Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit

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felix.k(55f23) 17-02-2020 16:22 - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Servus Landwirte,

ich bin seit längerem am überlegen ob ich in Zukunft den Hof meines Onkels als Hobby oder Nebenerwerb betreiben möchte. Derzeit handelt es sich um eine Rinder- und Hühnermast. Da ich berufsbedingt im Ausland lebe wäre es sowieso keine Option, den Betrieb so weiterzuführen. Meine Überlegung wäre deshalb, alle Felder zu Dauergrünland zu machen und diese nutzen um Heu- und/oder Siloballen zu machen.
Bei der Fläche dreht es sich um ca 40-50ha im oberösterreichischen Innviertel. Lagerplatz für die Ballen ist kein Problem da genug Hallen zur Verfügung stehen. Den Hühnerstall würde ich als Lagerhalle Vermieten und die Maschinen verkaufen da ich für diese (außer ein paar wenige) keine Verwendung mehr Hätte.

Ich habe in der Landwirtschaft noch keine bzw nur wenig Erfahrung, hätte aber noch einige Jahre Zeit in denen ich alles lernen könnte und selbstverständlich auch noch Hilfe meines Onkels auch wenn der in Pension gegangen ist. Bevor ich aber mit ihm darüber Rede würde ich mir gerne Eure Meinungen dazu anhören und hoffe Ihr könnt mir ein paar meiner Fragen beantworten.

1. Wie gesagt arbeite ich im Ausland und verdiene zu gut um diese Arbeit aufzugeben, deshalb könnte ich die Landwirtschaft nur mit etwas betreiben, bei dem man sich relativ gut auf einen Zeitraum fixieren kann, z.B. jedes Jahr die letze Maiwoche und erste Juni Woche freinehmen um den ersten Gras schnitt zu Heu zu machen. Würde ich im Jahr 2 oder 3 mal Mähen und kann man diese 2-3 Schnitte IM NORMALFALL, mir ist durchaus das Wetterproblem bewusst, auf 2 Wochen pro Schnitt eingrenzen? Sollte das Wetter mal überhaupt nicht mitspielen würde müsste man eine andere Lösung finden (LU, Familie die hilft etc.).

2. Die kosten für Neuanschaffungen an Maschinen mal weggelassen, decken sich meine Kosten für die Wartung und die Arbeit wenn ich nur Heu oder Silageballen mache? Es muss nicht viel Geld einbringen aber ich will es nicht mit meinem Gehalt aus dem Hauptberuf subventionieren müssen. Der Hühnerstall als Lagerhalle vermietet, die Forstwirtschaft und das Grünland mit den Ballen müssten die Kosten decken und im Optimalfall über längere Zeit vielleicht sogar neue Maschinen decken.

3. Die derzeitigen Maschinen sind nicht für Grünland ausgelegt. Wir haben eine 54PS Steyr mit Frontlader der vermutlich bleiben würde zum Ballenladen und zur Forstwirtschaft im Winter (Waldfläche ca 15-20ha, auch eine Einkommensquelle). Den 964 Steyr würde ich gerne verkaufen da ich keine Verwendung dafür sehe. Der 9094 ist der größte Traktor, den würde ich evt. behalten zum schwaden mit einem Doppelschwader bzw. Seitenschwader und den Ballenanhnger zu ziehen. Das hauptsächliche Problem ist das Mähen. Um die 40-50ha rechtzeitig zu mähen würde ich eine Kombi benötigen. Ich hätte mit einem Frontmähwerk ca 3,10m und 3-4m am Heck (Aufbereiter oder nicht soll noch kein Thema sein) gerechnet, eine Schmetterlingskombi lehne ich nicht ab, kommt mir aber für meine Zwecke und der benötigten PS zu teuer vor. Für die Mähwerke hätte ich an etwas zwischen 120-150ps gedacht, Steyr 4145 Profi, 120 Multi, Case Puma 150 oder einen T6.145 etc., preislich würde ich gerne Traktor+Mähwerk unter 110.000€ halten, je günstiger desto besser. Schwader und Zetter sind vorhanden.
Für den 9094 eine Frontzapfwelle anzuschaffen und dazu die 2 Mähwerke hängen ist vermutlich sinnlos wegen zu wenig PS, oder?
Mit den Verkauften Maschinen rechne ich mal mit wenig, ca 30.000, wäre aber vermutlich mehr (9094 noch nicht eingerechnet).

Ganz wichtig aber: Ich rechen nicht damit, dass die Kosten für die neuen Maschinen schnell oder überhaupt durch den Hof eingenommen werden! So sehr es auch manche Landwirte hassen (mein Onkel 100% einer von denen), würden für den neuen Traktor und Mähwerke ca 2000qm Baugrund geopfert werden müssen. Das einzige was ich also durch die Einnahmen decken will sind Betriebskosten bzw. Wartung!

Hab ich da eine absolut bescheuerte Idee? Oder habt ihr einen besseren Vorschlag? Wenn ich am Hof nicht weiter mache macht es sonst niemand..

