Verhalten einiger Leute

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sven.a(38v2) 14-09-2018 12:04 - E-Mail an User
Verhalten einiger Leute
So Leute,ich muß da mal was los werden. Die Trockenheitskrise verleitete mich dazu ein wenig Heu und Luzerne zu organisieren und zu verkaufen. Das Erlebte bezieht sich nicht auf Österreich sondern auch auf Deutschland, aber auch auf die Verkaufsländer Ungarn und Rumänien.
Angeboten wird in Ungarn oft schlechte Ware, das ist richtig. In Rumänien ist die Situation ähnlich, brauchbare Ware ist oft lange zu suchen und daher zeit- und benzinaufwändig.
Ok, das Spiel ist bekannt. Wenn jetzt aber ein Landwirt von einem Luzerneposten Ware nimmt und mir als Feedback sagt die Ware ist teils super aber hat teils grenzwertige Ballen, aber er kann es verfüttern und ist nicht verschimmelt und der nächste, der eine Woche später aus dem gleichen Stapel Ware bekommt und die sich noch nicht mal anschaut und gleich sagt der LKW soll abgeladen werden und das Geld gibts morgen früh um 8 weil er grad kein Geld da hat...der denkt wohl wir sind hier blöd nur weil wir im Ostblock leben? Der nächste jammert rum das wäre nicht mal als Einstreu gut und will erst nur 1600€ für den LKW zahlen um dann seltsamerweise gleich auf 1800 zu erhöhen um dann, als der Fahrer die Order zum Abfahren bekam doch noch 2000 zu zahlen wo mein Partner und ich nur auf 0 sind...dann kann die Ware ja so schlecht nicht sein und will nur die Situation ausnutzen,oder?
Wir wollten uns nicht reich machen, mir lag und liegt Landwirtschaft sehr am Herzen. In der Kindheit war ich oft in Vorarlberg auf nem Bauernhof in den Ferien. Aber bei 20€ Spanne pro Tonne mach ich den Zirkus nicht mehr mit, seht zu wo ihr Futter her bekommt.
Unter DIESEN Umständen wünsch ich euch, daß ihr eure Viecher wegen Futtermangel schlachten müsst, obwohl ich Kühe sehr gern hab und die nix dafür können. Und ich wünsche euch noch so eine Trockenheit im nächsten Jahr. Futterprobleme wirds eh schon noch genug geben wegen der verbrannten Wiesen.
Es sind nicht alle so, es gab auch faire und nette Leute, denen ich bei Bedarf gern noch Ware suche...aber das wars dann auch für mich.Schade um die anderen netten, die es sicher auch noch gibt.
thomas.t3 antwortet um 14-09-2018 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sven!

Du verkaufst blind Heu!
Mich wundert dein Tohuwabohu nicht! Bei mir wird jeder Ballen der rausgeht 6 mal feuchte gemessen! Da weiß ich 100%ig dass die Ballen gut sind, und mir kann hinterher keiner etwas erzählen. Das schützt mich - und den Kunden genau so!

xaver75 antwortet um 14-09-2018 12:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo, recht hast Du, dass Du mal den Druck ablässt.

Das Problem an der ganzen Sache, wird die "Ziel"tierart sein.
Eine Mutterkuh oder trockenstehende Milchkuh ist schnell mal versorgt, bei Hochleistungstieren schaut die Sache ein wenig anders aus.
Die Quaderballen ohne Belüftung sind ein Lotteriespiel, bezüglich Schimmel, Staub,..

Wahrscheinlich seit ihr noch zu billig mit Eurem Futter, gebraucht wird es ja.
Auch in Ö oder D kommen gleich mal ein paar Hunderter Transportkosten drauf, bei zum Teil doppeltem Preis für das Futter, aus Polen oder Rumänien kostet halt der km 1 Euro.

