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eklips 08-11-2019 13:26 - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Lang wirds ja nicht mehr dauern. Womöglich gibts am 5. Dezember schon einen Nikolaus mit türkiser Mitra und einen giftgrünen Krampus vor Österreichs Haustüren.
Auf jeden Fall können wir alle schon mal anfangen, uns ordentlich zu fürchten.

Aus Vorarlberg habe ich nur aufgeschnappt, dass es unter Schwarz-grün einen "Kälberbonus" geben soll. Wie das genau ausgestaltet ist, weiß ich nicht, aber ich fürchte, dass das weniger Tiertransport bedeutet, eine bessere Inlandsversorgung mit Kalbfleisch, mehr Wertschöpfung und Chance für die letzten Metzger vor Ort, eine Entlastung des Milchmarktes, Nachvollziehbarkeit der Fleischherkunft, mehr Tierschutz und ein verbessertes Bauernimage. Unter Türkis-blau hätts so was skandalöses sicher nicht gegegeben.

Wem das noch nicht reicht, ein Interview von einem ganz ganz linkslinken aus dem heutigen Bolschewikenblattl "Kleine Zeitung":

Wiener Wirtschaftskammer-Chef
„Grüne haben gelernt, pragmatisch zu sein.“

CO2-Steuer, Parkplätze, Großprojekte: Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, bewertet, was Türkis-Grün für die Wirtschaft bedeuten würde, und spricht über seine Erfahrungen mit den Wiener Grünen.
Von Veronika Dolna | 06.01 Uhr, 08. November 2019

Heute findet die letzte Sondierungsrunde zwischen ÖVP und Grünen statt. Welchen Ausgang erwarten Sie?
WALTER RUCK: Ich rechne eher damit, dass man die Verhandlungen fortsetzt, mit dem Ziel, eine Regierung zu bilden.

Wäre eine türkis-grüne Regierung aus Sicht der Wirtschaft gut?
RUCK: Die Koalition, die jetzt sondiert wird, legt auf das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mehr Augenmerk, als andere. Das kann man als Bedrohung sehen, oder als Chance.

Was überwiegt?
RUCK: Der Optimismus. Wir sind nicht nur Wirtschaftsleute, sondern haben unsere Kinder genauso gern wie alle anderen und wollen eine gute Zukunft für sie. Dazu gehören ein Standort und eine Umwelt, die in Ordnung sind. Natürlich muss Wohlstand auch erwirtschaftet werden. Das gilt es abzuwägen. Aber der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit kann auch ein Geschäftsmodell sein. Man kann damit sehr gut Geld verdienen.

Besonders die emmissionsintensiven Branchen würden aber draufzahlen, wenn etwa eine CO2-Steuer oder -Bepreisung kommt. Könnten Sie sich damit anfreunden?
RUCK: Ich sehe das nicht schwarz-weiß. Die Frage ist nicht, ob eine CO2-Steuer gut oder böse ist, sondern wie viel Ressourcenbesteuerung notwendig ist, und wie viel möglich. Dazu gilt es, einen Ausgleich zu finden. Wenn Ressourcen anders bepreist werden, kann man vielleicht die Arbeitskosten senken. Das kann dann auch ein Standortvorteil sein.

Eine CO2-Steuer im Abtausch gegen gesenkte Lohnnebenkosten also?RUCK: Es ist zwingend, dass man eine Ressourcenbesteuerung - ich vermeide das Wort CO2-Steuer bewusst - im Sinne der Nachhaltigkeit auch aufkommensneutral entlastet.

Bei Streitfragen wie der Dritten Piste am Flughafen Schwechat kann es keinen Kompromiss geben. Wie sollen sich eine Wirtschaftspartei und eine Partei mit ökologischem Fokus da treffen?
RUCK: Wenn man versucht, ohne Dogma an die Dinge heranzugehen, sondern volkswirtschaftliche Effekte berechnet, kommt man zu klaren, evidenzbasierten Entscheidungen. Ich habe in dieser Hinsicht großes Vertrauen in Sebastian Kurz und Werner Kogler. Der eine ist von seinem Bekenntnis her wirtschaftsaffin, und der andere hat Wirtschaft studiert.

In Teilen der ÖVP fürchtet man aber speziell die Wiener Grünen als besonders links und dogmatisch. Ist das gerechtfertigt?
RUCK: Ich würde sagen: Nein. Die Wiener Grünen haben mittlerweile fast zehn Jahre Regierungserfahrung. Wenn man in der Verantwortung ist, lernt man, manchmal sein Dogma abzulegen und pragmatisch zu sein.

Wo äußert sich das?
RUCK: Wir haben in Wien zum Beispiel das Problem mit den Anrainerparkplätzen, ein enormes Thema, gemeinsam pragmatisch gelöst. Ich habe der Vizebürgermeisterin gesagt: „Ich verstehe deine Anrainerparkzonen, aber die sind untertags leer. Genau dann, wenn mein Wirtschaftsverkehr Abstellplätze braucht.“ Es ist uns gelungen zu überzeugen, mit dem Ergebnis, dass sie zeitlich geöffnet wurden.

Wann haben die Grünen für Sie den Schrecken verloren?
RUCK: Sich vor anderen zu schrecken ist nie gut, im politischen Geschäft und als Interessenvertreter schon gar nicht. Miteinander zu reden gehört zum Geschäft. Meine Lebenserfahrung ist: Wenn man mit Menschen spricht, von denen man meint, dass sie eine komplett konträre Position haben, ist man überrascht, wie schnell man zu einer Lösung kommt, wenn man die Themenlage versachlicht.

Wie würde Türkis-Grün das Land verändern?
RUCK: Im Ausland wird Österreich als sehr stabiles Land gesehen. Es ist wichtig, dass wir diese Stabilität, die wir im Export verkaufen, auch leben können. Eine Regierung zwischen zwei Partnern die geringe Überschneidungen haben, deckt die Gesellschaft sehr weitumfassend ab, und zwar qualitativ. Ich denke, das hilft der Stabilität.

Weil sie weniger polarisiert?
RUCK: Ja. Wenn sich zwei Partner weitgehend decken, ist ein Teil der Gesellschaft gar nicht mehr abgebildet.


textad4091 antwortet um 08-11-2019 16:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Sofern es zu einer Türkis-Grünen Koalition kommt, hoff ich auf einen grünen Minister für Nachhaltigkeit und Tourismus- Dann bewegt sich beim Bauernbund auch mal wieder etwas als nur Hände falten Goscherl halten und "ohne uns käme es schlimmer" (Dann wär ja der Minister Schuld- nicht etwa die NR-Abgeordneten)

Oder die Landwirtschaft kommt als erste Handlung ins Wirtschaftsressort (wenn ned gach des ah grün wird xD)

Tjoa, Kälberbonus ... da werden so manche Betriebe lernen müssen, den Kälbern Milch als Futtermittel zu verabreichen^^ Dann müssens ned zwangsweise in Export gehen ...


FeSt antwortet um 08-11-2019 16:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@textad4091
Auch wenn Kogler am 27.08.2019 noch gesagt hat Zitat:
"Nein, ich strebe überhaupt keine Koalitionsregierung mit dieser türkisen Partei an. Mit dieser türkisen Schnöseltruppe geht's einmal gar nicht!",
ist aus jetziger Sicht
Türkis-Grün so gut wie fix.