Ich freu mich auf Eure Meinungen :)


Century antwortet um 17-02-2020 17:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Es wird bei der angedachten Wirtschaftsweise der Ertrag stark runter gehen, bis auf ein Niveau auf dem mehr Diesel verbrannt wird, als Gras dabei rum kommt. Außerdem wird der Unkrautdruck stark steigen.

Darüber hinaus wird die Qualität des Futters sinken, du hättest mit den paar Wochen im Jahr nicht genug Zeit für eine ordentliche Pflege deines Grundes.

Einen wichtigen Part hast du noch vergessen: Du wirst für den Betrieb die SV zahlen müssen, das ist bei der Fläche sehr sicher mehr, als du mit der extensiven Bewirtschaftung jemals reinholen könntest.

Es gibt nur eine halbwegs sinnvolle Variante: Den Acker (wenn möglich) an Grundnachbarn verpachten, und maximal den Wald behalten. Dadurch sparst du dir ne Menge Arbeit und Kosten, und hast auch noch Einnahmen aus dem Pachtzins.

Einer Sache kannst dir auch sicher sein: Die Situation in der Landwirtschaft wird sich weiter verschärfen, zur Zeit kann niemand sagen, welcher Schwachsinn der Poltik und den einschlägigen NGOs noch einfällt, um die Bauern weiter zu drangsalieren.


Roz98 antwortet um 17-02-2020 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Die SV Zahlungen NICHT VERGESSEN !!
Ich kenne die Pachtpreisstruktur nicht, aber niedriger als bei mir wird das Pachtniveau nicht sein da kannst also mit 1200€ im Jahr rechnen.
Dazu die Einnahmen aus der Hallenvermietung (Hier sind Oldtimersammler gute Zahler wenn die Infrastruktur passt! ) -damit hast Du Geldeingang.

MIt dem Bearbeiten wirst nicht viel reissen. Zum einen müssen auch Heuflächen gepflegt werden. Auch mit den Nachbarn musst du Leben, wenn deine Wiesen als perfekter Feldweg erkannt werden, oder die Nachbarfelder jedes Jahr um 50cm wachsen (dachte eigentlich GPS erledigt das Problem..aber nein)
Auch in der Familie wäre der Entschluss wohl tragfähiger als sich Verschulden für neue Maschinen.

Den Wald könntest Du weite verwenden Falls Brennholz nötig wäre.

Ich meine, dass in der LW du ohne Veredelung, also mit einem reinen Erzeugnisprodukt, wenig weiterkommen hast.
Bei deinem Heu wäre das dann eine entsprechende Trocknung..

Selbst hier bei mir kaufen die Pferdehalter das Heu im Nachbarland weils billiger ist, um dann zu suddern, dass keiner den Mist abnimmt.




eklips antwortet um 17-02-2020 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Das ganze hängt ja unter anderem davon ab, was in deiner Gegend für das Futter zu erlösen ist. Wenn du ein paar viehstarke Betriebe als Partner hast, denen die Qualität passt und die deine Kosten bezahlen und vielleicht zusätzlich Dünger rückliefern, kann das schon gehen. Mit größeren Investitionen aber nicht. Finanziell dürfte die Verpachtung die bessere Variante sein, aber das ist ja das schöne an unserem Beruf, dass wir uns alles nach Belieben schön- oder schlechtrechnen können, je nachdem, was man sich gewichtet und welche Annahmen man trifft. 2 Schnitte im Innviertel dürften übrigens für verkaufsfähige Ware wohl etwas zu wenig sein.


jakob.r1 antwortet um 17-02-2020 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Grüß Dich Felix, ich bin zwar aus Deutschland und kenne die Möglichkeiten für Österreich nicht um mit extensiver Wirtschaftsweise an mehr Staatsknete zu kommen als mit Verpachtung möglich wäre. Also eher die Flächen verpachten und den Wald selbst beobachten wenn Du mal wieder im Land bist und eventuell vom Onkel zu entnehmendes (Schadholz) anzeichnen lassen. Arbeit dann über Forstunternehmer oder selbst wenn Du Lust und Zeit und Können dazu hast.
Vergiß auf alle Fälle den Verkauf von Baugrund um damit Maschinen zu erstehen. Zum Ersten bekommst Du Krieg mit dem Onkel und zum Anderen ist es Idiotie
wenn mein Betrieb nicht soviel Ertrag bringt um die Maschinen zu kaufen -- wenn ich diese mit Baulandverkauf erstehe. Wenn die Mieteinnahmen mit einem neuen Haus
sich gut ausgehen in Eurer Gegend, dann stecke Dein eigenes Geld schnell mal in ein neues Haus weil Du künftig als priveligierter Landwirt schön bauen darfst und sofort in der Achtung bei Deinem Onkel steigst. So kannst Du bequem die immer schlechter werdende Einkommenssituation in der Landwirtschaft "aussitzen" ohne Substanzverluste zu erleiden zu müssen. Auch wenn Du keinen Bezug zum Hof Deines Onkels zu haben scheinst ist eines klar: Grund und Boden lassen sich nur einmal verkaufen und wenn Du mal in dem Fahrwasser drinnen bist dann ist so ein Hof schneller bequem durchgebracht als sich Dein Onkel dies jetzt vorstellen kann.
Beste Grüße
Jakob



Richard0808 antwortet um 17-02-2020 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Nicht böse sein aber vergiss das schnell wieder, diese doppelte Belastung mit Arbeit und Hof habe ich schon einige Jahre am Buckel, und es nagt extrem an der Substanz und ist das Geld nicht Wert was du mit der Mehrleistung verdienen kannst.
Was hilft es wenn du im Jahr 50.000 auf das Sparbuch legen kannst wenn du keine Zeit hast mit dem Geld was zu machen?

