umschichten, dass jeder bäuerliche betrieb eine grundsicherung bekommt und der rest aus dem topf pro HA usw. verteilt wird.

ich hoffe der mfj nimmt das als zukünftiger landwirtschaftsminister in sein programm.


  10-12-2009 09:11  biolix
es gibt genug Lebensmittel für alle
ja Peda, darum ist/wäre ein kombiniertes Modell gar nicht so schlecht, in einer ökosozialen Marktwirtschaft... ;-)))

lg biolix



  10-12-2009 09:28  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@biolix

auch weil der gaul namens boden die peitsche nicht mehr so stark zu spüren bekommen würde indem man auf teufel komm raus produziert
... und andererseits weil querfinanzierung und nebenerwerb nicht mehr so das muss wäre.

sollen doch die faulen auf den arbeitsmarkt.

da fällt mir gerade ein, was sollen sie dort ;-)))

  10-12-2009 10:22  50plus
es gibt genug Lebensmittel für alle
@Moarpeda

Welche Größe zählt für dich zu den Kleinbauern?
Meinst wirklich, dass irgendjemand interessiert ist, die Kleinbauern zu erhalten?

Denk an die Großkonzerne, mit wieviel Geld die gesponsert werden, weil ja sofort mit dem Verlust von Arbeitsplätzen gedroht wird.......
Die Großbauern produzieren um ein Eck mehr und tragen dadurch zum "billig gedeckten Tisch" viel mehr bei, also werden die in erster Linie erhalten........
Zuerst sterben die Kleinen, dann sind die Mittleren die Kleinen......usw.....

Wachsen oder Weichen, das Rad dreht sich weiter, wonnst net onzahst, bist hin.....

O.k. ich gehör nicht grade zu den Extremoptimisten - geb ich gerne zu.

lg
50plus

  10-12-2009 10:24  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Gut, dann wird sich aber ein Tischler der weit oben am Berg seine Werkstatt hat auch denken, ich habe ebenso weite Transportwege und sonstige Probleme aufgrund der Lage meiner Firma - und außerdem kaufe ich den Bergbauern auch noch teuer ihr Holz ab - ich will auch eine Grundsicherung, weil ich genauso viel für diese benachteiligte Region mache, vor allem auch weil bei mir in der Firma 5 Nebenerwerbslandwirte arbeiten, die sonst nirgendwo unterkommen würden.
Das gleiche wird dich der Volksschullehrer denken, der sich extra für seinen Job in der Bergvolksschule ein Auto kaufen muss und ganz zu schweigen vom Tierarzt, der 50% seiner Arbeitszeit im Auto verbringen muss weil es von Tal zu Tal eben keine direkte Straßenverbindung gibt.

Es hängt halt alles mit allem zusammen.

Im Übrigen ist intensives produzieren mehr eine Mentalitätsfrage. Oder habt ihr euch schon mal überlegt warum im Westen die höchsten Milchleistungen von Bergbauern ermolken werden?

  10-12-2009 10:38  Christoph38
es gibt genug Lebensmittel für alle
@ tyrolens
Was uns alle teuer zu stehen kommt, ist weniger der Tischler am Berg oder der Lehrer an der Landschule oder der Tierarzt im Auto. Effizienzprobleme gibt es überall und es ist eine Illusion zu glauben, dass irgendwo so gearbeitet wird, dass praktisch jeder Handgriff produktiv ist.

Das grosse Problem ist, dass der Anteil der Bevölkerung die NICHTS tun, als ihre Rechte einzufordern, immer grösser wird.

Bald werden auch noch die Einbrecher darauf verweisen, welch wichtige volkswirtschaftliche Funktion sie haben, da sie den Konsum gleich mehrfach stimulieren (Ersatzbeschaffungen der Opfer und eigener Konsum). ;-)

