Unkrautbekämpfung nach Getreide

Antworten: 19
Steira 22-07-2018 22:24 - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Hallo,

Habe folgendes Problem bei meinen Gedroschenen Getreideäckern:

Gleichmäßig übers ganze Feld hab ich Ackerwinde verteilt!
In ca. 3 Wochen wollte ich mit dem Grubber die Winterbegrünung darauf ausbringen!
Sollte ich jetzt mit einen Gyphos drüber oder hab ich auch andere gute Möglichkeiten??
Gepflügt wird definitiv Nicht!

MFG A STEIRA



 


schellniesel antwortet um 22-07-2018 22:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Wann hast gedroschen? Stroh am Feld?

Wenn Stroh geborgen wurde ca 2wochen winde wachsen lassen kommt auf druschhöhe usw an. Winde sollte 20cm lang neu ausgewachsen sein.
und dann mit kyleo (glyphosat + 2,4-D) behandeln.

Glyphosat alleine ist für Winde das falsche!

Wenn Stroh gehäckselt wurde so lange warten bis eben schön durchgewachsen ist und 20cm junge Triebe erfasst werden können.

Danach 2 Wochen keine Bodenbearbeitung!


Nachhaltig die Winde zu bekämpfen heißt bodenbrobe mit kak...

Mfg




Leo1982 antwortet um 23-07-2018 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Du brauchst kein Glyphos. Heuer ist witterungsbedingt die Winde stärker verbreitet.

Jetzt zeitnah (am besten wärs direkt nach der Ernte gewesen) mit nem Flügelschargrubber ganz flach (6-8cm) grubbern.

Je nach Witterung bereits in 7-10 Tagen tiefer grubbern und begrünung einsäen.

- Oder wenn das Wetter passt in 7-8 Tagen auf mittlere Tiefe grubbern und wieder 7.-10 Tage später tiefer grubbern und Begrünung säen.

Dann sollts passen. Ohne Glyphos!



baldur antwortet um 23-07-2018 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Nach Kyleo Einsatz und Grubbern wirst mit Begrünung ein Problem bekommen.
Glyos ist da für Nachbaukultur kein Problem, 5 l Glyfos sollten Winde auch erledigen, Ist auch billiger als Kyleo


SugarBeet antwortet um 23-07-2018 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Wir machens wie schnellniesel schon geschrieben hat allerdings pflügen wir danach. Bei uns ist aber auf dem betreffenden Schlag Schilf und Distel das Hauptproblem.


Wurm antwortet um 23-07-2018 12:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Das kommt auch darauf an was du Nachbauen willst, ich schätze mal Mais.
Dann würde ich heuer nur vielleicht 2 mal grubbern wie Leo geschrieben hat, und nächstes Jahr beim Maisherbizit Mais-Banvel mit geben und der Fall ist erldeigt.


schellniesel antwortet um 23-07-2018 12:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
@wurm

Ja wenn Mais folgt ist die Variante vorzuziehen!

@leo

Heuer würde ich Abstand von einer mechanischen Bekämpfung nehmen...

Vorallem der Grubber wäre da vl eher eine Vermehrung von Winde..

Bleiben wurzelbruchstücke in einer wasserführenden Zone bzw es ist weiterhin so feucht dann schlägt jedes Bruchstück neu aus...

Des weiteren ist’s heuer eindeutig zu feucht in der südlichen stmk um anerobe Verhältnisse im Unterboden durch zu tiefe Lockerung zu beheben.

Grab mit dennspaten in Bearbeitungstiefe und du wirst erkennen was ich meine.

Mfg


179781 antwortet um 23-07-2018 12:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Hahaha ...heuer zu feucht.
Bei uns ist es sp trocken, dass ideale Bedingungen für mechanisch Unkraut Bekämpfung sind. Also eine Frage des Standorts.
Gottfried


mittermuehl antwortet um 23-07-2018 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Feucht .... bei uns ist es ein statistisch normales Jahr. Nur der gelegentliche Starkregen macht Problem. Aber die Menge / Monat ist ganz normal.......... Bei uns - Bucklige Welt (Süd/Ost/Nö)

Wird somit wirklich eine Standortfrage sein.


schellniesel antwortet um 23-07-2018 14:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Ich weiß wo @steira in etwa zu Hause ist ;-)


Leo1982 antwortet um 23-07-2018 16:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Hier bei mir in der Oststeiermark ist es trocken genug. Die Überbleibsel der Winde kann ich nun schon verdorrt an der Oberfläche finden. Da wächst nichts mehr an.
Und sollte noch etwas da sein, dann bekommts den nächsten drübergezogen beim 2ten Grubberstrich.
Vermehrung der Winde ist beim Flügelschargrubber weniger das Problem. Im Gegensatz zur Scheibenegge mit der Quecke zum Beispiel...



schellniesel antwortet um 23-07-2018 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Nun mag jedem selber überlassen sein wann wieviel wo...

