Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?

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noppi 21-09-2020 18:51 - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
„Wir müssen die Zügel wieder in eigene Hände bekommen“

Auf Ersuchen der BauernZeitung erläutert Josef Moosbrugger, selbst Milchbauer in Vorarlberg und Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, wie er die neuesten Agrardaten des Grünen Berichts bewertet und womit er die Land- und Forstwirtschaft wieder unabhängiger von den bisherigen Absatzschienen machen will.


Auszugsweise aus dem Text:

Höhere Preise sind einfach unverzichtbar

Der Grüne Bericht macht deutlich: Der wichtigste und größte Einkommensbringer für uns Bäuerinnen und Bauern bleiben die Einnahmen aus der Produktion.

https://bauernzeitung.at/wir-muessen-die-zuegel-wieder-in-eigene-haende-bekommen/?fbclid=IwAR02poK9zPqj7hngklhrsPKNYnYlklWjM7RkmKXD51hpEC9ch058dJouyxk


Brauchen Betriebe überhaupt höhere Einnahmen, oder ist an der aktuellen wirtschaftliche Situation auf den Betrieben nichts, bzw. nur wenig bei den Rahmenbedingungen zu ändern?

Wie sieht die Forumsrunde und interessierte Leserinnen / Leser dieses Thema?

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2472660 antwortet um 21-09-2020 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
der einzige weg, damit mehr einkommen auf den betrieben bleibt, wäre eine teilweise änderung der förderkriterien weg von der fläche als nahezu alleinige grundlage hin zum faktor arbeitskräfte.

und natürlich die verbesserung des unternehmerischen know-hows der ganzen branche...

wenn man sich ansieht, wie die direkt von den landiwirten selbst beeinflussten faktoren sich preismäßig darstellen (pachtpreise, tierpreise, arbeitsstunde MR,..), stellt man fest, dass hier sehr viel luft für eine verbesserung der situation wäre und somit viele (zt. gut gemeinte maßnahmen der politik oder des handels) hier verpuffen!

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Znarf86 antwortet um 21-09-2020 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Zu mir hat ein Bezirksbauernkammerat ( Bauernbund) gesagt:
Des was eh a jeder, dass mit 50ct Milchpreis super wirtschaften wäre, der Milchpreis wird aber am Weltmarkt gestaltet und da kann das kleine Österreich nix machen. Also dann ma einfach so weiter.

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198731 antwortet um 21-09-2020 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
2482660
Deine Kritik bzgl. Pachtpreise,..... ist teilweise berechtigt, ABER das mit Deiner Forderung nach "Verbesserung des know.hows ist blödsinnige Forderung von Dir.
Es sind die österr. Bäuerinnen und Bauern sehr gut ausgebildet und ein paar wird es immer geben, die im "unteren Viertel " liegen.

Moosbrugger hat zu Recht gefordert, dass die Preise für die bäuerlichen Erzeugnisse besser werden müssen !
die Handelsketten -- vor allem SPAR --- werben mit österreichischen Produkten, haben aber SEHR VIEL ausländische Ware zu SCHUNDPREISEN in den Regalen ! Angefangen von Äpfeln aus Südafrika bis Irischen Butter,........

Die wahren Feinde von uns Bauern sind auf jeden Fall die Handelsketten, die sich "krumm und deppert verdienen" und uns Bauern und den Verarbeitungsbetrieben, wie Molkereien, EFKO, Metzgern,.... nur einen Schundpreis zahlen !
Herr Drexel, Chef von Spar sowie Seine Pressesprecherin Nicole Berkmann gehören wortwörtlich "an den Pranger gestellt" ! Denn diese Herrschaften sind Ärgere Verbrecher, als z. b. ein Bankräuber oder der HC Strache !

Die beschlossene "Bessere" Produktkennzeichnung wird keine positive Lösung für uns Bauern bringen, denn das "kleingedruckte" lesen die meisten Käufer nicht und außerdem zählt bei 80 % der Konsumenten in Erster Linie der Preis.
Die Gastronomie hat der Bauernbund bei der verbesserten Produktkennzeichnung auch ausdrücklich ausgenommen , denn irgendwo muss ja das Fleisch aus Südamerika an Herrn und Frau Österreicher gebracht werden.
Wenn Mercosur Abkommen beschlossen wird, dann werden die österr. Bäuerinnen und Bauern wieder "BAUERNOPFER" im wahrsten Sinn des Wortes werden !

zur Frage von Noppi:
Preise wie im Jahr 2012 (z. B. Getreidepreis, Maispreis,..... ) wären dringend nötig und auch berechtigt.
Das hat sogar Präsident Moosbruger richtig erkannt . Bei Vielen anderen "hohen" Agrarpolitikern ist dies leider nicht so !!!!






