Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!

Antworten: 33
Theresa R.9041 26-05-2020 08:52 - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Liebe Community! Wir, Theresa und René, suchen als weichende Erben eine Landwirtschaft ab mind. 8 ha arrondierte Grünlandfläche in der Steiermark zum Übernehmen und Weiterführen. René ist landwirtschaftlicher Facharbeiter und Theresa ist Architektin. Wir haben langjährige Erfahrung und wissen über die Arbeiten auf einem Hof Bescheid - wir sind keine Romantiker. Es ist wirklich schade mitanzusehen, dass durchschnittlich 1-2 Höfe jeden Tag in der Steiermark für immer aufhören. Wir möchten gerne als Nachfolger dem entgegensteuern und einen Hof in eine sichere und schöne Zukunft weiterentwickeln und weiterführen. Wenn wer was weiß, bitte melden. Wir freuen uns über jeden Kontakt.


eklips antwortet um 26-05-2020 09:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Dafür gibts die Kleinanzeigen


Theresa R.9041 antwortet um 26-05-2020 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Ich hab es auch unter Kleinanzeigen aufgegeben, aber ich habe mir gedacht, dass Hofübergeber vielleicht nicht unbedingt bei den Anzeigen suchen und hier gibt es zusätzlich noch eine größere Reichweite und vielleicht weiß hier jemand was von LandwirtInnen, die eine Nachfolge suchen. Wir suchen schon sehr lange und es ist schwierig die richtigen Kanäle für die Suche zu finden, deshalb probieren wir es nun auf verschiedenen Wegen. Ich hoffe, das ist ok.



zehentacker antwortet um 27-05-2020 17:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo!
In " Willhaben" sind viele Anzeigen, diese Internetseite hat doch sehr viel mehr Leser wie dieses Forum. In NÖ gibt es eine Zeitung von der Kammer, da kann man Zielgruppengerecht inserieren, wahrscheinlich auch in der Mark. Bei unserer Kammer und im Lagerhaus gibt es ein schwarzes Brett wo man so etwas aufhängen kann.


Tople antwortet um 27-05-2020 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo,

Es gibt im Internet eine Menge Portale wo du inserieren könntest! Das mir am besten Bekannte ist:
www.perspektive-landwirtschaft.at

Hier kannst dich kostenlos Anmelden und auch Aktiv auf die Suche gehen. Zur Zeit sind da einige Inserate aus der Steiermark eingestellt. Vielleicht ist da ja was für dich dabei?

Lg.
Tople


Theresa R.9041 antwortet um 29-05-2020 08:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Danke für die Infos. Derzeitiger Stand unserer Suche: mittlerweile haben wir die Landwirtschaftskammer, sämtliche Bezirkskammern und um die 50 Bürgermeister angeschrieben. Wir sind auch seit 2018 auf der Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ und waren auf zwei Betriebe auf Probe, wo wir nicht so gute Erfahrungen gemacht haben und die ärgsten Geschichten erlebt haben. Weiters wird dort jeder Hofsuchende aufgenommen, egal ob Erfahrung oder fachliche Ausbildung in der Landwirtschaft, auch Romantiker. Deshalb gibt es mittlerweile über 300 Hofsuchende und da wir schon so lange dabei sind, ist unser Inserat auf 230. Stelle... Wegen Willhaben, ein Hof zu kaufen und neu aufzubauen bedeutet 600 000 - 800 000 € mit Gebäude, Flächen, Maschinen und Arbeitsmittel. Wir kommen aus der normalen Mittelschicht und aus Arbeiterfamilien, soviel Eigenkapital haben wir nicht um fast 1 Mio zu investieren. Deshalb kommt Kauf eher leider nicht in Frage.


falkandreas antwortet um 29-05-2020 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wäre interessant was die zwei Probebetriebe über euch so erzählen würden?


