Milchkühe neueinstieg

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Fabian K.8701 19-01-2019 21:05 - E-Mail an User
Milchkühe neueinstieg
Hallo liebe Kollegen, ich besuche gerade eine Landwirtschaftsschule im 3.Jahrgang. Ich möchte wissen, ob ein Neueinstieg in die Milchviehhaltung möglich bzw rentabel wäre. Könnte ca 30-35 Kühe mit Nachzucht und Rindermast füttern. Wisst ihr vielleicht ob die MGN Neueinsteiger aufnimmt. Wäre toll um ein paar Ratschläge.

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meki4 antwortet um 19-01-2019 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Welchen Betriebszweig betreibst Du (deine Familie) zur Zeit? - Bist Du damit nicht zufrieden?


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yamahafzr antwortet um 19-01-2019 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn du in die Milchkuhhaltung einsteigen und wahrscheinlich einen Stall neu bauen mußt , sollst du schon wissen das: der Milchpreis oft in Keller ist, das du keinen Urlaub haben wirst, das Kälber meistens nachts kommen, das die Wetterkapriolen immer mehr werden und das es dadurch mit dem Futter oft knapp wird , das deine Eltern nicht immer arbeiten können, das es heutzutage schwer sein wird mit Kühen einen Partner zu finden!!
Schließlich wirst du die Entscheidung für dich selber treffen müssen!!!!

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meki4 antwortet um 19-01-2019 22:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sehr schön geschrieben, vergessen hat Du die Schikanen mit jährlich neuen Auflagen, die aber nicht abgegolten werden - oder wenn, nur kurzfristig (z.B. gentechnikfreie Fütterung, nur bestimmte Melkanlagenreiniger, . . . ). Und vor ploötzlich schikanösen Milchabholzeiten bist Du auch nicht gefeit.



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eklips antwortet um 19-01-2019 23:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich würde mal so anfangen zu antworten:
möglich - ja sicher
rentabel - kommt drauf an - was haben denn deine bisherigen Überlegungen und Rechnungen ergeben?
Ob du das Milchbauernleben magst, musst du selber wissen. Komme auch gerade von einer Zwillingsgeburt und eventuell kommt heute (bzw. in wenigen Minuten ist ja morgen) noch eine Geburt.

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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 07:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Frag am besten bei der MGN direkt an.
Wenn du einen Abnehmer findest, KANN das schon funktionieren und in Abhängigkeit deiner persönlichen Bedürfnisse rentabel sein.
Den ganz großen Reichtum solltest du dir nicht erwarten aber es hat auch einen großen Wert, wenn die Arbeit (meistens jedenfalls) Spaß macht.

LG Vollmilch

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179781 antwortet um 20-01-2019 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich möchte dem Fabian ein Lob aussprechen. Der informiert sich vorher, ob eine solche Investition sinnvoll ist, und ob er sein Produkt auch verkaufen kann.
Ein Großteil derer, die recht aufstocken, macht das ohne groß nachzudenken, wer denn die erhöhte Menge an Produktion kaufen wird. Das macht man erst hinterher, wenn der Preis schlecht ist. Da werden dann die üblichen Verdächtigen beschimpft.

Gottfried

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milkmaster antwortet um 20-01-2019 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Euch! Also jemanden nur die negativen Aspekte vor Augen zu führen ist etwas einseitig. Der Beruf Landwirt ist für viele (nicht alle) der schönste Beruf der Welt. Wenn jemand gerne mit Tieren, z.B. Milchkühe, arbeitet warum nicht. Der Umgang mit Tieren kann oft einfacher und erfüllender sein als der Umgang mit (manchen) Menschen. Jeder der auch ausserlandwirtschaftlich gearbeitet hat, kann das wahrscheinlich bestätigen. Wenn die betrieblichen Voraussetzungen bei dir passen Fabian, kann man sich auch einen Neueinstieg in die Milchviehhaltung überlegen. Natürlich sollten sich die Invest.kosten möglichst in Grenzen halten, aber generell fällt mir in meiner Umgebung auf, dass Betriebe mit dieser Größenordnung (ca. 25-30 Kühe) weniger jammern und auch ganz gut leben können als größere Betriebe. LG.

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steyr964 antwortet um 20-01-2019 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo bin im Sptember 2017 umgestiegen von Mutterkühe auf Milchkühe.
Es kommt darauf an was alles vorhanden ist bei mir war nichts vorhanden-sprich ich musste einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen um Bisschen etwas zu haben!
Mir ist in den Letzteb Monaten oft bewusst geworden weniger ist oft mehr!
Was wichtig ist:
1)Dein Leben ändert sich total-> Kein Urlaub, wenn du krank bist musst du auch arbeiten -> egal was ist du musst da sein!
2) keine Kompromisse beim Futter eingehen-> maximale Qualität vom Feld holen!
3) die Arbeit muss dir spaß machen!
4) gute Tiere zu bekommen (sehr schwer)
5) Stall einfach halten fürn Anfang
6) die Liste endet nie aber in meinen Augen sind
das mal die wichtigsten Sachen!

