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mawei 08-12-2014 20:05 - E-Mail an User
Pelletsheizung
Hallo zusammen!Mich würde mal interessieren wieviel kW Strom eine Pelletsheizung braucht.Manglberger Piccobello,15kW.Einfamilienhaus,4 Personen,ca.4 tonnen Pellets im Jahr.Danke im Vorraus

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rocco81 antwortet um 09-12-2014 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung

Eine gute Pelletsanlage sollte <0,5% von der Nennleistung brauchen.
Bei 15kW also weniger als 75W. Achtung das ist aber ohne Pelletsbeförderungssystem wie Raumaustragung oder Sauger und ohne Heizkreispumpen.
Alte Pumpen brauchen viel mehr Strom als die Heizung selbst.
Der meiste Strom bei den Heizungsanlagen wird durch unnötig viele Pumpen die unnötig lange und auf zu großer Stufe laufen verschwendet.
Z.B. Boiler braucht ewig lange bis er geladen ist, Pufferpumpe läuft ständig obwohl keine Wärmeabnahme...


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HPS antwortet um 09-12-2014 11:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
KWB gibt 181 Kilowattstunden an im Jahr, bei Annahme 1.320 Volllaststunden/Jahr, Winterbetrieb (7 Monate).

15kW x 1.320h / 6kWh/kg = 3.300kg

Sommerbetrieb wird vermutlich mehr Strom pro Betriebsstunde verbrauchen, da die Zündenergie auch nicht zu vernachlässigen ist.

Nimm für dein Beispiel 300kWh an, wirst vermutlich nicht so weit daneben liegen, im schlimmsten fall +-100kWh.

Bei einem Neubau mit FBH wirst mit einer Wärmepumpe günstiger liegen, zumindest war dies bei mir der Fall- Anschaffung war günstiger (dank eines befreundeten Heizungsinstallateurs besonders billig, und meine Betriebskosten liegen jetzt auch niedriger als mit der Pelletsvariante). Ich spare mir den Lagerraum, auch dieser kostet Geld und habe bei der Wärmepumpe sogar eine Kühlfunktion für die Fußbodenheizung dabei. (die Kühlung hat eine Leistung von 2,5-4kW bei einer Stromaufnahme von 140 Watt).

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sidney antwortet um 09-12-2014 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Servus mawei

Habe eine 25kw Pelletheizung - heize damit ca 280m² Wohnfläche(Fußbodenheizung) inkl. Warmwasser im Sommer.
Meine letzte Messung ergab:
Raumaustragung (5m Schnecke) + Ofen + sämtlicher Umlaufpumpen

ca. 1000 KW

lg


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rocco81 antwortet um 09-12-2014 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung

Welche Wärmepumpe? Luft, Flächen, Bohrung?

War zwar nicht die Frage aber in der Anschaffung billiger als eine Pelletsheizung ist nur die Luftwärmepumpe.
Lagerraum ist ein Argument, wobei es auch ganz gute Lösungen gibt.
Es muss nicht unbedingt ein (teurer) Raum im EG oder Keller sein, gibt auch Erdtank, Gewebetank im Nebengebäude z.B. Carport, sonst leerstehender Dachboden...

In Österreich gibt es dereit noch günstigen, geförderten Wärmepumpenstrom. Wie lange noch kann keiner sagen.
PS.: Wo kommt dieser "100% erneuerbare Strom" im Winter her wenn unsere Flüsse wenig Wasser führen und die Sonne nicht so viel scheint?
Antwort A: Alles aus Windkraft
Antwort B: Aus der Steckdose
Antwort C: Aus ausländischen Atomkraftwerken

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HPS antwortet um 09-12-2014 15:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Haus:
200m² Wohnfläche (EG u. OG gleich groß), vollunterkellert, HWB ca 42kWh/m²a. derzeit fünf Personen im Haushalt.

-Wärmepumpe Vailant geotherm 8?irgendetwas mit Kühlfunktion und separatem 300 Liter Boiler.
-Die Pumpe ist nun mehr als drei Jahre im Betrieb.
-Mit Flächenkollektor 600! Laufmeter (drei Kreise, wenn mir jemals ein Kreis kaputt wird sind die andern beiden noch immer mehr als ausreichend).
-Boden ist schwerer steinfreier Lehm, der Wirkungsgrad (eta 3Jahresschnitt liegt inkl Warmwasserbereitung bei über 4,8) und die Leistung sind entsprechend gut.
-Stromverbrauch Wärmepumpe inklussive Warmwasserbereitung 2.000-2.900 kWh/a (2.000 im letzten Jahr- der letzte Winter war aber nicht besonders aussagekräftig- 2.900kWh sind für einen strengen Winter geschätzt und wurden noch nicht erreicht, bin ja erst drei Jahre im Haus)
-In der Küche steht ein Tischherd mit dem ca 5rm Weichholz im Jahr verheizt werden.
-falls diese Wärmepumpe kaputt wird würde ich die nächstkleinere nehmen.