Die Saison beginnt erst, lasst Euch nicht entmutigen, nur ein wenig selbstbewusster auftreten.

mfg

Riiitsch antwortet um 14-09-2018 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn einer erst morgen zahlen will, dann ist wohl die Sache klar. Aber Sven erzähl hier nicht das wäre deine ganz persönliche Herzensangelegenheit, das glaubt dir kein Mensch. Du musst nicht Futter handeln, wenn die Margen nicht passen oder dir das ganze zu stressig ist, dann lass es.

Dass du noch eine Trockenheit dir wünscht, zeigt ja wie der Hase läuft. Glaubst auf Seiten der Händler gibts keine schwarzen Schafe?!?!? Ich weis bei vielen Bauern ist normal einfach abladen und hinten rum sudern. Manche sind da aber schon ein wenig weiter, und machen eine Eingangskontrolle die bei Qualitätsmängel natürlich eine Preisverhandlung erfordert.

peter.z(cgu8) antwortet um 14-09-2018 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun wie Xaver sagt nicht jeder hat die Gleiche Tierart und die gleichen Ansprüche. Nur weil knappheit herrscht würde ich nicht gleich jede Minderwertige Qualität kaufen, wenn nicht mal die Franzosen es schaffen gleichbleibende Qualität zu liefern, Zweifel ich an Rumänien und Ungarn. Unser einkäufer Schickt sicher jedes jahr 1-2 Sattelschlepper mit 25 Tonnen zurück.
" Die Trockenheitskrise verleitete mich dazu ein wenig Heu und Luzerne zu organisieren und zu verkaufen" hast du den schon Erfahrungen gehabt mit Futterhandel oder hast du gedacht ich handle mal Schnell mit ein bisschen Heu und Luzerne? Die Händler dürfen meiner Meinung heuer nicht Jammer, Mache nutzen die Situation schamlos aus, wir haben Teilweise 20 fr mehrkosten pro 100 kg Heu, vielfach wird Heu extra zurückgehalten.


sven.a(38v2) antwortet um 14-09-2018 13:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Problem ist halt, ein LKW verursacht Kosten auch wenn er steht. Die Fahrer wollen am Wochenende nach Haus. Es muss rechtzeitig Rückfracht gesucht werden etc.-etc.
In normalen Jahren ists eh sinnlos wegen der Transportkosten auch nur 1 Ballen zu verschicken.

ABER: Das Problem ist doch folgendes. Muss ein Bauer die Hälfte seiner Tiere schlachten wegen Futtermangel, dann braucht er locker bis zu 5 Jahre um wieder die Anzahl an Milchkühen zu haben wie vorher. Wird ja nicht jedes Kalb n Mädchen und bis zum ersten Kalb dauerts ja auch noch mit der Milch. Daher ists doch sicher sinnvoller die Tiere irgendwie durchzubringen, auch wenn mal ne Zeit der 0,035% Anteil Eiweiß nicht stimmt. Ich weiß nicht ob die Masse das aufgrund der vielen "Nichtinformationen" seitens der Medien schon gerafft hat.
IHR WERDET BALD KEINE ANDERE WAHL HABEN!!!
In ganz Europa ist Trockenheit, in Norwegen und Frankreich wird Heu aus AMERIKA importiert, in Containern per Schiff. Die Trockenheit ist europaweit ein Problem und kann nicht von benachbarten Ländern abgefangen werden. Die Polen als eine der grüßten Landwirtschaften der EU haben auch erhebliche Einbußen, in Deutschland gabs nur einige Gebiete im Süden die verschont blieben. Die Schweiz hat den Zoll auf Heu fallen lassen und die kaufen wie die blöden alles leer. Skandinavien ist eh platt.
In Deutschland wird schon geschlachtet in einigen Regionen.
Ein Holländer wollte 50.000 Ballen Heu von mir...soviel kann ich beim besten Willen nicht mal ansatzweise besorgen. Aber das nur mal um die Gesamtlage zu verdeutlichen in der Europa und vor allem IHR als Bauern euch befindet.
Dazu kommen ja noch die Pferde, von denen wird keins geschlachtet...die vielen Zoos usw.
Vielleicht wacht durch dieses Ereignis das dekadente Westeuropa mal auf?

