Proteste in Frankreich

Antworten: 39
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Quacksi 23-07-2015 22:19 - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Hm, so geht es gerade rund um Lyon zu
http://derstandard.at/2000019632669/Bauernproteste-in-Frankreich-weiten-sich-aus

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aufschwung antwortet um 24-07-2015 07:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Die französischen Bauern waren immer schon
etwas engagierter, oder soll ich sagen " radikaler".
Uns Österreichern geht es offenbar noch immer
zu gut, oder wie sonst soll ich mir diese Ruhe
erklären, oder lassen wir uns gerne auf den
Kopf sch...........!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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maegger antwortet um 24-07-2015 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
oder sind Sie einfach Dümmer ? machen sie sich so Freunde unter den restlichen Bürgern ? was wollen sie damit bezwecken das der Weltmarktpreis steigt das eine Mindestkaufmenge für Milch für Private Haushalte eingeführt wird ?

Vielleicht ist es an der Zeit das auch Bauern mal zu denken beginnen und !! IHRE !! Aufgaben erledigen um am Markt bestehen zu können..

Milchmengen bündeln, um mit Molkereien ordentlich verhandeln zu können

Fairer Wettbewerb, Importverbot für Produkte welche unter den für unser Land geltenden Standards oder Gesetze produzieren werden.
Nicht nur für Lebensmittel auch für Kleidung, Schuhe, Spielzeug....

Milchpreisabsicherung wie es Ackerbaubetriebe schon ewig machen und gegebenenfalls die Menge anpassen.

Kostensenken

wenn man über längere Zeit nicht Kostendeckend produzieren kann und damit nicht zufrieden ist einen Schlussstrich ziehen wie es jeder normalsterbliche Unternehmer macht.

Denn eins sollte jedem klar sein egal wie hoch oder niedrig der Preis ist, im Durchschnitt können nur die besten 25% einen ausreichenden Gewinn generieren.






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eklips antwortet um 24-07-2015 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
"Öffentlicher Druck ebnet Weg zu EU-Milchsonderrat" steht im heutigen Newsletter von AIZ.
Österreichische Bauern können nach meiner Wahrnehmung nicht für den öffentlichen Druck verantwortlich sein, oder hab ich was übersehen?

Milchbauern sollten sich überlegen, ob hartnäckiges, ausdauerndes und öffentliches Schweigen, Zurückhaltung und Duckmäuserei der Weisheit letzter Schluß ist, oder ob ein bis zweimal pro Jahr Maulaufmachen vielleicht auch riskiert werden könnte?


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maegger antwortet um 25-07-2015 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Kannst du mir bitte erklären an was die Regierung genau schuld ist oder was diese machen soll ?



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aufschwung antwortet um 25-07-2015 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
An Maegger!
Wer bis heute nicht kapiert hat, dass unsere Politiker
eigentlich Marionetten der Banken und Großkonzerne
sind und wir kleines Volk nur zum Kreuzchen machen
und zum Steuer zahlen benötigt werden, der ist
entweder naiv oder dumm!!
Da wird gejammert, dass die Wirtschaft nicht in
Schwung kommt, und auf der anderen Seite bleibt
uns immer weniger, Geld um etwas zu kaufen.
Ohne Konsum gibt es kein Wirtschaftswachstum,
aber es kommt mir so vor, als ob die Politiker
das bewusst machen.


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sturmi antwortet um 25-07-2015 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
" im Durchschnitt können nur die besten 25% einen ausreichenden Gewinn generieren..."
@maegger
25% machen ausreichend Gewinn, so wie Du, gell! ;-)) Wenn dann die besten 25% wieder im Wettbewerb sind bleiben wieder die 25% besten über usw.!
Dieses Schneeballsystem wirst du nur solange befürworten bis auch du aus diesem Hammsterradl rausfliegst! ;-)
Bei und Schweinebauern findet auch ein "brutaler" Verdrängungswettbewerb statt, so der Dr. Schlederer! Bleiben dann die besten 25% übrig oder die mit keinen Schulden?! ;-))
MfG Sturmi