Verpachte die 50ha(wären bei uns im Jahr sicher über 30.000 Euro) und du hast ein schönes Leben.


Vollmilch antwortet um 17-02-2020 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Die 30.000€ sind brutto und entsprechend zu versteuern.

LG Vollmilch


Richard0808 antwortet um 17-02-2020 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@Vollmilch kommt natürlich auf den Preisdruck in der Gegend an.

So wie felix schreibt mit Auslandarbeit zahlt er schon viel Steuer das dann bei Grundverpachtung keine Steuern mehr anfallen werden.
Gleiches auch bei der SVS, einfach auf die Höchstbemessung aufgezahlt und fertig


gbgb antwortet um 17-02-2020 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Hallo felix.k,

wenn ich Baugrund zu verkaufen hätte, würde ich drauf schauen, den Erlös werthaltend oder wertsteigernd anzulegen.
Was aber vielleicht auch gar nicht so leicht wäre.

Von Deiner Überlegung, damit Maschinen zu finanzieren, rate auch ich Dir entschieden ab.

Freundliche Grüße


Vollmilch antwortet um 17-02-2020 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Ich weiß ja nicht, wo Felix sein Einkommen versteuert. In Österreich gibt es aber bei der Einkommenssteuer jedenfalls keine Obergrenze (im Gegensatz zur Höchstbemessungsgrundlage bei der SVS, die mit "gutem Einkommen" schnell mal erreicht werden kann)
Jedenfalls würde ich die steuerlichen Aspekte mitbetrachten.

LG Vollmilch


kraftwerk81 antwortet um 17-02-2020 19:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
.. auch nicht zu unterschätzen sind die 18-30% Umwidmungssteuer die beim grundverkauf fällig werden...


gbgb antwortet um 17-02-2020 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Hallo Richard0808,

wie Vollmilch schreibt, beim Steuer zahlen hört es nach oben hin nicht irgendwann auf.
Aber besonders erbarmen muss Dir deswegen keiner.
Die, denen es ganz zuviel wird mit dem Steuer zahlen, zieht es dann gerne nach Monaco.

Freundliche Grüße


Richard0808 antwortet um 17-02-2020 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Laut felix seinen Angaben müsste er in der Vollpauschalierung sein und dort ist man im Nebenerwerb (Steuerlich) im gelobten Land.



Vollmilch antwortet um 17-02-2020 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind aber nicht in der landwirtschaftlichen Vollpauschalierung enthalten, sondern eine eigene Einkunftsart.

Am besten mit der Steuerberaterin besprechen.

Zurück zum Thema.

LG Vollmilch



Richard0808 antwortet um 17-02-2020 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Und der Steuerberater wird dir sagen nicht soviele Pachteinnahmen der Finanz bekannt zu geben.....


felix.k(55f23) antwortet um 17-02-2020 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Danke für eure Antworten.
Es sieht aus als wärt ihr euch alle einig, die Flächen verpachten den Hof aufgeben. Werde dann wohl einfach um meine Lust an der Landwirtschaft zu befriedigen bei Freunden mithelfen, bleibt mir zumindest der stress erspart :)

Ich zahle meine Steuern zum Teil in China und zum Teil in Österreich, gebe meine Steuern aber selber ab an einen Steuerberater, will mich damit nicht ärgern, kenne mich auch dementsprechend wenig aus.
Aber wie's dann auch mit dem versteuern beim Verpachten ist, da kommt man sowiso nicht rum wenn selber bewirtschaften keine Option ist und verkaufen will ich nicht.


felix.k(55f23) antwortet um 17-02-2020 19:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Danke für eure Antworten.
Es sieht aus als wärt ihr euch alle einig, die Flächen verpachten den Hof aufgeben. Werde dann wohl einfach um meine Lust an der Landwirtschaft zu befriedigen bei Freunden mithelfen, bleibt mir zumindest der stress erspart :)

Ich zahle meine Steuern zum Teil in China und zum Teil in Österreich, gebe meine Steuern aber selber ab an einen Steuerberater, will mich damit nicht ärgern, kenne mich auch dementsprechend wenig aus.
Aber wie's dann auch mit dem versteuern beim Verpachten ist, da kommt man sowiso nicht rum wenn selber bewirtschaften keine Option ist und verkaufen will ich nicht.

