Bauernleben - Bauernsterben

Antworten: 14
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Efal 08-09-2017 07:37 - E-Mail an User
Bauernleben - Bauernsterben
Ein sehenswerte Dokumentation von Peter Liska

http://tvthek.orf.at/profile/Menschen-und-Maechte/13886256/Menschen-Maechte-Bauernleben-Bauernsterben/13944760

 

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fgh antwortet um 08-09-2017 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernleben - Bauernsterben
Ich habe sie gesehen.... war recht gut, ein paar Dinge haben mir aber nicht gefallen.
Bio wurde z.B. ohne jegliche Schattenseiten als Allheilwunderlösung präsentiert - ich persönlich glaube nämlich nicht daran, dass es allen Biobauern wunderbar und toll geht und zwischendurch ist es fast so raus gekommen, als ob Bergbauern weit besser leben könnten... wenn man nicht das ganze gesehe hat, könnte da ein falscher Eindruck entstanden sein.

Auch die Definition Bauern die Bauern sein sind findig und ideenreich und finden eine Option zum Überleben.... das ist nicht die Wahrheit, Nischen und Spezialisierungen funktionieren für einen Teil der Bauern, aber nicht für alle.

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mfj antwortet um 08-09-2017 08:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kann mich fgh nur anschließen.

Guter Start - mit dem Hinweis - dass kein Bauernhof dem anderen gleicht, und es wurden auch unterschiedlichste "Landwirtschaften" hergezeigt.

Schlechter Mittelteil - wo wieder mal die Bio-Botschaft missioniert wurde, samt der langweiligen Grabmann (diesmal endlich mal gestylt...) wo das „unreflektierte Hohe Lied des Biolandbaues“ anpries.

Mäßiges Ende – ein Herzblut Jungbauer der sich einen Traktor gewünscht und bekommen hat, und mit der Sense mäht. Ja, gut Nacht österreichische Landwirtschaft - habe ich mir da gedacht…



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textad4091 antwortet um 08-09-2017 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernleben - Bauernsterben
Dass seitens Bio Austria die Marke Bio so präsentiert wird, war ja hoffentlich jeden klar ... wär blöd, wenn ma nicht dafür einsteht, was ma vertritt xD Aber ja, selbst mir ist dies extrem aufgefallen, und ich musste wieder an Diskussionen mit Biolix denken- Dass ma auf "Druck" Biobetriebe erzeugen müsse ("die 30% Marke knacken")

Neben den Betrieben, die hergezeigt wurden (was für mich für eine solche Dokumentation eher der Standartfall war), fand ich die Statements und Erläuterungen der diversen Agrarsoziologen, Historiker, etc. ... sehr interessant. Man kann dazu stehen, wie man will, aber Recht haben sie soweit. Allemvoran was den "Leidensdruck" betrifft- so hab ich das zumindest interpretiert.

Und den paar Sätzen des Herren von der Salzburg Milch muss ich auch zustimmen.

@ mfj: Naja, beim Bauernbuam mitm Deutz dachte ich auch dran. Aber wer weis, welcher Teil des Betriebs hergezeigt wurde ... Ich könnte auch den Traktor am unteren Teil der Leitn stehen lassen, wo ma maschinell wenig bis nix mehr machen könnte ... nur sind das vielleicht zwei Prozent der Gesamtfläche.

Aber jene Botschaft kam mehr oder minder gut raus: Keiner weis zu 100%, wo die Reise hingeht.
Auch, wenn mir hier viele widersprechen werden, aber gerade im Urbanen Raum beschäftigen sich die Leute (=Konsument) sehr gut über die Herkunft der Lebensmittel und achten auf Regionalität und saisonale Produkte. Und es gibt Betriebe, die dies erkannt und genützt haben.


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grasi1 antwortet um 08-09-2017 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo textad4091, bist du vielleicht zu jung, aber es gab auch vor 1995 Zuschüsse bzw. förderungen!

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mittermuehl antwortet um 08-09-2017 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Kernsatz: "Es gibt sie nicht: DIE österreichische Landwirtschaft"

Mein Fazit (auch aus dem Film):
1.) Sehr nett zur Ehefrau sein
2.) Breiter Aufstellen,
3.) Direkt vermarkten,
4.) weniger Spezalisierung,
5.) "Spinner" können mehr Erfolg haben.
6.) Bauern müssen egal ob Bio, Schweine, Mohn, Wein usw. einfach zusammenhalten und den internen Neid überwinden

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textad4091 antwortet um 08-09-2017 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ grasi1: Du meinst wohl den Beitrag von Riiitsch, oder? Sonst weis ich nicht, worauf du dich bei den Zuschüssen bei meinem Beitrag beziehst ....

