Jäger contra Weidehaltung

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tina.e(1fz1) 18-04-2020 19:43 - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Hallo,
wir haben seid 4 Jahren hier im Sommer immer Pensionsrinder. (Viele Wiesen sind am Waldrand)
Jetzt habe ich gehört, dass unser Jäger sich sehr darüber aufregt und überall schlecht über uns redet.
Da ich mich rechtlich nicht wirklich auskenne wollte ich fragen wie das so aussieht.
Hat der Jäger ein Recht mich wg. der Tiere mündlich anzugehen oder kann er es mir sogar verbieten.
Wie kann ich kontern wenn er auf mich zukommt?

Sage schon mal vielen Dank für Eure Hilfe.

Gruß Tina


sts antwortet um 18-04-2020 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Durch die Weidezäune können die Rehe usw. nicht mehr so einfach auf die Wiese "ausziehen" und sind daher für die Jäger schwieriger zu sehen und zu erwischen. Daher der Ärger der Jäger. Rechtlich kann und darf ein Jäger aber natürlich nichts unternehmen dagegen


Ferdi 197 antwortet um 18-04-2020 23:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Die Land- u. Forstwirtschaft ist zum Erwerbe u. als z.B. Familieneinkommen notwendig.
Und die Jagd ist ein Hobby, dass auf fremden Grund u. Boden meistens ausgeübt wird.

Also was ist wichtiger?
Die Jägerschaft hätte zumindest den gesetzlichen Auftrag Wildschäden hinten anzuhalten, also z.B. Wald vor Wild, ist aber in der Realität sehr oft umgekehrt der Fall.

Solange es Großflächig einen viel zu hohen Wildbestand gibt, habe ich keinen Respekt von dieser "heiligen Jagdgesellschaft" und Trophäenzüchtern.



richard.w(7n417) antwortet um 19-04-2020 06:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Du hast was gehört?
Erster Weg wäre für mich direkt zum Jäger um die Sache zu besprechen. Was du gehört hast, und dir andere zutragen, sollte für dich nichts gelten.


svoboda12 antwortet um 19-04-2020 08:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@hubhel, sag das einen Jäger, daß das ein Hobby ist. Da hab ich mich mal sehr unbeliebt gemacht. Ich sagte nämlich jeder hat sein Hobby und Hobby kostet halt immer Geld (Weil der Jäger gemeint hat er verdient eh mit der Jagd nichts). Dann erklärte er mir, das die Jagd kein Hobby ist. 'Aber er konnte mir auch nicht erklären was es sonst ist, als ich fragte. Denn für mich gibt es die Berufsjagd, was er definitiv nicht ist, und die Hobbyjagd. Seither ist er nicht mehr gut zu sprechen auf mich. Ist aber nicht auf meinen Grund tätig.


179781 antwortet um 19-04-2020 08:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Ein Jäger kann einem Bauern nicht verbieten seine Tiere auf der Weide zu halten. Umgekehrt geht es schon, dass der Bauer seine Flächen vor einer Wildtierhaltung der Jägerschaft schütze darf. Im Wald ist das vielerorts notwendig. Weil es Jäger gibt, die nicht gewillt sind, den Wildbestand an die natürlichen Gegebenheiten anzupassen, sind Bauern etwa gezwungen, Aufforstungsflächen einzuzäunen.
Bei uns sind die Grundstücke auf 3 Seiten von Wald umgeben, und es herrscht daher ein reges kommen und gehen bei den Rehen. Die haben auch keine Probleme mit den eingezäunten Weideflächen. Wir haben überall zwei Schnüre und die untere auf ca. 60 cm. Da schlüpfen die Rehe problemlos durch, selbst in vollem Galopp. Wo die Weidefläche groß genug ist, sind sie sogar gleichzeitig mit den Kühen dort zu sehen. Die Jäger kommen damit zurecht.

Gottfried




muku8 antwortet um 19-04-2020 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
für alle
Jagd ist sicher kein "Hobby", sie ist Teil der Land- und Forstwirtschaft, Jagdpächter müssen ja auch Beiträge zur SVB, jetzt SVS leisten, schade dass das so wenige Bauern/Jäger wissen, ........


richard.w(7n417) antwortet um 19-04-2020 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Vielleicht sind die meisten hier eh Hobbylandwirte und Exbauern, darum fehlts soweit beim Wissen um Land- und Forstwirtschaft.
Und ja, ganz sicher ist der BB oder sonst irgendwer andere schuld an was auch immer.