Aja melken muss passen! Als auch die stallhygiene!

Zusammenfassend ich würde wieder einsteigen macht mit viel Freude, Spaß!
Lg

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steyr964 antwortet um 20-01-2019 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was ich dir noch empfehlen möchte ist das du dich umschaust um Kollegen die du um Rat fragen kannst!
Ich hab Gott sei dank 2 Kollegeb die ich immer fragen kann wenn ich ein Problem habe bzw. Wenn ich überlege etwas anders zu machen oder zu verbessern!

Lg

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jakob.r1 antwortet um 20-01-2019 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Fabian, es spricht für Dich, das Du Dir vor Deiner Entscheidung einige Meinungen anhören möchtest. Leider wird in Landwirtschaftsschulen nirgends gelehrt, das man seine eingesetzten Arbeitsstunden so entlohnt haben sollte wie dies in der freien Wirtschaft bei Unternehmern so üblich ist, und das man nicht auf die kostenlose Mithilfe von Altenteilern und/oder Geschwistern rechnen sollte. Weiterhin lernt man nicht, das es Blödsinn ist erst ein Produkt herzustellen und einfach abzuliefern und am Monatsende gnädig zu warten was einem der Abnehmer zu bezahlen bereit ist.
Man sagt zwar : Geld ist nicht alles, -- aber diesen Spruch machen nur Leute mit Geld!
Klar ist noch wichtiger die Gesundheit, aber dann kommt gleich die Tatsache das das Leben erst lebenswert ist, wenn die finanzielle Seite stimmt.
Einer der Vorschreiber hat zwar anklingen lassen, das es nicht lustig ist zur Arbeit zu gehen und eventuell missmutige Vorgesetzte zu haben, -- aber der Wechsel in die Milchviehhaltung ist sicher keine zufriedenstellende Lösung. Wie wird es mit der Milchviehhaltung weitergehen?
Die Antwort ist einfach, falls keine kriegerischen Ereignisse oder Naturkatastrophen oder ein Unfall in einem Atomkraftwerk zu beklagen sind:
Dazu ein kurzer Rückblick:
Als ich vor 30 Jahren mit der Milchviehhaltung weitergemacht habe (elterlichen Milchviehbetrieb übernommen) habe ich vorher schon als Holzfäller erfahren wie Geld verdienen geht. Der Milchpreis war schon wie heute, nur damals hat die Maurerpolierstunde offiziell rd.20 Euro gekostet, Diesel ca.30 Cent,Kraftfutter, Handelsdünger, Sozialversicherungen, Steuern... waren ein Bruchteil der heutigen Betriebskosten, -- und trotzdem haben bereits damals die Bauern demonstriert weil sie zu wenig verdienen würden. Dann gab es damals fast keine Auflagen bzgl. Milchhygiene, Gülleausbringung und Tierwohl war noch kein Begriff.
Zwischenzeitlich sind die Parameter für Betriebsausgaben explodiert, ebenso die Auflagen an die Landwirtschaft weil die Bevölkerung immer mehr Vorschriften an die Bauern hat, -- ohne dafür bezahlen zu wollen, ---- aber der Milchpreis ist wie damals !!!!
Ich nehme an, das diese Entwicklung munter so weitergeht, z.B. steigen die Baukosten jährlich um ca.5% und ehemalige Milchimporteure werden zu Milchexporteuren. Kurz und gut, sämtliche Mehrkosten werden immer am Erzeuger abgeladen, weil die Bauern so gestrickt sind das Sie sich lieber untereinander bekriegen als europaweit sich zu einigen und den Milchpreis den Molkereien einfach vorgeben, -- gefühlt müsste der bei 5 Euro/Liter Milch liegen damit er die gleiche Kaufkraft hat wie vor 30 Jahren.
Fazit für Deine Entscheidungsfindung ist allerdings:
Mit Milchviehhaltung kannst Du ein kleines Vermögen machen,-- wenn Du vorher ein großes gehabt hast!

Also ohne Quersubvention von irgendwoher kannst Du Milchviehhaltung künftig nicht mehr betreiben,
nun gehe in Dich und fälle eine Entscheidung....
An meine Berufskollegen habe ich eine Bitte, mir doch einen nachprüfbaren Hinweis zu geben, wenn ich in meinen Gedanken falsch liegen sollte.... Ich sitze mit genügend Startkapital in den Startlöchern und könnte sofort auf den Milchzug aufspringen wenn es rentabel ist.
Beste Grüße
Jakob


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steyr964 antwortet um 20-01-2019 11:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Jakob wie groß müsste der Betrieb sein, dass man 5€ pro Liter erzielen müsste?
Welche Leistungen müssten die Tiere haben?
Leg mal eine Rechnung vor das man das nachvollziehen kann bitte

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birgmann antwortet um 20-01-2019 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich würde mich nicht freiwillig auf ein totes Pferd setzen.

