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tirola2 06-02-2019 10:41 - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Hallo!

Da meine Wiesen teilweise lückig sind und der Bestand nicht ideal beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken ein Grünlandnachsaatgerät zu kaufen.
Möchte so über die Jahre meine Wiesen verbessern.
In meiner Umgebung sind diese Geräte noch völlig unbekannt und deshalb gibt es keine Erfahrungen damit.
Bei uns haben manche den Grassamen in die Gülle eingerührt oder mit dem Kleinsamenstreuer ausgebracht. Auf diesen Wiesen erkennt man aber fast keinen Unterschied und viele habens wieder bleiben lassen.

Deshalb wollte ich euch um eure Erfahrungen und Meinungen fragen.
Ist bei euch eine Verbesserung zu erkennen oder ist es nicht wert so ein Profigerät zu kaufen?
Am Besten gefällt mir der Güttler Greenmaster 250 oder 300 mit Striegel und Prismenwalze.
Vor ein paar Jahren gabs ja mal einen Test mit diesen Geräten. Gabs da auch ein Ergebnis wie und ob sich der Aufwuchs verändert hat?

Freundliche Grüße





harly antwortet um 06-02-2019 11:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
lass wen fahren oder leih ein Gerät dann siehst eh was bringt und verschleuderst ned 10 tausende €

Wichtig ist auch das Wetter wenns austrocknet etc. hilft alles nix


tirola2 antwortet um 06-02-2019 12:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
ja hab ich auch schon daran gedacht aber in der Umgebung ist leider kein Gerät.
ja mit dem Wetter wirds manchmal eh ein Glücksspiel sein
mfg


peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Wichtiger ist es sich damit zu beschäftigen wieso die Bestände Lückig und nicht zufrieden Stellend sind. Eine Übersaat ist eine Teure lösung die man gut umgehen kann, dies kann erreicht werden mit möglichst geringen Bewirtschaftung fehlern. Ich habe anfangs auch geglaubt Übersaat sei der Problemlöser schlecht hin. Ging alleine 2-3 Jahre bis Veränderungen sichtbar wahr.
Samen in die Gülle kanst sowieso vergessen, auch die Düngung nach der Übersaat solltest du sein lassen.
Das wichtigste an der Sache ist das Anwalzen, wenn du Strigelst sollte man auch das Lose material abführen.
Ich Arbeite mittlerweile mit Speteren Schnittzeitpunkte immer abwechselnd damit alle 3-4 Jahre die Gräser aussamen.


Riiitsch antwortet um 06-02-2019 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Frag nochmal beim Maschinenring ob sie nicht doch ein Gerät haben, oder ob du vielleicht eine Maschinengesellschaft mit ein paar anderen Bauern gründen kannst. Solltest du nicht zufällig 500 Hektar haben, ist das die reinste Geldmacherei. Geldmacherei auf deine Kosten.
Sonst könnte man auch wie Peter das ganze angehen, und am Schnittzeitpunkt schrauben.


waldbiolux antwortet um 06-02-2019 13:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
War mit der Zusammensetzung meiner Grünlandpflanzenbestände (lückig und Gemeine Rispe ) auch nicht zufrieden. Habe mich mit den Thema dann auch näher beschäftigt und auch dazu auch einen Kurs besucht.
Vor 2 Jahren kaufte ich dann den Güttler Greenmaster 300, der Striegel wird Front und Sähgerät und Prismenwalze in Heckanbau verwendet. Der Güttler mit seinen 12 mm starken Zinken und Ripperpord reist den Boden schön auf, dadurch wird ein schönes Keimbeet bereitet und die Prismenwalze drückt den Grassamen an. Die ersten Flächen wurden mitte August 2017 nachgesäht und voriges Jahr beim dritten Schnitt merkte man schon den dichteren Pflanzenbestand, vorallen der dazugemischte Rotklee
blühte schon. Die Gräser werden sich durch die Altnarbe erst dieses Jahr richtig entwickeln und auch die entsprechenden Erträge liefern, vorausgestzt wieder genügend Niederschläge.


tirola2 antwortet um 06-02-2019 14:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Danke für eure Antworten.
Denke das bei uns der Schnittzeitpunkt schon auf der späteren Seite ist. ( 2 Schnittig, weiter entfernte Flächen 3 Schnittig) In den ebenen Flächen ist die Grasnarbe schön. Aber in den Sonnenhängen wo mit den Maschinen gefahren wird und wos oft zu trocken ist sind Lücken. Auch möchte ich die Qualität der Gräser erhohen. Laut der letzten Bodenuntersuchen ist der ph Wert und die Nährstoffversorgung gut fürs Grünland.



peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 14:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Was meinst du mit Qualität der Gräser erhöhen? Du kannst mit der Übersaat alleine den Bestand ändern aber nicht die Qualität der bestehenden Gräser vergessen.


tirola2 antwortet um 06-02-2019 14:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Ja den Bestand möchte ich verbessern. Vielleicht auf einigen Flächen trockenheitsresistentere Sorten usw...
Ist bei uns absolutes Neuland und die älteren Generationen sind auch eher nicht so begeistert vom Nachsäen. ( was der Bauer nicht kennt) Wenn ein Erfolg da wäre könnte ich die Maschine sicher gut auslasten und auch für andere fahren.



jfs antwortet um 06-02-2019 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Hallo Tirola! Hab ein Einböck Nachsaatgerät mit pneumatischem Sägerät 3m AB. Wir säen Wiesen nach und auch Neuansaaten. Das wichtigste dabei ist, das nachfolgende anwalzen. Dies mach ich mit einer Cambridgewalze. Das Güttlergerät ist sicher eines der besten. Aber vermutlich auch am teuersten. Beim ersten Mal wirst kaum einen Erfolg sehen. Aber durch kontinuierliches Nachsäen, schonende Fahrweise beim Ernten, etc wirst im Lauf der Zeit eine Besserung im Bestand haben. Ich denk das die Nachsaat nach dem zweiten Schnitt (Seehöhe beachten, weil im Herbst Frost die aufgelaufene Saat umbringen kann) am besten ist. Weil da schon mehr Morgentau Feuchtigkeit für die Keimlinge bringt. Auch brauchst bei regelmäßiger Nachsaat weniger Saatgut, so um die 10/12 kg. /ha. Wir wollten unseres auf ein breiteres umtauschen, aber die Kosten des Neugerätes haben uns vorab einmal abgeschreckt. Wäre ein Kleinsamenstreuer auf einer Grünlandegge keine Option?


peter.z(cgu8) antwortet um 06-02-2019 23:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Der Nachbar hat eine Sämaschine auf einer Normalen Grünlandegge, jedes jahr macht dieser eine Übersaat, meiner Meinung nur Geldverschwendung. Zudem ohne Anwalzen, eine Verbesserung kann man nicht erkennen.
Eine kontinuierliche Übersaat sollte doch nicht Sinn und Zweck des ganzen sein, zudem extrem hohe Kosten. Lieber nur 1-2 mal dafür Professionell, anstelle einer Jährlichen Übersaat.
Eine Übersaat ist auch nur an Stellen die Lückig sind erfolgreich, bei einer Dichten Grasnarbe mit nicht passenden bestand müssen zuerst Lücken entstehen damit es nützlich ist



jfs antwortet um 06-02-2019 23:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Peter, hast schon auch recht. Aber professionell geht dann nur mit GL Umbruch. Alternativ mit Schlitz oder Fräßsaat oder ähnliche Verfahren.


enzi99 antwortet um 07-02-2019 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Ich bin auch bei einer Gemeinschaft dabei (Güttler).
Wie schon geschrieben, ist es wichtig, dass die alte Grasnarbe lückg wird. Deswegen ist es mit einer Überfahrt nicht getan. Ich striegle mit agressiver Zinkenstellung zuerst immer 2-3 mal drüber (jedesmal anders: längs, quer und eventuell diagonal), dann mit dem tiefgestellten Schwader ausrechen und abfahren, dann erst mit ganz seichter Zinkenstellung die Nachsaat.
Vom Wetter ists immer eine Glückssache, trockene Verhältnisse beim striegeln sind aber genauso wichtig wie genug Feuchtigkeit nachher.
Das Problem bei natürlichem Absamen ist, dass gewisse Gräser früher und mehr Samen bilden als oft die gewünschten. Daher wird so oftmals ein einseitiger Bestand. Und auch mögen es gewisse Gräser nicht wenn sie Überständig werden und, solche sind dann schon nach kurzer Zeit weg.


peter.z(cgu8) antwortet um 07-02-2019 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
@enzi99 ja das natürliche Absamen ist eifacher gesagt als getan. Auf reinen Mähflächen wird dies Scheiriger zu gestalten sein als bei Mähweiden. Durch die Frühe beweidung werden dich guten Gräser gefressen und die weniger guten Stehen gelassen. Diese werden vor dem Absamen mit einem Säuberungsschnitt entfernt. Das braucht natürlich auch mehrere jahre.
Wichtig ist zu einem guten bestand sorge zu tragen.


