15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen

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jakob.r1 15-06-2019 10:32 - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Warum soll da der Milchpreis noch steigen können?
https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/duerrs-ekosem-agrar-eroeffnet-6000er-milchviehstall-sibirien-554509?utm_campaign=ah-sa&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2019-06-15

Beste Grüße
Jakob

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biozukunft antwortet um 15-06-2019 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Das passiert auch in der EU mit unserem Steuergeld, haupts. in Rumänien oder Bulgarien, wo Investoren auch aus Nicht-EU die letzten kleinen Bauern "vertreiben". Angeblich über 50% Investförderung. 300€/ha bei (Bio)Bewirtschaftung.

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179781 antwortet um 15-06-2019 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Keine schlechte Idee. Mit einer solchen Anlage deckt man den gesamten Verbrauch einer Region mit 4 - 5 Millionen Einwohner ab. Und das ganze ohne Tankwägen durch das Land schicken zu müssen, die die Milch einsammeln und aufmüpfige Milchbauern am Schmäh halten zu müssen, die ernsthaft meinen, etwas mit ihren paar Kühen verdienen zu müssen.

Gottfried

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Juglans antwortet um 15-06-2019 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Und irgendwann kommt ein wuzzi kleiner Keim und der Traum ist ausgeträumt.
mfg


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Century antwortet um 16-06-2019 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
@Junglans:

Das ist äußerst umwahrscheinlich, weil die Ställe schon bewusst dort gebaut wurden, wo sie im Grunde tun können was sie wollen. Da werden einfach unmengen Medis bei Bedarf reingeworfen, und Ruhe ist.

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 16-06-2019 08:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
könnt ich mir für manche Gebiete in Österreich auch vorstellen.
Statt ein paar Ställe in Streulage oder Bauerndörfer einen größeren Gebäudekomplex mit ein paar Robis und mit Abschiebewägen wird die Ernte herangekarrt aus den umliegenden Gebiet und eine Ag dazu.

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peter.z(cgu8) antwortet um 16-06-2019 09:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
@dietmar.s(2cz6) nur musst du in Österreich mit der Bevölkerung rechnen, diese könnte durchaus dagegen sein.
In der Schweiz ist auch ein Betrieb in der Planung für 700 Tiere auf einem 35 Hektaren Betrieb. Umweltverbände, Landschaftschutz, Tierschutz, Bevölkerung sind alle dagegen.
Interessant ist die Aussage vom Landwirten, er sei mit den Momentan 300 Tieren nicht Lebensfähig.
Im Vergleich der durchschnittlichen Schweizer Betrieb ist 18 Hektar mit 18 GVE.

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 16-06-2019 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
@Peter
für Tourismusorte kann ich mir das auch nicht vorstellen, dort will man zwar günstig Lebensmittel aber keine intensive Produktion Vorort, Neben einer techn. Entwicklung haben wir aber auch eine Soziale und da bricht die bäuerliche Bev. eher weg.
Solche Großanlagen werden eher Orte betreffen wo jetzt schon massiv Abwanderung ist und die Grundbesitzer sich diesbezüglich was organisieren. Wahrscheinlich auch nicht in den größendimensionen wie in Russland, allerdings glaub ich wird so ein System wirtschaftliche Vorteile haben gegenüber vieler kleiner Strukturen im Einzelkämpfermodus.

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179781 antwortet um 16-06-2019 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Für nachhaltige Wirtschaftweise sollte man die Kühe von eigenem Futter ernähren können. Das setzt in Österreich z. B. etwa 25.000 ha Fläche für so einen Betrieb voraus. Dort wo so etwas geplant ist, wird man wahrscheinlich von mehr als 1 ha je Kuh Flächenbedarf ausgehen müssen.
Also müsste man grob geschätzt etwa die Fläche eines mittleren politischen Bezirkes in Österreich annehmen. Das heisst alles Futter müsste aus einem Radius von 10 bis 20 km Entfernung herangekarrt werden und die Sch... der Viecher wieder dorthin zurück. Da steht bei der Wirtschaftlichkeit schon einmal ein grosses Fragezeichen.

Gottfried

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karl0815 antwortet um 16-06-2019 09:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Hinter solchen Investitionen steht die strategische Ausrichtung Russlands auf eine (vom Westen) unabhängige Lebensmittelversorgung. Mit den heute zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln (Smartbow,....) zum Herdenmanagement lassen sich solche Bestände sicherlich habwegs managen, bei Krankheiten und Seuchen "ist dann aber der Teufel los", wie derzeit zb. bei der ASP in China!

Wir als westliche "Wertegemeinschaft" sind mit unserem Sanktionsgetue sicher selber schuld, Russland als Absatzmarkt verloren zu haben, da brauchen wir gar nicht jammern!