xaver75 antwortet um 14-09-2018 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In den östlichen Nachbarländern wäre auch riesiges Potential vorhanden, um ähnlich wie Italien, Frankreich,.. zB Heißluftgetrocknete Luzerne dauerhaft zu produzieren.
Nur mit Pferdeheu wird sich auch in Jahrzehnten nicht viel ändern.

mfg

sven.a(38v2) antwortet um 14-09-2018 13:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Herzensangelegenheit...ob Dus glaubst oder nicht.Ist so. Natürlich sind auch Herzensangelegenheiten nicht umsonst. Meine Milch schenkt mir ja auch niemand. Aber 300-400€ Tonne angeliefert finde ich unverschämt und dann noch manche hier mit über 2€ pro km. Klar sollten da auch ein paar Taler bei rumkommen aber nicht so überzogen oder arbeitet ihr umsonst?
Ich lass es auch, ich hab jetzt nen deutschen Futterhändler für den ich Ware suche, da tut mir nicht der Kopf weh.
Aber aufgrund der Erlebnisse..der Futterhändler hat solche auch zur Genüge gehabt...steh ich absolut zu dem vorher geschriebenen!!!

sven.a(38v2) antwortet um 14-09-2018 13:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@xaver

das mit dem Potential ist absolut richtig. Nur ist die Frage ob sich das dann in normalen Jahren trotzdem lohnt wegen der Transportkosten. Man könnte Pellets machen...alles ne Rechenaufgabe und eine Frage des Bankkontos für Investitionen.

Peter1545 antwortet um 14-09-2018 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@sven: wenn jemand die hälfte seiner Viecher schlachten muss, läuft bei seinem Management grob was falsch!! Dann kann er seine Viecher auch in normalen Jahren nicht füttern.
Es ist Blödsinn dass in ganz Europa Trockenheit herrscht.
Steiermark, Kärnten, Burgenland haben normale bis überdurchschnittliche Niederschläge und Erträge! Es ist regional sehr unterschiedlich. In meiner Gegend (OÖ) jammert keiner, da werden ein paar ha mehr Mais gehäckselt und passt auch wenn 1,5 Grünschnitte fehlen.

Bezüglich Eingangsthema: Wenn du ein Händler sein willst verhalte dich auch so! In jeder Branche gibts Leute die dich linken wollen, damit muss man umgehen können!

Century antwortet um 14-09-2018 13:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Du hast damit ja nicht aus Herzensgüte angefangen, sondern willst auch Profit aus der Situation schlagen.

Aber den Bauern jetzt die Schuld zu geben ist dumm von dir.

Riiitsch antwortet um 14-09-2018 13:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schau ich habe zb genug Futter, sogar Reserve bis in den Sommer 2019. Der Tiermarkt ist am Boden, weil viele Kollegen streng selektieren und Tiere verkaufen. Ich kann Tiere über den Winter bringen, die ich eigentlich nicht brauche, und nächstes Jahr am Zuchtmarkt wieder anbringen. Niemand brauch 5 Jahre zu warten.
Du musst schauen ob sich deine LKWs rentieren, und lass die Bauern auf ihre Tiere schauen, weil Händler die versuchen Tierhaltung zu erklären haben wir schon genug.


sven.a(38v2) antwortet um 14-09-2018 13:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Riiitsch
ich will euch nicht die Welt erklären, schon gar nicht euren Job.
Klar gibts genug Händler die Sch...liefern oder gnadenlos abzocken.
Wenn aber auf 1 guten Kunden ein Arsch kommt dann ists besser es sein zu lassen. Vielleicht ists auch Anfangspech an diese Leute zu geraten...kann aber auch die Norm sein...woher soll ich das wissen? Und wenn spätestens übernächstes Jahr wieder Normalität eintritt dann lohnt sichs eh nicht sich die vernünftigen Kunden rauszusuchen und das Spiel noch weiter zu betreiben, weils dann vom Transport wieder uninteressant ist wie vorher auch.