Theresa R.9041 antwortet um 29-05-2020 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@falkandreas, es waren individuelle Entscheidungen der Hofbesitzer, da kann man nix machen, weil man von der Willkür derjenigen abhängig ist, auch wenn unsere Arbeit gut gemacht wurde, das würden viele und auch die Hofbesitzer bestätigen. Doch der Prozess war nicht immer fair und als Bewerber gibt man Job und Wohnsitz auf, zieht auf den Hof und Arbeit für weniger Geld, weil man sich eine Zukunft erhofft. Aber wenn es nicht klappt, hat man weder Job, noch Wohnung und auch finanzielle Einbußen. Das ist nicht so einfach, wie man glaubt, Aber jeder kann sich bei mir melden und ich kann über unsere Erfahrungen berichten, wir sind da ganz offen und ehrlich und möchten auch gern die Erfahrung teilen z.B für andere Hofsuchende.


Theresa R.9041 antwortet um 29-05-2020 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aber sagen es wir einmal so, wenn wir das nicht wirklich wollen und gut können würden, hätten wir schon längst den Hut drauf ghaut. Aber wir können und wollen das wirklich und versuchen alles mögliche und haben den Mut noch nicht verloren. Und es ist furchtbar, dass so viele Betriebe in Österreich aufhören und es gibt neben uns auch auch andere qualifizierte potentielle Nachfolger, doch die finden auch nichts. Das ist nicht nachvollziehbar.


Richard0808 antwortet um 29-05-2020 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Theresa habt ihr ein konkretes Ziel was ihr machen wollt wie z.b. Milch, Mast, Obst, Nischenprodukte usw.
Oder kommt ihr auf einen Hof und stellt euch darauf ein wie der Betrieb ausgerichtet ist und versucht das beste daraus zu machen?



Theresa R.9041 antwortet um 30-05-2020 06:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@richard0808 Lieber Richard, wir wollen uns auf die Milchverarbeitung spezialisieren und Direktvermarkten. Mein Lebensgefährte hat Erfahrung im Käsen und auch in seiner Lehre neben der Landwirtschaft Milch verarbeitet. Ich hab Erfahrung damit, aber keine direkte fachliche Ausbildung und meine Mutter ist Käsemeisterin bzw. mein Vater auch Landwirt und sie unterstützen uns sehr in unserem Vorhaben. Wir haben Erfahrung mit Kuh- und Schafmilch, wollen uns aber gern auf Schafmilch konzentrieren. Weil wir bei uns zumindest in der Steiermark wissen, dass es großen Absatz für Schafmilchprodukte gibt. Beide Betriebe, wo wir uns beworben hatten, hatten Hofkäsereien. Am Hof möchten wir gerne unser eigenes Ziel verfolgen, weil wir das langfristig machen wollen und weiterentwickeln möchten. Das ist ein Grund, warum es z.B nicht funktioniert hat. Man wollte keine Veränderung. Also der Klassiker. War bei der Übergabe von meinem Opa zu meinen Eltern auch schwierig mit Veränderungen.. Lg


Aequitas antwortet um 30-05-2020 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sicher nicht einfach.
Generationswechsel sind oft nicht so einfach.
Dann noch ein Betriebswechsel an "Fremde" ist eine ganz andere Liga, zudem kommt das oft die Leute die den Hof übergeben oft keine Kinder hatten und nie gewohnt waren Entscheidungen gemeinsam anzustellen.

Oder sehr sture Zeitgenossen wo die Kinder den Betrieb schon nicht übernehmen wollten.

Einen Betrieb zu finden ist sicher nicht einfach, zudem oft hohe Geldforderungen/Ablösen/hohe Leibrente im Raum stehen können.