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anderson antwortet um 25-07-2015 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Hallo,
maegger hätte Recht, wenn es sich um einen freien Markt handeln würde. Kein Agrarerzeugnis in der EU findet einen freien Markt. Von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung wird streng reguliert. Wer reguliert? Die Regierung mit Gesetzen und Verordnungen. Wenn uns da immer eingeredet wird, dass wir uns mit unserer Produktion dem Markt unterwerfen müssen, dann ist das blanker Hohn. Wir bekommen das zugestanden, was gebraucht wird um eine flächendeckende Landwirtschaft zu erhalten. Zudem wird künstlich ein Überfluss an Grundnahrungsmitteln für die Bevölkerung auf unsere Kosten generiert. Wenn das droht in die falsche Richtung zu laufen und der "Unternehmer" Landwirt eine neue Einnahme findet, bekommt er von der Politik eins drauf (siehe Biogas).
mfg
anderson

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Haa-Pee antwortet um 25-07-2015 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
bravo anderson!

prima finde ich deinen eintrag der zeugt von wissen und hirn!

du hast im gegensatz zur mehrheit das "system landwirtschaft" durchschaut und die fakten aufgezählt.....


wer hier ständig vom freien markt, weltmarkt und freies unternehmertum samt kostenführerschaft in der landwirtschaft labbert kennt sich schlicht und einfach nicht aus!

landwirtschaft ist eine bis ins letzte detail geregelter wirtschaftszweig in dem gschaut wird dass immer genug "hamster" am laufen sind um möglichst günstig die kulturlandschaft erhalten und die lebensmittelrohstoffe unter gestehungskosten herstellen!

die einzigen die wirklich frei entscheiden dürfen sind zb die rothschilds die gerade mit griechenland als haupteigentümer der griechischen nationalbank einen prima schnitt auf kosten der EU steuerzahler machen aber soetwas steht natürlich in keinen der gesteuerten medienlandschaft zum nachlesen!


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maegger antwortet um 25-07-2015 11:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Nennt man dies dann Bauernschläue was Ihr zwei Helden von euch gebt ?

Der eine Antwortet total generalisiert und der zweite wird persönlich obwohl ich nie etwas von meiner Ausgangslage geschrieben habe.

@ Sturmi, du scheinst nicht zu verstehen das Schulden und Wirtschaftlichkeit nicht in direktem Zusammenhang stehen.. besser gesagt das eine schließt das andere weder aus noch ein !!

Du musst dir einmal zu dem was du schreibst wirklich Gedanken machen. Wir haben stagnierende Produktpreise und im Schnitt erhöhen sich die kosten um 3% jährlich dazu kommt das ich meinen Gewinn um 3% pro Jahr steigern muss um nach Abzug der Inflation das gleiche EInkommen zu erhalten.
Dies funktioniert nur wenn ich die Wirtschaftlichkeit in meinem Betrieb erhöhen kann, da es nicht möglich ist die Wirtschaftlich pro Einheit ins unendliche zu steigern, wirkt sich auch die Erhöhung der produzierten Mengen aufgrund der Fixkostendegression positiv aus.

Und ja, ich habe kein Problem damit mein Unternehmen zu schließen falls ich für mich kein befriedigendes Ergebnis erreichen kann.

Ich werde nicht auf die Straße gehen und Gesetze fordern welche max. ins absurdum führen.

Was würde passieren wenn wir einen hohen Milchpreis garantiert bekommen würden ?
Kann ich dir sagen, die Pachtpreise würden Anteilig mitsteigen und der Landwirt hat gleich viel wie vorher. Also wär dies wiedereinmal eine reine Grundbesitzer Förderung und würde uns wieder sämtliche Wege am freien Markt versperren.

Falls jetzt irgendwer mit dem Argument kommt das man selber Schuld ist wenn man viele Pachtflächen hat, muss ich euch leider mitteilen das es Wirtschaftlich gesehen egal ist ob ich Eigen oder Pachtflächen haben denn ich könnte diese genau so gut verpachten wodurch die Wirtschaftlichkeit durch ein hohes Pachtniveau in der Gegend auch bei kompletter Eigengrund bewirtschaftung keinesfalls zunimmt.

Aber man tut sich wesentlich leichter vom vererbten Besitzt zu leben und kann dadurch die fehlende Kompetenz als Unternehmer evt. ausgleichen.

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maegger antwortet um 25-07-2015 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Nennt man dies dann Bauernschläue was Ihr zwei Helden von euch gebt ?