Für uns interessant, Aufteilung vom Minister für Nachhaltigkeit und Tourismus in
Landwirtschaft für Türkis mit einem BauernBÜNDLER und
Umwelt + Verkehr für einen Grünen, als neuen Superminister.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10157197439314270&id=248450014269



textad4091 antwortet um 08-11-2019 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@ FeSt: Wär wenigstens zwecksdienlich ... Nachhaltigkeit und Tourismus is eh nur a Marketingschmäh. Allerdings kriang ma daun gach weider die Frau Köstinger- Nix gegen Frauen, Rendi-Wagner, Meindl-Reisinger und Co mach(t)en gute Arbeit und eine von den beiden wär an einer anderen Position halt definitv besser aufgehoben, aber von Elli hier, Elli dort, Elli für uns Bauern, Elli für Neonic-Verbot, Elli kann aber nix dafür, Elli blöd in die Kamera grinsen und mehr kommt eh nicht hab ich die Schnauze voll ... Jaja, ich könnt's auch ned besser, geb's ja zu, aber ma darf wohl verlangen, dass entsprechende Personen an die Stellschrauben kommen.


FeSt antwortet um 08-11-2019 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@textad4091
Keine Sorge, statt der Elli werden für das andere auf der Liste stehen wie der Max, aber eher der Stephan....


textad4091 antwortet um 08-11-2019 17:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@ FeSt: Gibt's da Namenskürzel und Kosenamen auch schon, nur dass ma sich schon mal dran gewöhnen kann ;-)


reinhard.s(fpc28) antwortet um 08-11-2019 17:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. Warten wir mal ab, was kommt. Schau ma a moi, dann segn mas scho.
Und wanns wirklich zum Fürchten wird, dann müssen wir eben a la "Land schafft Verbindung" in Deutschland uns selbst organisieren. Dann is hoit Zeit, Mannda.



2472660 antwortet um 08-11-2019 17:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
kälberbonus ist längst überfällig! super, dass da was weitergeht - dann brauch ma noch ein soja- und fleischimportverbot und wir brauchen uns über milch- und lebendtierexporte keine sorgen mehr machen....


FeSt antwortet um 08-11-2019 18:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@reinhard.s
Wenn der BB richtig agiert, sofern er vorausschauend sieht,
bietet er sich als Partner auf Augenhöhe für
Land schafft Verbindung Österreich - LsVÖ an.

https://m.facebook.com/groups/454597485401718?group_view_referrer=profile_browser


@2472660
http://www.sojatoaster.com/hintergrundinfos/sojaanbau-globale-mengenverteilung-und-mengenstroeme/


Hofknecht antwortet um 08-11-2019 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Vor so grünem Irrsinn kann man sich als Bauer tatsächlich fürchten! Es bleibt nur zu hoffen dass die ÖVP da nicht mitspielt, wär eigentlich auch unverantwortlich wenn sie als beauftragte Partei für die Regierungsbildung die Wähler hinters Licht führt und die Grünen in Sachen Landwirtschaft mitreden lässt.
Kälberbonus schön und gut. Da hat das Tier was davon (vielleicht) aber nicht die Landwirtschaft explizit.

Sollte es aber bei wirtschaftlich wichtigeren Dingen wie dem Verbot des Küken Schredderns bei Legehennen zu einer Umsetzung kommen, dann kann man jetzt schon sagen dass dies vor Allem die 800 österreichischen Betriebe mit reiner Bodenhaltung treffen wird, denn bei denen wird sich diese Umsetzung in Verbindung mit dem dann höheren Junghennenpreis nichtmehr ausgehen dass am Ende noch genug für den Bauern übrig bleibt!

Die Grünen können ja einen Tierschutzminister stellen wenn sie möchten :), aber bei Landwirtschaft sollten die höchstens bei der Nische Bio mitreden. Da sind ihre Wünsche wohl gern gesehen.

mfg


179781 antwortet um 08-11-2019 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Dieser Text passt gut zum Namen des Schreibers. Wer gern ein Knecht ist, wünscht sich, dass die ÖVP weiterhin bestimmt, was die Bauer zu tun haben.

Gottfried


Hofknecht antwortet um 08-11-2019 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Lieber es bestimmt jemand von dem man schon weiß dass er genug Hausverstand besitzt, anstatt dass man ein Experiment auf Kosten der Bauern macht.
Aber bitte, zum Thema Küken Schredder Verbot bei Legehennen kann man ja gerne argumentieren was daran positiv und sinnvoll sein soll wenn man männliche Küken für weitere 6 Wochen am Leben lässt, sie mit hochwertigem Futter zu minderwertigen Schlachtkörpern mästet, und dann wohlmöglich als Tierfutter verscherbelt? Und das in einem Land wie Österreich, dass ohnehin schon die höchsten Eierpreise der Eu hat. Ich kanns jetzt schon sagen, da zahlt dann der Bauer drauf! ;) Denn wer sonst zahlt das zusätzlich benötigte Futter?



eklips antwortet um 08-11-2019 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@hofknecht
Das, was du bezüglich männlicher Küken befürchtest, passiert schon lange unter türkiser Obhut bei bestimmten Handelsprogrammen.

@gottfried
Ich denke, es gab früher auch schon Leute, die den Knechten und Mägden eingeredet haben (vielleicht hat es eh sogar gestimmt), dass es bei den anderen Bauern noch schlechter ist und deswegen wurde zu Lichtmess dann weniger gewechselt.


2472660 antwortet um 08-11-2019 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@ eklips, mit dir würd ich gern mal auf ein bier gehn... oder ein achterl ;-)

dein sinn für humor gefällt mir....


Neudecker antwortet um 08-11-2019 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Hallo Forumsfreunde
Wenn der Herr Kogler am 27. 8. 2019 wirklich gesagt hat: „Nein ich strebe überhaupt keine Koalitionsregierung mit dieser tütkisen Partei an. Mit dieser türkisen Schnöckseltruppe.gehts einmal garnicht“ dann gibt es für ihn, falls er sein Gesicht wahren will, nur zwei Möglichkeiten:
Die Erste wäre: Er entschuldigt sich öffentlich mit der Begründung: -„Tut mir leid –legt bitte meine Aussage nicht auf die Goldwage. Ich habe die türkisen vor der Wahl ganz anders eingeschätzt“
Als zweite Variante bestünde die Möglichkeit, dass er zwar in Regierungsverhandlungen eintrit. Aber selber keinen Regirungsposten annimmt. Wie die Sache wirklich ausgeht, wissen wir möglicherweise in einigen Wochen. Derzeit wird eben hinter verschlossenen Türen geredet.
Liebe Grüße vom Neudecker



eklips antwortet um 08-11-2019 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Schnöseltruppe hat er gesagt. Der Kogler ist meist für klare Ansagen.


norbert.s(suk5) antwortet um 08-11-2019 23:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Oh Gott, da kommen die ÖVPler wieder aus den Löchern.
Grüne sind super, hätte ich dort was zu sagen würde ich mit der "Ins braunen Bettleger Partei ÖVP" mir nie was anfangen.
Die ÖVP scheißt auf uns Bauern, da tun die Grünen ohne Parlamentt mehr!


