Luzerne im Dauergrünland

Antworten: 11
karl22 03-08-2018 13:33 - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Hat jemand schon Luzerne in ein bestehendes Dauergrünland erfolgreich eingesäät?
soweit ich bisher in Erfahrung bringen konnte, soll das nicht so einfach sein. Am besten vorher striegeln und dann mit einer schlitzsämaschine einsäen.
Nur wann? Ich denke das ich ende September mal probeweise 2 bis 3 ha versuche.
Normalerweise hab ich 4 Nutzungen und lehmigen Boden. Aber alles sonnseitig, was sich in den letzten Jahren immer mehr als Problem heraus stellt.
Bitte um wissenswertes.
xaver75 antwortet um 03-08-2018 14:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Hallo, ich bei einer Wiese voriges Jahr ein paar m2 probiert, hab heuer noch keine Pflanze gefunden.
Am Acker hab ich voriges Jahr nach WG Luzernegras (LG von die Saat) gesät, voriges Jahr im Herbst noch ein schöner Schnitt zum grün einfüttern, heuer hab ich jetzt den 3. Durchgang mit dem Eingrasen fertig (ca. alle 5 Wochen, Stängel sind die unteren 20 bis 30 cm holzig, werden nicht mehr gefressen).
Hab auch heuer nach WG vor gut 3 Wochen wieder Luzernegras gesät, hat in etwa den Grünton von der Landwirtseite und ca. 20 cm hoch, werden sich heuer noch 2 Schnitte ausgehen, die anderen Begrünungen kämpfen eher ...
Jetzt, wo die Wiesen täglich weniger werden, wächst die Luzerne ganz normal dahin.

Meine Meinung, im Grünland als Nachsaat nicht geeignet, verholzt, wird durch die Stickstoffdüngung wieder verdrängt.

Am Acker hadere ich noch mit den harten Stängeln, werde beim Ladewagen mal die ganzen Messer nehmen, vielleicht den Standhäcksler nach 25 Jahren wieder mal testen? ,-)

mfg


MaxPower antwortet um 03-08-2018 14:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Hallo!
Luzerne auf Dauergrünland?...kann man aus der Ferne sowieso nicht sagen. Die Luzerne stellt gewisse Ansprüche an den Boden /Klima/Behandlung, dass gelingt nicht immer.
Ich gebe dir den Tipp:
Versuche es im kleinen Rahmen erst einmal!

Ich verwende die Luzerne nur auf 4 jähriger Wechselwiese in einer Mischung (1/2 Schrittmacher, 1/2 KM)... ist zu Beginn an immer eine schöne Mischung aus Rotklee, Luzerne und verschiedene Gräser. Wird die ersten 2-3 Jahre auch nicht gedüngt... maximal vor dem Anbau Kalk und Naturphoshat... mit der Zeit kann allerdings passieren, dass der Rotklee verschwindet und in nassen Jahren die Luzerne auch. Ist also nicht immer von Erfolg gekrönt!
Das einzige: an Wegen und Feldrändern meiner Äcker fühlt sich die Luzerne anscheinend sehr wohl... wird weniger gemäht und gedüngt.
Auch an teilweise komplett magern Flächen wo kaum 10cm hoch Futter wächst, kann es vorkommen, dass in Mitten ein Luzernebüschl einen dreiviertel Meter hoch wächst.
Ich hab keine Ahnung wieso... einfach probieren!

Mfg Max

karl22 antwortet um 03-08-2018 14:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Was hält dann die Hitze im grünland am besten aus? Und funktioniert auch gut?

xaver75 antwortet um 03-08-2018 15:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Bärenklau, Ampfer, Spitzwegerich, Löwenzahn, Schafgarbe,... ,-)

Ps: Wüsste ich auch gerne
Wird sich in der Pflanzenzüchtung bei den Gräsern was rühren müssen.

mfg



ANDERSgesehn antwortet um 04-08-2018 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
X75

Nach meinen wissenstand sind all
Deine angeführten pflänzchen auf
Standorten mit anaeroben verhältnissen.

Sprich zu wenig Ca und schlechtverfügbaren
Fe, wobei zweiteres von deinen pflänzchen
Besser adsorbiert wird und dadurch das
Verhältnis von Mn/Fe korregiert.