SINUS antwortet um 14-09-2018 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist schon ein extremer Sommer. Seit einigen Jahren davor fragte ich mich, ob ich mir mit
71Jahren die Heuwerbung auf eigenen Wiesen noch antun soll. Das Heu für meine
acht Pferde hätte ich unter Anrechnung der Werbungskosten einschließlich kleinen
Reparaturen billiger kaufen können...hätte nic gedacht, daß ich darüber mal so froh bin
einfach weiter gemacht zu haben. Auch bei uns in Niedersachsen geht nix mehr. Kein
brauchbares Pferdeheu mehr zu bekommen und in einigen Monaten sicher nicht einmal mehr zu Phantasiepreisen. Selbst Stroh welches dieses Jahr eine gute Qualität hat ist schwer zu
bekommen. Ich mache mit der gravierenden diesjährigen Erfahrung also weiter solange ich es noch kann und wünsche den anderen Tierhaltern, daß sie gut übern Winter kommen mit ihrem Bestand!

MfG


meki4 antwortet um 14-09-2018 13:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn man seine Wiesen gut pflegt und düngt, dann wächst auch in trockenen Jahren soviel, das man mit a bissl Reserven über den Winter.
Bei uns jammern nur die, die fast nix düngen, oder auf bio umgestellt haben und auch noch Stall gebaut haben. Wenn man in guten Jahren nicht durchkommt, dann krankt es halt an der Betriebsstruktur.
LG M.

peter.z(cgu8) antwortet um 14-09-2018 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Professionalität fehlt dir da halt auch ein bisschen. Wenn du eine Hohe Qualität Garantieren kannst wirst du auch später am Markt bestehen, aber wen du im persönlichen Gespräch auch so Aussagen machst wirst du Scheitern.

@meki in Gewissen Regionen war alles Braun egal ob Konventionell intensiv oder Bio extensiv, Gemüsebauer oder Ackerbauer, egal welcher fall bevor etwas verhungert wird es Verdursten.

sven.a(38v2) antwortet um 14-09-2018 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@peter.z.
nein,ich war immer nett und freundlich, selbst bei Beschimpfungen wo der Kilometer mit 1€ vom Transporteur noch so unverschämt teuer sei oder was es auch sonst noch so auszusetzen gab etc.-etc. Die Worte weiter oben waren jetzt das Fazit nachdem mir echt das Faß übergelaufen ist. Ich weiß nicht ob meine Erfahrungen der letzten Wochen ein repräsentativer Spiegel der Gesellschaft sind, wenn ja dann Gute Nacht Marie.
Und die gewissen braunen Regionen sind schon gewaltig groß in diesem Jahr und wie weiter oben beschrieben wirds noch sehr schwer werden mit Futter.
Und es wird einfach keiner heißluftgeföhnte und mit der Nagelschere auf gleiche Länge geschnittene Ware finden...find ich gut, andere nicht, will ich nicht drüber streiten aber letztendlich arbeiten wir doch mit Naturprodukten.
Vielleicht sollte mal grundsätzlich sich was ändern und ich rede nicht von schwarzen Schafen.
Wenn für den Aldi ein LKW Kirschen gegn nen anderen getauscht werden muß weil die Kirschen 1 Milimeter zu klein sind und durch die Schablone fallen...oder Möhren 3x sortiert werden damit auch nicht eine Möhre anders als 13-15cm dabei ist...dann sollte eigentlich mal drüber nachgedacht werden ob dieses System,was ja soviel mit der Natur zu tun haben will, nicht vollkommen durchgeknallt ist. Die Kirschen vor 20 Jahren waren auch unterschiedlich groß und haben gut geschmeckt...genauso wie die Möhren und Äpfel. Ich weiß nicht ob wir uns das als Gesellschaft in Zukunft leisten werden können so weiter zu machen. Ich rede nicht von schlechter Ware oder schimmligem Heu.Da ist es klar dass das keiner will. Ich rede von Ware, die 1% aus der von irgendwem festgelegten Norm abweicht aber eigentlich nicht schlecht ist.
Der Markt wird nach der Trockenheit eh nicht mehr existieren und daher für mich nur jetzt interessant weil sonst der Transport zu weit ist. Ich mach dann hier meine paar Hektar Hobby und gut ist. Sollen sich andere mit diesen Leuten rumärgern, aber wenn ich die Lage aus den mir vorhandenen Infos richtig beurteile...dann wirds noch heftig werden bis zur nächsten Ernte.Und Heu wird auch nächstes Jahr knapper sein wie normal...viel Spass dann...