Sicher nicht einfach den passenden Betrieb zu finden, aber trotzdem viel Erfolg.




svoboda12 antwortet um 30-05-2020 09:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Theresa, ich glaube jeder würde sagen, das er die Arbeit gut gemacht hat. Du könntest ja deine Sicht schreiben, warum es nicht geklappt hat, aus welchen konkreten Gründen.
Weiters gebe ich dir recht, wenn man den Hof an einen fremden übergeben soll, ist das schwierig. oft denkt man sich dann schon, ob man es nicht einen bekannten oder Verwandten geben soll. Oder einfach weiterverpachten an Nachbarn. Ich glaube nämlich, wenn jemand seinen Hof an einen fremden weitergeben soll/muß, dann gibt es
1. keine Angehörigen
2. er hat sich mit der Familie zerstritten, das er es nicht weitergeben will (dann wird es aber mit einen fremden auch sehr schwierig)
3. wie Punkt 2, nur mit Nachbarn oder bekannte
4. bevor er es weitergibt ohne das weitergewirtschaftet wird, denkt er sich, dann kann ich es selbst auch verkaufen und ein schönes Leben machen (solche Betriebe kenn ich einige), wobei ich ihnen sogar ein bisschen recht gebe.

Ich weiß nicht wie ihr es vorhabt, ob ihr vollerwerb sein wollt oder nicht. Ich bin zwar kein Direktvermarkter, aber ich denke mir mit 8ha im Vollerwerb wird das zu wenig sein. vl kann ein Direktvermarkter eine Einschätzung abgeben,


falkandreas antwortet um 30-05-2020 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Kann mich der Meinung von Svobada nur anschließen. Es gibt immer einen Grund warum dieHofübergeber nicht den normalen Weg einschlagen und nicht in derVerwandschaft bzw an einen Nachbarn verpachten wollen. Oft wird der Grund sein das genauso weitergewirtschftet werden soll wie bisher.
Dein Inserat könnte auch lauten:
Wer gibt sein Lebenswerk auf und schenkt uns seine Landwirtschaft damit wir unseren Lebenstraum verwirklichen können.(mitsprache nicht erwünscht,bei überlassung der Pension,mitarbeit möglich)


richard.w(7n417) antwortet um 30-05-2020 10:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Find Theresa legt da den Finger in die Wunde. Fähige Hofübernehmer gibt es, wer sagt das muss der älteste Sohn sein? In den nächsten Jahren brauchen wir da Ideen. Die Bodenversiegelung rast dahin, die Verwaldung an Grenzstandorten schreitet voran, die Bodenpreise steigen zu schnell usw. Vielleicht könnte eine Bewirtschaftungsverfplichtung helfen oder eine Bremse auf Kulturgrundpreise. Die Ziele der Raumordnung müssen endlich was gelten. So könnten dann engagierte Leute einfach einen Betrieb kaufen, ohne sich in all zu komplizierte Besitzverhältnisse begeben zu müssen.
Alles Gute jedenfalls, hoffentlich ergibt sich für euch etwas zeitnah


xaver75 antwortet um 30-05-2020 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Die Flächen werden von den anderen Betrieben gebraucht, mit Pacht und Pension hat man ein besseres Auskommen, als zur aktiven Zeit als Bewirtschafter, ……… warum soll man sich da jemand fremden herholen?

mfg


Harpo antwortet um 30-05-2020 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
xaver75
Das trifft für grenzelose Egoisten sicher zu die haben aber alle geerbt und nicht gekauft? Wer seinen Besitz in Zukunft. (so wie unsere Vorfahren) erhalten will muss in irgendeiner Form seine Nachfolge regeln.
Wir sollten alle froh sein wenn es noch Junge Leute gibt die Freude an der LDw haben und Idealismus mitbringen. Wenn wir denen Prügel zwischen die Füsse werfen wird die LDW bald zur INDSTRIE verkommen .
Die Frage ist wollen wir das????


