Sanierung Elternhaus von Frau - Finanzen

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Susi_M 24-08-2020 13:20 - E-Mail an User
Sanierung Elternhaus von Frau - Finanzen
Hallo,

ich habe meinen elterlichen Hof (Kleinbetrieb, ca. 8 ha) geerbt (beide Eltern bereits verstorben). Das Wohnhaus ist in Teilen bis zu 300 Jahre alt, zwar gut in Schuss, dennoch renovierungsbedürftig.

Wir wollen den Dachboden ausbauen und auch ebenerdig grundlegend sanieren.
Ich habe Grund, mein Partner Geld - eigentlich ein Luxusproblem.

Sein Vorschlag: Ich überschreibe ihm Äcker (inkl. 1 Baugrund) und Wald, er zahlt die Sanierung, ich bleibe alleine im Grundbuch vom Wohnhaus, er dann alleine im Grundbuch der Äcker und Wald. Der Wert der Grundstücke ist sicher geringer als die Menge, die er investieren würde.

Vorteil dieser Lösung: Im Fall einer Trennung kein Rosenkrieg, es ist klar, dass ich hier, im elterlichen Haus bleiben würde. Weiterer Vorteil wäre natürlich, dass kein Kredit notwendig wäre.
Nachteil: Im Fall einer Trennung, hätte er den Grund. Er stammt nicht aus der Landwirtschaft, ist aber sehr ambitioniert und interessiert.

Wir sind (derzeit) nicht verheiratet, falls das einen Unterschied macht.

Muss hier vorher vertraglich etwas geregelt werden? Wie seht ihr diesen Lösungsvorschlag?

Danke!
Susi

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xaver75 antwortet um 24-08-2020 13:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Vergiss das ganz schnell, die 8ha werden mehr wert, das sanierte Haus ist in ein paar Jahrzehnten die Hälfte wert.

Würde ihn eher beim Haus anschreiben, im Fall einer Trennung, falls notwendig, einen Teil der Flächen verkaufen um ihn hinauszuzahlen.

mfg

PS.: Falls er sich auf den von mir gemachten Vorschlag nicht einlässt, wäre ich eher skeptisch, was sein Plan ist. ,-)

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FeSt antwortet um 24-08-2020 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Klar, wäre das die einfachste Lösung, doch Eines ist ohne das Andere nicht mehr das, was es mal war, okay, im heutigen Zeitalter ist man als Bestandeserhalter sowieso fehl am Platz, doch Anerbengesetz und Erbhofgesetz gibts ja nicht aus Spaß und Tolerei, wo Hof und Grund zusammengehören, dass die Grundverkehrskommision anscheinend schon vergessen hat.

Eigentlich ist das ja nur eine Rechenaufgabe für ein 6stelliges Invest, wenn die Harmonie passt,
ob ihr nach Eurer Vorstellung fusioniert,
Du das alleine stemmst jedoch mit Erhalt Eigentunsverhältnisse deiner Liegeschaft,
oder neumodern direkt eine externe gemeinsame Lösung
zur Umsetzung bringt.

Auch wenn der folgende Link Dir die Entscheidung nicht abnimmt, doch vielleicht ist dann für Dich die finanztechnische Wertigkeit deiner Liegenschaft besser zu verstehen. ;-)


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Susi_M antwortet um 24-08-2020 14:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nunja, mit dem Verkauf von nur einem Teil der Flächen könnte ich ihn im Fall des Falles nicht hinauszahlen. Eher müsste ich dann alles verkauen und noch etwas drauflegen. Es wäre auch nicht wirklich "zerrissen" - das Haus stammt von der väterlichen Seite, Gründe würde ich ihm nur von der mütterlichen Seite überschreiben. Sprich, es würde nur das, was meine Eltern vereint haben, getrennt werden. Selbst bin ich nicht in der Landwirtschaft tätig, die Flächen sind verpachtet.