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Peter1545 antwortet um 21-09-2020 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@198731: Wir sind hier nicht bei wünsch dir was! Es ist klar dass Moosbrugger das sagt, was soll er auch sonst sagen?
Preise werden an der Börse gemacht und nicht bei den Bauern zuhause, also muss das Produkt verknappt werden und nicht mehr produziert werden, damit der gleiche Gewinn rausschaut.
Viel besser wäre nur Produkte, welche zu österr. Standards produziert wurden dürfen in Ö verkauft werden, aber das kann niemand durchsetzen.

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jakob.r1 antwortet um 21-09-2020 23:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Grüße Euch, der Fehlbetrag in der Produktion muss doch wohl 0,00 sein, sonst würde doch die Produktion zurückgefahren damit sich die Produktpreise erholen können
oder sehe ich das falsch?
Beste Grüße
Jakob

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Vollmilch antwortet um 22-09-2020 06:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@jakob: dort wo die Gewinne nicht ausreichend hoch sind, wird die Produktion eh zurückgefahren.
Die Landwirtschaft reagiert nur (je nach Sparte) etwas träger (hohe Fixkostenbindung).

Alles Gute!
Vollmilch

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richard.w(7n417) antwortet um 22-09-2020 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Ich mag Quer, sie sind einfach immer herrlich am Punkt. Übrigens die Zügel bekommt der Abliefer-Landwirt nicht mehr in die Hand, das ist ausgeschlossen (andere hier haben schon auf die Realität der Preisbildung hingewiesen, wir sind nicht im BB Traumschloss).

Aber nun zur Sendung: der Penny macht was wir nicht machen sondern nur in die Bauernzeitung schreiben:

https://www.youtube.com/watch?v=zM_e4vJ_LGY

Ziemlich pervers und frech das ganze, aber sogar hier hat es eine Handelskette geschafft die Zügel in der Hand zu behalten. Der Landwirt sitzt nicht mal am selben Pferd, ist nicht mal am selben Weg, sondern potentieller Klimasünder.

Meiner Meinung sollte mehr auf die hohen heimischen Standards geachtet werden. Wir importieren Zeug mit schönen Anstrich, kleben sogar noch ein heimisches Gütesiegel drauf, und dann wundern...




Die Direktvermarktung ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, wie dieser Quer Bericht zeigt.

https://www.youtube.com/watch?v=L7poIkmG-8s

Aber auch hier kristallisiert sich raus wie das läuft: der bäuerliche Produzent wird vom Staat zegiert, während im Handel und im Import der große Reibach gemacht wird. Dh dem landwirtschaftlichen Betrieb wird der Zugang zum Markt erschwert. Das macht nicht das böse Ausland oder der Handel, sondern der Staat. In dem Beispiel werfen sich mehrere Ministerien die heiße Kartoffel zu, weil sie auf dem Rücken eines einzelnen Bauern ihre rigide Gras-Politik austragen. Dh der Staat hats in der Hand, den Marktzugang zu erleichtern. Das betrifft nicht nur Grastee, sondern sehr viele Bereiche der bäuerlichen Produktion. Und wenn dieser Grastee Produzent nun an einen Großhändler verkauft, dann kann man den tatsächlichen Fehlbetrag auf 2 Stellen hinters Komma ausrechnen. Alles andere ist Grüner-Bericht Durchschnitts WischiWaschi.


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2472660 antwortet um 22-09-2020 07:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
das ist doch eh klar, dass wir in der lw die zügel nicht direkt in die hand bekommen. sobald aus irgend einem grund die erzeugerpreise steigen, steigt auch die produktion und die preise sinken wieder - das ist fast als naturgesetz anzusehen. da sind wir viel zu viele, um hier eine einheitliche preispolitik umzusetzen. da tun sich ein paar handelsketten leichter.
initiative wie die FMA hätten genau in diese richtung viel bewegen können, ist aber genau an diesen umständen (zerfleischung innerhalb der branche, angebot/nachfrage-prinzip,..) gescheitert...

aus meiner sicht ist das wichtigste ziel für die landwirtschaft eine positive imagebildung und darauf müssen unsere maßnahmen ausgerichtet sein.

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-09-2020 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660
ich muss meine Rechnungen zahlen können, also positive imagebildung allein bringt mir nix.
Was machst du eigentlich beruflich? mfg


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2472660 antwortet um 22-09-2020 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
vollerwerbslandwirt

...aber ein halbwegs positives image der landwirtschaft hängt mittelfristig sehr wahrscheinlich auch damit zusammen, die rechnungen bezahlen zu können - das einkaufsverhalten und politische entscheidungen werden stark vom image, der sympathie, der gesellschaftlichen wahrnehmung der landwirtschaftsbranche beeinflusst

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-09-2020 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660
du versuchst hier eine Marketinggeschichte zu verkaufen...die so lautet....zuerst image verbessern dann lebensfähige preise bezahlen. Und diese Geschichte wird sich nie erfüllen . Ganz einfach weil, diese Geschichte die letzten 30 Jahre schon so verkauft wurde. Und das Resultat? Schau dir mal die Preisentwicklungen an, Holz, Fleisch, Milch... Das ist die Altbekannte Einlull Geschichte, die bei mir schon lange nicht mehr zieht. mfg

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2472660 antwortet um 22-09-2020 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
die landwirtschaft hat ein ganz schlechtes marketing gemacht die letzten 30 jahre, darum ist die situation, wie sie ist - ein ama-gs zu erfinden, welches mit vollspalten und importsoja arbeitet, ist nicht glaubwürdig....