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milkmaster antwortet um 20-01-2019 11:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Naja Jakob der 1. : Wird schon eine Weile her sein, als du noch selbst Milchbauer warst?
5 Euro/Liter Milch, der war gut: Durchschnittlicher Betrieb hätte dann 600.000,- Milchgeld im Jahr!! Ja es stimmt der Milchpreis könnte etwas höher sein aber das gilt für einen Schweine- oder Getreidebauern genauso in ihrem Bereich. Wirtschaft = kein Wunschkonzert. Jeder kann die Vermarktung nicht selbst in die Hand nehmen, deswegen gibt es z.B. Genossenschaften weil es bei der heutigen Größenordnung gar nicht anders geht. Aber deswegen ist es noch lange kein Blödsinn das hochwertige Produkt Milch herzustellen. Du hast ein paar Jahrzehnte zurückgeblickt, das mach ich jetzt auch: Ich bin froh nicht mehr mit Hängeeimer melken zu müssen, ich bin froh dass es meinen Rindern punkto Tierkomfort besser geht, ich bin froh dass es auf Traktoren Klimaanlagen und Federungen gibt, ich bin froh dass es auch im Stall technische Verbesserungen gab usw. Natürlich gibt es auch in unserem Bereich immer wieder Herausforderungen, aber so geht es jedem Unternehmer. Mein Fazit: Wir (als ursprünglich sehr kleiner Betrieb) haben vor 30 Jahren hauptsächlich von der Milch gelebt und leben auch heute noch davon. Eigentlich sollten man sich freuen wenn die Jugend motiviert ist und nicht mit Gewalt versuchen eine Idee von vorne herein schlechtzureden. Jakob: Wenn du die Höhe deines Startkapitals verrätst, könnten wir dir ein paar Vorschläge machen.....LG

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meki4 antwortet um 20-01-2019 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Warum hauen immer alle auf Jakob hin, wenn er meint, die Milch müßte in Relation zu den damaligen Kosten an die € 5,- kosten? Er hat aber schon recht - zu dieser Zeit war man mit 20 Kühen und Nachzucht ein gut aufgestellter Familienbetrieb im Vollerwerb. - und heute, da bist mit 20 Milchkühen ein armer Hund, der nebenbei arbeiten gehen muß und in der Freizeit die Landwirtschaft machen muß.
BG M.

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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hab ich ein Glück, dass ich 30 Kühe hab!
Wenn man seine Arbeitszeit mit 70 €/ Stunde entlohnt haben will, dann braucht es schon 5€/ kg Milch. ;-)

LG Vollmilch

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Hofknecht antwortet um 20-01-2019 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sind diese Deckungsbeitragsrechnungen bei Milchkühen https://idb.awi.bmlfuw.gv.at/milchkuhhaltung.html realistisch? Schaut im Grunde genommen also eh nicht schlecht aus, solange halt der Milchpreis deutlich über 30 Cent bleibt.

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mausilugner antwortet um 20-01-2019 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob hat prinzipiell recht.
Lt. AMA Bauern Milchpreis 1989 ~40cent
Wenn man NUR die Inflation der 30 Jahre rechnet müsste der Milchpreis heute knapp 80cent sein um den Kaufkraftverlust dieser 30Jahre auszugleichen.



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Hofknecht antwortet um 20-01-2019 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie soll denn das gehen mit 80 Cent? Ist doch jetzt mit dem derzeitigen Preisen schon 160% Eigenversorgung an Milch in Österreich.

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mausilugner antwortet um 20-01-2019 15:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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80cent bedeutet das du heute 80cent ausgeben musst für was vor 30 Jahren 40 cent gereicht haben.
Oder besser gesagt heute 2 Liter Milch was du damals für 1liter bekommen hast