Theresa R.9041 antwortet um 30-05-2020 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Zu der Thematik der Generationsübergabe bzw. zwischen Alt und Jung. Bei unseren beiden Probebetrieben war das eigentlich nicht der Fall. Beim einen Hof ging es um eine Kooperation. Der Besitzer war kurz vor den 40igern und wollte den Hof nicht mehr alleine bewirtschaften und eventuell in die Stadt ziehen bzw. nicht mehr so oft am Hof sein. Am Anfang sah alles gut aus, aber am Ende der Probezeit wollte er doch den Betrieb aus persönlichen Gründen, wirtschaftlich stand der Hof sehr gut da, aufhören, keine Tiere mehr haben und allein am Hof wohnen. Das war für uns halt ein bisschen ein Schock, vor allem, da wir geglaubt haben, dass es klappt und haben in der Probezeit für ein Minimalgehalt sehr viel gearbeitet. Beim anderen Betrieb war es eine zerstrittene Hofgemeinschaft eines Demeterbetriebes, die sich aufgelöst hat. Wir sind nicht Demeter, aber hätten uns für den Hof interessiert wegen der Käserei und der arrondierten Fläche und weil wir jetzt nicht viele Alternativen hatten. Wir wollten aber von vornherein in keiner Hofgemeinschaft leben, da wir das eher kritisch sehen, sondern hätten den Hof, der wirtschaftlich ziemlich ähnlich gut da stand wie der andere Probebetrieb, als Betriebsführer gepachtet eventuell mit einem Angestellten und von Kuhmilch auf Schafmilch umgestellt. Schlussendlich hat sich die Besitzerin, die nichts mehr in der Landwirtschaft oder Käserei macht, wieder für den letzten Pächter entschieden, der zwar ein Jahr davor den Hof fluchtartig verlassen hat. Sie gründet nun eine neue Hofgemeinschaft nach ihren Vorstellungen, die den Hof auch nach ihren Sinne weiterführt. Kann sie natürlich machen, sie ist ja die Besitzerin. Wir sehen das aber ein bisschen kritisch, da es uns schwierig erscheint, jemanden sein Lebenswerk aufdrücken, vor allem, wenn deswegen die letzte Hofgemeinschaft dann schlussendlich auch gescheitert ist, weil sich die Leute nur als Erfüllungsgehilfen gefühlt haben.


Theresa R.9041 antwortet um 30-05-2020 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
@svoboda12 ja es ist meistens so, dass dann die Nachbarn die Flächen pachten und die Landwirtschaft seht leer und verfällt. Oder man verkauft die Landwirtschaft um 600 000 Euro aufwärts. Käufer sind dann, entweder selbst Landwirte, die durch ihren Grundbesitz die Sicherheit für den Kauf haben und die Flächen bewirtschaften oder es kaufen betuchte Leute, die eine Hobbylandwirtschaft führen, Pferde hinstellen oder als Zweitwohnsitz benutzen. Bei beiden Varianten heißt das halt oft ein Ende der Landwirtschaft und das ist eigentlich schrecklich. Weil persönlich denke ich, sollte der Erhalt der Landwirtschaft, vor allem in Österreich, wo es durchschnittlich eher kleinere Betriebe mit 20 ha gibt, in einem gesellschaftliches Interesse gesehen werden. Denn sie ist für uns in so vielen Bereichen wichtig.

Zur Hofnachfolge. Nur weil man eine Hofnachfolge außerhalb der Familie sucht, würde ich nicht behaupten, dass die Familie zerstritten ist. Weiters heißt es auch nicht das "fremde" Personen immer schlecht sind. Man kann mit "fremden" Leuten oft ein besseres Auskommen haben, als mit der eigenen Familien. Wie heißt es manchmal Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht. Schlussendlich glaube ich, bei einem respektvollen und wertschätzenden Umgang kommt man in vielen Situationen, ob fremd oder blutsverwandt, sehr gut aus. Aber trotzdem sollte man vor allem in der Landwirtschaft, einen Beruf, der so individuell ist, den man ja auch deswegen oft gerne macht, jeder Generation seine Freiheit geben. Aber zum Glück gibt es ein paar Ältere, die das dann doch auch so sehen.



Theresa R.9041 antwortet um 30-05-2020 16:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
@falkandreas Niemand hat gesagt, dass uns jemand sein Betrieb schenken muss. Wir haben uns eigentlich schon damit abgefunden, dass wir bei einer Landwirtschaft vielleicht keinen Besitz haben werden können und das ist für uns auch ok. Wir würden deshalb auch einen Hof langfristig bis zur Pension pachten.
Aber ich verstehe den Grund nicht warum man an seinen Betrieb bis 80, 90 Jahren arbeiten muss/will, nur damit das Lebenswerk so bleibt wie es ist und sich nichts ändert. Wenn man dann nicht mehr ist, hat man keine geklärte Nachfolge und die Zukunft des Hofes schlussendlich komplett ungewiss.