Juglans antwortet um 19-04-2020 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@nuku: Jagd ist ein Kasperltheater sonst nichts. Ich alleine produziere mehr Lebensmittel als die gesamte Jagd in Österreich zusammen (gerechnet auf Basis Nährwert).
Die Jagd sorgt durch massive Wildschäden und Überpopulation dafür das die Landwirtschaft weniger produziert als möglich wäre. Die Jagd ist somit kontraproduktiv für die Nahrungsproduktion.
mfg
p.s.: Jäger können die Einzäunung von Privatflächen keinesfalls verbieten.


xaver75 antwortet um 19-04-2020 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@Richard.w 19.04.2020 06:51
Seh ich ähnlich, bei Problemen suche ich auch den direkten Weg, das über 3 Ecken interessiert mich da wenig.

mfg


mittermuehl antwortet um 19-04-2020 11:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Wenn eine Fläche ständig gut eingezäunt ist, könnte man sie aus der Jagd nehmen ... keine Jagdpacht ... keine Jäger ... da muß man aber mit der BH zurecht kommen.

Weidehaltung geht den Jäger aber nichts an. Das sie ihn stört ist aber klar.


hardl1266 antwortet um 19-04-2020 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
wurde gefragt wie man als jäger einen affen erlegt.ich wusste es nicht obwohl selbst jäger

achtung satiere


gbgb antwortet um 19-04-2020 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Hallo!

Da müsste ich mir schon wirklich aüßerst sicher sein, dass jemand über mich schlecht redet, bis ich denjenigen drauf ansprechen würde.
Im Zweifelsfall würde ich nichts sagen.
Die Tina möchte ja auch nicht den Jäger anreden, sondern für eine Anfrage vom Jäger gerüstet sein.
Das eventuelle Problem hat ja nicht die Tina, sondern der Jäger.

Mit dem Einzäunen kenne ich mich nicht aus, aber das mit dem Drunterschlüpfen können, wie es der Gottfried geschildert hat, erscheint mir auch ganz sympathisch.

Freundliche Grüße


richard.w(7n417) antwortet um 19-04-2020 13:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Fragen kostet ja nichts. Man muss ja nicht gleich brüllend und polternd daher kommen. Kommt immer drauf an wie man drauf ist und ob man mit anderen Menschen auch mal sachlich normal redet. Sollten die Gerüchte falsch sein, kann man die Sache schnell klären. Sollte der andere nicht die Schneid haben ehrlich seinen Standpunkt darzustellen, hat sich die Sache auch erledigt. Wenn er weiterhin hinten rum blöd redet ist er halt ein weiteres Armutschgerl, dass dir nichts kann.
Meiner Erfahrung ist ein klärendes Gespräch immer besser als sich allerlei auszumalen was der andere vielleicht an Problemen hat. Meist liegt man eh daneben. Vielleicht gehts nur darum wie Gottfried schrieb irgendwo einen Draht höher zu hängen (was ähnliches hab ich mit einem Jäger auch vereinbart).


hardl1266 antwortet um 19-04-2020 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
das gewehr wenden

achtung satiere


muku8 antwortet um 19-04-2020 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@juglans
geh sei so lieb und stell deine "Nährwertrechnung " hier ins Forum, würde sicher viele interessieren,
.....achja und für welches Hobby muss man noch Beiträge zur SVB zahlen, wäre auch interessant und
"wo ist da die (Gegen)Leistung???"


Juglans antwortet um 19-04-2020 16:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@muku: 0,7kg Wildfleischverzehr pro Österreicher und Jahr. macht 6,023 Millionen Kilo. Fleisch hat durchschnittlich ein Drittel des Nährwertes von Getreide. 6000 Tonnen durch 3 wirst auch du rechnen können. Und da ich mehr produziere stimmt meine Rechnung.
mfg
p.s.: Aus Klimasicht ist Wild die Katastrophe schlechthin. Wenn man den Aufwand der Jagd in CO2 umrechnet und dem erlegten Fleisch gegenüberstellt würde den Verbrauchern jeder Bissen Wild im Hals stecken bleiben. Und Wild zerstört gesunde Wälder


mitmart antwortet um 19-04-2020 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Weil hier Jäger doch eher schlecht wegkommen nur mal kurz zum nachdenken:

1.) Das Jagdrecht steht euch zu, niemand zwingt euch es zu verpachten.
2.) Schließt euch zusammen und bejagt selbst, dann wird man sehen ob ihr es besser macht.
3.) Seid froh das es genug "Hobbyjäger" gibt die eure Arbeit machen und noch dazu blöd genug sind sehr viel dafür zu bezahlen. Ihr würdet nämlich blöd schauen wieviel Zeit ihr selbst investieren müsstet, um den Wildstand zu verringern und könntet euch dann euren Wildschaden selbst zahlen.



mittermuehl antwortet um 19-04-2020 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Dazu muß man auch wissen das in Österreich nicht nur ein Jagdrecht sondern auch eine Jagdpflicht für die meisten Flächen gilt. Das Jagdrecht über eine Jagdgenossenschaft an eine Jagdgesellschaft zu verpachten ist halt für den Grundeigentümer die einfachste Art dieser Jagdpflicht nachzukommen.


richard.w(7n417) antwortet um 19-04-2020 18:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
mitmart +1


little antwortet um 19-04-2020 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@mitmart
schöne Worte!
Fakt ist das Jagdpächter nur der werden kann wo der Vater, Großvater, Urgroßvater, Ururgroßvater,... Konsorte war. Oder du Gewerbetreibender bist der den Bauern schon den Grund ausgekauft hat.
Sonst hast keine Chance, sehe es in unserer Gemeinde und in den Nachbargemeinden ist es gleich oder noch schlimmer.
Würde sofort auf den Jagdpacht verzichten wenn ich meine Flächen selbst bejagen dürfte. Wildbret gehört mir und Wildschaden ist auch mein Problem.
little


179781 antwortet um 19-04-2020 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@ mitmart ........nämlich blöd schauen wieviel Zeit ihr selbst investieren ..... hast du geschrieben. Mit einem Teil davon was du geschrieben hast, magst du Recht haben. Aber diese Aussage ist sicher falsch.
Das trau ich mir schon behaupten, dass ich in relativ kurzer Zeit mit einem überschüssigen Rehbestand aufgeräumt hätte. Schwieriger wird es bei Schwarzwild, weil die sind sehr beweglich und intelligent. Die kriegt man nicht so leicht in den Griff.

Gottfried


mitmart antwortet um 19-04-2020 19:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
little, Hängt natürlich vom Bundesland ab, manche haben da ja abenteuerliche Vergabewege. Du kommst vermutlich nicht aus NÖ



little antwortet um 19-04-2020 20:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Nein, OÖ.
Vor allem gehört die Trophäenschau verboten. Für 90 % der Jäger ist wichtig was am Haupt drauf ist und scheiß egal was am Haupt dran ist. Keine Wertschätzung des Wildbrettes, Hauptsache viele Knochen.
little


Juglans antwortet um 19-04-2020 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@mitmart: Als Bauer hat man im Normalfall weniger als 115 ha zusammenhängende Fläche. Das Mitspracherecht bei der Genossenschaftsvergabe ist enden wollend.
Zum wichtigsten Punkt: Wärmebildkameras sind bereits erfunden worden, wenn man will ist in einer Woche aufgeräumt. Den Schaas mit dem soviel Arbeit kannst du also vergessen.
mfg


richard.w(7n417) antwortet um 20-04-2020 05:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@Juglans: schreib doch nicht so einen Schmarn. Als wäre des Jägers einzige Aufgabe Wild zu finden und abzuschießen. Du weißt doch selber das stimmt nicht. Und du wunderst dich, dass in der Genossenschaft nichts zu melden hast? Na prost.


toni69 antwortet um 20-04-2020 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Hallo Tina
Meine Gedanken dazu.
Wenn dein Zaun nicht fix ist (Stacheldraht) und er halbwegs leicht umzustellen ist könntest dem Jäger vielleicht einen Vorschlag machen.
Natürlich musst du selber wollen.
Angenommen du müsstest einen Streifen am Waldrand nicht unbedingt beweiden und könntest ihn ohne besonderen Mehraufwand maschinell ernten.Gut gepflegtes Grünland ist natürlich auch beim Wild sehr beliebt. Der Jäger könnte vielleicht seinen Abschuss leichter erfüllen, entschädigt dir den Aufwand (muss man gscheit verhandeln) , und beide hättet ihr einen gewissen Vorteil.
Wäre eine Möglichkeit.