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jakob.r1 antwortet um 20-01-2019 15:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Dich Milkmaster, gerne beantworte ich Eure Fragen, für diejenigen die meine früheren Beiträge nicht mehr im Kopf haben. Ich habe 1988 den elterlichen Betrieb mit Anbindestallhaltung übernommen bei umgerechnet 42 Cent Milchpreis bei steigender Tendenz.
Sofort habe ich größtenteils mit Krediten zu damals 8% Zins den Stall für 25 Kühe umgebaut zu einem Liegeboxenlaufstall, bin wegen der Hanglagen bei Festmist und Jauche geblieben, aber neue Grube habe ich im Zuge des Umbaues mitgemacht. Da der Melkstand mit Warteraum im bestehenden Stall nicht Platz hatte, wurde ein Quergebäude neben dem Stall hingebaut. Der Melkstand war ein 2x2 Autotandem von Gascoine Melotte mit automatischer Melkzeugabnahme und einen neuen MB-trac 1000 habe ich mir auch gegönnt. Also war schon vor 31 Jahren durchaus Komfort in Stall und Maschinen machbar..... Dann kam 1989 die Wende und wir bekamen den abgewirtschafteten Bruderstaat DDR einverleibt. Die Preise rauschten in den Keller und ich ging dann ab 1990 nach den Stürmen Wiebke und Vivian wieder tagsüber zum Holz arbeiten. Dabei reifte mein Entschluss, mit der Milchviehhaltung wieder aufzuhören weil für den Milchmarkt meiner Meinung zukünftig nichts mehr zu verdienen sein würde.... Der Haken dabei war nur, das ich mich mit den Förderungen auf 10 Jahre verpflichtet hatte, die Milchviehhaltung weiter zu betreiben weil sonst die Förderungen zurückgezahlt werden müssten. Meine Frau und ich hatten damals nach dem Stallumbau auch gleich den ungenutzten Speicher zu Ferienwohnungen umgebaut, was sich wegen der Nähe zum Skigebiet anbot. So haben wir bis 1998 mit der Milchwirtschaft weitergemurkst (einkommensmäßig) aber dann sofort das Milchkontigent mit Härtefallanteil an drei verschiedene Bauern in Gunstlagen verkauft und mit dem Geld eine Almhütte für Gästebetrieb umgebaut. Nach drei Jahren war diese Investition wieder eingenommen.
Die 5 Euro/Liter Milch meine ich durchaus ernst, aber natürlich nicht die 600Tausend Milchgeld. Die europäischen Bauern brauchen sich nur zusammenzutun und den Molkereien eröffnen das ab nächsten Monat nur noch für 5 Euro/Liter die Milch abgegeben wird. Logischerweise müssen die Bauern die Milcherzeugung bis zu diesem besagtem Monat stufenweise um 70% zurückfahren, weil der Milchabsatz meiner Meinung nach um rd. 70% einbrechen wird. Das macht aber gar nichts, weil man ja trotzdem wesentlich mehr Milchgeld hat als heute, bei wesentlich weniger Betriebsausgaben. Der Berufsstand Bauer würde in der Bevölkerung wieder hoch im Kurs sein, weil ja die Landwirtschaft erwiesenermaßen an 45% der Feinstaubbelastung schuld ist. Durch die Reduzierung der Wiederkäuer um sagen wir mal die Hälfte, kann die noch notwendige Milchmenge auch aus dem Grundfutter erzeugt werden, also auch Einsparung sämtlichen Kraftfuttereinsatzes der aktuell zu Ungunsten der Regenwälder abgeht.
Ich habe nicht vor, dem Berichtseröffner seine Idee schlecht zu reden, tut mir leid wenn das so rübergekommen ist....
Das mit dem Startkapital ist eher fiktiv gemeint gewesen, -- mit meinen 60 Jahren bin ich mit dem Erreichten zufrieden und fange sicher nichts Neues mehr an. Weil ich gerne Waldarbeit mache, suche ich aktuell ein größeres Waldgrundstück in Oberbayern um mein Startkapital zu parken.
Beste Grüße
Jakob

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franz.p(8q480) antwortet um 20-01-2019 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Jakob
Ich muss dir 100% zustimmen, hier meine letzte Erfahrung zu diesem Thema. Bei einer Infoveranstaltung war ein hoher Beamter als Redner eingeladen; dieser hatte die steigende Exportleistung der heimischen Landewirtschaft gelobt. Als ich ihn damit konfrontiert was die heimischen Bauern davon hätten da seit 40 Jahren keine Inflationsanpassung erfolgte meinte er ganz nüchtern "dass ist ok dafür ist die Landwirtschaft ja evektiver geworden. Er hat im Anschluss für diese Ausführung auch noch Applaus bekommen.


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hm1965 antwortet um 20-01-2019 15:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob du Bist der einzige der die Realität im auge hat!
Hab selber vor 3 jahren den elterlichen Betrieb übernommen und im vorkahr trotz keiner großen Investition ein fettes minus gehabt da die preise für alles in horrenden Sphären sind! Der milchpreid ist einfach viel zu niedrig im Verhältnis und auch die schlachtkuhpreise sind im keller zur zeit und neue Tiere kosten ein kleines vermögen!
Ich bin gerne bauer aber bei den derzeitigen Preisen werde ich das nicht mejr lange machen denn vom draufzahlen kann i net leben!!


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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Den Applaus kann ich diesbezüglich gut verstehen.

