Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch

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FeSt 22-10-2015 08:35 - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Achtlosigkeit pur bei der Raumplanung, Flächenwidmung, Nutzung und Bebauung für ein paar Silberlinge mehr.

Das immer mehr Menschen immer mehr Fläche brauchen ist klar, doch das jetzige Vorgehen ist eine unnütze Verschwendung, wie der Link zeigt!

M.
 

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Ziegenbua antwortet um 22-10-2015 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Die Geburtenrate der Österreicher geht immer mehr zurück, wie kommst du drauf dass die Menschen somit in Zukunft mehr Fläche brauchen werden?

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FeSt antwortet um 22-10-2015 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Link anschauen, dann weiß man warum. 3200m²/Person Verbrauch - 1600m²/Person verfügbar, ohne Land für Lebensmittel theoretisch zu importieren müssen.
1,9m² Verkaufsfläche/Person in Österreich, Rekord, wer braucht so viel?

Der Verbrauch setzt sich aus Lebensraum und Produktionsfläche für Essen zusammen.
Wie der Vergleich im Film am Anfang zeigt zu einer ausgewucherten Eierspeis.

Weiters zur angesprochenen Geburtenrate - so schnell können wir gar nicht Nachwuchs bekommen, wie die Bevölkerung jetzt tagtäglich wachst.

19,1ha/pro Tag

M.

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Shalalachi antwortet um 22-10-2015 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Jeder Ort möchte eine Umfahrung. Dann siedeln sich dort wieder Discounter an. (Bei Takko Kik Deichmann etc. braucht man nicht von "Fach"markt reden)
Im Zentrum haben alle Schleckerfilialen zugesperrt dann kommt am Ortsrand ein DM und im Zentrum stehen die Gebäude nach wie vor leer.

Hier sind die Ortskaiser und der Umweltschutz gefragt. Bei Bauernhofanbauten wird um jeden Meter diskutiert, und dort ists wieder wurscht.
Das Argument Arbeitsplätze bei einem "Fachmarktzentrum" lasse ich nicht mehr gelten, weil die geschäfte in den Orten immer darunter leiden und Leute entlassen bzw. schließen.


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Neudecker antwortet um 22-10-2015 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Hallo FeSt
Es stimmt, in Österreich und in allen Industrieländern wird viel zu viel verbaut. Aber zeig mir einen Bürgermeister, oder einen Gemeinderat, der leichtsinnig ein Umwidmungsbegehren ablehnt? Trotzdem sind Beide in den Augen des Antragstellers böse und uneinsichtige Geschöpfe. Falls du schon einmal bei Abstimmungen dabei warst und Nein gesagt hast, dann wirst du nach zwanzig Jahren noch Teile vom Wolgalied zu hören bekommen.
Darum ist es manchmal sehr schwierig, Pläne von Verkaufswilligen zu durchkreuzen. In diesen Punkten prallen natürlich gewaltige Interessunterschiede aufeinander. Alles hat nämlich zwei Seiten. Es ist immer eine Frage von welcher perspektive aus die Angelegenheit gesehen wird. Liebe Grüße vom Neudecker

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MSC antwortet um 22-10-2015 10:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
Hallo.

Grundsätzlich haben wir Landwirte als Grundbesitzer es selber in der Hand ob wir Grund verkaufen oder nicht. In vielen Geminden wo dieser leichtsinnige Grundverbrauch stattfindet stimmen auch sehr viele Landwirte mit, welche als Gemindepolitiker agieren.
Und sich jeder Ortskaiser während seiner Amtszeit ein Denkaml bauen muss und somit die Geminde Finanziell überbelastet und dadurch wieder durch Betriebsansidlungen die Finanzlöcher zu stopfen. Wenn man über die Grenze nach Bayern schaut dort wird bei weiten nicht so zersiedelt wie bei uns weil die Raumplanung nicht in den Händen der Geminden (Grundbesitzer ) ist.

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textad4091 antwortet um 22-10-2015 11:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kein schöner Land? Die Zerstörung Österreichs durch Zersiedelung & Flächenverbrauch
EINEN Schuldigen wird man in der Frage wohl nie finden, meiner Meinung versagt eine ganze Kette- Angefangen vom Grundverkäufer, der danach über die Verbauung sudert, über die Ortshäuptlinge, den Zuständigen bei Land und Bund, und was man nicht vergessen darf, gefühlt will jeder ein Haus im Grünen, aber gleichzeitig seine seelige Ruhe haben und dazu noch eine möglichst schöne Natur genießen. Zudem ist es ein schlechter Scherz, dass wegen weiß-Gott-welcher netter Machenschaften Hausbau+Baugrund am Stadtrand nur unvehältnismäßig teurer ist, als eine entsprechende Eigentumswohnung IN der Stadt ... jaja, Angebot und Nachfrage, hahahaha ... wer's glaubt ...
Sinkende Geburtenrate ja, der Flächenverbrauch pro Person steigt trotzdem an ... Schließlich hat jeder den Drang, sein Eigenheim zu schaffen, sobald ma vom Elternhaus ausgezogen ist. Und was geschieht mit dem Elternhaus, wenn die Kinderlein weg sind und die Eltern gach betreut oder gar ins Heim müssen?? Und daneben baut sich eine Jungfamilie (gerechtfertigter Weise) ein neues Haus hin ...

Um den Bodenverbrauch durch Verbauung zu stoppen, müsste man doch massiv in das Eigentumsrecht eingreifen, und es der Bevölkerung dementsprechend gut verkaufen, es "nur gut" damit zu meinen

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Ziegenbua antwortet um 22-10-2015 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Was spricht gegen ein Häuschen im Grünen, wenn um den Grund drumherum geschaut wird? Warum darf ein Landwirt inmitten eines 100ha Scheibengrundes ein haus hinpflastern, alle anderen sollen aber schön am Stadtrand noch ein kleines Eckerl vom Nachbarn abknabbern?

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textad4091 antwortet um 22-10-2015 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Haus im Grünen bringt gesamtheitliche Probleme mit sich- Raumplanung, Verkehrsplanung, und Kosten, Kosten, Kosten ....

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Neudecker antwortet um 25-10-2015 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Ziegenbua
Deine Meinung wegen der Errichtung neuer Bauernhöfe mitten im Grund, kann ich leider nicht nachvollziehen. Der textad 4091, hat bereits am 22.10 um 13:09 ein sehr vernünftiges Argument ins Forum gestellt. Daher könnte ich mich mit seiner Meinung ganz gut anfreunden. Für alle Nichtbauern ist es doch das Schönste, wenn ein Gehöft möglichst weit von Wohnhäusern entfernt ist. Es riecht nicht nach Landwirtschaft, es gibt kaum Lärm von Lw. Maschinen und es bräuchte eigentlich kein Zaun ums eigene Grundstück gemacht werden, weil in den meisten Fällen kein direkter Kontakt zum bäuerlichen Nachbarn besteht. Dies erspart natürlich manche Angst vor gesundheitsschädigenden Einwirkungen. Darum verstehe ich eigentlich nicht, warum Aussiedlerhöfe mit Verpflasterung in Verbindung gebracht werden, denn erfahrungsgemäß sind bäuerliche Liegenschaften in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten nicht sehr erwünscht. Es genügt ja, wenn es genügend billige Lebensmittel zu kaufen gibt. Liebe Grüße vom Neudecker

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