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fgh antwortet um 08-09-2017 09:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zu 3. ... und genau das ist eben nur für einen Teil sagen wir 20-30% der Bauern möglich und nicht die Lösung für alle..

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mittermuehl antwortet um 08-09-2017 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fgh Zu 3.. da kommt "Es gibt sie nicht: DIE österreichische Landwirtschaft" zum tragen.

Es gibt keine Lösung für alle. Die Lösung für alle war ja bisher "Spezialisieren und Wachsen". Und das hat sich ja als Falsch heraus gestellt. Würde ja bedeutetn das am Ende nur einer pro Fach übrig bleibt.

Ich muß direkt vermarkten weil ich so klein bin das ich mit der normalen Spanne zuwenig Umsatz machen würde. So bekomme ich halt für meinen Hafer 0,75€/kg und für meine Kürbise 1,5-2 €/kg.... Bei meinen Mengen geht das. Wenn ich meine ganze Ernte einfach beim Lagerhaus abkippen würde, wäre alles nur ein Hobby, wegen meinen kleinen Mengen. Dafür muß ich halt auch mal Ware ausliefern.



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fgh antwortet um 08-09-2017 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mittermuehl:
Ich bin spezialisiert und gewachsen und doch flexibel ;-)

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mittermuehl antwortet um 08-09-2017 10:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ fgh "Es gibt sie nicht: DIE österreichische Landwirtschaft" ;)

Und ich hab ja 6 punkte aufgeschrieben die ich als Nachricht diese Filmes verstanden haben.

Hast mit mit allen ein problem?
Wie geht es deiner Frau? Wie gehst du mit Bauern um die ganz anderes sind als du?


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MC122 antwortet um 08-09-2017 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

@all die über den Jungen mit der Sense diskutieren. Ca. 75% der Flächen im Lesachtal entsprechen genau dem Gezeigten.

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Vollmilch antwortet um 08-09-2017 18:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!

Die Preisstützungen, Exportförderungen vor 1995 waren wesentlich mehr als Zugaben! Man braucht nur überlegen, um wieviel die Preise nach der damaligen Agrarreform gefallen sind.

LG Vollmilch

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einfacherbauer antwortet um 08-09-2017 20:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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war ein guter film u beitrag aber mir auch zu sehr bio-lastig. wie bereits gesagt eignet sich nicht jeder zu direktvermarktung.
das gezeigte ist teilweise auch so wie es mein vater vor 20 oder 30 jahren noch gemacht hat "weil mas immer so gemacht haben". auch der teilweise vergleich vom bauern mit der sense ausm lesachtal mitn erdäpfel bauern aus NÖ wo des büro so groß ist wie beim lesachtaler sein haus.

generell müsst ihr - meine lieben kollegen - auch bedenken dass das gezeigte nicht für bauern gemacht wurde sondern den heutigen bauernstand wiedergeben soll wie es sich ein stadtbewohner vorstellt und ein wenig einblick darüber bekommt-

am gleichen tag waren witzigerweise noch mehr sendungen. im Deutschen programm standardmässig von milchviehbauern die nur jammern und zuzahlen und trotzdem mehr produzieren weil man es - ja nur so schaffen kann. und später noch etwas über green care. hier versucht man pflegebedürftigte leute aufs land abzuschieben weil die bauern viel platz haben und nicht viel verlangen.

tauschen möcht ich mit den lesachtalern nicht. meinen größten respekt. wie auch im interview bereits gesagt: es hat nichts mit glauben zu tun sondern nur mit brauchtum

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Obersteyrer antwortet um 08-09-2017 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Efal Hallo War ein guter Film ,ein paar Ausschnitte haben mich sehr zum Nachdenken gebracht. Vorallem bei dem Betrieb mit drei Robotern,und der vierte ist die Gattin gewesen . Ich frage mich wo ist die Grenze ,den mit über dreihundert Kühen noch sagen zu müssen es geht sich fast nicht aus .Ja wo oder wie viele braucht man den? Erschreckend!! Bei den anderen Höfen sah ich mich schon eher wieder den diesen gehts nicht anders als den meisten ,irgend wie beruhigend zu wissen das man scheinbar doch nicht so schlecht unterwegs ist. Gruss Obersteirer

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