Hofknecht antwortet um 09-11-2019 00:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Naja eklips, lesen schadet nicht. Ich glaub kaum dass es Handelsprogramme für Bodenhaltungseier gibt wo die männlichen Küken aufgezogen werden. Eben deshalb weil für Bodenhaltungseier kein höherer Verksufspreis mehr möglich sein wird, im Gegensatz zu Bio Eiern und Freiland Eiern.

Aber was zählen schon Fakten wenn der Kogler und die Gretl zusammen den Weltuntergang heraufbeschwören! ;)


eklips antwortet um 09-11-2019 03:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Wusste ich es doch, dass die Gretl auch unter Forumsusern Angst und Schrecken verbreitet.
Ich persönlich fürchte mich vor Leuten, die sich vor Kinderzöpfen fürchten.




2472660 antwortet um 09-11-2019 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
dass man als landwirt solche perversen praktiken wir kückenschreddern auch nur ansatzweise verteidigt, ist traurig.... zeugt von der wertschätzung der eigenen arbeit und der schöpfung gegenüber



richard.w(7n417) antwortet um 09-11-2019 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Wofür brauchs einen Kälberbonus?!? Hätten die importierten Kälber zb aus Holland den wahren Preis und klar ersichtliche Herkunft drauf stehen, und hätte der Export seinen tatsächlichen Preis, würde keiner auf die Idee kommen Kälber weiter als 100 km zu transportieren.


FeSt antwortet um 09-11-2019 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Egal ob Kälber, Küken oder Konsument - jeder,
wasch' mich, aber mach mich nicht nass.


Hofknecht antwortet um 10-11-2019 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Waren die Schweizer nicht grad erst so vorbildlich und haben das "Schreddern" von männlichen Küken verboten? Die vergasen die männlichen Küken halt nun einfach weiter.



florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@2472660

Ich glaube du verstehst die legehennenbauern falsch.

Hier mal eine kleine zeitreise:
2009 kam das käfigverbot. Österreich war vorreiter. hohe kosten für unsere landwirte für den umbau auf bodenhaltung und volierenhaltung. Zwei jahre später kam es in der gesamten eu. Wie sieht es heute aus? Rund 54% der gesamten hühner in der eu stehen noch immer in verbotenen köfighaltungen. Bis heute kommen täglich rund 700.000 ausländische käfigeier nach österreich und werden in der verarbeiteten insustrie verwendet.
Aber eine verpflichtende kennzeichnung wird nicht eingeführt... danke politik und wirtschaftskammer!

Ab 2014 durften wir dank dem verein donausoja auf minderwertigen soja(teils aus der ukraine usw) umstellen. Zu beginn war das ein großflächiger tierversuch in aut.
Es hieß immer den bauern wird alles abgegolten. Schwachsinn, nur rund ein drittel der mehrkosten wird bis heute bezahlt.
Der hauptkritikpunkt ist aber, dass wenn mein nachbar als rinderbauer bei der selben mühle donausoja holt, rund 15€ pro tonne weniger betahlt nur weil er das zertifikat für den soja nicht braucht. Uns als legehennenbauern kann man ja verarschen...

Zwischenzeitlich kam der kram mit der 120GVE deckelung in der pauschalierung. Das sind 9227 hennen. Nichts wurde unternommen um die grenzen neu zu berechnen. Eine legehenne wird noch immer mit0,013 gve berechnet. Diese berechnung geht aus erhebungen in den 90ern hervor. Herangezogen werden futterverbrauch etc. Hier sind wir mittlerweile viel effektiver. Nach aktuellen berechnungen kämen wir auf 0,009 GVE pro henne. Interessiert aber keinen. Die politik schon gar nicht.

Jetzt kommen wir zum bruderhahn.

Eingebrockt hat uns den der „visionär“ aus schlierbach, herr M.S.

Er ing zu den handelsketten und setzte denen flöhe ins ohr. Somit bekam er mehr lieferkontigente usw.
wir wären bereit jedem hahn ein nest zu bauen. Doch der konsument zahlt das nicht. Einen hahn für einige wochen mit hochwerigen futtermitteln zu versorgen ist wirtschaftlicher irrsinn. Die hähne habe so eine schlechte futterverwertung dass du nach 6-8 wochen nur rund 200gramm verzehrfähiges fleisch rausbringst.
Ein sehr guter co2 abdruck!!!

Niemand will hier das schreddern verteidigen, aber es ist preislich nicht mehr möglich. Die Deckungsbeiträge sind in der legehennenhaltung seit 2012 jährlich gesunken (ausnahme letztes jahr). Glaub mir, noch ein paar maßnahmen die nicht abgegolten werden und die betriebe müssen reihenweise zusperren.

Einige betriebe haben in den letzten jahren bereits geld von, nennen wir sie große wirtschaftsbetriebe, erhalten um zu überleben. In diesen betrieben ist jetzt der frühere besitzer jur noch angestellter.
Will die gesellschaft das? Ich glaubs nicht.

Zu allem überfluss beginnt nun auch noch die eigene erzeugergemeinschaft bei preisnotierungen durchzudrehen.
Das neue system, wie die abrechnungen aussehen ist pervers. Es gibt keinen preis pro stück mehr. Es werden die preise nach aus der luft gegriffenen Deckungsbeitragsrechnungen gemacht. Und glaub mir, diese berechnungen werden von leuten gemacht die noch nie einen tag auf einem geflügelbetrieb gearbeitet haben... da greifst dir aufs hirn.

Wie gesagt, wir sind bereit jeden noch so wahnwitzigen plan mitzumachen, aber wir brauchen es schwarz auf weiß von handelsketten und politik dass diese mehrkosten auch abgedeckt werden. Die gibts aber nicht und somit müssen wir diesen dingen kritisch gegenüberstehen. Aus wirtschaftlicher sicht. Und folgend aus verantwortungsvoller sicht da wir eine familie zu ernähren haben und sicherheit wollen.

Vielleicht kannst du das ja ein bisschen verstehen.


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Ach ja noch was. Wir kaufen verpflichtend hühner aus österreich, ebenso verpflichtend Futter aus österreich. Alles was notwendig ist. Das passt, ist auch gut so.
Aber in der gastro und der verarbeitenden industrie ist es egal. Da wird unser feinkostladen österreich zwar propangiert, aber nicht verpflichtend gemacht.

Danke hiermit an die österreichische politik. Das nennt man Rückhalt.
Wenn hier nur einer von denen mitliest sollte das normalerweise zu denken geben. Aber es ist ihnen egal.
Möglichst lange am trog sitzen und das eigene geldbörserl füllen.
Das ist der weg der türkisen, roten, blauen, grünen.....