Der Flächenkollektor kam gleich teuer wie die Luftwärmepumpe. Bagger baggerte die ganze Fläche aus, drei Heizkreise zusammen mit dem Installateur verlegt, anschließend alles wieder zugeschüttet. in Summe warens 7,5 Baggerstunden und ein Riesenhaufen Erde (6-700m² gesamt aufgegraben 1,3m tief)- Der Außenkollektor inklussive Arbeit, Material und Bagger hat mir, glaub ich, knapp 2.000€ gekostet (meine elf Arbeitsstunden waren gratis).

-Ich brauche keinen Wärmepumpenstrom, der zweite Stromzähler zahlt sich dafür nicht wirklich aus. 2.000kWh Strom von Dezember bis Dezember! und ich hab keine Solaranlage.
-Wenn ich unbedingt erneuerbaren Strom brauche, dann kaufe ich mir eine PV Anlage aufs Dach (ist auch eine Lösung sollte sich der Strompreis erhöhen) derzeit zahle ich alle Grundgebühren inklussive 16 Cent pro kWh
-Wenns keinen Strom gibt kannst mit einer Pelletsheizung ebenso brausen gehen meine Wärmepumpe braucht rund 2kW, Zusatzheizung ist ohnehin ausgeschaltet. für Notfälle gibt's den Tischherd. Ansonsten mußt du dir ein entsprechendes Notstromaggregat, oder eine PV Anlage mit Bateriespeicher zulegen



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rocco81 antwortet um 09-12-2014 17:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung

1rm Fichte = 330kg = 1419kWh
Nach deinen Angaben verheizt du 5rm/Jahr = 7095kWh
Mit Wirkungsgrad meinst du die Arbeitszahl, die hast du warscheinlich am Display der WP abgelesen. Wenn der stimmen würde, dann produziert deine WP 2000 x 4,8 = 9600kWh
sind insgesamt 16695kWh die du verbrauchst.
200m² x 42kWh/m²a = 8400kWh
Dir fehlen also pro Jahr 8295kWh soviel wirst du sicher nicht für Warmwasser brauchen.
Wo sind die hingekommen?
Ich vermute der händisch beschickte und nicht geregelte Tischherd hat einen miserablen Wirkungsgrad und das meiste des guten Stückholzes geht den Kamin raus.
Vermutlich wird dich auch deine WP bei der angezeigten Arbeitszahl etwas anschwindeln.


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MBtrac antwortet um 09-12-2014 18:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung

Hallo!
Ich habe heuer auch eine Sole WP in Betrieb genommen und kann schon nach kurzer Zeit sagen die Vorteile dieser Anlagen sind heutzutage enorm! Keine Feuerstelle, keinen Rauchfang ink. Kehrer bei 16 KW- Heizleistung nur eine Stromaufnahme von 5.5 Kw/h!
Anschaffungskosten ca. wie eine Pelletsheizung aber dafür kein Staub kein Tankraum und keine hohen Temperaturen somit verschleißarmer.


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HPS antwortet um 09-12-2014 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Den Tischherd verwende ich zum Kochen, auch teilweise im Sommer, wenn ein bisserl mehr zum Kochen ist, oder ein Braten besonders knusprig gebraten werden soll. Zur Verwendung kommt das schlechteste Schwendholz, dass ich so auch nicht verkaufen könnte, außer als Hackschnitzel. Der Tischherd (Kachelherd) wird dazu verwendet die Wohnküche auf über 26°C aufzuheizen, wenn mal jemand aus der Familie ein besonderes Wärmebedürfnis hat. insofern relativieren sich die Zahlen, derartiges ist dann doch bei der Berechnung des Energieausweises nicht berücksichtigt.

Ganz stimmt die Wärmeberechnung des Energieausweises nicht, meine Speis hat fast Außenklima und an zwei Seiten nur einen Zwölferziegel.

Fünf Personen im Haushalt wirken sich auch bei der Warmwasserbereitung aus.

Der relativ gute Wirkungsgrad der Wärmepumpe ist dann doch darauf zurückzuführen, dass das Solewasser derzeit noch mit 10-11°C ins Haus kommt (11°C die erste viertel Stunde, 10°C nach einer Stunde Betriebszeit, dann folgt meist eine Pause, Vorlauftemperatur ca 7-8°C über Raumtemperatur im Stop and Go Betrieb).