Als meine Eltern den Hof von meinen Großeltern übernahmen hatten sie wirklich sehr viel Stress mit meinem Opa. Deshalb haben sie dann bei der Übergabe an meine Schwester und meinen Schwager ihnen soviel Freiheit eingeräumt, dass sie aus den Hof machen konnten, was ihnen Freude an der Landwirtschaft bereitet. Der Betrieb wurde komplett umgestellt. Von einem der größten Kuhmilch-Direktvermarktungsbetrieben in der Umgebung zu einem Pferdebetrieb. Und die Familie ich habe fünf Geschwister, ist nicht zerstritten und wir haben uns alle gern. Die Frage ist, was wäre passiert, wenn meine Eltern ihr Lebenswerk meiner Schwester aufgezwungen hätte..


svoboda12 antwortet um 30-05-2020 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
@Theresa, ich habe nie behauptet, das fremde Leute schlechte Leute sind.

Aber wie du selbst schreibst, kann es sein, das man mit fremden besser auskommt wie mit der eigenen Familie. Und das habe ich vorhin gemeint. Wenn man in der Familie nicht übergeben will, wird es Probleme gegeben haben


gbgb antwortet um 30-05-2020 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Guten Abend!

Eventuell auch einen Bauernhof in Erwägung ziehen, wo nur mehr relativ wenig Grund rund ums Haus dabei ist.
Das Angebot wäre da vermutlich schon größer.
So ein Hof wäre zwar auch noch teuer, aber doch schon eher im Bereich des Leistbaren.
Und nach einem Kauf würde er uneingeschränkt Euch gehören.

Im Hof dann wohnen und die Käserei und die Vermarktung machen.
Die Schafe auf Pachtwiesen halten oder die Schafmilch von einem Partnerbetrieb zukaufen.

Aber an das werdet Ihr eh selber auch schon gedacht haben.

Wird jedenfalls schon noch was werden, eines Tages habt Ihr dann auch so eine bekannte Milchmarke wie die Maresi (weil da auch die Resi drinnen vorkommt).
Und Rene klingt auch ein bisschen französisch, so wie Euer Gabalier.
Und bei den Franzosen denkt man gleich an gutes Essen.

Freundliche Grüße aus dem Mostviertel und viel Erfolg!


Theresa R.9041 antwortet um 30-05-2020 21:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
@svoboda12 tut mir Leid, ich habe es falsch formuliert. Ich wollte schreiben, dass viele glauben, dass eine Hofnachfolge an "Fremde" nicht denkbar ist oder überhaupt nicht in Frage kommt. Dabei würde vielleicht mit mehr Offenheit zum Thema Hofnachfolge und Weitergabe ein paar Höfe nicht aufhören müssen. Es gibt zum Beispiel die Landwirtschaftsschule Grottenhof in Graz und wir wissen, dass dort ein größerer Teil der Schüler und Schülerinnen aus Graz kommt. Sie haben auch keinen elterlichen Hof zum Übernehmen, sind aber vielleicht trotzdem sehr qualifiziert. Aber ich finde die Diskussion im Forum darüber und die verschiedenen Meinungen sehr interessant.

@gbgb tatsächlich haben wir schon daran gedacht und ein Angebot von einer Pacht für eine Landwirtschaft mit 2,5 ha. Für uns gehört aber die Haltung und Betreuung der Tiere, die Milchverarbeitung und die Grundfuttererzeugung, die essentiell für eine gute Milchqualität, zusammen und das möchten wir gerne selbst übernehmen. Und da das Tierwohl für uns an sehr großer Stelle steht, möchten wir unbedingt eine nahezu ganzjährige Weidehaltung gewährleisten. Weiters sollte die Landwirtschaft zumindest für meinen Lebensgefährten im Vollerwerb geführt werden kann. Nebenerwerb sehen wir schwierig. Es sollte zumindest einer davon leben können, es steckt ja auch viel Arbeit dahinter.