Der eine Antwortet total generalisiert und der zweite wird persönlich obwohl ich nie etwas von meiner Ausgangslage geschrieben habe.

@ Sturmi, du scheinst nicht zu verstehen das Schulden und Wirtschaftlichkeit nicht in direktem Zusammenhang stehen.. besser gesagt das eine schließt das andere weder aus noch ein !!

Du musst dir einmal zu dem was du schreibst wirklich Gedanken machen. Wir haben stagnierende Produktpreise und im Schnitt erhöhen sich die kosten um 3% jährlich dazu kommt das ich meinen Gewinn um 3% pro Jahr steigern muss um nach Abzug der Inflation das gleiche EInkommen zu erhalten.
Dies funktioniert nur wenn ich die Wirtschaftlichkeit in meinem Betrieb erhöhen kann, da es nicht möglich ist die Wirtschaftlich pro Einheit ins unendliche zu steigern, wirkt sich auch die Erhöhung der produzierten Mengen aufgrund der Fixkostendegression positiv aus.

Und ja, ich habe kein Problem damit mein Unternehmen zu schließen falls ich für mich kein befriedigendes Ergebnis erreichen kann.

Ich werde nicht auf die Straße gehen und Gesetze fordern welche max. ins absurdum führen.

Was würde passieren wenn wir einen hohen Milchpreis garantiert bekommen würden ?
Kann ich dir sagen, die Pachtpreise würden Anteilig mitsteigen und der Landwirt hat gleich viel wie vorher. Also wär dies wiedereinmal eine reine Grundbesitzer Förderung und würde uns wieder sämtliche Wege am freien Markt versperren.

Falls jetzt irgendwer mit dem Argument kommt das man selber Schuld ist wenn man viele Pachtflächen hat, muss ich euch leider mitteilen das es Wirtschaftlich gesehen egal ist ob ich Eigen oder Pachtflächen haben denn ich könnte diese genau so gut verpachten wodurch die Wirtschaftlichkeit durch ein hohes Pachtniveau in der Gegend auch bei kompletter Eigengrund bewirtschaftung keinesfalls zunimmt.

Aber man tut sich wesentlich leichter vom vererbten Besitzt zu leben und kann dadurch die fehlende Kompetenz als Unternehmer evt. ausgleichen.

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maegger antwortet um 25-07-2015 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Bitte um Lösungsvorschläge anderson und haapee !!!

Einzige Lösung für das von euch aufgezeigte Problem -> Milchquote nach Canadischem System mit Fixpreis

Gewinner:
Die Quoten Verkäufer !
Betriebe bei denen eine Kostendegression durch Wachstum ausbleibt !

Verlierer:
Der Aktive Milchproduzent

An die Realitätsverweigerer höhere Preise ziehen automatisch höhere Kosten nach sich ( bitte keine Argumente mit kurzfristigen Schwankungen) durch Wettbewerb. Darum ist es auch so wichtig das man zu den oberen 25% zählt.

Achja die einzige Möglichkeit eure Vorstellungen umzusetzen ist der Kommunismus......

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kbg antwortet um 25-07-2015 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
http://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2015/politik-und-maerkte-versagen/

so ist es und sicher nicht wie uns die TTIPartei der schwarzen mafia weiß machen will....

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maegger antwortet um 25-07-2015 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Der Text hat einen interessanten Ansatz:

Wer erst kürzlich investiert habe, sagt Schaber, könne jetzt nicht raus. «Da versagt der Markt, und das wird eindeutig geleugnet. Es wird geleugnet, dass die klassische Marktanpassung nicht so passiert, wie es in der Theorie beschrieben wird.» Gemäss dieser Marktlehre müssten nämlich die Betriebe aussteigen, die keine Zukunft – keine Betriebsnachfolge – haben. Doch weil gerade diese Bauern ihre Investitionen abbezahlt und kaum wirkliche Alternative haben, produzieren sie weiter. Günstiger als ihre jungen Kollegen, die unter der Schuldenlast der neuen Investitionen fast zusammenbrechen. In zehn Jahren wären es diese jungen Kollegen, die Milch produzieren müssten – weil ihre älteren Berufskollegen dann nicht mehr produzieren werden.