In der Forstwirtschaft arbeite ich schon mit seit ich 6 bin, die werde ich mir vermutlich behalten.


xaver75 antwortet um 17-02-2020 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Hat Dein Onkel keine anderen Verwandten?
So was schwammiges, das ist so ziemlich das am ungeeignetste, jemandem, welcher an der anderen Seite vom Globus seinen Lebensmittelpunkt hat, eine Landwirtschaft zu übergeben.
Wenn keine anderen Verwandten da sind, Hühnermast und Rindermast kann man auch mit Fremdarbeitskräften betreiben, aber nur aus China herüberzufliegen, um Heu zu machen ….
Verpachten kann auch jemand anderer verwandter, gibt viele Möglichkeiten, ….Besitz kann auch Belastung sein. ,-)

mfg


felix.k(55f23) antwortet um 17-02-2020 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Wir sind leider nur zu 3. in meiner Generation und ich bin der einzige der in Frage kommt.
Zum einen arbeite ich nicht ewig in China, hättte dass noch ein paar Jahre vor und dann gehts wieder nach hause.
Es wäre auch nicht so dass ich nur um den Hof zu bettreiben nach Hause komme, man kommt ja sowiso auf Besuch heim :)
Natürlich ist das ganze ungünstig, aber wenn der Hof weiter bestehen soll und in der Familie bleiben soll gibt es keine andere Möglichleit.

Er betreibt die Landwirtschaft noch ca 8-10 Jahre selber, und in den Jahren müsste man alles langsam umstellen. Und wenn ich es dann ganz übernehmen würde wäre ich auch nöher zu Hause.


felix.k(55f23) antwortet um 17-02-2020 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Wir sind leider nur zu 3. in meiner Generation und ich bin der einzige der in Frage kommt.
Zum einen arbeite ich nicht ewig in China, hättte dass noch ein paar Jahre vor und dann gehts wieder nach hause.
Es wäre auch nicht so dass ich nur um den Hof zu bettreiben nach Hause komme, man kommt ja sowiso auf Besuch heim :)
Natürlich ist das ganze ungünstig, aber wenn der Hof weiter bestehen soll und in der Familie bleiben soll gibt es keine andere Möglichleit.

Er betreibt die Landwirtschaft noch ca 8-10 Jahre selber, und in den Jahren müsste man alles langsam umstellen. Und wenn ich es dann ganz übernehmen würde wäre ich auch nöher zu Hause.


zehentacker antwortet um 17-02-2020 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Die SVB, die Ama und das Finanzamt tauschen die Daten aus, irgendetwas " schwarz" zu machen ist ziemlich das dümmste. Das entscheidende fürs Finanzamt ist ob man den Lebensmittelpunkt im Ausland oder in Österreich hat.


Oak antwortet um 17-02-2020 22:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Solange Du dir ein paar Hektar zurück hältst und selbst bewirtschaftest brauchst auf die Pacht Einnahmen keinerlei Abgaben zahlen.


Richard0808 antwortet um 18-02-2020 05:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@zehentacker und woher weiß die SVB, AMA und die Finanz wieviel ich Pachzins bekomme?


eklips antwortet um 18-02-2020 05:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@richard0808
Üblicherweise hast du beim FA den Pachtvertrag zu vergebühren und die SVS kennt den Pachtvertrag auch direkt von der Pachtmeldung her.


zehentacker antwortet um 18-02-2020 05:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Wenn weder der Verpächter noch der Pächter für die Finanz NACHVOLLZIEHBARE Aufzeichnungen macht, wird das geschätzt. Das bei keinen Belegen und ein im Vergleich zu anderen Verpachtungen niedrigerer Pachtpreis das Finanzamt hellhörig wird ist doch klar. Die Kontrolle kann auch nach zehn Jahren sein, die Nachzahlung incl Strafe kommt dann natürlich auch.


Richard0808 antwortet um 18-02-2020 05:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Natürlich muss das zwischen Pächter und Verpächter übereinstimmen und abgesprochen sein... und man kann auch keine Hausnummern angeben.
Aber ist hier e kein Thema sind alle Katholischer als der Papst


richard.k(p6614) antwortet um 18-02-2020 06:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Hallo Felix,

als erstes Mal will ich dir gratulieren, dass du dich bemühst Wege zu finden, wie du den Betrieb aufrecht halten kannst. Es lässt sich vortrefflich darüber streiten, wie sinnlos deine Idee ist, aber bedenke, dass der Durchschnittsösterreicher Weltmeister im "das geht nicht" ist.

Ich bin der Meinung "Probieren geht über studieren": Das heißt, fangt jetzt mal damit an auszuprobieren, ob das hinhauen würde. So weit ich verstanden habe, ist ja noch genug Zeit. Nehmt dazu vorerst mal Mietmaschinen, wenn die aktuell vorhandenen Maschinen nicht ausreichen.

Bitte keinesfalls Land verkaufen, um damit Maschinen zu finanzieren. Im absoluten worst case das Land belehnen, falls eine Maschine angeschafft wird, die Zinsen sind eh im Keller. Wenns dann doch nicht hinhaut, kannst die Maschine wieder verkaufen (mit Wertverlust und Zuzahlung zum offenen Darlehen), aber du hast zumindest das Land gesichert.

Viel Glück und halte uns hier bitte am Laufenden. Ich finde das eine spannende Geschichte.