Ich weiß das so gut wie keiner vor Bearbeitung mal mit dem spaten kontrolliert...

Ich will so wenig Böden wie möglich bewegen.

Außerdem seh ich bei unzähligen Grubber Durchgängen wenig ökologische sowie ökonomische Vorteile.

Und ziehe da die chemische Anwendung vor.

Wie schon gesagt wenn da Mais folgt ist mir die Winde da auch egal weil ich sie da auch sicher erfassen kann!

Sie zeigt aber deutlich Probleme im Unterboden sowie Probleme am austauscher an...

Mfg




fiorelucce antwortet um 23-07-2018 20:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Wo ist auf diesem Foto die Ackerwinde zu sehen?
Das in den Spurschächten ist definitiv nicht Ackerwinde !

mfg


schellniesel antwortet um 23-07-2018 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Auf dem Foto hätt ich auch keine gesehen?


Leo1982 antwortet um 24-07-2018 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Glyphos ist wie ein Antibiotikum. Das sollte man nur anwenden wenn es keine andere Möglichkeit gibt.
Man rennt auch nicht zum Arzt wegen einem kleinen Schnupfen und bekommt sofort ein Antibiotikum.
Ich bin kein BIO Betrieb, aber wenn man die Möglichkeit zu einer vernünftigen Stoppelbearbeitung hat, sollte man die "chemische Keule (Glyphosat)" ruhen lassen.

Ein ökologischer Vorteil ist definitiv die mechanische Unkrautregulierung zum richtigen Zeitpunkt gegenüber der chemischen Methode.




schellniesel antwortet um 24-07-2018 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Leo

Nein!

Selektive Herbizide Jahr für Jahr in der selben Kultur mit dem selben Wirkstoff Cocktail obwohl das Unkraut gar nicht mehr das Problem ist.... das führt zu Resistenzen und sind wie Antibiotika...

Wenn Praktiker hier sich schon fürchten ein zugelassenes Mittel anzuwenden na dann gute Nacht...

Die dieselabgase beim grubbern sind schädlicher als ein paar Liter glyphosat....

Mfg


Leo1982 antwortet um 25-07-2018 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Niemand spricht von selektiven Herbiziden, und niemand spricht Jahr für Jahr von der selben Kultur.
Nur du bildest dir das gerade ein. Davon war nie die Rede.

Mir Ressistenzen zu unterstellen wobei ich auf eine mechanische Unkrautregulierung setze und du zum Glyphosat greifst. Verdreh nicht alles!


schellniesel antwortet um 25-07-2018 08:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Entschuldige die Aussage war nicht auf dich bezogen!


Ich mein nur weil viele in meinem Umfeld das banvel fast Standard mäßig mitnehmen im Mais....

Und ein glyphosat bereits bei Praktikern Skrupel hervorruft!

Zurück zum eigentlichen Thema.

Stoppelbehandlung ziehe ich der mech unkrautbekämpfung vor, wenn da z.b Ölkürbis folgt hast du da chemisch im Bestand keine Möglichkeit mehr...

Wie erwähnt wenn Mais folgt würd ich es eher da bekämpfen eventuell sogar erst zu einem späteren Zeitpunkt und vl sogar die Herbizidstrategue auf 2 Überfahrten erledigen...

Allerdings wenn das banvel ohnehin Standard ist dann wäre der Wirkstoffwechsel auf ein 2-4d oder mpca vl zwecks Resistenz Management nicht so verkehrt.

Beides hat soweit ich weis separat keine Zulassung auf Stoppel. Kyleo schon da ist halt auch glyphosat dabei.

Mfg


Leo1982 antwortet um 25-07-2018 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Is ok, kein Problem!


schnapserei antwortet um 27-07-2018 13:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Unkrautbekämpfung nach Getreide
Ich wüsste nicht, warum ich ein Glyphosat auf die Stoppeln ausbringen müsste....

VG,
Martin


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