biomax antwortet um 07-02-2019 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Wir sähen seid über zehn Jahen mit eine Wölfleder Wiesenegge mit pneum. Saatkasten jährlich 3-5 kg beim Abschleppen im Frühjahr nach. Sehr guten erfolg, laut Bioberater. Sind top zufrieden damit und wenn man gem.Rispe hat muß man sie vorher auskämmen und abfahren.
Wenn man gleichzeitig die Düngung nicht optimiert wirds nix werden mit der Verbesserung. Gute Gräser brauchen gute Nährstoffversorgung.


peter.z(cgu8) antwortet um 07-02-2019 09:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Was meinst du mit "laut Bioberater"? Ob eine Verbesserung zu sehen ist sollte man doch selber sehen.


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Um wie viel Fläche gehts überhaupt? Tirola schreibt ja "Aber in den Sonnenhängen wo mit den Maschinen gefahren wird und wos oft zu trocken ist sind Lücken. " - Bei Schäden durch Maschinen im Steilen habe ich mir angewohnt möglichst bald nach der Heuarbeit mit einem Sackerl und Rechen auszurücken. Ist nicht so cool wie eine zusätzliche Maschine, aber man schaut a bisl genauer hin und erkennt wo man letztes Jahr aufgerissen hat, und was da jetzt raus wächst. Mit der Hand sät man meist zu viel, andrücken ist nicht leicht, aber auch so bekommt man auf den typischen 5-20 Hektar Betrieben ganz leicht etwas Grünlandverbesserung hin (besonders wenns nur um die steilen Flächen geht). Weiters mähe ich mehr mit dem Motormäher. Da fällt mal schon das Gewürgs in Schichtlinie weg und die Schäden beim Schwaden und Laden sind meist eh weniger.


tirola2 antwortet um 07-02-2019 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Hallo. Also zu bearbeiten wären ca. 25ha. Haben uns letztes Jahr einen Twister gekauft dass wir nicht mehr so steil fahren brauchen.
Aber mit dem Kreisler fahren wir halt trotzdem ziemlich steil. Wiesenegge mit Samenstreuer haben bei uns einige aber da erkennt man auch nach Jahren kaum einen Unterschied.
mfg


Riiitsch antwortet um 07-02-2019 13:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Glaub auch mit der Wiesenegge bringt das nicht wirklich was. Vielleicht funktionierts auf manchen Böden, aber wie andere hier schon berichteten ist das fest walzen wichtig.


mittermuehl antwortet um 07-02-2019 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
Ich habe schwer beschädigte Weiden. Grünlandnachsaat ist bei mir ein ständiger Begleiter. Ich hatte viel einen Hatzenbichler Vertikator im Einsatz. Ist fein weil er striegelt, säht und walzt. Aber bei leichten Schäden verbraucht man da viel Saatgut. Der ist mehr was für Totalschäden.

Mittlerweile mache ich es wieder wie früher. Ich mache mit der Egge etwas "erdig". Wenn es ganz schlimm ist auch mal mit dem Grubber. Kleine Stellen auch nur mit dem Rechen. Dann sähe ich mit der Hand. Und dann gehe ich mit einer Walze drüber. Der Hatzenbichler hat sich nur für meinen Hof nicht gerechnet. Sollte ich wieder mehr Bedarf haben, borge ich mir einen. Aber für meine Zwischendurchaktionen geht es auch mit mehr Handarbeit bzw- alter Ausrüstung.

Ich mache das auch bei Trockenheit wenn Regen absehbar ist. Die Samen überleben im Boden ja ewig. Blöd ist nur wenn sie keimen und es dann trocken wird. Ohne Walzen/Bodenschluß geht aber gar nichts. Und für das Walzen braucht es Feuchtigkeit.

Schwere Schäden kann man immer beheben. Leichte Schäden mache ich nach dem 1. oder 2, Schnitt. Vorher überwuchert mir das alte Gras die jungen Triebe.....

Sind alles persönliche Erfahrungswerte....


biomax antwortet um 08-02-2019 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Grünlandnachsaat
HI peter, ich mein das auch er gesagt hat das ein guter Grasbestand vorhanden ist.
Selber kenn ich es auch.......sonst würde ich mich nicht melden
lg Martin


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