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fgh antwortet um 22-09-2020 11:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Naja... Biomasthendlstall irgendwo auf der Alm mit Fertigfutter von irgendwo ist glaubwürdig?
Das Marketing war verhaut, mehr nicht... bei gutem Marketing ist das dahinter komplett egal - Konzerne machen das oft genug vor...

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-09-2020 12:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660
>die landwirtschaft hat ein ganz schlechtes
die landwirtschaft aha... wer od was ist die landwirtschaft? sägeinudstrie? Schlachthöfe? Handelsketten ?Nebenerwerbsbauern? lwk? Agrarbeamte? Agrargesetzgeber?Politiker? Deine Analyse ist ganz oberflächlich. sorry aber muß auch mal gesagt werden. mg

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richard.w(7n417) antwortet um 22-09-2020 12:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Bin da voll Dietmars Meinung! Die Marketinggeschichte reißt uns nicht raus. Erklär mal jemanden der sich sein leben nie damit beschäftigt hat wo die Mengen an Lebensmitteln her kommen, warum 50000 Hennen und 5 Hennen einfach nicht gleich funktionieren. Das ging vor 100 Jahren als jeder 5 Hennen hatte. Da gabs auch kein Marketingproblem, weil viel mehr Menschen Teil der Agrarwirtschaft waren. Heute kannst du niemals jedem Menschen ein genehmes und gemütliches Bild von Landwirtschaft vermitteln. Es geht um den Preis, nicht um schöne Bilder.

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2472660 antwortet um 22-09-2020 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
lieder habt ihr nicht verstanden, auf was ich hinauswill....

es geht darum, dem konsumenten/der gesellschaft zu sagen, schaut her, wir landwirte nehmen eure wünsche ernst und erzeugen die produkte, wie ihr sie haben möchtet zu einem preis, bei dem diese zusatzanforderungen abgegolten werden (zb. +20ct für vollspaltenbodenfreie haltung,..).

nimmt ers an, ists gut (weil der preis stimmt), nimmt ers nicht an, braucht sich niemand mehr aufregen und die landwirtschaft ins schlechte licht stellen, weil es dann die bewusste entscheidung der konsumenten (gesellschaft) ist, welche produkte gekauft werden und somit welche art der landwirtschaft gemacht wird.

bio würd sich hier grundsätzlich als diese hochwertige alternative anbieten, aber hier ist mm. der sprung zum konv. standard zu hoch

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Peter1545 antwortet um 22-09-2020 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660: Dem SBudget Käufer ist es egal woher es kommt und wie es hergestellt wurde - billig muss es sein und essen muss man es können.
Wie würde den dein Marketing aussehen? 40.000er Hendlställe, 100 Kühe mit 2 Melkroboter Ställe, Vollspaltenschweinehaltung will auch niemand sehen.
Ich denke eher jeder Bauer sollte sich selber Marketing überlegen vor allem Selbstvermarkter.

Es muss aufhören Billigsoja aus Übersee zu importieren um hier billiger mehr zu produzieren!
Viell. wären Förderungen für flächengebundene Veredelung eine Lösung?

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 22-09-2020 13:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660
Das konnte der Kunde schon die letzten 30Jahre machen. Und was ist das Ergebnis? Wieviele kleine Rinder und Schweinemäster gibts noch? Holzbranche? Der Kunde kauft zum billigstpreis großteils.Wieviel Prozent vom Einkommen sinds derzeit in Österreich? 14% ...13%? 9% ? Ab wieviel Prozent glaubst du regt er sich nicht mehr auf. ab 0? wird er sich immernoch aufregen. Weil er keine Ahnung hat von der Produktion und verblödet wurde von den Marketinggeschichtln.