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179781 antwortet um 16-06-2019 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Stimmt so karl. Nur was du wie viele nicht begriffen hast, ist die Politik Putins. Dem war die Ausrichtung der LW in Russland von Anfang an zuwider. Man hat riesige Flächen brach liegen lassen und Lebensmittel in großem Umfang importiert. Da haben sich welche enorme Vermögen angehäuft damit. Putin hat immer schon dran gearbeitet, die Produktion im eigenen Land voranzubringen und Importe abzudrehen. Die Sanktionen in Folge der russischen Anektion der Krim haben ihm da perfekt ins Konzept gepasst. So konnte er Lebensmittelimporte abdrehen und die Folgen daraus seiner Bevölkerung noch gleich als Werk des bösen Westen verkaufen.
Fakt ist, wir hätten diesen Markt so oder so verloren. Es wäre vielleicht etwas langsamer gegangen.

Gottfried



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xaver75 antwortet um 16-06-2019 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
In Ö, D, CH sind Großprojekte von 0 auf … schnell mal in den Medien, Unterschriftenaktionen, Umweltbedenken, …
Wenn man gleitend auf 500 Kühe wächst, ist das in Ö kein Problem, die "Gegner" werden meist erst hinterher lästig, wo sich nur mehr wenig ändern lässt.,-)

mfg

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ewald.w(88y8) antwortet um 16-06-2019 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
das Problem dieser neuen Agrarriesen , vereinfacht gesagt der Osten, war immer das fehlende Investitionskapital

da die Wirtschaft aber auch dort gut wächst, steht Investitionskapital neuerlich zur Verfügung und sucht nach Veranlagung, vermehrt auch in der Landwirtschaft.

wir werden mehr und mehr Exportmärkte verlieren und mit neuer Konkurrenz am Markt rec+h+nen müsse
n
.

*


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beglae antwortet um 17-06-2019 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
letzen Herbst war in Novosibirsk bei ekosem auf einen Milchviehbetrieb war wirklich TOP nur 8000 und 9000 John Deere vor den Futtermischungen Kühe mit Deutscher Ohrmarke . Morgen Abend treffe ich Herrn Dürr in Heidelberg


Die Leitung alles in Frauenhand
 

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beglae antwortet um 17-06-2019 14:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Stallanlage in Novosibirsk


Stallanlage in Novosibirsk
 

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beglae antwortet um 17-06-2019 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Kuh mit D im Ohr


Kuh mit D im Ohr
 

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beglae antwortet um 17-06-2019 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Fahrsiloanlage Novosibirsk


Fahrsiloanlage Novosibirsk
 

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mittermuehl antwortet um 18-06-2019 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Wenn die Schweiz 700 Tiere auf 35 ha setzt ist das recht aufwändig. Da muß Futter groß zugekauft und der Mist entsorgt werden. Das ist dann eine gewerblicher Stall.

Oder man hat die 1ha/GVE...

Wären die Russen 1955 nicht abgezogen, hätten wir es vielleicht in Ostösterreich. Nennt sich Kolchose. Es lebe die Enteignung für das Kollektiv.... Wäre auch eine Lösung. Nur wer will das?

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dietmar.s(2cz6) antwortet um 18-06-2019 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Bsp österreichische Abwanderungsgemeinde xy,Größe 5km2,200Ew, 500ha, Abzüglich 50%, ergibt 250ha, 1,5GVE/ha
ergibt 375GVE, könnte 1 Betrieb ergeben oder mehr

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mittermuehl antwortet um 18-06-2019 12:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Na wenn alle Grundbesitzer und Anwohnerr das dann wollen - warum nicht ... Enteignung wird ja keine Thema sein...

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harly antwortet um 20-06-2019 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
EU hausgemacht wenn alle deppen auf de Amerikan Hetze einsteigen, jetzt is der Markt weg


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geba antwortet um 20-06-2019 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen

Durch den Mauerfall 1990 war damals "über Nacht" die DDR in der EG (EU)!

Landmaschinenhersteller rüsteten sofort mit Großmaschinen auf, das System mit den LPG's gefiel sofort an auch den europäischen Agrarpolitikern.

Heute, nach 30 Jahren konnten wir Landwirte, und alles was noch so agrarisch mitlebt, "viel lernen vom Kommunismus"

Damals, die DDR ein kommunistische Vorzeigeprojekt für staatliche Überwachung bis ins kleinste Detail fand schnell Nutzen und Gefallen auch im Westen,

wir brauchen uns ja nur umzuschauen...... (Satellitenüberwachung, Überwachung öffentl. Plätze, Datenbanken,...)