kraftwerk81 antwortet um 20-04-2020 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Den


mitmart antwortet um 20-04-2020 11:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
juglans. so stellt sich der kleine Hansi die große Welt vor eine Wärmebildkamera und alle Probleme sind gelöst.....
Das funktioniert im Winter am Feld ganz gut Aber im Wald auf Rehwild bei Temperaturen um die 25- 30 Grad kaum. Weiterhin ist Nachtzieltechnik immer noch nur auf Schwarzwild erlaubt. Ja solange die Rehe dicht stehen ist es leicht welche zu schießen. Wenns dann die Bejagung schärfer wird und die Rehe heimlicher werden sind noch immer genug da zum verbeissen.

Und zum Thema Genossenschaft vielleicht wenn ihr euren eigenen Neid ein wenig kürzer bringen würdet und Zusammenarbeiten würdet, dann könnten auch die Genossenschaften an ihre Leute selbst vergeben.
Aber man hat gerade jetzt wieder gesehen das ein großer Teil lieber dem Primar sein Geld nimmt und sich dann über Schäden ärgert als ein paar Nachbarbauernjagern das Revier billiger zu geben.

In einer Woche aufgeräumt Hahaha, mach die Jagdprüfung So Leute wie du werden händeringend gesucht!


xaver75 antwortet um 20-04-2020 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Die kleinen Hansis denken da viel zu einfach, Wildentnahme soll mit System erfolgen, sonst vermehren sich die Kümmerer weiter.
Im Stall ersetzt man auch nicht wahllos Tiere, sondern die , welche ausselektiert gekören.
Im Stall nennt man das Zucht, wie es die Jäger nennen, weiß ich nicht. ,-)

mfg


mittermuehl antwortet um 20-04-2020 16:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Hege... ;)



179781 antwortet um 20-04-2020 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Ich würde das eher einmal unter Schädlingsbekämpfung einordnen. Wenn dort wo 15 Rehe ordentlich Platz haben 25 herum sind, gehören 10 davon weg, weil genau die 10 zu viel sind Schädlinge. Die anderen ein Teil der Natur, der erhalten werden soll. Das ist eine Form von Pflanzenschutz. Als Biobauer macht man das ohne Chemiekalieneinsatz mit der altmodischen Methode des verschießen von Bleibatzen. Das man da zuerst die "Hintennach" wegräumen soll, ist ja wohl logisch.
Nur wenn man dafür die Jagdprüfung machen muss, dann kommt der ganze Dusel mit "waidgerecht" und so und das ist einem erfolgreichen Pflanzenschutz hinderlich.
Und zu der treuherzig vorgeschlagenen Massnahme, einen Teil der Weide abzureissen und dort das Gras zu mähen und den Kühen heimzufahren, kann ich auch nur den Kopf schütteln. Ein arbeitswirtschaftlicher Schuss ins Knie ist das. Wenn eine normale Zäunung gemacht wird, die ausreicht um Kühe und Kälber auf der Fläche zu halten, dann können da auch die Rehe durch.

Gottfried


Ferdi 197 antwortet um 20-04-2020 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@Xaver 75 Die Jägerschaft betreibt in Österreich zumindest bei allen Genossenschaftsjagden mindestens eine 90% Torphäenzucht, dass wird wohl beim Jagdkurs so erlernt.

Zumindest kommt es mir: Von Kärnten über Salzburg / OÖ bis nach NÖ und sehr vielen anderen Grundbesitzern / Bewirtschafter so vor.
Jede Person die in Wäldern spazieren geht erkennt das, nur die Forstorgane dürften da erblindet sein.
Ist aber klar die alle bei den Jagdverbänden ja fest verankert.

Wo eine Wald vor Wild Bewirtschaftung meistens funktioniert, ist nur bei den Eigenjagdgebieten die auch sehr oft die Jagd auch verpachten, und dadurch selber eben die Forstaufsicht machen bzw. dementsprechend abhandeln.