FeSt antwortet um 10-11-2019 10:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Im Schweinebereich nichts anderes,
zuerst Tierwohllabels fordern für alle,
doch keiner will es kaufen,
wodurch führende Schlachtunternehmen,
Zitat: "mangels Nachfrage die Verträge gekündigt."

https://www.schweine.net/news/daempfer-fuer-fleisch-mit-tierwohllabel-in-daenema.html?fbclid=IwAR0zZark4uL8p9U6h1ZhsckwTuNkaN43uD2Ai2lzwR2av9uU4mNZBQ6y_Eg


xaver75 antwortet um 10-11-2019 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@Florian
Was ist technisch möglich, damit die männlichen Küken überhaupt nicht ausgebrütet werden müssen?
Ab wann lässt sich das Geschlecht im Ei feststellen?

mfg


2472660 antwortet um 10-11-2019 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@florian.m
ich versteh dich komplett und es ist ja im prinzip in fast allen bereichen der lw in unterschiedlichen ausprägungen das gleiche!
das was ich aber an dem umstand sehr kritisiere, ist, dass wir uns als bauern das gefallen lassen, dass man so mit uns umgeht und noch schlimmer, wir übernehmen für die, die daran verdienen, die drecksarbeit, dass wir dieses system sogar für sie verteidigen.
ich habs eh schon so oft wo geschrieben - die landwirtschaft muss der gesellschaft angebote für ihre wünsche erstellen, dann kann sie die entscheiden und ist für ihre entscheidung verantwortlich und die lw ist aus dem schussfeld! das ist dringend notwendig - wichtiger als jede traktordemo!


2472660 antwortet um 10-11-2019 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@xaver75
genau darum gehts, die geschlechtsbestimmung wir die lösung sein (bei den rindern zb gibts auch schon lange gesextes sperma)


2472660 antwortet um 10-11-2019 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
bin mir sicher, dass die kosten für die geschlechtsbestimmung vom ei die politik (sprich die gesellschaft) übernehmen kann - dagegen wird sich keiner wehren trauen...


FeSt antwortet um 10-11-2019 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Es braucht nicht die "Gesellschaft", sondern den Konsumenten!


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 11:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Soweit wir bis dato informiert wurden (diese angaben sind aber ohne gewähr) gibt es zwei systeme die erforscht werden. Win system funktioniert mit einem mini loch an der oberseite (iwie mit lasertechnologie) und sollte meiner info nach, nach drei bis 5 tagen anwendbar sein. Aber die technologie ist angeblich noch nicht massentauglich, da der zeitaufwand, bzw. Zu hohe kosten zustande kämen.
Von der 2ten technologie der forscher haben wir noch keine infos erhalten.

ich sehe hier aber den ethischen konflickt. Sollten jetzt großflächig stallungen für die hähne gebaut werden und das system wie jetzt praktiziert werden, werden die handelsketten nicht mehr umstellen. Auch aus marketingtechnischen gründen. Ich kann mich aber auch täuschen.

Du hast schon recht, möglicherweise wären die konsumenten bereit das zu bezahlen, aber hier liegts wieder am Lebensmitteleinzelhandel, unserer Standesvertretung under der Politik. Am einfachsten ist es für diejenigen einfach nur nen teil der kosten abzugelten und fertig. So wars immer. Ich glaube aber nicht dass mit einer türkisgrünen regierung von der hahnenaufzucht auf einzeleibestimmung umgestellt wird...



xaver75 antwortet um 10-11-2019 11:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Schredern oder vegasen geht in Ö gar nicht, eine Möglichkeit wäre, die Junghennen aus dem Ausland zu beziehen, das wäre eine vertretbare Lösung.
Auch eine längere Nutzung der Hennen wäre mit der Aufzucht vom Bruderhahn "gegenzurechnen", ab wann der Bruderhahn wirtschaftlich wird.

Ein verschenken von männlichen Küken bei Großveranstaltungen, wo viele Kleinkinder dabei sind, in 5 oder 6 stelliger Anzahl würde auch mehr bleibende Eindruck hinterlassen, als eine Traktordemo.

mfg


2472660 antwortet um 10-11-2019 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@fest
wo ist der unterschied?
wenns die politik verordnet, ists die gesellschaft und daran soll sich jeder beteiligen müssen und es sich nicht aussuchen können (ähnlich dem ökostrom)


2472660 antwortet um 10-11-2019 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
viele gute ideen xaver!!


2472660 antwortet um 10-11-2019 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
"Du hast schon recht, möglicherweise wären die konsumenten bereit das zu bezahlen, aber hier liegts wieder am Lebensmitteleinzelhandel, unserer Standesvertretung under der Politik. Am einfachsten ist es für diejenigen einfach nur nen teil der kosten abzugelten und fertig. So wars immer."

genau da müssen wir ansetzen! es darf nicht mehr so einfach sein, die kosten auf die lw abzuwälzen und alle anderen sind wieder fein raus - es liegt an uns, ob wir uns das gefallen lassen bzw. dafür sogar dafür kämpfen (gegen vollspaltenverbot, für sojaimport, für viel düngung und noch mehr überproduktion,....)


xaver75 antwortet um 10-11-2019 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Wenn der Landwirt für irgendeine Tierwohlmaßnahme 1ct mehr bekommt, wird es für den Konsumenten um gefühlt 5ct teurer, da sollte angesetzt werden.

mfg


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 12:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Junghennen aus dem ausland zu beziehen geht nicht, das ist gegen die ama gütesiegel richtlinie. Außerdem was sollen dann die österreichischen aufzuchtbetriebe machen? Zusperren?
Außerdem werden junghennen im ausland nicht mit solch strengen anforderungen aufgezogen.

Eine längere nutzung ist halt in der hühnerhaltung nicht wirklich möglich. 12-14 monate ist der gängige rhytmus, da danach einfach die schalenqualität, bzw. Die legeleistung nicht gut ist. Dadurch dass die eierpreise nicht mehr so gut sind ist das für die landwirte nicht wirtschaftlich. Ansonsten würden es jetzt schon viele machen.

Hähne verschenken ist so eine sache. Was passiet mit denen? Sie legen ja auch keine eier, somit sind sie für den konsumenten zuhause nicht wirklich „brauchbar“. Klingt blöd, ist aber so...
Außerdem müssten die tiere bei der bh gemeldet werden. Wird aber meist nicht gemacht...


2472660 antwortet um 10-11-2019 12:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
"Hähne verschenken ist so eine sache. Was passiet mit denen? Sie legen ja auch keine eier, somit sind sie für den konsumenten zuhause nicht wirklich „brauchbar“. Klingt blöd, ist aber so...
Außerdem müssten die tiere bei der bh gemeldet werden. Wird aber meist nicht gemacht..."

das wär ja nur eine symbolische protestaktion um mediale aufmerksamkeit für das problem zu bekommen und nebenbei sympathie für die lw
ginge auch mit kälbern um 8,49€/stk!


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Aber was passiert mit den hähnen dann? Werden sie einfach aus dem auto geworfen oder nicht gefüttert? Ich befürchte so eine symbolische aktion kann schnell in die hose gehn und falsch interpretiert werden. Lebewesen zu verschenken ist glaub ich nicht die beste lösung. Das kannst in den tierhandlungen und tierheimen nachfragen...


2472660 antwortet um 10-11-2019 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
....es wird sogut wie niemand einen hahn mitnehmen....