  10-12-2009 11:07  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Stimmt natürlich, Christoph. Man muss sagen, das haben die Kommunisten ja immer gut kaschiert. Da ist jeder in die Arbeit gegangen, auch wenn er dabei nicht produktiv war. ;)
Gut, bei den Chinesen sieht das anders aus. Deren Heerscharen von Wanderarbeiten bringen tatsächlich ganz reelle Leistungen.
Bei den Leuten die nichts tun und trotzdem Geld vom Staat bekommen kommt ja oft das Argument, dass die ihre Sozialleistungen sowieso wieder zu 100% in die Volkswirtschaft pumpen und somit in etwa die gleiche Wirkung haben wie sonstige Subventionen oder Straßenbau. Was man dabei aber nicht vergessen darf ist, wohin dabei das Geld geht. Eher zu Mediamarkt und Sony als zum örtlichen Tischler. Man kann nun mit dem Argument kommen und das streift auch bissl die Förderungsproblematik der Landwirtschaft in sog. benachteiligten Regionen, dass man dann einfach diese Sozialleistungsempfänger für den Staat arbeiten lassen kann. Ich fände diesen Ansatz nicht so schlecht, wenn man dabei nicht wieder in die Effizienz/Sinnloigkeitsfalle tappt.
Ist euch eigentlich nicht aufgefallen, wie träge die Menschen werden, wenn sich in deren Köpfen die Hängemattenmentalität eingeschlichen hat, wenn man weiß, dass es egal ist was man macht, weil das Geld sowieso am Jahresende am Konto eintrudelt. Egal ob man etwas sinnvolles gemacht hat oder nicht.
Vielleicht noch was zum Thema benachteiligte Gebiete. Wir haben hier auf einer Fläche von ca. 80x15 km 600.000 Einwohner die überwiegend zu den Besserverdienern gehören. Massenweise Kundschaft also direkt vor der Haustüre. Und das soll ein benachteiligtes Gebiet sein?



  10-12-2009 13:13  Bioziege
es gibt genug Lebensmittel für alle
hi christoph 38
was einbrecher anbelangt hat die EU kommision es verboten ,diebe ,einbrecher, betrüger,als solche zu betiteln.(wegen psychosache oder so ähnlich).seither haben die eine eigene berufsbezeichnung.= manager für eigentumsveränderungen.hi hi
mfg bioziege

  10-12-2009 19:34  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@50plus

ich würde sagen ab 20 hektar sollte eine landwirtschaft in den genuss der grundsicherung kommen, das waren früher landwirtschaften die durchaus lebensfähig waren.
was unter 10 hektar ist sollte förderung pro hektar bekommen einerseits, weil es nie lebensfähig war und andererseits als zarter anreiz zum wachsen.

@tyrolens

der tierarzt und der lehrer kann sein kilometergeld von der steuer absetzen und wahrscheinlich sonstiges als werbungskosten.

der herr lehrer hat überdies seinen sicheren job bei dem er sich weder von der arbeitszeit her noch sonst einen haxen ausreißt.

der tischler am berg, falls es ihn noch gibt hat zwar die transportwege aber dafür sind seine kunden vor der haustür.

der tierarzt ist auch inmitten seines kundenkreises, du holst auch keinen aus der nächsten großstadt.

ob du nach der peitsche verlangst ist auch eine mentalitätsfrage.

wenn für einen arbeiter eine gewisse jahresarbeitszeit als selbstverständlich gilt und der davon leben kann sollte das auch dem bauern sein gutes recht sein.

wenn ein bauer oder arbeiter überstunden macht ist das seine sache, aber wenn ein bauer überstunden machen muss um gerade zu überleben ist das von der gesellschaft nicht fair und dem bauern nicht zumutbar.



  10-12-2009 20:07  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Peda, dann kommen wir aber wieder auf einen Punkt zurück und das ist das Recht auf eine wirtschaftliche Existenz, das es ja nicht gibt.

Letztlich stellt sich die Frage sowieso nur wie folgt: Will sich der Staat/die EU landwirtschaftliche Strukturen wie wir sie jetzt haben leisten, oder nicht.
ich glaube fast, man hat die Hoffnung, dass sich unsere Strukturen irgendwann durch höhere Verkaufspreise selbst erhalten kann, aufgegeben.

Ich wollte damit nur sagen dass die Landwirte nicht die einzigen sind, die mit ihren Strukturen zu kämpfen haben. Ich finde diese landwirtschaftszentriertheit schon problematisch. Und die EU reagiert ja scheinbar in Zuunft darauf, in dem die Regionalförderung ausgebaut wird.
Was hilft dir ein schönes Einkommen als Landwirt wenn gleichzeitig die Nicht-Landwirte abwandern, Schulen, Wirtshäuser und Geschäfte in deinem Dorf geschlossen werden? Und hier kannst du jetzt nicht einfach mit dem Argument kommen, dass die Landwirte mit ihrem dann höheren Einkommen um so viel mehr konsumieren/ausgeben. Denn so viel wie in anderen Branchen wird man als Landwirt nie verdienen.