Vielleicht sollte man Kalbinnen aufziehen, wenn die ein kleines Vermögen kosten. ;-)

LG Vollmilch


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milkmaster antwortet um 20-01-2019 16:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Jakob! Danke für Deine Informationen. Eines vorweg: Es müssen natürlich nicht alle Milch produzieren, ist natürlich schön wenn ein Betrieb so wie deiner andere Möglichkeiten mit Tourismus und Wald hat. Diese Möglichkeiten gibt es aber nicht überall. Ich mache auch gerne andere Arbeiten, könnte mir aber nicht vorstellen 40 Jahre Waldarbeit als Hauptberuf auszuüben. Jeder Betrieb ist verschieden und ja, mehr Zusammenhalt vor allem unter den Molkereien wäre gut (vor allem bei Tierwohlkriterien des Handels), Preisabsprachen sind aber wohl nicht möglich. Bezüglich Regenwald: Kraftfutter wächst für die Kühe hauptsächlich auf Europas Feldern, weil wir sind zumindest in Österreich bei der Milch zu 100% GVO-frei. Viel Glück bei der Suche nach einem passenden Wald, würde mir auch gefallen aber noch lieber ein paar Ha Acker oder Wiese. LG.

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ijl antwortet um 20-01-2019 16:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Jakob
Am besten wäre ein zusammenhängender Wald mit mindestens 115ha


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fe antwortet um 20-01-2019 16:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was macht der Bauer mit einem Lotto 6er
Produzieren solange das Geld reicht

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franz.p(8q480) antwortet um 20-01-2019 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Anbei ein Beitrag aus 2009 weil's passt



sophie66 10-05-2009 11:33 - E-Mail an User
EU-Ausgleichszahlungen abschaffen !!!
Ich bin selbst Ackerbauer in NÖ, und angeblich somit Profiteur dieses Systems.
Der ursprüngliche Gedanke für die AZ hat eigentlich nie funktioniert.
" Ein Ausgleich für niedrige Produzentenpreise durch Steuergelder, zum Zweck günstiger Nahrungsmittel für die breite Masse".
In der Realität Zahlt der Konsument die Steuern, und bekommt die Lebensmittel trotzdem nicht günstiger, da der Rohstoffanteil anden Nahrungsmittel sehr gring ist und noch dazu immer kleiner wird.
Die wahren Nutznießer dieses Systems sind der Handel und die Nahrungsmittelkonzerne.
Obwohl es nachweislich( bestes Beispiel sind Brot und Gebäck) nicht den Zweck erfüllt hält sich dieses System schon über Jahrzehnte.
Ich glaube das ist nicht nur ein Verdienst der Agrarlobbies, sondern der viel stärkeren Handelskonzerne.
Wir Bauern und Bauernverträter, lassen uns schon viel zu lange vor diesen Karren spannen.
Denn die AZ drücken in erster Linie unsere Pruduktpreise, da Sie in den Kalkulationen des Handels und er Weiterverarbeiter genau berücksichtigt werden.
Sie zahlen uns einfach um diesen Betrag weniger aus.
Ich muß zugeben, daß ich natürlich auch nicht die einfache Lösung für dieses Problem habe, aber wen ich höre das Wir alle für den Fortbestand dieses Systems nach 2013 kämpfen sollen, dann ist es besser über eine andere Lösung nachdenken.
Eines ist auch noch sicher, für die Bürokraten und Politiker in Brüssel, Wien, und den Kammern, ist der Istzustand sicher Angenehmer, als für uns die Wir auch noch Die Inhalte der Transparenzdatenbank täglich verteidigen "dürfen".
Bitte denkt alle einmal nach.
Nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakau, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.

sonnige Grüße und baldigen Regen Wünscht Euch

Sophie 66

Rechtschreibung ist nicht meines.

Wie recht Sie hat und 10 Jahre später hat's sich nichts verändert


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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 18:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo riiitsch!

Wer von den Ratgebern hier, hat durch Grundverkauf den Stall finanziert?

LG Vollmilch

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hm1965 antwortet um 20-01-2019 18:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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oder noch bessere frage:
wer hat durch waldabholzung seinen stall finanziert?
querfinanzierung ist nicht sinnvoll u bedeutet auch nur das man verluste schreibt mit der lw

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peter.z(cgu8) antwortet um 20-01-2019 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Obs Rentabel ist kommt auf deine Ansprüche an, das Grosse Geld verdiest du sicher nicht, zum Leben kann es Reichen aber auf die Seite legen solltest auch können.
Ich persönlich hätte aufgehört zu Melken wenn ich nicht entschieden hätte auf Bio umzustellen.

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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich sags euch ehrlich, ich habe meinen Stallbau vor fast 20 Jahren komplett fremdfinanziert. Das Geld für die Fahrsilos hatte ich gerade noch, danach müsste sich der Stall mit 1.500.000 Schilling, knapp 110.000 € Kredit ausgehen.
Mit dieser jugendlichen Blauäugigkeit würde ich heute nicht mehr an die Sache ran gehen. ;-)

Aber naja, zur Not hätte ich 2 ha Grund verkaufen müssen und die Sache wäre erledigt gewesen. Ist sich aber auch so ausgegangen.

Wenn man in rentablere Betriebszweige investiert ist Querfinanzierung für mich durchaus ein Thema.