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beglae antwortet um 26-09-2020 07:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
das ist noch gar nichts : Ekosem-Agrar AG mit erfolgreicher Entwicklung im 1. Halbjahr 2020

Betriebsleistung auf 336,0 Mio. Euro erhöht (Vj. 267,1 Mio. Euro; +26 %)
Umsatzanstieg auf 209,0 Mio. Euro (Vj. 156,8 Mio. Euro; +33 %)
Ausbau der täglichen Milchleistung auf 2.567 Tonnen (+7 %)
EBITDA steigt um 50 % auf 132,8 Mio. Euro (Vj. 88,4 Mio. Euro)
Nettoergebnis um 65 % auf 38,3 Mio. Euro erhöht (Vj. 23,2 Mio. Euro)
Prozess zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie angestoßen
Walldorf, 25. September 2020 – Die Ekosem-Agrar AG, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, erzielte im ersten Halbjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 209,0 Mio. Euro, ein Anstieg um 33 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Vj. 156,8 Mio. Euro). Die Rohmilchproduktion erreichte mit rund 456.000 Tonnen eine Steigerung um 30 % (Vj. 352.000 Tonnen). Damit bleibt der Verkauf von Rohmilch mit 73,5 % bzw. 153,6 Mio. Euro (Vj. 111,5 Mio. Euro) weiterhin wichtigster Umsatztreiber. Die Milchverarbeitung trug mit 20,1 Mio. Euro (Vj. 17,6 Mio. Euro) knapp 10 % zum Gesamtumsatz bei. Der Umsatz mit pflanzlichen Agrarprodukten belief sich auf 17,9 Mio. Euro (8,6 %; Vj. 13,8 Mio. Euro) und die Erlöse aus dem Bereich Vieh- und Tierprodukte erreichten 13,1 Mio. Euro (6,3 %; Vj. 8,7 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten 2020 ist die Gesamtherde in der Rohmilchproduktion leicht auf knapp 189.000 Rinder gewachsen (31.12.2019: ca. 182.200 Rinder). Die Anzahl der Milchkühe erhöhte sich gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um rund 5 % auf 102.430 Tiere (31.12.2019: ca. 97.640 Milchkühe). Auch die tägliche Milchleistung ist mit 2.567 Tonnen am 30. Juni 2020 um 7 % gestiegen (31.12.2019: 2.400 Tonnen). Die von der Gesellschaft kontrollierte Fläche wurde im Berichtszeitraum von rund 599.000 Hektar auf rund 631.000 Hektar erweitert.

Im Pflanzenbau zeichnet sich insgesamt eine positive Saison 2020 ab. Besonders in den Regionen Kursk und Kaluga konnten ausreichende Niederschläge verzeichnet und damit gute Ernteerträge erzielt werden. Das feuchte Wetter in den Regionen Rjasan, Orenburg und Sibirien sorgte insbesondere beim Weizen für gute Ernteergebnisse und Sibirien profitierte von einem warmen Frühjahr, in dessen Folge die Vegetationsperiode früher als normal begann. Auch die Preise für Agrarerzeugnisse entwickelten sich positiv. So wurden die guten Preise für Getreide und Ölfrüchte durch niedrige Ernteerträge in einigen wichtigen Exportländern und einer starken Nachfrage aus China getrieben. Darüber hinaus wirkte sich der schwache Rubel ebenfalls positiv auf die Verkaufspreise aus, da Agrargüter in Dollar gehandelt und zum Tageskurs umgerechnet werden.

Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich der Wert- und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie biologischen Vermögenswerten und sonstige betriebliche Erträge) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020 deutlich um 26 % auf 336,0 Mio. Euro (Vj. 267,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 50 % auf 132,8 Mio. Euro (Vj. 88,4 Mio. Euro), die EBITDA-Marge (prozentualer Anteil des EBITDA an der Betriebsleistung) beträgt damit 39,5 %. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahreswert (56,6 Mio. Euro) auf 89,2 Mio. Euro zulegen (+57 %). Die EBIT-Marge (prozentualer Anteil des EBIT an der Betriebsleistung) beläuft sich demnach auf 26,5 %. Das Nettoergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum um 65 % auf 38,3 Mio. Euro (Vj. 23,2 Mio. Euro).

Der Bilanzsumme lag zum 30. Juni 2020 mit 2,2 Mrd. Euro nahezu auf dem Niveau zum Jahresende 2019. Die Finanzverbindlichkeiten inklusive Leasingverbindlichkeiten beliefen sich auf 1,2 Mrd. Euro (31.12.2019: 1,2 Mrd. Euro). Das Eigenkapital lag zum Stichtag bei 310,7 Mio. Euro (31.12.2019: 316,5 Mio. Euro). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 14,4 % (31.12.2019: 14,4 %).