  10-12-2009 20:44  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@Tyrolens

ein zitat:

"Denn so viel wie in anderen Branchen wird man als Landwirt nie verdienen."

dieser (nicht ausschließlich dein) fatalismus zieht sich durch die ganzen forumseinträge, er ist schon fast wie eine sich selbsterfüllende prophezeiung.

es ist ja auch sooo praktisch, der bauer kann eh nicht (bzw kaum) davonlaufen und die tradition und anderes mehr lassen ihn halt auch unter schlechten bedingungen weiterhackeln.

da du ein schlauer bursch bist, könntest du ja einmal durchdenken: was wäre wenn die förderungen wie vorgeschlagen umgestellt würden ?

das der bauer deswegen, weil er mit anderen berufsgruppen gleichgestellt wird (in punkto arbeitszeit), unverdient in diesen genuss kommt kannst du gleich einmal weglassen.

so viel selbstbewusstsein solltest du ihnen zugestehen, ..... und die sklaverei gibt es angeblich in europa nicht mehr.





  10-12-2009 20:59  leitnfexer
es gibt genug Lebensmittel für alle
@Tyrolens

Du scheinst das Eine nicht zu bedenken: Der Bauer verdient zwar idr nicht so viel wie ein Arbeiter, aber er macht sehr viel Umsatz! Deshalb gibt er auch sehr viel aus.
Auch kleinere Landw. Betriebe haben gleich mal über 100.000 Euro Umsatz pro Jahr, während ein Hackler kaum über 25.000 kommt!
Was dem Bauern als Privatentnahme bleibt, ist der Wirtschaft fast egal, da bei diesem Produkten vorwiegend die Menge zählt, und viele sind die Bauern ja eh nicht.

  10-12-2009 21:03  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Peda, ich muss präzisieren: Nicht so gut verdienen bedeutet für mich im Mittelfeld zu liegen. Aber wenn ich dann zb den Sprengelarzt heranziehe, oder eben den Tierarzt. Oder einen Hotelier, Gastwirt. Verstehst was ich meine: Landwirte werden immer tendenziell weniger verdienen als andere Selbständige/Unternehmer. Jedenfalls dann wenn sie von der von euch angedachten Grundsicherung leben.
Klar gibt's genügend Ausnahmen. Ich habe einen Nachbarn, der stark in der Direktvermarktung tätig ist, einen anderen der Immer vermietet. Nur, das sind ja dann Zuerwerbler.
ich hab das mehr auf Vollerwerbsbetriebe die derzeit hart an der Grenze sind, umgemünzt. Bergbauer mit 15 Milchkühen o.dgl.


  10-12-2009 21:05  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Leitnfexer, welche Ehre. ;)

Ja, der Umsatz ist groß, aber wo gehen die Ausgaben hin? Eher nicht in die Region, sondern ins Lagerhaus. Denk einfach mal drüber nach: Was hast du in letzter Zeit in deiner Region in Auftrag gegeben?

  10-12-2009 21:19  leitnfexer
es gibt genug Lebensmittel für alle
Hallo! (iskaehrmitmir)

Der größte Brocken ging an die(regionale) Bauwirtschaft. Die Tankstelle lebt gut von mir. Der Landmaschinenhändler mit Werkstätte auch(sind ja regionale Arbeitsplätze).
Schlägerungsfirmen haben so einiges Abgekommen, die Kfz Branche lebt auch gut von mir(ok, da kann maner Arbeiter auch mithalten), die Moklerei/Milchtranporteu, natürlich so Sacherl wie BH, Finanzamt, Kammer, BBk usw.(auch das sind ja Arbeitsplätze).

Mit dem LH hab ich eher weniger zu tun, da bestell ich schon mehr von Onlineversendern(auch die meisten zumindes aus Ö).
Aber auch dort werden ja heimische Arbeitsplätze gesichert, oder?(habt ihr im Lagerhaus Fremdarbeitskräfte??)

lg
leitn

(bin ja eh schon wieder dahin...)

  10-12-2009 21:22  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
was soll der leitnfexer und alle andern in auftrag geben, ohne geld ka musi, es sei denn sie finanzieren sich quer?

es ist beschämend, dass die bauern alles mögliche noch dazu angehen müssen, um die andern ernähren zu dürfen.

ich hab gestern einen lotto dreier gemacht, € 5.- bin jetzt heftig am überlegen, es stünde einiges an ;-))

  10-12-2009 21:24  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Und wenn man das Geld hat ist es so wie bei uns, dass man so ziemlich alles selber macht. Die Bauwirtschaft sieht dabei ziemlich durch die Finger.