LG Vollmilch

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FraFra antwortet um 20-01-2019 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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als ob man nur vom melken leben könnte

macht euch ein schöneres leben ohne stiefel am samstag und sonntag fährt mit eurer familie ein WE fort...

milch wird es immer billig und reichlich geben ..die vollgasler sterben nicht aus!

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Favorit12 antwortet um 20-01-2019 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Vollmilch: des muss ja ein gewaltiger Stall sein, den du da für 110.000,- Euro gebaut hast. Deinen geistigen Ergüssen nach hätte ich deinen Betrieb um einiges größer eingeschätzt.

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Vollmilch antwortet um 20-01-2019 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, die kleinen haben oft die größte "Pappn"!

LG Vollmilch

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eklips antwortet um 20-01-2019 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Favorit 12
Wie groß ist denn Deiner Meinung nach ein Stall, der vor 20 Jahren um 1,5 Mill Schilling gebaut wurde?

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Century antwortet um 20-01-2019 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich vermute mal der ist für ca 30 Tiere entstanden, vielleicht 40, je nach vorhandener Substanz und Eigenleistung.


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dietmar.s(2cz6) antwortet um 20-01-2019 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Fabian
wenn du eine Arbeitskraft bist würd ich das mit den Milchkühen streichen, wenn du 2 Arbeitskräfte bist dann würd ich dem Projekt mal gegenüberstellen was in Summe 2 Angestellte verdienen auf 35Jahre und abwiegen,mfg

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2587 antwortet um 20-01-2019 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jakob hat es auf den Punkt gebracht wie es mit der Milchwirtschaft aussieht und von den ganzen Milchexperten hört wird der Milchmarkt nicht besser und selber auch ein wenig denkt in einem Markt zu produzieren wo eine Auslastung von über 100% ist das sich da er Erzeugerpreis nicht erhöht!! Es müssten die Erzeuger einmal nach denken wieviel ich Erzeuge und wie es am Markt aussieht und nicht nur wachsen und Erzeugen!!!!! Lg.


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mostkeks antwortet um 21-01-2019 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fabian, ja würd dir auch den Tipp geben dir das Ganze gut anzuschauen. Eventuell einen Milchviehbetrieb einmal 2 Monate führen (Damit die dortigen Betriebsleiter mal ordentlich Urlaub machen können!)
Wenns dir dann noch so gefällt mit dem rechnen beginnen. Hab selber 2008 nach der Schule einen Laufstall für 25 Kühe mit weiblicher Nachzucht gebaut. Waren einige ganz gute Jahre dabei, aber momentan wär ich noch vorsichtiger. Beim aktuellen Milchpreis und Grundfuttersituation bin ich froh kein Fremdkapital bedienen zu müssen und die Afa für den Grundfutterzukauf verwenden zu können.
Und die Investitionskosten gut zu durchdenken. Unterschied zwischen finanzierbar und rentabel!

100.000 +/- können entscheiden ob du die nächsten 20 Jahre Geld verdienst oder nicht!!


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ijl antwortet um 21-01-2019 10:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also wenn's auf die 100000 auf 20Jahre gerechnet ankommt obst Geld verdienst oder net würd ich mir als nicht Hörndlbauer aber richtig Sorgen machen über das Projekt
100000: 20Jahre= 5000 Gewinn mehr oder weniger im Jahr
Lg


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HansT3 antwortet um 21-01-2019 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Finde die Aussage nicht so falsch.
100000 +/- sind ja eigentlich dann 200000.
wären dann 10000 mehr oder weniger bei 20 Jahren.
Wennst die 200000 zusätzlich noch aufnehmen musst, kommen ja die Zinsen auch noch dazu. Das kann einem dann schon das 'Genick brechen'.



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ijl antwortet um 21-01-2019 12:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Hans
Ok wiest meinst
Aber Mostkeks schreibt ja von 100000+/- entscheiden obst Geld Verdienst oder net
Dh: Bei 100000 mehr Baukosten verdienst nix
Bei 100000 weniger Baukosten verdienst eben die 5000 im Jahr
Also wenn sich die Gewinne bei den Hörndlbauern wirklich in diesen Bereich bewegen stellt sich für mich schon die Frage warum da jemand 365 Tage im Jahr in Stall geht
Da fehlt meiner Meinung nach eine null hinten!

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2587 antwortet um 22-01-2019 00:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also die ganzen Beiträge was man da liest da muss man sich schon teilweise was denken aber eines ist sicher und sollte auch allen klar sein das es mit der ganzen Milchwirtschaft sicher nicht besser wird denke die guten Zeiten sind da vorbei mit der Milch wird es in Zukunft ein auf und ab sein es wird Zeiten geben wo man verdient und andere Zeiten wo man schauen muss das man über die Runden kommt! Nur der im Rad drinnen ist der muss mit da ist es so wie wen man mit den Fallschirm von einem Berg runter springt es gibt kein zurück mehr wen man im Flug ist!

