Umbau auf Fressliegeboxen

Antworten: 14
User Bild
bierli 02-09-2020 10:34 - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Hallo Forumskollegen,

ich will meinen bestehenden Anbindestall Neubau 2001 evtl. mit Fressliegeboxen ausrüsten. Der Stall wurde mit 16 Standplätzen mit 185x120 bzw 5 davon mit breite 110 gebaut, dahinter Schubstangenentmistung mit 65cm Graben und dann ein Gang mit 165cm (Gesamt 2,3m). Mir gefällt das Fressliegeboxensystem von der Bayrischen Firma Ostermeier, da man die Tiere in den Boxen fixieren kann um sie zu melken.
Ich möchte euch um eure Erfahrungswerte bitten ob man den Graben für die Schubstange mit irgendetwas abdecken soll oder so lassen, meine Idee wäre den Gang leicht mir Stroh zu bedecken und dann bei den Stallzeiten mit einem Schieber, evtl. so einer mit Akkuantrieb, den Mist in den Graben zu schieben. Ist der Gang mit 165cm breit genug das 2 Kühe, behornt!, nebeneinander vorbeigehen können oder kann ich das gleich vergessen? Ist das melken in den Liegeboxen praktikabel oder Stören die Liegeboxenbügel?

Ich spekuliere sonst in ca. 10 Jahren eine Liegehalle zum Stall zu bauen, Platz wäre da. Aber vielleicht wäre ich mit so einem gut laufendem Fressliegeboxensystem auch zufrieden.

Weitere Daten:

16 Standplätze, max 12 laktierende Kühe, kein Jungvieh max 1 Stk, Abtrennung in Milch und Trocken, Auslauf mit 2 Türen am Gang vorne und Hinten jederzeit offen.

Ich hoffe ihr könnt mir eure Erfahrungen schildern. Bitte spart euch die Anmerkungen ich soll gleich groß Umbauen, das muss ich sowieso wenn mir das System nicht gefällt. Aber man soll sich ja informieren ob es leichter auch gehen würde ;)

LG



 

User Bild
fgh antwortet um 02-09-2020 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Zum Großteil kann ich nichts sagen mangels Erfahrung, aber die Gangbreite 1,65m ist definitiv sehr knapp mit Hörnern, vor allem wenn dann mal was neues rein kommt und die Rangordnung neu definiert wird.
2m wäre da eher Minimum finde ich und gut wären min. 2,5m

User Bild
bierli antwortet um 02-09-2020 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Danke für deine Antwort, das denke ich auf das es zum Problem wird. man müsste den Graben der Entmistung abdecken um auf 2,3m zu kommen aber wie das mit der Entmistung dann funktioniert wird wahrscheinlich nicht gehen

User Bild
xaver75 antwortet um 02-09-2020 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Was sagt der Milchabnehmer, wenn kein Laufstall?
Wie ist der Tagesablauf der Kühe geplant?

Hab Fressliegeboxen (Arschbügel), 185x130, flexible Barrenwand (Gummimatte), FGM, hinter dem Standplatz gut 2m planbefestigt mit Jaucherinne, Entmistung Hoftrack, da sind die Kühe, hornlos, im Warteraum, Melken, und danach vielleicht noch eine halbe Std. "frei", anders könnte ich mir das mit dem Strohverbrauch nicht vorstellen.
Irgendwie hätte ich Gusto nach einem Auslauf, bei meinem Gegebenheiten würde ich mir wahrscheinlich eher eine zusätzliche Arbeitsfalle einbauen, wüsste nicht, wann ich die Kühe am besten freilassen soll, die sollen fressen und liegen ….. ,-)

mfg


User Bild
Vollmilch antwortet um 02-09-2020 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Es gibt ja auch Vorschriften was die Gangbreite betrifft. Wenn du in Österreich zuhause bist, dann sind wir (glaube ich) bei 2,5m Gangbreite - am besten selber nachlesen!

Sollte 2,3m genügen, gibt es die Möglichkeiten: Schrapper, Spaltenboden, Hoftrac/Traktor


Man kann in Fressliegeboxen melken - bequem und Dauerlösung ist es nicht!

Alles Gute!
Vollmilch

User Bild
fgh antwortet um 02-09-2020 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
2,5m ist in Österreich "schon" besonders tierfeundlich

User Bild
Franz0312 antwortet um 03-09-2020 08:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Hallo,
also der Gang ist für freie Bewegung der Kühe definitiv zu schmal. Egal ob mit oder ohne Hörner.
Ich würde das anders machen.
Einfach alles raus, und alles Plan mit Schrapper (sind dann 4,15m), Fressgitter für behornte Kühe, und die auf einen Abstand, dass du die Kühe melken kannst. Rohrmelkanlage lassen, und die Kühe zum Melken einfach im Fressgitter fixieren.
Und im Aussenbereich ein paar ordentliche Außenliegeboxen, mit einem günstigen Pultdach.
Dass kostet kein Vermögen, und dann hast was ordentliches.
So schmale Gangbreiten kannst vergessen, das ist nur ärgerlich, gefährlich und für die Tiere äußerst unangenehm. Außerdem sind Liegeboxen im Außenbereich viel besser für die Luft im Stall.
Und eins noch, wenn du was machst, dann unbedingt die alten Tränker weg und irgendwo ein ordentliches Tränkebecken. Die sind zwar nicht ganz billig, aber die zahlen sich im nu ab!!

mfg
Franz

User Bild
muku8 antwortet um 03-09-2020 14:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
in welcher Gegen bist du?