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2472660 antwortet um 22-09-2020 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
uns landwirten wird (zmd von einer gewissen gesellschaftsschicht) nicht der hohe preis vorgehalten (eher schon die förderungen), sondern die art und weise wie landwirtschaft betrieben wird - dh unser image könnte auf jeden fall besser sein!
genau den fehler macht man, dass man auch für den 100 kuhbetrieb und den 40.000er hendlstall, marketing machen will - ergo, wir in ö sind ja soooviel besser als alle anderen.....
der mündige bürger kommt da bald dahinter und fühlt sich betrogen!

die botschaft der landwirtschaft muss sein: wir produzieren, wie es die gesellschaft haben will und auch bereit ist zu bezahlen! wir können günstig auf annähernd weltmarktniveau produzieren oder halt auch zu höheren standards, die entsprechend abgegolten werden müssen.
dann kann sich auch ein 40.000er hendlstall ins fernsehen trauen und dazu stehen, dass er so produziert, weil es die gesellschaft so will!

bisher ist es usus, dass die branche bei jedem gesellschaftswunsch (vollspalten, glyphosat, sojaimport,..) aufschreit und sagt, wir wollen das nicht und damit basta!
dagegen würde jeder unternehmer bei einem kundenwunsch (der grundsätzlich erfüllbar ist) sagen, er kann das zu diesen und jenen konditionen gerne machen.
merkt ihr nicht den unterschied??

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Peter1545 antwortet um 22-09-2020 15:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Das Problem ist dass das viel zu weit ins Detail geht und der Normalbürger nicht mehr mitkommt oder sich überhaupt dafür interessiert, deswegen glaubt er den Umweltschützern, was nicht alles möglich wäre. Wichtig ist dass es den süßen Bienen gut geht, auch wenn sie jeder zuhause erschlägt wenn sie nerven.
Der arme Regenwald muss geschützt werden, aber wenns ums Möbel kaufen geht interessierts keinen wo das Holz herkommt.
Die Handelsketten bieten eine große Bandbreite an Qualität an, von billig bis hochqualitativ, da darf sich jeder Landwirt aussuchen, was er produzieren will.

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2472660 antwortet um 22-09-2020 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
und so stehen dann am ende des tages immer die handelsketten als die guten da, die die bösen bauern dazu zwingen müssen, dieses und jenes nicht mehr zu tun - wir überlassen dieses feld leider den anderen....



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Peter1545 antwortet um 22-09-2020 18:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Wenn unser BB so stark wäre wie die Arbeiterkammer, hätten wir das Problem nicht.

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muk antwortet um 22-09-2020 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
die plan und ratlosigkeit im jahr 2020 .

ein installateur führt die jungbauern an - . von bauern sein weit und breit nix zu sehen .

https://www.kaerntner-bauernbund.at/2020/09/21/kaerntner-jungbauernschaft-neu-gegruendet/

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jfs antwortet um 22-09-2020 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
muk, es sind ja auch die Jungbauern welche sich engagieren, weil die Altbauern vielfach schon zu verbohrt dazu sind. Oder engstirnig, oder betriebsblind, oder einfach nur faul um aus der Komfortzone herauszustolpern.?

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179781 antwortet um 22-09-2020 23:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Die Bauern haben das verkaufen nie besonders gut beherrscht und in den letzten Jahrzehnten komplett aus der Hand gegeben. Deshalb haben sie auch keinen Einfluss mehr drauf, was mit den Produkten aus der Rohware die sie abliefern geschieht. Da wieder irgendetwas "in die Hand zu bekommen" ist nur für Einzelne möglich, aber nicht für die gesamte Bauernschaft. Ausserdem wollen viele gar nicht aus ihrer Rolle heraus und das sind bei weitem nicht nur die Altbauern sondern das zieht sich durch alle Altersgruppen, bis zu den ganz jungen. Die Eigenschaften die jfs aufzählt bringen manche schon in die Landwirtschaftschule mit.

Gottfried

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2472660 antwortet um 23-09-2020 07:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
das stimmt, gottfried, nur wäre diese aktion eigentlich ein part für die landwirtschaftsvertretung bzw. -politik und nicht für den einzelbetrieb!

und das kurzfristige ziel wäre nicht vordergründig ein höherer produktpreis (weil der meist durch mehrproduktion gleich wieder zerstört wird - "der gute preis ist der größte feind des guten preises") sondern der imagegewinn und die gesellschaftliche wertschätzung für die landwirtschaft

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Ziegenbua antwortet um 23-09-2020 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@peter1545: "Wenn unser BB so stark wäre wie die Arbeiterkammer, hätten wir das Problem nicht."

Das wird er aber nie werden weil im Unterschied zum BB die AK auch immer mal wieder gegen die eigenen Genossen aufmuckt - teilweise sogar kräftig.
Ist für die Leute von der AK halt auch nicht so das große Problem, haben sie doch meist schon vor ihrer Funktionärstätigkeit auch in der Privatwirtschaft erfolgreich überlebt und sind nicht nur im Gemeinderat auf der "richtigen" Liste gestanden.

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fgh antwortet um 23-09-2020 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Naja... Ziegenbua und zusätzlich sind die Führungskräfte im BB eher groß strukturiert und nicht klein, so wie die sich eine Vertretung wünschen...
Wenn man da AK und BB vergleicht ist hier ein entscheidender Unterschied.
In der AK ist ganz vorn oben ein Angestellter mit fettem Gehalt - wenn der für die kleinen Arbeiter was macht, tut ihm das nicht weh.
Eine Führungskraft im BB, die sich für eine Systemänderung einsetzt wo den klein strukturierten eine Perspektive gegeben wird, tut sich eigentlich selbst weh....