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Vollmilch antwortet um 22-01-2019 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Milchkühe neueinstieg
@2587: auf und ab geht's bei der Milch seit 1995 (Ende der kommunistischen Planwirtschaft im Milchbereich) - wie in vielen anderen Bereichen der Landwirtschaft auch.
Vor 1995 kams drauf an, wieviel Lieferrecht dir zugeteilt worden ist und welchen Milchpreis die Politik für angemessen erachtete.

Wenn aus dem laufenden Betrieb Krankheiten erwachsen, man laufend unzufrieden ist, dann sollte man als Bauer (=Unternehmer) was ändern (=unternehmen). Niemand anders, als man selbst, kann an dieser Situation was ändern.
Und ändern kann man immer was und wenns sein muss auch ganz schnell.
Jede Veränderung kostet Kraft und meist auch Geld, aber die Gesundheit auf Spiel zu setzen und bis zur Pension unglücklich zu sein, halte ich für keine gute Strategie.

LG Vollmilch

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thomas1982 antwortet um 22-01-2019 15:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hätte ca. 40 Kühe zum Verkauf (9200 kg Durchschnittsleistung), wegen Betriebsumstellung
mfg

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birgmann antwortet um 22-01-2019 16:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Planwirtschaft ist noch viel größer geworden, für Einlagerung und Export ist noch nie so viel Geld ausgegeben worden. Nur einige Konzerne verdienen dabei, die Bauern sind ihre Knechte.
Immer mehr LW-Grund wird von Firmen aufgekauft und weiter verpachtet.

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ek antwortet um 22-01-2019 19:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch, wann war es möglich an mehrere Abnehmer zu liefern? wie wurde das mit der Abholung gelöst?

mfg
Ernst Krampert

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ek antwortet um 22-01-2019 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@: alles klar, man will ja nix gesagt haben :-)


mfg
Ernst Krampert

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Aequitas antwortet um 22-01-2019 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Solange der Beitragsersteller keine Infos mehr zur Verfügung stellt ist das Thema ja hinfällig.

Milchkühe können sehr rentabel sein mit einem guten Stundensatz und arbeitswirtschaftlich gut machbar oder auch unrentabel und arbeiten bis zum umfallen, das hängt ganz drauf an wie der Betrieb aufgestellt ist mit Arbeitskräften, oft 3 Generationen die mit anpacken, wie kompliziert und lange das füttern und melken dauert,.........



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golfrabbit antwortet um 22-01-2019 20:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch
Würde mich auch interessieren: welche Sennerei solche Verbote im Liefervertrag stehen hat - kann man wohl auch öffentlich sagen?

Hannes
Ps.: Die TIMI/Bergland hat zwar Regeln für Direktvermarkter, solange sie aber nicht nur zum bloßen Resteabholer degradiert wird, ist mir keine Sanktion bekannt und selbstverständlich dürfen Betriebe die im Sommer in andere Einzugsgebiete fallen(Almen) auch an andere Molkereien liefern.

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muk antwortet um 22-01-2019 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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soooooooooooooooooooooooooooooo weit ist die landwirtschaft gekommen .

da fragt ein schüler ob milchviehhaltung interessant , möglich und rentabel wäre .

ja bitte , was lernt dieser schüler in dieser schule ?????????????????????????????????????????????

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Vollmilch antwortet um 22-01-2019 23:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen und allgemeine Umgangsformen beherrscht er jedenfalls besser, als manch anderer hier.

LG Vollmilch

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peter.z(cgu8) antwortet um 23-01-2019 07:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@muk die Schuhle ist in erster Linie da um das Grundwissen zu vermitteln und wie eine Rentabilität erechnet werden kann. Die Schuhle ist nicht da um zu sagen ob Milchvieh Rentabel ist oder nicht oder ob es Molkereien gibt die Neue Produzenten aufnimmt. Ob etwas Rentabel ist ist jeder Betriebsleiter selber verantwortlich. Zudem Vertieft man die Bildung der Buchhaltung und Kostenrechnungen meistens erst wenn man die Weiterbildung zum Meister Macht.
Ich weiss ja nicht wer bei Euch den Bildungsplan der LW Schuhlen Macht aber bei uns Bestimmt der Bauernverband was die Schüler zu lernen haben.

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eklips antwortet um 23-01-2019 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn einer in der Schule lernt, dass man sich bei eigener Unsicherheit Rat einholen soll, dann ist das ja nicht schlecht.
Dass man vielleicht gleich das Handy in die Hand nimmt und selber bei der MGN nachfragt, oder den digitalen Postkutschenverkehr in Anspruch nimmt, das könnte man ihm dann ja empfehlen.

