Von Mutterkuh auf Milch umstellen

Antworten: 22
StCh 01-11-2013 12:42 - E-Mail an User
Von Mutterkuh auf Milch umstellen
ist es möglich von Mutterkuhhaltung auf Milch umzustellen ohne Quote?
Stall ist fast neu bräuchte nur einen Melkstand einbauen und eine Milchkammer dazubauen
Oder ist es besser den Gedanken wieder zu verwerfen?



179781 antwortet um 01-11-2013 18:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Von Mutterkuh auf Milch umstellen
Am besten einmal an eine Molkerei wenden, die in deinem Gebiet Milchabholung machen. Denen bietest du schriftlich die Jahresmenge an, die du produzieren willst, dann siehst du ja, ob sie die wollen und was sie zu zahlen bereit sind.
Bis jetzt ist der Wegfall der Kontingentierung bei den meisten Marktteilnehmern noch nicht im Kopf angekommen, es wird eigentlich überall nur über irgendeine Form nachgedacht, in der man eine Mengenregelung weiterführen kann. Die soll natürlich aus der Sicht vieler Milcherzeuger nur für die anderen gelten, damit man selber mehr liefern kann.

Gottfried


Posaidon antwortet um 01-11-2013 19:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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stch

mach es, mach den Melkstand dann bist du einer der ersten die das machen!
in den nächsten Jahren werden das so und so viele Mutterkuhhalter machen müssen oder sie hören wieder auf so wies auch vor 1995 war da hat´s auch keine (fast keine) Mutterkuhhalter gegeben.
die sind ja alle (fast alle) nur deshalb gekommen weil´s für eine gewisse Bequemheit auch ein Geld gegeben hat, jetzt fällt die Prämie und sie werden wieder alle (fast alle) verschwinden!



rotfeder antwortet um 01-11-2013 21:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Von Mutterkuh auf Milch umstellen
Hallo!
Ja, aber dann müssen die Milchbauern ihre Bestände vekleinern und mit der Leistung etwas runter, damit die Mutterkuhhalter auch ihren Absatz haben. Denn eine verdoppelung der Liefermenge würde turbulenzen am Milchmarkt auslösen.


Trulli antwortet um 01-11-2013 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der Gedanke ist gut!
Der Zeitpunkt auch! Milch ist derzeit gefragt und knapp!
Setze dich mit den Molkereien in Verbindung, stelle einen Vertrag auf, und los gehts!
Ich habe diesen Gedanken selber schon durchgespielt......
Milchquote noch um einen Euro verkaufen können, nach 2015 ohne Quote wieder durchstarten....
Die, oder manche Molkereien können es sich fast nicht leisten, Milchangebote abzulehnen!

Wenn du wirklich wieder melken willst, dann sofort und je mehr desto besser!
Aber zuerst Abnahme längerfristig sichern!

mfg


ranger78 antwortet um 02-11-2013 07:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Von Mutterkuh auf Milch umstellen
Habe 2012 auf Milchvieh umgestellt .Stall und Räumlichkeiten waren vorhanden, die Melkanlage wurde mit der Niederlassungsprämie bezahlt. Kontingent habe ich um 10 Cent erworben. Wichtig ist die Hofabholung und die Lieferrechte einer Molkerei. Habe es noch nie bereut und schlafe jetzt ruhiger als bei der Mutterkuhhaltung(Kälberverluste,Euterprobleme,fehlender Mutterinstinkt,Absatzprobleme,scheue Kälber,schlechte Klassifizierung bei Verkauf in Markenfleischprogramme.......


edde antwortet um 02-11-2013 07:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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na da werden wir ja bald wieder das gewohne alte Bild erleben, diese kleinen Kuhbestände mit 5,10 Kühen und fahrbaren Milchtanks.
jetzt noch schnell die Frauen überzeugen, den ausserlandwirtschaftlichen Beruf aufzugeben(weswegen ja sehr viele auf Mutterkuh umstellten)--und los geht's.

Zurück in die Zukunft--die Landwirtschaftspolitik machts möglich.

mfg


tomsawyer antwortet um 02-11-2013 18:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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dass Know- how in Sachen Milchviehhaltung ist auch vorhanden ?