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mausilugner antwortet um 23-09-2020 08:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Für mich wäre eine der wichtigsten Maßnahmen das endlich die verpflichtende Herkunfts Kennzeichnungpflicht in der GASTRO kommt.

Es wird nur leider wieder eine wischi waschi Lösung kommen weil "unsere" Ministerin nicht kann oder will

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Peter1545 antwortet um 23-09-2020 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@mausilugner: So sehr ich es mir wünschen würde und es verständlich ist, möchte ich es den Wirten in der jetzigen Zeit nicht aufbürden! Es wäre ein erheblicher Mehraufwand und wer soll es kontrollieren?

Nochmal: In Österreich soll es nur Lebensmittel geben die zu österreichischen Standards produziert wurden. Das würde soviele Probleme auf einmal lösen!

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fgh antwortet um 23-09-2020 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Volle Zustimmung Peter1545: Import nur wenn es unseren Gesetzen/Standards entspricht und fertig.

Die Kennzeichnung ist sowie nur Augenauswischerei - gibt ja keine Konsequenzen wenn sie nich stimmt. Oder schon mal was von echten Strafen gehört, wenn da was nicht gestimmt hat? Sofern es überhaupt kontrolliert wird...

Letztens Äpfel mit "Österreichschild" genommen (nicht genau auf das Preisschild geschaut), auf der Wage kommt ein Etikett mit Herkunft Chile raus... noch mal retour und zur Verkäuferin, ah ja... falsch platziert, Österreichschild weiter getan, siehe da ... dann war der Gala aus Italien aus Österreich... nach einem weiteren Anlauf fanden wir dann endlich österreichische Äpfel zum platzieren vom Schild....

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muk antwortet um 23-09-2020 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
und dann machen wir die kennzeichnung in der gastronomie - so weit so gut

dann steht beim LUTZ schnitzel - fleisch aus brasilien - um 5,90 - und was ist dann . die leute kaufen es trotzdem . oder wird einer sagen , nein danke das ist mir zu billig .

WOVON TRÄUMT SO MANCHER HIER :

die leute kaufen ja auch weintrauben aus südafrika - obwohl das auch jetzt schon draufsteht - also herkunft klar gekennzeichnet .

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Peter1545 antwortet um 23-09-2020 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Beim Lutz wirds egal sein, aber beim Wirtshaus im Ort ists schlecht fürs Image, wenn steht Kartoffeln aus Ägypten und Schnitzel aus Ukraine. Vor allem machts beim Produktpreis nur wenig aus, wenn er in Österreich einkauft, was ja viele sowieso machen.

Vergleich mit Weintrauben hinkt, wenn ich im Frühling Weintrauben will, bekomme ich keine aus Österreich.

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fgh antwortet um 23-09-2020 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Naja... Steakhäuser haben argentinisches Rindflisch als Premiumsteak auf der Karte... mit ein wenig Marketing ist dann die Kartoffel aus Ägypten was besoderes.


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fgh antwortet um 23-09-2020 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Wer steht in nem Gasthaus wirklich noch mal auf und geht woanders hin, weil er auf der Karte feststellt, falsche Herkunft?

Generell verbinden Menschen, wenn das Marketing passt es oft recht gern damit, dass von weiter weg wo eine Spezialität herkommt...

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noppi antwortet um 23-09-2020 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Bei den Bäuerinnen / Bauern auf den Höfen scheint die Zufriedenheit mit den Erlösen aus der Produktion doch recht hoch zu sein, da kaum Druck auf Verarbeiter, Handel, die eigene Vertretung, usw., merkbar zu erkennen ist.

Preise wie im Jahr 2012 (z. B. Getreidepreis, Maispreis,..... ) wären dringend nötig und auch berechtigt.
meint 198731 als Ansatz.

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 23-09-2020 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@noppi
ich glaube das hat andere Gründe, warum viele stillhalten und sich nicht zu Wort melden. Zufriedenheit eher nicht. mfg

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muk antwortet um 23-09-2020 15:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
ein HEITZUNGSTECHNIKER als jungbauernobmann - und die bauern sehen tatenlos zu

https://www.topagrar.at/management-und-politik/news/kaerntner-zweig-wiederbelebt-12357323.html?utm_source=topagrar_at

Zur Person

Name: Herwig Drießler
Wohnort: Eisentratten
Geboren: 20. Juli 1993
Beruf: Installateur und Heizungstechniker
Ortsgruppe: Lieser-/Maltatal
Bezirk: Spittal
Landjugend-Laufbahn: seit 2007 Mitglieder der LJ Lieser-/Maltatal, 2011-2012 Bezirkssportreferent, 2011-2013 Agrarsprecher, 2013 - 2014 Obmann Stv., seit 2012 Bezirksobmann des Bezirksvorstandes Spittal, 2014-2015 Landesagrarsprecher, seit 26. Oktober 2015 Landesobmann


ICH WÜRDE SAGEN _ EIN BEAMTER ALS BAUERNOBMANN :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: das wäre doch was . oder vielleicht sogar der herr gusenbauer als kammerpräsident .