Warum hören Betriebe ohne Zukunft nicht auf -> ? Warum fehlen uns die Alternativen ? Wie kann es sein das man in veralteten Anlagen günstiger produzieren kann oder haben diese Betriebe durch den höheren Eigenflächenanteil, den nicht gerechneten Stundenlohn oder durch ausgesetzte Investitionen geringere Kosten ?

Bei uns findet leider keine Kosteneinsparung durch die alten Ställe statt jedoch kann ich täglich meinen Betrieb schließen, was irgendwann auch einfach die logische Schlussfolgerung daraus ist.

Ist es klug mit dem Stallbau noch 10 Jahre zu warten denn dann wäre man den Jungen und den Alten als Konkurrent los und müsste günstige Produktionsbedingungen vorfinden ?

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anderson antwortet um 25-07-2015 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Hallo,
darin liegt ein logischer Fehler. Wenn bei einem Produkt die Produktion nicht mehr rentabel ist, steigt der Schwächste zuerst aus und er produziert (mit seinen Anlagen/ Resourcen) nichts mehr. In der Landwirtschaft, vor allem in der Milchproduktion (die sich oft in Gebieten mit Grünland befindet) werden jedoch die geschlossenen Betriebe von den expandierenden Betrieben zur Weiter- und Mehrproduktion des gleichen Produktes genutzt. Also die Information "Milchmarkt gesättigt, kaum Profit möglich" wird mit Expansion und Mehrproduktion umgesetzt.
mfg
anderson

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beglae antwortet um 25-07-2015 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Gegen wem demonstrieren die den ? Hast du gesehen was für Schlepper die Demonstrierenden Bauern Haben ? die neuesten und Größten Fendt , ja die Franzosen Bauern kaufen keine heimische Produkte wie Class oder MF, aber die Beförderung soll heimische Produkte kaufen. einen Größerer Heulerei wie hier sieht man selten!


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maegger antwortet um 25-07-2015 14:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Das stimmt soweit leider ist die Schlussfolgerung daraus nicht richtig.

Leider ist es mir zu mühsam die wirkliche Schlussfolgerung daraus zu erklären aber falls du die Möglichkeit hast dich über die Neuseeländischemilchproduktion und deren Verlauf zu informieren wirst du selber zu einer richtigeren Schlussfolgerung kommen.

Außerdem würde deine Schlussfolgerung bedeuten das die guten Betriebe die schlechten brauchen um den Preis hoch zuhalten, dass würde ja kaum einen Sinn ergeben. Jedoch verknappen die schlechten Betriebe die Recurrensen was zu erhöhten Produktionskosten führt wodurch das Produkt für den Endverbraucher teurer wird.

Wie ein Kollege mal so passend zu mir gesagt hat. Bei uns wäre die optimale Gegend für die Mutterkuhhaltung, könnte man ein paar hundert Hektar günstig pachten, so bleibt mir aber nichts anderes übrig als mit meinen 20 Kühen Milch zu produzieren.

Den eine logische Schlussfolgerung aus geringen Marktpreisen sind geringe Flächenpreise.
Günstige Flachen erhöhen die Wirtschaftlichkeit einer extensiven Bewirtschaftung, folglich weniger Milch pro Ha.

Was bei hohen Preisen passiert sieht man in Holland
hohe Flächenpreise -> intensive Bewirtschaftung -> bis zu 20 000kg Milch pro Hektar.

Was Ihr fordert ist lediglich eine Bereicherung, von Landbesitzern und hat nichts damit zu tun den Unternehmer welcher Milch produziert einen Vorteil zu verschaffen.

Ich weiß es ist relativ schwer zu trennen da gerade in der klein strukturierten österreichischen Landwirtschaft der Milchproduzent auch oft Großgrundbesitzer ist und durch eine Besitzförderung leichter an Geld kommt als wenn er sich als Unternehmer beweisen muss.



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maegger antwortet um 25-07-2015 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
an beglae -> sind alte Traktoren wirtschaftlicher als neue ? ist das Ziel der Hersteller nicht effektivere Produkte zu produzieren ? wäre es billiger noch mit dem Pferd zu arbeiten ?

würden die Franzosen mit alten Traktoren kommen, wären sie dann aufgrund ineffizienter Technik, Investitionsrückstand selber schuld an deren wirtschaftlichen Lage ?

Ein Traktor ist eine Produktionsmaschine, ich würde es kritischer sehen wenn die Bauern mit diversen Porsche vorfahren würden um zu protestieren.