Zum Thema Lieferregelungen: Ja, für etliche Direktvermarkter/Kleinstmolkereien macht es die Berglandmilch nicht leicht. Ich kenne welche (durchaus medial bekannte), die würde es nach Willen der BML sicher nicht mehr geben, wenn nicht vielgescholtene "freie Milch" eingesprungen wäre.

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kraftwerk81 antwortet um 23-01-2019 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Vollmilch,

... jaja.. dann schau Dir die Überschrift an ;o)

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mountainbiker antwortet um 23-01-2019 10:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Fabian, der Einstieg wird sicher möglich sein, ob er Rentabel ist wage ich zu bezweifeln.
An deiner Stelle würde ich würde zuerst eine Lehre machen, gerade Abgänger von LW. Schulen sind gefragte Lehrlinge sie sind schon älter und Reifer die dürfen
Arbeiten verrichten die ein 15 Jähriger noch nicht darf und haben oft schon einen Führerschein.
Es kann auch sein das du schon im 2. Lehrjahr einsteigen kannst, das hängt aber vom Betrieb ab. Als Facharbeiter, eventuell mit Meisterprüfung stehen dir alle Türen und Tore offen.
Solltest du später noch in die LW. Einsteigen wollen, wirst du von deinem Beruf nur profitieren und sollte es nicht so werden wie du es dir vorstellst, hast du immer noch deinen Beruf.
Auf alle Fälle wünsche ich dir bei deiner Entscheidungsfindung viel Erfolg.
Mfg. Mountainbiker

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golfrabbit antwortet um 23-01-2019 10:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch und @eklips
Das ist mir zuwenig. Wenn es Praktiken gibt die unzulässig sind, gehören die veröffentlicht mit Namen, Punkt und Beistrich - ansonsten ist es Anpatzerei - für die ihr 2 ja wohl hoffentlich nichts übrig habt.
Ich kenne Direktvermarkter, ich kenne Milchautomatenbetreiber, ich kenne aber keine die bis jetzt deshalb Probleme bekommen hätten - aber auch eine Genossenschaft muß sich nicht alles gefallen lassen und es geht nicht an, wenn die Molkerei als reine Resteverwertung, Probestation und für günstige Putzmittel gebraucht wird und gleichzeitig nur schlechtgeredet wird. Beide Seiten anzuhören wäre der Wahrheitsfindung meist zuträglich.
Genossenschaft geht in beide Richtungen, neben Rechten gibt es auch Pflichten - wer mit dem Gebotenen gänzlich unzufrieden ist, soll so ehrlich und mutig sein und Eigenes auf die Beine stellen.

Hannes(kein TIMI/Berglandgenossenschafter)


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eklips antwortet um 23-01-2019 12:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Mir ist zwar nicht ganz klar, wo ich mich einer Anpatzerei schuldig gemacht hätte, aber vorsichtshalber ziehe ich meine Aussage zur BLM vollinhaltlich zurück. Die BLM macht bekannten und unbekannten Direktvermartern/Kleinmolkereien selbstverständlich in keinster Weise das Leben schwer.

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golfrabbit antwortet um 23-01-2019 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zusammenfassung:
Ein gewisser User Fabian frägt (wahrscheinlich weil ihm in der abendlichen Studierzeit seiner Landwirtschaftsschule fad ist) die versammelte Intelligenzia des Landwirtforums zwecks Pro und Kontra bei Eröffnung einer Kuhmilchproduktionsanstalt.
Wir springen -nona- sofort darauf an und je nach Typ und Neigung wird dem hoffnungsfrohen Jungagrarier das Für und Wider in sämtlichen Farben des Regenbogens(ok, Schwarz ist jetzt nicht unbedingt Regenbogen-tauglich) geschildert, es wird zu-, ab- und herumgeraten, zwischenzeitlich die Qualifikation der Andersdenkenden angezweifelt, fremde Stallbauten ohne Kenntnis verlacht und schlußendlich vage Behauptungen, die aber ohne Gewähr und Quellenangabe verbreitet/zurückgezogen.
Der gute Fabian hat sich derweil kein einziges Mal mehr gemeldet und lacht sich - ob seines gelungenen Streichs - gemeinsam mit seinen Zimmerkollegen einen Ast ab.
Doch, doch, unsere Kritiker haben schon recht: Milchbauern mögen tüchtig, genügsam, fachlich kompetent und auch sonst noch allerhand sein - die Schlauesten sind wir eher nicht.

Hannes


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golfrabbit antwortet um 24-01-2019 06:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch
Du hast recht.
Du hast immer recht.
Ich gelobe Besserung.
Bitte verzeih mir.

Hannes

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Franz Erber antwortet um 25-01-2019 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Fabian:
Ich möchte mich nicht großartig an der Diskussion beteiligen. Habe vor knapp 10 Jahren selbst den Betrieb von meinen Eltern übernommen. Wenn du Tipps brauchst oder auch ein paar Betriebe besichtigen willst kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen: erberfranz@hotmail.com

Liebe Grüße
Franz