Aber herzlichen Dank für den sehr netten Zuspruch, auch von den anderen und ich halte euch auf dem Laufenden. :)


falkandreas antwortet um 30-05-2020 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Wenn ihr sie nicht geschenkt haben wollt solltet ihr das auch so komunizieren,ich habe das so verstanden. Suche Landwirtschaft mit Hofstelle zur Langfristigen Pacht ! Ich glaube da wärt ihr Erfolgreicher! Euer Trumpf wäre das die Flächen jeder pachten will ,aber die Hofstelle nicht


Heimdall antwortet um 30-05-2020 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Wenn ihr das nur bis zur Pension macht,müsst ihr euch das Finanziell gut überlegen.
Bauernpension ist zum verhungern, wenn kein Wohnrecht (meist ohne Betriebskosten) vorhanden.

Ein bekannt hat vor kurzem einen Hof "geschenkt" bekommen. Mit den Leuten hatte er bis dahin kaum 2 ganze Sätze gesprochen, plötzlich fragen die ob er es haben möchte...
Also, alles ist möglich ;).

Heimdall



meki4 antwortet um 31-05-2020 00:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Bei uns ist vor kurzem ein Weidebetrieb verkauft worden. mit modernem Stall - nur hat ihm der Stall das Gnack gebrochen.
Wollt ihr eigentlich normal oder bio wirtschaften?


Theresa R.9041 antwortet um 31-05-2020 08:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@meki4 grundsätzlich schon bio, der Betrieb muss aber nicht von vornherein bio sein. Lg


gbgb antwortet um 01-06-2020 15:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo,

habt Ihr wahrscheinlich eh gelesen.
In der aktuellen Landwirt-Ausgabe ist nämlich ein mehrseitiger Bericht über eine Osttiroler Familie, die nach Unstimmigkeiten mit dem Verpächter wieder vom seit vielen Jahren gepachteten Betrieb wegziehen musste.
Verständlicherweise mit viel Wehmut, weil die ja dort auch gewohnt und investiert haben.

Bei nur Flächenpacht ist das meistens viel einfacher.

Daher alle irgendwie vorstellbaren Situationen gut bedenken und sich möglichst gut absichern.

Freundliche Grüße


georg.r(ypf43) antwortet um 02-06-2020 02:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo Theresa!

Habe mit Interesse die Diskussion verfolgt. Zunächst kreiste es ja um Hofnachfolge bzw. Kauf. Also gleich mal vorweg, ich will meinen Hof weder verschenken noch verkaufen, habe ihn selbst erst vor 5 Jahren geerbt und da das Töchterchen erst im Kindergarten ist hat die Frage der Hofnachfolge noch etwas Zeit. Später wechselte die Diskussion in Richtung Betriebspachtung, da bin ich hellhörig geworden, so einem Modell gegenüber wäre ich durchaus aufgeschlossen.

Da ich Vollzeit in der Stadt arbeite und dort auch wohne mit der Familie, musste ich den Großteil des Grundes verpachten. Bewirtschafte hobbymäßig gemeinsam mit der Mutter nur noch eine kleine Fläche rund ums Haus + eine größere Forstfläche, aber selbst dafür reicht die Zeit nicht aus, und finanziell schaut am Ende auch nix raus, wir stecken eher noch Geld rein. Freie Wochenenden oder Urlaub - Fehlanzeige.

Am vernünftigsten wäre sicher zusperren, ich möchte mir diese Hintertür aber offen halten da ich sicher nicht ewig in der Stadt und im Bürojob bleiben will (sofern halt auch die Familie einem Umzug aufs Land mal zustimmen würde). Außerdem kostet ja schon der Erhalt des Hofes selbst eine Menge, das muss man sich auch erst mal leisten können. Ich bin daher natürlich ständig am Grübeln, wie der Betrieb langfristig (am Leben) erhalten werden kann. Und noch schöner wäre, wenn er wieder voll bewirtschaftet wird und jemand auch noch davon leben könnte (nicht notwendigerweise ich selbst).