Achja Anderson, ich hab dich um einen Lösungsvorschlag gebeten, kann durch aus sein das ich dann auch deiner Meinung bin.

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maegger antwortet um 25-07-2015 14:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
an beglae -> sind alte Traktoren wirtschaftlicher als neue ? ist das Ziel der Hersteller nicht effektivere Produkte zu produzieren ? wäre es billiger noch mit dem Pferd zu arbeiten ?

würden die Franzosen mit alten Traktoren kommen, wären sie dann aufgrund ineffizienter Technik, Investitionsrückstand selber schuld an deren wirtschaftlichen Lage ?

Ein Traktor ist eine Produktionsmaschine, ich würde es kritischer sehen wenn die Bauern mit diversen Porsche vorfahren würden um zu protestieren.


Achja Anderson, ich hab dich um einen Lösungsvorschlag gebeten, kann durch aus sein das ich dann auch deiner Meinung bin.

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kbg antwortet um 25-07-2015 16:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
http://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2015/politik-und-maerkte-versagen/

so ist es und sicher nicht wie uns die TTIPartei der schwarzen mafia weiß machen will....

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office@pauxner.at antwortet um 25-07-2015 19:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Mit der Verwaltung/Vertretung der Bauern sind in Österreich zwar wesentlich mehr Ämter/Organisationen (BMfLW,AMA,Kammer,BB,....) befaßt als anderswo, nur dass daraus
auch eine bessere Vertretung dieses Berufsstandes gegenüber dem Handel oder generell
auf dem Markt gegeben ist trifft leider nicht zu. Wie heißt's so schön: Außer Spesen nix
gewesen. Oder was passiert bei anderen Berufsgruppen wenn Du innerhalb nur eines
Jahres um über 30 % weniger Einkommen für gleiche Leistung bekommst - siehe aktuell
beim Milchpreis ??

Wünsch den Kollegen noch einen schönen Abend !

milkywoman

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beglae antwortet um 26-07-2015 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Oder was passiert bei anderen Berufsgruppen wenn Du innerhalb nur eines Jahres um über 30 % weniger Einkommen für gleiche Leistung bekommst - siehe aktuell beim Milchpreis ?



Schreibt milkywoman: hast du schon mal was von Angebot und Nachfrage gehöht oder ist das dir fremd

----------------------------------------------

Ein Bauer ist Selbstständig ( mache hier Denken das Bauern angestellte des States sind )
und bei Selbstständigen Heist die Devise" jeder ist sein eigener Glückes Schmid "

Kann Jammer nicht ab, die wollen doch nur auf anderer Kosten leben,

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baerbauer antwortet um 26-07-2015 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@begale
ist ja gut mit angebot und nachfrage. kannst ja bei einjährigen kulturen noch gut umsetzen. aber wie sieht es aus bei dauerkulturen und tierhaltung? wenn der leh jetzt eine andere apfelsorte forciert, dann kannst nicht rasch reagieren. da sind wir bauern schon auch getriebene. sonst kann ich dir zustimmen, nur auf vollgas produzieren und auf einen neue kultur oder zweig setzten und dann jammern weil es nächstes jahr oder in 3 jahren der preis runter geht weil alle es machen bringt einen nicht weiter.
als bauer ist man eben auch unternehmer mit unternehmerischen risiko.
lg

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rossz antwortet um 26-07-2015 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Und wenn sie dann genug vom Wirbel haben klopfen sie sich gegenseitig auf die Schultern und erklären sich wie toll sie doch sind und fahren wieder heim. Und gebracht hat es nichts.

L. Gr. v.
Rossz

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Vollmilch antwortet um 26-07-2015 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@milkywoman: ich denke du meinst Einnahmen und nicht Einkommen! Und bei deinem Vergleich muss man auch sagen, dass wir voriges Jahr einen verdammt hohen Milchpreis hatten.

Wie es ausschaut, müssen wir uns noch auf weitere Preisabsenkungen gefasst machen.