Ich habe dazu einen gedanken, der ein
Spezieller dünger ist (und viele auf jenen
nicht denken würden) und werde es
Versuchsweise mal probieren.


peter.z(cgu8) antwortet um 04-08-2018 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Was hast du den jetzt für Wiesenbestände?

sts antwortet um 04-08-2018 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Wir bauen schon Jahrzehntelang auch Luzernegrasbestände am Acker an. Es ist wirklich momentan das einzige, was noch gut wächst. Wenn sie also einmal wächst, ist sie sicher eine gute Dürreversicherung. Auffallend bei Ackermischungen ist, dass bei Luzerne-Rotkleegras 3x so viel Luzerne wie Rotklee im Saatgut ist und trotzdem das Verhältnis im Anfangsbestand ca. 50/50 ist. Scheint so, als ob sich Luzerne am 'Anfang schlecht durchsetzen kann. Wo sie sich einmal etabliert hat, bleibt sie wesentlich länger als der Rotklee. Was sie auf jeden Fall sehr schlecht verträgt, ist Beweidung. Für die Dauerhaftigkeit ist es wichtig, das die Luzerne einmal im Jahr zumindest Blüten ansetzen kann (am besten beim zweiten Schnitt), auch wenn sie dann wie oben beschrieben, eher verholzte Stängel hat.
Auch soll sie im Herbst nach dem letzten Schnitt noch anwachsen können (15 - 20cm)
Auch liebt sie eher leichte Böden und braucht, wenn sie noch nicht im Betriebskreislauf vorhanden ist, eine (Boden)Impfung ähnlich Sojabohne etc.
Bezüglich der Etablierung in bestehenden Grünlandbeständen, die wahrscheinlich schwierig ist, wird es sicher drauf Ankommen, wieviel Konkurrenz von dem bestehenden Bestand da ist. Sicherer funktioniert es sicher, wenn eine Neuanlage passiert.
Ende September halt ich für eine Grünlandeinsaat viel zu spät, die Pflanzen gehen zu wenig entwickelt in den Winter. Der ideale Zeitpunkt ist für Vierschnittbetriebe jetzt nach dem 3. Schnitt.
Bzgl. Trockenheit wird immer wieder behauptet, dass auch das Knaulgras lange gut wächst und vor allem leichter in Grünlandbestände einzubringen ist.
Eine Variante ist sicher, dass du jetzt im August nach dem 3. Schnitt ein Nachsaat machst und zur Nachsaatmischung 10 - 20% Luzerne zumischst und diese mit 10kg /ha säst. Auch wenn es sehr trocken ist, gibt es ab Mitte August soviel Taubildung, dass die jungen Pflanzen nicht austrocknen. Kommen einige Luzernepflanzen hoch, ist es gut, ansonsten hast du immer noch den Vorteil der normalen Nachsaat.

karl22 antwortet um 04-08-2018 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Danke sts

ANDERSgesehn antwortet um 04-08-2018 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
X75

Nach meinen wissenstand sind all
Deine angeführten pflänzchen auf
Standorten mit anaeroben verhältnissen.

Sprich zu wenig Ca und schlechtverfügbaren
Fe, wobei zweiteres von deinen pflänzchen
Besser adsorbiert wird und dadurch das
Verhältnis von Mn/Fe korregiert.

Ich habe dazu einen gedanken, der ein
Spezieller dünger ist (und viele auf jenen
nicht denken würden) und werde es
Versuchsweise mal probieren.


Vollmilch antwortet um 04-08-2018 13:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
Wir bauen auch schon lange Luzerne-Rotklee-Grasgemenge, bei uns wird es meistens nach ein paar Schnitten ein Luzernereinbestand. Übrigens unabhängig davon, ob es sich um kalkhältigen oder kalkarmen Boden handelt.

LG Vollmilch

xaver75 antwortet um 21-08-2018 16:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Luzerne im Dauergrünland
So, hab mir grad Rübenschnitzel im Lagerhaus geholt, als Konvi warten müssen!, geht gar nicht.
Hab am Bahndamm ein bisschen geschaut, was da so wächst. Könnten ja auch ein paar Exoten eingeschleppt und durch den Fahrtwind verbreitet worden sein.
Dürften eher Ackerungräser sein, aber schön grün, obwohl kein besonders stark ausgeprägtes Wurzelwerk und mitten im Schotter, mit der Identifizierung bin ich noch beschäftigt.

mfg

Ps.:Grüne Borstenhirse nennt sich das Zeug

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