kraftwerk81 antwortet um 14-09-2018 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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... dann is es halt so.. Deine Jammerei wird's nicht ändern und wer weiss vielleicht hat so ein kleiner warnschuss für manche auch was positives..

Century antwortet um 14-09-2018 23:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die vielen Regulieren dienen dazu für den Handel die Effizienz zu steigern: Unterschiedlich große Früchte verbrauchen potenziell mehr Platz in einer Kiste, das macht es schwieriger den LKW immer voll auszulasten, kann mehr Verpackungsmaterial kosten, usw...

Dass das weder natürlich noch nachhaltig ist, darüber brauchen wir nicht reden, aber der Handel hat eine starke Lobby, und für de Handel zählt nur der Profit, alles andere ist dem untergeordnet.

Fendt312V antwortet um 14-09-2018 23:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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O wie kann man so blind sein und gar meinen wenn es bei mir genug geregnet hat ist alles gut. Wenn es nicht regnet nützt euer Kotzkübel als Dünger auch nichts. Sehr naiv so zu denken, verbrannt wurden nämlich alle Flächen ob gedüngt oder ungedüngt. Wenn bei fehlendem Regen der Bauer schuld sein soll, dann ist etwas schief gelaufen. Diese Trockenheit ist europaweit geschehen und die Folgen noch lange nicht kalkulierbar.

little antwortet um 15-09-2018 06:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kann den sven sehr gut verstehen. Haben heuer durch die frühe Ernte auf vielen Flächen Sudangras oder Sudangras mit Alexandrinerklee angebaut. Der Klee ist fast zur Gänze ausgeblieben, aber Sudangras ist gewachsen. Jetzt gibt es wenige Futteruntersuchungen zu Sudangras. Also ist es schwierig damit umzugehen, viele Landwirte kennen das Futter nicht. Wollte eigentlich auch nur Berufskollegen etwas helfen, aber mittlerweile bin ich soweit das ich das Futter einhäckseln werde. Meine Menge die ich brauche habe ich zusammen und die anderen sollen halt ihre Tiere schlachten man wird nie das Futter liefern können das denen passt (zu nass, zu trocken, falsches Ballenmaß, nur Rundballenmöglich, ....)
Zur Orientierung, habe für den Rundballen gewickelt 1,25-1,30m Durchmesser 35,-€ verlangt. Naja die Bodenlebewesen werden auch dankbar für Futter sein.
little

Riiitsch antwortet um 15-09-2018 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Klar ist Sven zu verstehen, auch für mich. Kein Gramm Heu verkaufe ich, nicht wegen Geiz, sondern weil ich jetzt schon das Gesuder höre, dass da auf mich zukommen würde. Kein Interesse. Ein Händler brauch eben eine dickere Haut.
Und ja die Trockenheit ist massiv, das ist aber egal. Der Politik ists egal, weil Geld machen wir im Westen nicht im Agrarsektor. Dem Handel ists egal, weil bei soviel Überproduktion wird auch in schlechten Jahren das Angebot weit über der Nachfrage stehen. Bleiben die Landwirte die sich durch überhöhte Investitionen festgelegt haben, denen die eigenen Felder nicht gut genug sind.