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Was wir brauchen ist ein klares langfristiges ziel in der landwirtschaft. Sowohl im klimabereich, wie auch in der tierhaltung und im ackerbau.
Außerdem brauchen wir eine verpflichtende kennzeichnungsverordnung in allen sparten.
Mann muss auch über eine einfuhrsteuer von lebensmitteln nachdenken, sollten produkte reinkommen bevor unsere eigenen verkauft werden.

So könnte der feinkostladen österreich eher seinem namen gerecht werden.

Leider wirds das nicht spielen, da unsere vertretung, bzw. Kein politiker die schneid hat unser system zu reformieren. Oder sagen wir so, sie würden zu wenig davon profitieren...


2472660 antwortet um 10-11-2019 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
dann geben wir uns halt mit status quo zufrieden - es wird niemand kommen und das für uns regeln, eher im gegenteil....


florian.m(w9437) antwortet um 10-11-2019 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Nein, du hast schon recht, es muss was getan werden. Aber das ganze sollte schon durchdacht sein und mann muss auch mögliche konsequenzen abwiegen. Undurchdachte aktionen können wie gesagt schnell nach hinten losgehen.


FeSt antwortet um 10-11-2019 13:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
In Ö ein schwieriges Unterfangen für einheitliches Auftreten,
da es dazu uns alle braucht, die dahinter stehen.

Auch wenn diese ihren Unmut beginnend mit grünen Kreuzen und folgend mit ihren Schleppern zeigten und auch weiterhin wie z.B. bei Demos am 26.Nov in Berlin,
in punkto Einigkeit sind uns unsere deutschen Kollegen eindeutig voraus und haben in kürzester Zeit mit LSV eine Gemeinschaft geschaffen, um gemeinsam entschieden gegen untragbare Vorgaben der Politik/Gesellschaft vorzugehen.
Klar muss das gut überlegt und durchdacht sein.
Jedoch, was man so mitbekommt, formieren sich aufgrund der Lage auch in Ö derzeit, aber unabhängig voneinander in den Bundesländer regionale Gruppen, halt leider noch ohne einheitlichen Konzept schon loszustürmen, statt
zumindest Türkis-Grün zu Weihnachten abzuwarten.


Obersteyrer antwortet um 10-11-2019 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@textad4091 Hallo Ich habe schon von mehreren Seiten gehört ,das ein Bauernbündler Landwirtschaftsminister weden soll ,sehr oft wurde ein Landwirt aus dem Ennstal genannt ,Ti........er .Wobei ich hier sehr positiv gestimmt wäre , er wäre wirklich vom Fach und versteht die Landwirtschaft. Vorallem würde hier sicher auch eine gute Zusammenarbeit mit unseren örtlichen Vetretern entstehen ,sicher kein Nachteil! Lg Obersteirer


xaver75 antwortet um 10-11-2019 14:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@Obersteyrer
Wie soll sich das ausgehn, bei Rot/Grün/Blau? ,-)

mfg


Vollmilch antwortet um 10-11-2019 18:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Der nächste Schritt Richtung türkis - grün wurde heute gesetzt.
Meiner Meinung nach wird Frau Köstinger auch der nächsten Regierung angehören und weiterhin für Landwirtschaft (für was sonst?) zuständig sein (für Umwelt und Klimaschutz aber sicher nicht mehr). Das Ressort bekommt halt wieder einen neuen Namen.

"Stephan" geht (glaube ich) nicht nach Wien.

LG Vollmilch


hubi97 antwortet um 10-11-2019 19:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Wenn die Grünen tatsächlich in die Regierung kommen, dann besteht für alle normalen (konventionellen) Bauern tatsächlich Grund zum fürchten !!!


Vollmilch antwortet um 10-11-2019 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Also ich fürchte mich überhaupt nicht vor den Grünen in der Regierung. Wieso auch? Für mich wäre türkis - grün die beste Option.

Bin konventionell aber vielleicht nicht normal! ;-)

LG Vollmilch


powerjosl antwortet um 11-11-2019 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Auch für mich wäre türkis-grün die beste Option! Türkis-blau die schlechteste!
Ich finde das eine Regierungsbeteiligung der Grünen für uns Bauern gut wäre,


mittermuehl antwortet um 11-11-2019 10:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@Vollmilch … du bist halt nicht normal-konventionelle und nicht konventionell-normal. ;)

So toll finde ich die Ausgangslage für die konventionelle Landwirtschaft im Wettbewerb mit anderen Staaten nicht. Kann gut sein das der Input der Grünen bei einer türkisen Mehrheit positiv für die Landwirtschaft ist. Das sich was ändern muß, ist ja allen klar. Das die VP nicht in dem Bereich Probleme hat ihr Fahrwasser zu überdenken hat sich in den letzten 20 Jahren gezeigt. Das die Grünen als kleiner Partner nicht alles umkrempeln können ist auch klar. Somit könnte es zu sanften Korrekturen kommen. Es wird nichts geschehen womit die VP nicht leben kann. Aber es könnten Dinge geschehen für die die VP so nicht den Mut hat.

Aber ich glaube erst an so eine Regierung wenn sie angelobt wird. Es war mit der FP für die VP im täglichen Umgang einfach zu leicht.... das wird mit den Grünen etwas anderes.



Vollmilch antwortet um 11-11-2019 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Aber sobald die Grünen in der Regierung sitzen, wird auch mehr Pragmatismus einkehren.

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 11-11-2019 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Pragmatismus müßte es wohl von beiden Seiten geben.

Ich glaube an diese Koalition erst wenn sie angelobt ist.

Die FP rudert im Moment nicht zurück... die hat alle Motoren angeworfen und steht schon bereit statt den Grünen einzuspringen. Das hatte wir ja schon mal. Regierungsprogramm gibt es ja schon vom letzten mal. Die Frage ist nur warum wir dann wählen mußten...

Die SP hat ja ihre Rolle auch schon überdacht.

Seit die Grünen am Tisch sitzen gelblieben sind, kommen die anderen Parteien auch wieder zurück.


eklips antwortet um 11-11-2019 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Muss mittermühl zustimmen. Was Hofer gestern an politischer Eifersucht und Notgeilheit öffentlich an den Tag gelegt hat, sucht seinesgleichen.
Wie ein "kleiner" grüner Landesrat aus Vorarlberg den Chef der sozialen Heimatpartei der unerhrlichen und halbfleißigen elegant mit Argumenten mehrfach abmontiert hat, war auch sehenswert.


Vollmilch antwortet um 11-11-2019 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Die Övp ist ja praktisch der kristallisierte Pragmatismus (find ich halt).

LG Vollmilch


schellniesel antwortet um 11-11-2019 15:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Ich werde diese Regierung eine Chance geben, meine Befürchtungen nicht zu erfüllen.

Ich werde sie an ihren Taten messen.

Die letzte Regierung war seit langen Eibe die auch was getan hat.

Ohne die „Vorschuss“ Lorbeeren die eine grünen Beteiligung scheinbar nur zustehen?!