Ihr habt ja schon einige (leider negative) Erfahrungen gesammelt bei der Bewirtschaftung von bzw. Mitarbeit in bestehenden Betrieben, seht das aber noch immer als eine Option an, wie ich verstanden habe. Wie gesagt, ich wäre solchen alternativen/kooperativen Bewirtschaftungsformen durchaus aufgeschlossen (offen gesagt, ich halte das so gerne propagierte Konzept des landwirtschaftlichen 1-Familien-Betriebs sowieso für überholt).

Also rein hypothetisch gefragt - würde ich euch meinen Betrieb (13 ha LW + 17 ha FW) zur Bewirtschaftung überlassen, wäre es dann möglich, mit eurem Konzept (Schafmilch-Direktvermarktung) den Betrieb im Vollerwerb zu führen? Wieviel Arbeitskraftbedarf würdet ihr veranschlagen? Ich würde in jedem Fall ein gewisses Mitspracherecht und Mitwirkungsrecht fordern. Bitte betrachte das rein als Gedankenspiel, mich würde einfach deine Meinung interessieren, ob das ein realistisches Szenario für euch wäre. Ganz davon abgesehen wollt ihr ja offenbar sowieso in der Steiermark bleiben, während mein Betrieb im Mühlviertel liegt, und Wohnmöglichkeit müsste auch erst geschaffen werden.

PS: bei uns werden jetzt schon seit 30 Jahren Schafe gehalten (allerdings keine Milchschafe).


Theresa R.9041 antwortet um 03-06-2020 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
@gbgb Danke für die Info. Ich habe leider diese Ausgabe vom Landwirt nicht mehr, kann man den Artikel im Internet vielleicht nachlesen bzw. welche Überschrift hatte es und unter welcher Rubrik stand es. Was uns wenigstens von den schlechten Erfahrungen bei den Höfen bleibt, ist wirklich, dass wir gelernt haben alle Szenarien, so wie du es geschrieben hast, durchzudenken, weil es kann offensichtlich wirklich alles passieren. Aber es wird immer ein Risiko geben, weil es kann immer was passieren, egal ob Pacht, Leibrente, aber auch Kauf. Bei einer Vertragsaufsetzung für eine langfristigen Pacht oder anderen Formen würden wir die Landwirtschaftskammer und auch einen Anwalt heranziehen, vor allem wenn es um Investitionen am Hof geht, sehen wir das wichtig. lg Theresa


jakob.r1 antwortet um 03-06-2020 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Grüß Dich Theresa, es ist verlorene Zeit einen Betrieb zu pachten. Wenn sich der Eigentümer schon ausrechnet das er nichts verdienen kann, dann soll jemand kommen und obendrauf noch Pacht bezahlen -- und davon leben. Ausserdem solltest Du nicht in einem Pachtvertrag gebunden sein, wenn sich plötzlich eine Gelegenheit auftut einen Betrieb "geschenkt" zu bekommen. Die Gelegenheiten sind zwar selten, aber kommen oft unverhofft. Besonders größere Betriebe von alleinstehenden Personen ohne Nachkommen die noch den Bauernstolz kennen und denen es wichtig ist das der Betrieb als Ganzes erhalten bleibt, werden nicht verkaufen oder unverschämte finanzielle Forderungen für Leibrente oder Austrag stellen, weil bei denen das Wohl des Betriebes an erster Stelle steht. Wenn da vom Betriebsleiter eine gleiche Chemie zu Euch besteht, ist es leicht möglich so einen Betrieb geschenkt zu bekommen. Man merkt dies ja gleich beim ersten Treffen, ob man mit dem Anderen kann oder nicht. Geht einfach Eurer gewohnten Arbeit nach und horcht Euch viel bei Viehändlern und Holzhändlern um, eventuell kann der Mann als Betriebshelfer beim Maschinenring aushelfen... und Inserate schaut Ihr ja eh intensiv. Zielführend kann auch ein guter Draht zu Pfarrern sein, weil einsame Betriebsleiter nicht zum Psychiater sondern eher zum Pfarrer gehen. Erfahren kannst auch viel wenn Ihr auf Pensionistenbälle oder dergleichen Veranstaltungen geht, bei denen Oberkrainer- oder Zillertaler Besetzungen zum Tanz spielen, weil einsame Bauernhofbesitzer eher weniger auf Rockkonzerten unterwegs sind. Da auf solchen Veranstaltungen auch die diversen "Dorfratschen" zugegen sind, kann auch hier der eine oder andere Tip rausspringen.
Viel Erfolg wünscht Euch
Jakob