Vollmilch antwortet um 15-09-2018 07:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Kann Sven auch verstehen. Futter würde ich nur verkaufen, wenn mich einer fragt, und nur direkt ab Feld.
Ausserdem wurde uns heuer klar gezeigt, dass man Risikovorsorge treffen muss, falls es auch bei uns mal zu einer Trockenheit kommt.

Dass das "Angebot weit über der Nachfrage steht" sehe ich nicht so. Da wäre die momentane Preisentwicklung bei Milch eine andere...

LG Vollmilch

peter.z(cgu8) antwortet um 15-09-2018 07:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ist doch lächerlich zu glauben das etwas das man nicht kennt gekauft wird, zudem in Folie gewickelt wo man nicht hineinsehen kann. Das gleiche ist bei uns mit der Sohrgum Hirse, kaum jemand kennt das und Futterwerte sind kaum Bekannt, Verkaufen lässt sich das nur Schwer.
Sven du hasst dich im Futterhandel versucht und es war ein Flop, nun bist du gefrustet. Nächstes Jahr ist ein Neues Jahr und es wird wahrscheinlich wider ganz anders aussehen, da können hald nur erfahrene Händler umgehen. Ab Herbst 2019 ist der Sommer 2018 in den Meisten Köpfen wider vergessen

sven.a(38v2) antwortet um 15-09-2018 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke für den Zuspruch. Gescheitert...naja...ich hab ne bessere Variante für diese Trockenzeit gefunden. Suche für nen Futterhändler Heu. Da tut mir der Kopf nicht weh und dem Transporteur auch nicht. Und die 2-3 Leute die noch was wollen und ok waren...naja,denen such ich auch noch was. Frustrieren tut mich nicht unbedingt dass es nicht funktioniert hat oder halt nur so in der "Sparvariante". Frustriert haben mich diese Leute, weil echter Minusverlust konnte bisher vermieden werden...und um den weiter zu vermeiden werd ich mir das nicht weiter antun.
Ob diese Gesellschaft den Warnschuss, wie jemand weiter oben geschrieben hat, begreift...ich hab da so meine Zweifel. Es wird ja auch nicht informiert um Ruhe im Volk zu halten. Weiter oben schrieb jemand, daß die Folgen noch gar nicht überschaubar sind...auf jeden Fall sind die Folgen wesentlich gravierender wie die da oben zugeben wollen.
Selbst wenn ab nächstem Jahr halbwegs normale Niederschläge fallen und die einjährigen Kulturen und Baumkulturen,Obst,Beeren normale Erträge bringen sollten, die Heuproblematik wird auch im nächsten Jahr wenigstens 50% der diesjährigen Katastrophe betragen. Wobei ich davon ausgehe, daß sich einige Wiesen erholen und/oder mit Nachsaat aufgepeppelt werden. Wieviel Hektar europaweit komplett neu gemacht werden müssen und damit auch im nächsten Jahr fast keinen Ertrag liefern hat warscheinlich noch gar keiner erfassen können.
Trotzdem ist was nicht ok.Letztes Jahr hab ich auf einer Fahrt nach Deutschland und zurück 1x meine Windschutzscheibe gereinigt.Das Auto war noch nie so sauber von Insekten.
Klar machts mein Gejammer nicht besser und ändern wirds auch nix. Musste halt nur mal raus und offensichtlich seh ich die Sache wenigstens nicht ganz falsch.
Frohes Schaffen den ehrlichen weiterhin und kommt gut durch den Mist der sich da zusammenbraut.



Fendt312V antwortet um 15-09-2018 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sven geb dir vollkommen recht, die Augen gehen denen evtl noch auf. Dir wünsche ich alles Gute, hast es ja gut gemeint.

Century antwortet um 15-09-2018 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ Fendt: Das wage ich zu bezweifeln. Erst wenn die Regale leer bleiben beginnen die Menschen zu begreifen, dass da überhaupt eine Problematik existerit.

Fendt312V antwortet um 16-09-2018 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Century ds wirst sicher recht haben

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