Lg Vollmilch

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office@pauxner.at antwortet um 26-07-2015 10:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Lieber Beglae,

ich weiss ja nicht in welcher Berufssparte Du tätig bist, aber von Viehwirtschaft hast jedenfalls
keine Ahnung !
Wie erwähnt, vor einem Jahr bekamen wir für 1 kg Milch um die 46 Cent, mittlerweil sind wir
bei ca. 32 Cent. Die Produktion der Nachfrage anpassen ist schon OK, mittlerweile verfüttere
ich schon einen Teil der Milch. Aber Du kannst nicht von einem Jahr auf das andere auf eine
andere Produktionschiene umstellen. Der Stall ist für Milchvieh gebaut - da kann ich keine
Stiermast, Mutterkühe, Schafe, Ziege oder was weiß ich reingeben. Ein Umbau kostet gleich
100 - 200 tsd € und dann hab ich keine Garantie, dass ich für das andere Produkt in 2-3 Jahren noch einen rentablen Preis lukreiren kann. Als Landwirt mußt Du langfristig denken und handeln, ständig in Veränderung zu investieren bringt Dich auch um !

Schönen Sonntag noch !



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rossz antwortet um 26-07-2015 10:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
In guten Jahren Vorräte anlegen, die man in schlechten Jahren zum dazubessern nehmen kann. So machen es die welche erfolgreich sind.

L. Gr. v.
Rossz

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Haa-Pee antwortet um 26-07-2015 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
beagle die mär dass die bauern selbstständig sind ist defakto ein wunschdenken!

ich lade dich herzlich im frühjahr und herbst zur abgabe der förderanträge an die staatlichen stellen ein von denen angeblich über 99% der österreichischen landwirte gebrauch machen.

da kann man sich dann ein bild von den selbstständigen landwirtschaftlichen unternehmern machen!

du wirst kaum unterschiede zwischen einem AMS termin und einem MFA abgabe termin der bauern feststellen im grunde das selbe der landwirt holt sich sein jahreseinkommen samt den dazugehörigen "geschäftsbedingungen" ab!

selbstständig nur was das persönliche gesundheits und finanzrisiko betrifft, ansonsten vollzeit staatsdiener!

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Lammperl antwortet um 26-07-2015 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@haapee:
Wer ist den dann noch selbstständig? Wenn du einen Gewerbebetrieb hättest wüßtest du auch das auch die Anträge, bei der Wirtschaftskammer stellen! Du kannst ja nicht den Bauern als Sozialfall hinstellen nur weil er Ausgleichszahlungen bekommt!
Ausgleichszahlungen gehören zum Einkommen, der Landwirt kalkuliert die Ausgleichszahlung mit in seine Einnahmen, um die Kosten, die höher sind, abzudecken!

Das es Betriebe gibt, die von der Förderung leben, mag schon sein, aber das wird nicht lange gut gehen. Einige ehemalige Stiermäster können darunter fallen aber das ist auch bald Geschichte.

Trotzdem sind Bauern selbstständig: wann stehen sie in der Früh auf?, Was produtzieren sie?,
Tierhalter?, keine Vieh?, Welche Maschinen kaufen sie?, Wer macht die Geldgeschäfte?, Wer regelt die Steuererkärung?, Wem verkaufen sie ihre Wahren? Welche Arbeiten werden Vergeben und an wem? Und als letztes - wann ist Feierabend?-
Diese Probleme hat weder ein Arbeitsloser noch ein Arbeiter oder Angestellter!

lg Lammperl



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tch antwortet um 26-07-2015 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Du hast natürlich Recht lammperl!
In den Firmen arbeiten nur Lemminge die keinerlei Entscheidungen treffen dürfen, es braucht sich auch kein Mensch Gedanken wegen irgendwas machen...
Nur der Bauer, der muss alles machen..

tch

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grasi1 antwortet um 26-07-2015 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Na endlich tch jetzt hast es begriffen, der Bauer muss alles machen!

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Muuh antwortet um 26-07-2015 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
In Frankreich haben die Bauern mit ihren Protestaktionen teilweise einen Erfolg erzielt. Der Richtpreis für den Liter Milch soll um 4 Cents auf 34 Cents steigen. Außerdem soll es jetzt ein Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister in Luxemburg geben.
Für Frankreichs Bauern sind das noch keine befriedigenden Zusicherungen, wollen eine längerfristige Lösung und setzen ihre Aktionen fort.
Die Bevölkerung hat Verständnis für deren Wut.
 