LG,
Richard



richard.w(7n417) antwortet um 18-02-2020 07:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Felix du solltest wissen das richard.k ein Maschinenverkäufer ist ;-)

Irgendwie werde ich nicht schlau wofür du das machen willst Felix? Du schreibst von "Lust an der Landwirtschaft". Dein Plan ist aber ein absolutes Stresswerk. Die Schnitte mögen sich ausgehen, dann muss jemand den Verkauf des Heus organisieren. Das herrichten der Felder im Frühjahr ist in der Zeitplanung gar nicht enthalten usw. Ich befürchte du würdest deinen gesamten Urlaub und Zeitausgleich verblasen, und doch nur dahin wurschteln und würgen. Solltest du Selbständiger sein, weist eh selber wieviele Stunden pro Jahr du entbehren kannst, und was das kostet. Hol dir einen Lohnunternehmer dazu, der freut sich vielleicht eh wenn du beim Schwaden mit deinem Traktor etwas aushilfst.

Um deine "Lust an der Landwirtschaft" zu erhalten hast du nach deinen Angaben noch 8-10 Jahre Zeit. Das hört sich nach einem Plan an, nicht nach einer Ho-Ruck Aktion. Du solltest schauen, dass die Gebäude in Schuss bleiben, diese Substanz ist am wertvollsten. Den Großteil der Felder würde auch ich raten zu verpachten. Du musst nur die Verträge richtig aufsetzten, und klar machen das eines Tages wieder Felder selbst bewirtschaftest, solltest du jemals am Hof leben.


Vollmilch antwortet um 18-02-2020 07:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Guten Morgen!

Probieren kann man es! Wenn es vor Ort vernünftige Nachbarn gibt, die ihre Maschinen besser auslasten wollen oder einen gut organisierten Maschinenring / Lohn Unternehmer brauchst du nicht mal eigene Maschinen. Mietmaschinen wären auch eine gute Lösung!

Ein Bekannter von mir macht bei ähnlichen Voraussetzungen jährlich 2*15ha Pferdeheu.

Es gibt auch die Möglichkeit von Brache, Naturschutzflächen - das entzerrt Arbeitsspitzen.

Die Absatzmöglichkeiten (Heu, Silage) vor Ort sollte man mal abchecken. Vielleicht gibt es im Innviertel auch Betriebe, die gerne Gülle abgeben....

LG Vollmilch


richard.k(p6614) antwortet um 18-02-2020 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Richard, ich verstehe ich nicht ganz, was mein Post damit zu tun hat, dass ich "Maschinenverkäufer" bin. Außerdem rate ich in meinem Post dazu keine Neumaschinen zu kaufen! Hast du das überhaupt gelesen? Und ich sitze - wie hoffentlich inzwischen jeder weiß - in Niederösterreich. Ins Innviertel verkaufe ich maximal hin und wider ein paar Reifen.

Nebenbei habe ich auch noch eine kleine Landwirtschaft, hauptsächlich zur Eigenversorgung. Wenn ich jedes Mal 1 Euro bekommen hätte, wo ich gehört habe "das geht nicht"... eh schon wissen.


richard.w(7n417) antwortet um 18-02-2020 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Felix sollte nur wissen wo der Rat her kommt, nicht mehr und nicht weniger, ruhig Blut.


eklips antwortet um 18-02-2020 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Jetzt wär aber für den Felix schon auch interessant, wo Dein Rat herkommt.


Aequitas antwortet um 18-02-2020 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Meine Meinung zu dem Thema:


Das Zeitfenster beim Heuen ist doch oft sehr eng, da kann ich im Jänner nicht den Urlaub schon fürs Jahr planen, zudem wenn sich mit 2000m² Grundverkauf schon ein neuer Traktor in der Liga und Mähkombi ausgeht ist in deiner Gemeinde der Grund viel Wert. Da würde vermutlich der Pachterlös mehr Geld bringen mit weniger Aufwand, zudem ist im Innviertel Grund oft rar und 40-50ha ist ja nicht wenig.

Eine wichtige Frage ist, bekommst du den Betrieb vom Onkel auch wenn du ihn nicht aktiv bewirtschaftest? 8-10 Jahre bis zur Pension ist auch noch eine Zeit, oft sind Leute die alleine solange wirtschaften auch nicht die einfachsten Mitmenschen. Gerade wenn du den Betrieb umbaust oder verpachtest kann er es sich noch anders überlegen und den Betrieb selber verkaufen und sich mit dem Geld einen schönen Ruhestand leisten.

Am besten wäre es wenn du dich mit den Onkel zusammensitzt was für ihn eine Option ist in seiner Pension, kann er sich so leicht von den Tieren trennen, was erwartet er finanziel von dir. Lässt er sich drauf ein das jetzt schon ein Vertrag geschrieben wird der z.B. aktiv wird sobald er in Pension geht oder spätestens ab seinen 65 Lebensjahr. Es gibt nicht so wenige Leute die bei ihren "Erbonkel" Jahrelang gratis mitgearbeitet haben aber am Schluss vergrault wurden, auf das würde ich aufpassen.