Stefan Dürr, Vorstandsvorsitzender der Ekosem-Agrar AG: „Mit unserer Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2020 sind wir insgesamt sehr zufrieden. Vor dem Hintergrund großer wirtschaftlicher Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat sich unser Unternehmen und unsere Branche als krisenfest erwiesen. Unser Expansionskurs bleibt intakt, wenngleich wir das Tempo in den letzten Monaten etwas gedrosselt haben.“

Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand derzeit einen Anstieg der Milchkuhherde auf ca. 105.000 Tiere bis zum Jahresende 2020. Die Menge der produzierten Rohmilch soll auf 900.000 Tonnen bis 940.000 Tonnen steigen und die Menge der selbst zu Milchprodukten verarbeiteten Rohmilch wird voraussichtlich zwischen 85.000 Tonnen und 90.000 Tonnen betragen. Aufgrund dieser leicht unter dem ursprünglichen Plan liegenden operativen Kennzahlen, geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 von einem Umsatz in Höhe von 480 Mio. Euro bis 500 Mio. Euro, einem EBITDA von 165 Mio. Euro bis 185 Mio. Euro und einem EBIT von 85 Mio. Euro bis 105 Mio. Euro aus.

Im August 2020 erreichte die Gesellschaft mit dem Start des Verkaufs von EkoNiva H-Milch in China außerdem ihren ersten Meilenstein im Export der eigenen Milchprodukte. 22,5 Tonnen ultra-pasteurisierte Milch wurden in drei Städten in der an Russland grenzenden Provinz Heilongjiang verkauft.

Darüber hinaus hat der Vorstand den Prozess zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie angestoßen. Als größter Rohmilchproduzent Europas sieht sich Ekosem-Agrar in der Verantwortung, einen aktiven Beitrag zu leisten, um in ihrer Kernbranche Standards für nachhaltiges Handeln zu entwickeln. Ziel des Projekts ist die Definition von konkreten Nachhaltigkeitszielen und von Maßnahmen, über deren Umsetzung und Fortschritt im künftigen Reporting regelmäßig transparent berichtet werden soll. Insgesamt möchte die Gesellschaft damit das unverwechselbare Markenbild der Unternehmens- und Produktmarke EkoNiva festigen, die gute Wettbewerbsposition weiter ausbauen und neue Investorengruppen mit einem Schwerpunkt auf nachhaltige Investitionen ansprechen.

Der Halbjahresbericht 2020 ist auf der Unternehmenswebsite unter https://www.ekosem-agrar.de/investor-relations/ veröffentlicht.

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beglae antwortet um 26-09-2020 07:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Hier ein Bild vom ein Milchviehbetreib von Ekosem hier werden täglich 4000 Kühe gemolken auf dem ich 2018 war, im Raum Novosibirsks Russland



 

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richard.w(7n417) antwortet um 26-09-2020 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Glaubt noch wer Russland würde Milchprodukte aus Deutschland oder Österreich brauchen?
Zum Quotenende wurde das immer als zentrales Element einer Milchstrategie verkauft.

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Vollmilch antwortet um 26-09-2020 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Guten Morgen!

"Brauchen" vielleicht nicht, "kaufen" vielleicht schon. ;-)

+5% bei Kühen, +7% bei der Milchmenge klingt nicht gerade berauschend (für mich als Investor).

Trotzdem weiterhin alles Gute!
Vollmilch

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richard.w(7n417) antwortet um 26-09-2020 10:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Immer schön langsam, höhere Steigerungsraten führen unweigerlich gegen die Wand.

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Vollmilch antwortet um 26-09-2020 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
... ob das die Geldgeber auch so sehen? Oder weiterziehen?

Alles Gute!
Vollmilch

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richard.w(7n417) antwortet um 26-09-2020 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
15 neue Milchviehanlagen für 50 Tausend Kühe mit staatlichen Förderungen
Denke schon, sonst würde es Beglaes Bericht nicht geben. Das Wort "krisensicher" taucht auf, und da ist eine Milchkuhherde in Russland sicher nicht das schlechteste Geschäft. Ob die überhaupt fremde Geldgeber brauchen ist eh fraglich, dieser Sektor bekommt auch jederzeit Geld vom Staat. Die Geldgeber sind da, und die Fantasten kaufen halt Land in Mitteleuropa. Für jeden Geldgeber gibt es das passende Geschäft, da mach ich mir keine Sorgen.

Kennt jemand Ekosem Produkte bei uns im Supermarkt, sind sie schon hier oder noch in den Verarbeitungsprodukten?

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