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tch antwortet um 26-07-2015 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Gö, Grasi, bist ah a weng ah dummerl.
Mit so dummen Aussagen wie vom Lammperl tut ihr euch keinen Gefallen.
Es gibt sehr viele Nebenerwerbslandwirte die in Firmen Entscheidungs bzw Verantwortungsträger sind.
Nur den Blindgängern unter den Landwirten ist das nicht bewusst,auch nicht bewusst das sie sich mit so dummen Sprüchen den Idiotenstempel selbst auf die Stirne drücken.

Dich Grasi, habe ich für etwas gscheider gehalten.

tch

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beglae antwortet um 27-07-2015 06:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
In Frankreich haben die Bauern mit ihren Protestaktionen teilweise einen Erfolg erzielt. Der Richtpreis für den Liter Milch soll um 4 Cents auf 34 Cents steigen.

????????????????????????????????
Die Bevölkerung hat Verständnis für deren Wut

??????????????????

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Wer zahlt die Diverenz zum Marktpreis ?

Auf wem haben die Wut ?

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Lammperl antwortet um 27-07-2015 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@ tch:
Deine blöden und abwertenden Komentare könntest du dir ersparen, das ist untere Schublade.
Nur weil du hier annonym bist kannst die Klappe aufreißen!

Ja natürlich sind Arbeiter und Angestellte keine Lemminge, aber die Verantwortung hat der Besitzer des Unternehmens!
Auch ich bin Landwirt und Unternehmer, und es macht einen großen Unterschied ob ich Boss bin oder als Angestellter um halb 8 zum Arbeiten anfangt, und am 4 Uhr Nachmittags wieder zu Hause ist.

LG Lammperl

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sturmi antwortet um 27-07-2015 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@tch u. lammperl
Es bringt doch nichts sich gegenseitiges Klischeedenken an den Kopf zu werfen!
MfG Sturmi

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rossz antwortet um 27-07-2015 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@Sturmi, bringt schon was, ein paar Einträge im Forum. Das sehr fad geworden ist.

L. Gr. v.
Rossz

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tch antwortet um 27-07-2015 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Angestellter um halb 8 zum Arbeiten anfangt, und am 4 Uhr Nachmittags wieder zu Hause ist.

Wieder so ein dümmlicher Kommentar, aner man weiss woher er kommt, aus der Feder eines Unternehmers....

Rossz, wie ist das bei Dir in der Firma mit den Arbeitszeiten und dem Verantwortung tragen?
Wer bleibt bei euch über wenn etwas schief geht? Euer Oberboss? ganz sicher nicht.... wenn die Köpfe rollen und eine Existenz den Bach runtergeht ist es nicht seine, oder irre ich da?


tch



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Lammperl antwortet um 27-07-2015 21:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
@tch? Wenn meine Angestellten oder Arbeiter den Traktor oder sonst eine große Maschine in den Graben legen zahlt es doch der Arbeiter? oder doch der Boss?, wer trägt dann die Verantwortung? bzw kann alles ausbaden?

der Besitzer des Unternehmer und nicht der Arbeitnehmer,

ja! das ist nicht einmal ein Kündigungsgrund!

Also brauchst nicht von irgendeiner Verantwortung sprechen!

Jeder Tag wo nichts passiert ist ein schöner aber selten, zahlen kanns ich, auch mir passieren Fehler. Jeder hat seine Fähigkeiten und Verantwortungbereiche aber am Schluß ist immer der Chef dran!
Ich hab kein Problem damit, wenn was schief läuft, und er dadurch lernt.

Aber Arbeitnehmer bleibt Arbeitnehmer und ist kein selbstständiger Unternehmer! (vielleicht als Hobby-Landwirt).

lg Lammperl

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tch antwortet um 27-07-2015 23:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Proteste in Frankreich
Wenn Dein Arbeiter fahrlässig handelt ist er fällig, das solltest Du als Chef wissen.

Soweit ich mitbekommen habe gibt es mehr als nur eine Firma weltweit, nicht nur Deine.
Und bei vielen davon ist das mit Verantwortung und Haftung klar geregelt...meist in der Form das der Hackler, auch dann wenn der Boss Dreck am Stecken hat, in die Scheisse greift.
Auch klar warum, am Ende vom Tag putzt sich der Chef immer ab...

Wie ich es sehe habe ich den wunden Punkt getroffen....

tch


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