  11-12-2009 08:33  Christoph38
es gibt genug Lebensmittel für alle
Ob da nicht die Fantasie mit euch durchgegangen ist, denke ich mir, wenn ich lese:

€ 100.000,- Umsatz hat bald mal ein kleinerer lw. Betrieb oder
Bauern liegen im Mittelbereich vom Einkommen (Sprengelarzt, Gewerbetreibender, Gastwirt etc)

Nach meiner Wahrnehmung gibt es kaum landwirtschaftliche Betriebe die € 100.000 Umsatz erzielen. Wo sollen bitte die € 100.000 herkommen, bei einer durchschnittlichen Milchquote von ca. 60.000 kg a 30ct = € 18.000,-. Von ein paar Viehverkäufen oder Förderungen ?
Der Durchschnitt ist weit und die kleineren Betriebe um Lichtjahre entfernt von den € 100.000,-.

Die Landwirtschaft ist umsatz- und einkommensmässig auf den letzten Plätzen aller Branchen.

  11-12-2009 09:23  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@tyrolens

ich habe mir von dir erwartet, dass du mich mit zahlen, daten, fakten, prognosen von mir aus sogar prophezeitungen eindeckst was passieren würde, wenn der bauer € 1.000.- grundsicherung pro monat bekommen würde.

nix da, schweigen im vorweihnachtlichem wald.

vielleicht äussert sich der mfj, cevy oder ein anderer, der nicht in den gummistiefeln eines 10 ha bauern einherschreitet, zu diesem thema, der gourmet ist uns ja leider abhanden gekommen.


  15-12-2009 10:46  leitnfexer
es gibt genug Lebensmittel für alle
Hallo Christoph

auch ein Bilck in den grünen Bericht bestätigt meine Einschätzung durchaus. Ein Milchbetrieb mit 60.000 Quote ist idr ja auch im Nebenerwerb.
Das die LW beim Einkommen nicht mithalten kann, da geb ich dir schon recht!
Aber selbst mein Minni Betrieb schafft es auf über 50.000 Umsatz pro Jahr(und ich hab einen EHW von etwas über 3.000...)
Auch wenn unterm Strich nicht viel übrig beibt. Geld wird bewegt.

  15-12-2009 11:09  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Peda, mit 10 ha kann ich freilich nicht dienen. Ist schon bisserl mehr.

Nur, wenn es dir um 1.000 Euro geht. Es kann keine Grundsicherung sein. Warum? Weil ein Landwirt ein Unternehmer ist und ihm quasi nie Brutto für Netto bleibt. Es kann also vorkommen, dass die 1.000 Euro bei einem einzigen Einkauf beim Lagerhaus in Schall und Rauch verdampfen.
Wenn du Betriebe nach deren Erfolg in drei Spalten teilen würdest. 1/3 überdurchschnittlich erfolgreich, 1/3 durchschnittlich, 1/3 erfolglos, so würden diese 1.000 Euro dem ersten /3 ein nettes Zubrot bringen, quasi die Dieselrechnung vom BMW X5 wäre das, das mittlere /3 würde sich recht freuen, wär's doch eine große Einkommensaufwertung, und das letzte /3 würde, wie so oft jammern, dass diese 1.000 Euro hinten und vorne nicht reichen, um die offenen Löcher zu stopfen.

Peda, du siehst, es ist unter'm Strich keine gangbare Lösung für Unternehmer. Wohl aber für Arbeitnehmer. Du könntest also ein Modell entwickeln, das die Betriebe dem Staat verpachten würde und der Staat wiederum diese Landwirte als Arbeitnehmer zur Bewirtschaftung (deren eigener Betriebe) anstellt.
ich glaube, des Lixls feuchte Träume handeln von einem solchen Modell.

  15-12-2009 22:38  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@tyrolens

dein zitat;

"Es kann also vorkommen, dass die 1.000 Euro bei einem einzigen Einkauf beim Lagerhaus in Schall und Rauch verdampfen."

wenn er das monatlich zum verdampfen hat schaut das wohl nicht so schlecht aus oder ?

ist schon klar, dass es keine grundsicherung ist, oder doch, wahrscheinlich ist ja die ganze förderung ohnehin eine art grundsicherung.

jedenfalls scheint mir eine umschichtung der fördergelder wichtig um den wachsen und weichen (bzw. sterben) prozess in vernünftige bahnen zu lenken.

dem ersten drittel würde das wegen seiner betriebsgröße gar nichts bringen sondern etwas wegnehmen, sozusagen seine dieselrechnung erhöhen ;-))

...und in das letzte drittel kannst du dich scheinbar nicht einfühlen, weil du nicht in deren gummistiefeln steckst.

mfg.