Die Plausibilität hab ich durchaus überprüft, Fördermenge der Umwälzpumpen x Temperaturdifferenz macht durchaus Sinn. Der Kompressor selbst braucht bei Heizungsbetrieb 1,9kW und bei Warmwasserbetrieb 2,1kW zusätzlich noch die Umwälzpumpen und die Steuerung mitberücksichtigen, stimmt auch mit dem reellen Stromverbrauch überein. Rein von den Unsicherheiten her wäre sicher auch ein schlechterer Wirkungsgrad möglich, aber ich gehe in meiner Unwissenheit davon aus dass dieser einigermaßen stimmt.

Der Tischherd hat durch seinen Stop and Go Betrieb sicher keinen berauschenden Wirkungsgrad, verlange ich auch nicht von ihm. Würde aber nur ungern auf ihn verzichten.

Bei der Wärmepumpe hab ich die Zusatzheizung für den Legionellenschutz weggeschaltet, aus Sicherheitsgründen lasse ich dann doch zwei mal im Jahr den Puffer auf über 60°C aufheizen.

Derzeit habe ich im Heizungsbetrieb eine Stromaufnahme von 2,1kW gesamt und eine Heizleistung von knapp über 11kW am Anfang und am Ende des Heizzyklus von knapp über 10kW.

Man muss bei der Vergleichbarkeit des Heizenergiebedarfes auch bedenken, dass das Nutzungsverhalten der Menschen unterschiedlich ist. Der eine lebt bei 19°C Raumklima, der andere friert auch noch bei 23°C.

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mawei antwortet um 09-12-2014 20:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Vielen Dank für die vielen sachlichen Antworten.Vielleicht gibts ja doch noch Hoffnung für dieses Forum.:-)

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rocco81 antwortet um 09-12-2014 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung

Aha, jetzt verstehe ich was du meinst.
Geht voll in Ordnung dein Heizungskonzept, scheint als läuft deine WP wirklich sehr gut.
Auch deshalb wie du selbst schon bemerkt hast weil sie sehr großzügig ausgelegt ist.
Bei deinem Verbrauch brauchst du dir auch nicht gleich Sorgen bei steigendem Strompreis machen.
Hauptsache keine Ölheizung (mit welcher du übrigens ca. 1700L Heizöl/Jahr brauchen würdest)

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HPS antwortet um 10-12-2014 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Die Effizienz der Wärmepumpe würde noch gesteigert werden, wenn ich die kleinere Wärmepumpe mit 6,irgendwas KW Heizleistung verwenden würde (in Wirklichkeit hätte sie ohnehin eine Leistung die doch bei mindestens 8kW liegen würde aufgrund des großzügigen Flächenkollektors im feuchten Lehm). Da hätte das Solewasser länger Zeit sich im Außenkollektor zu erwärmen. Die Wärmepumpe ist für meine Zwecke überdimensioniert, die längste Einschaltdauer war bisher knapp über 12 Stunden, also theoretisch könnte sie halb so Leistungsstark sein. Aber vielleicht kommen noch einmal zwei Wochen -30°C und Nebelwetter, dann bin ich froh, dass die Pumpe so viel leistet.

Kosten Nutzen vom Tischherd ist grenzwertig, wenn ich den Kamin stilllegen würde, würde ich mir zwei mal den Rauchfangkehrer ersparen. Mit ein paar Euro muss man das Holz auch bewerten. Nur fürs Heizen zahlt sich der Herd nicht aus, beim Kochen ist die Sache schon etwas anderes, vor allem wenn die Abwärme im Winter oder den Übergangszeiten genutzt wird. Es ist halt der stromlose Backup in meinem Heizsystem. Als Kachelherd war er auch nicht besonders günstig in der Anschaffung.

zum Stromverbrauch inkl Warmwasserbereitung: 2.000kWh/a x 0,16€/kWh = 320€/a ist grundsätzlich nicht unsexy.

Hab gerade in den Rechnungen nachgesehen, die Heizung: Wärmepumpe mit 300L Warmwasserspeicher und Außenkollektor haben mir mit Installation, Bagger, Verrohrung und Material 12.600€ gekostet inkl. Mehrwertsteuer. War natürlich ein besonders freundschaftlicher Preis.

Aber wie viel hat euer Heizsystem gekostet Pellets/Hackschnitzel/Holzvergaser/Öl?

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KaGs antwortet um 17-01-2015 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
@HPS
Hat eine Kühlfunktion bei einer FBH einen Sinn? Fühlt sich ein kühler Fußboden nicht unangenehm an? Wäre eine Kühlfunktion bei einer Wandheizung nicht angenehmer?

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KaGs antwortet um 07-02-2015 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pelletsheizung
Erdwärme
Wie tief habt ihr eure Sole-Leitungen gelegt?

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