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xaver75 antwortet um 24-08-2020 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Er schafft sich eine angenehme Wohnsituation, lebt gratis unter Deinem Dach, und bekommt dafür 8ha Grund., im Fall einer Trennung hast Du dann ein vielleicht ein schon wieder sanierungsbedürftiges Haus und Deine finanzielle Absicherung ( Flächen) sind weg.
Bitte nimms nicht zu persönlich, aber lass Dich ohne seinem Beisein ordentlich beraten, da stinkt in meinen Augen etwas gewaltig.

mfg

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FeSt antwortet um 24-08-2020 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Riechen tut das so gesehen nicht, ein Rechtsgeschäft - Geld(Invest) gegen Eigentumsrechte, nicht mehr nicht weniger,
hat man doch auch schon öfters selber gemacht, bei zum Kauf angebotenen Flächen, damit die Verkäufer ihre Immobilien fertig stellen oder sanieren konnten.
Einziger Unterschied, man durfte halt dafür dort nicht wohnen.
So gesehen müsste er dann Miete zahlen, oder für ein Wohnrecht, das man sicher besser auf der Wohnimmobilie nicht eintragen lässt, eben erhebliche Abschläge beim Gegenwert der übertragen Flächen.

Der mögliche reale Wertverlust bei Invest in Immo mit Afa muss einem dabei klar sein, kann aber auch in die andere Richtig gehen, wie die letzten Jahre.

Viel entscheidender bei den Flächen ist die Lage, die Lage und nochmals die Lage, das könnte ein Gschmäckle haben.

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franz.m(ecw86) antwortet um 24-08-2020 15:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@johanna

Ich frage mich bei deinem Vorhaben wer der dümmere ist. So wie du es dir vorstellst wird es nicht funktionieren. Das macht dir kein Notar. Und hier sind wir schon wieder bei deinem Berater. Der Notar und sonst niemand.
Die einfachste und fairste Lösung ist wenn beide im Grundbuch stehen und da anscheinend schon an Trennung gedacht wird bevor man etwas zusammen leistet, würde ich euch ein gegenseitiges Belastungs und Veräußerungsverbot nahe legen. Beide dazu Wohnrecht ist auch nicht mehr schreiberei als sonst. Für mich die fairste und einfachste Lösung ohne viel Gedanken um den Wert von Grund und Boden oder wie es nach 20 Jahren um euer Haus steht.

Kennst du die Sendung Pfusch am Bau? Nur so ein Tipp am Rande wenn du denkst das Grund weniger Wert ist als ein Haus.

Auch kann man die Aufteilung der Vermögenswerte bereits beim Notaren in euren Vertrag festlegen lassen. Es muss aber jeder gut wegkommen sonst ist der Vertrag anfechtbar.

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Susi_M antwortet um 24-08-2020 15:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke für eure Denkanstöße!

Wir sind nicht in der High-End Region was die Grundstückspreise betrifft, aber dennoch steigen sie in den letzten Jahren. Den Abschlag beim Gegenwert der übetragenen Flächen nimmt er in Kauf, großzügig gerechnet bekäme er Flächen im Wert von ca. 200.000 - in die Sanierung fließen bestimmt 300k - 350k. Wenngleich dazugesagt werden muss, dass die Dimension und Art der Ausführung des Umbaus für mich nicht notwendig ist, ihm ist wichtig, dass das Haus "repräsentativ" wird und vor allem am letzten Stand der Technik ist. Für meine Zwecke würden wir auch mit 100-200k auskommen. Insgesamt glaube ich natürlich an die Partnerschaft, andernfalls würde ich eine derartige Aufteilung gar nicht in Erwägung ziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in einigen Jahren zur Trennung käme, schätze ich als recht gering ein, dennoch werden 50% aller Ehen geschieden und ich plane dies schon realistisch.

LG
Susi

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franz.m(ecw86) antwortet um 24-08-2020 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist auch gut so.

Meiner Ansicht nach bringt jeder von euch 50% des Wertes ein. Also Teilung 50/50. Warum so lange herumscheißen und überlegen. 350.000 ist auch keine Renovierung mehr sondern eher ein Neubau.

Grund und Boden wird in 20 Jahren wesentlich mehr wert sein als du dir vorstellen kannst.

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Susi_M antwortet um 24-08-2020 15:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@franz: Was soll der Notar nicht machen? Einen Schenkungsvertrag, wenn wir beide damit einverstanden sind?
Sei mir nicht böse, aber auch beim Notar wird gelten "Wer zahlt, schafft an!" - was sollte ihn davon abhalten, diese Verträge zu erstellen?

