Spannender Milchmarkt

Antworten: 8
Vollmilch 20-10-2017 07:26 - E-Mail an User
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Guten Morgen!

Die Milchpreise wurden im letzten Jahr ja ausschließlich von den Milchfettpreisen nach oben gezogen. Momentan kann man aber beobachten, dass auch der Butterpreis die (obere) Kurve kratzt und sich entweder auf hohem Niveau einpendelt oder wieder zusammenbricht.

Ersteres würde für eine nachhaltig hohe Nachfrage nach Milchfett sprechen, zweiteres für eine vorwiegend auf Spekulationen beruhenden Anstieg im abgelaufenen Jahr.

Die österreichischen Auszahlungspreise werden wie immer leicht zeitversetzt den internationalen Entwicklungen folgen. Da kann es im Frühjahr 2018 schon wieder sehr spannend werden!

Mit weiteren Preiserhöhungen würde ich jetzt mal nicht rechnen.

Wie seht ihr das?

LG Vollmilch



thomas.t3 antwortet um 20-10-2017 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo

Ich hoffe mal, dass diese nette Buttersache so schnell und überraschend wie sie gekommen ist, nicht auch wieder verschwindet.

Wie gehts eigentlich momentan den Gmundnern?


birgmann antwortet um 20-10-2017 08:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die steigende Anlieferung bedingt durch den steigenden Auszahlungspreis, regelt den Preis von selber wieder nach unten. Nur wenn sich die Bauern nicht verführen hätten lassen, mehr zu liefern hätte der Preis gehalten werden können.
Die Verarbeitungsbetriebe müssen ausgelastet sein, sonst rechnen sie sich nicht.
Ob dabei der Bauer noch was verdient ist da Nebensache. Die Aktionäre müssen bedient werden. Der Bauer läuft eh von selber wenn er die Rückzahlungen nicht mehr tätigen kann.


jakob.r1 antwortet um 20-10-2017 09:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Grüß Euch, nun läuft ja das europäische Milchherauskaufprogramm aus, das wegen der Wahlen in Frankreich, BRD und Österreich aufgelegt worden ist und auch diese Bauern können dann wieder Gas geben und werden dies auch tun. Zudem sind die Milchpulverberge in der EU so hoch, das die Intervention stark eingebremst wird -- auch dies wird den Milchpreis drücken. Da Österreich Mitte 2018 die EU Ratspräsidentschaft übernimmt, können die österreichischen Bauern Ihre neu gewählten Politiker noch rechtzeitig impfen, wie diese zu verfahren haben....
Da wir in Bayern 2018 Landtagswahlen haben, ist ein Nachtragshaushalt mit zig Millionen verabschiedet worden, -- da werden wir Bauern zusehen, damit wir zusätzliche Staatsknete abgreifen können...
Neue Milchpreisstützungsmaßnahmen können schlecht national beschlossen werden , deshalb sehe ich den Milchpreis 2018 wieder um 20 Cent/pro kg.
Wünsche allen Milchbauern, das meine Einschätzungen nicht zutreffen.
Beste Grüße
Jakob


muk antwortet um 20-10-2017 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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eindeutige prognose - die wahlen sind vorbei und die hohen milchpreise auch .

wird so mancher nicht glauben aber es ist so .

aber die bauern selbst wollen die hohen preise auch nicht - anlieferungsmenge steigt stetig .

und was will der bauer mit mengensteigerung erreichen - sicher keinen hohen milchpreis .

doch leider ist die ausbildung der bauern nicht besser.


biolix antwortet um 20-10-2017 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ach ja und die SVB Vorschreibung ist auch ganz zufällig einen Tag nach den Wahlen, zufällig gekommen..:-)

Aber Jakob hat's gut erklärt.. könnte so kommen.. leider


Vollmilch antwortet um 21-10-2017 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bei mir ist keine SVB Verschreibung gekommen, stattdessen wurde das Milchgeld überwiesen! ;-)

Wäre an der "Wahl(Verschwörungs)theorie" was dran, hätten wir nur steigende Milchpreise, die nächste Wahl kommt bestimmt.

Mich hätte eher eure Einschätzung des Marktes interessiert. Ist die physische Nachfrage nach Butter wirklich gestiegen (Österreich / EU / weltweit) oder hat sich die chinesische KP beim würfeln dazu entschlossen Butter "zu kaufen"?

Bei der NÖM wurde im September 2017 um über 9% mehr Milch angeliefert als im Vorjahr! Keine schlechte Leistung.

LG Vollmilch


2587 antwortet um 21-10-2017 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Denke der Butterpreis wird nicht ewig steigen irgendwann wird die Industrie wieder umsteigen auf ein billigeres Fett und der Milchpreis wird wieder sinken. Jetzt steigt wieder die Milch Anlieferung wen jeder irgendwann nachdenken würde führt das wieder dorthin wo wir schon waren bei einen Milchpreis um die 20 Cent!!


eklips antwortet um 21-10-2017 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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So lange ist es noch nicht her, dass Wahlen den Milchpreis (zumindest scheinbar und vorübergehend) beeinflusst haben. Weil halt eine Preiserhöhung noch schnell vor der Wahl verkündet wurde oder eine Preissenkung verschwiegen oder verzögert wurde. Und die eine oder andere Förderung (auch an die Molkerei) wurde noch "nach zähem Ringen und dem Einsatz des Politikers xy" ganz zufällig vor der Wahl noch zugesprochen oder ausgezahlt.

Dass das heute kaum mehr so ist, dem stimme ich zu.
Am Weltbutterpreis kommt aber auch die beste Nischenmolkerei nicht 100%ig vorbei.
Ist er zu niedrig, sind die eigenen Preise (auch für Spezialmarken) nicht mehr voll durchsetzbar. Ist er zu hoch, muß womöglich Fett sehr teuer zugekauft werden, weil der Abnehmer danach verlangt, egal ob im Betrieb anfallend oder nicht. Natürlich ist mir der hohe lieber als der niedrige.


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