Grund verpachten, Maschinenhalle vermieten, Holz aktiv bewirtschaften und jetzt schon fleissig deinen Onkel dabei mithelfen. Und wenn es dir Spass macht mit den vorhandenen 9094er und Doppelschwader oder anderen Maschinen bei Freunden am Betrieb aushelfen.




richard.w(7n417) antwortet um 18-02-2020 08:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@eklips hehe, stimmt. Naja ich bin Landwirt über die Eigenversorgung hinaus und ohne Maschinenverkauf. Ich vermiete auch keine Maschinen und betreibe kein Lohnunternehmen im Innviertel.


179781 antwortet um 18-02-2020 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Bei der Geschichte sehe ich auch vor allem Fragezeichen.
Allein schon die Idee Ackerflächen zu Dauergrünland zu machen ist für einen Betrieb ohne Tierhaltung einen absoluter betriebswirtschaftlicher Unfug. Das steht durchaus im Raum, dass dazu wenn einmal wieder normale Bewirtschaftung gewünscht wird, ein Umbruch nicht mehr erlaubt ist.
Und in einen Maschinenpark investieren um Heu/Silage zum verkaufen zu produzieren wird sich auch schlecht ausgehen.
Zur Heuernte aus dem Ausland für zwei Wochen heimzukommen setzt auch einen Vertrag mit dem Wetterbericht voraus. Sonst kann es passieren, dass genau die zwei Wochen Regenwetter angesagt ist. Was dann?
Bei Verpachtung muss mit eingerechnet werden, dass die Einnahmen der ESt unterliegen. Das hat Vollmilch schon angemerkt. Es kann aber trotzdem noch mehr übrigbleiben als wenn mit einer nicht funktionsfähigen Lösung selber bewirtschaftet wird. Einen Pachtvertrag kann man auch so schreiben, dass nicht der höchste Pachtzins das Ziel ist, sondern man an einer langfristig nachhaltigen Bewirtschaftung interessiert ist. Dann kann man auch wieder einmal selber einsteigen.
Und es gibt bei uns Gegenden, wo nicht mehr der die Fläche zu pachten bekommt, der den höchsten Pacht zahlt, sondern der, der das meiste schwarz zahlt. Das mit schwarz zahlen ist ohnehin etwas, was bei vielen Bauer Begeisterung auslöst.
Das eine Bewirtschaftung aus der Ferne unmöglich ist, möchte ich deshalb nicht behaupten. Ich habe zweimal an einen Betrieb, wo der Bauer in Shanghai gearbeitet hat einen Zuchtstier für seine Mutterkühe verkauft. Die Wirtschaft dort hat über viele Jahre gut funktioniert. Es war ein Nachbar da, der die Ernte das Winterfutters erledigt hat und das im Winter in den Stall gebracht hat. Die laufende Arbeit hat die Mutter gemacht. Das hat alles recht ordentlich ausgeschaut und die Tiere waren in sehr gutem Zustand.
Unmöglich ist so etwas also nicht. Aber die Voraussetzung ist, dass man die Arbeit vor Ort richtig organisieren kann. Heimfahren und selber machen klappt sicher nicht. Und wenn man nicht gute Nachbarn und Verwandte vor Ort hat, ist es auch fast unmöglich.

Gottfried


franz.m(ecw86) antwortet um 18-02-2020 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Mit Heu und Siloballen (weniger) lässt sich schon gutes Geld verdienen, aber ich wünsche ehrlich gesagt allen die zur Zeit ihr schlechtestes Futter um 25 cent aufwärts verkaufen, dass auch wieder mal normale Zeiten kommen und die Betriebe selbst genügend Futter zur Verfügung haben ohne etwas zu zukaufen.




fgh antwortet um 18-02-2020 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Extra einen Traktor kaufen, auch wenn mit Bauplatz finanziert, besser nicht - neue Traktoren machen aufgrund moderner Technik auch ihre Probleme und Kosten in der Instandhaltung. Gebraucht ist immer so ne Glückssache.
der kleine Steyr hat zwar nen Frontlader, aber für Ballen heben und schon gar nicht Siloballen ist der nicht gebaut.
Ackerflächen würde ich nicht zu Dauergrünland machen.
Wie viel ist nur an Grünland vorhanden?
Wie viel ist Ackerfläche?
Wüde den Ackerstatus erhalten und eine Mischung aus Ackerbau und Grünland anstreben, wo eben kein neuer Traktor gebraucht wird. Ackerbau ist auch recht gut planbar und je nachdem wie es mit dem Heu/-Siloballen läuft kannst du ja bei den Äckern jährlich Wechselwiese erweitern - wennst da ein bischen mischt und flexibel je nach Futterbedarf erweiterst/verkleinerst sicher die bessere Wahl und du kommst mit deinen Traktoren aus - 9094 und 964er sind eigentlich sehr solide und langlebig.


felix.k(55f23) antwortet um 18-02-2020 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Der Grund warum ich die Idee mit den Dauergrünflächen hatte ist, dass ich mir einfach dachte dass es weniger Zeitaufwendig ist als Ackerbau. Wie gesagt, ich bin kein Landwirt und habe deshalb auch wenig Ahnung, will niemanden unterstellen er arbeitet wenig als ein anderer!