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Susi_M antwortet um 24-08-2020 15:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Anders gedacht - ich versetze mich in seine Lage: Er blättert 350.000 hin. Kommt mit ins Grundbuch vom Haus, bekommt aber sonst nichts. Er wohnt hier 10, 20 Jahre mit mir, dann Trennung. Er will weg - Grundbuch muss geändert werden, ich muss ihn auszahlen. Habe vielleicht durch Kinder 3, 4 Jahre nicht gearbeitet, dadurch schlechteres Einkommen. Er zieht den kürzeren - die volle Summe wird er nicht retour bekommen. Also: Warum sollte er das tun?

Hinzu kommt, dass er ein einzugsbereites Haus hat. Nur ziehe ich dort aus div. Gründen nicht ein. D.h. er ist nicht darauf angewiesen, mein altes Haus, das von seiner Arbeitsstätte weiter weg ist als seines, zu sanieren. Er täte es aus Liebe zu mir. Ich verstehe also dass er eine Absicherung will. Und ich hasse Streits. Deshalb sorge ich gerne vor.

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Ziegenbua antwortet um 24-08-2020 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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350k ist jetzt nicht so wenig Geld dass man als Normalsterblicher unterm Kopfpolster hat.
Sei mir nicht böse, aber wenn er mit seinem Einzugsbereiten Haus zufrieden ist und du eine verpachtete Landwirtschaft mit renovierungsbedürftigen Haus hast und er dort das Geld reinsteckt und nebenbei mehr Zeit am Arbeitsweg benötigt (=Zeit zum Leben verliert), dann ist wohl er der Dumme und du am besten dran wenn du ihn einfach Grundbuch aufnimmst - trennen würde ich mich von so einem Menschen nie mehr.

Am meisten stinkt aber dass du als Johanna schreibst und am Ende LG Susi steht...

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franz.m(ecw86) antwortet um 24-08-2020 16:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@johanna

das Gesetz

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Aequitas antwortet um 24-08-2020 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Am einfachsten wäre es natürlich wenn du dein Elternhaus günstigst um 50 000€-100 000€ sanierst und Haus und Hof verpachtest, gibt genug Leute die genau sowas suchen für ein paar Tiere, Pferde, Selbstversorger. Oder je nach Zustand nicht sanieren wenns noch Wohnbar ist und so verpachten.

Aber das fällt ja aus weil du nicht bei deinen Partner in sein Wohnhaus einziehen möchtest, ich denke hier liegt auch noch irgendwas im argen was dich vielleicht mehr belastet als das andere,...



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inim antwortet um 24-08-2020 16:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo johanna!
Aus welchen gründen sollte dein Freund-Partner über 300.000 Euro in ein altes Haus investieren wenn er wie (sie-Du) sagst er ein einzugs fertiges Haus hat und ihr nicht zusammen wohnen wollt. Kommt mir schon ein wenig komisch vor da ich da etwas von Liebe gelesen habe. Grund und Boden wird in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen und an Wert stark zunehmen.
Meine persönliche Meinung:
Landwirtschaft weiter verpachten weil ein eigenes kleines oder großes Einkommen ( Pacht ) und immer noch Eigentümer der Liegenschaft.
Bei (ihrem Deinen ) Freund in seinem neuem Haus einziehen..... Aus Liebe zu ihm.

Ich wünsche Ihnen Dir für die richtige Entscheidung alles Gute und mit (ihrem Deinen ) Freund Partner eine schöne und langanhaltende glückliche Zeit.

Lg.Inim!

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xaver75 antwortet um 24-08-2020 16:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also kurz und knapp

Ausgangslage Haus, welches in Schuß ist, um 100 bis 200k renoviert wäre plus 8ha im Wert von 200k

ev. Lage in 20 Jahren
Aleinerziehend mit 2 Kindern, ehemaliges repräsentatives Haus, wo Du Dir die Erhaltung vielleicht schwer leisten kannst, seit der Luxussanierung schon wieder 200k Wertverlust, weil alles veraltert und die 8ha, welche jetzt mind. 300k wert sind, sind auch weg.

Der Partner hat dann sein Haus, seit 20 Jahren Mieteinnahmen und Fläche um 300k

mfg

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Vollmilch antwortet um 24-08-2020 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Johanna!