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mausilugner antwortet um 23-09-2020 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Also das meine Forderung nach einer Herkunftskennzeichnung in diesem (landwirtschafts?) Forum eher mehr Ablehnung als Zustimmung erfährt bestätigt leider mittlerweile meine Meinung, das die meisten Bauern eh genau das verdient haben, was uns derzeit widerfährt also sprich das alle mit uns machen was sie wollen.

Hauptsache weiter produzieren, irgendwer wird den Dreck schon abholen.
Der Weitblick mancher hier reicht wirklich nur bis zum Stallfenster.






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198731 antwortet um 23-09-2020 17:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Herkunftskennzeichnung hilft sicher nur minimal.
wie oben schon zu lesen, hilft nur, wenn in ganz Österr. keine Lebensmittel verkauft werden dürfen, die nicht zumindest mit österr. Vorschriften produziert wurden !

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2472660 antwortet um 23-09-2020 17:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
dass nur verkauft werden darf, was nach ö-standard produziert wurde, ist völlig unrealistisch - denk an obst, wein,.... und es wäre eine bevormundung der konsumenten, die würden sich das sicher nicht gefallen lassen.
aber eine herkunftsbezeichnung wäre absolut wichtig, aus genau dem grund wie ich oben erwähnt habe, nämlich dem konsumenten die wahl zu geben und die ausrede nicht mehr gelten zu lassen, er hat es nicht gewusst!
nur so kann die landwirtschaft die hauptverantortung für die art der produktion an die gesellschaft abgeben!

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Peter1545 antwortet um 23-09-2020 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Der Konsument darf keine Spritzmittel mehr abbekommen und keine Nitratbelastung im Grundwasser erreichen etc. aber die billigen Lebensmittel aus dem Ausland müssen schon drinnen sein?

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ek antwortet um 23-09-2020 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Welcher Landwirt möchte Spritzmittel abbekommen und Nitratwasser trinken? Glaube kaum jemand. Es ist auch für Bio Produzenten unlustig wenn vom Konvinachbarn der Spritzmittelnebel über Grundgrenze kommt.

Ich finds immer witzig wenn vom Konsumenten geschrieben wird....Bauern sind natürlich die besseren Lebensmitteleinkäufer, essen nur Produkte, im Inland produziert und verarbeitet.
mfg
Ernst Krampert



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Peter1545 antwortet um 24-09-2020 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Spritzmittel bekommt man automatisch ab beim spritzen, die Frage ist nur wie hoch ist die Dosis.
Nitratwasser würden die meisten gar nicht merken.

Ich rede hier aber nicht von Österreich sondern zB von Ägypten wo alles egal ist!

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Neudecker antwortet um 24-09-2020 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Hallo muk
Obwohl es nicht zum aktuellem Thema gehört, muss ich dir eine Frage stellen. Warum regst du dich auf wenn ein Installateur der von einem Bauernhof stammt und dort möglicherweise mitarbeitet zum Jungbauernobmann gewählt wird?
Wir hatten schon einmal einen Bundespräsidenten der gelernter Drucker war. Er hat sein Amt auch sehr gewissenhaft geführt.
Für einen Jungbauernobmann ist es sicher nicht das Schlechteste wenn er einen nichtlandwirtschaftlichen Beruf erlernt hat. Du wirst wohl nicht erwarten, dass dieser Posten von einem Herrn besetzt wird, der nichts anderes als den Bauernhof seiner Eltern kennt.
Liebe Grüße vom Neudecker

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2472660 antwortet um 24-09-2020 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
wenn er auch gelernter landwirt ist, passts mm nach - wenn nicht, ists schon ein gewisses armutszeugnis, wenn ein installateur die bauern vertreten soll.....

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muk antwortet um 24-09-2020 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@ neudecker

ich rege mich nicht auf - ich bringe , so wie immer, konkrete fakten .

zwischen am bauernhof aufgewachsen und aktiv landwirtschaft zu betreiben - da sind welten dazwischen .

was würdest du sagen wenn ich als von einem gasthof stammend - mein großvater war gastwirt - und du als montagetischler - den JUNGGASTWIRTEVEREIN oder den JUNGBEAMTENVEREIN besetzen würden - was würdest du dazu sagen ????????????????ß

einen SANDLER als chef der industriellenvereinigung - würde das gutgehen ?