Dass man Wiesen nicht einfach wieder so umackern darf und als Felder benutzen darf war mir nicht bewusst, ob dass aber mal der Fall wäre kann ich derzeit auch noch nicht sagen.

Dann beende ich vorerst mal meine Idee mit der Anschaffung neuer Maschinen und der Umwandlung von Ackerland in Grünland, würde aber gerne Eure Meinung zu einer weiteren Idee hören.

Die einfachste Lösung wäre, die Flächen an Freunde und Bekannte zu verpachten. Liege ich richtig wenn ich annehme dass sich befreundete Landwirte darüber freuen würden, wenn sie mir die Arbeit lernen und ich ihnen später helfen würde? Oder sind alle Landwirte so wie mein Onkel dass sie sich nicht gerne helfen lassen? ;) So könnte ich immer noch "meine" Flächen teilweise bewirtschaften und hätte nur sehr wenig Ausgaben durch die Bewirtschaftung.
Auch meine vorherige Idee war ja nicht gedacht um nebenbei Geld zu verdienen, sonder einfach weil mir die Arbeit Spaß macht!

Die zweite Idee, um meine Flächen großteils behalten zu können, wäre eventuell eine Maschinengemeinschaft mit zwei sehr guten Freunden, die beide den kleinen Schafhof weiterführen werden. Bei beiden werden in den nächsten Jahren neue Maschinen Notwendig. Zu 3. das Equipment zuzulegen und die Arbeit teilen, wer Zeit hat bzw. sich dann auch Zeit nehmen muss wenn möglich kann dem Anderen helfen. Keiner von uns Dreien wäre dann so unter Druck seinen Hof alleine zu managen.
Wäre es in diesem Fall immer noch eine so schlechte Idee die Maschinen zuzulegen?
Die Aufteilung von Preis, Wartung etc. soll dabei jetzt kein Thema sein!

Viele sehen das Problem, wie auch ich, darin, dass ich selten zuhause bin. Dazu würde ich aber gerne noch etwas beitragen was ich ganz am Anfang vergessen habe und vermutlich wichtig ist. Ich habe im Jahr 30-45 Tage Urlaub die ich mir frei Aussuchen kann (30 Minimum und 45 das Max.). Zusätzlich ist aber mein Dienstplan wichtig. Ich arbeite in der Regel ca 14-20 Tage durchgehend (in den 14-20 Tagen habe ich aber nicht jeden Tag wirklich Dienst, solange bin ich nur unterwegs) und danach folgen 10-14 Tage "Off" an denen ich mich nicht bereithalten muss. Da ich den Flugverkehr gratis nutzen kann, wäre es mir also auch Möglich, für ein paar Tage nachhause zu fliegen (bitte jetzt nichts über Umweltbelastung, ich weiß ja!!!). Ob ich dann aber genau zur Heuzeit meine Off-Days habe kann ich mir nicht aussuchen.
Zudem würde ich bis ich den Hof alleine führen müsste, hoffentlich zumindest in Mitteleuropa arbeiten und zu Hause leben, aber immer noch das gleiche Arbeitsprinzip bzgl. Dienstplan.




richard.w(7n417) antwortet um 18-02-2020 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Red mal Klartext mit deinen Freunden. Wenn die überlegen neue Maschinen anzuschaffen um ihren Betrieb weiter zu führen, dann hoffen sie vielleicht schon, dass du an sie zu normalen Preisen verpachtest. Das wäre ja wenn man so liest was du schreibst nicht abwegig, oder?

Wie gut du zum Helfen taugst kannst auch nur du und deine Freunde beurteilen. Vielleicht ist dein Onkel das alleine arbeiten halt gewöhnt, dass er sich schwer tut jemanden anzuweisen. Das darf man nicht unterschätzen. Ich habe und brauche immer wieder Helfer am Hof, manchmal ungelernte, manchmal echt gute Juniorbauern die wirklich alles können. Für mich ist es stressig die Zeit gut auszumachen, damit dann alle zum richtigen Zeitpunkt da sind, nicht lange warten müssen, und dann jedem klar anzusagen was zu tun ist. Dazu gehört auch, dass manchmal zu akzeptieren ist wenn jemand etwas ein klein wenig anders macht usw. Wie sehr du und deine Freunde bei der Feldarbeit harmonieren - oder eben nicht, das könnt nur ihr sagen.
Generell sage ich, sind Helfer immer gerne gesehen.

Maschinengemeinschaften sind so eine Sache. Eigentlich wäre das in der Landwirtschaft das einzig richtige, viele haben aber schlecht Erfahrungen. Was würdest du sagen wenn dich in China jemand anruft, ob die 18000 Euro Reparatur eh passt? Du würdest als erstes aufgeregt fragen, wie es zu dieser Reparatur kam, nehme ich an. Maschinengemeinschaften müssen vertraglich gut aufgebaut sein, oder ihr seit wirklich gute Freunde. Die Wartung und Instandhaltung ist bei Landmaschinen das einzige wichtige Thema!