Mfg


eklips antwortet um 11-11-2019 15:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@schellniesel
Welche Regierung meinst du denn mit der Chance?
Und ja, die Kurz-Ibiza-Regierung hat viel für sich getan. Gerade heute sind wieder viele Experten damit beschäftigt, einige Ho-Ruck-Scheiß-Gesetzesvorschläge von Kurz-Strache einigermaßen in praktikable und rechtsstaatliche Formen zu biegen.


schellniesel antwortet um 11-11-2019 15:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Eklips

Die die uns höchstwahrscheinlich bevorsteht.
Glaub nicht das die Koalitionsverhandlungen noch scheitern werden.

Ich sehe das nicht so!

Ich hab seit ich Selbstreinigung Einkommen habe erst mit Ibiza Regierung eine steuerliche Erleichterung verspürt.

Ohne das sie von einem sackl insxansere gewandert wäre.

Wirtschaftlich ging’s uns im eu Schnitt nicht schlecht obwohl viele mit Sanktionen wegen Rechtsradikale in der Regierung gedroht hatten....

Naja mir wärs recht wenn’s die grüne koaliation dann besser macht!

Mfg




ewald.w(88y8) antwortet um 11-11-2019 16:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
ich hab immer mehr den verdacht, dass der kurz die trennung von den freiheitlichen vorangetrieben hat, weil er als koalitionär mit den freiheitlichen in brüssel schlechte karten hat für seine eigene politische zukunft möglicherweise auf einem eu-sessel.

er ist noch sehr jung und die die rechten sind das feindbild führender eu-grössen.


FeSt antwortet um 12-11-2019 00:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@Vollmilch
Kaum ist man mal länger als nen Tog bei DE Nachbarn z'Bsuch mit Freunden quatschen, wirkt plötzlich Sesselkleber wieder, und hast eingliederungsabhängig recht.

Doch wenn wir doch auch so in Echtzeit, wie bei den Regierungsverhandlungen, nur auch mal Kurzen Einblick bekommen würden auf
das "Österreichische Agrarpaket 2020", das jetzt schon von weisungsUNgebunden geschnürrt wird, oder?

Zum Spaß werden diese Beamten derzeit nicht so viele Überstunden schieben.


mittermuehl antwortet um 13-11-2019 16:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Sich vor ein paar Grünen fürchten … als Bauer? … Warum?

Als Staatsbürger fürchte ich mich vor Schwarz-Blau. Nach gerade mal 18 Monaten zerlegt es die Regierung Die Justiz ermittelt jetzt gegen den Ex-Vizekanzler, den Ex-Finanzminister und den Ex-Innenminister. Die Neuwahlen bremsen dann für ein Jahr fast alles aus. Sowas finde ich unpassend.


florian.m(w9437) antwortet um 13-11-2019 17:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Stimmt, unter Rot / Schwarz hats sowas nie gegeben.


mittermuehl antwortet um 13-11-2019 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Genau … die haben sowas in 18 Monaten nie geschafft... die hatten aber auch nicht den besten Innenminister alles Zeiten.... Wie geht es eigentlich den KHG. Der war doch der beste Finanzminister alle Zeiten.. ;)



ewald.w(88y8) antwortet um 13-11-2019 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
ihr irrt euch,

der beste finanzminister aller zeiten war der androsch und die schnellst expandierende steuerberatungskanzlei war zeitgleich die fa konsultatio seiner frau gemahlin.


eklips antwortet um 13-11-2019 19:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Der nächste von den Hosentürl-Kickl-Freunden steht bald vor dem Staatsanwalt: Ein junger, gerade erst vor 2 Tagen gewählter Ortsparteichef kann seine Finger nicht von der Hitlerei lassen und lässt davon auch noch ein Video drehen. Ich speib mich an von diesem Kickl-Hofer-Dreckssauhaufen. Aber es ist vermutlich nur ein Einzelfall.


eklips antwortet um 14-11-2019 06:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Jetzt hätte ich schon fast wieder vergessen gehabt: Der Clubobmann, der so gern den Hitlergeburtstag feiert, kommt ja aus dem gleichen Nest und ist jetzt auch dran.


hubi97 antwortet um 14-11-2019 07:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
als konventioneller (normaler) Landwirt muss man sich vor den GRÜNE FÜRCHTEN !!!
lesen Sie dazu bitte auch die Zeitung Blick ins Land, wo der Grüne Ex Nationalrat Pirklhuber gefordert hat, dass Investförderung nur mehr für BIO Ställe möglich sein dürfen, ÖPUL für Konventionelle stark kürzen oder ganz abschaffen,......……………..


eklips antwortet um 14-11-2019 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Die VP exhumiert einen ihrer Obmänner und dessen 35-jähriges Konzept. Kogler meint dazu: Hier wird radikaler gesprochen, als bei einem grünen Bundeskongress"


Vollmilch antwortet um 14-11-2019 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Guten Morgen!

Aus meiner bisherigen Erfahrung besteht zwischen dem, was EIN (in Zahlen: 1) EX-Nationalrat in einem INTERVIEW in einer "Zeitung" (wie Blick ins Land) fordert und dem was eine (kleinere) Partei in Regierungsverantwortung umsetzen KANN UND WILL ein gewaltiger Unterschied.

Selbst wenn, wären Pirklhubers Forderungen für mich kein Grund zum fürchten.

LG Vollmilch


Vollmilch antwortet um 14-11-2019 08:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
... Und sollte sich jemand doch zu sehr fürchten, besteht sicher die Chance auf Erlösung (=umstieg auf Bio)! ;-)

LG Vollmilch




eklips antwortet um 14-11-2019 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Das ganze zeigt ja schön, welches Sellbstvertrauen in der Bauernschaft und ihrer Vertretung herrscht. Ungefär so: Die Weltkonzerne, die Handelsketten, die Märkte, das Unkraut, das Klima und die Partei haben wir voll im Griff, aber - Boahhh - die GRÜNEN!!!, die werden uns das Kreuz brechen...


Vollmilch antwortet um 14-11-2019 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Nach Xenophobie kommt Viridophobie! Oder wie auch immer das heißt.

LG Vollmilch


xaver75 antwortet um 14-11-2019 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Der Pirklhuber ist der geborene Politiker, betreibt selbst eine Firma (BIO-Kontrollstelle BIOS), ...…...wenn sich die Gelegenheit ergibt, warum nicht? ,-)

mfg


mittermuehl antwortet um 14-11-2019 10:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
" Investförderung nur mehr für BIO Ställe möglich sein dürfen, ÖPUL für Konventionelle stark kürzen oder ganz abschaffen,"

Das ist wirklich sehr hart ausgedrückt. Da war Köstinger mit: "Wir brauchen mehr Bio. Die Landwirtschaft muß aber in Summe ökologischer werden", etwas beruhigender... Wie sie das Umsetzen wollte, hat sie verschwiegen.