  15-12-2009 23:44  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Peda, das letzte Drittel kenne ich so gut, dass ich keinem Wünsche, dass ihm auch nur im Ansatz so eine Grundsicherung die Wahl schwer macht die richtige Entscheidung zu treffen.

bei uns trägt man keine Gummistiefel, sondern Bergschuhe.

Ich denke, die Form von Sozialismus, die du hier anstrebst, ist schon längst gestorben.

  16-12-2009 07:46  biolix
es gibt genug Lebensmittel für alle
Morgen !


also tiroler was soll das, habe shcon lange erstens keine feuchten Träume mehr und das wäre mir in meinen "kühnsten" Träumen nie eingefallen.. ;-))

"Du könntest also ein Modell entwickeln, das die Betriebe dem Staat verpachten würde und der Staat wiederum diese Landwirte als Arbeitnehmer zur Bewirtschaftung (deren eigener Betriebe) anstellt.
ich glaube, des Lixls feuchte Träume handeln von einem solchen Modell."

Aber ich stehe weiterhin zu einem kombinierten Modell mit Ausgleich der Erschwernisse, Umweltmehrleistungen, Arbeitsplatzbezug und einer Art Grundsicherung im Agrar Fördersystem, was ja dann in der Kombination mit fairen Preisen, einer halbwegs ökosozialen Ausrichtung entspricht.. ;-))

lg biolix

p.s. das du gerade gestern nach einer 100% Verstaatlichung einer Bank bei mir von "feuchten " Träumen sprichst wenn du den Staat als Eigentümer der Höfe siehst, und dem MR Pröll dann keinen Brief schreibst, warum er sooo "Feuchte" Träume wieder umsetzt, das verstehe ich eher auch nicht,... ;-))))))

  16-12-2009 10:10  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@tyrolens

ich bin nicht eimal ansatzweise sozialist, weil ich sonst mit dem derzeitigem system der (klein)bauernvernichtung einverstanden wäre.

sozialismus heißt ja billigste lebensmittel aus großbetrieben (kolchosen;-)) für alle damit sich die leute die plastikwelt noch dazuleisten können und eine ruhe geben.

ich bin eher rechts und finde die gewachsenen bäuerlichen strukturen müssen erhalten bleiben und die gesellchaft hat dazu ihren beitrag zu leisten !

es geht ja darum eben diese förderungen dahingehend, nach einem neuen schlüssel aufzuteilen.

gefördert bzw. grundgesichert wird ja so oder so.

mfg.



  16-12-2009 10:22  Tyrolens
es gibt genug Lebensmittel für alle
Stimmt, da hast du recht. Die Sozialisten sind ja mehr Verfechter des Arbeiterstaates.

Dann bist du sozusagen mehr ein Patriot. Im Patriotismus spielt ja Naturschutz eine große Rolle. Heimatschutz, sozusagen.

  16-12-2009 10:33  50plus
es gibt genug Lebensmittel für alle
Ich will ja keine Ängste schüren - aber von den 4 % Bauern müssen die Hälfte weg, weil wir in Österreich noch einen zu hohen Anteil an Bauern haben (im Vergleich zur Eu). So wurde es mir vor ein paar Tagen gesagt. Und da wird es angeblich einen größeren Einschnitt geben - 2013.
Also - nicht den Kopf in den Sand stecken! Blicken wir der Wahrheit ins Auge, auch wenn es weh tut.
Der restlichen Bevölkerung ist es ohnehin egal - Hauptsache das billige Papperl ist weiterhin in übervollen Regalen vorhanden.

lg
50plus

  16-12-2009 19:53  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@tyrolens

so ist es

@50plus

so darf´s nicht kommen

  16-12-2009 20:15  50plus
es gibt genug Lebensmittel für alle
Was machst dagegen?

lg
50plus

  16-12-2009 21:07  Moarpeda
es gibt genug Lebensmittel für alle
@50plus

im forum den baueraufstand mittragen. dOb

muss nur noch schaun, dass ich den zukünftigen landwirtschaftsminister mfj auf meine seite ziehe ;-))

und natürlich schaun, dass ich persönlich nicht untergeh ;-)

mfg