Wenn jemand keinen passenden job hat - dann machst du richtlinien für die landwirte - so geschieht es eh zurzeit .

und viele sehen planlos zu weil sie selbst nicht in der lage sind im jetztigen system mitzudenken . die zeit hat sich rasant weiterentwickelt und der bauer steht auf dem stand vor 30 jahren .
vor 30 jahren das ist nicht technisch gemeint - sondern im jetzigen umfeld der marktlage ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

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fgh antwortet um 25-09-2020 08:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660
Warum unrealistisch?
Die Ages in Wien sagt ein PSM ist gfitig und ist deshalb in AT nicht zugelassen - in IT wird es vielfach angewendet. Was ist nun unrealistisch daran, dass man als AT sagt, Freunde, dass ist giftig, das kommt mir nicht rein?
Du meinst das ist nicht umsetzbar?
Ich bin Holunderproduzent. In der Vergangenheit gab es Jahre wo es Länder gab in den Flint als PSM verboten war und diese Holunder wo das eingesetzt wurde nicht importiert haben - was haben wir gemacht? Eine Flintfreie Linie
... sprich wenn ein Land das will, geht das schon und ist nicht unrealistisch.
Im Gegenteil, ich finde es seitens unserer Politik vollkommen verantwortungslos, dass wir ein eigenes Institut haben was prüft, was giftig und was für uns nicht giftig ist und wir die Politik aber zusieht, wie dieses Gift ins Geschäft kommt.
und da brauchen wir eben nur nach IT schauen, nicht Ägypten...

Landwirte haben etwas gegen die Herkunftskennzeichnung? Nein, nur gegen die Art und Weise wie sie umgesetzt ist/wird... solange es keine Konsequenzen bei verstößen und keine ordnungsgemäßen Kontrollen gibt, bringt das nichts.
Und so lange dem Konsument nicht bewusst ist, dass bei der Himbeere aus IT der Boden vergiftet wurde und 4 PSM drauf sind, die giftig sind.
Da muss es Kontrollen geben und Strafen bei Verstößen, dass es richtig weh tut.

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 25-09-2020 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
>Im Gegenteil, ich finde es seitens unserer Politik vollkommen verantwortungslos, dass wir ein eigenes Institut haben was prüft, was giftig und was für uns nicht giftig ist und wir die Politik aber zusieht, wie dieses Gift ins Geschäft kommt.

ja. Hast echt schön herausgearbeitet fgh.

Das es nicht unrealistisch ist, sieht man auch zb in anderen Branchen. Ein Auto braucht ein gültiges Pickerl für den Straßenverkehr. Ein Auto, dass in Ägypten zb fahrtüchtig ist wird hier evt. bei der ersten Polizeikontrolle aus dem Verkehr gezogen weil es die gesetzl. Spezifikationen nicht erreicht.
Oder in anderen techn. Bereichen wo Maschinen und Geräte gewisse Spezifikationen aufweisen müssen sonst dürfen sie nicht verbaut werden. mfg

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2472660 antwortet um 25-09-2020 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@fgh
du hast im grunde nicht unrecht, aber der teufel steckt im detail.....
* unvorstellbar, dass in ö nur mehr österr. weine, käse oder schinken verkauft werden dürfen (da gibts unzälige spezialitäten)
* was ist mit den ganzen importfuttermitteln??


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fgh antwortet um 25-09-2020 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Warum sollten keine Speziallitäten mehr import werden? Auf den Wein dürfte nur kein PSM drauf, welches bei uns nicht zugelassen ist? Beim Schinken müsste das Schwein nur gleich viel Quadratmeter usw. zur Verfügung haben wie bei uns? Wo siehst da ein Problem?
Warum sollte kein Futtermittel mehr importiert werden? Es dürfte innerhalb der EU nur zB. kein abreifegespritztes Getreide rein kommen?
Von nichts mehr importieren war nie die Rede - nur davon für Gesundheit und Umwelt und Tiere was zu tun und offiziel setzen sich eigentlich alle Politiker dafür ein...

In der Praxis auch leicht umsetzbar... es werden ja nicht drei Eier und fünf Äpfel importiert... sonden großen Mengen und da wäre ne Rückstandsbeprobung an der Grenze absolut kein Problem und wenn die Importware dadurch teurer wird? Definitiv kein Nachteil für die heimische LW.
Schafft sogar ein paar tolle Arbeitsplätze...

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2472660 antwortet um 25-09-2020 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
das würde heissen, die ital. oder spanischen schinkenbauern müssten dann einen ö-standard erfüllen für die schweine für österreich, einen d-standard für die schweine nach deutschland, einen standard für die schweine für den schweizer schinken,.....
beim chilenischen weinbauern das gleiche - mitsamt den kontrollen!
dann beim importsoja ists nur mit den psm nicht abgetan, da gehts um regenwaldvernichtung, soziales,....

ich glaube, wir hätten mehr davon, wenn eine verpflichtende herkunftsbezeichnung käme gepaart mit gutem marketing und! herstellung von wirklich spannenden produkten, damit der name "feinkostladen europas" wirklich gerechtfertigt ist...