gbgb antwortet um 03-06-2020 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo,

4 Seiten "Fragen und Antworten rund um das Thema Pacht" von Angelika Leitner, Landwirt Chefredakteurin in Ausgabe 11/2020.
Die oben erwähnte Familie, die letztendlich wegziehen musste, kommt darin vor.

Die Fr. Leitner wird sich eh freuen, wenn von ihrem Artikel die Rede ist, die lässt Dir das sicher als Gratis-Probeheft zukommen.

Ich meine halt, dass man nicht nur das Schöne sehen sollte, weil man das so gerne hätte.
Sondern eben auch nüchtern sich vorstellen, was alles daherkommen könnte.
Wie Du schreibst, ein gewisses Risiko wird immer bleiben, das halt möglichst gering halten.
Das Sprichwort "Wer nicht wagt, gewinnt nicht" gibt es ja auch. Aber alles halt mit der nötigen Vorsicht.

Bei anderen Lebenssituationen, die bei Mann und Frau aber viel häufiger vorkommen, ist das vielleicht ähnlich.

Freundliche Grüße und wird schon gut gehen!


angelika antwortet um 05-06-2020 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Hallo!

Der oben genannte Artikel ist unter folgendem Link verfügbar:
https://www.landwirt-media.com/fragen-und-antworten-rund-um-das-pachten/

Liebe Grüße,
Angelika Leitner


Aequitas antwortet um 05-06-2020 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaft zur Nachfolge gesucht!
Einen Betrieb zu pachten ist auf Dauer sich nervenaufreibend.
georg.r(ypf43) hat ja einen Betrieb den er nebenbei betreibt. Er steckt viel Arbeit rein und Geld zahlt er auch drauf.
Was ist hier ein gerechter Pacht? Am besten wäre es "nur" das die Betriebskosten wie Versicherung, Grundsteuern, Fixkosten vom Pächter gedeckt werden, vielleicht noch Naturalien wie Schafmilchprodukte. Der Betrieb ist bewohnt und er verkommt nicht. Win Win für beide.

Wenn relativ gute Einnahmen durch intensive Direktvermarktung machst kommt mit der Zeit vermutlich etwas neid und die Pacht wird höher oder anderes Konfliktpotential, im schlimmsten Fall ist der Betrieb wieder weg.

Zudem sind oft bei solchen Höfen die Wohnhäuser sehr verkommen, wer zahlt die Sanierungen, was ist wenn der Pächter dafür aufkommt neue Fenster und Türen, Küche, Installationen zu erneuern und später aber rausgeworfen wird.

Alternative wäre ein altes Bauernsacherl ohne (oder mit wenig ) Grund zu kaufen und Flächen zu pachten.
Denn hier ist jeder Euro den ihr in die Infrastruktur reinsteckt euer Geld und kann euch nicht mehr weggenommen werden.

Oder, was wäre wenn ihr am Elterlichen Betrieb mit der Schwester eine Kooperation gründet, Milch in den vielleicht vorhandenen Verarbeitungsräumen zu Käse,... verarbeiten, einen Stallkomplex pachten oder daneben für euch ein kleiner Stall und Wohngebäude bauen und Flächen selber pachten, ihr könnt dann auch auf die vermutliche Mithilfe deines Vaters beim Käsen zählen.


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