Lasst euch beide von einem Notar (oder einer Notarin) beraten. Er sollte euch über die Vor- und Nachteile eurer Idee aufklären können, bzw. Alternativen vorschlagen. Dabei sollte man nicht nur eine mögliche Trennung sondern auch das Ableben der Vertragspartner in Erwägung ziehen.

Die Lösung muss für beide passen, darum geht beide gemeinsam zum NotarIn.

Alles Gute!
Vollmilch

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Florian34 antwortet um 24-08-2020 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Johanna, jetzt sind noch fast keine Zinsen!!
Mein Vorschlag:
Dein Gehalt + Pachtzins = 1.Hälfte v. Kredit
Sein Gehalt + Miete v. eig. Haus = 2.Hälfte v. Kredit Bonität Prüfen lassen bei der Beratung.

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Florian34 antwortet um 24-08-2020 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei Verpachtung der LW und keine eigene Firma schlage ich auch einen FIXEN Zinssatz vor. Von Anfang bis Ende der Laufzeit. Den "Luxusartikel" bezahlt der der in will bis auf (Jahrestag,GB usw.) einmal selbst. Konservativer Vorschlag. Mfg Florian

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Susi_M antwortet um 25-08-2020 13:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke! Alle Argumente haben etwas...
Ja - er müsste es natürlich nicht tun, dass er in mein Haus investiert. Ich will auch nichts geschenkt haben, daher die Idee ihm (Bau-)gründe zu überschreiben. Dieses Haus soll der Familiensitz werden, d.h. er kann dann hier wohnen, sein Haus vermieten.
Natürlich ist es ein Luxusproblem. Natürlich könnten wir mein Haus vermieten und in sein Haus (ohne notwendiger Renovierung) ziehen - im Leben sind nicht alle Entscheidungen vernunftorientiert - ich bin eben hier verwurzelt, er wäre bereit umzuziehen, ich nicht. Wir wollen zusammen wohnen, also ist die Lösung hier zu renovieren. Grundsätzlich hast du recht @inim, aber zu ihm zu ziehen steht für mich nicht zur Debatte.

Xavers Argument verstehe ich - dennoch, wie oben geschrieben - es liegt mir fern, eine derartige Investition als Geschenk anzunehmen und er würde es natürlich auch nicht "verschenken". Für den Todesfall würden wir gegenseitig testamentarisch vorsorgen. Dass ich im Fall einer Trennung finanziell den "Kürzeren" ziehen würde, ist mir klar. Kinder sind geplant, die Kinderbetreuung würde ich übernehmen, d.h. die beruflichen finanziellen Einbußen habe ich - das wirkt sich bis zur Pension aus.

@Florian34: Kredit steht nicht zur Debatte - wir sind wieder beim Luxusproblem - er hat die finanziellen Mittel, warum sollten wir uns dann verschulden?

Dass wir uns bei Rechtsanwalt/Notar beraten lassen ist ganz klar @Vollmilch. Die Anfrage hier, war eher eine Stimmungsumfrage gewidmet, damit ich schon mit Meinungen und Fragen zum Juristen gehen kann.

Danke an alle!
Susi

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Vollmilch antwortet um 25-08-2020 14:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es muss für euch beide passen. Die Meinung der anderen wäre für mich da weniger wichtig.
Ich halte die beschriebene Lösung für einen vernünftigen Weg aber es gibt vielleicht auch andere und ein Notar kennt sich dabei besser aus.

Im Falle einer Trennung ist der finanzielle "Verlust" oft zweitrangig und die Entwicklung der Immobilienpreise könnte man in einen Vertrag sogar mithineinnehmen (wenn man das will!). Ein (Ehe-)Vertrag lässt sich ja auch zukünftig an sich ändernde Verhältnisse anpassen.

Alles Gute!
Vollmilch

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stefan.u(gbz5) antwortet um 25-08-2020 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist zwar etwas umständlich, aber man könnte es so machen:

Dein Freund gibt dir einen "Kredit" zu einem von euch beiden auszumachenden Zinssatz (z.B. durchschnittliche Inflationsrate).
Besichert ist der durch die Grundstücke, und nur durch die Grundstücke - egal wie hoch deren Wert ist- nicht dass du bei einer Trennung die Grundstücke los bist und noch Schulden hast.
Da findet der Notar sicher einen Weg.

