Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme

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Mutterkuh1975 20-03-2014 19:13 - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Hatte bei meinen Kalbinen 4 Schwergeburten . Sind aus leichtkalbiger Linie und wurden mit Silage und Heu gefüttert. Jetzt hat mir jemand gesagt sie in den letzten 8 Wochen mit Futterstroh zu füttern und nicht mit groben Heu . Die Silage soll ich komplett weglassen . Hat von euch jemand Erfahrung damit?
Danke



helmar antwortet um 20-03-2014 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Und wie schaut es mit dem verwendeten Zuchtstier aus? Vielleicht wäre es zu überlegen ob man nicht bei der ersten Belegung mit einem Stier von leichtkalbigen Rassen belegt. Denn in den meisten Fällen wachsen die Kalbinnen bis zum 5. Lebensjahr.
Mfg, Helga


pensi antwortet um 20-03-2014 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Die Empfehlung kann ich nur bestätigen. Geburtsgewichte der Kälber beachten. Über 62-64 kg gab es auch Schwergeburten. Ruhe bewahren Nerven nicht wegschmeißen, da hatte schon mal eine Kuh mittags Fruchtwassersprung, das Kalb kam nach 22uhr geboren. Hilfeleistungen wurden zunehmens zur Nervenprobe-die Mutterkuh suchte das Weite. ,Als wir aufgaben,berruhigte sie sich und gebar ein gesundes Kalb. Diese Rasse ist ein instinktiv naturbelassener Wildfang. So manche Erfahrung von Milchrassen sollte man nicht als Standard betrachten. Viel Züchterglück! Mit kollegialen Gruß Pensi


little antwortet um 20-03-2014 23:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Das mit Futterstroh ist ein guter Tipp. Aber wenn du schreibst aus leichkalbigen Linien, besteht oft die Gefahr dass die Töchter aus solchen Linien dann oft Probleme haben bei der Geburt. Haben in den letzten Jahren begonnen die Charolaiskalbinnen mit Aberdeen Angus zu belegen. Waren damit immer sehr zufrieden. Für die Nachzucht haben wir dann erst Töchter von Kühen verwendet, die mit Bullen mit Abkalbewerten bis 90 % gingen.

little



179781 antwortet um 21-03-2014 06:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Der erste Satz erklärt schon die Ursache: ..sind aus leichtkalbiger Linie...
Wahrscheinlich ist es gar keine wirklich leichkalbige Linie, sondern es sind Tiere, die auf leichte Kälber selektiert sind. Da kommen dann mit großer Wahrscheinlichkeit schmale Tiere, mit ebenfalls schmalen Becken hervor. Und schon hat man statt der vermeintlichen \"Leichtkalbigkeit\" schwerkalbige Linien gezüchet.
Also besser in der Zucht auf Linien mit normalem Geburtsverlauf achten und die Nachzucht auch danach selektieren. D. h. Kalbinnen mit schmalen Becken am besten gleich ausselektieren und die anderen mit Stieren belegen, die für Kalbinnen geeignet sind. Da kannst du auch Angus, Aubrac oder so nehmen, weil die reinrassigen Kalbinnenstiere aus oben genannten Gründen oft auch nicht zur Weiterzucht taugen.
Wenn du Reinzucht betreiben willst, dann solltest du dich unbedingt mit erfahrenen Züchtern über solche Dinge besprechen. Die Kenntnis der Linien und das beurteilen der Tiere hilft hier mehr, als das studieren von Katalogdaten. Zucht ist nicht Mathemantik!

Gottfried

PS: Wie richtig liege ich mit der Annahme, dass es gar keine Charolaiskalbinnen sind, sondern Kreuzungen?


kbg antwortet um 22-03-2014 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Hast mit allem recht Gottfried, nur das mit den kreuzungen ist natürlich ein mythos der sich schon lange hält- wohl damit die züchter ihre überteuerten (restbestand)reinzucht tiere weiterbringen..
F1 Kreuzungen aus mutterkuhrassen haben KEINE geburtsprobleme..
ausser natürlich sie stammen von tieren welche schon in der reinzucht probleme beim kalben hatten..,

Meine F1 FV+Limo kalbten (belegt mit murbodner oder limo) mit 22-24 Monate mit ca. 580-630 kilo…(wenn sie mit 5 jahren das 4 kalb bekommen und ausgewachsen sind wiegen sie dann mit ca. 750kg immer noch mehr als genug), dass sind "baby" kühe- und trotzdem kalben alle-sehr verhaltene fütterung sollte bei kalbinnen sowieso standard sein- von selbst.
Was aber wieder nicht in unsere österreicher-"bauernbund-zuchvereine-gebrainwasheden"-hirne net rein geht, international aber ziemlich belächelt wird.
Eine kalbin muss ja 800 kilo haben, fett sein als würde sie gerade geschlachtet werden- und mindestens 30 monate alt sein; sonst denkt ja der nachbar ich hab verhungerte zniachtl kia…

aber was reg ich mich da überhaupt noch auf--- bin ja kein bauer mehr- und ihr da draussen dürft - und sollt-natürlich machen was ihr wollt.


179781 antwortet um 22-03-2014 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
Na kbg, das hab ich anders gemeint. Wenn jemand mit Kreuzungstieren Mutterkuhhaltung macht, dann ist das schon eine gute Voraussetzung. Nur muss man da auch das richtige machen. Wenn der gute Mann das so gemacht hat, wie ich das beschrieben habe, dann kann es eben die besagten Probleme geben. Da ist es egal ob Kreuzung oder Reinzucht. Und bei Charolais kommt es manchmal vor, dass Leute Tiere aus Gebrauchskreuzung mit Endmastlinien als Kuh aufstellen. Das muss dann natürlich in die Hose gehen. Drum, bevor man so etwas macht bei Fachleuten informieren.

Gottfried


kbg antwortet um 22-03-2014 22:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
ok ja da hab ich dich wohl falsch verstanden.
.hab da ein gewissen reflex weil mir schon zu viele "züchter" und büroherrn erklären wollten wie schlecht und ganz ganz "böse" nur so eine F1 Kuh ist.. ;)


Mutterkuh1975 antwortet um 23-03-2014 17:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Mutterkuh Charolais Geburtsprobleme
hallo Gottfried
es handelt sich um reinzuchtkalbinnen.


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