Fallkerbe antwortet um 02-11-2013 19:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, den Gedanken, in die Milchwirtschaft einzusteigen bzw. die Milchliefermenge erheblich zu steigern, den Gedanken werden einige mit blick auf das Quotenende hegen. Es bleibt spannend, wie gefragt und knapp die Milch dann ab 2015 sein wird.
Man sollte sich hier mm von kurzfristigen hochs und tiefs nicht allzusehr beeindrucken lassen.


mfg


pritom antwortet um 02-11-2013 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ein muku-bauer, der wegen der muku Prämie aufhört oder auf Milch umstellt hat sowieso was falsch gemacht! Ich kann auch ohne die mukuprämie meinen Betrieb führen! Habe 40 mutterkühe!

MfG Thomas


Nutz antwortet um 03-11-2013 08:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bin da auch bei Fallkerbes Meinung!
Wenn die momentane Milchpreissituation auch gut ist,
sind die Kosten für "nur" eine Milchkammer und einen Melkstand nicht zu unterschätzen.
MuKu.Bauer aus Murau


bergbauer310 antwortet um 03-11-2013 09:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bin auch dieser Meinung, der Weg hin zu einer einkommensrelevanten Mutterkuhhaltung ist sehr schwer, weil doch a bissi mehr dahintersteckt als nur das Melken wegzulassen!


klw antwortet um 03-11-2013 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Habe diesen Gedanken auch schon gehabt, da viele Händler glauben sie brauchen nichts mehr für Einsteller bezahlen, und der Bauer muss froh sein das sie wer nimmt. Ein Händler meinte letztens zu mir er zahlt nur mehr für Fleckvieh x hornlos Charolais Alter 5 bis 6 Monate, Gewicht 250kg. Aber die Mäster werden schon Fleischkälber benötigen wenn einige Mutterkuhhalter aufhören. Ich warte 2014 noch ab wies sich entwickelt.


soamist2 antwortet um 03-11-2013 10:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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milchproduktion im voralpinen österreich zu welthandelspreisen ab 2015 wird sicher eine spannende sache


textad4091 antwortet um 03-11-2013 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ edde: Was hat der Betriebszweig Milchkuh oder Mutterkuh damit zu tun, dass die Lebensgefährtin arbeiten geht oder nicht? Beide Arbeitszweige benötigen bei gleicher Kuhanzahl gleich viel Arbeitskräfte- MuKu's zu haben bedeutet nicht weniger Arbeit!! Zumindest dann, wenn man auchGeld damit verdinen will!

@StCH: Ob Sinnvoll oder nicht hängt von den Rahmenbedinungen ab bzw. den Gründen wieso du jetzt wieder auf Milchkühe umsteigem möchtest;

Milchkühe haben zweifelsohne den Vorteil, ein monatliches EInkommen zu erwirtschaften, bei Mutterkühen das Jahreseinkommen zwar gleich (oder auch nicht, je nachdem^^) aber keinesfalls regelmäßig;

Über welche Kuhzahl sprechen wir denn überhaupt? Nehme mal an 20+??



179781 antwortet um 03-11-2013 13:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ein direkter Vergleich zwischen Mutterkühen und Milchkühen ist eine hinkende Geschichte. Das sind zwei völlig verschiedene Produktionszweige. Auf der einen Seite wird Milch erzeugt auf der anderen Seite ist eine Produktionsrichtung wo es um Fleischerzeugung geht. Also sollte man Mutterkuhhaltung eher mit Rindermast oder Kalbinnenaufzucht vergleichen.

Das ist auch ein Grund, warum bei nicht wenigen, die von Milcherzeugung auf Mutterkühe umgestellt haben, das nicht richtig funktioniert. Weil sie einfach diese Umstellung nicht geschafft haben und mit aufwändiger Produktionstechnik, falscher Genetik, fehlendem Fachwissen usw. arbeiten und dann die Produktionskosten kaum mit den Erlösen gedeckt werden.

Und noch etwas: Es ist momentan nicht nur die Milch gut nachgefragt, sondern auch gutes Mastvieh. Warum sollte man also einen gut laufenden Betriebszweig aufgeben und in einen anderen einsteigen, bei dem schon viele drauf warten, mit erhöhter Produktion den Preis zu ruinieren?

Gottfried


krähwinkler antwortet um 03-11-2013 14:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Du solltest dich erkundigen, welchen Pachtpreis die umliegenden oder auch bis zu 10 km entfernten Milchbauern bereit wären zu bezahlen. Wenn sie mehr als 700€/ha milchpreisindexgesichert zahlen wollen, dann kannst du beruhigt die Hände in den Schoß legen.