"zurückbezahlt wird dieser "Kredit" durch eine auszumachende Miete die dir dein Freund monatlich bezahlt und durch Einzahlungen von dir.
Kann man recht einfach mit einem Sparbuch machen.
Geht es auseinander, dann kannst du ihm entweder die Gründe geben oder den "Kredit" zurückzahlen.
Er ist grundbücherlich abgesichert.
die Miete kann man am Hauswert bemessen, Anfangs Wert/xx Jahre (30-40)/12Monate/2, wenn Kinder Da sind und du darum weniger Einkommen hast, dann den letzten Faktor von 2 (50%/50%) mehr zu ihm verschieben ("Miete" für die Kinder)

Ist für ihn am Anfang kein Unterschied zur geplanten Variante.
Passt es nach ein paar Jahren nicht mehr, wenn du dir die Rückzahlung nicht leisten kannst, bekommt er die Gründe, aber du hast das Sparbuch als Ersatz für die Hausabnutzung/benutzung.
Und wenn es nach langer Zeit auseinandergeht, dann bekommt er sein Geld inflationsgesichert wieder und du hast das gleiche wie jetzt 8ha Grund und ein sanierungsbedürftiges Haus.

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Susi_M antwortet um 26-08-2020 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wow, danke Stefan - ein unkonventioneller, aber ich denke fairer Vorschlag! :-)

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FeSt antwortet um 26-08-2020 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, hart aber fair! *Daumen hoch*

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waltan antwortet um 26-08-2020 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus. Kinder, Haus umbauen,... Wie wäre es einfach zum Standesamt zu gehen. Hab es so gemacht! Kostet 36 Euro, und rechtlich ist alles ziemlich gut geregelt! Im Falle einer Trennung wird geschaut was jeder eingebracht hat, und das bekommt er auch wieder. Natürlich verdient dann kein Anwalt für komplizierte Verträge. Hat auch steuerlich und im Erbrecht viele Vorteile. Grüße.

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mittermuehl antwortet um 26-08-2020 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einfach erfassen was er an Geld in das Haus hineisteckt. Mit einem Anwalt. Sollte die Ehe scheitern, was ich nicht hoffe, mußt du ihn halt auszahlen. Der Anwalt wird euch sagen können wie der Betrag nach dem "Abwohnen" ausschaut. Die investition in das Haus verliert ja über die Jahre an Wert. Gleichzeitig ist ein Zinsertrag für das Geld zu bewerten. Der Partner kann auch eine Hypothek auf die Flächen bekommen um besser abgesichert zu sein. Ich verstehe das er sich auch absicher will. Man kann ja vertraglich vereinbaren das du ihn maximall bis zu dem Betrag ausbezahlst den man mit dem Verkauf der angedachten Flächen erzielen kann.

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Florian34 antwortet um 26-08-2020 16:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ok stimmt schon. Es kann nicht für jeden passen.

Ich war bei meinem Elternhaus in der selben Lage. :-/ Bin mit unserer Lösung super zufrieden.

Das wird hier mein letzter Eintrag zum Thema!
Aber: Mir kommt da etwas "Spanisch" vor.
Elternhaus -ich will keinen Streit :-)- ERBEN - "Er hat das Geld" Wie bei meiner Familie eine exakte Wiederholung!!! - Eine Frau! (meine Mutter die nie Gewinn macht/ selbst Geld verdient.)

Tipp
Lass die Gefühle als Partnerin kurz in der Schublade /du bist Bauwerberin!!!
Überleg dir quasi ein Betriebskonzept bzw. Tilgunsplan (brauchen alle)- Warum sollen WIR hier renovieren "schmackhaft machen" - lebt zusammen glücklich weiter - denkt einfach Beide an eure möglichen zukünftigen Kinder. Im Vertrag festhalten bei Trennung die Landwirtschaft weitergeben an die nächste Generation!

Lese noch einmal alle Einträge!!! (Bis auf meine)
Stefan.u hat es gut erklärt. TOP

P.s. Ich habe Respekt vor meiner Mutter/Familie. Kann nur nicht mit Ihnen am Hof dauerhaft leben.

Mfg Florian

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