User Bild
bierli antwortet um 03-09-2020 19:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Vielen Dank für eure Antworten,
beim Nachmessen ist mir Aufgefallen das ich die Maße falsch im Kopf hatte und der Gang noch schmäler als gedacht ist, darum wird die Variante Fressliegeboxen sowieso nichts.
Die Idee von Fanz0310 wäre eh meine Planung gewesen, ich werde wohl noch so lange mit der Anbindehaltung arbeiten wie möglich, danach Schrapper und Liegehalle mit Kompostlaufstall dazubauen.

Als ich die Fressliegeboxenaufstallung von Ostermeier sah, dachte ich mir ich könnte kurzfristig einfacher und günstiger umbauen.

LG

User Bild
josef.d(fjm48) antwortet um 03-09-2020 21:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Ich würde den Schrapper bei den Liegeboxen nehmen und am Fressgitter Spalten. Das Komposttheater jeden Tag währe mir zu nervig. Außerdem braucht man sehr viel Einstreu. Lg

User Bild
renekl antwortet um 19-09-2020 14:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Servus s
Stehe vor dem selben Problem jedoch umstieg auf Mutterkuh geplant. Habe eine Gangbreite von 1.8m inkl. Gitterrost für Schwemmentmistung 1.8 m Liegeplätze Länge und 70 cm. Futterbarren. Ich hätte gedacht den Barren wegstemmen um hinten den Gang um die 70 cm verbreitern wäre mit wenig beton kosten verbunden.
Jetz meine Frage kann man irgendwo in der Nähe einen Stall mit Fressliegeboxen besichtigen der auch muku auf fressliegeboxen hat?
Mein Standort Steiermark Bezirk weiz

User Bild
179781 antwortet um 19-09-2020 20:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Fressliegeboxen bei Mutterkühen kann ich mir nicht richtig vorstellen. Wo liegen da die Kälber? In so eine (eigenlich keine) Lösung Geld investieren ist recht fragwürdig.
In der Regel ist es da besser ein vorhandenes Gebäude als Liegefläche zu nutzen und die Fütterung vor oder neben den Stall oder sonst wo hin verlegen, wo sie hin passt.
Das ist ja ein wesentlicher Vorteil eines Laufstalles, dass sich die Kühe selber bewegen können und man ihnen nicht mehr das Futter vor die Nase hinschleppen muss und den Mist hinten wegbringen.

Gottfried

User Bild
richard.w(7n417) antwortet um 20-09-2020 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Wie oben schon beschrieben sind die Gangbreiten nicht ausreichend. Ob 1.5 oder 2.3 ist egal, wir reden von mindestens 4 Meter bei behornten Tieren. Zusätzlich sollten 2 Ausgänge und keine Sackgassen sein, das beruhigt die Lage am meisten. Wie Franz das beschrieben hat, sollte das am ehesten funktionieren.
In der Zwischenzeit würde ich bei Anbindehaltung bleiben und den täglichen Auslauf einführen. Im Auslauf könnte man mit einer Futterraufe die Tiere "beschäftigen", dann wirds auch ruhiger.

Man muss als Anbindehaltungs-Landwirt ein gewisses Denken überwinden: mit mehr Eisen in den Stall geschraubt wird gar nichts besser. Man verwirrt die Kuh zusätzlich, lauter Hindernisse und Sackgassen werden geschaffen. Das geht solange man die Kühe angebunden hat. Für kleine Bestände würde ich Strohflächen empfehlen. Das hat den zusätzlichen Nutzen, dass die Tiere ausweichen können auch wenn mal ein Gang eher knapp ist. Wenn jemand 30 Tiere und mehr hat, wird der Strohpreis tatsächlich ein Faktor. Für die hier diskutierten Größenordnungen ist die Einstreu zwar nicht gratis, aber wirklich unerheblich zu den anderen Kostenstellen am Betrieb. Kompoststall ist eine Möglichkeit, wenn man das Einstreumaterial günstig bekommt.

User Bild
renekl antwortet um 21-09-2020 08:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Hallo Gottfried
Für die kälber wäre ein Platz mit tiefstreu vorhanden.
Auslauf wäre hinterm Stall auch da nur ich bin auf 1000m Seehöhe da kann mir passieren das ich im Winter jeden Tag den Silo freischaufeln muss wenn is vorm Stall füttere. Im Sommer habe ich Weide

Zum Strohthema habe selbst nur Steilflächen muss Stroh zukaufen bei uns kostet ein 1.8m ballen zwischen 50-60€ inkl Zustellung

Vileicht eines noch wir sprechen von ca. 10 Kühen+Stier

User Bild
biozukunft antwortet um 22-09-2020 23:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Umbau auf Fressliegeboxen
Hab dänische Fangplatten hinter dem Barn eingebaut. Das zu einer Grabner-Kombi-Aufstallung. Außen parallel einen Tieflaufstall dazu, wo auch der Zuchtstier eine Box hat. Habe aber nur Mutterkuhhaltung mit täglich Auslauf u. Weide ca. 3 Monate. Kälber laufen mit. Zuchtkalbinnen sollten noch einen eigenen Laufstall bekommen.

Bewerten Sie jetzt: Umbau auf Fressliegeboxen
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;631907





Landwirt.com Händler Landwirt.com User