Obersteirer antwortet um 03-11-2013 15:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@klw Hallo Und was macht man wenn nur die bezahlt werden ? Ich liefere Stierkälber Fleckvieh /Charolais mit 8 Monaten kassiere 1000 Euro und lache jeden konventionellen aus der seinen Stier 2 Jahre füttern muss um auf diese Summe zu kommen so fern er Fleckvieh /Charolais hat weil ein Braunvieh oder Schwarzbunte Kalb kannst sowieso verschenken mit 2 Wochen und heissen 70 Euro musst froh sein wennst keinen Tierarzt brauchst sonst hast sowieso schon einen verlust bzw.ist es besser wennst die Kuh gar nicht besamst. In meiner Grösse mit 35000 Kilo milch war die lieferei sowieso nur minus mit mutterkuh komme ich wenigstens auf ein kleines Plus . Gruss Obersteirer


Obersteirer antwortet um 03-11-2013 15:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@179781 Hallo Volle Zustimmung!



MUKUbauer antwortet um 03-11-2013 17:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja Gottfried da hast du recht ich seh das auch so, und ich könnte es mir nicht vorstellen wieder jeden Tag 2 mal pünktlich im Stall zu sein - ich geh wenn es mir past und dann nehme ich mir auch Zeit und schau mal in die Runde was die Tiere so tun ...
@ texasd - naja - das mit dem Beruf hat bei vielen schon was auf sich, du bist an keine Uhrzeit gebunden wann du deine Arbeit machst im Stall, und viele haben ja im Zuge von Milchkuh auf Mutterkuh umstellt und auf Laufstallhaltung umgestellt, drum scheint es soviel weniger Arbeit
Und jetzt nach einigen Jahren Kuhselektion etc. ist die Arbeit schon weniger geworden, gibt ja noch viele Betriebe die jede Kuh anbinden müssen und den Kälbern das trinken lernen müssen, da bekommst einen Anfall neben wennst anderes gewohnt bist


walterst antwortet um 03-11-2013 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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möglich ist die Umstellung allemal. (In Ö stammt die Mukuförderung ursprünglich noch aus einer Zeit, wo man auch daran dachte, mit der Mukuhaltung einerseits die Grünandlfächen in Produktion zu halten und die Mutterkühe als Krisenvorsorge/Milchproduktionsreserve/Eiweisspender in der Schublade zu haben)

Ob die Umstellung bei Dir auch sinnvoll ist, lässt sich aus der Fragestellung ohne Details unmöglich beantworten.
Die Melkstand- und die Milchkammererrichtung halte ich für ein untergeordnetes Problem. Vor alem musst Du wissen, worauf Du Dich und worauf Du Deine Familie einlässt.
Vermutlich bist Du aber mit den Mukus nicht 100% glücklich, warum sonst die Frage.


krähwinkler antwortet um 03-11-2013 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es ist schon interessant, wie in Österreich - Verzeihung - im Landwirt Forum der Weidereinsteig diskutiert wird. Es gibt Länder in Europa, die kein Anerbengesetz haben und an Fluktuation im Milchbereich gewöhnt sind. Aufhören und anderswo wieder anfangen gehört dort zum Alltag. Mir scheint, die Warner vor Neu-/Wiedereinsteigern sind zahlreich unter den jetzigen Michbauern. Dennoch: Es gibt Regionen in Ö, die unvergleichlich preisrobuste Möglichkeiten für die Milcherzeugung bieten. Und das Argument mit 2mal 365 Tagen und so gilt jetzt für 36.000 Milchlieferanten auch schon. 23 Mio Kühe werden in der EU zumindest 2mal täglich gemolken. Also so ein Minderheitenprogramm ist das Milchbauerndasein nun auch wieder nicht.

Zuletzt: Willst du Bioheumilch machen?


MUKUbauer antwortet um 04-11-2013 20:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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naja wäre das 2 mal pünktlich melken kein Thema gäb´s weniger Roboter und für einen Nebenerwerbslandwirt ist die Mutterkuhhaltung einfacher zu gestalten, find ich angefangen vom Sessonalen Abkalben bis über Weidehaltung oder die pünktliche Stall Geschichte
Viele scheitern an der Mutterkuhhaltung weil sie von der Milchkuh kommen und nicht umdenken können oder wollen ...

Und ich seh es irgendwie trozdem so, ich kenn nicht viele Betriebe die den Stall ausgeräumt haben und wieder Tiere eingestellt Jahre später ...


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