Richard0808 antwortet um 18-02-2020 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
An deiner Stelle würd ich mit 10 ha selbst bewirtschaften Anfangen, schauen wie es dir dabei geht...
Die restlichen 40ha "zu Verpachten" in die Zeitung geben.
Weiß jetzt die Pachtsituation im Innviertel nicht aber bei uns würden die Bauern dir die Türe einrennen und locker 700€/ha Zahlen

Und für die ganzen Steuerzahl-Moralaposteln hier....
Im Pachtvertrag schreibst 400€/Ha Pacht für die Finanz, SVS, AMA der Rest Steuerschonend.....
Dann kommst auch Steuerlich human weg.


xaver75 antwortet um 18-02-2020 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Ich würde bei den Feldarbeiten (wenn es Spaß macht, kann man selber Bodenbearbeitung und Aussaat machen) an einen zuverlässigen Lohnunternehmer (Pflanzenschutz, Handelsdünger, Drusch) auslagern, das selbe bei Silomais, Mistausbringung, ev. Bodenbearbeitung, Aussaat selber, um den Rest soll sich der LU kümmern.
Beim Grünland, Feldfutter nur silieren, Futtermischwagen, den Stall zur Not adaptieren, falls der arbeitswirtschaftlich noch in den 1950er Jahren ist.
Bleibt genug Arbeit für die "Urlaubstage" übrig, nur muss der Onkel auch Arbeit übriglassen und sich bei Bedarf helfen lassen.
So könnte ich mir vorstellen, ein paar Jahre zu überbrücken.

Oder verpachten.

mfg


179781 antwortet um 18-02-2020 21:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@Richard mit den Steuermoralapostel: Die möglichen Pächter sind in der Regel eher aktive wachsende Betriebe und im Innviertel sind dazu die Einheitswerte auf einem relativ hohen Niveau. Das bedeutet dann bei deinem Vorschlag, die Pächter dürfen nicht nur Pacht zahlen sondern auch noch gleich Einkommenssteuer für ihre (schwarzen) Ausgaben.
Eine absurde Situation, aber die Chancen sind durchaus gegeben, dass man solche Fanatiker findet, die das alles schlucken, nur um mehr Fläche zu bekommen.

Gottfried


Richard0808 antwortet um 19-02-2020 05:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Ich kenne die EHW im Innviertl nicht.

Bei uns sind die Pachtpreise so hoch den ganzen Betrag kannst garnicht bei der Steuer Abschreiben weil es ja eine EHW abhängige Obergrenzen gibt.


richard.w(7n417) antwortet um 19-02-2020 05:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Ganz verstehe ich das Problem bei der Einkommensteuer auf Verpachtung nicht. Man hat grob gesagt überhaupt keinen Aufwand, keinen Finger zu rühren und wird bezahlt. Dafür drückt man etwas Steuer ab. Für mich klingt das nach einem mehr als fairen Deal.


zehentacker antwortet um 19-02-2020 06:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
FAMILIE Eine Diskussion, wo mir dieses wichtigste Thema fehlt. Der Onkel ist in etwa 55, ist der Allein lebend und wird er die nächsten 30 Jahre allein bleiben? Eine Freundin die geheiratet werden will und selbst Kinder , was Dann????? Ebenso bei Dir als eventueller Übernehmer, das Du das gern machst Ok. Wie sieht das die Freundin, die vorhandene oder eine potentielle Frau? Oder ist Dir Traktorfahren sowieso wichtiger wie Familie? Sehr viele Frauen sind von Aussicht Altenpflege ( Onkel) und den Mann nur fallweise zu sehen, nicht begeistert. Anstatt Mallorca Heuernte, jeder wie er will. Insgesamt fallen mir in diesen Forum mehr jammernde als sehr zufriedene Landwirte auf.


franz.m(ecw86) antwortet um 19-02-2020 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
@richard0808

Du gibst gerade Anweisungen zum Betrug. Bitte um Vorsicht mit den Aussagen. Außerdem kann ein Verpächter auch ruhig etwas an Steuern zahlen, wenn er schon so viel Pacht verlangen will. Auch dem Pächter würde ich raten den richtigen Betrag eintragen zu lassen, da er beim STeuerausgleich die Pachtausgaben anrechnen lassen kann.


felix.k(55f23) antwortet um 19-02-2020 11:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Reiner Heu- und Siloballenbetrieb als Nebentätigkeit
Danke für eure Antworten.

Wie es auch immer mit den Steuern beim Vermieten ist, ganz davon kommt man sowieso nicht. Was dann der beste Weg ist muss man sich anschauen wenn es soweit ist und sollte in diesem Beitrag garnicht das Thema sein.

Ich werde mir alle Eure Vorschläge nochmal überlegen und besprechen und dann die beste Option für mich heraussuchen.

Danke für Eure Hilfe,
Felix


Richard0808 antwortet um 19-02-2020 12:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@franz.m das weiß e jeder das man es so praktizieren könnte, natürlich nicht Erlaubt.

Sage ja nur man könnte...

Ich mache selbstverständlich auch alles Legal, hab schon eine Orden vom Finanzamt bekommen für besondere Verdienste :-)


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