Juglans antwortet um 20-04-2020 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@mitmart: Selber Kasperl. 1. habe ich die Jagdprüfung. 2. Haben wir auch eine Eigenjagd. 3. Bewirtschsaften wir viele Streuflächen in mehreren Ortschaften. 4. Wir haben leider nicht die Zeit das Kasperltheater der Jagd auszuüben so wie es sich die Herrn Jäger und die BH vorstellen. Das ist mir zu blöd. 5. Wenn ich dürfte wäre aufgeräumt. 6. Aus bekannten Gründen - Kasperljagdrecht - darf ich leider nicht auf allen meinen Flächen jagen. 7. Wenn die Oberschnorrer von Jäger die Wildschäden zahlen würden hätte ich kein Problem. Da aber ALLE die ich kenne Schnorrer sind funktioniert das leider nicht. Deshalb ist das System so wie es ist schlecht.
mfg


Ferdi 197 antwortet um 20-04-2020 23:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@Juglans super / perfekt geschrieben, am System happerts schon über viele Jahrzehnte.

In Wirklichkeit ist das auch das Problem bei der Borkenkäferplage seit einigen Jahren.
Denn wegen dem viel zu hohen Wildbestand im Wald, seit Ende der siebziger Jahren ist nur mehr die Fichte hochgekommen.
Tanne, Lärche, usw. alles ist wegen den viel zu hohen Wildbestand geschädigt worden u. eben ausgefallen.

Die Daten aus dem Wildeinflußmonitoring gibt es ja, aber keine Kosequenzen!!!!!!!!



mitmart antwortet um 21-04-2020 06:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
Juglans, bravo, dann hättest du ja zumindest schon mal in deiner Eigenjagd Zeit aufzuräumen. Wenn man das engagiert genug macht räumt man je nach Lage das eine oder andere Nachbarrevier mit aus. Tust du das oder hast du die Eigenjagd verpachtet?

Siehst du, du schreibst du hast nicht die Zeit nach den Behördenauflagen zu jagen und schimpfst aber gleichzeitig über andere die sich diese Zeit nehmen die selben Regeln einhalten müssen und sogar noch dafür zahlen etwas zu tun, was eigentlich deine Arbeit wäre.

Zu 7. der Wildschaden im Wald wird durch die Schadenszahlungen nie gedeckt sein. Darum finde ich es dumm sich damit zufrieden zu geben wenn man die Möglichkeit hat das selbst in die Hand zu nehmen.

Und zu den Schnorrern, viele Jäger sind bereit Schäden zu zahlen, sie wollen aber nicht für deppert gehalten werden. Wenn jemand einen Maisacker mit Schäden darauf so abrechnen will, dass er 50% weniger Masse heimgefahren hat als im Vorjahr und das entsprechende Minus bezahlt haben will, der Jäger der dort täglich rumläuft aber weiß das der Mais dort aufgrund der Trockenheit voriges Jahr um ca ein Drittel weniger Höhe erreicht hat dann ist der Schnorrer wohl eher am Traktor zu suchen.


fgh antwortet um 21-04-2020 06:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Jäger contra Weidehaltung
@mitmart:
Es gibt eben gute und schlechte Jäger und so gibt es dort auch Schnorrer und Gönner...
Wir haben in unsere Gemeinde (durch vor der Zusammenlegung) mehrere Jagdgesellschaften, da sieht man wie unterschiedlich das sein kann....
Die einen schenken dem Grundeigentümer auf Wunsch jährlich ein Reh und helfen bei Schutzmaßnahmen bzw. machen sie ganz wenn das Material gestellt wird, die anderen beteiligen sich beim Schutzermaterial und helfen auf Wunsch, dann haben wir noch die die unbeschränkt Trico bezahlen, wenn man es brauch und zum Schluss haben wir noch die, die selbst bei extrem hohen Schäden nur wenn man dauerhaft dahinter ist, so nett sind und ev. mal was schießen, heuer ist das ganz blöd, weil der Preis so tief ist, in den Vorjahren musste man oft warten bis die Stücke anständig schwer sind und wo man nur wenn man regelmäßig nen Baum aufstellt eine winzig kleine Kleinigkeit zu Schutzmaßnahmen dazu bekommt... Schadenszahlung sowieso undenkbar...
Die schlechten sorgen halt dafür, dass die guten auch schlecht dastehen.


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