Ich weiß nicht wie es besser ist schlechte Nachrichten zu verbreiten. Österreich neigt dazu Sachen zu Beschönigen und zu Verschleppen. Und wenn sie dann am Ende schnell umgesetzt werden müssen, tun alle überrascht. (wie bei der Bioverordnung die jetzt doch auch bei uns gelten soll)

Da es Österreich im Moment nicht notwendig hat billig Lebensmittel selber zu produzieren (wie haben auch keine billige Textilindustrie und laufen trotzdem nicht nackt rum) werden Förderung ganz sicher auf eine steigende Ökologisierung abzielen. Ob es global Sinn macht weiß ich nicht. Man wird versuchen die Klimaziele einzuhalten. In Holland dürfen sie nur noch 100km/h auf der Autobahn fahren um Klimagase einzusparen. "Das ist lästig aber sonst hätten wir in der Landwirtschaft, im Wohnbau und der Infrastruktur mehr sparen müssen" - so ein dortiger Politiker. Und der hatte keine Zöpfchen. Ich fahre selber übrigens nur noch 100-110km/h auf der Autobahn. Die 130-140km/h schöpfe ich nur bei einem Überholmanöver aus Sicherheitsgründen aus. Man glaubt gar um wieviel weiter man da mit einer Tankfüllung kommt.

Ich glaube ja nach wie vor nicht das es zu Türkis-Grün kommt. Aber wenn es dazu kommt dann deshalb weil Herr Kurz so einen Grund bzw. einen Schuldigen hat auf die CO2-Bremse zu treten. Die 140km/h mit dem Herrn Hofer waren da nicht sehr hilfreich.


xaver75 antwortet um 14-11-2019 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Investförderung ist sowieso zu hinterfragen.
Was haben die nicht investierenden von dieser Förderung?

Für mich wäre anders zB. auch ein gebrauchter Hoftrac in Frage gekommen, durch die Förderung "muss" man fast neu kaufen.

mfg


textad4091 antwortet um 14-11-2019 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@ mittermuehl: Es gibt Stallbauberater der LK mit gewissem Weitblick, deren Minimalanforderung für jeden Stallbau (egal ob Bio oder Konvi) mindestens die Biotrichtlinien sind. Denn "man weiß nie, auf welche Ideen der Gesetzgeber kommt".
Ebenso verhält es sich mit Förderungen zum Bau von Mist- und Güllelagerraum. Da wird's nicht mehr lange dauern, und die Förderung geht nur mehr bei 12-monatiger Lagerhaltung durch^^ Unabhängig von der Regierung, wohlgemerkt.


mittermuehl antwortet um 14-11-2019 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@textad … EU-Bio als Minimalanforderung beim Stallbau schadet sicher nicht. Zumindest so bauen das man die Option hat auf EU-Bio weiterzuentwickeln. Ich kenne neue Laufställe, nicht mitten im Ort, die gar nicht die Möglichkeit haben den Milchkühen von Zeit zu Zeit eine Wiese zu bieten. Das wird sicher nicht so schnell Plicht. Aber was ist wenn die Molkereien nur noch "Wiesenmilch" wollen.

Ich würd mich mehr vor dem freien Markt und der Leistungsträgergesellschaft als vor den Grünen fürchten.


textad4091 antwortet um 14-11-2019 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@ mittermuehl: Da gehts eher darum, dass schnell Bio-Anforderungen zu den normalen Anforderung werden (Also jetzige Maße für Bioställe in 10 Jahren Mindestmaße für Konvis), das hat gar nichts damit zu tun, dass ma potentiell Bio-Betrieb werden könnte. War etwas rar formuliert. Deswegen nehmen manche Stallbauberater Bio-Richtlinien als Mindestanforderungen her. Die Förderwürdigkeit wird da dann wohl das nächste Thema sein (Wieso Konvi fördern, wenn es die "Gesellschaft" nicht will)
Dass Weidehaltung keine Pflicht für Konvi wird, ist kein Thema für mich bzw. finde ich nicht ungerecht- Im anderen Beitrag (EU-Bio-Richtlinie) war ich nur wirklich drüber schockiert, dass es in solchen Fällen eine Ausnahme für Biobetriebe gegeben haben soll. Was wirklich absurd ist (Wenn ich gewisse Dinge nicht machen KANN, dann KANN ich folglich auch nur entsprechend vermarkten)


mittermuehl antwortet um 14-11-2019 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Ich hab dich schon so verstanden. Ich meine man sollte immer so bauen das ein Upgrade leicht möglich wäre.

Das mit den Biobetrieben mit der Sonderlösung ist sicher nur ein sehr kleines Problem. Das gab es sicher nur bei sehr kleinen Direktvermarktern. Kein größere Abnehmer hätte sich auf sowas eingelassen.

Aber ich kenne auch einen konventionellen Milchbauern mit reiner Anbindehaltung der ganz sicher war das sowas nicht verboten wird. Es wurde ihm auch nicht verboten. Ab 1.1. 2020 nimmt ihm aber die Molkerei die Milch nicht mehr ab. Und der war im Juli sehr überrascht als das ihm wirklich bewußt wurde.

Da muß man sich nicht vor den Grünen sondern vor dem freien Markt Früchten. Manchmal wird eine Sonderreglung zum Bärendienst. Gleich klare Regeln mit einer Übergangsfrist ist für alle am besten als Planungsgrundlage.

Wäre auch gut bei der Nichtraucherregelung gewesen. Das hin und her macht meist mehr Problem..


xaver75 antwortet um 14-11-2019 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@mittermühl
Bio Betrieb Innviertel mit knapp 300 Kühen, die Dürre 2018 mit Konvi-Mais überbrückt, die Pachtflächen in ein paar Gemeinden, …. ich glaube nicht, das solche Betriebe viel Direktvermarktung betreiben.
Ein Großteil der Biomilch wird in Ställen mit 50 Kühen aufwärts produziert, die haben die Pachtflächen meist nicht an den Stall angrenzend.

mfg



Vollmilch antwortet um 14-11-2019 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Ich habe vor 18 Jahren auch so gebaut, dass es für Bio passen würde. Mittlerweile passt es nicht mehr, selbst für konventionell ist eine Gangbreite zu schmal geworden...

Ich glaube auch nicht, dass es in jedem Fall gescheit ist, den Stall auf die grüne Wiese zu stellen (nur um Weidemöglichkeit zu haben). Die Nutzung von Altgebäuden, vorhandener Infrastruktur ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

LG Vollmilch


textad4091 antwortet um 14-11-2019 17:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
"Ich glaube auch nicht, dass es in jedem Fall gescheit ist, den Stall auf die grüne Wiese zu stellen (nur um Weidemöglichkeit zu haben). Die Nutzung von Altgebäuden, vorhandener Infrastruktur ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz."

Kommt draufan, wie immer halt ... Wenn man durch den "Stall in der grünen Wiese" (welche nicht zwangsweise teuer sein muss) ganz andere Verhältnisse im Bezug auf Ausrichtung, Sonne, Wind und Co hat, dann machts ja sinn. Allerdings sind spätestens dann wohl selbst bei gleicher Tierzahl neue Gülle- und Mistlagerstätten fällig. Das wird dann halt teuer. Bei Gebäudezubauten können diese meist noch gut mitverwendet werden.
Im Prinzip kann ein Stallbau und die langfristige Planung zum Glaskugellesen werden- Gach passen irgndwann zwar sämtliche Abmessungen, aber die Lichtverhältnisse nicht mehr. Oder die Entwicklung geht richtung "Ausgang nur auf dieser Seite, denn dort und dort ist böses Karma" ...