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 25-09-2020 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Kontrollen sind wichtig, wenn es nicht kontrolliert wird, wird es ja sinnlos Kriterien zu haben. Ich kontrollier immer die Faktenlage. Weil sonst kommen die lustigsten Marketinggschichtln daher.

@2472660 >damit der Name "feinkostladen europas" wirklich gerechtfertigt ist... das geht nur über Kontrollen und wird alleine mit Marketinggschichtln nicht funktionieren. Und klar es geht um soziale Standards und Umweltstandards und um Menschenwürde. Und dass die verlogenen Marketinggschichtln aufhören . Und klar ist es beim psm nicht abgetan. und natürlich ist soziales wichtig und gehört genauer angeschaut. Weil wozu diskutieren wir überhaupt.

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Peter1545 antwortet um 25-09-2020 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
@2472660: Das wäre dann das gleiche wie bei BIO Ware:
Codex Ware mit Herkunft EU/ Nicht EU/Österreich
Bio Austria Ware, Demeter... Es wird vieles untereinander akzeptiert oder kann auch zugelassen werden.

Ich finde den Vorschlag von fgh sehr gut!
Wenn Italiener oder Ägypter etc. nach Österreich verkaufen wollen müssen sie nach unseren Standards produzieren, was sowieso kein Fehler ist weil den wahrs. alle anderen Länder auch akzeptieren.

Macht es die Schweiz nicht auch so? Da darf auch nicht jeder Müll über die Grenze!

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fgh antwortet um 25-09-2020 14:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Komisch einerseits "feinkostladen europas" und andererseits dafür eintreten, dass Spezialitäten importiert werden...
Im Obstbau ist teils jetzt schon normal, dass man für die Gegegebenheiten eines anderen Landes produziert und man bekommt dann auch mehr für die Ware, da es eben auch mit mehr Aufwand verbunden ist, wenn gewisse Dinge nicht erlaubt sind.

Beim Importsoja, kein Gensoja, nur die selben PSM und Dünger wie bei uns - da könnte es dann tatsächlich passieren, dass heimisches Soja einen besseren Preis kriegen könnte..
Allgemein, ich stell mir das echt katastrophal vor - stellt euch mal vor, auf einmal muss unsere Konkurrenz zu den gleichen Bedingungen wie wir produzieren - schlimmsten Falls, da könnte es tatsächlich passieren, dass der Export und folglich Import bei uns durch den Mehraufwand nicht mehr rentabel ist und dann könnte es schlimmsten Falls passieren, dass der Regenwald nicht mehr brennt, weil wenn wir nichts importieren, brauchen die keine Flächen....

Und wie gesagt - das ist kein Wunschdenken und nur eine Idee, das wird teilweise schon gelebt, weil andere Länder nicht einfach alles ohne hinterfragen rein lassen...

Zum Regenwald allgemein: Da wäre die Lösung ganz einfach, solange Regenwald brennt, wird aus so einem Land nichts importiert.

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2472660 antwortet um 25-09-2020 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
ich bin der erste, der für den importstopp von futtermitteln aus übersee ist! aber red mal mit einer gemischten gruppe von bauern, da werden dir 8 von 10 erklären, dass sie da sehr dagegen sind....

und wenn es für die politik so einfach wär, diese impore zu verbieten, würden sies vielleicht sogar andenken, aber dafür, dass die da drüben zb. autos aus europa kaufen, müssen wir halt gewisse produkte zurückkaufen, ob wir das umbedingt brauchen, ist da zweitrangig....

wir bauern sind halt da jetzt stark auf die lebensmittel fokussiert, aber man muss das dann auch auf andere bereiche weiterdenken (kleidung, maschinen, elektrogeräte, pflastersteine,.....) und dann schauts auf einmal schnell anders aus....

es kann nur von den konsumenten ausgehn, dass sie bewusst zur heimischen qualität greifen, dann hört der import auf!
da ist eine saubere kennzeichnung das A und O


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fgh antwortet um 25-09-2020 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Dass was du ansprichst sind Machtspiele, Machtspiele im Handel an dem einige groß verdienen und viele zerbrechen...
Es ginge ohne den Export der Autos auch und ohne Gegendeal...aber da üben manche ihre Macht aus.... aber schön das du es ansprichst - alle reden vom freien Handel und eigentlich ist er von Ungleichheit und Machtspielen gesteuert...

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noppi antwortet um 27-09-2020 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wie hoch ist der Fehlbetrag der Einnahmen aus der Produktion, konkret in Zahlen ausgedrückt?
Bestenfalls leise scheint die mediale Unterstützung von LK - Präsident Moosbrugger, selbst aus den eigenen Reihen, zu sein, aber Themen wo die Landwirtschaft betroffen ist werden auf verschiedenen Plätzen bzw. Ebenen gesetzt.

z.B. https://taz.de/Mercosur-Abkommen-und-Europaeische-Union/!5710369/

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