Vollmilch antwortet um 14-11-2019 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Also von den Euros her, wäre es bei uns auch besser gewesen auf der grünen Wiese zu bauen - ganz klar. Nur meinem persönlichen Nachhaltigkeitsgedanken entspricht es eben nicht.

Ein Bekannter von mir ist seit Jahrzehnten Bio, mitten in einem Ort mit 3000 Einwohnern. Eine Weideverpflichtung kommt ihm sicher "sehr ungelegen"!

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 14-11-2019 18:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@xaver75 Wenn jemand einen großen "Biobetrieb Rinder "auf einer Ausnahmegenehmigung aufbaut ist er einfach verloren und wird ein tragischen Schicksal. Die Sauerei ist, das die neuen Spielregeln zum blödersten Zeitpunkt kommen. 2021 wäre leichter gewesen. Muß man jetzt die Förderung zurück zahlen? Das Hauptproblem ist, das Betriebe auf Förderungen bauen deren Spielregeln Innerhalb einer Spielrunde verändert werden.

@Vollmilch … Ich hab im Öztal ein paar sehr schöne Ställe auf der grünen Wiese gesehen. Schaut etwas komisch aus. Wie ein halber Bauernhof. Nachhaltigkeit … ich wohne in Mauern die 300 Jahre alt sind. Ich bin auch dafür Bauten solange zu nutzen wie es geht. Bei Ställe die im Ortsverband stehen war es früher normal die Kühe auf die Weide zu treiben. Seit die Kinder Schuhe brauchen und in die Schule müssen ist das halt nicht mehr so einfach möglich. Ob ein Stallbau im Ortsverband vor 18 Jahren schlau war - NEIN. Ob er dem Stand des Wissens entsprochen hat -JA. Wir sollten uns bei den Beratern von damals bedanken. Es betrifft auch einige sehr gute Freunde von mir die auch gerne BIO geworden wären.


Vollmilch antwortet um 14-11-2019 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
@mittermuehl: diesmal kommt Widerspruch von mir. Meine Eltern waren noch "bloßfüssig" in der Schule, Weide gab es bei uns damals trotzdem nicht. Bei durchschnittlichen Schlaggrößen von 60 ar (NACH der Kommasierung) ist das vorher vermutlich etwas "unhandlich" gewesen.

Ich bereue es nicht am Ortsrand gebaut zu haben. Die Zersiedelung und der Flächenverbrauch sind groß genug. Ich kann es natürlich auf meinen "Berater" schieben, dass trifft aber auch nur mich selber. ;-)

Meine größte zusammenhängende Fläche hat knapp 3 ha, keine Ahnung ob das für eine vernünftige Weide ausreichen würde.

Ist aber eh wurscht, über diesen Schatten muss ich nicht springen!

LG Vollmilch


mittermuehl antwortet um 14-11-2019 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Deine Elter hatten Schuhe und mußten in die Schule … die hatten nicht so viel Zeit zum Kühe hüten.. .. Die Generation davor hat vielleicht noch ausgetrieben. Ohne Traktor war es einfach zu Mühsam das ganze Futter in den Stall zu bringen und den ganzen Mist raus zu bringen. Das wurde in der Regel erst nach dem WKII üblich. Ich hab ein landwirtschaftliches Lexikon von 1955. Da steht das man einen Traktor erst startet wenn alle Kühe, Pferde Ochsen eingespannt sind. Die Automatisierung ist jung. Wenn man Jauche von Hand schöpft versucht man jeden Liter zu vermeiden.

Der Zeitgeist vor 20 Jahren war einfach das man technisch macht was technisch machbar ist. Das rächt sich in machen Bereichen. Auch du hattest Berater. Keiner saugt sich einen Stallneubau aus den Fingern. Du hast zu dem Thema Artikel gelesen und versucht dich Schlau zu machen.

Man muß nicht Bio sein. Blöd ist nur das der Druck in Richtung "Bionahe" geht. Aber finanziell anerkannt wird nur Bio.


Vollmilch antwortet um 14-11-2019 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Da hast recht, meine "Berater" haben Bücher geschrieben.
Wie das mit einer Weide früher bei uns ausgeschaut hat, muss ich erst nachfragen, in den Erzählungen kommt es jedenfalls nicht vor.

Ob man "aussiedelt" oder im Ort bleibt, war (und ist) eine Bauchentscheidung. Ich wollte mit dem Ort und den Nachbarn verbunden bleiben. Die Nachbarn freuen sich auch, dass wir die Gülle aus dem Ort rausfahren - und nicht rein! ;-)
Und die Milch kann man auch zufuß holen.
Und zum Wirten geh ich zufuß!

LG Vollmilch


eklips antwortet um 14-11-2019 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Fürchtet Euch!
Das mit der Weide ist regionsweise einfach sehr verschieden. In manchen Gegenden seit vielen Generationen (auch vor WK2) Stallhaltung. Arbeit hat wenig gekostet. Den Dünger wollte man sehr wohl zu Hause gesammelt haben - für die Ackerflächen.
In anderen Gegenden stand immer schon extensivere Fläche für die Weide (oder fast nur diese) bzw. auch Alpung zur Verfügung und es ist dort bis heute die Ganzjahresstallhaltung fast unbekannt.


KaGs antwortet um 14-11-2019 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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War eh immer schon so. Zuerst bei Anfang Förderzeitraum wurde es Augenzwinkert geduldet, dann innerhalb der Periode wurde es auf einmal genau ausgelegt. Es musste nicht mal eine neue Verordnung erlassen werden, nur halt die bestehende Richtlinie genauer ausgelegt. Es gab dann kein zurück mehr, sondern es musste halt bis Ende der Periode die "Krot geschluckt" werden. So ähnlich war es ja bei den Ökopunkten NÖ. Bei Aufnahme der Daten für die Punkteanzahl war alles paletti. So kam eine hohe Punkteanzahl zusammen. (Natürlich auch mehr Förderung) Es wurde dann mit dem normalen ÖPUL gegenüber gestellt. Da kam als Ökopunkteprogramm natürlich mehr Förderung heraus, was zur Folge hatte, dass sich viele in das Ökopunkteprogramm einstiegen. Während der Periode wurde dann die Richtlinien genauer kontrolliert, was zur Folge hatte, dass viele Flächen mit weniger Punkten eingestuft wurden (obwohl in der Bewirtschaftung nichts geändert wurde) Wenn dann ein gewisser Prozentanzahl gegenüber Förderbeginn heraus kam, wurden Rückzahlungen fällig. Wäre damals auch beinahe "reingefallen" auf dieses Programm, habe es aber gleich durchschaut und die Finger davon gelassen. Gut wars, alleine die Schreibereien wären mir auf den Keks gegangen. War immer ein Kasperltheater das Ökopunkteprogramm. Ganz am Anfang war es ja noch ein "Geschäft", als aber dann immer mehr einstiegen, haben sie dann jedes Jahr neue Schikanen erfunden. Und so undurchschaubar, dass sich keiner mehr auskannte. Schuld war halt angeblich die EU.
Bin froh mit diesem ganzen Sch... nichts mehr zu tun habe!


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